"4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J.

Reisebericht 88 Antworten · 23,2k Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2018 von Dillinger
Themenstarter796 Beiträge · seit 201501. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 5, der 28.06.18

Am nächsten Morgen wurden wir Drei (Simon, Silke und Ich) schon sehr früh von unserem Vater, mit einem gräßlichen Versuch den Zahnseidentanz aus dem Computerspiel Fortnite nachzumachen, aus unseren Träumen gerissen.
Heute war nichts mit entspanntem Ausschlafen, denn wir hatten eine weite Fahrt zum Mirabib vor uns. Nach einem dennoch wunderbarem Frühstück, mit allem was dazu gehört, Klappten wir unsere Zelte ein und fuhren los.

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Die Fahrt war wirklich super, da es tototal einsam war und mir dies die Möglichkeit gab, mich auch mal hinter das Lenkrad zu setzen.

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Trotz manueller Schaltung fand ich, mich gut geschlagen zu haben. Leider nahmen wir einen relativ langen Umweg in kauf, um zwei angeblich verlassenen Mienen zu sehen, welche sich allerdings zu unserer Enttäuschung, als zwei mittelgroße Steinhaufen entpuppten.
Bei unserer Ankunft am Mirabib Camp, waren wir von dem gigantischen Felsen, der über unserem Stellplatz ragte, sehr beeindruckt.

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Wir mußten diesen tollen Berg nutzen, also schnappten wir uns einen Rucksack, vollgepackt mit Getränken und erklommen pünktlich zum Sonnenuntergang den Felsen. Oben angekommen war der Blick in die Ebene enorm beeindruckend. Genauso wie der Sonnenuntergang.

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Zum Abendessen gab es Oryxfleisch mit Salat. Danach ging es noch ans Lagerfeuer und dann hieß es auch bereits "ab in die Heia".

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Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2018
Themenstarter796 Beiträge · seit 201502. Okt. 2018 ·
Markus:

Der Mirabib ist der Hammer, die Zufahrt über eine kilometerlange Ebenen mit silbernem, sich Wind bewegendem Gras, mit vereinzelten Zebras, ist ein Traum. Der Mirabib selbst, strahlt so eine Einsamkeit und Mystik aus, dass mann bereits bei der Anfahrt eine Gänsehaut bekommt. Als die Sonne unendlich langsam und fantastisch unterging, spürte ich eine Einsamkeit wie ich Sie noch nie erlebte. Afrika kann so beeindruckend sein, dass es einem ein Tränchen in die Augen treibt.
Stellplätze ohne jeglichen Komfort, Toilette lediglich Plumsklos, aber, da möchte ich unbedingt nochmal übernachten. Ich fand es einen der besondersten Orte unserer Reise.

Gruß Markus
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Themenstarter796 Beiträge · seit 201502. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 6, der 29.06.18

Heute standen wir, wie auch schon Gestern, recht früh auf. Jedoch hatte dies nicht den Grund, dass wir eine weite Strecke zu fahren hatten, es lag daran, dass unsere nächste Unterkunft "Alternative Space" in einer größeren Stadt namens Swakopmund lag und wir die Gelegenheit nutzen wollten, uns die Stadt am Abend noch mal anzugucken. Also fuhren wir nach dem Frühstück los. Wir lagen sehr gut in der Zeit bis wir nach etwa der halben Strecke zu einer Abzweigung kamen. Weiter der Straße nach, oder den 4x4 offroad Trail wählen, war hier die Frage.
Da wir nun mal die Familie Schmidt sind, entschieden wir uns natürlich für den 4x4 Trail, was sich nach etwa 2 Stunden als großen Fehler entpuppte.

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Unsere Straße, wenn man es noch so nennen konnte, schlängelte sich irgendwann nur noch als Spur eines Eselkarrens durch die Dünen, über die Dünen und dann, passierte es, wir blieben stecken, mitten auf einer riesigen Düne. Jetzt reichte es uns und wir beschlossen umzudrehen. Doch dafür mußten wir erstmal aus dem Sand kommen. Also stiegen wir aus und fingen alle an zu graben. Mit aller Kraft schafften wir es uns aus dem Sand zu befreien. Doch weit kamen wir nicht. Nicht weit von den Salzanlage von Walvis Bay, blieben wir im nächst besten Schlammloch wieder stecken und diesmal half nichts.

