AndreasG2523938 Beiträge · seit 201328. Mai 2017 ·
Das Resultat des Game-Drives auf den Punkt gebracht: 6 Stunden reine Fahrtzeit in einem Höllenritt, eine ganz schwache Lunchbox, kein Wein, kein Bier, grad mal zwei Dosen Cola und ein bisschen Wasser. Außerdem: 2 Giraffen (vom belgischen Paar gespottet) und sage und schreibe einen Elefant. Der ganze Spaß hat 1.370 Nam.Dollar, also 96 Euro pro Person gekostet, eine Schande!
Hallo Schorsch, Ich kenne sehr gut was Du meinst. Auf Bier und Wein kann ich ganz gut verzichten, bremst meine reaktion zu stark, und macht Fotos schlechter. Aber der Rest sollte schon dem Preis angemessen sein, da bekommt man oft für 50€ mehr Kulinaisches. Mich regt ja schon auf, wenn auf dem Heimweg (wegen Dinnertime oder sowas) gerast wird. Aber wenn der Tracker nur zum Spass haben im Auto sitzt, hat er seinen Job nicht verstanden und da wäre ich auch sehr sehr ungnädig... Aber scheinbar hat die Lodge nicht genug Feedback bekommen, dass man sowas immer mal wieder liest. Dass die Tiere sich nicht zeigen, kommt vor, ist ja kein Zoo. Aber das kann man nur akzeptieren, wenn der oder die Guides/Tracker ihren Job ernst nehmen und trotzdem auf alles interessante Hinweisen.
Hauptsache ihr lasst Euch nicht die Stimmung versauen. LG Andreas
Lotusblume1’948 Beiträge · seit 200928. Mai 2017 ·
Hallo Schorsch, nun bin ich wieder dabei (Kurzurlaub vorbei). Vielleicht war es gut so, dass ihr das Büffet in der Opuwo Country Lodge nicht gegessen habt. Wir hatten danach fürchterliche Beschwerden, was uns 2013 die Elefanten-Tour im Camp Kipwe kostete. Und in Opuwo ging es uns genau wie dir - die Stadt löste großes Unbehagen bei uns aus, obwohl wir ohne Fototasche unterwegs waren 😉 . Mein Mann will da nie mehr hin.
Fort Sesfontein fanden wir 2013 eigentlich recht schön und idyllisch und die Angestellten sehr zuvorkommend (waren aber auch nur zum Kaffeetrinken da).
Ja, die Grootberg Lodge punktet mit der Wahnsinns-Aussicht. Ich habe gleich Mal unsere Bilder nachgeschaut und tatsächlich sind mind. noch 2 "Sängerinnen" von 2010 da. Wir hatten seinerzeit die Himba-Tour von der Grootberg Lodge gebucht und hatten nebenbei eine ganze Herde Elefenaten vor der Linse. Wir haben seinerzeit für den Ausflug ca. 35 € bezahlt (5 Std.).
Hallo Lotusblume, dann hat die Grootberglodge aber zwischen 2010 und 2011 aber gepflegt aufgeschlagen. Wir haben 2011 90 Euro bezahlt, 🤩 🤩 😈 Hab grad im Reisebericht nachgelesen.
Schorsch, sind am Pool immer noch nur 2 Liegen? Das war ein bisschen ärmlich damals.
Danke für den wieder mal sehr launigen Bericht. Bestimmt geht es ja heut noch weiter 🙂
Gruß Boris
Lotusblume1’948 Beiträge · seit 200928. Mai 2017 ·
boris schrieb:Hallo Lotusblume, dann hat die Grootberglodge aber zwischen 2010 und 2011 aber gepflegt aufgeschlagen. Wir haben 2011 90 Euro bezahlt, 🤩 🤩 😈 Hab grad im Reisebericht nachgelesen. Gruß Boris
OT: Hallo Boris, habe auch das extra nachgelesen, wir hatten noch Maismehl, Oel und Wasser an einem Minimarkt seinerzeit gekauft und in meinen Unterlagen steht der Vermerk: Himbatour + Gastgeschenk ca. 80 €/2 Pers. Boah, dann haben sie bei dir das Doppelte verlangt. 🤩 Die Lodge war damals noch nicht so lange eröffnet, vielleicht waren die Ausflüge deshalb bei uns als Einführungspreise günstiger. Unser damaliger Guide Moses erzählte auch auf der Tour, dass er diese zum 1. Mal fährt...er wusste nicht genau, wo die Himba sich zZt. aufhalten...
