Reisebericht - Lodge Reise Tansania 2010

Reisebericht 120 Antworten · 76,3k Aufrufe · gestartet 14. Feb. 2012 von AfricaDirect
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200727. Feb. 2012 ·
Hallo,

schön, dass Euch der Bericht gefällt. Leider hatte ich letzte Woche kaum Zeit und war am Wochenende unterwegs. Aber der Text für den nächsten Tag steht schon, muss nur noch die Bilder heraussuchen und hochladen.

Wird wohl irgendwann diese Woche fertig werden, vielleicht auch schon heute oder morgen 😉

@ Bernd
Februar in der Ndutu Region und irgendwann die River Crossings bzw. die Masai Mara stehen auf jeden Fall noch auf der Wunschliste. Mal schauen, wann es klappt (ich hoffe, bald).

Nochmals Danke für Eure Kommentare.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2012
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200701. März 2012 ·
Hallo,

so jetzt geht es endlich weiter. Hat leider etwas länger gedauert.


Mittwoch, 16. November

Um 6.00 Uhr weckt uns Massay mit Tee und Kaffee. Leider können wir hier nicht des Sonnenaufgang sehen, aber schön ist es trotzdem. Pünktlich um 6.30 Uhr geht es zum Auto, wo Seleu und Jackson schon auf uns warten. Los geht’s.



Massay verabschiedet uns morgens

Wir fahren aus der Konzession heraus, am Fluss sehen wir schon eine Hyäne.


Hyäne

Wir fahren in den Nationalpark auf der Suche nach den schlanken Jägern der Serengeti. Wir sind schließlich schon drei Tage unterwegs und haben noch keinen einzigen dieser wundervollen Tiere gesehen. Da muss es doch endlich mal klappen. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt.

Wir sehen die üblichen Verdächtigen, Warzenschweine, Wasserböcke, große Gnuherden, Zebras, Büffel, Thomson-Gazellen und auch Grant-Gazellen. Und genießen ein weiteres Mal einfach die traumhafte Landschaft.


Ein junger Wasserbock

Auch diverse Vögel lassen sich sehen, Sekretär, Hornraben, verschiedene Geier und auch einen Gleitaar. Löwen sehen wir an diesem Tag sehr viel, ein Löwenpärchen etwas weiter entfernt, eine einzelne Löwin und eine weitere Löwin mit zwei halbwüchsigen Jungen.


Eines der Löwenjungen

Und auch einen schlafenden Pascha entdecken wir noch. Wenn uns eine Tierart besonders zahlreich vor die „Linse läuft“, dann sind das die Löwen auf dieser Reise. Und es immer wieder schön, sie zu sehen und beobachten zu dürfen.

Heute kehren wir zum Frühstück nicht zum Camp zurück, sondern Seleu und Jackson bereiten uns ein „Bush Breakfast“. Es werden zwei Gasbrenner mit jeweils einer riesigen Pfanne aufgestellt und darin wird ein vollständiges Frühstück bereitet, bei dem es an nichts fehlt. Speck, Eier, Toast, Würstchen, frisches Obst und natürlich auch Kaffee und Tee.


Speck und Würstchen


Lecker!!!

Nicht weit von uns entfernt grasen Zebras und Gnus und lassen sich von uns nicht stören.


Unsere "Kulisse" beim Frühstück

Um 11.45 Uhr sind wir wieder zurück im Camp, ziehen uns in unsere Chalets zurück und holen ein bisschen Schlaf nach. Um 13.00 Uhr gibt es wieder lecker Lunch ...




Täglicher Besuch an unserem Chalet, eine Fliederagame

... und dann geht es nach 1 ½ Stunden wieder los mit Tee und Kaffee. Wir starten mit Seleu und Jackson wieder auf die Suche nach den schlanken Jägern, diesmal in der Konzession entlang des Tals. Wir sehen riesige Büffelherden, Gnus, Wasserböcke und Zebra.


Wasserbock / Waterbuck

Trotz intensiver Suche nach Spuren und Zeichen lassen sich die Geparden nicht sehen. Auf einer großen, freien Fläche entdecken wir ein Löwenpärchen, natürlich schlafend, die Hauptbeschäftigung der Löwen. Allerdings würde sie gerne etwas anderes machen ..., aber er ist zu faul. Obwohl sie sich ihm wirklich anbietet, steht er irgendwann entnervt auf und geht 10 m weiter.


Enttäuschte Löwin

Wir verlassen die beiden, da Seleu die Nachricht von einer Giraffengeburt bekommen hat. Er ist dabei sehr überzeugend, so dass wir alle der Meinung sind, wir sind wirklich auf der Fahrt zu einem einmaligen Erlebnis sind. Wir sind recht zügig unterwegs, haben aber immer Zeit, für einen Moment zu halten und auch die Umgebung zu genießen. Nach 30 Minuten kommen wir auf einem Berg an, wo schon ein Feuer brennt, bequeme Kissen auf dem Boden liegen und Massay leckere Drinks für uns bereitet hat. Das war unsere Giraffengeburt, Seleu hat uns wirklich ganz schön auf den Arm genommen und wir sind ihm alle auf den Leim gegangen. Trotzdem genießen wir den Sundowner und unterhalten uns mit den anderen Gästen und den Guides.


