take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201215. Dez. 2024 ·
Tag 16 - 22.10.24
Nach Kubu Island
Da sich unsere ursprünglichen Pläne ja mittlerweile geändert haben, ändert sich auch unsere Route nach Kubu Island. Meine favorisierte Route war ab Gweta durch die Salzpfannen. Da wir nun aber in Nata sind, macht diese Route nicht wirklich Sinn.
Im Vorhinein hatte ich 3 Routen ausgearbeitet … denn man weiß ja nie!!! 😗 😄
In unserem Falle nehmen wir nun die Route über Zoroga. Die Landschaft ändert sich zwischen Buschland und Grassavanne. Die meiste Zeit fahren wir in Richtung Himmelsrichtung, da es viele abzweigende Wege gibt.
Bei Sexara dann plötzlich Siedlungen. Ich frage mich immer wieder, warum in alles in der Welt Menschen in dieser Abgeschiedenheit siedeln. Hier gibt es wirklich nichts.
Außer … viele Pferde und Kühe … ich gehe mal davon aus, dass es sich hier um Kuh- und Pferdezucht handelt.
Dann kommen uns bei 40°C Außentemperatur eine kleine Familie zu Fuß entgegen. Wir halten an.
„Wollt ihr nach Kubu Island?“ die Frage des Mannes. „Dann seid ihr auf dem richtigen Weg!“, ergänzt er freudestrahlend.
Was wir natürlich laut Navi auch wissen und eben so natürlich erwartet er für die Auskunft auch eine Gegenleistung. „Habt ihr Wasser für uns?“
Wir haben ja erst gestern ausreichend eingekauft und bevor wir in die Central Kalahari fahren, können wir ja in Rakops nochmals einkaufen.
Also bekommen die 3 einen 5-L Wasserkanister von uns und setzen ihren Weg fort.
Gegen 14.00 Uhr kommen wir in Kubu Island an.
Wir hatten hier nicht vorgebucht, was jedoch kein Problem darstellt. Wir checken ein, bezahlen in bar und können uns einen Stellplatz suchen, der uns gefällt.
Ich bin schon etwas erstaunt, dass wir noch an den Bäumen und Felsen stehen dürfen. Sollte die Campsite nicht verlegt werden?
Na jedenfalls freuen wir uns, dass wir uns noch einen Platz hier suchen dürfen.
Einige der schönen Plätze sind schon besetzt und wir tun uns mit der Entscheidung schwer. Letztendlich entscheiden wir uns für Nr. 5 Blick auf die Pan und unter 2 großen Bäumen.
Am Spätnachmittag fahren wir in die Pan und umrunden Kubu Island einmal.
Dann genießen wir den Sonnenuntergang.
Danach sitzen wir gemütlich am Feuer … keine Löwen … keine Elis … einfach nur die afrikanische Nacht genießen.
Doch ganz so still war es nun doch nicht. Was knackt denn da andauernd? Jürgen entdeckt noch ein Stachelschwein.
Ganz in der Nähe unserer CS legt es sich zum Schlafen hin und wir lassen ihm seine Ruhe.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201219. Dez. 2024 ·
Tag 17 - 23.10.24
CKGR - Deception Valley
Bevor wir in Richtung CKGR fahren klettern wir noch etwas auf die Hügel von Kubu Island. Im sanften Morgenlicht sieht es hier traumhaft schön aus.
Blick auf die Pan.
Die Fahrt über die Pan ist entspannend. In Rakops füllen wir nochmals unseren Wasservorrat und auch den Tank auf, bevor es für 4 Nächte in die Central Kalahari geht.
Für mich ist die Central Kalahari immer noch ein wenig aufregender. Bei allen anderen CS, waren wir meist nicht wirklich alleine. Doch in der Central Kalahari ist das anders. Hier stehen wir wirklich alleine und die Wildtiere können jederzeit auf die CS kommen kommen.
Die Anfahrt zum Matswere Gate ist gelinde gesagt katastrophal!!! Bulldust … Tiefsand … tief ausgefahrene Spurrillen.
