Kenia 2024 - Abschied von der Masai Mara

Reisebericht 216 Antworten · 14,5k Aufrufe · gestartet 20. Okt. 2025 von Beatnick
Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201605. Nov. 2025 ·
Guten Abend ihr Lieben,
picco schrieb:Nun bin auch ich wieder dabei, nachdem ich einige Tage durch die 5-Terre wandern musste.
musste? durfte! Klingt schön. Welcome back!
picco schrieb:Echt, die Bilder sind schon der Hammer!
😊
picco schrieb:beiderorts reicht es 10 Minuten zu fahren um allein zu sein
Im Grundsatz stimme ich zu. Aber Sichtungen bleiben leider meist nicht lange unentdeckt. Was nicht (nur) am Funk liegt meiner Meinung nach, sondern einfach an der gigantischen Fernsicht. Aber ja, das geht schon auch und haben wir auch schon häufiger in der Mara erlebt.
fotomatte schrieb:nach einer Auszeit etwas südlich eurer Destination
Da bin ich natürlich dabei und sehr gespannt.
fotomatte schrieb:Die Fotos sind, tja wie wohl, wirklich herausragend.
Dankeschön!
fotomatte schrieb:Wobei für mich ganz klar die Longclaw und der Kestrel das eigentliche Highlight sind.
Also das ... wundert mich nicht. 🙂 Übrigens habe ich mich auch vor allem über die Longclaw sehr gefreut. Mit diesem Vogel hatten wir bis dahin nie besonders viel Glück.
fotomatte schrieb:Und dass du den Serval so kommentarlos "hingeworfen" hast, hat mich auch erstaunt. Löwen kann schließlich jeder.
Beim nächsten Serval mach ich's besser.
fotomatte schrieb:Ich bleibe weiter dran
Das freut mich sehr!

Gleich geht es hier weiter. Liebe Grüße,
Betti
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8’819 Beiträge · seit 201005. Nov. 2025 ·
Hallo Große,

glaub bloß nicht, dass ich hier nicht mitlese 😗 ! Da jetzt aber Matthias schon das meiste geschrieben hat, was ich auch von mir geben wollte (über den Kestrel und den Serval bin ich nämlich auch gleich gestolpert) , bleibt mir nur noch einmal zu betonen, wie wundervoll eure Fotos sind 🤩 ! Da ist mir auch völlig egal wo und unter welchen Umständen sie entstanden sind 🤪 .

Trotzdem genieße ich natürlich auch deine Texte, ist ja klar 🙂 .

Von daher: ich freu mich auf mehr!

Liebe Grüße aus dem Süden!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201605. Nov. 2025 ·
Champagner schrieb:glaub bloß nicht, dass ich hier nicht mitlese
😮
Champagner schrieb:bleibt mir nur noch einmal zu betonen, wie wundervoll eure Fotos sind
😘 😘
Champagner schrieb:Trotzdem genieße ich natürlich auch deine Texte, ist ja klar
😄 😎


Liebe Grüße aus dem Norden!
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Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201605. Nov. 2025 ·
20.9.2024, Teil I - Zwischen Sumpf und Sichtungswilli

Ich habe mich von Beginn an mit der Orientierung in der Masai Mara schwergetan. Und leider hat sich das im Laufe unserer Besuche kaum verbessert. Sicher zum Teil, weil die eigene Ortskenntnis mit einem Fahrer weniger wichtig ist. Vor allem aber, weil mir in der weiten, grasbewachsenen Landschaft, die wie gepunktet wirkt durch die einzelnen Akazienbäume, die ganz großen bzw. überdeutlichen Landmarken fehlen, die ich offenbar brauche, um meinen inneren Kompass gescheit auszurichten. Ich weiß sehr wohl, dass es anderen anders geht. Aber ich wähnte mich ein ums andere Mal fast schon in Tansania, dabei waren wir in die entgegengesetzte Richtung gefahren.

Aber natürlich gibt es auch in der Mara große Unterschiede, die selbst mir nicht verborgen bleiben. Gegenden mit einem eigenen Gesicht und eigenen Charakteristika. Wie die Musiara Marsh, ein permanentes Feuchtgebiet im nördlichen Teil der Masai Mara. An diesem Morgen ging es dorthin, eine etwas weitere Fahrt.