bayern schorschThemenstarter3’394 Beiträge · seit 200929. Mai 2017 ·
Guten Morgen zusammen,
nach so einem schönen (Bade-)Tag komm ich erst heute dazu, Euch zu antworten:
Gabriele Bergeule schrieb:
Doch, ich schreibe schon Reiseberichte, seeehr lange sogar mit wahnsinnig vielen Fotos. Aber ich schreibe sie für mich - wenn ich mal im Altersheim im Lehnstuhl sitze und nicht mehr nach Namibia reisen kann - und für Freunde, die nie dorthin kommen werden/wollen, aber gern darüber lesen möchten. Für letztere flechte ich sehr viele Erklärungen ein, die hier im Forum jeden nur langweilen würden, weil sie altbekannt sind, außerdem übernehme ich dafür immer wieder Passagen aus dem Internet/aus Büchern, was ich in einem Forum nicht ohne explizite Hinweise und Fußnoten tun dürfte. Ich müsste meine Berichte komplett überarbeiten, um sie hier einzustellen.
Hallo Gabriele, an´s Alterheim hab ich noch nicht gedacht. Aber das ist eine gute Idee! Dann kann ich irgendwann mal sämtliche erlebten Abenteuer meinen Mitbewohnern im Alterheim lesen lassen. 😄 Aber im Ernst: vielleicht überlegst Du Dir´s mal, beim nächsten Afrika-Urlaub wenigstens einen Kurzbericht hier einzustellen. Das wäre doch was, oder?
Dagmar - Take off schrieb:
Eure gebuchte Tracking-Tour war ja wirklich ein Reinfall. Es geht, wie du auch schon geschrieben hast, nicht darum ob und wieviele Tiere man sieht, sondern einfach um das Bemühen welche zu finden. Eure Guides waren ja schon recht ignorant. Aber davon lasst IHR euch ja nicht einen Urlaub vermiesen. Recht habt ihr.
Nein nein, vermiesen lassen wir uns deshalb den Urlaub nicht. Unter keinen Umständen. Bist Du Dir sicher, dass die dort oben keine Campingplätze haben? Ich dachte, ich hätte irgendwas am Rande mitbekommen. 😕
Konni Daxiang schrieb:
ja die Aussicht von der Grootberg Lodge ist wirklich atemberaubend! Schade, dass Eure Tracking Tour nicht so berauschend war. Natürlich hat keiner Einfluß darauf, welche Tiere man sieht - aber bei so einem Preis, sollte wenigstens der Rest passen. So bin ich jetzt direkt froh, dass unsere bereits gebuchte Elefanten Tour 2010 gar nicht zustande kam. Angeblich war das Auto defekt, aber wir vermuteten, dass sie für nur 2 zahlende Gästen nicht fahren wollten. Wir hatten dafür auf eigene Faust eine schöne Wanderung unternommen und kamen gerade noch vor einem heftigen Gewitter zurück.
Hallo Konni, da hast Du eine tolles Bild eingestellt. Eine wunderbare Stimmung, und Glück für Euch, dass die Tour nicht stattfand. 😉
Toralf und Helgi, die beiden Bierkonsumenten:
Toralf schrieb: Hallo Schorsch, Der Blick vom Pool grandios .Da könnte ich mit einem Bier den ganzen Tag verbringen. 🙂 Gruß Toralf Hallo Toralf, Nur ein (!) Bier für den ganzen Tag? Das schaff ich nicht 😗 😐 Grüße Helgi
Stellt Euch mal vor, wir würden zu Dritt da oben auf der Grootberg-Lodge sitzen, vor uns ein Kasten Bier .... 🤢
Beate Old Woman schrieb:
was für eine wunderbare Unterkunft, und der Pool wäre auch nach meinem Geschmack. Ja, mit den Tieren ist das leider so, entweder sind sie da oder nicht. Das haben wir auch schon erlebt, dass die Ausbeute doch arg mager ist, aber immer gibt es doch irgend etwas zu sehen oder zu erzählen, und die Tour steht und fällt dann mit dem Guide, aber wenn der keine Lust hat, da kannste nichts machen außer: nicht noch einmal buchen. Ich wäre in diesem 6 Stunden wahnsinnig geworden, so hätte ich mich über diese gleichgültige Fahrweise geärgert, denn das ist "Zeitverschwendung".
