Wir reisen im Mai 2016 für 18 Tage zu zweit mit einem gemieteten Bushlore-Landcruiser samt Dachzelt durch Simbabwe, von Beitbridge bis Kasane an der Grenze zu Botswana. Nach der Ruinenstadt Great Zimbabwe und dem wenig bekannten Gonarezhou-Nationalpark mit seinen einsamen Ausblicken über den Runde River führt die Route über den Kariba-Stausee ins bergig-steinige Matusadona-Nationalpark, weiter durch den Mana Pools Nationalpark am Sambesi und den elefantenreichen Hwange-Nationalpark bis an die Chobe River Front.
Elefanten begegnen uns auf Schritt und Tritt – meist gelassen badend oder am Wasserloch spielend, einmal aber auch bedrohlich, als wir mitten im dichten Busch in eine Herde geraten und ein aufgeschrecktes Tier unser Auto minutenlang verfolgt. Löwen zeigen sich in allen Facetten: ein blutig verletztes Tier, spielende Jungtiere, nächtliches Gebrüll am Lagerfeuer und schließlich ein frischer Büffelriss, den wir von einer Bootstour aus beobachten.
Dazu kommen ein Riesengalago als Erstsichtung, Kronenkraniche, die wir hier im südlichen Afrika nicht erwartet hätten, und gleich zwei Manguste-Arten auf einmal. Die extrem steinige Zufahrt nach Matusadona fordert uns fahrerisch stärker als jede bisherige Afrikastrecke, während die Wellblechpiste zu den Mana Pools nur die Vorstufe zu einem eher enttäuschenden Aufenthalt ist – zu wenig Tiere, zu viel Wind, zu wechselhaftes Licht. Unser Favorit wird stattdessen der kleine, tierreiche Platz am Deteema Dam im Hwange-Nationalpark, wo Warzenschweine, Giraffen und Elefanten stundenlang zum Wasserloch kommen.
Reisezeitraum
13.–31. Mai 2016 (18 Tage)
Länder
Südafrika (Transit), Simbabwe, Botswana
Gruppe
zu zweit
Reiseart
Selbstfahrer mit gemietetem Dachzelt-Landcruiser, durchgehend ohne Guide
Fahrzeug
gemieteter Toyota Landcruiser mit Dachzelt (Bushlore)
Veranstalter
Bushlore (Fahrzeugvermieter); Grenzhelfer der Zimbabwe Tourism Authority in Beitbridge
Unterkunftsart
überwiegend Campingplätze und Exclusive Campsites in Nationalparks, zwei Lodge-Übernachtungen
Route
Hannover – Johannesburg – Louis Trichardt (Südafrika) – Beitbridge – Gonarezhou-Nationalpark – Great Zimbabwe – Lake Chivero – Mana Pools Nationalpark – Kariba – Matusadona-Nationalpark – Hwange-Nationalpark – Kasane/Chobe – Rückflug
Fahrstrecke
keine Gesamtkilometerangabe im Bericht; Tagesetappen laut Kopfangaben zwischen 52 und 402 km
Flug/Anreise
Hannover–Zürich–Johannesburg mit Swiss (nach gestrichenem Lufthansa-Flug umgebucht); Rückflug ab Kasane über Airlink
Besonderheit
Einreise in Beitbridge mit offiziellem Grenzhelfer der Zimbabwe Tourism Authority, Gesamtkosten 194 US$
Automatisch aus dem Bericht erstellt. Massgeblich ist der Bericht selbst.
TopobärThemenstarter5’489 Beiträge · seit 200906. Juni 2016 ·
Hallo,
nach 16 Monaten Abstinenz waren wir endlich wieder in Afrika.
Nachdem wir bei unserer letzten Afrika-Reise auch einen kurzen Abstecher nach Zimbabwe gemacht hatten, wollten wir dieses Land näher kennenlernen. Deshalb war schnell der Plan geboren, die nächste Reise komplett Zimbabwe zu widmen. Leider standen uns diesmal nur 18 Tage zur Verfügung, so dass wir uns nur einige Schwerpunkte setzten. Für das ganze Land reichte die Zeit vorn und hinten nicht.
Nach unserer Rückkehr steht jetzt natürlich wieder ein Reisebericht an. Ich hoffe Euch damit Informationen für eventuelle eigene Reisen liefern zu können, und Euch mit ein wenig Unterhaltung und Afrika-Feeling das Sommerloch zu füllen.
Wie immer freue ich mich über alle Kommentare, Feedback und Fragen Eurerseits. Wer nur den Bericht lesen will, kann die Sonne anklicken.
Danke Topobär für die Info. Da es für uns am 11.Juli ab nach Zimbabwe heisst, wäre es super, wenn es noch vorher reicht für deinen Reisebericht. Wir besuchen diesmal die Chimanimani Mountains und den Gonarezhou erstmals und ich bin sehr gespannt auf diese beiden Gegenden; und auch gespannt auf die Situation punkto $ 😕
Grüessli, Manaslu
Der Reisende152 Beiträge · seit 201307. Juni 2016 ·
Hallo Topobär,
bin auch dabei. Bin schon gespannt auf Deinen RB. Wie war es mit der Bargeldversorgung an den ATM´s?
Viele Grüße
Der Reisende
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Die Welt ist ein Buch.
Wer nie reist,
sieht nur eine Seite davon.
Aurelius Augustinus
Meine Reiseberichte
Super, schon 14 Antworten und noch kein Bericht. Eile tut Not! LG Marga
TopobärThemenstarter5’489 Beiträge · seit 200907. Juni 2016 ·
Der Reisende schrieb:Hallo Topobär,
bin auch dabei. Bin schon gespannt auf Deinen RB. Wie war es mit der Bargeldversorgung an den ATM´s?
