"4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J.

Reisebericht 88 Antworten · 23,2k Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2018 von Dillinger
Themenstarter797 Beiträge · seit 201519. Okt. 2018 ·
Hallo Conny,

wenn ihr in 2 Jahren eine ähnliche Route fahren werdet, freut euch darauf. Mir hat die Strecke wesentlich besser gefallen als unsere erste Strecke durch Botswana. Man kann beide Reisen kaum vergleichen, Botswana ist Elefantenland und der Nord-Westen Namibias hat eine unbeschreiblich schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Diese hat nicht nur uns Erwachsene begeistert, sondern auch unsere Jungs können sich durch solch faszinierende Anblicke begeistern. Es ist toll da.

Gruß Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter797 Beiträge · seit 201519. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 11, der 04.07.18

Heute krochen wir trotz kürzerer Fahrt, recht früh aus den Federn, da wir vorhatten am Abend noch, in den vielversprechenden heißen Quellen im Ongongo Camp, zu baden. Also machten wir uns recht flott nach dem Frühstück auf den Weg.
Unsere Fahrt war wundervoll, da die Landschaft auf unserer Strecke extrem variierte. Sie veränderte sich von felsigen Klippen bis zu gigantischen Ebenen, die sich soweit das Auge reichte, ins Nichts erstreckten.

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Während der Fahrt hatten wir noch die Hoffnung, unsere Vorräte bei einem "General Dealer" (in der Karte als Shop eingetragen) zu ergänzen. Dies entpuppte sich allerdings als großer Flopp. Nachdem wir schließlich im Camp eintrafen waren wir alle ein Kleinwenig enttäuscht, da die Stellplätze ohne Aussicht waren, sehr eng beieinander lagen und auch der Platz recht voll belegt war.
Allerdings verbesserte sich unsere Laune, nach einem Bad in dem wirklich wunderbaren "Hot Pool".

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Abends gingen wir schnell, nach einer guten Portion deutscher Qualitätsnudeln, schlafen und eine sehr windige Nacht begann.
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zuletzt bearbeitet 19. Okt. 2018
Themenstarter797 Beiträge · seit 201519. Okt. 2018 ·
Markus:


Die Fahrt nach Warmquelle war wegen der tollen Landschaft sehr kurzweilig. Die in der Karte von T4A eingezeichneten Einkaufsmöglichkeiten (Orte mit einem Einkaufswagen markiert) sollte man nicht überschätzen. Dort gibt es Mehl in Säcken, Süßigkeiten, div. Dosen, Paletten voll mit Nivea Deo (warum auch immer ???) und natürlich Bier. Brot oder frische Produkte haben wir vergeblich gesucht. Ein Besuch der kleinen Läden hat mir immer Spaß gemacht, da man sofort mit den Leuten vor Ort ins Gespräch kommt, auch wenn es nur um das schlechte Abschneiden unserer "tollen" Fußballer geht. Ich habe bei jeder Gelegenheit zumindest meine Biervorräte aufgefüllt.
Zu Warmquelle kann ich nur sagen, die Quelle ist toll zum baden und liegt herrlich in einer kleinen Schlucht. Der Campingplatz wird gerade ausgebaut und die Stellplätze sind modernisiert. Ob einem das gefällt, muss jeder für sich entscheiden. Mir haben die Stellplätze, auf einer Betonplatte unter einem Wellblechdach, in einer in den Felsen gestemmten Nische nicht so gut gefallen. Die Sanitäranlagen, die neu gebaut worden sind, sind sehr hübsch mit Holz gebaut und verkleidet. Leider funktionierten sie nur sehr eingeschränkt und waren auch nicht sehr gepflegt.
Die Zufahrt ist nicht so einfach zu finden und man sollte einen geländegängigen Wagen haben, da sie extrem steinig ist und leicht zu einem Platten führen kann.
Moritz und meine Frau fühlten sich von den "kleinen Rittern" sehr bedroht. Sie waren dort sehr zahlreich vertreten und haben unser Camp während des Abendessens gestürmt.

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Moritz hat nicht nur einfach ein Reisetagebuch geschrieben, sondern hat es gelegentlich auch mit kleinen Bildchen ausgeschmückt.