Hallo Beate, ja stimmt, DIESE Tour war eine Zeitverschwendung. Und ein Zumutung für unsere alten Knochen. Was halt schon nachdenklich stimmt, dass immer wieder negativ über die Eli-Touren berichtet wird. Man sollte dies der Lodge gegenüber deutlich zum Ausdruck bringen. Oder einfach bleiben lassen, wenn man schon "vorgewarnt" wird, so wie wir. 😉
Nette speed schrieb:
was die Gesangeskünste der Angestellten betrifft kann ich dir voll und ganz zustimmen. Wir waren 2015 dort und hatten das Glück, dass der Nachbartisch Geburtstag feierte. Grandios. Vorallem die kleinste Person - ich meine auf deinem Foto die zweite von rechts- hatte eine ganz, ganz tolle Stimme.
Man muss wohl Glück haben! Am ersten Abend war kein Gesang, dafür aber am zweiten Abend. Und das größte Glück war, dass wir quasi in letzter Sekunde nochmal zurückgeholt wurden. Wir waren ja schon auf dem Weg ins Bett. 🙂
Andreas schrieb:
Ich kenne sehr gut was Du meinst. Auf Bier und Wein kann ich ganz gut verzichten, bremst meine reaktion zu stark, und macht Fotos schlechter. Aber der Rest sollte schon dem Preis angemessen sein, da bekommt man oft für 50€ mehr Kulinaisches. Mich regt ja schon auf, wenn auf dem Heimweg (wegen Dinnertime oder sowas) gerast wird. Aber wenn der Tracker nur zum Spass haben im Auto sitzt, hat er seinen Job nicht verstanden und da wäre ich auch sehr sehr ungnädig... Aber scheinbar hat die Lodge nicht genug Feedback bekommen, dass man sowas immer mal wieder liest. Dass die Tiere sich nicht zeigen, kommt vor, ist ja kein Zoo. Aber das kann man nur akzeptieren, wenn der oder die Guides/Tracker ihren Job ernst nehmen und trotzdem auf alles interessante Hinweisen.
Du hast Recht, es geht nicht um ein Bier oder ein Glas Wein. (es war ja schließlich noch vormittag 🤩 ) Es geht um die Art und Weise, wie so eine Tour durchgeführt wird. Vielleicht hatten wir mit dem Driver und dem Tracker einfach nur Pech, oder die Beiden haben sich schon so lang nicht mehr gesehen und hatten dringend Redebedarf. 😉
Lotusblume schrieb:
nun bin ich wieder dabei (Kurzurlaub vorbei). Vielleicht war es gut so, dass ihr das Büffet in der Opuwo Country Lodge nicht gegessen habt. Wir hatten danach fürchterliche Beschwerden, was uns 2013 die Elefanten-Tour im Camp Kipwe kostete.
Hallo Lotusblume - schön, dass Du wieder mit eingestiegen bist. Ich kann mich gut an Deinen Bericht erinnern, als Ihr nach dem Abendessen in der Opuwo C.L. Magenproblemen bekommen habt. Wobei ich sagen muss, dass das, was ich am Buffet gesehen habe, sehr gut ausgesehen hat. Alles frisch und knackig, da hätte ich mit großem Appetit gegessen. Außerdem schreibst Du:
die Grootberg Lodge punktet mit der Wahnsinns-Aussicht. Ich habe gleich Mal unsere Bilder nachgeschaut und tatsächlich sind mind. noch 2 "Sängerinnen" von 2010 da. Wir hatten seinerzeit die Himba-Tour von der Grootberg Lodge gebucht und hatten nebenbei eine ganze Herde Elefenaten vor der Linse. Wir haben seinerzeit für den Ausflug ca. 35 € bezahlt (5 Std.).
Sag ich doch - ich glaub, wir hatten einfach nur Pech an diesem Tag. 😠 (mit der Tour) Und Glück an diesem Tag mit der Gesangsdarbietung. 🙂
Boris schrieb:
Schorsch, sind am Pool immer noch nur 2 Liegen? Das war ein bisschen ärmlich damals. Danke für den wieder mal sehr launigen Bericht. Bestimmt geht es ja heut noch weiter 🙂
Hallo Boris, schön, dass Du noch mit an Bord bist. Wegen der Liegen kann ich "Entwarnung" geben. Auf dem Aussichtsdeck sind nach wir vor nur zwei Liegen (reichen für den bayern schorsch locker aus), und von oben gesehen links vom Pool sind noch ca. 5 oder 6 Liegen. Es war durchaus ausreichend. Und was "geht es ja heute noch weiter" anbelangt - ich hoffe auf heute Abend.
Vielen Dank für Euer Interesse an unserer Reise und bis zur nächsten Geschichte der bayern schorsch
ich habe jetzt wieder einige Seiten auf einmal lesen können und muss noch einmal sagen, vielen Dank für den tollen Bericht! Suuuper Agamen-Fotos 🤩 Dass die nicht abgehauen ist - also ich habs noch nicht mal annähernd so nah ran geschafft für ein Agamen-Portrait. Als ich das mit deiner Überraschung für deine Schorschine gelesen hab, dachte ich mir nur "ach wie schön" - bei deinem Bericht merkt man richtig, dass ihr dauerhafte Honeymooner seid. Wie schön ihr alles zusammen auch genießt!