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Es hatte aufgehört zu regnen, aber die Luft war feucht und schwer. Die Sonne kam nicht so recht gegen die Waschküche an, die sich über Nacht zusammengebraut hatte.

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An unserem Ziel angekommen, hingen dicke Dunstschwaden zwischen den Bäumen. Eine mystische Stimmung und auch irgendwie passend für die Marsh.

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Schon aus der Ferne sahen wir eine ganze Bande von Löwenjungs durchs hohe Gras auf uns zumarschieren. Allesamt stramme Burschen. Ein Tier hatte allerdings eine klaffende Wunde am Hinterlauf, es humpelte ein wenig, schien aber durch die Verletzung nicht ernsthaft eingeschränkt zu sein.

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Wir warteten ab, bis die Löwen an uns vorbeigezogen waren, ein eindrücklicher Moment. Und auch ein sehr stiller, wir begegneten überraschend wenig anderen Autos in dieser Gegend. Dafür aber Rangern, die sehr auf der Hut waren.

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Das Sumpfgebiet, das von unterirdischen Quellen gespeist wird, ist die Heimat unter anderem des bekannten "Marsh Pride". Die sogenannten "Topi Boys" haben im Dezember 2024 die Löwinnen und die Führung des Rudels übernommen.

Die Mitglieder dieses Rudels sind bekannt für ihre Körperkräfte und sollen problemlos in der Lage sein, schwere Kaliber wie Büffel oder Giraffen zu reißen. Beim Anblick dieser Brocken hatte ich keinerlei Zweifel an ihren Superkräften.

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Als sie im hohen Gras verschwunden waren, fanden wir weitere Löwen. Bestimmt gehörten sie zusammen. Diese Kater waren allerdings längst raus aus den Flegeljahren und im Besitz prächtiger Mähnen.

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Sehr kundenorientiert schüttelten sie sie mehrfach, denn mittlerweile hatte es wieder angefangen zu regnen.

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Ein Fest für die Hippos, die sich in einem Graben stapelten, der kaum noch aus mehr Bestand als Schlamm und - äh... - anderen breiigen Dingen, die nicht unbedingt zur Steigerung der Wasserqualität beigetragen haben dürften. Meine Nase meldete sich beleidigt ab.

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Als wir wieder an ihnen vorbeikamen, hatten sich die Löwenmänner kaum von der Stelle gerührt. Im nassen Gras warteten sie auf bessere und trocknere Zeiten.

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Der Regen stoppte schließlich gerade zur rechten Zeit. An einem Hippo-Pool beobachteten uns die etwas mürrischen Bewohner mit Argusaugen, als wir am Rand ihres Wohnzimmers frühstückten.

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Wir aßen vorsorglich im Stehen.

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Als wir uns langsam auf den Rückweg machten, gab es noch weitere schöne Begegnungen. Am Rand eines Akazienwäldchens trafen wir auf Elefanten.

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Direkt daneben hatten einige Ground hornbills das "Ground" aus ihrem Namen gestrichen und sich auf der Flucht vor der Nässe in die Äste eines toten Baumes verzogen. Dort sortierten sie penibelst ihr durchweichtes Gefieder.

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Je näher wir dem Camp kamen, desto mehr klarte es auf. Schon auf der Zufahrt fielen uns die vielen Vögel auf, die emsig durch die Büsche und von Baum zu Baum huschten.

Granatastrild
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Wahrscheinlich waren sie wetterbedingt spät dran. Und holten nun bei zunehmender Wärme und Trockenheit ihre verabsäumten morgendlichen Geschäfte nach.

Wegen des vergleichsweise kühlen Morgens nicht allzu erschlagen, gingen wir deshalb nach dem Lunch noch einmal auf Vogelpirsch im Camp.

Paradise Flycatcher
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Woodland Kingfisher
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Schalow-Tauraco
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Eine lohnenswerte Angelegenheit, an diesem Tag noch mehr als sonst. Als Thomas keine Lust mehr hatte, drehte ich eine weitere Runde. Ich liebe die stille, friedliche Atmosphäre mittags in den Camps. Mittlerweile war es wieder sonnig und heiß geworden.