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Wir versuchten alles aber nichts half, wir saßen hier fest.
Unsere einzige Hoffnung war eine weit entfernte Straße auf dem Salzdamm, jedoch gaben wir nach einer Stunde auch hier die Hoffnung auf, dass noch jemand auf der Straße entlang kommt.
Doch dann passierte es, als bei uns allen die Nerven schon ziemlich blank lagen, kamen unsere zwei Helden die Straße entlang gerauscht. Wir winkten mit Jacken und riefen und sie sahen uns. Da es zu unserer riesigen Freude auch noch zwei namibianische Tourguides waren, kamen sie schnell zu uns und befreiten uns aus unserer misslichen Lage. Auf dem Weg zur Straße blieben wir nochmal stecken, doch mit zwei Autos und den Leuten, die das Gebiet in -und auswendig kannten, war das Alles deutlich einfacher.

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Nachdem unser Auto endlich in Sicherheit war, gingen die Guides welche unser Auto persönlich aus der Schlammlandschaft gefahren hatten zurück um ihre Autos zu holen. Von der Straße aus mussten wir dann mit entsetzen feststellen, dass sie selbst auf dem Rückweg stecken blieben.

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Als wir nach gefühlten 5 Stunden, später im Dunkeln in Swakomund ankamen, gingen wir noch in einem Restaurant namens "The Tug" etwas essen.
Dann endlich waren wir im Alternativ Space angekommen und beschlossen, uns die Unterkunft erst am nächsten Morgen anzuschauen. Wir waren alle so fix und fertig, dass wir nur noch in unsere Betten fielen.
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zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2018
Themenstarter796 Beiträge · seit 201502. Okt. 2018 ·
Markus:

Eigentlich war ein lockerer, nicht allzu langer, schöner Fahrtag geplant. Mir wurde schmerzlich klar gemacht, wie gefährlich und einsam Namibia wirklich ist. Man vergisst und unterschätzt sehr leicht die vorhandenen Gefahren, wenn wochenlang alles unproblematisch und einfach abläuft.
Wir hatten uns verfahren und haben danach mehrere Fehler hintereinander gemacht.

Erstens wollten wir nicht umkehren, als die Strecke immer sandiger und eigentlich nicht mehr vorhanden war, da wir bereits 2 Stunden unterwegs waren und auf dem Navi eine Straße in 800m Entfernung ausmachen konnten. Diese wollten wir erreichen. (Hätten wir nie schaffen können, da die Straße der Damm der Salzanlagen war und nur durch ein Gewirr von Salzmatschseen von absolut Ortskundigen erreicht hätte werden können.)
Zweitens haben wir versucht die Straße über Dünen (richtig hohe Dünen) zu erreichen, ohne jegliche Erfahrung im Dünenfahren. Wir folgten dem Hauch von vorhandenen Spuren. Ein Wahnsinn, geschuldet der Verzweiflung, der mit einer Vollbremsung auf einem Dünenkamm endete. 5 Meter weiter und wir wären 30m gekullert. Beim Wenden steckten wir zum ersten Mal fest, konnten uns jedoch noch befreien. Hier beschlossen wir den gekommenen Weg zurück zu fahren. Auch wenn das fahren in Dunkelheit in einer unbekannten Gegend bedeutete. Wir hätten jedoch unserer Spur folgen können.
Drittens versuchte ich beim Rückweg durch ein Schlammfeld abzukürzen, da es dort eine ältere Spur gab. Großer Fehler. Auto versenkt. Je mehr wir versucht haben die Reifen aus zu graben, desto tiefer versackte unser Auto und mehr Wasser kam von unten. Untergelegte Brennholzsäcke verschwanden einfach unter den Reifen. Absoluter Horror.
Letzter Versuch, hatte ich mal irgendwo gelesen, Ersatzrad ab und 10m entfernt ca. 1m tief vergraben. Nicht einfach ein Loch im nachströmenden Wasser zu graben. Doch mein Sohn und ich schafften es. Seilwinde am Ersatzrad befestigt (natürlich gab es keine andere Befestigungsmöglichkeit) und angeschaltet. Brachte keinen Erfolg. Das Ersatzrad wanderte 80cm unter dem Gelände durch den Matsch zu unserem Wagen.
Das Auftauchen unserer Helfer hat Moritz ja ausführlich geschildert. Ich hatte einen Schock, denn ich hatte bis zum erscheinen unsere Helfer, keine Idee mehr, wie ich meine Familie aus diesem Schlamassel befreien könnte. So ein mieses Gefühl hatte ich noch nie. Habe uns bereits im Dachzelt in diesem stinkendem Schlammfeld, auf einem langsam versinkendem Auto, gesehen. Die Hilfe kam gerade in dem Moment, in dem ich das Satellitentelefon auspackte um aufwendige Hilfe zu organisieren.
Unseren Helfern gebührt der größte Dank. Sie haben uns ohne auf sich Rücksicht zu nehmen gerettet. Keine dummen Sprüche, keine Belehrungen und Geld wollten sie auch nicht. Super nette Menschen die uns einfach halfen. Ich habe versucht, mich bei Ihnen so gut ich es in dieser Situation konnte, zu bedanken.

