Reisebericht: Wo sind all die Elefanten hin?

Reisebericht 118 Antworten · 37,3k Aufrufe · gestartet 26. Aug. 2012 von mamba29
Themenstarter835 Beiträge · seit 200621. Sept. 2012 ·
Hallo Silke,

schön, dass wir mit unserer Meinung zu Pezulu nicht alleine da stehen. Ich hab nämlich eine ganze Weile überlegt, ob ich wirklich so deutlich schreiben soll, dass wir nicht ganz glücklich waren. Aber Pezulu gehört für uns einfach zu den Unterkünften, bei denen zwar das Wohnen ein echtes Erlebnis ist, aber das Gesamtbild halt nicht stimmt.
Ich glaube, bei einer Käferplage beim Abendessen wäre ich ziemlich unentspannt gewesen..🤢

Positiv muss ich allerdings sgen, dass man sich das schwarze Personal sehr nett um Mara gekümmert hat und ihr beim Abendessen auch vorzeitig was von der Hauptspeise gebracht hat, als sichbar war, dass Madame eigentlich vor Müdigkeit nicht mehr konnte.

Es war einen Versuch wert, es waren schöne zwei Tage, aber wiederholen muss ich es nicht mehr.

Viele Grüße
Susanne
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zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200622. Sept. 2012 ·
11.08.2012: Zwischenstopp in Hazyview oder endlich ein richtig gutes Abendessen

Heute ging es weiter nach Hazyview. Hier hatten wir lediglich eine Nacht eingeplant. Hintergrund war hauptsächlich, dass wir wieder in unserem Lieblingsrestaurant „Ant and Elephant“ essen gehen wollten. Außerdem wollten wir vor unseren letzten vier Tagen Kruger NP nochmals unsere Lebensmittelkiste füllen.

Kurz nach dem Verlassen des Guernsey Private Nature Reserve gingen die kleinen Probleme dann schon los: Wohin denn nun? Unsere Straßenkarten gaben zwar einen groben Überblick, aber keine wirklich detaillierten Hinweise, wo genau wir waren und wo welche Straße die richtige wäre. Schilder gab es irgendwie keine, die weitergeholfen hätten. Hier wäre ein Navi mal wieder höchst hilfreich gewesen. So waren wir auf Michas Richtungsgespür angewiesen, das dieses Mal auch richtig funktionierte. Nach einigen Kilometern Fahrt auf rotstaubiger Straße befanden wir uns dann auf dem Weg Richtung Acornhoek.

Geplant hatten wir, einen kurzen Abstecher an den Blyde River Canyon zu machen, bevor wir zum Idle and Wild BB fahren wollten. Zuerst machten wir Halt in Graskop, wo ich in der Seidenweberei, die wir schon 2008 besucht hatten, nach einer sehr interessanten Erklärung über die Gewinnung und Verarbeitung der Seide eine schöne Kissenhülle gekauft habe. Die Farbe durfte Mara aussuchen und es wurde natürlich lila. Nachdem Graskop das Mekka der Pancake-Bäckerei ist, konnten wir bzw. vielmehr Mara sich das nicht entgehen lassen und wir setzten uns zu einem frühen Mittagessen in eines der vielen Restaurants. Den Namen habe ich vergessen, es lag aber schräg gegenüber des Seidenladens. Viel spannender als die Speisekarte fand Micha allerdings die Rennradfahrer, die an uns vorbeifuhren. Während ich eingekauft hatte, hatte Micha von einem erfahren, dass hier wohl gerade ein mehrtägiges Radrennen stattfand. Was uns ehrlich erstaunt hat, war das Material, mit dem hier gefahren wurde: Laufräder, die daheim bei uns schon über 2000€ pro Satz kosten, waren hier mehrfach zu sehen. 😮

Nach einem leckeren Mittagessen mit Pancakes und Burgern brachten wir Richtung Canyon auf. Wir hatten bei unseren Planungen leider nur vergessen, dass in Südafrika langes Wochenende war. Am 09.08.12 war nationaler Frauentag gewesen, so dass sich nun, so schien es uns zumindest, das halbe Land auf den Weg zum Blyde gemacht hatte.
Nachdem es für Micha der dritte und für mich bereits der vierte Besuch am Canyon war, überlegten wir, die Sache abzubrechen. Mara war natürlich dagegen. Sie wollte unbedingt „das große Loch“ sehen. Also entschieden wir uns, zumindest nach Gods Window zu fahren und uns dort ins Gewühl zu stürzen. Nach nerviger Parkplatzsuche und 5R Eintritt kauften wir auf dem Markt noch schnell eine Picknickdecke (alle anderen im Kruger hatten immer hübsche Decken für die Tische an den Picknickplätzen dabei, wir wollten auch…) und machten uns dann auf den Weg nach oben zum Aussichtspunkt. 2008 sind wir bei dieser kleinen Wanderung 2 anderen Menschen begegnet und konnten den Weg durch den Regenwald genießen. Jetzt war es ein Geschiebe und Gedränge. Grausam. Aber Mara hat das Klettern über die Steine sehr gut gefallen und auch der Ausblick über die Ebene fand ihre Zustimmung.

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Anscheinend hat es sie auch ausreichend müde gemacht, so dass sie auf dem Weg nach Hazyview im Auto einschlief.