Nach ca 8-10 km kommen wir zu einem Fahrzeug, das sich hoffnungslos festgefahren hat. Die junge Fahrerin und ihr Begleiter fragen, ob wir helfen können. Doch in diesem losen Sand ist das nicht so ganz einfach. Damit wir nicht auch bei der Aktion stecken bleiben setzen wir etwas zurück, um festen Untergrund zu bekommen.
Das Fahrzeug mit dem Abschleppseil raus zu ziehen geht nicht. Mit der Winch aus unserem Auto und Jürgen als Fahrer des festgefahrenen Fahrzeuges gelingt es uns dieses zu befreien.
Für uns wird die Pad nach weiteren 3 km besser.
Schon auf dem Weg dorthin fallen mir die gewissen Hinterlassenschaften auf. Och nee ... nicht schon wieder Elis. Kaum in Matswere angekommen, marschiert auch schon ein großer Bulle durchs Gate.
Die erste Nacht verbringen wir auf der Deception CS 1. Hier fehlt leider der Duscheimer, also nutzen wir unsere Außendusche am Auto.
Spätnachmittags machen wir noch einen Drive zum Wasserloch der Sunday Pan. Allzu viel los ist hier nicht.
Red-billed francolin
Kudus
Giraffe
Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichen wir wieder unsere CS. Jürgen macht Feuer und dann genießen ganz entspannt den Abend. Wir sitzen mit dem Rücken zum Fahrzeug, Autotür geöffnet … man weiß ja nie … von Zeit zu Zeit leuchten wir die Umgebung ab … alles gut, nichts zu sehen.
Gut dass ich da noch nicht wusste, wer uns besucht und ganz in der Nähe ist.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201221. Dez. 2024 ·
Tag 18 - 24.10.24 Nach Passarge Valley
Mitten in der Nacht schrecke ich auf. 🤩 Irgendwas oder irgendwer ist gegen unseren Tisch gerannt und hat diesen zum Umfallen gebracht. Angestrengt schaue ich aus dem Dachzelt, kann jedoch nichts erkennen. Die Laute lassen mich auf ein Stachelschwein schließen. Jürgen ist wie immer relaxt, sagt „schlaf weiter“, dreht sich um und er schläft weiter ... wohingegen ich hellwach bin.
Irgendwann schlummere ich wieder ein, um ein zweites Mal geweckt zu werden.
Dieses Mal ist es ein tiefes, sonores Schnurren und Grummeln , was ich höre.
Ich rüttele natürlich sofort Jürgen wach … sein Kommentar „ Was hast du denn jetzt gehört?!“ „Schlaf einfach weiter.“ So einfach ist das aber nicht für mich. Angestrengt schaue ich aus dem Dachzelt … nichts zu sehen!!
Irgendwann schlafe ich wieder ein. Vielleicht war es ja auch nur eine Phobie ... die erste Nacht in der „totalen Wildnis“.
Meistens stehe ich morgens als Erste auf und trinke schon mal einen Tee, um die Ruhe und Einsamkeit zu genießen. So auch heute Morgen. Ich öffne die Tür unseres Fahrzeuges und sehe … Katzenspuren!!
Puh … doch nicht verhört heute Nacht.
Vorsichtig luge ich nach rechts und nach links vom Auto… Alles klar, nichts zu sehen außer den Spuren. Ich steige aus und schaue auch unter das Fahrzeug … auch hier alles klar … aber was hätte ich gemacht, wenn sich die Katze hier ihre Nachtruhe gesucht hätte? 🤨 Im Prinzip bräuchte man einen Spiegel, mit dem man auch unter das Fahrzeug leuchten kann.
Es ist ja mal wieder alles gut gegangen.
Noch überlege ich, wer uns heute Nacht denn besucht hat.?! Für Löwen sind die Spuren zu klein… evtl. ein Leopard?