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Liebe Grüße
Markus
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Themenstarter797 Beiträge · seit 201524. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 12, der 05.07.18

Am nächsten Morgen standen wir im Ongongo Camp so früh wie noch nie zu vor auf, da wir eine wirklich weite Fahrt vor uns hatten. Mir war die morgendliche Abfahrt, trotz aller Frühe sehr recht, da die dort überall lauernden, riesigen und wirklich ekelhaften Panzerschrecken, ein wenig zu schaffen machten. Wir verzichteten sogar auf unser Frühstück, da die Campsite dieses Mal ja nicht so bombe war.
Als Ersatz frühstückten wir etwa eine Stunde später, an einem wunderbaren Platz mitten im Hoanib.

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Unsere Fahrt führte über gigantische Ebenen und riesige Schluchten.

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Unsere Mittagspause verbrachten wir am sagenhaften Signal-Hill, wo wir leider feststellen mußten, daß das dort bekannte Telefon leider den Geist aufgegeben hatte.

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Am Nachmittag sahen wir auf unserer Weiterfahrt noch verschiedenste Tiere und waren besonders begeistert über die große Anzahl an Giraffen, die wir dort zu Gesicht bekamen.

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Als wir dann nach einem langen Fahrtag, abends in Purros am Feuer saßen, waren wir alle der Meinung, dass dies heute einer der schönsten Tage unserer bisherigen Reise war.

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zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2018
Themenstarter797 Beiträge · seit 201524. Okt. 2018 ·
Markus:

Heute war wirklich einer der schönsten Fahrtage. Auch wenn ich mich wiederhole, DIE LANDSCHAFT IST DER HAMMER.
Sollten wir nochmals in diese Ecke Namibias kommen, was sicher nicht allzu lange dauern wird, werde ich mindestens einen oder sogar zwei Tage mehr einplanen. Es gibt dort so viele wunderbare Plätze zum Übernachten und Genießen.
Einer der absolut schönsten Streckenabschnitte war die Fahrt durch den Purros-Canyon. Palmen, Sand, steile Talwände und ein Fluß mit herrlichem Wasser und dort fährt man 2 Stunden entlang. Ich hatte zwar, nach unserem matschigen Erlebnis in Walvis Bay, anfängliche Skrupel, entlang des Flusses durch Sand und Matsch und zu großen Teilen sogar durch das Wasser zu fahren. Die Strecke war zu unserer Zeit jedoch ohne Probleme mit einem vernünftigen Wagen locker zu befahren.

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In Purros hatten wir etwas Orientierungsprobleme und landeten erst auf einer falschen Campsite. Diese lag direkt am Ausgang des Canyons und war eigentlich recht hübsch. Leider war kein Ansprechpartner vor Ort und die dort scheinbar lebende Himba-Familie fühlte sich nicht zuständig. Es kam uns dort etwas komisch vor und so suchten wir die Purros Comunity Campsite.
Kurz vor dem Camp befreiten wir noch einen festgefahrenen Franzosen aus seiner sandigen Notlage.
Die Campsite war echt hübsch und wir haben uns wohl gefühlt. Feuerholz konnte erworben werden und die sanitären Einrichtungen war sehr sauber und toll in die Bäume und Büsche der Umgebung eingebettet. Wir hatten die Campsite für uns. Gerne übernachten wir dort wieder. Die Zufahrt ist tiefsandig und nur mit gutem Geländewagen zu erreichen, zumindest auf dem Weg, denn wir benutzt haben.

Liebe Grüße
Markus
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Themenstarter797 Beiträge · seit 201529. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 13, der 06.07.18

Heute standen wir wie üblich auf.

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Unsere Strecke war nicht besonders lange und wir hatten auch nichts besonderes geplant. Also fuhren wir nach dem morgendlichen Frühstück, dass mir wegen fehlender, ausgegangener Marmelade, persönlich nicht so gut gefiel. "Hihihi, natürlich nur Spaß, es war wie immer super."
Unsere Strecke war heute wieder sehr abwechslungsreich und vor allem sahen wir sehr viele Tiere. Von den vielen Zebras die wir sahen als wir durch die Flussbetten fuhren, von den Bergpässen und den tollen Landschaften die wir zu Gesicht bekamen, waren wir sehr beeindruckt.