Im Idle and Wild angekommen, fanden wir alles fast unverändert vor. Hier hatten wir schon bei unserem ersten gemeinsamen SA-Aufenthalt 2005 übernachtet, 2008 gab es leider kein freies Zimmer mehr. Da im November alle Cottages schon ausgebucht waren, hatten wir das Familienzimmer im Haupthaus bekommen, das sich auch als wirklich schön herausstellt hat.

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Nach einer kurzen Regenerationspause machten wir uns auf den Weg in den Ort, um im Pick n`Pay unsere Vorräte an Lebensmitteln und Savanna aufzufüllen. Ich muss sagen, dass ich von Hazyview eigentlich nichts anderes kenne als das Einkaufszentrum, den Markt gegenüber und die Tankstelle. Der Ort lädt nicht wirklich zum Anschauen ein.

Zurück in der Unterkunft verstauten wir alles Haltbare schon im Auto und die kühlungsbedürftigen Dinge im den kleinen Kühlschrank, über den das Zimmer dankenswerter Weise verfügte.:)

Um 18.30h machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg zum Abendessen. 2005 waren wir das erste Mal hier, damals auf Empfehlung von Idle und Wild. 2008 hatten wir am anderen Ende von Hazyview gewohnt und sind abends extra hingefahren, um dort essen zu können. Dieses Jahr hatte ich in weiser Voraussicht einen Tisch bestellt, sonst wäre es wohl nichts worden. Das Essen war wie immer hervorragend. Wir hatten Schnecken (Micha) und Carpaccio (ich) als Vorspeise, anschließend beide ein absolut perfektes rosa Steak mit gebackener Kartoffel, verschiedene Gemüsesorten und einer wunderbaren Garlic-Sauce. Nachdem keine speziellen Kindergerichte auf der Karte standen, wurde auf Maras Wunsch hin ein Teller mit Gemüse und Pommes für sie zusammengestellt. Außerdem aß sie bei mir noch ein bisschen mit. Zum Nachtisch gab es einen Nuss-Eisbecher. So satt waren wir im ganzen Urlaub nicht …
Gezahlt haben wir inklusive Getränke rund 550R. Wir werden auf alle Fälle auch bei unseren nächsten Aufenthalt in Hazyview hier und auch im Idle and Wild vorbeikommen.
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
336 Beiträge · seit 201224. Sept. 2012 ·
Hallo Susanne,


auch die Fortsetzungen sind immer toll zu lesen! Danke!!

Wo ist denn dieses Restaurant in Hazyview? Wir werden dort im März 2 Tage verbringen und vielleicht können wir ja dann auch einen Abstecher dorthin machen... 🙂
Sollte man auf jeden Fall reservieren?

Deine Fotos sind trotz der vielen Menschen ja super geworden und man sieht einfach nur die wunderbare Natur 🙂

Ich freue mich schon so sehr auf unsere Reise nach Südafrika. Dein Reisebericht versüßt die Wartezeit und ich hoffe auf mehr... 😎
Es macht einfach Spaß, ein bisschen mitzureisen.

Liebe Grüße
Nadja
Last Minute in den Süden Namibias und KTP: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286740-last-minute-in-den-sueden-namibias-in-den-ktp.html Der Reisebericht zweier Schildkröten: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/278604-die-hochzeitsreise-zweier-schildkroeten.html Reisebericht Namibia: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/284269-ohrnyx-und-elend-oder-welches-tier-ist-das.html
Themenstarter835 Beiträge · seit 200624. Sept. 2012 ·
12.08.2012: Endlich wieder Kruger – auf dem Weg nach Lower Sabie

Nach einem ausführlichen Frühstück mit netten Gesprächen mit anderen Gästen auf der Terrasse des Haupthauses machten wir uns auf den Weg Richtung Kruger.

Wir hatten uns entschieden, über das Phabeni Gate in den Park zu fahren. Unser erstes Zwischenziel war Skukuza, dort wollten wir Mittagspause machen.

Wie schon geschrieben, hatten wir bereits 2008 einige Tage in Hazyview verbracht und von dort aus den Park erkundet. Damals hatten wir auf der Karte vermerkt, dass die S 3 am Fluss entlang wenig lohnend gewesen war. Tja, vier Jahre später und eine andere Jahrszeit: Ein neuer Versuch. Leider genauso wenig erfolgreich. Außer vielen Büschen und ab und an einem Blick auf den Fluss hatte die Strecke leider auch dieses Mal absolut nichts zu bieten. Nicht mal Impalas waren zu finden. Mara entschied sich für eine Runde Hörbuch. Als wir schließlich auf Höhe des Paul Kruger Gates waren, hatten wir wieder Empfang mit unserem Tablet. Nicht allzu weit von uns war laut den Angaben auf lastsightings eine Hyänenmama mit Cubs gesichtet worden.
Wir fuhren also auf der S1 wieder ein Stück zurück Richtung Phabeni Gate. Laut den Angaben sollten sich die Tiere in einem Flussbett in der Nähe der Abzweigung zur S65 befinden. Wir wussten weder, ob rechts oder links der Straße. An sich ist dieses System auf lastsightings eine tolle Sache. Problematisch ist aus unserer Sicht lediglich, dass die „Fundstellen“ oft nur sehr ungenau angegeben werden, so dass man nur einen sehr groben Rahmen hat, wo man suchen soll. Aber das ist natürlich besser als nichts.

