(Mal wieder) Warnung: Fahrverhalten Touristen

808 Antworten · 145k Aufrufe · gestartet 23. Juli 2017 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,5k Beiträge · seit 200616. Aug. 2017 ·
Manchmal wird schon geblitzt.
8 (!) Blitzer auf der Strecke WDH-Okahandja-Swakop am vergangenen Donnerstag. Ich dachte ich spinne. Die standen sozusagen bei jedem Dorf 20 km links und rechs. Und bei jedem stand mind. 1 Fahrzeug rausgezogen am Straßenrand 🙂 Ich sehe auch immer mal wieder welche die an den ganzen neuen festen Blitzanlagen ein Foto gemacht bekommen... dabei sieht man die ja 10 km vorher aufgrund ihrer meist sehr exponierten Lage und der gelben Farbe 😉

Aber ob da natürlich jemand bezahlt, weiß ich nicht. Bei 15.000 ausstehenden Hafltbefehlen awegen Verkehrvergehen in Windhoek alleine, habe ich da manchmal so meine Zweifel ob jemand außer mir wirklich bezahlt.

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2’530 Beiträge · seit 201117. Aug. 2017 ·
Es werden sicher fast alle die bezahlen welche ordentlich mit Wohnsitz und Arbeitsadresse gemeldet sind. Das gleiche gilt für SA.

Ich sehe die meisten Unfälle beim Überholen vor einem Hügel auf Teerstrasse. Und das sehr oft!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
522 Beiträge · seit 201717. Aug. 2017 ·
Ist es Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass es immer die Anderen sind, niemals die Forenmitglieder, die zu schnell fahren oder in Kurven überholen oder sonst den gesunden Menschenverstand außen vor lassen?

Wir sind die Guten. 😉
17,0k Beiträge · seit 201217. Aug. 2017 ·
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zuletzt bearbeitet 18. März 2018
17,0k Beiträge · seit 201217. Aug. 2017 ·
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zuletzt bearbeitet 18. März 2018
2’391 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
Hallo Fomis,
Wundert mich alles gar nicht. Die Pads sind alle sehr schlecht. Wir haben in drei Wochen nicht einen Grader gesehen und hatten nur die Zufahrt zu Düsternbrook gegradet. Alles andere mehr oder weniger schlechtes Wellblech.
Gefahren wurde allerdings wie zweispurige Autobahn. Wir wurden sogar bei Gegenverkehr überholt, so dass drei Autos nebeneinander waren.
Avis erlaubt übrigens nur 60km\h auf Gravel
Fand ich erst wirklich doof, aber letztendlich sind wir gar nicht schneller gefahren und sehr oft viel langsamer.
Wir haben auch sehr viele Italiener und Franzosen in den Lodges getroffen, vielfach aber große Reisegruppen, meist von Sense of Africa.
Viele Grüße aus der Eifel
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Themenstarter33,5k Beiträge · seit 200618. Aug. 2017 ·
Hi Sasa,
Die Pads sind alle sehr schlecht.
magst Du das präzisieren? Ich fahre ja auch regelmäßig viel durchs Land (v.a. Norden und Südwesten) und kann keine Qualitätsveränderung der Sand-/Kiesstraßen über die letzten Jahre feststellen. Klar, wenn der Grader vor 6 Monaten da war, dann gibt es eben mal Wellblech.

Danke und viele Grüße
Christian
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Gast18. Aug. 2017 ·
Das Argument mit den schlechten Strassen kann ich auch nicht gelten lassen. Man muss seine Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen - und wenn die Strassen "schlecht" sind, heisst das eben noch mehr Fuss vom Gas. Hat ja bei dir auch geklappt, Sasa - die Strassen sind nicht schuld an den Unfaellen, die Leute sind es, die nicht vernuenftig fahren.

Mal angenommen, die Strassen waeren immer in perfektem Zustand - wuerde das die Leute davon abhalten, schnell zu fahren? Ganz im Gegenteil. Sie haetten noch mehr die Illusion, dass sie das Ganze im Griff haetten. Und dann kommt da eine Rivierdurchfahrt, und sie verlieren die Kontrolle und fliegen ab. Was ist dann die naechste Forderung? Bruecken ueber alle Trockenfluesse? Die Strassen teeren - und dann vierspurig ausbauen damit es keine Frontalzusammenstoesse mehr gibt? Welchen Grund sollten die Leute dann noch haben, ueberhaupt hierherzukommen (und Tourismus ist einer der wenigen Wirtschaftszweige in Namibia die im Wachstum begriffen sind, vermutlich sogar der staerkste) - sie fahren dann lieber nach Uganda und Sambia, wo die Strassen noch so schoen urspruenglich schlecht sind 😗

Die Leute muessen kontrolliert werden, anders geht es nicht. Damit diejenigen, die sich an die Regeln halten, nicht unter den Idioten leiden muessen. Sorry das mal so deutlich sagen zu muessen.
1’796 Beiträge · seit 201418. Aug. 2017 ·
Sasa schrieb:Avis erlaubt übrigens nur 60km\h auf Gravel
Hallo Sasa,
willkommen zurück - ich hoffe Ihr hattet eine schöne Reise 🙂

Ich schätze Ihr hattet keinen 4x4.