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Außerdem sahen wir zu unserer großen Freude noch zwei Elefanten, welche vor uns mystisch durch den Busch streiften.
Als wir uns an einem kleinen und sehr einsamen Getränkeshop ein kühles Getränk genehmigen wollten, trafen wir zufällig einige andere Deutsche, mit denen wir uns ein klein wenig über unsere Reise austauschen konnten.

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Nach dem Shop verschlechterte sich unsere Straße und es wurde sehr ruckelig.

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Dies brachte uns dazu, nicht zu dem geplanten Marble Community Camping zu fahren, sondern uns mal ein wenig Luxus zu gönnen und zu der benachbarten Lodge zu fahren.
Die Lodge lag wunderbar, mit unbeschreiblichen Blick in alle vier Himmelsrichtungen, mitten auf der Spitze eines Berges. Das Beste an der ganzen Sache war, dass wir dort ganz alleine waren und die gesamte Lodge für uns hatten.

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Wie wir am Abend dort den Sonnenuntergang genossen hatten, lässt sich hier nicht aufschreiben. Es war zu schön. Genau wie unsere kleinen, süßen und privaten Häuschen mit tollen Terrassen. In den wir uns recht zeitig schlafen legten.

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Zu aller Überraschung, trennten sich heute "Tussi-Zelt" und "Horror-Zelt" und es bildete sich, natürlich nur für diesen einen Abend, eine "Kiddi-Bude" und ein Erwachsenen-Häuschen.

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zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2018
Themenstarter797 Beiträge · seit 201530. Okt. 2018 ·
Markus:

Nach dem Aufstehen habe ich etwas erstaunt, ziemlich große Fährten vor unserem Schlafplatz gefunden.

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Sie zogen sich rund um unseren Stellplatz und waren deutlich im Sand zu sehen. Ich habe mich erst gewundert, da es aussah als wäre eine Mutter mit Ihrem Kleinem um unseren Platz geschlichen. Es gab große und direkt dabei sehr kleine Fährten. Eigentlich typisch für eine Hyäne was ich bis dahin noch nicht wußte, da Sie sehr große Vorderpfoten und wesentlich kleiner Hinterballen haben.

Die Fahrt von Purros nach Orupembe war klasse. Die Natur und Landschaft zeigte sich von Ihrer schönsten und abwechslungsreichsten Seite. Es gab sehr sandig, sehr steinige und auch einige steile Streckenabschnitte. Alles konnte ohne Probleme befahren werden und man hatte genug Momente, dass selbst ich als Fahrer die Schönheit dieser Gegend genießen konnte.
Der "Shop Number 1" bei Orupembe ist ein Muß. Im absoluten nix, eine rote Butze mit einigen Leuten und einer kräftigen Herero Dame hinter der Theke. Dort ein kühles Bier, nach der langen und staubigen Strecke, ist der Hammer. Wie auch immer das Bier dahin kommt und wie auch immer es so eiskalt gekühlt wird. Es entwickeln sich sofort Gespräche mit den dort abhängenden Einheimischen. Witzig war, dass bei unserer Ankunft der Laden bereits von zwei Leihwagen mit Ihrer deutschen Besatzung belagert wurde. Bei einigen weiteren kühlen Bierchen wurden die Erlebnisse der letzten Tage ausgetauscht. Eigentlich lustig, man läuft stundenlang durch Frankfurt und möchte was einkaufen, trifft quasi tausende von Menschen, alle rennen an einander vorbei, kaum ist man in Orupembe und trifft dort andere Touristen, benimmt man sich als würde man sich seid Jahren kennen. Super Sache.
Witzig sind die kleinen Steinmännchen, die wir in der Gegend gesehen haben.
Spontan hatten wir uns entschieden, ohne Reservierung zur Etambura Lodge zu fahren. War eine sehr gute Entscheidung. Nette einheimische Betreiber vor Ort, tolles Ambiente und super Lage. Immer wieder würde ich da hin fahren. Auch das es eine Selbstversorger Unterkunft ist stört nicht. Tisch wird zum Essen gedeckt und abgeräumt. Feuer und heißes Wasser mit Töpfen wird bereit gestellt.

