Kein Problem, ich hab ja Zeit

54 Antworten · 18,7k Aufrufe · gestartet 01. Juni 2012 von TobiasW
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Themenstarter38 Beiträge · seit 201204. Juni 2012 ·
Danke Oshivambo für den Hinweis, hab ich übersehhen oder falsch verstanden. In Keetmanshoop bin ich fündig geworden.
nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher
6'152 Beiträge · seit 200604. Juni 2012 ·
Hallo TobiasW,

köstlich Dein Schreibstiel --verlängere Deinen Urlaub auf alle Fälle um
Wochen - nicht allein wegem Reisebericht. Ich verrate Dir wie die roten
Sandhaufen genannt werden 😉 Termitenhügel.
Weiterhin gute Pad wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter38 Beiträge · seit 201205. Juni 2012 ·
Hallo Hanne

Dnke für die Blumen, na wenn ich gewust hätte das das nur Termitenhüglchen sind hät ich da ruhig mehr platwlzen können 😈 😗 ich dacht immer die sind viel grösser und nicht blos so 20 - 30 cm.

na egal, und hier gleich den gestrigen Tag

4.6.

Nach den nächtlichen Unruhen wird’s heute auch wieder Später mit Aufstehen. Die Sonne hat die Temperaturen schon in einen angenehmen Bereich gebracht, der Wind bläst aber weiter kräftig. Da wird der Campingtisch halt zum Windschutz umfunktioniert.

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Als ich am zusammenpacken bin kommt der Platzwächter, als er erfährt das ich Holländisch spreche führen wir das Gespräch er auf Afrikaans und ich auf Holländisch weiter, geht ganz gut 😄 da ich plötzlich wieder ins Englische zurückfalle fragt er mich ob ich nicht auf Holländisch weitersprechen könne, das verstehe er viel besser als mein Englisch, Oops na klar doch, Babylon lässt Grüssen. Er fragt mich, ob er mir zwei Biere abkaufen könne, schenke ich ihm diese dafür erklärt er mir genau wo ich das Mobilhome von MTC finde und das ich die SIM-Karte besser bei der Post kaufen würde da sei schon Gesprächsguthaben drauf.

Zum Glück hat er mich nach dem Bier gefragt dadurch hab ich gemerkt das ich vorhin beim einräumen ein Ei zerdeppert habe, das hätte eine schöne Schweinerei gegeben beim fahren, so hält es sich in Grenzen. Was sich noch nicht verteilt hat vom Ei bekommt der „scharfe“ Wachhund vom Platz.

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Der hat mich gleich schon gestern als ich ankam in sein Herz geschlossen und bekam nicht genung vom Flatieren. Beim Nachtessen kochen wich er mir nicht von der Seite und hat mich genau beobachtet. Als ich fertig war mit Essen und zusammenräumte, hat er alles was mir beim Kochen runtergefallen war sauber aufgeleckt. Memo: Ein gut erzogener Staubsauger, so einen muss ich mir auch zulegen wenn ich wieder zu Hause bin!

Eine Plastiktüte die ich an der Heckklappe zum Trocknen aufhänge, hängt Waagrecht im Wind.

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Das Einpacken des Dachzeltes wird so zum Geduldsspiel, das Band über die Abdeckung zu werfen will einfach nicht gelingen der Wind Bläst es gleich wieder zurück also muss ich erst das Auto Wenden. Bevor ich aber nach Keetmanshoop fahren kann, muss ich noch alle Figuren auf der Campsite abknipsen.

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In Keetmanshoop kann ich endlich eine MTC-SIM-Karte erwerben da ich in der Software von meinem Data-Stick, obwohl bereits G4 Generation, keine Zugangsnummer einrichten kann, muss nun doch ein Netman her, nachdem dann alle Sicherheitseinschränkungen von Windows 7 überwunden sind funktioniert nun mein Mobiler Internetzugang (sofern Empfang vorhanden, im Buschcamp von Mesosaurus hat‘s leider keinen Empfang).:) So werden dann im Auto gleich die 2 Letzten Tage online gebracht.