Diese Regelung gilt für 2x4 bei vielen anderen Vermietern auch. Ging uns im August 2015 auch so und auch damals waren einige Pad in nicht besonders gutem Zustand. Und schneller hätte ich damals auch nicht fahren wollen auf Gravel mit einem 2x4 😎

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
828 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
Sasa schrieb:Hallo Fomis,

Wundert mich alles gar nicht. Die Pads sind alle sehr schlecht. /quote]

Hallo Sasa

Das kann man nicht so stehen lassen. Ich bin schon etliche zehntausend Kilometer Gravel gefahren in Namibia. 70-80% der Pads waren immer in recht gutem Zustand.

Die meisste Zeit kannst du mit 80 km/h fahren (ich gebe zu, dass ich manchmal auch etwas schneller unterwegs bin).

Es ist wie WoMa schreibt, dass immer wieder eine Stelle kommt wo der Pad sehr schlecht wird und du auf 20-40 km/h runter musst. Jemand der viel auf Gravel unterwegs ist, hat gelernt Pads zu "lesen" und ist sensibilisiert. Einheimisch sowieso, die kennen die kritischen Stellen und brettern dementsprechend durch die Gegend. Der unerfahrene Turi meint dann das auch zu können.. Die Folgen sind dann sehr schnell fatal, er rutscht aus einer Kurve oder er crashed in einer Rinne eines Trockenflusses.

Mit dem Turi-Boom in Namibia sind halt immer mehr Leute ohne Erfahrung unterwegs und einige sind halt Unbelehrbare Idioten (Sorry).

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2017
7’359 Beiträge · seit 200618. Aug. 2017 ·
Maputo schrieb:
Es ist wie WoMa schreibt, dass immer wieder eine Stelle kommt wo der Pad sehr schlecht wird und du auf 20-40 km/h runter musst. Jemand der viel auf Gravel unterwegs ist, hat gelernt Pads zu "lesen" und ist sensibilisiert. Einheimisch sowieso, die kennen die kritischen Stellen und brettern dementsprechend durch die Gegend.

... da gebe ich Dir recht. Jemand, der ständig auf Pisten unterwegs ist, hat natürlich einen Erfahrungsvorsprung.
Ich bin mal nachts mit zwei Mitarbeitern irgendeiner Behörde im Kaokoveld unterwegs gewesen. Wir sind mit 80 Sachen durch die Nacht gebrettert auf einer Piste, die ich tagsüber nicht mit 40 gefahren wäre. Aber aus dem Nichts bremste der manchmal aus für mich zunächst unerkennbarem Grund ab und fuhr einige Passagen im Schritttempo. Dann habe ich natürlich auch erkannt, warum. 😉
Der Fahrer hatte das meiner Meinung nach recht gut im Griff, erkannte auch Tiere im Gebüsch, lange bevor ich sie sah.

Ich saß auch mal bei 170 km/h auf schlammiger Piste auf dem Beifahrersitz.
Warum fuhr der Fahrer dieses Tempo?
Weil das Auto vermutlich nicht mehr schaffte.
Das war ein Volltrottel, der gar nichts im Griff hatte.

Es ist wie bei uns auf der Autobahn. Die meisten Leute überschätzen sich halt. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Unfälle es mit den heutigen PS-Boliden gäbe, wenn die nicht elektronisch durch EPS, ABS und Co. im Hintergrund korrigiert würden.

Wenn jetzt aber jemand, der sich auf der deutschen Autobahn schon überschätzt, plötzlich über Piste brettert, dann sinkt das Unfallrisiko zumindest nicht ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
890 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
Hi,
in Namibia an sich liegt das Risiko im Straßenverkehr umzukommen um das Fünffache höher als hier daheim. In Südafrika übrigens noch höher. Ob mit oder ohne Touristen. Selbstverständlich sterben dann auch fünf Mal mehr Touristen im Straßenverkehr, egal aus welchem Grund.......
Touristen gehören dann eben auch zur "Gesamtmasse des jeweiligen Straßenverkehrs" - Statistik, Wahrscheinlichkeit etc.....
https://www.zukunft-mobilitaet.net/33215/analyse/verkehrssicherkeit-verkehrstote-weltweit-ranking-who/
Gruß