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Die Unterkünfte sind echt klasse mit tollen in die Felsen gebauten Bädern und einer sehr coolen Aussicht.

Liebe Grüße
Markus
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zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2018
5’488 Beiträge · seit 200930. Okt. 2018 ·
Hallo,

mal wieder ein sehr schönes Kapitel. Nach Eurer Beschreibung werden wir im Januar auch mal versuchen, spontan in Etambura unterzukommen.

Mich würde ja schon sehr interessieren, wer im "Tussi-Zelt" und wer im "Horror-Zelt" wohnt. 😎

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter797 Beiträge · seit 201530. Okt. 2018 ·
Hallo Thomas,

lasst Etambura auf keinen Fall aus. Ich beneide euch sehr, dass Ihr noch so eine tolle Reise vor euch habt.

Naja "Horror-Zelt" ist belegt von meinem Sohn Simon, geschätzte 1,90m lang und dem adäquaten Gegenstück Vater Schmidt, geschätzte 115 kg schwer und mit "leichten, kaum vernehmbaren Schnarch-Geräuschen in der Nacht. Wenn wir unser Zelt belegen und uns in die Schlafsäcke mummeln, hat man Angst, der Dachträger würde seinen Dienst quittieren und die Belegschaft des Nachbarzeltes muss aufpassen, dass sie nicht seekrank wird.

Tussi-Zelt wird vom Rest der Familie, Sohn Moritz (unsere Kuschelmaus) und meiner Frau belegt. Auf diesem Teil des Daches geht es wesentlich ordentlicher und gesitteter zu. Der Name Tussi-Zelt entstand nur dadurch, dass die etwas ängstlicheren Bewohner der rechten Dachhälfte, zum Pieseln und somit zum nächtlichen Verlassen des schützenden Autodaches, die Bewachung durch die Belegschaft des Horror-Zeltes benötigt. 😉

Gruß
Markus
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4’388 Beiträge · seit 201530. Okt. 2018 ·
Hallo Moritz und Markus,
die ganze Fahrt über bin ich schwarz mitgefahren, jetzt aber, wo es durch das Kaokofeld geht, muß ich mich mal outen! Ich bin begeistert - nicht nur von dem Wiedersehen mit der Landschaft, sondern auch von dem tollen Bericht! Danke!
Viele Grüße
Friederike
P.S. Was sind denn
deutscher Qualitätsnudeln 🤩 🤩 🤩
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2018
Themenstarter797 Beiträge · seit 201530. Okt. 2018 ·
Hallo Friederike,

schön dass dir unser Bericht gefällt.

😄 Naja, er meinte wohl Nudeln der Marke Barilla. Die gibt es immer bei uns zu Hause, also ist Italien mal gerade eben eingedeutscht worden. Entschuldigung an alle Italiener. Wir hatten in Namibia die v.g. Nudeln und ein einheimische Produkt gekauft. Warum auch nicht Nudeln aus Namibia? Was soll es bei Nudel für einen großen Unterschied geben. Die riesen Packung einheimischer Nudeln, schmeckte leider gar nicht gut und wurde nach dem Kochen zu einem breiartigem Gebilde. Leider hatten wir jede Menge dieser Nudel. Als diese aufgebraucht waren, kamen die hier bekannten zum Einsatz und schmeckten um längen besser.

Gruß Markus
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Themenstarter797 Beiträge · seit 201531. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 14, der 07.07.18

Heute war der Tag gekommen, vor dem wir alle ein kleinwenig Angst und Respekt hatten. Der sogenannte Höllenritt stand vor der Tür. Wir mussten von unserer Lodge, in der Nähe des Marble Community Camps, bis zum Epupa Camp fahren. Daher mussten wir, zu unserer aller Trauer, bereits sehr früh nach dem Frühstück, unsere traumhafte Bleibe, in der man durchaus auch zwei Tage hätte bleiben können, bei Sonnenaufgang verlassen.
Zur allgemeinen Überraschung konnten wir den Fahrtag trotz schneller Fahrgeschwindigkeit noch einigermaßen gut genießen.