Haben wir nicht getestet. Den ersten Großeinkauf haben wir noch in Südafrika gemacht. Die Supermärkte in Zimbabwe und einige Nationalparks konnten mit Kreditkarten bezahlt werden. Die vorgebuchten Campsites haben wir schon aus Deutschland bezahlt. Alles weitere haben wir aus unseren Bargeldreserven gezahlt.
Hallo Topobär Ich komme auch mit und bin gespannt, was sich seit unserer Reise von 1999 alles verändert hat. Liebe Grüsse Grosi
TopobärThemenstarter5’489 Beiträge · seit 200907. Juni 2016 ·
Anreise & 1.Tag (13./14.05.2016) Hannover – Johannesburg – Louis Trichardt 402km mit dem Auto
Endlich konnten wir mal sorglos zum Flughafen reisen, ohne uns Gedanken wegen unserer Flüge machen zu müssen. Es drohten keine Streiks, die Vulkane in Island waren friedlich und in Hannover schien die Sonne. Am Flughafen angekommen stutzten wir dann aber, als wir vor dem Lufthansa Ticketschalter eine lange Schlange sahen. Die Ursache zeigte sich sogleich auf der Anzeigetafel. Der Flug nach Frankfurt war gestrichen. Das darf doch wohl nicht war sein. Als Grund wurden uns schwere Gewitter über Frankfurt genannt. Wer kann damit Anfang Mai schon rechnen?
Kathrin und ich teilten uns auf. Während Kathrin oben mit der Lufthansa die möglichen Optionen klären wollte, schaute ich mich nach Alternativen mittels Bahn oder Mietwagen um. Kathrin konnte dann aber scher schnell Entwarnung geben. Wir wurden auf die Swiss umgebucht und bekamen Flüge über Zürich nach Johannesburg. Da die Swiss dann leider noch etwas Verspätung hatte, kamen wir 3h später als geplant in Johannesburg an. Damit war schon klar, dass unser erster Tag in Afrika sehr hektisch werden würde. Zumal der A340 nach Johannesburg recht eng bestuhlt war und ich nicht sehr gut geschlafen habe.
Ich hatte unsere Umbuchung per SMS an Kwenda/Bushlore geschickt und Abholung & Transfer klappten tadellos. In Johannesburg ist es recht kühl und es geht ein Landregen, wie wir ihn von zu Hause kennen. Entspricht nicht ganz unserer Erwartungshaltung von Afrika.
Die Fahrzeugübergabe ging dann auch zügig von statten, da wir den Landcruiser selbst von vielen Reisen kennen und uns nur den für uns neuen Aufbau erklären lassen. Der Wagen ist fabrikneu und hat 80km auf dem Tacho. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Hoffentlich mache ich keine Beulen und Kratzer in den Wagen. Die Ersten fallen immer ganz besonders auf. Bis auf das Dachzelt ist auch die gesamte Campingausstattung und Fahrzeugausrüstung noch originalverpackt.
Um nicht die ganze Strecke bis Louis Trichardt in einem Zug durchfahren zu müssen, haben wir beschlossen, unseren Großeinkauf in Polokwane zu machen und auf diese Weise ein wenig Abwechslung in den ansonsten langweilige Fahrtag zu bringen. Dumm nur, dass der Supermarkt dort schon um 17:00Uhr schließt. So geht es für uns im Laufschritt durch den Supermarkt und wir stellen beim Verpacken des Einkaufs natürlich fest, dass wir in der Hektik so einiges vergessen haben. Wenigstens hat es aber in der Zwischenzeit aufgehört zu regnen und wir können den Landcruiser wenigstens im trockenen beladen. Das Platzangebot auf der Pickup-Ladefläche ist gigantisch. Die zwei randvollen Einkaufswagen verschwinden darin ohne das es viel voller als vorher wirkt. Da könnten wir auch zu viert und doppelt so lange unterwegs sein. Das würde immer noch gut passen.
Um 17:30Uhr ist es dann schon dunkel und wir haben noch eine Stunde Fahrt vor uns. Unser erster Tag sieht also genau so aus, wie man den anderen im Forum immer abrät. 😎 😗
Unser erster Übernachtungsplatz ist dann die Zvakanaka Campsite, welche kurz hinter Louis Trichardt in den Bergen liegt. Glücklicherweise hatten wir schon im Vorfeld reserviert und so stehen wir nur kurz verunsichert vor dem verschlossenen Tor. Handyempfang gibt es hier auch nicht. Es kommt dann aber rasch jemand, da wir erwartet wurden und man den Wagen gehört hatte.
Zvakanaka ist der perfekte Stopover im Nordosten. Nahe der N1 gelegen, ohne dass man sie hört und sehr gut ausgestattet. Jeder Stellpaltz hat Licht, Wasser und eine eigene Küchenzeile. Die Duschen und Toiletten sind in Topzustand. Kurz sehen wir ein Stachelschwein
Zum Glück bleibt es dann auch beim abendlichen Braai trocken und wir stoßen erst einmal mit einem Sekt auf eine hoffentlich schöne Reise an. Dann landet eine große Boereworst auf dem Grill und dazu gibt es Salat. Leider fehlt dem Dressing Pfeffer, denn den haben wir u.a. beim Einkauf vergessen.
Das wir an diesem hektischen Tag nicht auch noch fotografiert haben, könnt Ihr sicher nachvollziehen. Ab dem nächsten Reisetag ist der Bericht dann aber auch bebildert.