Da ich nun zeitig dran bin entschliesse ich mich nicht beim Köcherbaumwald zu übernachten, sondern fahre weiter zum Mesosaurus Camp die Pad ist gut da muss ich aufpassen das ich nicht zu schnell fahre! An der Rezeption ist Keiner obwohl die Türe sperrangelweit offen Steht, dann mal das Anschlagbrett studiert, zurück ins Auto zum warten, alsbald kommt der Juniorchef auf dem Motorrad angefahren und erzählt, dass sein Vater gerade mit anderen Gästen unterwegs sei. Wir erledigen die Formalitäten und bezahle gleich die Übernachtung. Ob ich am anderen Morgen um 9 mit seinem Vater eine Rundfahrt machen möchte, dauert eine ca. Stunde. Na klar doch! Als ich im Auto noch schaue wie ich morgen weiterfahren kann möglichst ohne Asphalt, kommt de Seniorchef zurück. Als er erfährt, dass ich aus der Schweiz komme kramt er sogar ein paar Brocken Schweizerdeutsch hervor, wow. Er erzählt mir das gerade mit einem Schweizerpaar, mit einem Wohnlastwagen mit Zürcher Kennzeichen die Farmundfahrt gemacht habe, und die auch zu Buschcamp wollen. Als ich beim Buschcamp ankomme, begrüssen wir uns. Sie kommen von Winterthur sind mit Ihren beiden Kindern seit 10 Monaten unterwegs, und sind über Türkei, Syrien, Ägypten die Ostküste runter gefahren bis Südafrika und tummel sich jetzt noch ein wenig in Namibia rum.

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Da es noch ca. 1,5 -2 Stunden hell ist, begebe ich mich zuerst noch auf den 4x4 self drive. Der ist weiter nicht schwierig aber ohne Geländefahrzeug nicht machbar. Wunderschöne, einsame Landschaft, ausser einigen Schwarzkopfschaffe und etlichen Vögel sehe ich nicht viele Tier. Bei 3 - 4 Bachbettdurchquerungen schalte ich dann mal auf Low um, 2 Zauntore gilt es zu durchqueren, bei denen nicht sicher bin ob ich da noch auf dem Tichtigen weg bin, da das 4x4 Schild kaum noch lesbar ist. Im hinteren Teil sehe ich plötzlich doch noch andere Tiere, eine einsame Antilope scheuche ich auf und als ich meine ein Murmeltier oder so was gesehen zu haben halt ich mal an. Es ist definitiv keine Murmeltiere, Sie scheinen etwas grösser zu sein. Immer mal wieder huscht eins herum, aber sie Sind jeweils so schnell wieder weg das ich sie nicht identifizieren kann, geschweige denn eine Chance habe sie abzulichten. Da ich nicht schon wieder im Dunkeln das Dachzelt aufstellen möchte, fahre ich ohne Bild weiter.

Zum Glück habe ich mir dieses Mal nicht an mein Motto gehalten. Der 4x4 Drive scheint schon länger nicht mehr befahren worden zu sein. Die Spur ist zeitweise kaum zu sehen, und einige Male muss ich trotz Tageslicht sogar aussteigen und rumlaufen um herauszufinden wo ich da weiterfahren muss. Bei drei Verzweigungen fehlt dann noch ein Richtungshinweis. Da ich bis jetzt im Uhrzeigersinn gefahren bin halte ich jeweils rechts, bis ich schliesslich wieder auf dem Hauptweg zum Buschcamp lande

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Zurück beim Buschcamp herrscht bei den 2 Grossen Webervogelkolonien ein reges Treiben. Inzwischen ist noch ein Deutscher hier angekommen, Da hiess es doch das Buschcamp sei schon länger nicht mehr benutz worden und jetzt sin da schon 3 Autos und 6 Personen. Na den, hat ja Platz genug. Simon Tobias (ja ich hab da doch tatsächlich auch non einen Namensvetter angetroffen, gibt den Namen ja nicht so Oft) kommt zu mir bei den Duschen komme kein Wasser ob mir das anschauen kann. Kein Problem, ich hab ja Zeit!