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Kurz bevor es am Nachmittag weiterging, hatten wir eine spontane Eingebung. Wir setzten uns auf die Terrasse vor unserem Zelt und köpften den Sichtungswilli, den uns Konni und Silke netterweise bei einem Forumstreffen in Büsnau geschenkt hatten. Wir hatten uns bislang wahrlich nicht über fehlende Fortune beschweren können. Aber wer weiß, wofür es noch gut war.

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Wir prosteten uns zu und dachten an unsere freundlichen Spenderinnen, die selbst schon Gäste im Malaika Camp gewesen waren. Mit leicht brennender Kehle, aber angenehm beschwingt kletterte ich wieder in den Wagen.
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2025
2’542 Beiträge · seit 200905. Nov. 2025 ·
Liebe Betti,

ich muss nicht extra betonen, dass das letzte Kapitel so voll und ganz meinen Geschmack trifft. 🙂

Grüßle, Matte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
8’079 Beiträge · seit 200805. Nov. 2025 ·
Hallo Betti,

Was für tolle Sichtungen! 😁

Danke für's teilen.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
1’589 Beiträge · seit 201406. Nov. 2025 ·
Hallo Betti

toll Euch zu folgen. Die Fotos sind wirklich genial. Vor allem die sich schuettelnden Loewen.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201607. Nov. 2025 ·
Hallo ihr Lieben,
fotomatte schrieb:ich muss nicht extra betonen, dass das letzte Kapitel so voll und ganz meinen Geschmack trifft.
Ah, du meinst wegen der Löwen... 😎 Neenee, ich weiß schon... 🙂
ANNICK schrieb:Was für tolle Sichtungen! Danke für's teilen.
Danke fürs Mitfahren!!!
picco schrieb:Ja, für jemanden der nicht die Waden desjenigen hat, der das gemacht hat, klingt das schon schön...
😄 Verstehe...
Bushtruckers schrieb:toll Euch zu folgen. Die Fotos sind wirklich genial.
Lieben Dank, Elvira! Und es ist toll, dass du dabei bist!

Am Wochenende geht es weiter, einen schönen Freitag und viele Grüße,
Betti
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Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201609. Nov. 2025 ·
20.9.2024, Teil II - Ärger im Paradies

An Tag vier wurden wir zusehends zu Wiederholungstätern. Der erste Stopp kurz hinter dem Camp war wieder der Vogelbaum, der aber erneut keine Amethystglanzstare (Violet-backed starling) für uns im Repertoire hatte. Dafür einmal mehr schöne Grüne Tauben. Die waren natürlich auch sehr willkommen.

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Weil die Game Drives am Nachmittag deutlich kürzer sind als die vormittags, waren unser grobes Ziel wieder die Löwen gleich ums Eck. Dieses ausgiebige Beobachten des Rudels schätzten wir alle Drei sehr, und eventuell könnten wir ja auf dem Weg noch ein bisschen was einsammeln.

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Unterwegs bekamen wir uns allerdings mit Joseph in die Wolle. Es hatte sich schon an den vorangegangenen Tagen atmosphärisch was angesammelt, nun flog der Deckel vom Topf.

Als Guide fanden wir Joseph gut, er kannte sich wie erwartet bestens aus in der Mara, war erfahren und antizipierte das Verhalten der Tiere hervorragend. Wir fanden allerdings, dass er zu oft offroad fuhr, nicht unbedingt bei den Tieren, sondern einfach so. Einmal bekam er Ärger mit den Rangern deswegen, was ihn ungeheuer auf die Palme brachte. Mit einer gehörigen Portion Stolz und Sturheit gesegnet, lässt er sich wohl von niemandem etwas sagen. Erst recht nicht von uns.

Doch an diesem Nachmittag trieb er seine Launenhaftigkeit für unseren Geschmack zu weit. Er wirkte gereizt, und sein Ton uns gegenüber war im Zuge dessen nicht zum ersten Mal unangemessen rüde. Thomas und ich wollten das nicht so stehenlassen - und auch nicht weitere eineinhalb Wochen akzeptieren. Leicht bedrückt sprachen wir also einige Dinge an. Joseph ging sofort an die Decke, der Ton wurde schärfer.