Bei der Hyäne war uns kein Glück beschert, es war weit und breit ein trockenes Flussbett zu sehen, in dem sie hätten liegen können. Nachdem wir schon mal in der Nähe waren, entschieden wir uns, die S65 Richtung Süden zu fahren. Am Nwaswhitsaka Wasserloch hatten wir dann nach rund 1 ¾h Fahrt im Park auch unsere erste richtige Tierbegegnung des Tages: Ein Nashorn und ein Elefant teilten sich das Wasserloch, allerdings nicht gerade besonders friedlich. Der Elefant – der sich im Übrigen auch nicht wirklich fotografieren lassen mochte – versuchte mehrfach, das Nashorn zu vertreiben, bis er dann irgendwann aufgab und sich selbst in den Busch verzog.

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Unser nächster Zwischenstopp war der Mathekenyane Viewpoint. Am Thekwane Wasserloch kurz davor war lediglich eine Herde Impalas zu sehen gewesen. Wobei wir uns nach der bisherigen Ausbeute dieses Tages auch über Impalas gefreut hatten…

Der Viewpoint liegt auf einem Hügel, von dem man sehr schön ins Land schauen kann. An diesem Tag hat es da oben allerdings extrem heftig gewindet. Wind alleine wäre ja nicht schlimm gewesen, aber der dazu herumfliegende Sand hat wenig Lust auf Aussteigen gemacht. Micha war kurz draußen, kam dann aber recht schnell wieder da. Sand kann ganz schön pieken…😮

Weiter ging es auf der H5 Richtung Skukuza. Eigentlich wollten wir nicht ins Camp direkt, sondern in die Day Visitor Area. Allerdings hat sich die Beschilderung irgendwie im Nichts verloren, oder wir haben ein Schild übersehen. Also im ziemlich dichten Verkehr wieder die 3 km zurück zum Camp. Dort fanden wir mit Hilfe eines Parkplatzeinweisers (!) auch einen halbwegs schattigen Stellplatz und machten uns auf zum Bereich vorne am Fluss. Hier war es 2008 für Kruger-Verhältnisse schon recht voll gewesen, aber heute wuselte es einfach unglaublich und dazu der Wind. Absolut keine Chance, hier ein ruhiges Plätzchen zum Relaxen zu finden. Wir haben dann auch nur kurz eine Kleinigkeit zu Essen aus dem Deli geholt, Toilettenpause gemacht und sind dann mit einem Eis wieder zurück ins Auto gelaufen. Mit ist es ein völliges Rätsel, wie man in diesem Camp freiwillig übernachten kann.

Da es auf den Straßen rund um Skukuza beinahe genauso voll war wie im Camp, wollten wir möglichst zügig Richtung Lower Sabie kommen. Hoffentlich würde es dort wieder etwas ruhiger werden! Wir hatten schon 2008 den Süden als deutlich voller empfunden als den Norden, aber das hier war wirklich nicht mehr schön…

Eigentlich hätte ich noch gerne am Lake Panic Bird Hide vorbeigeschaut, aber angesichts der Umstände (sobald ein Auto auch nur kurz stehenblieb, bildete sich gleich ein Stau…) fuhren wir doch gleich auf die H4-1 am Sabie River entlang.
Dort sahen wir dann auch recht schnell einen Schreiseeadler auf einem Baum an Straßenrand sitzen.

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Einige Zeit später konnten wir Krododile am Flussufer beobachten. Mara fand besonders toll, dass man bei dem einen Tier die Zähne so schön seitlich rausschauen sieht…

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Auch unsere Freunde, die Hippos durften zu Maras Freude nicht fehlen. Wir haben nie wirklich rausgefunden, was sie an diesen Tieren so begeistert (es gibt ja wirklich hübschere), aber Mara fand Hippo-Sichtungen jedes Mal anhaltenswert.

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Ich hingegen fand die Elefantenmama mit dem süßen kleinen Kalb im Flussbett einen Grund zum Anhalten. By the way: Ich war sowieso sehr erstaunt, wie viele Jungtiere wir in diesem Urlaub gesehen haben. So intensiv hatten wir das vorher noch nicht erlebt. Die Jahreszeit scheint wirklich viele Vorteile zu haben.

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Gegen 15 Uhr kamen wir im Camp an. An der Rezeption angekommen waren wir gespannt. Da das Camp im November schon komplett ausgebucht gewesen war, hatten wir quasi blind über Dertour gebucht. Was wir denn da nun genau gebucht hatten, ergab sich nicht ganz eindeutig aus den Unterlagen.
Offensichtlich hatten wir alles richtig gemacht, denn wir bekamen einen schönen Bungalow mit Küche direkt am Zaun.

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Mara erkundete mit Micha auch gleich die Umgebung und traf dabei einen vierjährigen neuseeländischen Jungen aus dem Nachbarhaus. Obwohl sich die beiden lediglich mit Gesten verständigen konnten, hatten sie jede Menge Spaß miteinander und spielten eine ganze Weile auf der Wiese am Zaun.
Ich erfreute mich erst an diesem schönen Kerlchen

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und bereitete dann den Brotteig fürs Abendessen zu. Heute wollten wir endlich mal Brötchen über dem Feuer backen…

Am späteren Nachmittag konnten wir Mara mit Mühe und Not überreden, sich von ihrem Spielkameraden zu trennen und nochmals mit uns ins Auto zu steigen. Es wäre aber auch wirklich schade gewesen, wenn wir nicht losgefahren wären.

Zunächst machten wir einen Stopp auf der Brücke und beobachteten die Elefantenherde.

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Danach hatten wir geplant, auf die S28 in Richtung Bird Hide abzubiegen. An der Kreuzung kam uns jedoch ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer uns sagte, dass die Strecke „very bumpy“ und das Wasserloch leer sei. Also sind wir eben auf der Teerstraße geblieben und noch ein Stück Richtung Süden gefahren.