Und während ich meinen Tee trinke, höre ein Auto, das sich unserer Campsite nähert. Es ist ca. 6.00 Uhr und ich möchte meine Ruhe. Daher bin ich zunächst auch etwas verärgert. Woher nehmen sie sich das Recht Campsites zu besuchen, wenn es auf der anderen Seite verboten ist das Gelände der Tau Pan Lodge zu befahren.
Ich schlucke meinen Ärger runter und unterhalte mich mit dem Guide.
„Hatten Sie heute Nacht Besuch eines Leoparden? Wir haben die Spur des Lepards verfolgt. Es sind zwei.“
Und seit 2 Nächten besuchen sie immer „unsere Campsite“.
Danke für die Info. War ich zu Beginn noch etwas verunsichert, um welche Katzenspuren es sich handelt, war jetzt alles klar.
Als Jürgen aus dem Auto klettert triumphiere ich: „da habe ich mich wohl doch nicht verhört heute Nacht!!“
Ohne größeres Frühstück fahren wir los, in der Hoffnung einen der beiden Leoparden zu entdecken. Leider ohne Erfolg.
Wir fahren nochmals zur Sunday Pan.
Hier ist heute Morgen schon richtig was los.
Giraffe mit Match-Söckchen.
Kudus
Und Oryx
Über die Leopard Pan (leider ohne Sichtung des gleichnamigen Tieres) fahren wir zur Campsite CS 1. Da diese frei ist, frühstücken wir erst mal in aller Ruhe.
Danach fahren wir zu unserer CS Passarge Nr 3. Nachmittags besuchen wir das Wasserloch. Dieses liegt nicht schön.
Schon früh machen wir uns auf den Rückweg zu unserer CS.
Auch wenn heute nicht viel zu sehen war, passt es trotzdem.
Die CS ist offen mit einem freien Blich auf die Pan.
Guten Morgen, liebe Dagmar, danke, dass Du so rasch „aufgelöst“ hast. Das erinnert mich sehr an unser Leopardenerlebnis am Kaa-Gate: Seite 6 unten https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html?start=30 Wir hatten allerdings „Glück“ und konnten das Tier noch eine Zeitlang beobachten. Es gruselt mich heute noch, wenn ich darüber nachdenke, was hätte passieren können …. Aber, wie bei Euch,: „Es hat noch immer gut gegangen“… Herzliche Grüße Friederike
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201223. Dez. 2024 ·
Tag 19 - 25.10.24
Auf dem Weg nach Letiahau
Jetzt ... im Nachhinein muss ich sagen, dass unsere Wahl der Campsites in der Central Kalahari nicht die Beste war. Das letzte Mal waren wir 2016 im April dort … und da sah die Welt anders aus.
Doch was solls! Wir machen das Beste daraus.
Heute wollen wir von Passarge über Piper Pan nach Letiahau. Deshalb fahren wir auch gleich nach dem Frühstück los.
Unser 1. Ziel ist das Wasserloch der Piperpan. Die Strecke ist schlecht zu fahren. Alles trocken und staubig, keine Tiere zu sehen. Aus Langeweile fotografiere ich mal wieder aus dem fahrenden Auto die Landschaft.
In der Phokoje Pan entdecken wir einen Löwen. Dieser schläft bzw. döst vor sich hin.
Doch Vorsicht … auch wenn wir denken, dass sie nur schlafen… können sie schnell hellwach werden. Er hat uns genau im Blick … und innerhalb einer Bruchsekunde ist er hellwach.
Glücklicherweise realisiert er, dass wir nur „Zuschauer“ sind und begibt sich gleich wieder in die Ruhe-Position.
Die weitere Strecke bis zur Abzweigung zur Piper Pan ist wieder übelstes Wellblech.
Am Wasserloch:
Kudus, Springböcke, Geier….
Aus Interesse fahren wir die beiden Campsites ab. Hier wird wieder ganz deutlich die Präsenz der Elefanten sichtbar.
Zurück am Wasserloch kommen diese auch schon laut trompetend an.