Das Elephant-Tracking hört sich in der Tat sehr enttäuschend an! Ich erwarte bei solchen Fahrten auch erst mal nichts, weil es ja wie schon gesagt -zum Glück- kein Zoo ist, aber dann sollte der Fahrer doch zumindest nicht stur drauf los rasen, sondern auch nach anderem Wild Ausschau halten oder mit euch kommunizieren. Den Job eines Guides stelle ich mir zwar extrem nervig vor mit manchen Gästen und auch schwierig, es den Leuten dann Recht zu machen. Aber ein bisschen touristenorientiert sollte es dann doch sein, zumal ich mir vorstellen kann, dass ihr nicht als "Hummeldumms" daher kamt!
bayern schorsch schrieb: Aber im Ernst: vielleicht überlegst Du Dir´s mal, beim nächsten Afrika-Urlaub wenigstens einen Kurzbericht hier einzustellen. Das wäre doch was, oder?
Wenn ich das von vorneherein einplane, kann ich es gerne machen - auf Wunsch eines einzelnen Herren! 😄
Aber wie ich schon anderswo schrieb, mussten wir unsere für heuer geplante und gebuchte Reise (am Freitag wäre es losgegangen 🙁 ) aus gesundheitlichen Gründen stornieren. Wir hoffen sehr, sie nächstes Jahr unternehmen zu können, du wirst dich also noch ein wenig gedulden müssen.
Sollte ich im Sommer sehr viel Langeweile haben, versuche ich, die Tour von 2015 zusammenzufassen, die ging auch ins Kaokoveld. Schaumermal!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
bayern schorschThemenstarter3’394 Beiträge · seit 200929. Mai 2017 ·
Hallo zusammen,
Laura Flash schrieb:
Als ich das mit deiner Überraschung für deine Schorschine gelesen hab, dachte ich mir nur "ach wie schön" - bei deinem Bericht merkt man richtig, dass ihr dauerhafte Honeymooner seid. Wie schön ihr alles zusammen auch genießt!
....... na ja, kein Kunststück, denn zusammen genießen macht viiiiiiiiiiel mehr Spaß!
Gabriele Bergeule schrieb:
Aber wie ich schon anderswo schrieb, mussten wir unsere für heuer geplante und gebuchte Reise (am Freitag wäre es losgegangen 🙁 ) aus gesundheitlichen Gründen stornieren. Wir hoffen sehr, sie nächstes Jahr unternehmen zu können, du wirst dich also noch ein wenig gedulden müssen.
....stimmt, ich kann mich erinnern - da war doch was .... Also dann O.K., ich gedulde mich und Ihr schaut, dass das mit Eurer Gesundheit wieder gut wird. 🙂
bayern schorschThemenstarter3’394 Beiträge · seit 200929. Mai 2017 ·
Nochmal ich - bin ja zum Glück nur ein halber Mensch (ich mein, was das Arbeiten anbelangt), nämlich Teilzeit, und was war heute mittag, nach getaner Arbeit, in der Post?
Eine kleine Aufmerksamkeit von der SAA!
Wir werden uns den Wein gut schmecken lassen, und die Anstecknadeln uns beim nächsten Flug anstecken. Vielleicht ist dann die SAA wieder mal pünktlich.
Soweit sind wir mehr als zufrieden. Nicht nur, dass wir für die Flugverspätung pro Nase 300 Euro erstattet bekamen, sondern auch über die freundliche und schnelle Abarbeitung unserer Reklamation. Einen ganz dicken Daumen nach oben! 🙂 🙂 🙂
Na denn mal prost 🙂 🙂 , the first Lady von Warwick finde ich gaaaanz lecker 😘 😗
Gruß Boris
bayern schorschThemenstarter3’394 Beiträge · seit 200930. Mai 2017 ·
Tag 15 – der 27. April – von Grootberg zum Camp Kipwe
Heute ist ein guter Tag, denn wir haben nur 120 Kilometer Strecke vor uns, also bleibt Zeit, alles in Ruhe anzugehen. Nach einem gemütlichen und guten Frühstück haben wir vor der Abfahrt Zeit, noch ein paar schöne Bilder von der Lodge zu machen:
und diese Sattelschrecken, die uns ja auch auf den Straßen zu zig-Tausenden über den Weg gelaufen sind, sind immer wieder ein besonderes Motiv:
Dann heißt´s „Auf Wiedersehen“, wir haben uns hier in der Grootberg-Lodge sehr sehr wohl gefühlt:
Im Auto wird ja immer rückblickend über die Unterkunft philosophiert. Und bei Grootberg waren wir uns schnell einig – alles gut, auch wenn der Eli-Drive nicht das Gelbe vom Ei war. Aber sonst – absolut empfehlenswert.