Fazit: Ich habe einiges durch diese Dummheit gelernt und versuche in Zukunft vorsichtiger in unbekanntem Gelände unterwegs zu sein. Diese Vorsätze wurden auf der weiteren Reise durch das Kaokoland auf eine harte Probe gestellt.
Und bitte versucht nicht die Abkürzung, am Kuiseb entlang (da gibt es Schilder "Topnar 4x4 Trail"), nach Walvis Bay zu nehmen.

Gruß Markus
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Themenstarter796 Beiträge · seit 201503. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 7, der 30.06.18

Auch heute war es nix mit langem Ausschlafen, obwohl wir es nach dem gestrigen Schock bitter nötig gehabt hätten. Nachdem wir das wirklich leckere selbstgemachte Frühstück, in unserem kleinem Hotel genossen hatten, wurden wir vom sogenanntem, legendären Thommy, zu seiner "Little 5 Tour" in die Dünen, abgeholt.

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Es war wirklich cool. Er zeigte uns Schlangen, Geckos, Chamäleons und noch vieles mehr. Von Allem konnten wir aus nächster Nähe Fotos machen und uns die Tiere anschauen.

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Am Nachmittag machten wir noch eine geführte Quadtour durch die Dünen, es machte besonders viel Spaß, da ich sogar mein eigenes Quad hatte und es auch selber fahren durfte.

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Am Abend gingen wir noch im bekannten Jetty essen. Es ist besonders, da es mitten auf dem Atlantic liegt und nur über einen dünnen Steg zu erreichen ist.

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Nach dem Essen gingen wir schnell schlafen da auch heute wieder ein anstrengender Tag war.
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zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2018
Themenstarter796 Beiträge · seit 201503. Okt. 2018 ·
Kurze Anmerkung: Waaaaas geht mir das Drehen der Bilder auf die Nerven. Die Logik der Bilddrehung erschliesst sich mir in keinster Weise. Auch nicht im 3-ten Bericht. Muss zu dumm sein.
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Themenstarter796 Beiträge · seit 201503. Okt. 2018 ·
Markus:

Ich hoffe Ihr hattet einen entspannten Feiertag. Ich bin ein wenig traurig, dass ich im Moment keinen neuen Namibia-Urlaub planen kann. Wir haben zwei Hunde und unser Hundesitter schwächelt. Leider können wir die beiden nicht so einfach irgendwo abgeben. Daher muss ich mit meiner Planung der dritten Reise nach Afrika noch etwas warten. (Aber sicher nicht mehr lange.)
Zu Swakopmund kann ich nur sagen, super Tankstelle zum Reinigen eines absolut eingeschlammten Fahrzeuges, die Restaurants waren beide super. Im "The Tug" waren wir sehr spät am Abend. Das Lokal war nicht sehr voll und dennoch sehr laut. Essen und Service war gut. Würde ich immer wieder besuchen.
Jetty, ist klasse. Auch etwas laut, wie alle Lokale, zu unserer Zeit zu kalt um ohne Jacke zu essen. Es gibt nur Heizlüfter, die zu unserem Besuch nicht betrieben wurden. Essen und Service super und sein Geld wert.
Unsere Unterkunft das Alternative Space, ist genial. Die Räumlichkeiten und das gesamte Gebäude ist ein architektonischer Hammer. Alles sehr sauber und echt was Besonderes. Die Betreiber sind jedoch der absolute Highlight. Wir wurden von der Chefin zum Abendessen gefahren und hatten super nette Gespräche am abendlichen Kaminfeuer. Hier werde ich bei meiner nächsten Reise sicher nochmal übernachten.
Zu Tommy muss ich nichts mehr sagen. Wir sprechen noch heute von ihm, als ein Menschen der von seiner Arbeit und seiner Vision begeistert ist. Er liebt die Wüste und die Tiere und versucht dies absolut genial zu vermitteln. Hut ab, vor diesem Mensch.