Bin ja als gelernter Elektriker handwerklich begabt, und mit Sanitären Installationen auch ein wenig erfahren. Als Mc Giver 2 und Schweizer hab ich natürlich mein Schweizer Sackmesser, und einen grossen Leatherman dabei! Im Wasserfass hat’s auch Wasser, am Hahn unterm Fass kommt Wasser raus. Einige Verschraubungen am Boiler sind neuer, sind sie doch mit Teflonband gedichtet. Ein versteckter Hahn lässt sich auch nicht finden. Na wenn ICH das Problem nicht finden kann, währe MC Giver sicher auch gescheitert! Dann wird heute halt wieder Italienisch geduscht, beim Dachzeltabbauen werd ich eh wieder Staubig und in meinen Höhlen gibt es ja auch keine Duschen, also werd ich's überleben.

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nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2012
2'399 Beiträge · seit 201105. Juni 2012 ·
Hallo Tobias,

Danke für Deine interessante Lifeberichterstattung.
Ohne Deine "Murmeltiere" gesehen zu haben, vermute ich nach Deiner Beschreibung, dass es sich um Hyrax (wohl Rockhyrax), auch Rockdassies genannt, handelt.
(Deutsch: Klippschliefer)

LG aus dem kalten Hamburg,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
203 Beiträge · seit 200605. Juni 2012 ·
Ich musste sehr lachen, als ich las, dass Du dem Wächter 50 Dollar gegeben hast. Der hat dann für den Tag bestimmt gleich Schluss gemacht. 😉 So viel Geld sehen die selten auf einmal. Und die Jagd nach der SIM-Karte (man kann überall welche kaufen, in fast jedem Laden, nicht nur bei MTC) hat mich auf den Gedanken gebracht, dass ich vielleicht hier mal ein Depot für Namibia-Erst-Touristen einrichte, die ihre SIM-Karte dann gleich bei mir abholen können. 😉 So eine lange Jagd ist wirklich nicht nötig. Wenn man hier schon einige Zeit lebt, weiß man ja, dass man nach solchen Karten nicht jagen muss, aber als ich das erste Mal in Namibia war, wusste ich das auch noch nicht und kann gut verstehen, wie Du Dich gefühlt hast. Damals habe ich auf meine deutsche Karte so viele Roaminggebühren angesammelt, dass mein deutscher Anbieter die gesperrt hat. 🙂

Viel Spaß weiterhin in Namibia. Auch wenn es jetzt arg kalt ist. Frierst Du nicht so beim Campen?
730 Beiträge · seit 200605. Juni 2012 ·
Hallo Tobias,

schön, dass Du ja Zeit hast 🙂 und uns hier mit Deinem tollen Reisebericht versorgst.
Danke.
Haben übrigens auch bei Nedbank in Klein Windhoek jede Menge Geld am ATM ziehen können.
Direkt hintereinander erst 4.000 und dann gleich noch mal 2.000.

Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Viel Spaß noch auf Deiner Reise und tolle Erlebnisse
wünscht Dir Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
203 Beiträge · seit 200605. Juni 2012 ·
Ja, das hängt von der Bank ab. Nedbank ist sehr gut. Bei FNB gibt es nur N$ 2000, und Bank Windhoek nimmt ausländische Kreditkarten meist gar nicht. Standard Bank gibt hingegen genauso wie Nedbank mindestens 4000. Also immer schauen, was für ein ATM es ist.
1'409 Beiträge · seit 201005. Juni 2012 ·
Hallo Okaukuejo,

das mit der Erst-Versorgung hört sich lukrativ an *Späßle

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
Themenstarter38 Beiträge · seit 201207. Juni 2012 ·
5.6.

