take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201222. Nov. 2024 ·
Herzlich willkommen an alle Mitfahrer. Es würde jetzt den Bericht auseinanderreißen, wenn ich jeden einzeln begrüße.
Mooseontheloose schrieb:
Ich wollte nochmal lobend Botswana Footprints erwähnen.... Sie verschicken alle Original-Vouchers Monate im Voraus per DHL-Express. Also um mal eine Empfehlung auszusprechen!
Danke, werde ich mir merken, falls es mal wieder nach Botsuana gehen sollte. 🤪
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201222. Nov. 2024 ·
Tag 4 - 10.10.24
White Sands und Buffalo Core Area
Wir haben geschlafen wie die Murmeltiere.
Das beruhigende Plätschern der Popa Falls hat uns in den Schlaf begleitet.
Da heute unser 1. Game-Drive stattfindet, klingelt der Wecker bereits um 5:30 Uhr. Ohne Frühstück geht es los. Und so sind wir auch schon kurz nach 06.00 Uhr am Gate zur Buffalo Core Area.
Und um unserem Thema gerecht zu werden, hier das erste Bild eines Elis, der unseren Weg kreuzt. Wären sie doch alle so weit entfernt gewesen. 😗
Wir biegen die erste Möglichkeit rechts zum Fluss ab. Überall sind die Hinterlassenschaften und auch „Verwüstungen“ der Elefanten zu sehen. Bis auf eine Höhe von ca. 1,50m ist alles weggefressen. Der erste Eindruck ist schon etwas ernüchternd. Doch wir sind ja noch nicht lange im Park ... abwarten, was da noch evtl. kommt.
Und während ich noch darüber nachdenke, ob es hier auch Löwen oder sonstige Großkatzen gibt rufe ich plötzlich „Stopp“. 🤩
Jürgen stoppt sofort und ich sage nur noch „zurück, zurück!!"
Und da ist sie: Unsere 1. tolle Sichtung !! Wir sind hin und weg.
Die Löwinnen sind so nah, dass ich mit meinem 150-600 Objektiv Schwierigkeiten habe sie einzufangen. Einfach nur phänomenal. Und das Beste: Wir hatten sie ganz für uns alleine.
Wie schon oben erwähnt sind hier viele Elefanten unterwegs. Was mich immer wieder erstaunt ist, dass man sie im Gebüsch fast nicht sieht. Riesengroß, tonnenschwer und doch manchmal “unsichtbar“.
Wir fahren weiter am Fluss entlang und beobachten noch eine grasende Büffel-Herde.
Und weitere Tiere.
Sable Antilope
Great Egret
An dem Aussichtspunkt, an dem das Fahrzeug verlassen werden darf, steigen wir aus und genießen ganz einfach die Aussicht
Wir sind mit unserem ersten Game-Drive zufrieden und verlassen den Park.
Zurück auf der Campsite gehen wir zum Haupthaus und beobachten bei einem Rock Shandy noch eine Weile das Treiben am Wasser, bevor wir zu unserem Sunset Cruise starten.
Eigentlich hätte der Sunset Cruise schon gestern stattfinden sollen, doch da es Probleme mit dem Boot gab, wurde sie auf heute verschoben.
Glück für uns: Denn wir fahren alleine.
Es ist einfach herrlich übers Wasser zu gleiten, nicht selbst zu fahren und einfach nur die Natur zu beobachten.
Bedingt durch die Strömung der Popa Falls ist das Wasser doch noch sehr unruhig, wodurch das Boot natürlich immer etwas schaukelt. Daher ist es gar nicht mal so einfach scharfe Bilder der Karminspinte hinzubekommen.
Als die Sonne langsam untergeht fahren wir zufrieden zurück.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201224. Nov. 2024 ·
Tag 5 - 11.10.24 Durch die Mahango Core Area nach Botswana
Bekanntlich gehen die Uhren in Afrika ja etwas anders.
Es ist früh dunkel und so liegen wir meist schon gegen 21.00 Uhr im Dachzelt. Somit fällt uns das frühe Aufstehen, das ohne Wecker - alleine durch das Gezwitscher der Vögel und dem Sonnenaufgang eingeleitet - auch nicht schwer.
Unsere Rechnung bei White Sands haben wir schon gestern Abend beglichen, damit wir heute Morgen auch wieder früh loskommen.
Zwar haben wir bis Drotsky's Cabins nur wenige Km zu fahren, doch wollen wir natürlich noch einen Game- Drive in der Mahango Core Area machen . So finden wir uns bereits kurz vor 7.00 Uhr am Gate ein.
Unsere erste Sichtung im schönen Morgenlicht.