Die Elis nehmen ein ausgiebiges Bad und suhlen sich in dem verbleibenden Wasser.
Im Prinzip könnten wir diesem Treiben ewig zuschauen.
Zwei Fahrzeuge kommen an …. Und damit zerschlägt sich unsere Hoffnung, dass hier noch 1 CS frei ist.
Wir unterhalten uns etwas und machen uns dann auf den Rückweg nach Letiahau. Leider scheint dies einem der Elefanten überhaupt nicht zu gefallen. Als Jürgen in den Seitenspiegel schaut wird dieser plötzlich dunkel.
Schnellen Schrittes und laut trompetend nähert er sich doch Okay … wir sind ja schon weg. Jürgen gibt Gas.
Keine Ahnung warum der Eli uns trompetend verfolgt hat. Wir hatten einen wirklich großen Bogen gefahren.
Und somit rundet sich unsere elefantöse Fahrt ab. Elis zu Beginn und am Ende des Urlaubes.
Wir fahren nach Letiahau. Letiahau ist eine kleine CS ohne jegliche Facilities.
Hier genießen wir einfach den afrikanischen Abend mit dem Gesang der Barking Geckos. Einfach nur schön.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201226. Dez. 2024 ·
Tag 20 - 26.10.24
Von Letiahau nach Motopi
Wir verlassen Letiahau nach einer ruhigen Nacht Richtung „Westen“.
In der Phokoje Pan huscht eine African Wildcat vor unserem Auto ins Gebüsch. Nach etwas Suchen finden wir sie wieder. Zuerst verschwindet sie in einer Erdhöhle, was mich etwas irritiert. Kommt dann jedoch wieder heraus und wir können sie eine zeitlang beobachten.
Obwohl wir schon so oft in Namibia und auch Botswana waren, ist dies für uns eine „Erstsichtung“.
Danach fahren wir nicht den direkten Weg nach Motopi, da es da ja momentan kein gefülltes Wasserloch gibt, sondern Richtung Tau Pan.
Der Plan war, zum Tau Waterhole zu fahren, welches wir nach Aussagen der Ranger am Matswere Gate anfahren dürfen. Danach ist das Gelände nur noch für die Lodge-Gäste reserviert. Ich möchte mich hier darüber nicht auslassen.
Wir irren also in dem Gebiet herum, finden das Wasserloch allerdings nicht. Überall dort, wo ein Verbotshinweis steht fahren wir natürlich nicht hinein.
Über die Short-Cut-Line fahren wir Richtung Passarge Waterhole.
An der Kreuzung liegen direkt an der Straße 2 Löwen im Schatten eines Baumes … und schlafen. Ich nenne ihn mal „König Dicknase“.
Wenig weiter liegen die beiden Damen und schlafen … bzw. tun nur so.
Am Passarge Waterhole Springböcke und Strauße, die sich gerade verabschieden.
Da sich bei den Löwen in den nächsten Stunden mit Sicherheit nichts ändern wird, fahren wir weiter zu unserer letzten Campsite in der CKGR.
Motopi 2 liegt auf einem Hügel mit schöner Sicht. Allerdings ohne Schatten!! Das Wasserloch von Motopi ist trocken, was uns die Ranger schon gesagt hatten.
Daher gibt es hier auch keine Tiere. Irgendwie ist mir dies für den letzten Abend in der „Wildnis“ auch sehr recht.
Wir entzünden unser letztes Lagerfeuer und nehmen Abschied von dem Central Kalahari Game Reserve.
Genießen den Sonnenuntergang
und sitzen einfach nur entspannt am Feuer.
Und morgen hat uns die Zivilisation nach 5 Tagen im „off“ wieder.
Champagner8’786 Beiträge · seit 201026. Dez. 2024 ·
Hallo Dagmar,
langsam aber sicher hole ich hier im Forum mal wieder auf - und wenn ich BOT lese, bin ich natürlich dabei 🤪 .