Edit: Um mal eine grobe Rechnung anzustellen.... 2016 glaube ich haben 233000 europäische Touristen Namibia besucht. Nehmen wir an, 50% sind Selbstfahrer = 116500. Dann wären 29 tote Touristen "statistisch" normal. (auch wenn das tragisch ist) Ich bin mir aber fast sicher, dass es in keinem Jahr 30 tote Touristen durch Verkehrsunfälle in Namibia gab...... Denn erst eine signifikant höhere Anzahl (über 30) Toten könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass Touristen einem erhöhten Risiko in Namibia unterliegen.
Also wäre es aus der Ferne betrachtet "ganz normal" auch wenn die Schlagzeilen und Mietwagen Unternehmen etwas anderes suggerieren...

Ausdrücklich will ich sagen, dass man jede Warnung ernst nehmen soll und vorsichtig fahren soll. Was mir aber gegen den Strich geht ist die Darstellung der ach so unfähigen Touristen......
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2017
828 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
Can schrieb:

Ausdrücklich will ich sagen, dass man jede Warnung ernst nehmen soll und vorsichtig fahren soll. Was mir aber gegen den Strich geht ist die Darstellung der ach so unfähigen Touristen......
Hallo Can

Du darfst nicht nur die fatalen Unfälle ansehen. Die grösste Anzahl der Turi Umfälle läuft für die Insassen relativ "glimpflich" ab. Da wird dann "nur" das Auto geschrottet.

Für die Autovermieter ist die grosse Anzahl der Totalverluste ein mühsames Desaster., das am Ende auch der Kunde über die Mietpreise bezahlt. lg M
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2017
828 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
BikeAfrica schrieb:


Es ist wie bei uns auf der Autobahn. Die meisten Leute überschätzen sich halt. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Unfälle es mit den heutigen PS-Boliden gäbe, wenn die nicht elektronisch durch EPS, ABS und Co. im Hintergrund korrigiert würden.

...und aggressives Fahren wird noch gefördert...BMW stellt automatische Lichthupe zum drängeln vor... ich dachte zuerst es sei ein Scherz 😮

http://www.der-postillon.com/2015/06/entspannt-drangeln-bmw-stellt.html
2’412 Beiträge · seit 201118. Aug. 2017 ·
Hallo Maputo,
Maputo schrieb:
...und aggressives Fahren wird noch gefördert...BMW stellt automatische Lichthupe zum drängeln vor... ich dachte zuerst es sei ein Scherz 😮
http://www.der-postillon.com/2015/06/entspannt-drangeln-bmw-stellt.html
Du weißt aber schon, was der Postillon für eine Zeitschrift ist? 😗 😄 🤩
Der erste Gedanke ist häufig der richtige.

LG aus dem dicht bewölkten HH,

Karsten
Edit: Lies z. B. mal diese Nachricht aus dem Bereich Politik: http://www.der-postillon.com/2017/08/kelly-trump.html
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2017
19 Beiträge · seit 201218. Aug. 2017 ·
Der Postillon berichtete neulich auch: "Freiburg (dpo) - Laut einer Untersuchung des Freiburger Anthropologieinstituts finden rund 80 Prozent aller Affen Zoobesucher deutlich weniger aufregend als bislang angenommen. Bei einer ausführlichen Befragung in Zeichensprache wurden die zweibeinigen Säugetiere der Gattung Homo Sapiens von Primaten generell als "öde", "lahm" oder "langweilig" eingestuft. Befragt wurden über 100 Tiere aus 20 verschiedenen Einrichtungen." Ob bald in Namibia die Paviane auch befragt werden was sie von Touristen halten? 😄
Gruß
Bernd
4’132 Beiträge · seit 200818. Aug. 2017 ·
Zum Glück verlaufen die meisten Unfälle nicht dramatisch, weder die selbstverursachten noch die mit Fremdverursachern.
Und niemand hat hier geschrieben, dass alle Touristen unfähige Autofahrer seien.

Und es ist auch nicht so, dass hier noch nie ein Fomi von seinen Fehlern und den dramatischen Folgen geschrieben hätte. Ich erinnere nur an den frühmorgendlichen Unfall nahe Sossusvlei, bei dem vor einigen Jahren zwei Fomis verletzt wurden, einer mit einem sehr komplizierten Bruch der Hand, - wenn ich es richtig behalten habe.
Es ist doch gut, wenn Unerfahrene (und auch Erfahrene) immer wieder gewarnt werden.

Die Gründe für allgemeine Selbstüberschätzung und Fahrfehler sind zwar hinlänglich bekannt, scheinen aber nicht für jeden eingängig.
Es ist keine Überraschung, dass ein Neuling in Afrika in Sachen allgemeinem Verkehrsverhalten und Gravel sehr viel mehr gefährdet ist, Fehler zu machen, als ein "alter Hase".