Ungefähr 50 Kilometer von der Grootberg-Lodge entfernt, also in etwa auf halber Strecke zum Camp Kipwe, sehen wir weit entfernt auf der gegenüberliegenden Seite am Berg einen braunen Flecken. Was sich zunächst so ansah, als wäre es ein dunkler Felsbrocken oder vielleicht auch ein Busch 😕 , entpuppt sich, je näher wir kommen, als ein waschechter und wunderbarer Elefant. 😁 Man muss sich das mal vorstellen: unser erster Elefant, den wir selbst „entdeckt“ haben. Und zwar nicht im Etosha und nicht im Krüger und nicht im Chobe oder sonst irgendeinem anderen Park, sondern das war ein Elefant, der sich völlig frei hier in Namibia bewegt. Wir waren total hin und weg, denn mit allem hätten wir gerechnet, aber doch nicht mit einem Elefant in völlig freier Wildbahn. Von Weitem machen wir schon mal die ersten Bilder:
und dann peilen wir die Lage bzw. die Wege. Zum Glück haben wir ja einen Duster 🤩 , also fahren wir von der Hauptstraße einfach querfeldein, über Feldwege mittendurch und versuchen so, etwas näher an den Eli heranzukommen. Irgendwann kommen wir aber mit dem Duster an unsere Grenzen, also stellen wir den Wagen ab und laufen dem Eli zu Fuß hinterher, um deutlich näher am Geschehen dran zu sein. Für uns war das regelrecht dramatisch und wirklich ein Abenteuer der allerersten Sahne, und wir konnten uns dem Elefanten bestimmt auf 50 Meter nähern. Zwar war uns nicht ganz so wohl dabei, denn der Eli hatte uns bestimmt schon längst gesehen, aber wir hatten eine unbeschreibliche Freude, als wir dann in der Deckung eines Baumes „unseren“ Elefanten bestimmt 20 Minuten ganz für uns allein hatten, bevor er dann weitermarschierte und wir nicht mehr hinterherkamen.
Ja, ich geb´s zu: Wir waren total aus dem Häuschen. Ein Elefant in uneingeschränkter Freiheit, das haben wir noch nie erlebt und wir sind sehr zufrieden mit diesem Erlebnis.
Mittlerweile ist es fast Mittag geworden und wir fahren, bevor wir zum Camp Kipwe fahren, noch in Twyfelfontein vorbei, allerdings steuern wir nicht gleich die Felsgravuren an, sondern wir möchten gern in der Twyfelfontein-Lodge ein Gläschen Wein und vielleicht einen kleinen Salat zu uns nehmen. Am Abzweig zur Lodge weckt ein Game-Drive Auto unser Interesse, denn immer, wenn ein Game-Drive Auto irgendwo länger als ein paar Minuten steht, muss irgendwas los sein. Also fahren wir dorthin und wir trauen kaum unseren Augen. Eine kleine Elefantenherde 🤩 marschiert lässig und langsam durchs hohe Gras, wir können unser Glück kaum fassen:
Die Elefantenfamilie lässt die Twyfelfontein-Lodge links liegen und marschiert Richtung Airstrip. Wir, mittlerweile im offroad-Fahren erprobt 😉 , fahren über einen Feldweg hinterher und können die Eli´s in aller Gemütsruhe beobachten, welch ein Glück:
Zwischenzeitlich wissen wir gar nicht mehr so recht, wo wir eigentlich zuerst schauen sollen. Links sind die Elefanten, rechts kommt ein Kleinflugzeug nach dem anderen die Landebahn rein (es wurden von der Twyfelfontein-Lodge 30 Gäste eingeflogen), wir stehen sozusagen mittendrin im Geschehen, es ist wirklich „Action pur“.
Schön langsam aber marschieren die Eli´s immer weiter davon, vielleicht hätten wir mit einem größeren Auto noch länger hinterherfahren können, aber uns hat´s mehr als gereicht. Wir wollten gar nicht mehr „noch mehr“ haben, denn das was wir erlebt haben ist mehr als genug.