Eine Herde Giraffen
Wir nehmen den Weg, der direkt am Kavango entlangführt.
Mit den üblichen Vertretern.
Zebras
Affen, hier bei der Fellpflege
Warzenschweine
Gut gefallen mir auch die Wasservögel im Gegenlicht.
Weitere Vögel
Marabu
Blacksmith Lapwing (Waffenkiebitz)
African Spoonbill (Löffler)
Spurwinged Goose (Sporngans)
Und natürlich queren Elefanten unseren Weg.
Da die Sonne schon relativ hochsteht, beschließen wir Richtung Grenze zu fahren.
Mohembo ist eine kleine Grenzstation, die wir schnell passieren können – dachten wir. 😐
Als wir ankommen herrscht dort ein wahres Tohuwabohu. Kurz vor uns sind 2 Overlander angekommen und es wimmelt nur so von Reisenden.
Nützt ja nichts … also heißt es sich in Geduld zu üben.
Irgendwann haben wir es geschafft. In Shakawe versorgen uns mit Pula und fahren dann direkt zu Drotsky’s Cabin.
Ankunft Drotsky's Cabin Zuerst melden wir uns im Haupthaus, welches den Lodgebetrieb koordiniert an und fahren dann zur Anmeldung für die Campsites.
Hier möchte ich dann eine Birding-Bootstour mit "Otto" für morgen früh buchen. 😗
Oha … sofort versteinert sich die Miene meines Gegenübers. Er lehnt sich zurück und erklärt mir, dass Drotsky 4 Birding-Scouts hat und jeder von ihnen ist gleich gut ist. Da habe ich ja wohl in ein Wespennetz gestochen. 🤩
Er ist auch nicht bereit uns eine Tour mit Otto zu buchen.
OK … nun sind wir beide angesäuert.
Trotz allem buche ich für morgen früh eine Bootsfahrt.
Innerlich immer noch etwas verärgert, fahren wir zu unserer Campsite.
Nach einer Weile überdenke ich die Situation. OK ... Schwamm drüber. Ich bin hier um einen schönen Urlaub zu erleben und nicht um mich zu ärgern.
Nur weil „Otto“ hier im Forum so hoch gelobt wird, heißt es schließlich ja wirklich nicht, dass die anderen Scouts schlechter sind. Da kann ich ihn sogar verstehen.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201225. Nov. 2024 ·
Ich gebe zu, dass ich immer möglichst versuche Tiere ohne Sender zu fotografieren. Gefällt mir erstens besser und ist in manchen Naturwettbewerben auch nicht erlaubt.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201225. Nov. 2024 ·
Tag 6: 12.10.24
Birding-Bootsfahrt Drotsky's Cabins
Wie vereinbart finden wir uns um 7.00 Uhr am Boots-Ablegeplatz ein.
Unser Guide heißt „Holy“ und ist der gleiche, der uns gestern nicht umbuchen wollte.
Jeder hat seine Chance … und so steigen wir ein. Wir haben die Tour für uns alleine gebucht und „Holy“ gibt sich viel Mühe.
Er entdeckt viele Vögel.
Green backed Heron (juvenil)
Giant Kingfisher
White-fronted Bee-eater
Mourning Collared Dove?
Malachite Kingfisher
Go away Bird
Wassertriel
Skimmer mit Nachwuchs
Schreiseeadler
Goliath Reiher
Sacred Ibis
Openbill
Krokodil
Ich habe wirklich kein Auge für Krokodile. Holy und Jürgen zeigen immer wieder in die Richtung des Krokodils. Ich entdecke es erst im letzten Augenblick, bevor es ins Wasser gleitet. (Ich erschauere angesichts dieser Tatsache noch immer, wenn ich daran denke, dass ich vor 8 Jahren eine Wasserfurt durchwatet hatte. Ich hatte ja kein Croc gesehen 🤩 . Die Ranger hatten mich damals zurecht in den Senkel gestellt. Das ist eben die Gefahr ... manchmal fühlt man sich nach mehrjährigen Urlauben zu sicher. Ist ja alles gut gegangen ... aber)
Pel’s fishing Owl
Und einfach die Landschaft geniesen.
Nicht ungefährlich angesichts der Hippos und Krokodilen
Eigentlich würde die Tour jetzt enden und wir würden zurückfahren. Jedoch hat sie uns so gut gefallen, dass wir noch 1 Stunde dranhängen.
Hammerkopf
Burchell’s Coucal
Und nun hoffe ich, dass ich alle Vögel richtig erkannt habe, was für mich nicht so einfach war und ich mir nicht alles merken konnte, was "Holy" uns erklärt hat. Falls ich falsch liege ... nur her damit, mit den Korrekturen. 😉
Hippo
Ob es letztendlich mit Otto besser gewesen wäre kann ich nicht sagen, da ich keinen Vergleich habe. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen.