Seleu, unser Guide

Kurz nachdem wir den Hügel verlassen haben, bekommt Seleu die Nachricht, dass ein Leopard gesichtet wurde, nicht weit entfernt von unserer derzeitigen Position. Wir fahren hin, sehen ihn wirklich und können ihn einige Zeit beobachten. Diese Katzen sind einfach wunderschön und ich freue mich immer, wenn ich das Vergnügen habe, sie sehen zu dürfen. Nach diesem wunderbaren Moment geht es Richtung Camp. Wir sehen unterwegs noch ein Bushbaby, 3 Hyänen und eine kleine Eule.

Zurück am Camp machen wir uns kurz frisch und dann geht es hungrig zum Dinner. Und natürlich war es wieder super lecker.
Zwischen Hauptspeise und Dessert kommen einige Angestellte der Lodge, zum Teil mit den Tüchern der Massai gekleidet, tanzen und singen zwischen den Tischen und zeigen uns den traditionellen „Sprungtanz“ der Massai. Es ist faszinierend zu sehen, wie hoch diese Männer springen können. Auch Seleu ist dabei und springt extra hoch. Mit diesem Tanz wollen normalerweise die Männer den Mädchen imponieren. Das war natürlich heute nicht so.


Unser Guide Seleu: Wahnsinn, wie hoch er springen kann


Welch ein Geburtstagsständchen

Hier ging es um einen Geburtstag. Und spätestens als die ganzen Tänzer und Sänger sich um unseren Tisch versammeln, wissen wir, dass es für Christel war. Kurz vor dieser Reise hatte Christel einen runden Geburtstag und das habe ich bei der Buchung angegeben, damit wir ihn in einer Lodge feiern konnten. Aber irgendwie hat sich das ganze dann auf dieser Reise verselbstständigt und es ist öfter gefeiert worden, als erwartet. Aber dazu später.
Der Koch kommt mit einem Geburtstagskuchen an unseren Tisch und auch Seleu setzt sich noch zu uns und stellt noch einmal fest, dass alle für „Bibi“ gesungen und getanzt haben. Christel ist ein bisschen gerührt und verteilt schnell den Kuchen. Was für ein Abend!!! Wir sind alle ganz berührt.


Der erste Geburtstagskuchen

Mal schauen, was morgen auf uns zukommt.
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zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200709. März 2012 ·
Hallo,

ich hoffe, Ihr könnt auch zwei Tansania-Reiseberichte gleichzeitig lesen und verliert nicht das Interesse an diesem wundervollen Land.

Bei mir geht es mit dem nächsten Tag weiter.



Donnerstag, 17. November

Früh um 6.30 Uhr werden wir von Massay mit Kaffee und Tee geweckt.


Ausblick am Morgen

Nach dem Frühstück geht es um 7.30 Uhr mit Seleu und Jackson los, wir fahren rund ums Tal, sehen die üblichen Verdächtigen.


Junger Ohrengeier (Lappet-faced Vulture)


Ein Baby-Kongoni


Büffel

Am Ende des Tals fahren wir einen Berg hinauf und werden mit einem atemberaubenden Blick in die Masai Mara belohnt.


Blick in die Masai Mara, Kenia

Zurück geht es auf rudimentären Wegen durch relativ unwegsames Gelände, es schaukelt und ruckelt, aber es macht auch Spass. Wir sind immer noch auf der Suche nach „unserem „ ersten Cheetah, aber der will uns anscheinend immer noch nicht sehen.

Auf einer offenen Savannenfläche angekommen sieht Jackson auf der anderen Seite Löwen. Kein Ahnung, wie er das macht, denn wir sehen ... NICHTS.


Ein toller Ausblick, wir sehen Elefanten und Zebras, aber Löwen ...?

Wir fahren weiter und sehen auf der freien Fläche eine Elefantenherde mit Nachwuchs, echt süss die Kleinen.


Elefantenfamilie


Üben mit dem Rüssel


Und immer schön bei Mama bleiben

Und nun sehen wir auch, was Jackson schon aus weiter Entfernung entdeckt hat: Ein Löwe mit drei Löwinnen liegen unter einem Baum. Sie tun das, was Löwen geschätzte 23 Stunden des Tages tun: Schlafen.

Unterwegs auf dem Rückweg zur Lodge halten wir noch kurz für Tee und Kaffee. Es war ein sehr schöner Game Drive, denn wir haben das komplette Tal einmal umrundet. Und der Blick in die Masai Mara war einfach wunderschön. Auch wenn sich die Geparden nach wie vor vor uns verstecken.