Liebe Grüße Markus
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zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2018
1'006 Beiträge · seit 200804. Okt. 2018 ·
Lieber Moritz, lieber Markus,

Vielen lieben Dank für Euren Bericht, der aus den zwei Perspektiven sehr interessant ist. Da hattet Ihr aber ein spannendes Erlebnis im Sand/ Schlamm. 😮
Das mit dem Ersatzreifen vergraben kannte ich noch nicht, schade, dass es nicht geklappt hat. Gut, dass Ihr nicht den Mut verloren habt und was für ein Glück, dass doch noch jemand kam.
Die Tour mit Tommy bzw Chris haben wir auch schon gemacht und fanden wir auch genial!
Bin gespannt, wie es weiter geht!
Viele Grüße
Doro
Themenstarter796 Beiträge · seit 201506. Okt. 2018 ·
Hallo Doro,

mit dem Ersatzrad als "Anker" für die Winde hätte sicher funktioniert, wenn es nicht so furchtbar matschig und extrem wässrig gewesen wäre. Im Sand oder normaler Erde funktioniert es sicher.
Ja die Wüstentour mit Tommy ist der Hammer. Toll finde ich, dass er es schafft einem einen solch großen Respekt vor dem feinem Ökosystem der Wüste nahe zu bringen. Für die Kids und auch die älteren Teilnehmer hat er es extrem interessant und spannend gestaltet.
Morgen geht es mit den Berichten weiter.

Sonnige Grüße aus Hessen
Markus
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125 Beiträge · seit 201106. Okt. 2018 ·
Hallo Markus,

das ist ein toller Reisebericht. Eine Frage habe ich zu Swakopmund.
Wir sind im Januar dort und ich würde meinem Mann auch gerne eine Quadtour schenken. Bei welchem Anbieter habt Ihr diese gebucht und kannst Du die Fahrt empfehlen?

Viele Grüße
Astrid
Themenstarter796 Beiträge · seit 201506. Okt. 2018 ·
Hallo Astrid,

wir waren bei "Desert Explorers". Kann ich empfehlen. Die Quads waren sehr gut, der Guide auch. Ein tolles Erlebnis, würde ich sicher dort nochmal machen. Man fährt richtig in die Dünen. Es wird auch darauf geachtet, dass nicht zu viel Landschaft zerfahren wird. Die bleiben in Ihrem Gebiet und auf ihren Spuren. Ihr werdet Spass haben. Würde mind. 1 Stunde buchen, damit kommt ihr weit rein in die Wüste. Auch wenn Nebel ist, kann man das machen, die Chance ein par Meter weiter im Landesinneren Sonne zu haben, ist sehr groß.
Ich wünsche euch eine tolle Reise.
Gruß Markus
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Themenstarter796 Beiträge · seit 201506. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 8, der 01.07.18

Nachdem ich zu unserem Frühstück, für meine Familie noch frische Spiegeleier gebraten hatte und wir unsere Sachen in das frisch geputzte Auto verladen hatten, verliessen wir das hübsche Alternative Space und fuhren Richtung Spitzkoppe los.

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Wir waren recht froh jetzt los zu fahren, da in Swakopmund über unseren gesamten Aufenthalt, dicker, kalter, Nebel lag.
Einige Zeit fuhren wir an der Küste entlang und konnten so den rauen Atlantik bewundern.

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Nachdem wir ins Landesinnere abbogen, konnten wir bei wunderbarem Sonnenschein, der direkt nach dem Nebel auftauchte, entspannen und die Wärme geniessen.

