Beate2Themenstarter1’117 Beiträge · seit 201019. Apr. 2012 ·
In den Osterferien hatten wir für 3 Wochen Besuch aus Good Old Germany. Neben den "Must See" am Kap waren die Gardenroute und der Addo NP geplant. Der Rückweg führte unsere Freunde dann noch in die Karoo und wieder zurück zur Basisstation.
Den ersten Tag nutzen wir bei Bilderbuchwetter gleich für den Tafelberg. Wir haben vorab die Karten im Internet gekauft. Das erweist sich als eine kluge Tat, denn so sparen wir uns mindestens 1 Stunde Wartezeit vor dem Kartenschalter. 😉 Oben haben wir ca 24°, ein leichter Wind weht und die Fernsicht ist ziemlich gut. Die Menschenmassen verlaufen sich recht schnell und wir geniessen es sehr. 🙂
Für einen anderen Blick auf die Stadt machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Signal Hill.
Hungergefühle machen sich breit und der Junior äußert den Wunsch nach einer Pizza. Da für den Nachmittag noch der Besuch des Aquariums auf dem Programm steht, fahren wir gleich zur Waterfront und testen dort im "Primi Wharf" die Pizzen. Wir sind angenehm überrascht, alle Pizzen sind lecker und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Die Tafelbucht bildet mit den vorbei fahrenden Schiffen eine schönen Kulisse.
Gut gesättigt laufen wir an den Piers entlang zum "Two Oceans Aquarium". Hier bewundern auch wir wieder all die bunten Fische, Korallen und Anemonen.
Durch das Mikroskop betrachten wir die winzigen Sandbewohner und schauen lange den Haien, Barschen, Schildkröten und anderen kleinen Fischen zu.
Mit platten Füssen und voller Eindrücke vom schönsten Ende der Welt machen wir uns auf den Heimweg.
Am nächsten Tag fahren unsere Freunde voraus nach Brenton on Sea. Hier haben sie für 2 Nächte die Family Unit B1 im "Brenton on Rocks" reserviert. Sie rufen uns begeistert aus ihrem Domizil an und das Meeresrauschen ist selbst durch das Telefon noch gewaltig. Lage, Ausstattung und Preis werden positiv bewertet. 🙂
Zwei Tage später machen wir uns dann auch auf den Weg in Richtung Addo. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir zuerst beim Zahnarzt vorbei. Am Vortag hat eine Krone den Salinos nicht standgehalten 😵 und sie muss morgens noch schnell wieder an Ort und Stelle platziert werden.
Hinter dem Sir Lowry's Pass erwarten uns die üblichen Wolken und ab dem Houw Hoek Pass giesst es in Strömen. Das Fahren ist stellenweise eher ein Glitschen auf den Wassermassen. 🤩 Zum Glück gibt es nur wenig Verkehr.
Ich hatte vor der Abfahrt noch mal die website des SA Automobilclubs nach Baustellen auf der N2 befragt und demnach sollte es zwischen Swellendam und Heidelberg 4 Stop & Go Baustellen geben. Wir biegen also hinter Swellendam auf die R324 und R322 ab und lernen hier eine schöne ruhige Strecke durch grüne Hügel kennen. Unser Frühstück gönnen wir uns bei Sonnenschein in der Gesellschaft von blökenden Schafen und zwitschernden Vögeln. Ein Hamerkop kommt auch noch vorbei. Das ist sehr beschaulich! 🙂 Bei Heidelberg treffen wir wieder auf die N2 und haben dann das Glück zwischen Riversdale und Albertinia in 3 langen Stop & Go Baustellen zu stehen. Die waren auf der AA website natürlich nicht angegeben. This is Africa! Wir haben hier nun 3 mal 10 Minuten Zeit zum Landschaftsstudium. Bei den Wolkenbrüchen ist aber nicht viel zu sehen… 😐 Hier ist mehr Verkehr, mit etlichen Lkws, aber niemand drängelt. Damit geht es halbwegs entspannt voran.