Mittlerweile waren wir beim Rudel angekommen. Es war sicher ein Bild für die Götter, wie wir uns da mitten im afrikanischen Busch und umzingelt von Löwen auf dem Auto gegenseitig die Meinung geigten.

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Irgendwann bekamen wir die Kurve und die Gemüter beruhigten sich. Nach dem reinigenden Gewitter war vieles besser, respektierten wir gegenseitig unsere Grenzen. Aber wir wurden nie die verschworene Teilzeit-Gemeinschaft, wie wir das schon häufig mit anderen Guides erlebt hatten.

Die gute Laune kam schnell zurück. Wir wollten uns nichts verderben lassen und sind ohnehin nicht nachtragend. Die Löwen waren die denkbar beste Ablenkung.

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Allen voran das kleine Löwenmädchen, das sich diesmal bei akzeptablem Licht und auf offener Fläche präsentierte. Vom Bruder war nichts zu sehen, Joseph vermutete, er würde sich zusammen mit den vier ganz kleinen Babys bei einer seiner Tanten aufhalten. Doch so war es wohl leider nicht, er blieb dauerhaft verschwunden.

Als Ersatz musste nun die Mutter als Spielkameradin herhalten. Sie war leicht an dem Loch unterhalb ihres linken Ohres zu erkennen, das einmal tief und groß gewesen sein musste, aber offensichtlich gut verheilte.

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Wie alle Mütter brauchte sie Nerven aus Stahl, denn die Kleine verfügte anscheinend über unerschöpfliche Energie.

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Von den drei anwesenden Tanten war keine Unterstützung zu erwarten. Sie hielten lieber etwas Distanz. Nicht, dass sie noch in etwas verwickelt wurden...

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Nach über 60 Minuten sah es aus, als sei die Tobestunde vorbei.

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Doch nach kurzem Powernap ging es weiter. Allerdings ohne die Mutter, die sich einfach demonstrativ nicht mehr rührte. Da nun dort beim besten Willen nichts mehr zu holen war, marschierte der Nachwuchs eben einfach auf eigene Faust los. Und landete in unmittelbarer Nähe unseres Autos.

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Wir waren einer der letzten Wagen, denn viele hatten sich bereits auf den Rückweg machen müssen, während wir es nicht weit zum Camp hatten. Der Vorteil einer Unterkunft im Herzen des Reservats.

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Irgendwann kam Bewegung in die Damenriege. Die Tanten gingen vor, die Mutter sammelte ihr Baby ein und versuchte es mit der Schnauze aufzunehmen und zu tragen, was es sich aber nicht gefallen ließ. Offenbar fand das Löwenkind, es sei dafür schon viel zu groß.

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Die Kleine lief lieber allein vorneweg, wurde dann aber offenbar zurückgepfiffen und bei uns zwischengeparkt. Ihr passte das nicht, sie maunzte anklagend vor sich hin und trat unruhig auf der Stelle.

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Dann gab es offenbar ein Signal und im Schweinsgalopp schloss sie zum Rest der Familie auf, die nun gemeinsam weitermarschierte. Wie diese Kommunikation vonstattenging, blieb uns ein Rätsel. Wir hatten keinen Ton von der Mutter gehört.

Zielstrebig steuerten die Tiere einen Graben an, wo eine weitere Löwin einen Zebrariss bewachte.

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Während die Großen einträchtig fraßen, saß die kleine Löwin ausnahmsweise einmal geduldig daneben. Noch konnte sie mit dem Fleisch nichts anfangen.

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Als wir zurückfuhren, war die Stimmung im Auto gelöst. Wir waren wohl alle froh darüber und auch, dass wir schon wieder so viel Schönes erlebt hatten.

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Zurück im Camp gingen die Dinge ihren gewohnten Gang, der Ablauf war schon zur Routine geworden. Fotos runterladen, Kameras säubern, duschen, vom wachhabenden Massai zum Abendessen und zurück zum Zelt bringen lassen, noch ein bisschen lesen und quatschen, schlafen. Und dann begann wieder alles von vorn. Was für ein Leben. Ich liebte es.