Gruß lilytrotter




Zum Schmunzeln, hier eine kleine ziemlich alte Geschichte:
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/95158-neulich-auf-dem-weg-nach-sossusvlei.html?limitstart=0
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2017
890 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
Maputo schrieb:
Can schrieb:

Ausdrücklich will ich sagen, dass man jede Warnung ernst nehmen soll und vorsichtig fahren soll. Was mir aber gegen den Strich geht ist die Darstellung der ach so unfähigen Touristen......
Hallo Can

Du darfst nicht nur die fatalen Unfälle ansehen. Die grösste Anzahl der Turi Umfälle läuft für die Insassen relativ "glimpflich" ab. Da wird dann "nur" das Auto geschrottet.

Für die Autovermieter ist die grosse Anzahl der Totalverluste ein mühsames Desaster., das am Ende auch der Kunde über die Mietpreise bezahlt. lg M
Hi Maputo,
der "Ärger" lässt sich auch relativieren - die Beschaffung eines neuen Fahrzeuges ist heutzutage auch in Namibia kein Problem mehr. OK, bei Reparaturen sieht das schon schlechter aus, wobei ich überzeugt bin, dass bei Vermietfirmen und den entsprechenden Verträgen auch andere Konditionen und Reparaturzeiten bei Vertragshändlern vorliegen dürften.
Außerdem freut es das BIP.....

Ein ganz einfaches Rechenbeispiel an einem Ford Ranger

Ein Neuwagen kostet derzeit um die 595.000,- Rand (Campingequipment mal außen vor gelassen)
Nach ca. 3 jähriger Nutzung bekommst du lt. Nam Cars Plattform ungefähr 310.000,- Rand für den Gebrauchtwagen.
Macht eine Differenz von 285.000,-Rand die amortisiert werden müssen.

Bei einer fiktiven durchschnittlichen Mietrate von 1000,-Rand p. Tag entspricht das einer Mietdauer von 285 Tagen.

Bei einer Auslastung der Fahrzeuge von 80% im Jahr hat sich das Auto in weniger als einem Jahr amortisiert.
Nehme ich den schlechtesten Fall an und das Fahrzeug verursacht nochmals Betriebsosten i.H. des Wertverlustes benötige ich 570 Tagesmieten um auf eine schwarze Null zu kommen. Bei einer 3 jährigen Nutzungsdauer bleibt dem Vermieter ein Zeitraum von 1095 Tagen, bei 80% Auslastung 876 Tage. Abzüglich des fiktiv angenommenen Kosten von 570 Tagen fährt ein Auto schätzungsweise 306 Tagesmieten ein, was ca. 306.000 Rand wären.
Bei einer Flotte von 10 Autos wären das 3 Mio Rand, da dürfte ein Verlust eines Autos, bei einer 10%igen Totalschadenquote verschmerzbar sein.
Wie gesagt die Kostenkalkulation ist schon großzügig, die Versicherungsentschädigungen, Leistungen der Kunden, Rabatte und Steuern blieben außen vor.
Soooooo schlecht dürfte das Geschäft der Vermietung in Namibia nicht sein.... Aber meine Betrachtung ist wirklich nur eine ganz grobe Einschätzung und Annahme.
Und selbstverständlich würde ich als Vermieter auch jammern, denn jeder Schaden mindert meinen Gewinn.
Gruß
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2017
17,0k Beiträge · seit 201218. Aug. 2017 ·
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zuletzt bearbeitet 18. März 2018
890 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 ·
Logi schrieb:Hallo Can,

so zeitnah lassen sich geschrottete Fahrzeuge eben nicht in Namibia ersetzen.

Das durften wir im Dezember selbst erfahren, als uns 14 Tage vor Abflug mitgeteilt wurde, dass der gebuchte Hilux nicht zur Verfügung stehen würde, da Totalschaden.

Das fanden wir jetzt nur so mittel-lustig, denn es wurde leicht hektisch bei der kurzfristigen Suche nach einem anderen Leihwagenvermieter. Ich sah mich zwischenzeitlich nämlich schon mit der Donkey-Karre durch die Gegend "brettern".

LG
Logi
Logi,
dass muss aber nicht an der Nichtverfügbarkeit eines Neuwagens beim Händler gelegen haben - mittlerweile sind die Händlerhöfe in Namibia auch gut bestückt (Vertragshändler).

Vielmehr ist es sicher so, dass die Finanzierung nicht sooooo schlüssig ist und erst die Abwicklung der Versicherung abgewartet werden muss, ehe Bonitätsmäßig ein neues Fahrzeug angeschafft werden kann. Auch namibische Banken finanzieren nicht mehr ins Blaue.
Gruß