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An der Spitzkoppe angekommen, nahmen wir unsere wirklich schöne Campsite in Augenschein und besuchten anschließend noch den Rockpool und die Stone Bridge, die auf dem Campgelände liegen.

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Nachdem es Nacht wurde, haben wir am Lagerfeuer noch zu Abend gegessen und den enormen Sternenhimmel bewundert, ehe wir uns in die Schlafsäcke legten.

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zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2018
Themenstarter796 Beiträge · seit 201506. Okt. 2018 ·
Markus:

Die Fahrt von Swakopmund zur Spitzkoppe fand ich gut. Die Kontraste zwischen Küstenlandschaft und dem trockene, sandigen und steinigen Landesinneren, hat mir gut gefallen. Die Spitzkoppe selbst ist ein toller Campingplatz. Die Landschaft und die Farben sowie die Formen der Steine und Felsen ist beeindruckend. Natürlich fehlt an diesem berühmten Platz ein wenig die Einsamkeit. Die Stellplätze liegen jedoch weit auseinander, so dass man die tolle Landschaft und das faszinierende Farbenspiel der Sonne, geniessen kann.

Liebe Grüße
Markus
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125 Beiträge · seit 201107. Okt. 2018 ·
Hallo Markus,

super, vielen Dank für die Info. Dann werde ich dort mal eine Anfrage starten.

Viele Grüße
Astrid
Themenstarter796 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 ·
Hy Astrid,

du brauchst da nicht anfragen. Da geht man einfach hin und sagt wie lange man fahren möchte. Kurz danach startest du mit deinem Guide. Eventuell wartet man kurz, bis die ein par Leute zusammen haben. Geht aber alles problemlos direkt vor Ort.

Gruß Markus
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Themenstarter796 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 9, der 02.07.18

Heute schliefen wir alle aus und krochen erst aus unseren Schlafsäcken, nachdem die Sonne bereits wärmend am Himmel stand. Unsere heutige Strecke zu Mowani Camping war nicht so weit, weshalb wir den Morgen mit der nötigen Entspannung angingen. Zur allgemeinen Freude kroch auch unser Vater, der am Vorabend noch ein klein wenig krankheitlich angeschlagen war, wieder top fit aus seiner Schlafsack-Decken-Konstruktion.
Die Fahrt zu unserem nächsten Camp verlief reibungslos.

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Wir sahen Tiere, wunderschöne Landschaften und noch vieles mehr. Am Camp angekommen ging es genauso entspannt weiter wie zuvor.

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Da wir nichts mehr vorhatten, machten wir unsere Zelte, das Feuer und das Essen, ganz entspannt fertig und ließen den Tag noch in aller Ruhe am Lagerfeuer ausklingen.
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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2018
Themenstarter796 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 ·
Markus:

Hallo,

was mir so bei dem Abtippen des Tagebuches aufgefallen ist, ist wie oft mein Sohn von "entspannt" und in "Ruhe" spricht. Ich dachte solche Aspekte einer Reise sind eher für die älteren Teilnehmer wichtig. Da habe ich mich wohl geirrt. Was mich auch besonders freut, ist das auch die Landschaft einen bleibenden Eindruck bei meinen Jungs hinterlassen hat. Die Sorge, wir würden für die Kinder zu lange im Auto sitzen und es gebe auf unserer Tour zu wenig Tiere und zu viel Landschaft, hat sich in keinster Weise bestätigt. Im Gegenteil, ich glaube es hat unseren Jungs richtig Spaß gemacht.

Die Landschaft ist ab der Spitzkoppe, für die kommenden Tage bis zur Etosha, atemberaubend und faszinierend. Wesentlich schöner und beeindruckender, als ich es mit jemals erträumt oder vorgestellt hatte. Ich habe mich in diese Ecke Namibias verliebt. Ich hoffe dies nicht jeden Tag zu wiederholen und euch damit zu langweilen.
Mowani Camping ist echt klasse. Bereits die Zufahrt und der erste Eindruck der Stellplätze hat uns begeistert. Absolut zu empfehlen. Holz kann man am Eingang kaufen, die sanitären Einrichtungen sind mit Liebe gestaltet und absolut sauber. Bereits im Dunkeln werden die Donkeys angeheizt, so dass man direkt nach dem Aufstehen warmes Wasser hat. Kleines Manko war, dass unser Nachbarstellplatz (ca. 80 Meter entfernt) neu gestaltet wurde und den ganzen Tag die Arbeiter mit Traktor und Rüttelplatte am arbeiten waren.