Danke für die vielen Impressionen von wohl bekannten und auch gänzlich unbekannten Plätzen. Ich bin ja immer noch am Grübeln, ob ich traurig sein soll, dass ich dieses Jahr nicht im südlichen Afrika war oder doch ganz froh, weil ich die Trockenheit schon 2023 anstrengend gefunden habe. Und besser wurde es seither ja nicht...
Wenigstens regnet es aktuell wohl ziemlich gut - aber man soll die Niederschläge nicht vor der neuen Trockenperiode loben 😵 😣 .
Was ich besonders spannend finde sind die Löwen, die Ihr bei den Baines Baobabs gesehen habt. Wir sind dort ja fröhlich mehrfach zu Fuß unterwegs gewesen. Zwar bin ich der festen der Meinung, dass Katzen eher Reißaus nehmen, wenn sie Menschen zu Fuß sehen, aber man weiß ja nie, ob sie nicht krank oder verletzt sind und leichte Beute suchen. Immerhin weiß ich jetzt, warum Diteko immer darauf bestanden hat, uns zu begleiten, sobald es dunkel wurde oder noch dunkel war 😮 . Das Foto werde ich ihm besser nicht zeigen 😗 .
Danke schon mal für deinen Reisebericht - ich weiß, Ihr seid noch nicht ganz am Ende, aber trotzdem ..... 😉 !
Liebe Grüße und noch schöne Restweihnachten von Bele
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201228. Dez. 2024 ·
Tag 21 und 22 - 27./28.10.24
Der Weg zurück
Um den Bericht nicht kurz vor dem Ende der Reise zu beenden, hier auch noch unsere 2 letzten Tage auf dem Weg zurück nach WDH.
Da wir ja nicht gerne lange Strecken fahren und das Ende einer Reise gerne etwas entspannt ausklingen lassen, haben wir für den Rückweg 2 Übernachtungen eingeplant.
27.10. Palm Afrique In knappen 4 Stunden erreichen wir Palm Afrique bei Ganzi. Wir sind schon gegen 12.00 Uhr da – also eigentlich zu früh für den Check-Inn. Doch dies ist kein Problem.
Palm Afrique ist eine sehr schöne, gepflegte und saubere Anlage.
Jede Campsite hat eine schattenüberdachte Sitzmöglichkeit.
Die Ablutions sind gemeinsam – natürlich Männer und Frauen getrennt – sauber und gepflegt.
Die Anlage hat 2 Pools, die beide auch für Camper zugelassen. Hier relaxen wir nachmittags noch ein wenig.
Nach 5 Tagen „Wildnis“ tut es richtig gut, mal wieder eine normale Dusche zu haben. Endlich mal wieder saubere Füße und Fingernägel, was länger als 10 Minuten anhält.
Abends gönnen wir uns das Dinner im Restaurant. Schönes Ambiente, aufmerksames Personal und das angebotene Essen ist vielseitig und gut.
Auch das tut mal gut.
Einzigstes Manko (wenn überhaupt): An der Bar kann nur bar bezahlt werden (welches Wortspielt) in Pula, Euro oder US Dollar. Heißt konkret: Die Campsite, die wir zwar reserviert jedoch noch nicht bezahlt hatten, ging nur in Bar.
Das Essen im Restaurant konnten wir allerdings mit Karte zahlen.
Somit kein Problem.
Es hat uns hier wirklich gut gefallen.
28.10.2024 Xain Quaz Xain Quaz liegt bereits wieder in Namibia. Hier hatten wir 2016 schon einmal einen Stopp eingelegt.
Die Campsites sind groß mit viel Platz zum Nachbarn.
Private Ablutions!!!! Herrlich
Auch hier sind wir zu früh und auch hier ist dies kein Problem. Lediglich die Ablutions sind noch nicht gereinigt. Und da das Personal aktuell Mittagspause hat, kann es noch ca. 1 Std. dauern.
Als die Reinigungskraft kommt, unterhalten wir uns etwas mit ihr. Wir hätten noch ein paar Kleidungsstücke, falls sie diese möchte.