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Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2025
790 Beiträge · seit 201709. Nov. 2025 ·
Die Fotos mit dem kleinen Löwen sind zum Dahinschmelzen! Vielen Dank dafür!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
2’412 Beiträge · seit 201109. Nov. 2025 ·
Moin Betti,
zu Thomas' sensationellen Photos und deinen sprechenden Texte sag' ich nix mehr - warum sich immer wiederholen?
2 Anmerkungen:
Was wir nicht verstehen können - die Wahl eures Zeltes. Uns konnte es nie einsam genug sein - möglichst weit weg von Lapa und Ablutions. (Letzteres spielt im Malaika-Camp natürlich keine Rolle.) Du hattest es erklärt - verstanden habe ich es trotzdem nicht. 😊
Und habt ihr mit John (oder Jo) nicht über euer Problem mit Joseph gesprochen? Ich stelle es mir recht belastend vor, über so lange Zeit mit jemandem zusammen zu sein, wenn die Chemie nicht stimmt. (Einer der Gründe, warum wir lieber als Selbstfahrer unterwegs waren.) Als wir im Camp waren, hatten wir John als Guide und Jo Beifahrer, der uns Fototipps gab. Das war zur Coronazeit 2020, die beiden haben sich sonst gelangweilt. 😗 Glücklicherweise haben wir uns sehr gut verstanden.

LG aus der Nachbarschaft
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
1’078 Beiträge · seit 202309. Nov. 2025 ·
Liebe Betti,
was für ein Afrika- Traum. Deine Fotos sind einfach fantastisch. Ich liebe deinen Bericht.
Hut ab, dass ihr die Aussprache mit dem Guide gesucht habt. Ich kann mir gut vorstellen wie unangenehm das war.

Aber wenn man so mit Wild Life beschenkt wird wie ihr, ist der Ärger im Paradies schnell wieder vergessen. Das ist wohl wahr.

Vielen herzlichen Dank für die Zeit die du in deinen Bericht investierst.
Liebe Grüße, Silvia
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4’592 Beiträge · seit 200709. Nov. 2025 ·
Liebe Beatnicks,

jetzt habe ich Eure jetzt schon phantastischen Schilderungen endlich einmal nachlesen können.
Wie immer unfassbar toll bebildert und in Worte gefasst 😘

Wir hatten bei unserem Malaika Besuch auch Joseph als Fahrer und können Deine Schiderungen schon sehr gut nachvollziehen. WIr hatten uns mit ihm zwar nicht in den Haaren, aber eine wirklich prsönliche Bindung hatte sich zwischen uns nicht entwickelt.

Und seltsamerweise hatte ich selbst niemals mehr die Idee, noch einmal in die Mara zu wollen. Das gilt nicht fr den Rest von Kenia 😉
Zudem sind die Preise ja inzwischen für uns indiskutabel geworden.....

Also, ab jetzt bin ich live dabei!

Liebe Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowieKenia, Bangkok Kambodscha, Island Marokko und Lofoten Vesteralen
1’589 Beiträge · seit 201410. Nov. 2025 ·
Liebe Betti

die Fotos sind einfach zum Verlieben!

Schade, dass die Freude durch Joseph's Verhalten getruebt wurde. Ehrlich gesagt, es erstaunt mich nicht, dass er als Maasai offroad faehrt, auch wenn es nicht noetig waere. Viele von denen haben dieses Fehlverhalten und ich hatte im September einige den Rangern gemeldet und zwar solche von high end Camps! Der Ranger hat mir dann ganz stolz gesagt, er haette sie bestraft, was heisst, er hat sein Einkommen erhoeht. Aber egal, diese Maasais wussten nicht, wer sie angezeigt hatte 😛