Nach ein paar Kilometern stand vor uns ein Auto am Rand. Kurzer Blick von Micha nach rechts. War da was? Und ja, da war tatsächlich was:

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Leider kamen innerhalb von kurzer Zeit mehrere Autos dazu. Einer der Helden dachte, er müsste auch noch hupen. Das war dem Leo wohl endgültig zu viel und er kletterte vom Baum und verschwand im Busch. Schade.

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Wir fuhren noch ein Stück weiter, drehten dann aber aufgrund der Uhrzeit um. Ca. 100m vor der ersten Leosichtung sah ihn Micha wieder, die restlichen Autos suchten immer noch weiter unten, leider war ich nicht schnell genug mit der Kamera und ich habe nur noch dieses Foto gemacht:

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Bevor wir endgültig ins Camp zurückfuhren, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Sunset Waterhole:

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Danach machten wir uns auf ins Camp und an die Zubereitung unsers Abendessens. Die Brötchen vom Grill gestalten sich als nicht ganz einfach. Ich hatte von daheim als Pizzasteinersatz ein rundes Backblech mitgebracht. Darauf Backpapier und die Brötchen, das Ganze mit Alufolie bedeckt, um den Kugelgrilleffekt wenigstens etwas nachzuahmen. Fazit des Experiments: Die Brötchen wurden trotz ziemlich hoch eingestelltem Rost unten deutlich schneller dunkel als in der Mitte fertig. So mussten wir vor dem Essen den untern ziemlich dunkel geratenen Teil abschneiden. Lecker waren sie trotzdem.:)

Zu Maras großer Freude kam übrigens während der Essenvorbereitungen noch ein Elefant direkt an den Zaun. Auch später in der Dunkelheit konnten wir ihn immer wieder hören, als wir mit unseren Savanna auf der Terrasse saßen.

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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter835 Beiträge · seit 200624. Sept. 2012 ·
Hallo Nadja,

hier ist der Link zum Restaurant: http://www.antandelephant.co.za/1801.html
Es liegt ca. 6 km nach der Kreuzung R36/R40 von Hazyview kommend auf der R 36 in Richtung Sabie auf der linken Seite.
http://goo.gl/maps/q1CLk

Tischreservierung würde ich empfehlen, das geht auch per Mail.

So, und nun viel Spaß mit einem weiteren Tag Kruger.

Viele Grüße
Susanne
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6’155 Beiträge · seit 200625. Sept. 2012 ·
hallo Susanne,
wir waren letztes Jahr in der Treehaus Lodge - hatten das Dreamhaus - liegt
für sich alleine mit Blick aufs Wasserloch - ist sehr gross - mit Riesenterrasse
Holsteg extra zu einer Aussendusche und WC, es war himmlisch.
Bei uns war das Essen super lekker -- auch das Frühstück. Allerdings der Gamedrive
war wirklich nicht das gelbe vom Ei - wir hatten zwar Leoparden gesehen- aber
die Zufahrt auf der Pad bis endlich zum Gamedrive-Gelände war zu weit.
Aber so unterschiedlich sind die Geschmäcker - ich würde jederzeit dort nochmals
einen Stop einlegen.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter835 Beiträge · seit 200626. Sept. 2012 ·
Hallo Hanne,

eigentlich doch ganz gut, dass die Geschmäcker zumindest ab und an verschieden sind - sonst wäre es an einigen schönen Orten auf dieser Welt wahrscheinlich äußert unangenehm voll...;)
Die Baumhäuser selbst haben uns sehr gut gefallen. Beim Dreamhouse fand ich vor allem die Möglichkeit, das Bett auf die Terrasse zu schieben, absolut toll.
Für uns hat eben nur das Drumherum nicht so ganz gestimmt.

Ein Problem des Gamedrives ist tatsächlich der lange An- und Abfahrtsweg. Wir sind ja schon mit Verspätung gestartet und dann noch rund 20min bis zum Tor - da ging leider schon sehr viel Zeit mit fotogeeignetem Licht verloren.
Aber zumindest war es für uns ein guter Test um festzustellen, dass Mara auch 3 1/2h Gamedrives in einem offenen Fahrzeug völlig unproblematisch mitmacht.:)

Liebe Grüße
Susanne
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Themenstarter835 Beiträge · seit 200626. Sept. 2012 ·
13.08.2012: Ein perfekter Tag mit nicht ganz perfektem Ende

Micha hatte gestern noch kurz vor dem Einschlafen auf der lastsightings-Seite gelesen, dass auf der S 130 zwei Leoparden mit Beute am Fuß eines Baumes gesichtet worden wären.
Ich fand zwar diese Angabe äußerst schwammig (die S 130 ist ja auch nur 13km) lang, aber Micha wollte den Versuch unbedingt wagen. Also sind wir um kurz vor sieben nach erstem Stop am Wasserloch

IMG_9195CampWasserloch_1.jpg


erst mal wieder Richtung Süden auf der H4-2 gefahren, um dann auf der S 130 die Suche nach den Leos zu starten. Wer von euch diese Strecke schon mal gefahren ist, hat vielleicht in Erinnerung, wie viele Bäume es dort gibt. Ich glaube, nach einigen Kilometern war ich baumblind.😜 Die netten Tierchen hätten wahrscheinlich direkt auf der Straße sitzen müssen, damit ich sie noch gesehen hätte. Einzig ein Geiernest entdeckten wir unterwegs.

