Kapitel 4: Montag, 5. August 2013
Klein Aus – Wolwedans (Dune Camp) Teil 2: Tent with a view! Kaum am Camp angekommen, sahen wir schon wieder was? – Na klar: Oryxe am campeigenen kleinen Wasserloch! 🙂 Sehr schön, so konnte es weitergehen!
Nachdem wir uns ausgeladen hatten, wurden wir von Helen, der Campmanagerin begrüßt. Ich schiebe es mal gleich vorweg: Mit Helen sind wir unseren Aufenthalt über nicht wirklich warm geworden 😐 , was an unterschiedlichen Sachen lag (darauf werde ich dann aber im Fazit eingehen).
Nach einem Begrüßungsgetränk wurde uns mitgeteilt, dass heute Abend noch eine Sundownerfahrt stattfinden würde und dann wurden uns dann die Zelte gezeigt. Das Wolwedans Dune Camp hat insgesamt nur 6 Zelte – wir hatten mit Zelt 5 und 6 die beiden letzten in der Reihe. Der Weg dorthin ist – weil das Camp pittoresk auf einer Düne liegt – zwangsweise etwas sandig, aber gut schaffbar (und ein bisschen Bewegung hat uns nach der ganzen Fahrerei auch nicht geschadet… 😉 ). Etwas seltsam ist, dass der Weg bei Zelt 5 aufhört … um zu Zelt 6 zu gelangen, muss man also erst zu Zelt 5 hinunterlaufen und dann zu Zelt 6 (da gibt’s dann wieder einen Trampelpfad).
Ja, die Zelte! Ganz, ganz toll 🙂 ! Ich lasse am Besten einfach mal Bilder sprechen…
... und noch einmal in weniger rund ...

Hier der hintere Teil des Zeltes mit Waschbecken...

... Dusche und Toilette.
Tolle Idee auch die beiden Liegestühle und die verschiedenen Sitzmöglichkeiten auf der Veranda (Bild dazu gibt's irgendwann später 😉 )! … allerdings soll ich von Christian einwerfen, dass du Liegestühle für sehr große Menschen auf Dauer recht unbequem weil unverstellbar sind (…wobei ich abschließend nicht ausschließen möchte, dass wir den Verstellmechanismus einfach nicht gefunden haben 😎 ). Strom und Warmwasser wird über Solarpanels produziert, weswegen uns angeraten wurde, das Duschen auf Abends zu legen, damit gesichert warmes Wasser da wäre (wir hatten trotz Duschens abends und kalter Nächte aber jeden Morgen noch warmes Wasser, insofern scheinen die Tanks nicht ganz klein zu sein 🙂 ).
Grundsätzlich die Aussicht: Wow! Wir waren mit unserem Zelt 6 etwas „zugedünt“ vor der Veranda, aber wenn wir unsere kleine persönliche Minidüne vorm Zelt erklommen (was ungefähr 10 Meter waren), hatten wir einen grandiosen Ausblick rundherum! Wirklich toll!
Hier mal das Zelt als Ganzes 🙂
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, machten wir uns um eins wieder auf den Weg zu Rezeption (übrigens auch sehr schön, offen, mit schönen Sitzgelegenheiten um das Wasserloch zu beobachten) zum Mittagessen. Dort stießen mit Rodney und Marge ein sehr lustiges südafrikanisches Paar zu uns mit denen wir beim Essen ausgiebig plauschten 🙂 ! Das Mittagsessen (es war so eine Art Couscous mit Salat und Rinderfiletstreifen) fanden wir Frauen sehr lecker, die Männer haben es anfangs ein bisschen schräg von der Seite angesehen, geschmeckt hat es ihnen aber dann auch sehr gut 😎 !
Nach dem Essen wurde uns noch mitgeteilt, dass unsere Sundownerfahrt um kurz nach 16:30 Uhr starten würde. Hhhmm, das fanden wir jetzt etwas spät … immerhin ging um kurz vor 17:30 Uhr schon die Sonne unter … nachdem Rodney und Marge, die uns begleiten sollten, das ähnlich sahen, beschlossen wir sechs einfach um spätestens 16.00 Uhr da zu sein und losfahren zu wollen (wir wollten ja etwas vom Gebiet sehen, vor allem nachdem Rodney und Marge nur eine Nacht blieben und am nächsten Tag schon wieder abreisen mussten). Dem Gesicht von Helen war anzusehen, dass sie das jetzt ziemlich doof fand, aber sie nickte und meinte sie würde dem Guide Bescheid geben.
Nachdem wir noch etwas Zeit hatten, beschlossen Christian und ich zuerst ein Stündchen die Seele auf unserer Terrasse baumeln zu lassen … als dann auch noch direkt hinter unserer Zeltdüne ein Oryxkopf vorbeiwanderte und kurz herüber guckte (kein Foto davon, ich war zu perplex ) war das Afrika-Feeling perfekt 🙂 . Irgendwann packte uns dann aber doch die Neugier und wir wanderten noch ein bisschen umher und genossen die Landschaft, die sich vor uns aufzog (und den ein oder anderen Oryx mittendrin 😉 ).