Sie lassen sich meist nichts sagen und die Antwort ist nur, die Mara gehoert uns. Dies ein Grund fuer mich, Greater Mara zu meiden und mich im Triangle bewegen, wo diese Typen sehr schnell in die richtige Richtung gebracht werden. Die Ranger im Triangle machen gute Arbeit.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
404 Beiträge · seit 202111. Nov. 2025 ·
Beatnick schrieb:
… er kannte sich wie erwartet bestens aus in der Mara, war erfahren und antizipierte das Verhalten der Tiere hervorragend. Wir fanden allerdings, dass er zu oft offroad fuhr, nicht unbedingt bei den Tieren, sondern einfach so. Einmal bekam er Ärger mit den Rangern deswegen, was ihn ungeheuer auf die Palme brachte. Mit einer gehörigen Portion Stolz und Sturheit gesegnet, lässt er sich wohl von niemandem etwas sagen. Erst recht nicht von uns.
Bushtruckers schrieb:
Ehrlich gesagt, es erstaunt mich nicht, dass er als Maasai offroad faehrt, auch wenn es nicht noetig waere. Viele von denen haben dieses Fehlverhalten… Sie lassen sich meist nichts sagen und die Antwort ist nur, die Mara gehoert uns.
Liebe Betti, liebe Elvira,
das haben wir ganz genauso erlebt und empfunden. Wir sind diesbezüglich sehr ambivalent, denn unserer Meinung nach sollte man sich als deutscher Touri beim Thema Tier- und Naturschutz nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Andererseits ist es schwer mit anzusehen, wenn der Schutz dieses einzigartigen Ökosystems - oft völlig grundlos - so mit Füßen getreten wird.

Launenhaftigkeit und ein unangemessener Tonfall ist natürlich noch mal eine andere Geschichte, die uns aus der Mara ebenfalls nicht unbekannt ist. Gut, dass ihr die Aussprache gesucht habt - und danke, dass Du auch über die weniger schönen Erlebnisse berichtest.

Viele Grüße
Elke
www.fotognu.de Haustierfotografie gegen eine Spende für den Tierschutz
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2025
Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201611. Nov. 2025 ·
Hallo ihr Lieben,

1000 Dank für eure Reaktionen und Rückmeldungen! Gerade nach diesen nicht nur positiven Schilderungen freut mich das umso mehr.
Enilorac65 schrieb:Die Fotos mit dem kleinen Löwen sind zum Dahinschmelzen! Vielen Dank dafür!
🙂 Die Kleine war wirklich zuckersüß, wir werden sie noch ein paar Mal wiedersehen im Laufe des Berichts.
KarstenB schrieb:zu Thomas' sensationellen Photos und deinen sprechenden Texte sag' ich nix mehr - warum sich immer wiederholen?
Naja, es schadet wiederum auch nicht... 😉
KarstenB schrieb:Was wir nicht verstehen können - die Wahl eures Zeltes. Uns konnte es nie einsam genug sein - möglichst weit weg von Lapa und Ablutions.
Hm, tja, das Camp ist ja ohnehin ruhig, wir hatten jetzt keinen dringenden Wunsch nach noch mehr Einsamkeit. Wahrscheinlich ist das für euch schlichtweg wichtiger als für uns. Das neuere und sicher hochwertigere Zelt lag im Busch, also keinerlei Aussicht, aber Weite und Licht sind für uns beide - sofern machbar - im Ranking höher. Und wir mögen diese sehr langen Wege eben auch nicht, weil wir uns viel im Camp bewegen. Hier mal eben zum Fluss gehen, da ne Cola holen, dann wieder ggf. mit anderen Gästen quatschen. Alles Geschmackssache.
KarstenB schrieb:Und habt ihr mit John (oder Jo) nicht über euer Problem mit Joseph gesprochen? Ich stelle es mir recht belastend vor, über so lange Zeit mit jemandem zusammen zu sein, wenn die Chemie nicht stimmt.
Das wäre der nächste Schritt gewesen, den Joseph auch selbst vorgeschlagen hatte. Aber jeder hat eine zweite Chance verdient - und er hat sie ja zum Glück auch genutzt.
Nacho schrieb:was für ein Afrika- Traum. Deine Fotos sind einfach fantastisch. Ich liebe deinen Bericht.
Lieben Dank, Silvia! 😊
Nacho schrieb:Hut ab, dass ihr die Aussprache mit dem Guide gesucht habt. Ich kann mir gut vorstellen wie unangenehm das war.
Ja, das war es. Aber es war unumgänglich. Und hat für den Rest der Zeit ausreichend gewirkt.
casimodo schrieb:jetzt habe ich Eure jetzt schon phantastischen Schilderungen endlich einmal nachlesen können.
Wie immer unfassbar toll bebildert und in Worte gefasst
Dankeschön! Und welcome back. Ich freu mich schon auf euren Bericht. 🙂 😘
casimodo schrieb:Zudem sind die Preise ja inzwischen für uns indiskutabel geworden....