Und was macht man nach so einem Erlebnis? Wir düsen ganz schnell zurück in die Twyfelfontein Lodge, denn das muss gefeiert werden. Wir genehmigen uns ein Gläschen Wein, und die freundliche Bedienung ist einverstanden, dass wir uns am Buffet drüben im Restaurant „nur“ einen Salat holen. Dort ist großer Trubel, denn die fly-in Gäste sind schon da und dementsprechend geht´s rund.
Am Nachmittag fahren wir noch zu den Felsgravuren, denn ich meine schon, dass dieses Weltkulturerbe der UNESCO einen Besuch wert ist. Zwar kann ich persönlich mit solchen Felsmalereien nicht allzu viel anfangen, aber wenn man schon hier in der Gegend ist, dann ist es ein „must do“. Gar keine Frage.
Die Tour dauert eine knappe Stunde, und im Reiseführer steht, dass die lokalen Guides wenig motiviert wären. Das können wir so nicht bestätigen, denn unsere sympathische Führerin hat viel erzählt und erklärt, nicht nur über Twyfelfontein, sondern auch von sich selbst. Dass sie dann irgendwann mal müde war, lässt sich denken, es war schon heftig heiß mit 40 Grad, da braucht es einen nicht wundern, wenn man schlapp macht:
Nach der Tour sind wir dann nochmal raus zum Airstrip gefahren – es könnte ja sein, dass wir die Elefanten sehen. Die haben wir nicht gesehen, dafür aber etliche Kleinflugzeuge und getankt haben wir bei der Gelegenheit auch. Ein bisschen leichtsinnig waren wir schon, denn wir sind natürlich nicht die Haupt-Gravel zum Airstrip gefahren, sondern wieder über die Feldwege, die hinten raus zum Airstrip führen. Teilweise war es in den Trockenrevieren sehr tiefsandig, ohne 4x4 wäre wir dort nicht weit gekommen.
Bevor wir ins Camp-Kipwe kommen, ein Satz zur heutigen Fahrerei. Solche kurze Strecken mit wenig Kilometern haben einen großen Vorteil. Man hat Zeit. Zeit, um vielleicht mal ein bisschen mehr als sonst üblich rumzutrödeln, Zeit, um halt noch ein zweites oder drittes Mal hinter den Elefanten her zu sein und vor allem aber Zeit, auch mal alles so richtig nach Herzenslust zu genießen. Es ist dort in der Gegend derartig schön, man wäre dumm, würde man einfach hier nur so durch- oder vorbeifahren.
Camp Kipwe, Ankunft ca. 16.00 Uhr, wir dürfen hier in dieser großartigen Lodge drei Nächte bleiben, da wir bei DER TOUR ein Special, nämlich 3=2, gebucht haben. So hat uns eine Nacht Camp Kipwe 196 Euro für zwei Personen incl. Frühstück und Abendessen gekostet, für diese Luxusunterkunft ein kleines Schnäppchen.
Camp Kipwe liegt mit wunderschönem Blick auf die Weiten des Damaralandes, versteckt zwischen großen und runden Felsformationen, in absoluter Traumlage. Es handelt sich hier um eine Lodge im gehobenen Preissegment, vielleicht nicht unbedingt der totale Luxus, aber in jedem Fall sieht man schon auf den ersten Blick, dass es sich hier um ein sehr gutes Niveau handelt.
Schon bei Buchung, und das liegt fast ein Jahr zurück, haben wir nach dem Bungalow Nummer 9 gefragt, das ist der letzte in der Reihe und hat den Vorteil, dass nicht jeder am Chalet vorbeilatschen muss. Den Tipp bekamen wir von Lotusblume hier aus dem Forum. Danke an Lotusblume 😘 !!! Nummer 9 haben wir auch bekommen, dummerweise hat man uns aber, obwohl wir "kingsize" als Wunsch angegeben haben, auch hier zwei Einzelbetten in den Bungalow gestellt, was für uns völlig inakzeptabel ist. Kein Problem, so der Manager, während des Dinner´s wird das Bett entsprechend hergerichtet und dann sah das Ganze so aus:
Ein Kuschelbett, im wahrsten Sinn des Wortes. Zwar sind die Bungalows für unsere Begriffe etwas dunkel, aber dafür gibt´s ein tolles outdoor-Bad, für uns etwas ganz Besonderes:
Der Loungebereich ist superschön gestaltet, und von überall hat man einen sensationellen Blick in die Landschaft:
Der Restaurantbereich ist perfekt eingedeckt,
und der sundowner-Platz, ganz oben am Berg, über einen 5-minütigen Fußweg gemütlich zu erreichen, verspricht, was der Name sagt: ein toller Sonnenuntergang, dazu einen GT, und wieder sind wir mit dem heutigem Tag mehr als einverstanden:
Zum Abendessen gibt´s heute eine cucumber tart als Vorspeise, das Hauptgericht ist einmal Kingklip und einmal Oryx-Filet, beides von hervorragender Qualität. Dass die Weinpreise hier etwas höher sind als anderswo ist klar, aber das Gesamtambiente ist jeden Cent wert. Es ist schön hier, sehr schön.