Auf den Wiesen und Feldern sehen wir sehr viele Blue Crane. Ich finde diese Vögel immer wieder ausgesprochen elegant.
Selbst durch Knysna kommen wir ohne den üblichen Freitagnachmittagsstau und so erreichen wir unser Tagesziel Plettenberg Bay nach knapp 7 Stunden rechtzeitig zur Kaffeezeit. Hier haben wir uns mit unseren Freunden verabredet.
Unsere Unterkunft ist für eine Nacht auch das "Sunshowers". Die Realität hält leider nicht, was die website verspricht. Das Haus liegt nur durch die Zufahrtstraße und eine hohe Hecke von der Lagune entfernt. So weit so gut. Die Zimmer 1-4 liegen im Erdgeschoss, sie sind gross, hell und freundlich eingerichtet. Allerdings ist das Grundstück zur Straße hin offen und auf dem Sitzplatz vor dem Zimmer sitzt man somit am Straßenrand. Auch wenn die Straße neben Anwohnern nur von Strandspaziergängern und Hundebesitzern frequentiert wird ist dies in der Saison und bei gutem Wetter nicht so toll. Wenn unsere Freunde ihre Tür offen haben, haben sie auch sofort 4-beinigen Besuch aus der Nachbarschaft im Zimmer… Wirklich störend ist aber die mangelnde Sauberkeit in Küchen und Bädern: Benutztes Besteck und schmieriges Geschirr im Schrank, angebrannte Töpfe. Da macht self catering wenig Spass. 🙁 Einige Teile unserer Badausstattung haben seit Längerem erfolgreich den Kontakt mit dem Putzlappen vermieden. 😮 Für ein 4 * Haus ist dies eine suboptimale Leistung!
Der Frühstücksraum und die Lounge liegen im Obergeschoss, von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Lagune. Hier gibt es noch 2 weitere Zimmer mit Meerblick und Balkon.
Um 18.00 haben wir für das Abendessen einen Tisch bei "Enrico's" in Keurboomstrand zum Sonnenuntergang reserviert. Leider geht die Sonne im Regen unter. Im Restaurant ist es entsprechend voll und laut, aber das Essen ist ein Genuss: 😁 Antipasti, Focaccia, Kingklip, Prawns, Pizza… alles kommt sehr frisch und in guten Portionen auf den Tisch.
Rundum satt und zufrieden fallen wir alle früh in die Betten. Es giesst weiterhin die ganze Nacht über und wir hofften inständig auf besseres Wetter.
Ein neuer Tag - die Sonne scheint durch die Vorhangritzen! Na also, das verspricht gut zu werden. Das Frühstück können wir dann bei strahlendem Sonnenschein geniessen.
Hier gibt es nichts am Angebot zu meckern. Nur der Service ist ausgesprochen verschlafen.
Dann passiert leider etwas Unerquickliches: Die Managerin macht bei der Eingabe für die Kreditkartenzahlung einen Fehler, den wir, da wir abgelenkt sind, nicht rechtzeitig entdecken. Sie gibt eine Null zu viel ein und so wird das Urlaubskonto statt mit ZAR1800 mit üppigen ZAR18000 belastet. Umph! 🤩 Immerhin ruft sie unsere Freunde nach einigen Tagen an, teilt dies Versehen mit und verspricht, das Geld sofort zurück zu zahlen. So weit so ärgerlich. Richtig ärgerlich wird es aber, als es immer noch einige Tage und noch mehr Telefonate und Versprechen dauert, bis das Geld endlich wieder überwiesen wird. 😠 Wir merken uns: Kreditkartenbelege immer genauestens studieren, gerade die unscheinbare "0"! 😗
Beate2Themenstarter1’117 Beiträge · seit 201019. Apr. 2012 ·
Fortsetzung, Teil 1
Direkt an der N2 gibt es ein großes Shopping Centre, das wir Frauen nach dem Gefühl unserer Männer in 1,5 Stunden halb leer kaufen. 😗 So kommen wir erst spät los in Richtung Addo. Da die Wolken ihr Wasser für sich behalten, machen wir den geplanten Abstecher zum Storms River Mouth. Es ist relativ warm und nur ein leichter Wind weht. Die Pfützen zeugen noch vom gestrigen Regen und wir sind froh, dass wir uns in den letzten Tagen nicht hier eingemietet hatten.