Nachmittags relaxen wir noch ein wenig am Pool und abends backe ich zum 1. Mal Brot. Das ist immer der Augenblick, in dem ich voll und ganz angekommen bin.
ich hatte gestern schon was zu 'Otto' schreiben wollen aber nachdem ich jetzt gelesen habe, dass Ihr mit Holy unterwegs ward, bin ich fast ein bisschen erleichtert 🤩 Wir hatten letztes Jahr mit beiden das Vergnügen und mir tut es im Nachhinein immer noch Leid, dass auch wir ein bisschen im 'Otto' Hype waren 😣 Holy hat sich so viel mehr bemüht und uns eine wunderbare Tour beschert 😘 da kam ein leicht gelangweilter Otto nicht mit. Ist natürlich auch immer ne Momentaufnahme und sehr subjektiv, aber ich würde in Zukunft Holy immer wieder empfehlen.
Ihm ist auch die Tatsache geschuldet, dass wir dieses Jahr zur Zeit der Skimmer und Carmine Bee-Eater unterwegs waren 😉 Holy hat uns diesen Floh im letzten Jahr ins Ohr gesetzt.
Gerne hätte ich ne Tour mit im gemacht, aber Drotzky's lag dieses Jahr einfach nicht auf dem Weg für uns.
Du siehst 😘 ich lese mit 😄 nen dicken Bussi Claudia
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201226. Nov. 2024 ·
Clax schrieb:
Holy hat sich so viel mehr bemüht und uns eine wunderbare Tour beschert 😘 da kam ein leicht gelangweilter Otto nicht mit.
Ja, sehe ich auch so. Holy bekam dafür auch ein dickes Trinkgeld von uns.
So sehr ich dankbar bin für alle Tipps und Hinweise in diesem Forum, sehe ich aber auch, dass nichts in Stein gemeiselt ist. Und sich vieles oft sehr schnell ändern kann.
Holy hat uns diesen Floh im letzten Jahr ins Ohr gesetzt.
Und Du hast mit den Floh ins Ohr gesetzt mit deinen Bildern in FB oder Insta. (Es gibt ja schon lange keinen RB von euch mehr oder irre ich? 🤪 ) Davor wusste ich zugegebernerweise recht wenig über Skimmer 😐
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201226. Nov. 2024 ·
Daxiang schrieb:
knapp 3 Wochen früher wurde noch fleißig gebrütet.
Da hatten wir ja echt Glück. Unser Guide Holy hat sich auch darüber gefreut.
Zu sagen bleibt noch, dass wir mit dem Boot in einem gehörigen Abstand zu den Skimmern waren. Was ich total in Ordnung finde. Beobachten und nicht stören.
Nicht immer leicht diese zu fotografieren, zumal die Augen im Dunkeln liegen und der Fokuspunkt dadurch fehlt.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201226. Nov. 2024 ·
Tag 7 : 13.10.24
Zwischenstopp in Sitatunga
Das Beste an diesem Tag ist, dass er mit einem leckeren frischgebackenen Brot beginnt.
Ansonsten ist er schnell erzählt. Wir haben eine eher etwas langweilige Fahrt in Richtung Moremi vor uns. Unseren ursprünglichen Plan die Nacht "wild "zu campen haben wir verworfen.
Wir sind hier nicht im Kaokofeld in Namibia sondern in Botswana !!! – hier ist alles flach. Es gibt auch keine hohen Bäume (mehr). Obwohl ich dies ja wusste, wir waren ja 2016 schon einmal in Bots, habe ich mich durch Track4Afrika dazu hinreisen eine als „Wild Camp“ angegebene Campsite auf unserer Route einzuplanen. Weiß der Teufel, was mich da geritten hat. (Wahrscheinlich mal wieder die Abenteuerlust. 😗 )
Jedenfalls habe ich mich jetzt mit dieser Entscheidung nicht mehr wohlgefühlt.
So habe ich mich gestern Abend bei Drotsky’s an die Campsite Sitatunga erinnert. Kurz angeschrieben … und ja es gab noch eine Campsite. 😄
Natürlich hätten wir auch bis Moremi South Gate durchfahren können, doch uns ist das einfach zu weit.
Gleich zu Beginn gibt es diese gefährliche Situation.
Eine kleine Gruppe Elefanten überquert die Straße. Wir halten in gebührendem Abstand an, ebenso der entgegenkommende PKW.