Nach dem leckeren Lunch holen wir wieder ein bisschen Schlaf nach und anschließend geht es um 16.00 Uhr wieder los in die Serengeti. Seleu gibt nicht auf und versucht alles, um noch einen Geparden für uns zu finden. So fahren wir heute nachmittag in den Nationalpark, da Seleu gerade dort in den weiten Flächen auf Geparden hofft. Und sie wurden auch kurz vor unserer Ankunft dort gesichtet. Seit dem wir da sind natürlich nicht. Sie scheinen gehört zu haben, dass wir kommen und haben sich alle verzogen. Wir sehen aber Streifen- und Schabrackenschakale, und diverse Vögel.


Weißrückengeier (White-backed Vulture)


Schmarotzermilan (Yellow-billed Kite)

Um 17.15 Uhr bekommt Seleu per Funk die Meldung, dass in der Klein’s Konzession zwei Leoparden ein Gnu jagen. Wir entscheiden uns gemeinsam mit Guide und Tracker, zurück in die Konzession zu fahren, um die Leoparden zu sehen.
Als wir dort ankommen, sehen wir erst einmal ein Gnu in einem trockenen Flussbett unter dem Schilfufer liegen. Ein Leopard liegt im Gebüsch direkt in der Nähe des erlegten Gnus.


Wer hat wen im Blick?

Seleu erzählt uns, dass dies einer von drei halbstarken Leoparden ist, die immer noch mit ihrer Mutter zusammenleben. Und tatsächlich, kurze Zeit später kommt die Mutter mit einem weiteren Jungen, sie klettern gemeinsam auf einen Baum in der Nähe und nähern sich später dann dem Gnu.


Leider war das Licht schon sehr schlecht, daher ein Foto recht schwierig

Ein junger Leopard tut sich am Gnu gütlich und frisst. Die Mutter verschwindet noch einmal und kommt mit dem vierten Jungen zurück. Es ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis, vier erwachsene bzw. fast erwachsene Leoparden an einer Stelle zu sehen.


Zwei der vier Leoparden

Nach einiger Zeit verlassen wir die vier Leoparden und fahren auf einen kleinen Berg. Dort genießen wir unseren Sundowner.


Sundowner

Jackson und Seleu haben noch etwas Besonderes vor. Wir hatten uns am Nachmittag schon gewundert, warum die beiden Elefanten-Dung eingesammelt und mitgenommen haben. Sie zeigen uns nun, wofür man dieses Naturmaterial noch verwenden kann und zünden ein Feuer auf „Masai Art“ an, natürlich ohne Streichhölzer und Feuerzeug. Faszinierend, wir könnten es nicht.


Die Anfänge des Feuers


Eine gute Lunge wird schon benötigt


Jackson mit dem brennenden Feuer

Wir fahren wieder vom Berg hinunter und noch einmal am Gnu-Kill vorbei. Inzwischen ist die Leopardenfamilie leider von einem Hyänenrudel vertrieben worden, die sich jetzt an der Beute gütlich tun. Wir sehen sie auch noch, und hören sie vor allem, denn die Knochen werden sehr lautstark geknackt. Zurück auf dem Weg in die Lodge entdecken wir noch eine Weißschwanzmanguste.

Nach einem Drink in der Bar mit Seleu genießen wir das leckere Abendessen und fallen anschließend müde ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
672 Beiträge · seit 201110. März 2012 ·
Hallo Nicole,

ihr hattet ja wirklich ein unglaubliches Glück mit den Leoparden-Sichtungen. Ich werde ganz grün vor Neid. Wollen wir vielleicht einen von meinen Baumlöwen gegen einen deiner Leos tauschen 😉 ? Mit Leoparden hatten wir's während unserer Reise nämlich nicht so...

Ich find's total spannend, dass wir zu unterschiedlichen Jahreszeiten und auch in unterschiedlichen Gebieten der Serengeti unterwegs waren. Wenn ich mir deine Bilder so ansehe, dann habt ihr ein viel, viel klareres Wetter gehabt als wir. Bei uns war durch den Staub, die Hitze und die Luftfeuchtigkeit immer sofort alles verflimmert...

Liebe Grüße
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
6’387 Beiträge · seit 201110. März 2012 ·
Hoi Nicole
AfricaDirect schrieb:Es ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis, vier erwachsene bzw. fast erwachsene Leoparden an einer Stelle zu sehen.
🤩
Sag mal, willst Du mir etwa Konkurenz machen? 😉
Vier Leo's auf ein Mal! Hammer!
Ich hab zwar auch 10 innert 24 Stunden gesehen, aber vier gleichzeitig...phu!
Da wär meine Pumpe wohl nicht nur bei 200 gelaufen, sondern explodiert!B) 😄
Das Erlebniss wirst Du wohl nie mehr vergessen!!!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1’242 Beiträge · seit 200910. März 2012 ·
Hallo Nicole,

ach was habt Ihr viel Schönes auf eurer Reise erlebt. Dein Bericht ist klasse 🤩 🤩 🤩 .