Sie sucht sich ein paar Teile aus und ist total happy. "Morgen früh bringt sie dafür Kaffee.", sagt sie uns voller Freude und Stolz. "Und das T-Shirt werde ich anhaben"
Und nun greife ich mal einen Tag weiter.
Wirklich kommt sie am nächsten Tag mir einem Tablett mit frisch aufgebrühtem Kaffee und hat natürlich auch das T-Shirt an. Eigentlich trinken wir keinen Kaffee … jedoch können wir diesen nicht ausschlagen. Es ist ihre Möglichkeit „Danke“ zu sagen.
Die Begegnung ist sehr herzlich. Auch hat sie noch eine Freundin im Schlepptau … und alle Shirt’s finden ihren Abnehmer. Wir fragen wir alt die Kinder sind … und schon hat auch der mitgenommene Fußball eine Abnehmerin gefunden.
Wir freuen uns, dass die beiden sich freuen.
Wir fragen ob es okay ist, wenn wir die Lebensmittel, die wir nun nicht mehr benötigen hier lassen können und sie sie mitnimmt.
Auch darüber freut sie sich und erzählt uns gleich, was ihre Kinder heute Abend zu essen bekommen. Nur um es klarzustellen: Dies sind keine Almosen … Wir wissen aus Erfahrung, dass Menschen sowohl gute Kleidung, die wir ihnen im Gegenzug für ihre Hilfsbereitschaft anbieten, schätzen. Und bevor wir Lebensmittel wegwerfen, fragen wir immer ob es jemand gebrauchen kann.
Und "Wildlife" gibt es hier auch 😄
Nun heißt es allerdings Abschied zu nehmen.
Alles was seit 3,5 Wochen seine Platz im Auto gefunden hatte, muss nun wieder in die Taschen.
Liebe Dagmar, verspätet, aber nicht minder beeindruckt, kommt mein Dank für Deinen Reisebericht, der sich in vielen Dingen mit unseren diesjährigen Eindrücken deckt. Ich bin gespannt, ob Ihr es nochmal angehen werdet. Einen guten Start in ein voraussichtlich schwieriges Jahr wünscht Dir mit schönen Grüßen Friederike
Hallo Dagmar, herzlichen Dank für diesen schönen Reisebericht! Ich freue mich auch immer, wie man mit wenig eine grosse Freude machen kann. Ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr und hoffentlich schöne Reisen. Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
TAtacitus1’142 Beiträge · seit 202210. Jan. 2025 ·
Nachdem schon alles gesagt wurde und schon länger Funkstille herrscht, wage ich meinen OT-Senf zum Thementitel.
Zuerst aber Danke an die take-offs für’s Mitnehmen und die aussagekräftigen Bilder.
Dass ich nun just eurem Bericht hijacke, ist nicht von euch verschuldet. Ihr kommt einfach zum Handkuss, weil mich interessiert, wie und warum der gleiche Sachverhalt derart unterschiedlich wahrgenommen werden kann.
Auch wenn die Vegetationszerstörung durch Elefanten in der Region hier kaum thematisiert wird, werden einige vielleicht kürzlich die ausführliche Diskussion im 4x4-Forum dazu verfolgt haben. Nachdem die RBe im NF immer ausführlicher und va. reichlicher bebildert sind, habe ich euren und andere aktuelle aus der Region angeschaut.
Euer Bericht (u. a. hier) zeigen vielerorts sterbende und tote große (alte) Bäume und entwaldete Flächen und man sieht hier besser (und bestätigt), was im 4x4-Forum eher nur beschrieben wurde. Es schaut tatsächlich aus, wie dort beschrieben. Bilder von Boteti …… Hwange sind ähnlich. Die „Umgestaltung“ der Landschaft ist evident und scheint Fahrt aufzunehmen. Vielleicht wird sich der eine oder Naturliebhaber in 10 oder mehr Jahren fragen, ob die dann gebotene Landschaft die hohen Kosten noch rechtfertigt.