Doch der LKW rast mit einem Affenzahn und Hupe durch. Die Elefanten, die mittlerweile die Fahrbahn überquert haben erschrecken sich, trompeten und laufen wild durcheinander.
Einer kommt wütend auf uns zu und ich sage nur im Geiste zu ihm „wir waren es nicht“. 😐
Glücklicherweise beruhigt sich sie Situation relativ schnell wieder.
Dieses Verhalten des LKW-Fahrers ist in meinen Augen ein "no go". Er gefährdete damit andere Verkehrsteilnehmer und auch die Elefanten.
Bereits gegen 12.00 Uhr kommen wir auf Sitatunga an. Wir können uns eine der noch freien Campsites aussuchen.
Die Campsite ist vollkommen in Ordnung, mit Strom und einem kleinen Pool mit Schattendach und Liegen zum Relaxen. Und genau das machen wir nachmittags auch dort auch.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201228. Nov. 2024 ·
Tag 8: 14.10.24
Moremi South Gate
Vor uns liegen nur 2 Stunden Fahrt.
Es ist sehr trocken und alles ist mit dem gleichmäßig grauen Staub bedeckt.
Dann endlich die Abzweigung Richtung South Gate und damit endlich Gravel – doch unsere Freude währt nicht lang. Denn die Gravel Pad wandelt sich in eine Pad mit vielen Tiefsandpassagen.
Jürgen und auch unser Auto haben damit aber keine Probleme.
Bereits gegen 10.00 Uhr erreichen wir das South Gate.
Mein eigentlicher Plan war: 2 Nächte Xakanaxa und 1 Nacht Third Bridge. Doch weder in Xakanaxa noch in Third Bridge hatte ich bei der Buchungsanfrage (durch NDM) 2 zusammenhängende Tage bekommen können.
Ich frage also am Gate nochmals nach, ob in Xakanaxa vielleicht noch ein Platz frei wäre und wir switchen könnten. Aber Xakanaxa ist „fully booked“.
Schade – aber kein Problem.
(Im Nachhinein haben wir von MooseOnTheLoose jedoch gehört, dass z.B. die Campsite neben ihrer frei war.)
In South Gate haben wir die Campsite MQ5. Und das Empfangskomitee steht schon bereit. Eine 11-köpfigen Elefanten-Familie.
Alles gut … sie sind ja noch ca. 20m weg.
Das Wetter spielt momentan nicht wirklich mit. Es ist stark bewölkt und die Sonne kommt nicht wirklich durch. Scheint so, als ob es sich überlegt Regenzeit oder doch noch nicht.
Nachmittags machen wir uns zu einem kleinen Gamedrive auf.
Auch hier haben die Elis ihre Spuren hinterlassen. Manchmal komme ich mir vor wie in einem Herbstwald in Deutschland. Buntes Laub auf dem Boden, die Bäume kahle ... allerdings sind hier alle Äste und Triebe abgefressen.
Hier im Süden des Moremi ist es sehr, sehr trocken. Xini Lagoon … trocken, Black Pool … alles trocken.
Wie immer im Leben hat alles 2 Seiten – somit kommen wir nicht in die Situation Wasserdurchfahrten machen zu müssen. Wir kommen trockenen „Reifens“ überall hin.
Und immer wieder viele Elefanten.
Man sieht sie nicht wirklich in dem Dickicht. Und dann stehen sie vor dir. Sie sind riesengroß und kommen auf leisen Sohlen.
Einfach faszinierende Tiere und ich mag sie sehr … doch muss es nicht immer so nah sein.
Es gibt aber auch noch ein paar andere Tiere … wenn auch nicht viele.
Als wir gegen 15.00 Uhr auf unsere Campsite zurückkehren ist unsere Elefanten-Familie noch immer da.
Und während ich duschen gehe, spazieren sie quer über unsere CS. Da habe ich einfach Pech gehabt.
Es gibt aber auch kleine Bewohner, die uns gut gefallen.
Dieses Häuschen hat bestimmt schon bessere Zeiten gesehen. 😗
Mit dem Trompeten und dem sonore „Brummen“ der Elis gehen wir in unser Dachzelt. Und dieses begleitet uns heute Abend auch in den Schlaf.
Ja, das ist es, was wir an Afrika seit vielen Jahren so lieben.
Auch hier haben die Elis ihre Spuren hinterlassen. Manchmal komme ich mir vor wie in einem Herbstwald in Deutschland. Buntes Laub auf dem Boden, die Bäume kahle ... allerdings sind hier alle Äste und Triebe abgefressen.
Guten Abend, liebe Dagmar, genau so haben wir das im August auch gesehen und empfunden! Liebe Grüße Friederike