Am Morgen löse ich das Wasserrätsel: das Fass ist doch leer, es hatte nur noch einen Rest Wasser im Schlauch.

Die Schweizer fahren weiter Richtung Windhoek, also heisst es Abschied nehmen, der Algäuer kommt mit auf den Fossil Drive. Wir bekommen die Führung auf Deutsch, das Meiste sind nur noch Abdrücke der Knochen kleiner Krokodilähnlicher Wesen. Sie hatten aber eine weiche Schnauzen, keine Gebiss sonder wie Wale Barten. Saures Wasser hat die Knochen wieder Aufgelöst, zurück blieben die Hohlräume im Schiefer.

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Die Schwarzen Felsen ist erstarrtes Magma das seiner zeit nicht an die Erdoberfläche Trat. Sie sind nur an der Oberfläche Schwarz weil sie Oxidieren, mit Einigen lässt sich sogar Musik machen. Leider sind etwa eine Woche zu früh, sonst wären die Köcherbäume am Blühen.

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In Keetmanshoop wird nach etwa 800 Km das erste mal Getankt, aber wie geht den nun die Tankdeckelklappe auf?

Weiter geht’s nach Noordoewer von Keetmanshoop via D608 und C12 bis Grünau, und dann über die B1. Die D608 hat mir sehr gut gefallen, die Pad ist in einem guten Zustand der mittlere Teil ist mit Abstand der schönste Teil da weiss ich gar nicht wo ich jeweils zuerst hinschauen soll und muss aufpassen das ich nicht vergiss auf den Pad zu achten. Nach einer Kurve hab ich das Gefühl irgendwo falsch abgebogen zu sein und mich nach Ägypten verfahren zu haben,

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hat‘s da doch mehrere Berge die aussehen wie Pyramiden nur das noch ein paar Steinblöcke auf dem Spitz aufgetürmt sind. Auch sieht man immer mal wieder kleinere Canyons. Die Route kann ich absolut empfehlen.

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Kurz nach Noordoewer gibt es eine neue Lodge und Campingplatz, mit Bar und Restaurant mit schöner Aussicht auf den Oranje. Felix Unite Provenance Lodge, Camping 100N$ p. P.. zum Kochen bin ich zu Faul und lasse mich im Restaurant verwöhnen: T-bone-Steak mit Pommes und Salat 95 N$ sehr gut. Grosse Dusch und WC Anlage, Strom, ATM, Telefonkabine, MTC Empfang (Netman kann aber keine Verbindung herstellen, obwohl mein Mobile 3G empfang anzeigt. grrr...) WIFI ist vorhanden aber auch da kann ich keine Verbindung ins Internet Aufbauen vielleicht ist generell ein Problem mit dem Internetvorhanden, denn am Vormittag musste ich in Keetmanshoope auch mehrere Male versuchen biss ich ein Verbindung bekomme, gestern ging es Problemlos.

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Kurz vor 20.00 h kommt die SMS das Roger (mein Reisepartner) an der ZA Grenze angekommen ist. In 20 min. bin ich auf der Namibianischen Seite, muss aber noch 40 min. Warten bis er auf der Namibianischen Seite ankommt. Der ZA Zoll hat das Ganze Gepäck aus dem Anhänger durchsucht. Während er die Einreiseformalitäten erledigt fährt der Bus mit seinem Gepäck einfach davon, wir natürlich schnellstens hinterher. Aber zum Glück Fährt er nur bis zur Tankstelle in Noordoewer zum Tanken dort bekommen wir dann Problemlos noch sein Gepäck.
nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2012
Themenstarter38 Beiträge · seit 201207. Juni 2012 ·
6.6.