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Nach der Hälfte der Strecke, legten wir in einer größeren Stadt, namens Opuwo eine kleine Pause ein, die wir zum tanken und einkaufen nutzten. Es gab dort viele arme Leute, die versuchten einem verschiedenste Sache zu verkaufen. Sie waren so resistent, dass mit einem einfachen "Nein, ich möchte das nicht" nichts erreicht wurde und Sie danach einfach ein anderes Ding aus ihrer Tasche zogen um uns dieses zu verkaufen.

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Am Abend kamen wir völlig fertig, gerade noch mit genug Kraft um unseren tollen Campingplatz zu begutachten, am Kunene an und fielen geschafft in die Federn.

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zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2018
Themenstarter797 Beiträge · seit 201531. Okt. 2018 ·
Markus:

Zu Etambura und der Landschaft sage ich nichts mehr. Unser Fahrtag von Orupembe bis Epupa war knackig und hat mir im Vorfeld einige Kopfschmerzen gemacht. Etliche Berichte und auch auf Nachfragen hier im Forum, wurde mir nicht gerade Mut für diese Etappe gemacht. Sie war lang, sehr lang und anstrengend. Der Zwischenstopp in Opuwo zum tanken, Geld abheben und einkaufen mußte schnell erledigt werden. Opuwa hat mir von allen Städten die ich bisher in Namibia kennen lernen durfte, am wenigsten gefallen. Wir waren alle froh, nachdem wir die Stadt wieder verlassen hatten. Allerdings war das Auftanken und das Auffüllen der Vorräte dringend notwendig. Meine Bedenken wegen Spritmangel und Voratsknappheit auf unserer Strecke hat sich nicht bewahrheitet. Wir hatten genug Diesel und auch unsere Vorräte haben locker gereicht.
Nach Opuwo wurde die Straße besser und wir kamen schneller vorwärts. Leider mußte ich auf den letzten Kilometern ziemlich auf das Gas treten um nicht im Dunkeln fahren zu müssen. So konnten wir die immer grüner und immer bergiger werdende Landschaft kaum genießen. Im letzten Licht erreichten wir Epupa und unsere super Campsite. Ich wollte nur noch schnell die Zelte aufklappen und mir an der Bar ein Bier gönnen. Von dem tollen Platz an der Grenze zu Angola, wird am kommenden Tag berichtet.

Liebe Grüße
Markus
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Themenstarter797 Beiträge · seit 201501. Nov. 2018 ·
Hallo Astrid,

gerne die Infos zu unserem Streckenabschnitt Warmquelle nach Puros.

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Bei den beiden westlichen Strecken, die ich mit einem Fragezeichen gekennzeichnet habe sind wir, zumindest soweit ich mich erinnere, die westliche Strecke gefahren. Schwierig ist sicher für euch die richtige Stelle zu finden um den Puros Canyon zu verlassen. Danach kann man sich nur noch schwer verfahren. Etwas unübersichtlich ist dann nur noch die Ausfahrt aus dem Hoanib-Tal auf die D3707 in der scharfen Kurve vor Sesfontein. Da gibt es unzählige Spuren. Würde ich dort noch mal entlangfahren, würde ich die gleiche Strecke nochmal wählen. Sie war zu schön. Übernachten würde ich jedoch nicht mehr bei den Ongongo Hot Springs, sondern wild am Signal Hill, in den Giribis Plains.

Gruß Markus
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125 Beiträge · seit 201101. Nov. 2018 ·
Guten Morgen Markus,

super, vielen Dank für die Karte. Habe ich mir gleich ausgedruckt. So in etwa hatte ich mir das auch schon gedacht.
Dann müssen Ende Dezember nur die Wasserstände mitspielen und wir würden Euren Spuren folgen. Wir freuen uns schon riesig.

Natürlich werde ich auch weiterhin Deinen Reisebericht mit Spannung weiterlesen. Es kommen bestimmt noch einige Tipps.