IMG_9198GeiermitNest_1.jpg


Das war also schon mal nichts.:(
Nach kurzer Diskussion einigten wir uns darauf, auf der Teerstraße Richtung Lower Sabie zurückzufahren, um dann anschließend nochmals auf der H4-1 entlang des Sabie River unser Glück zu versuchen.

Bis Lower Sabie herrschte unterwegs bis auf mehrere Warzenschweine gähnende Leere in den Büschen rechts und links der Straße. Alles in allem also ein eher frustrierender Gamedrivebeginn.
Um kurz nach halb neun erreichten wir die Brücke. Die Elefantenherde von gestern war leider weitergezogen.

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Dafür sahen wir einige Zeit später direkt neben der Straße eine Elefantenfamilie beim Frühstücken. Falls sich jetzt jemand fragen sollte, warum wir nach all den bisher veröffentlichten Elefantenbildern nun ausgerechnet einen hinter Büschen versteckten Elefanten posten, dem sei gesagt: Es dient dem Dokumentationszweck, bitte abwarten….

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Kurze Zeit später schaut Micha etwas überrascht nach vorne auf die Straße: Du, was läuft denn da? Nach einem kurzen Moment der Begriffsstutzigkeit hatten wir es dann auch alle begriffen: Da lief ein ziemlich großer männlicher Löwe vor uns auf der Straße spazieren – waoh!
Nachdem Löwenbilder von hinten ja nicht ganz so schick sind, fuhr Micha vorsichtig an ihm vorbei und stellte uns dann leicht schräg auf die Straße, damit ich fotografieren konnte:

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Der Gute ließ sich von dieser Aktion absolut nicht stören und lief völlig unbeirrt auf uns zu und dann am Auto vorbei. Mara saß mit offenem Mund hinter uns. Ein richtiger männlicher Löwe mit wirklich schöner Mähne und dann auch noch so nah, dass einem die wirklich unglaubliche Größe so richtig bewusst wurde.

Wir sind zwar auf früheren Reisen Löwen schon öfter relativ nahe gekommen, aber so ein Löwenspaziergang auf der Teerstraße mitten im Kruger hatten wir noch nie erlebt.

Wir hatten uns vom dem Erlebnis noch nicht ganz erholt, da rief Mara auf einmal ganz erfreut „Hippo“! Alle Blicke Richtung Fluss. „Nein, da, auf der andren Seite!“. Häh? Also nach links geguckt und dann stand tatsächlich ein Hippo im Busch und fraß. Wie war das mit: Stelle Dich nie zwischen ein Hippo und das Wasser? 😕 Also schnell Foto gemacht und weiter…

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Kurze Zeit später durften wir auf unserer imaginären Big5-Liste im Kopf schon das nächste Kreuzchen machen: Am Straßenrand standen ein paar Büffel, die unbeachtet des doch recht regen Verkehrs gemütlich frühstückten.

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Frühstück – das wurde auch bei Mara so langsam zum Thema, es war schon kurz nach halb zehn. Also steuerten wir den Nkuhlu Picknickplatz an. Der hatte gestern beim Vorbeifahren ganz nett ausgesehen. Auf den ersten Blick blieb der Eindruck auch noch, doch dann…

Nachdem wir nach einigem Herumsuchen einen Gasgrill organisiert hatten (es war zwar reichlich Personal vorhanden, aber entgegen der sonst üblichen Hilfsbereitschaft wollte niemand zuständig sein), lernten wir die Plage dieses Picknickplatzes kennen. Nein, zur Abwechslung mal keine Vögel sondern Grünmeerkatzen und Paviane. Und nicht die kleinen, noch halbwegs harmlos aussehenden, sondern durchaus ausgewachsene Tiere mit entsprechendem Gebiss. Das Frühstück gegen Vögel zu verteidigen ist nervig, gegen Grünmeerkatzen und Paviane absolut grässlich. Solange noch zwei weitere Grills in Betrieb waren, ging es noch halbwegs, da die Tiere meistens versuchen, den vordersten der Grills anzugreifen und wir in der Mitte waren relativ geschützt. Das änderte sich leider, als alle anderen aufbrachen. Also wurde aus einem gemütlichen Frühstück eine Schnellessrunde.

Picknickplatz_2012-09-26.jpg


Als sich dann auch noch die Toiletten als völlig verdreckt und die Waschbecken ohne fließendes Wasser herausstellten, verließen wir den Picknickplatz doch ziemlich zügig und fuhren ein Stück weiter nördlich über die Brücke, um dann auf der S30 wieder Richtung Süden und Camp zu fahren.
An einer der Flußschleifen konnten wir ein Buschbock pärchen beobachten. Leider ließ sich nur das weibliche Tier fotografieren, das männliche zeigte sich der Linse immer nur von hinten…

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Einige Zeit später sahen wir noch einen Marabu am Fluss. EDIT: Inzwischen wurde ich überzeugt, dass es sich um einen Goliathreiher handelt und wir uns vielleicht doch ein Vogelbuch zulegen sollten...;)

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Gegen viertel vor zwölf kehrten wir nach einem langen, aber zumindest im zweiten Teil doch sehr erfolgreichen Drive ins Camp zurück und gönnten uns eine Mittagspause mit einem kleinen Schläfchen für alle Beteiligten.