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201430. Mai 2017 ·
Hallo Schorsch,
wunderbarer Bericht mit tollen Stimmungen, Erlebnissen - wenn auch mit sicherlich berechtigt kritischen Anmerkungen - nach dem holprigen Start nebst großzügiger Entschädigung "mausert" sich Eure Reise mitsamt den überwiegend tollen Unterkünften zu einer wahrlichen Traumreise durch Namibia 😎
Den Norden haben wir wie an anderer Stelle schon erwähnt noch nicht bereist und bis dato auch nicht auf dem Plan - aber wer weiß 😗 Ich brauche noch eine taugliche Reiseidee für unseren Silberhochzeits-Honeymoon nächstes Jahr im Septemer 😗
Die Wüstenelis im Damaraland selbst zu entdecken ist mehr als grandios 🤩 !
An dieser Stelle weckt Dein Bericht allerschönste Erinnerungen! Camp Kipwe ist grandios (auch wir hatten damals auf Lotusblumes Empfehlung "Euer" Zimmer mit der Nr. 9 B))
Conny + Micha1’055 Beiträge · seit 201630. Mai 2017 ·
Hallo Schorch, auch wir haben unseren Guide von Twefelf. in guter Erinnerung. Auf der Tour erzählten wir nebenbei, dass wir gern Wüstenelefanten sehen würden. Als wir zum Parkplatz kamen, kam ein Angestellter auf uns zu und gab uns Tipps, wo wir sie finden könnten. Hat zwar dies nicht geklappt (falsch verstanden oder Eli`s schon weitergezogen ) , aber die Aufmerksamkeit der Leute fanden wir sehr nett.
LG Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
tollen Reisebericht schreibst du gerade!! Wir haben vor ca. 10 Jahren auch diese Tour gemacht und waren so begeistert von den Epupa-Fällen. Auf der Rückfahrt sind wir von Epupa bis Sesfontein gefahren, kamen dort ziemlich staubig und ausgetrocknet an und ich bin gleich ins Restaurant und habe Bier und Sprite bestellt. Der nette Schwarze am Tresen fragte mich in bestem Deutsch: "Wollen Sie Radler machen". Da war ich so sprachlos und konnte nur lachen. Er würde gerade Deutsch lernen und die Woche vorher waren Bayern da und haben ihm das Wort "Radler" beigebracht und wir Bayern haben das gleich verstanden. Wir hatten noch viel Spaß an diesem Abend mit ihm und denken immer dran, wenn wir Radler trinken.
Du machst Lust auf eine erneute Reise nach Namibia, denn ich würde gerne (geführt) das Kaokoveld erkunden. Da wir aber nicht mehr ganz jung sind, kommt für uns eine Übernachtung im Zelt nicht mehr in Frage.
Ich freue mich auf die Fortsetzung. Die tollen Reiseberichte hier im Forum sind immer mein "Betthupferl". Ich lese sie, gehe sofort ins Bett und träume von Afrika. Danke an Dich und alle anderen fleißigen Schreiber.
Servus aus Münchens Süden Silvy
Conny + Micha1’055 Beiträge · seit 201630. Mai 2017 ·
Hallo Silvy, dann bist du heute aber früh zu Bett gegangen 😄 😄
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Lotusblume1’948 Beiträge · seit 200930. Mai 2017 ·
bayern schorsch schrieb:Tag 15 – der 27. April – von Grootberg zum Camp Kipwe
Schon bei Buchung, und das liegt fast ein Jahr zurück, haben wir nach dem Bungalow Nummer 9 gefragt, das ist der letzte in der Reihe und hat den Vorteil, dass nicht jeder am Chalet vorbeilatschen muss. Den Tipp bekamen wir von Lotusblume hier aus dem Forum. Danke an Lotusblume 😘 !!! Nummer 9 haben wir auch bekommen, dummerweise hat man uns aber, obwohl wir "kingsize" als Wunsch angegeben haben, auch hier zwei Einzelbetten in den Bungalow gestellt, was für uns völlig inakzeptabel ist. Kein Problem, so der Manager, während des Dinner´s wird das Bett entsprechend hergerichtet und dann sah das Ganze so aus: Ein Kuschelbett, im wahrsten Sinn des Wortes.