Auch wenn du das "falsche" Objektiv bei der Leoparden-Sichtigung in der Hand hattest; deine Leo-Bilder sind toll. Aber auch die von den Löwen und den Elefanten und den Landschaften, und, und, und ...

Und wow, was hattet ihr nette und professionelle Guides 😄 .

Freue mich riesig auf die Fortsetzung.

Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200710. März 2012 ·
Hallo,

und schon geht es weiter. Ihr bekommt Tansania wohl jetzt im Doppelpack. Steffi ist ja wirklich sehr fleissig.

Bei mir geht es auch mit dem nächsten Tag weiter. Vorsicht: Viele Bilder!!!


Freitag, 18. November

Nach dem Wake Up Call mit Tee und Kaffee, schnellem Taschepacken und leckerem Frühstück geht es pünktlich um 7.30 Uhr Richtung Car Park. Heute heißt es leider wieder Abschied nehmen. Alle sind schon versammelt zum „Goodbye“ sagen und es fällt uns schwer, dieses Camp zu verlassen.


Abschied

Es gab hier einen sehr intensiven Kontakt mit den Guides, aber auch mit Massay. Die drei haben uns einen sehr persönlichen Kontakt ermöglicht und uns viel über sich und die Lebensweise in dieser Region erzählt.
Leider können uns Seleu und Jackson nicht zum Airstrip bringen, die beiden beginnen heute ihren wohlverdienten zweiwöchigen Heimaturlaub. Sie sind sehr enttäuscht, dass sie uns keinen Geparden zeigen konnten, denn normalerweise werden diese wundervollen Tiere hier täglich gesichtet. Aber halt nicht während unseres Aufenthalts. Wir versichern ihnen, dass wir sehr glücklich sind über all das, was wir mit ihnen erlebt und gesehen haben. Es war eine sehr schöne Zeit im Klein’s Camp und wir würden jederzeit wieder kommen.


Mini Kongoni


Grautoko

Auf dem Weg zum Airstrip sehen wir (welch ein Wunder auf dieser Reise) noch Löwen, ein Pärchen und eine trächtige Löwin mit drei halbwüchsigen Jungen.
Aber auch hier weit und breit keinen Geparden. Naja, das war’s dann wohl mit den Geparden in Tansania. Im Lake Manyara Nationalpark wurde schon lange kein Gepard mehr gesichtet, im Ngorongoro Krater gibt es insgesamt nur 4 Geparden ,zwei Geparden-Damen und zwei Brüder, wie groß sind da unsere Chancen einen davon zu sehen? Und auch im Selous wird sehr selten ein Gepard gesichtet.

Da müssen wir wohl noch einmal in die Serengeti zurückkehren, um die schlanken Jäger zu finden. Aber die Serengeti hat uns mit zahlreichen, schönen Löwensichtungen und unglaublichen Leopardenbegegnungen belohnt. Und, um an Steffi's Lieblingstiere zu denken, Gnus ohne Ende. Es war eine wunderschöne Zeit.

Pünktlich um 10.30 Uhr landet unsere kleine Chartermaschine mit nur acht Sitzplätzen. Erstaunlich, wie pünktlich diese Transfers hier durchgeführt werden. Es ist fast wie Bus fahren, aber deutlich spannender und schöner.


Blick ins "Cockpit"

Wir fliegen ca. 40 Minuten bis zum Lake Manyara Airstrip und haben unterwegs einen wundervollen Blick auf den Ngorongoro Krater.


Blick in den Ngorongoro Krater



Der Anflug auf den Lake Manyara Airstrip ist sehr aufregend, wir sehen die Landebahn und dahinter ... NICHTS. Der Airstrip liegt auf der Hochfläche und endet direkt am steilen Abbruch zum Lake Manyara. Aber wir hoffen mal, der Pilot weiß schon, was er tut.


Der Lake Manyara Airstrip

Hier gibt es sogar ein richtiges kleines Flughafengebäude und eine Sicherheitskontrolle, die man bei einem Abflug durchlaufen muss.

Wir werden schon von Claude, unserem Guide für die nächsten zwei Tage, erwartet und er führt uns zu unserem Auto. Es gibt noch kurz Kaffee und Tee und Claude erklärt uns, was in den nächsten zwei Tagen auf uns wartet. Es geht kurz auf die Teerstrasse Richtung Nationalpark und wir halten an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Lake Manyara. Es sieht sehr schön aus.


Blick auf den Lake Manyara

Am Park Gate halten wir kurz und Claude meldet uns an. Direkt am Eingang des Parks müssen wir noch ein Indemnity Form unterschreiben, da wir im Park in einem offenen Fahrzeug unterwegs sind. Unser Ziel ist die Lake Manyara Tree Lodge, weit im südlichen Teil des Nationalparks gelegen, ca. 45 km vom Parkeingang entfernt.