Wer sich jetzt wundert, warum es obwohl Wüste hier so grün ist: Das Namib Rand Nature Reserve hatte wohl 2011 und 2012 überdurchschnittlich gute Regenszeiten und 2013 anders als viele andere Landesteile noch ausreichend viel Regen abbekommen. Das lange Gras ist ein Überbleibsel davon, die vielen Tiere im Gebiet sicherlich auch! 🙂
Um halb vier ging es dann für einen Kaffee wieder Richtung Rezeption. Dort wartete schon unser Guide Daniel auf uns, dem es augenscheinlich sehr gefiel, dass wir etwas früher los wollten, da er uns dann zu einer besonders schönen „Sundowner-Düne“ fahren könne.
Die halbstündige Fahrt zur Düne war dann auch wirklich ein Augenöffner…
… die Landschaft echt grandios ….
… und überall ein Oryx hier …
… ein Oryx da …
Alle sechs haben wir uns fast ein wenig geärgert, dass wir nicht noch eher weggefahren sind, den eine halbe Stunde Rundfahrt ist in diesem tollen Gebiet echt viel, viel zu wenig ...

… auch weil die dünenansäßigen Oryx-Antilopen immer so pittoresk herum stehen, dass man gar nicht anders als halten und staunen kann 🙂 !
Guck Mama, ich bin schon fast so groß, wie das Gras! 😉

Nachdem wir geparkt waren, hieß es erst einmal Düne besteigen! … argh … ich gebe zu, ich hasse das 😗 ! Ich liebe Wüsten, aber Dünen besteigen hasse ich wie die Pest! Aber wer einen grandiosen Ausblick haben möchte, der muss halt leiden 😉 … und so stiefelten wir im Gänsemarsch unsere Düne hinauf! Der Ausblick oben entlohnte aber für die Strapazen allemall!
Die Sonne verabschiedet sich …

Dann planten wir noch unser Programm für den morgigen Tag: Nachdem Rodney und Marge bereits vormittags wieder abreisen mussten und daher keine Zeit für einen längeren Ausflug hatten, beschlossen wir zu sechst frühmorgens einen „Sunriser“ zu machen, dann gemütlich frühstücken und nachdem Rodney und Marge abgereist wären, würden wir vier gegen halb zehn noch bei einem mehrstündigen Ausflug tiefer ins das Naturreservat „eintauchen“!
Zurück im Camp saßen wir noch bis zum Abendessen gemütlich mit Daniel, Rodney und Marge bei einem Gläschen Wein am Feuer zusammen 🙂 . Das Abendessen … ja … also an diesen ersten Tag fanden wir es eigentlich recht gut … auch wenn ich mich gerade nicht mehr ganz erinnern kann, was es genau gab 😗 , vom leckeren Oryx-Filet abgesehen …allerdings war es schon ein bisschen arg verkünstelt 🤨 (völlig unnötigerweise) und kam sehr ambitioniert rüber)! Aber geschmeckt hat es 🙂 ! Was allerdings recht mau war, war die Sache mit den Getränken … es wurde nämlich alles gemacht, nur keine Getränke nachgeschenkt 😕 … Auf die Idee, den Krug Wasser einfach in die Mitte des Tisches zu stellen, kam aber leider auch keiner! Und wenn man anmerkte, dass man gerne noch etwas trinken möchte, wurde man relativ giftig angesehen 😵 … hhmmm…
Ein weiteres „hhhmmm“ stellte sich auf dem Heimweg zum Zelt ein! Unser Weg wär nämlich nur bis Zelt 3 beleuchtet, danach waren entweder die Leuchtstäbe ausgegangen oder jemand hatte beschlossen, dass der Weg bis ganz nach hinten zu weit wäre, als dass er beleuchtet werden solle 😐 . Da freuten wir uns wirklich über unsere Taschenlampen, die wir glücklicherweise einstecken hatten…
Wobei ich zugeben muss: Mangelnde Beleuchtung hat auch etwas für sich – dann sieht an nämlich den Sternenhimmel besser. Und der war in Wolwedans wirklich der Hammer! 🤩
Und so war der nächste ereignisreiche Urlaubstag zu Ende!
Was ihr an Tag 5 der Reise miterleben dürft?- Es wird mal wieder kalt! 😵
- Noch mehr „Oryx with a view“
- Gaaaaanz viel tolle Landschaft (ab und zu auch mal ohne Oryx, dafür aber mit anderem Getier 😉 )
- Und wir kehren im Hard Rock Cafe ein!
Liebe Grüße
Steffi