Ja, wir sprachen drüber. Leider an vielen schönen Orten eine unschöne Entwicklung. 🙁
Bushtruckers schrieb:die Fotos sind einfach zum Verlieben!
🤪 😘
Bushtruckers schrieb:Sie lassen sich meist nichts sagen und die Antwort ist nur, die Mara gehoert uns.
So in diese Richtung haben wir das auch gehört.
FotoGnu schrieb:das haben wir ganz genauso erlebt und empfunden.
Ok, sehr interessant! Und irgendwie auch beruhigend, das wir nicht zu "überspannt" sind.
FotoGnu schrieb:Wir sind diesbezüglich sehr ambivalent, denn unserer Meinung nach sollte man sich als deutscher Touri beim Thema Tier- und Naturschutz nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Andererseits ist es schwer mit anzusehen, wenn der Schutz dieses einzigartigen Ökosystems - oft völlig grundlos - so mit Füßen getreten wird.
Volle Zustimmung!
FotoGnu schrieb:Launenhaftigkeit und ein unangemessener Tonfall ist natürlich noch mal eine andere Geschichte, die uns aus der Mara ebenfalls nicht unbekannt ist.
Auch sehr interessant! Wie das wohl kommt? Das hatten wir in dieser Form so noch nie erlebt und waren auch etwas verdattert anfänglich.

Noch einmal vielen Dank für euer Interesse, hier geht es morgen oder übermorgen weiter.

Liebe Grüße,
Betti
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
Themenstarter1’747 Beiträge · seit 201612. Nov. 2025 ·
21.9.2024 - Die Rückkehr der Gnus

Es leben immer einige Gnus in der Masai Mara. Aber die großen Herden verlassen sie ja bekanntlich im Zuge der Great Migration Jahr für Jahr in Richtung Serengeti. Das Spektakel findet im Großen und Ganzen zwischen Juli und September statt, und 2018 waren wir im August schon einmal zu seiner Hoch-Zeit in der Mara gewesen.

Es war eine - so auch der Titel des damaligen Reiseberichts - Achterbahn der Gefühle für uns gewesen, denn natürlich sind die Szenen faszinierend. Gleichzeitig waren wir von dem Rummel drumherum dermaßen abgeschreckt, dass wir beschlossen, diese Reisezeit künftig unbedingt zu meiden.

Achterbahn der Gefühle in der Masai Mara

Auch nach September sind Crossings zwischen Mara und Tansania noch möglich, aber Ende Oktober hatten wir nicht mehr damit gerechnet, sie vielleicht noch zu erleben. Nach den temporären, aber teilweise heftigen Regenfällen der vergangenen Tage kam jedoch wieder Bewegung in die Sache. Als wir an diesem Morgen unsere Pirschfahrt starteten, sahen wir die Gnus in langen Reihen am Horizont ziehen.

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Aus der Ferne beobachteten wir, wie Hyänen mehrere Angriffe starteten. Die Attacken blieben erfolglos, doch als wir weiterfuhren, trafen wir auf weitere Hyänen, die mehr Glück - oder auch Geschick - bei der Jagd gehabt hatten.

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Wir blieben stehen, weit und breit das einzige Auto, und beobachteten mit etwas flauem Gefühl im Magen, was sich da vor unseren Augen abspielte. Nichts für schwache Mägen jedenfalls. Zum Glück - oder vielleicht auch leider? - hatten wir noch nicht gefrühstückt.

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Joseph parkte dankenswerterweise noch einmal um. So wehte uns die schauderhafte Geruchsfahne nicht mehr direkt entgegen. Immerhin.