Wir kommen zur Mittagszeit an und die Insassen der Tourbusse sind alle mit dem Lunch beschäftigt. Gut so, auf dem Weg zur Hängebrücke ist auch so noch genug Betrieb.
Neben der Hauptbrücke gibt es jetzt noch eine zweite Hängebrücke.
Ich merke einmal mehr, dass ich nicht seefest bin und bin einerseits beeindruckt über die Konstruktionen, aber auch froh, als ich wieder festen Boden unter den Füssen habe.
Es ist schön, nach etlichen Jahren mal wieder hier zu sein. 🙂
Nach einem Snack geht es unerwartet gut weiter: Ohne Baustellen und mit ganz wenig Verkehr rollen wir auf der N2 in Richtung Osten. Das Wetter wird besser und selbst durch Port Elizabeth kommen wir ohne die Horrorerlebnisse der letzten Fahrt. Damals sind wir wohl über irgendeine mit Pkws und Lkws verstopfte, mehrspurige Stadtautobahn gefahren, jetzt geht es entspannt am Meer entlang. Herrlich! 😁
Nach 290 km und gut 5 Stunden Fahrt (inklusive ca. 1 Std Storms River) erreichen wir das Matyholweni Gate am Addo Elephant National Park. Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte, das Matyholweni Camp, liegt in der Colchester Section im südlichen Teil des Parks, nur ca. 3 km von der N2 entfernt. Das Einchecken geht fix, wir bekommen noch Tipps, welche loops wir wegen des Regens heute nicht fahren sollen und passieren gleich hinter dem Gate die ersten frischen Elefantenhaufen. Leider ist von den Verursachern nichts mehr zu sehen. Derzeit besteht das Camp aus 6 Doppelchalets und 3 Dreierchalets. 3 weitere Chalets sind im Bau. Die Chalets liegen alle in einer Reihe, umgeben von dichtem Busch und mit Blick auf die nächsten Hügel. Leider liegen sie etwas zu dicht beieinander (wir haben die Nachbarn aber kaum gehört). Bei der "Größe" des Camps und da es weder einen Shop noch ein Restaurant hier gibt, ist es aber ein sehr schönes, ruhiges Plätzchen. Die Chalets selbst sind geräumig, nett eingerichtet und in der Küche mit allem Nötigen ausgestattet (Schneidbrett und scharfes Messer habe ich immer dabei 😉 ). Das Bad ist groß genug und die Dusche ist klasse.
Wir füllen nur schnell die Kühlschränke, hängen unser Moskitonetz auf und treffen uns dann zum gemeinsamen Kochen. Zum Glück haben wir an Stelle von 3 Grillabenden ein Nudelessen geplant. Das wird spontan auf heute vorverlegt, denn es regnet mal wieder. Wir nehmen einiges an Besteck und Geschirr aus unserer Küche zu unseren Freunden mit und machen es uns mit zusätzlichen Campingstühlen um den Tisch gemütlich. Frische Luft, gutes Essen und leckerer Wein verkürzen den anschließenden Spieleabend allerdings drastisch. Wir schaffen nur 5 Phasen von "Phase 10"… 😗
Zurück in unserem Chalet packen wir nur noch die Zahnbürsten aus. Bevor wir ins Bett krabbeln kommt noch unser Hausgast vorbei: Eine Fledermaus zieht nun jeden Abend exakt 5 Runden und verschwindet danach wieder. So ist das OK!
Der einzige Nachteil an der Ausstattung macht sich nun bemerkbar: Handtücher und Bettwäsche müffeln - so, als ob sie zu lange nass in der Waschmaschine gelegen hätten. 🙁 Diesen Geruch finde ich sehr unangenehm und es macht nicht wirklich Spass, die Nase darin zu versenken.