Parkeingang

Schon auf den ersten Metern, im eher dichten Regenwald, sehen wir viele Elefanten, die den Verkehr aufhalten. Ich glaube ja, dass sich diese Dickhäuter manchmal einen Spaß erlauben und die Autos extra aufhalten. Aber das lässt sich natürlich nicht beweisen. Sie sind halt auch um einiges stärker.


Im Regenwald gibt es genügend kleine Bachläufe, um den Durst zu stillen


Die "Klimaeinlage" der Elefanten muss bei der Hitze arbeiten


Sandbad

Und hier treffen wir leider auch auf einige unverantwortliche Fahrer einiger Safariautos, die leider sehr nahe an die Elefanten heranfahren und sie regelrecht bedrängen. Die Touristen schauen oben aus ihren Dächern, machen Fotos und lachen. Das ist für mich unverantwortlich, aber leider öfter der Fall. Und so lange die Gästen keinen Einspruch erheben, wird es wohl auch so bleiben.

Auf unserer Fahrt durch den dichten Wald sehen wir Weißkehlmeerkatzen, Grünmeerkatzen und eine sehr große Paviangruppe. Auch sie machen sich einen Spaß daraus, mitten auf der Straße zu wandern. Hier gelten eindeutige Vorfahrtsregeln und alle müssen sich daran halten. Auch unterschiedlichste Vögel und Antilopen sehen wir.


Weißkehlmeerkatze (Sykes’s Monkey)


Schopfhornvogel (Silvery-cheeked Hornbill)


Kirk-Dikdik (Kirk’s Dik-Dik)


Grünmeerkatze (Vervet Monkey)

Und es stellt sich recht schnell heraus, dass ich sehr viel Glück mit unserem Guide Claude habe, denn er ist ein absoluter Vogelspezialist. Ich freue mich auf die zwei Tage mit ihm, auch wenn der Rest meiner Gruppe diesen Enthusiasmus nicht wirklich teilt.

Wir halten am Hippo-Pool und genießen einige Zeit das Treiben dort. Die Hippos steigen ein und aus (es ist ein bewölkter Tag, daher sind auch einige dieser Riesen außerhalb des Wassers unterwegs), und auch viele Vögel sind hier unterwegs. Reiher, Ibisse, Kormorane, Witwenenten und sehr viele Pelikane.


Hippo und viele Vögel


Da es bedeckt ist, sind auch ein paar Hippos draußen

Claude weist uns auch auf die vielen Pelikane am Himmel hin, die wie in einer großen Säule im Himmel aufsteigen und die Thermik nutzen.


Schwer zu fotografieren, hoffentlich kann man es erkennen

Vom Hippo-Pool geht es weiter und wir halten gegen 15.00 Uhr an einem Picknick-Platz mit wunderschöner Aussicht auf den See.


Blick auf den See

Claude packt einen Lunch aus und wir genießen diese leckere Pause.


Lunch

Bis hier her haben wir erst 9 km zurückgelegt und trotzdem hat Claude es auch nach unserem Lunch nicht eilig. Er erzählt uns viel über die Natur im Park, den See und auch die Tierwelt. Inzwischen sind wir aus dem Regenwald heraus und die Landschaft öffnet sich etwas, zumindest zum See hin. Auf der anderen Seite geht es steil hinauf.

Wir sehen viele Flamingos im See, Elefanten an den „Hot Springs“ und viele, viele Vögel. Die Fahrt ist unheimlich schön und wir genießen einfach nur die Landschaft und das Wissen unseres Guides.


Schlangensperber (Gymnogene oder African Harrier-Hawk)


Elefantendame


Flamingos im Lake Manyara


Anscheinend juckt es nach dem Schlammbad. Wie gut, dass es hier große Felsen zum Schubbern gibt


Welch ein Blick


Die Elefanten haben sehr lange Stosszähne hier im Nationalpark

Um 18.30 Uhr erreichen wir die Lake Manyara Tree Lodge, wo wir singend willkommen geheißen werden. Nach der Begrüßung geht es zum Duschen in die wunderschönen Zimmer, die alle auf Stelzen stehen. Es sind nicht wirklich Baumhäuser, aber sie sind sehr schön im Wald gelegen und es wurde so wenig in die Natur eingegriffen wie möglich. Durch die erhöhte Position der Zimmer ist man fast mit den Affen auf einer Höhe. Das Zimmer ist sehr schön und die Außendusche der Hammer, so zu sagen unter dem Walddach.


Das Chalet


Unser Zimmer


Die Boma: In den Fässer rechts wird gekocht

Um 20.00 Uhr werden wir von Adam abgeholt, der die nächsten Tage für unser Wohl zuständig ist.