Ich wünsche allen einen schönen Feiertag.
Viele Grüße
Astrid
2’530 Beiträge · seit 201101. Nov. 2018 ·
Hallo Markus

Ich sehe auf Deiner Map das Ihr von Sesfontein durch die Staublöcher zum 'Die Poort' gefahren seit und dann wieder den Ganamub nach Norden auf die 3707. Dann seid Ihr wieder zurück in den Hoanib über die Giribes Planes und den Obias (hoffentlich habt Ihr bei der Rock Arch gehalten ) weiter nach Amspoort. Gab es für diese riesige Schleife einen Grund welche ich in Eurem Reisebericht vielleicht verpaßt habe. 😊
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Themenstarter797 Beiträge · seit 201501. Nov. 2018 ·
Hallo Cruiser,

nur die herrliche Landschaft. 😎 denn der Weg war das Ziel.

Es gab hier einen Reisebericht, meine mich zu erinnern an "Zick-Zack durchs Kaokoveld", oder so ähnlich. Dort wurde diese Strecke beschrieben und hat mir so gut gefallen, dass ich sie auch fahren wollte.
Hoanib, Giribis Plains,Tsuxub und die abgefahrenen Hochebenen im Westen und besonders Puros Canyon, kann man an einem Tag nur mit dem hoch- und runtergefahre anschauen. Habe ja bereits mehrfach angemerkt, dass wenn ich da noch mal hinkomme, sicher einen oder sogar zwei Tage mehr einplanen würde, um die Gegend mit mehr Ruhe zu erkunden. Es war eine lange und anstrengende Fahrt und dennoch habe ich sie als eine der schönsten Strecken in Erinnerung. Der Tag hat trotz der vielen Stunden im Auto, der gesamten Familie super gefallen. Auch habe ich die Strecke als gut machbar in Erinnerung und hatte nicht den Eindruck, dass wir uns hetzen mussten. Der Hammer war, die Einsamkeit die man da erlebt und zu spüren bekommt. Ein beeindruckendes Gefühl, dass ich so noch nie empfunden habe.

Rock Arch sagt mir leider nichts. Ich befürchte, da haben wir was verpasst. Schade. Obwohl, macht nix, da muss ich also noch mal hin 😉

Gruß Markus
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zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2018
395 Beiträge · seit 200701. Nov. 2018 ·
Habe auch gearbeitet (obwohl die Siegerländer heute Feiertag haben) und anschliessend euren super tollen Reisebericht gelesen, da wir im nächsten Jahr in die nordwestliche Richtung fahren. Schreibt weiter so schön spannend und liebe Grüße an Moritz. Unser Sohn ist 16 und war bereits 2x mit Papa allein in Namiba unterwegs.
So jetzt fährt die Siegerländerin zu den Dillingern einkaufen 😄
Themenstarter797 Beiträge · seit 201507. Nov. 2018 ·
Moritz:

Tag 15, der 07.08.18

Heute verbrachten wir unseren zweiten Tag in Epupa, was auch der Grund dafür war, warum wir etwas später als sonst aus den Dachzelten krochen. Da wir am Vorabend nur noch KO in unsere Betten fielen, konnten wir erst jetzt sehen, wie traumhaft unser Campingplatz in Wirklichkeit war.

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Nach dem Frühstück, dass wir in der prallen Sonne abhielten, beschlossen wir unsere Füße zu benutzen und zu den Epupa Fällen zu laufen. Dort angekommen bestiegen wir noch einen Berg, was in der Mittagshitze echt anstrengend war, um oben einen besseren Überblick, über die echt gigantischen Epupa Fälle zu haben.

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Der Blick war wirklich spektakulär, da sich der Wasserfall über eine echt weite Breite erstreckte.

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Zurück im Camp relaxten wir eigentlich nur noch den restlichen Tag in Liegestühlen, in der Sonne, mit Blick auf den Fluß und einem kühlen Getränk.

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Ehe wir am Abend schlafen gingen, durften wir noch ein aus meiner Sicht delikates 3-Gänge Menü zu uns nehmen, welches aus Bohnensuppe, Lammfilet und zum Nachtisch, aus einem Honigkuchen bestand.

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Am Ende fanden wir alle, dass ein solcher Entspannungstag uns sehr gut getan hatte.
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zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2018