Anschließend entdecke ich bei lastsightings, dass auf der H10 nahe beim Camp ein Leo mit Impala im Baum gesichtet worden sei. Zwar war ich nach dem morgendlichen Erlebnis eher misstrauisch, aber nachdem eine recht genaue Kilometerangabe dabei stand und es nahe am Camp war, entschieden wir uns, unser Glück nochmals zu versuchen. Nach unserem obligatorischen Spaziergang zum Campshop mit Eiskauf fuhren wir los.

Schon zu diesem Zeitpunkt fühlte sich mein Magen nicht mehr ganz so toll an, aber ich ignorierte es. Angeblich war der Leo 3 km von der Kreuzung H10/S29 gesehen worden. Micha stellte also an der Brücke den Kilometerzähler auf Null und fuhr los. Nach drei Kilometern stießen wir auf eine Ansammlung von mindestens 12 Fahrzeugen vor einem Baum. Wir konnten gerade noch sehen, wie sich ca.100m vorher im offenen Busch eine Löwin bewegte und gingen erst mal davon aus, dass die alle den Löwen beobachten. Nachdem sich allerdings nichts rührte, als die Löwin verschwunden war, fragten wir doch mal nach, was es noch spannendes gäbe. Antwort: Da oben im Baum wäre ein Leo. Wenn wir genau hinschauen würden, könnten wir ihn und seine Beute sehen… So viel zu der Kilometerangabe. Aber immerhin, 4 von 5 an einem Tag.😄

Wir suchten uns einen Stellplatz, an dem wir einigermaßen eine Sicht auf den Baum hatten (gar nicht so einfach angesichts der Menge an Fahrzeugen) und warteten: Zuerst gab es mehr unvernünftige Menschen zu beobachten als das Tier.

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Dann war der Leo aber doch so freundlich, sich uns zu zeigen:

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Die Beute bekamen wir nicht zu Gesicht. Allerdings hatten wir mit Mara im Vorfeld darüber gesprochen, dass das Tier sein Essen auf den Baum getragen hat, um es vor anderen Tieren zu schützen. Maras Kommentar war dazu nur: „Mama, wie schmeckt Impala?“
Nach einiger Zeit entschieden wir uns, noch ein Stück weiterzufahren. Durch die Masse an Fahrzeugen war das keine wirklich entspannte Beobachtungssituation. Wie mag sich wohl der Leo auf dem Baum gefühlt haben?
Inzwischen rumorte mein Magen schon deutlich heftiger und mir war latent übel. Doch weiter versuchte ich es zu ignorieren. Kurz bevor wir auf meine Bitte zu Wenden um ins Camp zurückkehren, rief Mara plötzlich „Rhino“. Und tatsächlich: Was wir bei einem kurzen Seitenblick für einen großen Stein gehalten hatten, bewegte sich.


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Damit hatten wir es doch tatsächlich geschafft. Full House an einem einzigen Tag. Wenn mir bloß nicht so schlecht gewesen wäre….

Im Camp angekommen verkroch ich mich sofort ins Bett und wollte absolut nichts mehr wissen. Nachdem Mara etwas zu essen brauchte, machte sich Micha an die Zubereitung des Abendessens.

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Ich versuchte zwischendrin noch aufzustehen und zu helfen, aber das führte nur noch zu schlimmerer Übelkeit. Kurz nach dem Abendessen erwischte es dann auch Micha. 🤢 Wir hofften dann beide dringend, dass es Mara nicht auch noch erwischen würde. Das war leider nicht der Fall. Mitten in der Nacht rief sie plötzlich, dass sie auch spucken müsse. Großartig. Jetzt lagen wir alle drei mit massiver Übelkeit flach. 🤢 🤢 🤢
Nachdem irgendwann nichts mehr in uns drin war, dass Übelkeit hätte verursachen können, ging es uns langsam besser. Wir entschieden uns, am nächsten Morgen möglichst lange im Camp zu bleiben und dann ganz gemütlich Richtung Berg-en-Dal aufzubrechen, alles in der Hoffnung, dass sich unser Zustand nicht wieder verschlechtern würde.

Wir vermuten, dass wir uns den Magen vermutlich an den Frühstückseiern verdorben haben. Alternativ kommt noch in Betracht, dass die Grillschale am Nkuhlu Picknickplatz nicht sauber gereinigt war, auch wenn uns diesbezüglich nichts aufgefallen ist, aber wir waren ja auch mit den Affen beschäftigt.

Jedenfalls haben wir uns unverzüglich von unserem in Hazyview frisch eingekauften und immer gekühlt mitgeführtem Eiervorrat getrennt und für diesen Urlaub keine mehr angerührt…

Fazit Lower Sabie: Das Camp und die Umgebung hat uns sehr gut gefallen. Es ist zwar auf den Straßen deutlich voller als weiter im Norden, aber die große Chance auf Big5 Tiersichtungen macht das aus unserer Sicht wett. Neben Satara steht das Camp auf alle Fälle auf unserer „Wir kommen wieder“-Liste.
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
56 Beiträge · seit 201127. Sept. 2012 ·
Hallo ,

vielen Dank für Deinen wunderbaren Reisebericht !
Aber kann das sein, dass sich hier ein Goliathreiher auf Deinem Foto befindet
statt eines Marabus ?