Kleiner Snack vor dem Dinner

Es gibt einen Drink auf der Terrasse und anschließend ein leckeres Dinner in der Boma unter den Sternen. Wir fallen danach ins Bett, es war ein langer Tag, ohne wirkliche Pause. Denn es gab immer etwas zu sehen.

Wir sind gespannt auf den morgigen Tag!
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
195 Beiträge · seit 200911. März 2012 ·
Hallo Nicole,
es ist sehr spannend deinem Bericht zu folgen, viele Erinnerungen wurden wach speziell vom Manyara. Darf ich fragen, mit welcher Kamera du fotografierst? Wenn ich das gefragt werde, denke ich immer: auf das Auge für das Motiv kommt es an (das hast du wirklich!), nicht auf die Kamera - aber ich frage trotzdem, denn mich beeindruckt die Schärfe einzelner Motive. Ich freue mich auf die Fortsetzung und hoffe auf viele Fotos (von wegen "Vorsicht!")
Ina
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200711. März 2012 ·
Hallo Ina,

Du hast definitiv Recht, es liegt meistens nicht an der Technik. Vor allem wenn die Bilder nichts werden, liegt das Problem zu 90% hinter der Kamera 😉

Ich habe immer zwei Kameras mit, erstens als Back-Up und zweitens vermeidet man so gut es geht den ständigen Objektiv-Wechsel. Mit mir reist immer eine Canon 30d und eine 50d, die meisten Landschaftsfotos sind mit der 30d gemacht, da ich diese mit einem Allrounder bzw. inzwischen mit einem Weitwinkel bestücke. Die meisten Tieraufnahmen wurde mit der 50d gemacht. Beide Kameras sind klasse und ich bin sehr zufrieden. Aber ich sehe bei mir noch viel Verbesserungsprofil, nicht bei den Kameras 😗

Die Schärfe kommt aber eher von den Objektiven, zumindest nach meiner Meinung. Wie Steffi liebe ich mein 100-400 mm, vor allem seit dem mir meine südafrikanischen Partner geraten haben, den dämlichen Filter weg zu lassen. Und kurz vor dem Tansania-Urlaub kam noch ein 70-200 mm 2.8 hinzu. Eine absolute Traumlinse.

Bei der EBV bin ich noch absoluter Neuling und versuche mich mit Lightroom zu verbessern. Da helfen viele Tipps aus dem Fotoforum und viel herum probieren. Allerdings bearbeite ich die Bilder generell nur minimal, da ich kein Freund davon bin, Dinge "weg zu stempeln" etc. Auf den Bildern ist das zu sehen, was vorhanden war (auch wenn ein Ast im Weg ist 😉 )

Soweit zu den Fotos. Die Fortsetzung des Berichts ist schon in Arbeit. Hoffe, dass ich es weiterhin einigermaßen zügig schaffe.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 11. März 2012
672 Beiträge · seit 201111. März 2012 ·
Hallo Nicole,

also ihr hattet wirklich wesentlich klareres Wetter als wir - wir haben im Manyara NP auch am gleichen Picknickplatz halt gemacht und wenn ich die Fotos von dort vorzeige muss man immer Suchspiel nach dem Grabenbruch spielen 😄 !

Wirklich toll finde ich, dass ihr in der Tree Lodge wart - wir haben uns nämlich seit wir im Park waren ständig gefragt, wie die wohl aussieht 🙂 - vielleicht beim nächsten Mal dann auch für uns 😎.

Das 100-400mm finde ich wirklich eine tolle Linse. Ich mag die 🙂 ! Mit dem 70-200mm hab ich ja auch schon geliebäugelt, aber mich schreckt ein bisschen das Gewicht ab. Wie ist die Linse denn zu händeln? Ist sie frauentauglich 😉 ?

Liebe Grüße
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200711. März 2012 ·
Hallo Steffi,

ja, das Wetter war eigentlich ganz ok. Ich fand den November als Reisezeit sehr angenehm, auch wenn es mal geregnet hat.

Die Tree Lodge war wirklich sehr schön, vor allem, da man den südlichen Teil des Parks fast "allein" genießen kann. Die meisten Reiseveranstalter fahren mit ihren Gästen nur mal kurz in den Park und dann wieder raus. Daher ist es nördlich relativ voll, weiter südlich haben wir, wenn überhaupt, nur Selbstfahrer gesehen.

Das 70-200 mm ist eine super Linse. Rein subjektiv (kann Dir jetzt das Gewicht nicht sagen) kommt mir die Linse nicht schwerer vor als das 100-400 mm. Das ist aber, wie gesagt, nur mein subjektives Empfinden. Ich komme gut mit dieser Linse klar und liebe sie inzwischen wirklich. Auch für die Hundefotografie ist sie toll. AF sehr schnell und die Bildqualität einfach nur klasse. Für mich ist sie absolut frauentauglich, wenn man fotografieren will.