Hallo Schorsch, hach...die Gegend dort ist wirklich wunderschön (meine Güte das sind schon 4 Jahre her, als wir dort waren). Ich könnte wetten, dass wir ein Doppelbett hatten. Aber euer Wunsch kingsize wurde ja noch erfüllt. 😎
bingobongo26229 Beiträge · seit 201431. Mai 2017 ·
Hallo Claus,
da hatten Ihr ja ein tolles Erlebnis mit den Elefanten, grandios 🙂 Camp Kipwe fanden wir auch traumhaft, wir hatten die Nummer 7. Nun bin ich gespannt, ob Ihr am nächsten Tag die Wüstenelefantentour gemacht und wieder Elis gesehen habt. Wir waren davon total begeistert, zumal wir nur zu zweit mit unserem Führer unterwegs waren.
bayern schorschThemenstarter3’394 Beiträge · seit 200931. Mai 2017 ·
Guten Morgen zusammen,
Laura - Flash schrieb:
na, wenn das mal keine Entschädigung für den misslungenen Drive war 🤩 was für ein Erlebnis!
... und ob, es war ein tolles Erlebnis!
Sabine Appelgreen schrieb:
Den Norden haben wir wie an anderer Stelle schon erwähnt noch nicht bereist und bis dato auch nicht auf dem Plan - aber wer weiß 😗 Ich brauche noch eine taugliche Reiseidee für unseren Silberhochzeits-Honeymoon nächstes Jahr im Septemer 😗
Hallo Sabine, was "honeymoon" anbelangt bin ich "Spezialist". Und der Norden Namibias ist unbedingt eine Reise wert.
Conny schrieb:
auch wir haben unseren Guide von Twefelf. in guter Erinnerung. Auf der Tour erzählten wir nebenbei, dass wir gern Wüstenelefanten sehen würden. Als wir zum Parkplatz kamen, kam ein Angestellter auf uns zu und gab uns Tipps, wo wir sie finden könnten. Hat zwar dies nicht geklappt (falsch verstanden oder Eli`s schon weitergezogen ) , aber die Aufmerksamkeit der Leute fanden wir sehr nett.
Wir waren in Twyfelfonein Lodge nur ganz kurz zum Light-Lunch. Aber die Leute waren dort durch die Bank sehr freundlich.
Sylvi aus dem Münchener Süden schrieb:
Du machst Lust auf eine erneute Reise nach Namibia, denn ich würde gerne (geführt) das Kaokoveld erkunden. Da wir aber nicht mehr ganz jung sind, kommt für uns eine Übernachtung im Zelt nicht mehr in Frage.
Ganz jung sind wir ja auch nicht mehr. Und mit Zelt waren wir ebenfalls nicht unterwegs, denn das ist defintiv nichts für uns. Ich kann Dir den Norden nur wärmstens empfehlen. Es gibt viele schöne Unterkünfte und Du kannst die Tour bestimmt selbst fahren. Das ist gar nix dabei. Brauchst bloß einen Duster. 😉 (oder a g´scheit´s Auto, eine Hillux oder ähnl.) Geführt würd ich das nicht machen wollen - es ist, so denke ich, auch wirklich nicht nötig.
Lotusblume schrieb:
hach...die Gegend dort ist wirklich wunderschön (meine Güte das sind schon 4 Jahre her, als wir dort waren). Ich könnte wetten, dass wir ein Doppelbett hatten. Aber euer Wunsch kingsize wurde ja noch erfüllt. 😎
Hallo Lotusblume, Danke Dir nochmal für den Tipp mit Nummer 9. Wobei es nicht so ist, dass alle anderen "Lagen" schlecht wären. Nummer 7 hätte uns auch gefallen (da etwas erhöht) und am allerbesten wäre natürlich die Suite oben am Berg. Haben wir angeschaut, toller Blick, tolle Badewanne mit Blick in die Weite. Klasse! Der größte Vorteil von Nummer 9: es latscht Dir keiner am Bungi vorbei, das würde mich bei vielen anderen Bungis stören.
Helga schrieb:
Camp Kipwe fanden wir auch traumhaft, wir hatten die Nummer 7. Nun bin ich gespannt, ob Ihr am nächsten Tag die Wüstenelefantentour gemacht und wieder Elis gesehen habt. Wir waren davon total begeistert, zumal wir nur zu zweit mit unserem Führer unterwegs waren.
Hallo Helga, mit der Eli-Tour musst Du noch einen Tag warten. Der heutige Tag steht nämlich ganz im Zeichen des "Nichtstuns". Und die Nummer 7 hat eine traumhafte Lage!