Liebe Grüße
Auxo
Themenstarter835 Beiträge · seit 200627. Sept. 2012 ·
Hallo Auxo,

ich gebe ehrlich zu, dass ich von Vögeln relativ wenig verstehe.
Hier nochmal ein vergrößterter Ausschnitt des Bildes:

IMG_9234MarabuAusschnitt_1.jpg


Der braune Hals könnte tatsächlich auf einen Goliathreiher hindeuten. Allerdings hat der bei uns im Buch einen deutlich spitzeren und längeren Schnabel als das Tier auf dem Bild. Daher meine Vermutung Marabu. Aber ich lass mich gerne eines besseren belehren...:-)

Liebe Grüße
Susanne
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138 Beiträge · seit 200827. Sept. 2012 ·
Hallo und guten Abend,

Auch von mir ein DANKE für diesen tollen Reisebericht, insbesondere das Interesse und die Geduld der kleinen Mara bei den Tiersichtungen machen besonders viel Spass beim Lesen.

Zu dem Vogel folgendes: ich glaube, es ist definitiv keine Marabu (Die Farbe passt nicht, der Kehlsack fehlt). Es scheint ein Reiher zu sein, falls kein Goliathreiher (ca. 1,40 m groß bzw. hoch), könnte es ein Purpurreiher sein. Der hat ebenfalls einen braunen Hals, ist aber kleiner.

Gruss

afra
8’801 Beiträge · seit 201027. Sept. 2012 ·
Hey Susanne, tolle Fortsetzungen mal wieder!

Der Vogel ist nie im Leben ein Marabu - die sind viel hässlicher 😉 ! Ich habe in Botswana ganz viele gesehen, glaub mir!

Es ist ein Goliathreiher - ein Purpurreiher hat Streifen am Hals. Und ich glaube, der Schnabel ist spitz, man sieht das auf dem recht unscharfen Ausschnitt kaum, aber wenn man genau hinsieht, schon - die Spitze hat ein bisschen die Farbe des Hintergrundes!

Hugh, ich habe gesprochen - Bele, die Neu-Birderin 😄 😄 (heute kam mein Sasol!)
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200627. Sept. 2012 ·
Hallo ihr Lieben,

danke für die kreativen Vorschläge zu unserm Vogel. Und natürlich für das Lob zu unserem Reisebericht 🙂 .
Wie schon Auxo geschrieben, könnt ihr mir in Sachen Vögel leider fast alles erzählen. Storch, Geier und Adler erkenne ich halbwegs, danach wird es schon eng. Vielleicht sollten wir uns vor dem nächsten Urlaub auch noch einen ordentlichen Vogelführer zulegen...
Also, die Mehrheit ist im Moment anscheinend für Goliathreiher - noch irgendwelche anderen Vorschläge? 😎

Viele liebe Grüße
Susanne
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8’801 Beiträge · seit 201027. Sept. 2012 ·
mamba29 schrieb:
Also, die Mehrheit ist im Moment anscheinend für Goliathreiher - noch irgendwelche anderen Vorschläge? 😎
Jetzt nimm ihn halt 😎 !
mamba29 schrieb: Vielleicht sollten wir uns vor dem nächsten Urlaub auch noch einen ordentlichen Vogelführer zulegen...
Ich habe "Ein Taschenführer für Vögel im südlichen Afrika" - (jetzt in Deutsch!) von Burger Cillié und Ulrich Oberprieler. Den find ich für Laien wie mich oberklasse - die Fotos sind denen die man selber macht, sehr ähnlich.

Seit heute habe ich wie gesagt den Sasol für die Feinheiten - aber das sind keine Fotos, sondern Zeichnungen. Für mich momentan noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig 🙂 !

Aber für Mara (übrigens ne ganz süße Maus!) sicher ein schönes Bilderbuch!

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200627. Sept. 2012 ·
Okay Bele, Du hast mich überzeugt. Ich tausche Marabu in Goliatreiher...:)

Von Burger Cillié haben wir "The Mammal Guide fo Southern Africa". Bei dem sind die Fotos genau so, wie Du sie auch vom Vogelbuch beschreibst - wirklich relatitätsnah. Das hat unser Rätseln über die eine oder andere Antilope dieses Jahr recht schnell beendet.
Da 2014 wohl mehr Vögel unseren Weg kreuzten könnten, schaue ich mir die Vogel-Version von diesm Buch mal an. Ich bin mal gespannt, wie Du mit den Zeichnungen des anderen Buches klarkommst. Das stell ich mir ein bisschen schwieriger vor.
Berichte bitte mal bei Gelegenheit.

Danke für das Lob über unser wohlgeratenes Töchterchen.:) Solange sie nicht gerade mal wieder der Teufel reitet, ist sie wirklich süss. Und wir sind sehr dankbar, dass sie uns einen so tollen und erlebnisreichen Urlaub beschert hat.

Lieber Gruß
Susanne
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zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2012
1’249 Beiträge · seit 201201. Okt. 2012 ·
Hallo Susanne,
nachdem ich leider wieder da bin habe ich gleich mal Deinen Reisebericht weitergelesen, den Du ja schon vor meiner Abreise begonnen hattest. Weiterhin ein sehr schöner Bericht! Der eine Leo und der Löwe bei Lower Sabie kommen mir bekannt vor, ich glaube, das sind die, die wir auch gesehen haben 🙂
Liebe Grüße, Alexa
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Themenstarter835 Beiträge · seit 200604. Okt. 2012 ·
Hallo Alexa,

schon wieder da? Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub. Und schön zu hören, dass ihr "unsern" Leo und den Löwen auch gesehen habt.
Gibt es von Dir auch einen Reisebericht?

Mir fehlen hier noch die letzten beiden Tage. Ich hoffe, dass ich das bis dem Wochenende vollends schaffe.