Du hättest wahrscheinlich viel Spass an dieser Linse. Einige nehmen sie auch her und verwenden sie mit Konverter, und ersetzen damit das 100-400 mm. Habe ich auch mal drüber nachgedacht, aber dafür bin ich mit meinem 100-400 mm zu zufrieden. Und manchmal ist es auch praktisch, beide Linsen auf den zwei Kameras zu verwenden. Im Herbst im Game Reserve in Südafrika war das manches Mal sehr nützlich.

Sorry für den Objektiv-Exkurs.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
8’755 Beiträge · seit 201012. März 2012 ·
Guten Morgen Nicole,

eben habe ich mich bei Steffi bedankt - dasselbe gilt natürlich auch für dich und deinen Reisebericht! Irgendwie witzig, aber auch verwirrend (vielleicht bin ich auch nur zu blöd...), wenn man zwei Berichte über Tansania parallel liest 😄 Ab und zu schmeiß ich dann die Sachen im Kopf durcheinander!

Auf jeden Fall freue ich mich über jede neue Zeile und natürlich auch über jedes neue Foto!

In diesem Sinne: weiter so 😉

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
5’483 Beiträge · seit 200912. März 2012 ·
Also ich genieße es, dass hier im Forum zur Zeit zwei Reiseberichte über Tansania geschrieben werden.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1’271 Beiträge · seit 200726. März 2012 ·
Hallo,

es hat zwar sehr lang gedauert, aber nun geht es weiter. Steffi hat ja derweil für sehr kurzweilige Unterhaltung aus Tansania gesorgt.

Auf los geht's los:


Samstag, 19. November

Nach dem Wecken um 6.00 Uhr starten wir um 6.30 Uhr mit Claude zu unserem Game Drive. Zuerst geht es Richtung See zu den Flamingos. Das Licht ist toll und die Aussicht auf den See wunderschön.


Morgendliche Impressionen am See


Silhouetten


Ständiges Kommen und Gehen


Duo

Bis 10.30 Uhr sind wir im Park unterwegs, sehen unzählige Vögel, Büffel, Zebras, Wasserböcke, Warzenschweine und auch einen Waran.


Zebrababy


Hornrabe (Ground Hornbill)


Graufalke (Grey Kestrel)

Hippos suhlen sich in einem Matschpool. Ich freue mich immer, wenn ich sie sehe und besonders auch höre. Es sind meine Lieblingstiere, auch wenn ich ihnen zu Fuß nicht begegnen möchte.


Hippos und ...


... Pelikane im Matsch-Pool

Die Gnus sind hier viel heller als in der Serengeti. Claude hat uns auch erklärt warum, aber ich gebe zu, dass ich es vergessen und leider auch nicht aufgeschrieben habe.


Kann mir jemand bei dieser Pflanze helfen?
Dank Christina (Strelitzie) kann ich jetzt hier einen Pflanzennamen nennen: Kronenblume (Calotropis procera) "Apfel von Sodom"


Agame


Grauglanzstart (Ashy Starling)

Um 10.30 Uhr kehren wir in die Tree Lodge zurück und genießen ein ausgiebiges „English Breakfast“, besonders auch mit viel frischem Obst. Es schmeckt hier einfach besser und frischer, da der lange Transportweg fehlt.
Dann haben wir Zeit, ein bisschen Schlaf nachzuholen bevor es um 13.30 Uhr mit einem leckeren Lunch weitergeht. Abnehmen wird in so einem Urlaub eher schwierig, eher das Gegenteil ist der Fall.


Am Parkplatz

Um 16.00 Uhr starten wir mit Claude zu unserem nächsten Game Drive. Lake Manyara beeindruckt durch seine Landschaft, nicht „nur“ durch seine Tiere. Es ist völlig anderes als die Serengeti, aber nicht weniger schön.

Der Game Drive ist relativ ruhig, aber wir sehen viele Vögel und die üblichen Verdächtigen.


Graukopfliest (Grey-headed Kingfisher)


Klippspringer (Klippspringer)

Auch viele Elefanten kreuzen unseren Weg, darunter größere Familiengruppen mit Nachwuchs.


Auch der Umgang mit dem Rüssel will geübt sein

Ich gebe zu, wir hätten die Baumlöwen von Lake Manyara gerne gesehen, denn dafür ist der Park ja schon berühmt. Aber auch ohne Baumlöwen ist dieser Park auf jeden Fall eine Reise und einen längeren Aufenthalt wert.

Um 18.30 Uhr sind wir wieder zurück in der Lodge. Heute soll es nur ein schnelles Dinner geben, denn um 19.00 Uhr starten wir mit Claude noch einmal in den Park zu einem Night Drive. Aber Hallo, wir sind in Afrika, hier ticken die Uhren einfach anders und unsere westliche Hektik gibt es nicht (zum Glück). Unser 19.00 Uhr Termin scheint also niemanden zu beeindrucken und wir bekommen ganz in Ruhe unser leckeres Essen serviert. Nach dem Hauptgang fängt das ganze Personal an zu singen und zu tanzen und wir ahnen schon, was kommt: Christel bekommt den nächsten Geburtstagskuchen.