Liebe Grüße
Markus
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Themenstarter796 Beiträge · seit 201517. Okt. 2018 ·
Moritz:

Tag 10, der 03.07.18

An unserem 10-ten Tag ging es etwas später los als sonst, da wir noch einen zweiten Tag im Mowani Camping verbrachten.
Ich hingegen kroch, sogar zu meiner eigenen Überraschung früher als geplant, aus meinem Zelt, da ich mich am Vorabend freiwillig dafür gemeldet hatte, frische Spiegeleier für die Allgemeinheit zu braten.
Nachdem wir die delikaten Eier verspeist hatten, fuhren wir auf unserem Game-drive in Richtung Twyfelfonteine Lodge, um eventuell einige der sehr seltenen Wüstenelefanten zu finden. Wir wurden nicht enttäuscht und waren total aus dem Häuschen, als wir auf eine riesige Gruppe der grauen Dickhäuter stießen.

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Ausserdem sahen wir noch viele andere verschiedene Tiere an einem großem Wasserloch.

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Zurück im Camp bestiegen wir noch, mit einem kühlen Getränk, den hauseigenen Berg, um zum gelungenen Abschluss des Tages noch einen traumhaften Sonnenuntergang zu genießen.

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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2018
1'055 Beiträge · seit 201617. Okt. 2018 ·
Lieber Moritz ,
ich will dir heute danken , daß du dir solche Mühe gegeben hast , die Reise aus deiner Sicht zu reflektieren .Du bist meiner Meinung nach schon sehr vernünftig für dein "junges" Alter. Auch hätte ich nicht gedacht , daß dein Bruder und du so begeistert von langen Fahrtagen und vieeeel Landschaft bzw. Nichts seid . Besonders nach eurer Reise von 2016 hätte ich das nicht so erwartet .Nachdem wir diesen Juni eine ähnliche Tour wie eure vor 2 Jahren gemacht haben , wollen wir in 2 Jahren fast wieder in eure Fußstapfen bzw Reifenspuren starten . Das war aber unabhängig von eurer Tour für uns schon klar . Deshalb freue ich mich auf deine Fortsetzung und natürlich auch auf die Zusätze deines Vaters . Das Video von Simon läßt ja schon mal auf noch viele schöne Tage hoffen .
Liebe Grüße an die ganze Familie
Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter796 Beiträge · seit 201517. Okt. 2018 ·
Markus:

Für mich gehörte Mowani zu einem der schönsten Campsites. Die Plätze sind top und die Landschaft ist einfach atemberaubend. (Ich glaube, dass ich dies bereits erwähnte. Sorry.)
Kann natürlich auch an unserer Begegnung mit den Wüstenelefanten gelegen haben, dass es mir in dieser Gegend so gut gefallen hat.
Witzig fand ich noch unseren erfolgreichen Versuch zu tanken.
Man fährt im Nirgendwo an einer Lodge (Twyfelfontein-Lodge) vorbei, passiert nach einigen Minuten eine Landepiste und steht irgendwann vor zwei Zapfsäulen. Diese sind verschlossen und weit und breit ist Niemand zu sehen. Nach kürzester Zeit taucht 200m entfernt ein, langsam in unsere Richtung schlendernder Mann auf. Tatsächlich ist er der dort zuständige Tankwart. Wie selbstverständlich fragt er, was wir tanken möchten und füllt unseren Tank bis zum Rand voll. Niemals hätte ich gedacht, dort wirklich Diesel zu bekommen.
Auch der weitere Weg hatte einige Überraschungen parat. Nicht so sicher wo es lang geht, bogen wir an der Landepiste ab und folgten einem Sandweg zu einem See. Dort konnten wir zahlreiche Hinterlassenschaften von Elefanten entdecken. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrzeit, bogen wir um einen kleinen Hügel und standen einer Herde Wüstenelefanten gegenüber. Sicher eine Stunde konnten wir diese beeindruckenden Tiere in Ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Ich liebe Ihre "gurrenden" Laute und bekomme auch heute noch, beim niederschreiben des Erlebten, eine Gänsehaut.

Liebe Grüße
Markus
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