Dass eine derartige Zunahme des Bestandes und Verbreitungsgebietes von Tieren mit so hohem Biomasse- und Wasserverbrauch die Pflanzenwelt (in weiterer Folge auch die Tierwelt) stressen wird, war zu erwarten. Dürreperioden wirken als Verstärker, sind aber nicht die eigentliche Ursache.
Es hat aber auch eine positive Seite: Das Feuerholz wird nicht ausgehen. 😎
tacitus schrieb: Euer Bericht (u. a. hier) zeigen vielerorts sterbende und tote große (alte) Bäume und entwaldete Flächen und man sieht hier besser (und bestätigt), was im 4x4-Forum eher nur beschrieben wurde. Es schaut tatsächlich aus, wie dort beschrieben. Bilder von Boteti …… Hwange sind ähnlich. Die „Umgestaltung“ der Landschaft ist evident und scheint Fahrt aufzunehmen. Vielleicht wird sich der eine oder Naturliebhaber in 10 oder mehr Jahren fragen, ob die dann gebotene Landschaft die hohen Kosten noch rechtfertigt.
Hallo Tacitus, ich bin kein Biologe aber mir wurde das mal so erklärt: Die Bäume lassen auf Grund der Trockenheit ihre Blätter fallen, was die Wasserverdunstung reduziert. Damit sehen die Bäume nur Tot aus, sind es aber nicht. Bekommen sie wieder ausreichend Wasser, sprießen die Blätter auch wieder. Zu den Elefanten wurde mir erklärt, das es sogar ihre Aufgabe ist, die Natur zu verändern. Gerade große Bäume bringen den meisten Tieren gar nichts, da sie nicht an die Blätter kommen (wenn denn welche dran sind). Daher brechen sie häufig Bäume um, was wiederum in der Regel auch nicht zum Tot des Baumes führt, sondern ihn weiter unter sprießen lässt, wo kleinere Tiere auch wieder rankommen. Ich habe auf dem Weg von Kaziikini zum South Gate mal dieses Bild aufgenommen, gerade für eine solche „Diskussion“ mit meiner Schwägerin… der Baum wurde umgeknickt und in der Knickstelle wachsen neue Triebe.
Für uns Menschen sieht das leider nur immer aus wie Verwüstung pur.
Wie gesagt, so wurde es mir mal erklärt und es scheint für mich nicht unlogisch zu sein.
Dagmar schrieb: Nur um es klarzustellen: Dies sind keine Almosen … Wir wissen aus Erfahrung, dass Menschen sowohl gute Kleidung, die wir ihnen im Gegenzug für ihre Hilfsbereitschaft anbieten, schätzen. Und bevor wir Lebensmittel wegwerfen, fragen wir immer ob es jemand gebrauchen kann.
Hallo Dagmar, es ist doch normal und nicht verwerflich, am Ende einer Reise alles weiterzugeben, was man nicht mitnehmen will oder kann ins Flugzeug nach daheim. Wir haben das in unserer letzten Unterkunft oder dem letzten Campingplatz immer so gemacht, ob in Kanada, Australien oder Afrika. Natürlich haben wir uns die Empfänger*innen vorher angeguckt und gefragt, ob unsere Hinterlassenschaften 😉 gebraucht würden. In Namibia mussten wir einmal einen dreisten Mann "verjagen", der den Frauen (mit Kindern), an die wir Lebensmittelreste verteilten, verschiedene Sachen abluchsen wollte. Eine berichtete, er würde sie nicht selbst brauchen, sondern anderswo verkaufen wollen.
Vielen Dank für deinen Reisebericht, den ich sehr genossen habe.
vielen Dank für den kurzweiligen und anschaulichen Reisebericht. Es hat Spaß gemacht hier zu lesen. Die Löwen bei den Baobabs haben mich auch kurz innehalten lassen, sind wir da doch munter rumgestiefelt. Nie im Leben hätte ich da Löwen vermutet.
viele Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.