Da es heute Morgen stark bewölkt ist, und es Roger schon seit 2 Tagen nicht so gut geht, beschliessen wir den Fischriver auszulassen, und via Gamchab 4x4 Trail, D212 C13, und B4 nach Lüderitz zu fahren. Auch für den Fall das es Roger, trotzt Lutschtabletten, Antibiotika und Schmerz- und Fieber mildernder Medikamente, nicht bald besser gehen sollte, einen Arzt aufsuchen zu können.
Den richtigen Abzweiger zum Gamchab, auf der C37 von Aussenkehr her kommend übersehen wir, da er gleich hinter dem Zaun in Spitzen Winkel erfolgt, und wir mit dem Lesen der Infotafel beschäftigt sind. So fahren wir etwa 10 Km zu weit, und folgen da Falschen Spuren, die am Ende eines Zauns in den Oberen Teil des Gamchab Flussbett führen und auf der anderen wieder hinaus. Da merken wir, dass Wir falsch sind und kehren um.Kein Problem, wir haben ja Zeit.

Als wir wieder beim ersten Zaun sind sehen wir nun den Weg sofort. Anhand der Bilder im Internet hab ich mir ein wenig mehr versprochen, auch währe die Strecke heute mit einem normalen PW problemlos zu fahren gewesen, so dass ich den Allradantrieb gar nicht erst zuschalte. Trotzdem schöne Strecke. Auch die D212 ist eine sehr schöne Strecke dem Oranje Fluss folgend, sehr grün für Namibische Verhältnisse. Die Pad ist in einem recht gutenzustand.

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Das Kurze nicht asphaltierte stück der C13 bis Rosh Pinah ist dafür übelstes Wellblech, wahrscheinlich durch den vielen Schwerverkehr.Der Rest der C13 ist bis Aus ist Asphaltiert, zieht sich dafür extrem in die Länge durch die Eintönigkeit, ich schlafe 2 -3 mal fast ein, Zeit für eine Pause. Da Roger‘s Halsschmerzen schlimmer werden kochen wir eine Salzlösung zum Gurgeln, was ein wenig hilft.

Auf der Strecke von Aus nach Lüderitz sehen wir, dass das Geleis demontiert wird. Zuerst liegen jenstes Schiennen dem Bahnport entlang, dann Stapeln sich Betonschwellen später ist nur noch der Damm vom Trasse zu sehen, und gegen Lüderitz hin ist das auch schon weg. Da sich Roger Gesundheitszustand nicht bessert wird er morgen zum Arzt gehen.

Da es in Lüderitz ziemlich Windig ist und Roger nicht auf dem Damm ist geht’s zum Schlafen ins Backpackers das 7ner Zimmer haben wir für uns allein.
nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2012
8'731 Beiträge · seit 201007. Juni 2012 ·
TobiasW schrieb: Auf der Strecke von Aus nach Lüderitz sehen wir, dass das Geleis demontiert wird. Zuerst liegen jenstes Schiennen dem Bahnport entlang, dann Stapeln sich Betonschwellen später ist nur noch der Damm vom Trasse zu sehen, und gegen Lüderitz hin ist das auch schon weg.
Hallo Tobias, hier Belle 😉

Also wenn ich letztes Jahr richtig aufgepasst habe, dann ist das genau umgekehrt: das Gleis wird montiert! Aber kein Problem, die haben nämlich Zeit (und kein Geld);) Jetzt hoffe ich nur, dass ich mir da nichts Falsches eingeprägt habe.....😐

Gute Besserung an deinen Mitreisenden und bis zur nächsten, mit Spannung erwarteten Fortsetzung - lG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
1'419 Beiträge · seit 200907. Juni 2012 ·
Moin,

laut Herrn Hälbich aus Lüderitz (Stand 2009) versuchen sie schon seit 10 Jahren die Strecke wieder instand zu setzen. Das Problem ist u.a. der viele Sand, und es geht eher rückwärts als vorwärts. Anfang letzten Jahrhunderts haben die deutschen Arbeiter übrigens ca. 10 Monate gebraucht um die Strecke aufzubauen und zu erhalten 😛