Und der nächste Geburtstagskuchen mit Ständchen

Obwohl fast alle Lodges zur selben Gruppe gehören, haben sie sich leider nicht abgesprochen. Es gibt halt mehr als einen Kuchen und mehr als ein Ständchen. So oft und so schön ist Christel noch nie gefeiert worden. Also, Kuchen anschneiden, unter Guides und Gästen aufteilen und genießen.
Mal schauen, ob in der Ngorongoro Crater Lodge auch noch einmal gesungen und getanzt wird.

Um 20.00 Uhr sind wir endlich fertig mit dem Essen und treffen uns mit Claude beim Auto. Claude stellt uns den Ranger vom Nationalpark vor, der bewaffnet bei dem Night Drive mitfahren muss. Das ist wohl Vorschrift von der Nationalparkbehörde. Zusätzlich haben wir auch noch jemandem auf dem Trackersitz dabei, der einen großen Scheinwerfer hält. Dieser tut uns im Verlauf des Game Drives echt leid, der man kann ihn später vor lauter Insekten fast nicht mehr sehen, so wird er umschwirrt.

Wir sehen einige nachtaktive Tiere, White-tailed Mongoose, Large- und Small-spotted Genet, einen Marsh Mongoose am Ufer des Sees und ein Hippo, das zum nächtlichen Grasen aufbricht.


Panther Ginsterkatze (Large-spotted Genet)

Das Highlight aber, auf das wir alle gewartet haben, lässt sich nur ganz kurz blicken, ein Stachelschwein, das erstaunlich schnell den steilen Berg hinauf. Wir können es nur ganz kurz beobachten bevor es hinter einigen Felsbrocken verschwindet. Leider haben Christel und Heiner es nicht sehen können und sind daher recht enttäuscht.

Um 23.00 Uhr sind wir zurück in der Tree Lodge und fallen buchstäblich ins Bett. Das war ein sehr schöner, aber auch sehr langer Tag.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
672 Beiträge · seit 201126. März 2012 ·
Hallo Nicole,

schön, dass es hier weiter geht 🙂 !

Und sooo schöne Flamingofotos vom Lake Manyara 🙂 ... ihr hattet da wirklich viel mehr Vogelglück als wir. Und den Klippspringer neide ich dir auch ziemlich, die haben sich vor uns alle versteckt 😕 .

Bin gespannt, wie es bei euch weiterging und vor allem, wie oft ihr noch Geburtstag feiern durftet 😄 .

LG
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
3’387 Beiträge · seit 200926. März 2012 ·
Was für schöne Bilder.
Vielen Dank - einfach nur KLASSE !

LG
der bayern schorsch
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160 Beiträge · seit 200926. März 2012 ·
....wo sonst als in Afrika kann man noch Urlaub machen, denke ich gerade beim lesen dieses Reiseberichtes und Anschauen der wunderbaren Fotos!!!
Vielen Dank dafür, dass wir mit Dir nach Tansania reisen dürfen, wenn auch nur virtuell.

Gruß
uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
376 Beiträge · seit 201027. März 2012 ·
Da werden wir ja Tansania-Technisch echt verwöhnt. So tolle Bilder, so viel Glück 🤩 - so viele Leoparden 😄
Beim Abschied vom Klein´s Camp stehen zwei grüne Taschen - sind das nciht unsere? 🙄
Bei manchen Fotos kommen Erinnerungen wieder hoch - oh, kenn ich, da war ich schon 🤪
Schön, das es auch bei Dir weitergeht und bin gespannt auf Weiteres.

LG,
BriZA
409 Beiträge · seit 200727. März 2012 ·
Hallo Nicole,

schön daß es auch bei dir wieder weiter geht. Tansania-technisch werden wir ja zur Zeit richtig verwöhnt und für weitere Taten toll vorbereitet (noch 2 1/2 Wochen bis Tansania..).

Die Flamingofotos gefallen mir besonders gut und natürlich der Klippspringer.

Dein Reisebericht und natürlich auch der von Steffi sind für mich die schönste Einstimmung die ich mir für meinen Trip vorstellen kann.

Weiter so..B)

Schönen Tag noch 🙂

Gruß

Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
2’853 Beiträge · seit 201127. März 2012 ·
Hallo Nicole,

"Kann mir jemand bei dieser Pflanze helfen?" - ich hoffe:
lt. Ulmer Naturführer "Tropenpflanzen" ist das eine Gattung der Kronenblume, die Calotropis procera.
"Apfel von Sodom"- Pflanze trockener, wüstenhafter Region, Gebiet West-Nordwest-Afrika.

Gruß,, Strelitzie