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Die üblichen Kostgänger hatten sich wieder selbst zum Essen eingeladen und arbeiteten geschickt daran, den Jägern ihren Anteil an der Beute abzuluchsen.

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Es dauerte, bis ich an diesem Tag problemlos etwas essen konnte; bis ich den Geruch nicht mehr in der Nase hatte und das Knacken der Knochen im Ohr. Der Anblick der vielen quicklebendigen Gnus, denen wir unterwegs begegneten, half.

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Schließlich rollten wir weiter und entlang der kenianisch-tansanischen grünen Grenze.

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Joseph war sehr darauf bedacht, sie nicht um mehr als einen Meter zu überschreiten. Er und ein anderer Fahrer waren einige Jahre zuvor mitsamt Gästen von den Rangern des Nachbarlandes aufgegriffen und für kurze Zeit verknackt worden.

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Zumindest die Touris durften schnell wieder gehen. Aber das Erlebnis hatte verständlicherweise tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen.

Es war eine ruhige, nicht unbedingt spektakuläre, aber auch alles andere als langweilige Fahrt. Gemächlich cruisten wir durch die Gegend und wie schon so oft verlor ich völlig die Orientierung.

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Wir checkten die Lage am Mara River. Dort waren jedoch keine Gnus und kein Crossing in Sicht.

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Zurück im Camp war die Mittagszeit am Fluss und rund ums Zelt wie immer schön und entspannt. Ein kleiner Besucher bewarb sich relativ renitent als potenzieller Mitbewohner. Doch so sympathisch er mir war, ich hatte meinen Froschkönig schon gefunden.

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Auch an diesem Nachmittag fuhren wir zum Löwenrudel, das seinen Wirkungskreis weiterhin beibehielt und daher leicht zu finden war. Die Damen - ohne die Kleine - waren diesmal schwer beschäftigt und hatten sich an unterschiedlichen Stellen strategisch klug positioniert.

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Wir kamen gerade zur rechten Zeit und beobachteten, wie sich eine der Löwinnen schon ziemlich nah an ein Warzenschwein mit Nachwuchs herangepirscht hatte.

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Es war spannend und interessant, die Löwin dabei zu beobachten, wie sie sich geschickt weiter annäherte und schließlich lossprintete.

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Mutter und Ferkel ergriffen sofort die Flucht, doch zu spät. Das Ferkel quiekte jämmerlich, als die Löwin es zu Fall brachte und dann zuschnappte. Rasend schnell war alles vorbei.

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Natürlich tat mir das Ferkel leid, aber die Löwen müssen fressen - Gedanken und Emotionen kamen kaum hinterher.

Die erfolgreiche Jägerin nahm sich zuerst den Löwenanteil, was wir nicht weiter erstaunlich fanden.

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Sehr wohl aber, dass die Mutter der kleinen, noch auf Milch angewiesenen Löwin erst als letzte etwas abbekam. Und das auch erst auf nachdrückliche Forderung. Viel war da schon nicht mehr übrig. Aus Löwensicht war es sicher sowieso höchstens ein Snack gewesen. Doch sie waren überaus erfolgreiche Jägerinnen, wie schon das Zebra am Vortag gezeigt hatte.

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Als die Sonne unterging, fuhren wir zurück ins Camp. Randvoll mit Eindrücken. Schon wieder.

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Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2025
2’412 Beiträge · seit 201113. Nov. 2025 ·
Moin Betti,
Du meintest ja "Naja, es schadet wiederum auch nicht... 😉 ", dann will ich doch mal ein Lob loswerden (selbst Schuld, wenn jetzt einer vor Stolz platzt 😄 ): Der Schakal ist heute mein Lieblingsfoto. Oder doch eher der Geier mit den weitausgebreiteten Flügeln? Oder ..., ach, egal. Sie sind alle toll.
Aber ist es nicht paradox, dass der Löwenanteil nur ein Teil vom Warzenschweinferkel ist? 🤩
LG aus HH
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
384 Beiträge · seit 201313. Nov. 2025 ·
Wow, einen Kill life zu erleben, das wäre noch so ein Highlight für uns. Klasse Bericht. Bin jetzt hier wieder immer mal mit dabei. Klasse Lektüre für uns am Abend.

Holger
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