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
8'731 Beiträge · seit 201007. Juni 2012 ·
janet schrieb:Moin,

laut Herrn Hälbich aus Lüderitz (Stand 2009) versuchen sie schon seit 10 Jahren die Strecke wieder instand zu setzen. Das Problem ist u.a. der viele Sand, und es geht eher rückwärts als vorwärts. Anfang letzten Jahrhunderts haben die deutschen Arbeiter übrigens ca. 10 Monate gebraucht um die Strecke aufzubauen und zu erhalten 😛

Grüssle
janet
Danke Janet, so irgendwie hatte ich es auch in Erinnerung! Aber kein Problem, sie haben ja Zeit 😄
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
497 Beiträge · seit 201207. Juni 2012 ·
Jaja die Frau, die die Kolmanskopführungen macht, macht sich auch immer darüber lustig, dass sie damals zur guten alten deutschen Zeit für die Bahnstrecke Lüderitz - Aus nur 9 Monate gebraucht haben, und heute seit 10 Jahren nichts passiert ist. Dass es damals Kriegszustände waren und viele Bahnarbeiter (an die 1000) bei den Bauarbeiten umgekommen sind, ist aus dem Gedächtnis wohl entschwunden. (Die hatten damals wohl kein Zeit.)

Jetzt will die Bahn es wohl endgültig anpacken, da dem Lüderitz Hafen mehr Bedeutung zukommen wird, allerdings hat es gerade wieder dieses Jahr durch den heftigsten Regen seit Menschegedenken in Aus (150 mm in 2 Stunden, oder?) mehrere Bahngleise entwurzelt und die Betonbetten unterspült.

Liebe Grüße,
Sebastian
Info-Namibia www.info-namibia.com
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2012
203 Beiträge · seit 200607. Juni 2012 ·
Fleur de Cap schrieb:Hallo Okaukuejo,
das mit der Erst-Versorgung hört sich lukrativ an *Späßle
LG
Fleur
Ich glaube, das lohnt sich nicht für die paar Dollar. 😉 Aber Tobias hat mir richtig leid getan, dass er so rumgelaufen ist, wo es die Karten doch an jeder Ecke gibt. Da merkt man erst mal wieder, wie unübersichtlich hier manche Dinge sind, wenn man sich nicht auskennt. Die Einheimischen finden das normal, man muss eben wissen, wo man etwas bekommt, jemand kennen, der es weiß oder hier aufgewachsen sein. Am Anfang sind wir hier auch wie die Blöden rumgelaufen für alles und jedes, weil es sehr schwer ist, Informationen zu bekommen. Sobald man dann ein paar Leute kennt, ist es kein Problem mehr. Das geht alles über Mundpropaganda. Aber als wir am Anfang noch niemand kannten, haben wir uns echt die Schuhsohlen abgelaufen.

Und die Bahnschienen - ja, das ist auch so ein Thema, nicht nur in Lüderitz. In der Zeit vor der Unabhängigkeit konnte man überallhin mit dem Zug fahren, aber seither geht es den Bach runter. Die neuen Herren sehen den Sinn von "Maintenance" nicht. Das ist nicht nur bei der Bahn ein Problem. Und es ist nicht nur ein Geldproblem. Geld ist da, aber die Frage ist immer, wofür wird es eingesetzt? Für einen neuen Mercedes für mich persönlich oder für die Allgemeinheit? Hier fällt das Votum meistens zugunsten des persönlichen Vorteils, und dann bleiben die Bahnschienen eben einfach liegen. Hier in Windhoek lagen jahrelang die neuen Schwellen und Schienen neben dem Bahndamm, aber getan wurde nichts. Bis dann ein Zug den ganzen Damm runtergerutscht und umgekippt ist. Aber selbst dann hat es noch eine Weile gedauert. Hier haben wirklich alle Zeit. 😎
Themenstarter38 Beiträge · seit 201207. Juni 2012 ·
Hallo Zusammen

die Bahn soll, wie wir heute in Lüderitz gehör thaben, wohl tatsächlich aufgebaut werden. Aber so wie das ganze Maerial aussschaut das da Rumliegt Pneulaufflächen zwischen Betonschwellen, völlig verrostete Schienen, und Gleisabschnitte die in der Luft hängen, weit und breit kein Arbeiter, sieht das halt nach Abbruch aus.
Das Motto scheun hier zu sein: komm ich Heute nicht komm ich Morgen, komm ich Morgen nicht komm ich gar nicht. 😏 Aber wer weiss, vieleicht klapts in den nächsten 10 Jahren, die Zeit wirds Zeigen.