Viele Grüße
Susanne
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1’249 Beiträge · seit 201204. Okt. 2012 ·
Hallo Susanne,
ja leider schon wieder da... Ja klar gibt es einen Bericht! Bin gerade am Bilder sortieren und dann gehts ans Schreiben...
Und ja, es war traumhaft schön! Ich will wieder zurück 😵
Liebe Grüße, Alexa
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Themenstarter835 Beiträge · seit 200608. Okt. 2012 ·
14.08.2012: Ziemlich viele Umwege

Als ich an diesem Morgen gegen halb acht aufwachte, fühlte ich mich schon wieder erstaunlich fit. Zumindest bei mir schien das Schlimmste überstanden zu sein. Micha hingegen fühlte sich noch ziemlich neben der Spur, stand aber tapfer auf und half mir, unser Gepäck zusammenzusuchen. Mara schlief derweil noch friedlich. Ihr scheint das Ganze am wenigstens ausgemacht zu haben. Juhu!:)

Nach einem Frühstück war uns allen nicht mal ansatzweise zu Mute, also packen wir nach uns nach alles ins Auto und verließen Lower Sabi gegen halb zehn. Geplant hatten wir, zunächst bis Crocodile Bridge zu fahren, um von dort dann über die S25 nach Berg-en-Dal zu fahren.
Tja, soweit zur Planung. Als wir in Croc Bridge ankamen, stellten wir fest, dass die S25 vermutlich noch wegen des Hochwassers komplett gesperrt ist. Leider haben wir das erst an der Abbiegung erfahren. Irgendwie wäre es sinnig gewesen, an einer der vorherigen Abzweigungen schon darauf hinzuweisen.😗

IMG_1882_1_1.JPG


IMG_9263Mararbus_1_1.jpg


IMG_9265ZebrasundGnuamWasserloch_1_1.jpg


IMG_9270Adler_1_1.jpg



In Croc Bridge gönnten wir Michas immer noch etwas unruhigem Magen erst mal eine Pause vom Autofahren und starteten auch den ersten zaghaften Versuch einer Nahrungsaufnahme: Joghurt, das erfreulicherweise keine negativen Auswirkungen zeigte…:)

Dann ging es wieder zurück Richtung Lower Sabi. Die nächstmögliche Straße Richtung Westen war die H5 nach rund 15km. Unser Alternativplan, von dort über die S108 auf die S25 zu kommen, erledigte sich auch wieder: Die Brücke über den Crocodile River war gesperrt, wir konnten also nur weiter über die S26 Richtung Westen fahren, bis wir schließlich etwas oberhalb der Jock Safari Logde auf die H3 stießen. Nicht wirklich die Richtung, die wir eigentlich fahren wollten, aber immerhin auf einer Straße Richtung Berg-en-Dal.

Auf der S26 stießen wir auf eine Impalaherde. An sich nichts besonders, nur eines der Tiere sah schon ziemlich ungewöhnlich aus: Ein Albino-Impala.😜

IMG_9276Albino-Impala_1_1.jpg


IMG_9279Albino-Impala_1_1.jpg


Einige Zeit später sahen wir unterwegs noch Wasserböcke und eine Geierfamilie.

IMG_9281Geier_1_1_2012-10-08.jpg


IMG_9282Wasserbock_1_1.jpg


Die Wildhundfamilie, die laut eines entgegenkommenden Fahrers auf einem Hügel am Rande der Straße hätte liegen sollen, haben wir leider nicht gesehen. Manchmal können 15min Fahrzeit einfach schon zuviel sein…:(

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Afsaal-Picknickplatz (er sieht vogel- und affenfrei aus, wir haben selbst aber nichts gegessen), sind wir gegen halb drei in Berg-En-Dal angekommen und bekamen einen hübschen Bungalow in der Nähe des Zaunes.

HausBED.jpg


Nachdem wir von der vorherigen Nacht doch alle noch ziemlich geschafft waren, legten wir erst mal eine längere Pause ein. Sogar Mara verhielt sich dankenswerter Weise relativ ruhig.
Eigentlich hatten wir am Spätnachmittag gar keine so richtige Lust, nochmals ins Auto zu steigen, entschieden uns dann aber doch dazu, wenigstens zum Matjulu-Wasserloch zu fahren. Und das hat sich dann auch richtig gelohnt:

IMG_9297NashrneramWasserloch_1_1.jpg


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IMG_9308NashrneramWasserloch_1.jpg


IMG_9311NashrneramWasserloch_1.jpg



Zeitweise konnten wir bis zu fünf Nashörner gleichzeitig am Wasserloch beobachten. Mara zeigte sich erfreulicherweise sehr geduldig und so konnten wir längere Zeit am Wasserloch stehen und diese faszinierenden Tiere beobachten. Ein sehr schöner Tagesabschluss.
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
1’249 Beiträge · seit 201208. Okt. 2012 ·
Hallo Susanne,
schön, dass es weitergeht. Blöd, dass es Euch nicht gut ging, da kann man dann gar nicht richtig genießen... Aber die Rhinos haben Euch sicher entschädigt, tolle Bilder!!! Und so freie Sicht, ohne Zweige dazwischen wie bei mir immer...
Aber da sieht man mal wieder, wieviel Glück alles ist, man muß zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Wir waren glaub ich drei mal an diesem Wasserloch - mit gänhnender Leere...
Tja, und die Crocodile River Road wären wir auch gerne gefahren... Vielleicht nächstes mal!
Danke für Deinen Bericht und liebe Grüße,
Alexa
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