Das eigentliche Problem war ja nicht die SIM-Karte, sondern das sich bei meinm UMTS-Stick die Einwahlnummer nicht einrichten lies, was bei uns ja nicht nötig ist, aber in Namibia schon. Den Netmanstick hatte eben keiner, und immer hiess es ich müsse in ein MTC-Mobilehome. Das war halt Pech, dass der in der Maura Mal Technische Probleme hatte und der in Klein Windhoek gerade Umgebaut wird.

Roger Symtome: geschwollene Backen, Schmerzen beim Kauen und probleme beim Schlucken, erhöhte Temparatur. Meine Diagno: Mumps aus Südafrika Importiert.
Der Arztbesuch hat meine Vermutung bestätigt, Medikament dagegn giebt es nicht, es lassen sich nur die Symtome behandeln. Auch wenn man ihn als Kind hatte, kann man den Ziegenpeter nochmals bekommen, da es verschiedene Vieren giebt die die Entzündung der Backenspeicheldrüsen auslösen, die Verbreitung ist Weltweit. Dauer bei kinder in der Regel 7 Tage, bei Erwachsenen bis ca. 14 Tage.

Zum Glück ist nichts Vorgebucht so sind wir Flexibel und passen unser Program an, ganz unseerm Motto: kein Problem, wir haben Zeit

LG aus Lüderitz und danke für die Besserungswünsche
Roger und Tobias
nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2012
Themenstarter38 Beiträge · seit 201207. Juni 2012 ·
Okaukuejo schrieb:

Viel Spaß weiterhin in Namibia. Auch wenn es jetzt arg kalt ist. Frierst Du nicht so beim Campen?
Nein das ist kein Problem, gegen die Kälte kann man sich entsprechend einfach schützen, mit ePulaver und Jacke. Ich bin eher Hitzig, am Abend ein Feur (Brennholz kostet hier nicht viel und man bekommt es fast überal) macht's einiges angenhmer. Die Decken von ASCOT sind ziemlich warm den Schlafsak benutze ich nur als zweite Matratze. Im Dachzelt habe ich bis anhin nicht gefrohren, am Oranjeriver hatten wir nur das Moskitonetz zu und ich habe dennoch fast zu Warm. Letzte Nacht und diese, haben wir jedoch ein Zimmer genommen wegen Rogers Erkrankung. Bei Selbstversorgung bekommt man in der Nebensaisonan auch ab 100 N$ p.P ein Bett.
nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher
6'152 Beiträge · seit 200611. Juni 2012 ·
Hallo Tobias,

hoffe, dass es Roger inzwischen besser geht . Oder hat es Dich jetzt auch
noch erwischt --- warte seit Tagen auf die Weiterreise und Deinen Reisebericht.
Kein Problem - ich kann warten - hab ja Zeit.......;)
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter38 Beiträge · seit 201211. Juni 2012 ·
Hallo Hanne

Gleich geht es weiter in der Nauckluft war kein Empfang und mit dem Schreiben bin ich ein wenig ins Hintertreffen geraten.

Roger geht es etwas besser zumindest nicht mehr Fiebrieg, die Schmerzen scheinen von den Speichheldrüsen nun zu den Mandeln gewandertzu sein. Wahrscheinlich wird er Morgen oder Übermorgen in Swakopmund nochmals einen Artzt konsultieren.

Mir geht es Soweit gut nur eun wenig Triefnasse, aber das ist glaub ich von dem vielen Sand.

Grüsse aus dem Sossusvlei Tobias
nichts im leben ist sicher nur der Tod ist todsicher