Strelitzie2’860 Beiträge · seit 201119. Apr. 2012 ·
Hallo Beate,
bin gern Mitfahrer... 🙂 Ach schön, Erinnerungen kommen hoch - im Oktober ist es wieder soweit!
schön - wenigstens per Reisebericht mal wieder was von Dir zu hören. Bin gespannt wies weitergeht - mit dem Wettergott stehts Du nicht so gut 😉 Namibia zu kalt --- Südafrika verregnet - hoffe es wird besser. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Hallo Beate, das ist fein, dass Du hier einen Bericht schreibst. Wir waren noch nie in Capetown, steht aber ganz oben auf unserer Warteliste. LG der bayern schorsch
Hallo Beate! Yippiee... Ein Südafrika-Reisebericht 🤪 Und nachdem ich mit meinem fast fertig bin, habe ich viiiel Zeit zum Lesen! Sehr schöne Bilder, das weckt schöne Erinnerungen an letztes Jahr! Vielen Dank für die Mühe! Liebe Grüße, Alexa
Danke für das Mitreisen!B) Schöne Erinnerungen werden wach.😁
Kapstadt ist schon meine Lieblingsstadt. Im November ist es wieder soweit. Ich freue mich schon auf die "Kellertour". 🙂 Chardonnay, Chardonnay ich komme....:P
Beate2Themenstarter1’117 Beiträge · seit 201019. Apr. 2012 ·
Liebe Mitreisende,
willkommen an Bord! Schön, wenn ihr in Erinnerungen an vergangene Reisen schwelgt oder euch auf das freut, was es hier noch zu entdecken gibt… 😁
@ Strelitzie die Zeit wird dir mit unseren Berichten sicher nicht lang! 😉
@ Tobias gut wenn man Freunde hat… 😗
@ Hanne ja, wir sind immer noch hier! Und noch mal ja, das Wetter wurde super! 🙂 🙂
@ Bayern Schorsch im nächsten Jahr, nachdem ihr in diesem Jahr ja den Norden erkunden werdet?! 😎
@ Alexa Reisebericht schreiben ist eine Mühe die Spass macht 😉
@ Annick trinken wir ein Glas (oder zwei…) zusammen? 🤪
Wir sitzen noch bei 23° draußen, und der Southeaster muss uns mal wieder zeigen was er kann.
Es geht wohl erst am Samstag weiter. Bis dahin liebe Grüße Beate
AfricaDirect1’271 Beiträge · seit 200719. Apr. 2012 ·
Hallo Beate,
wie schön, der eine Reisebericht aus meiner alten Heimat geht zu Ende und der nächste fängt an. Da komme ich nie dazu, meinen Bericht weiter zu schreiben. Ihr legt ja alle ein Wahnsinnstempo vor.
Vielen Dank für den Bericht und die Bilder. Freue mich, wie alle anderen auch, auf die Fortsetzung.
Zurzeit sind ja so viele schöne Reiseberichte zu lesen, aber das südliche SA interessiert mich besonders. Die Planung für unseren übernächsten Urlaub steht ja so weit, aber man kann nicht gut genug informiert und vorbereitet sein. Schön und informativ geschrieben mit tollen Pics. Besonders die vom Tafelberg haben mir gut gefallen. Schön mal wieder mit dir unterwegs zu sein.
Hallo Beate, da werden Erinnerungen wach .. 😎 vor allem an die vielen Stop & Go Baustellen, die wir auf unseren 5500km auch zur Genüge kennen gelernt haben. Nur sind die Baustellen im südlichen Afrika immer besser abgesichert als in Old Germeny und die "lebenden" Ampeln regeln den Verkehr wesentlich flüssiger als unsere Roboter 😉
Schöne Fotos vom Tafelberg und auf die StormRiver Bridge
SG Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200920. Apr. 2012 ·
Liebe Beate,
leider habe ich gestern nicht mehr geschafft mit Deinem Bericht anzufangen. Aber nun ist Wochenende, das Wetter verschlechter sich ab Punkt 13:00 Uhr und ich habe Zeit für Deinen in amüsanten Stil geschriebenen Bericht.
Leider geht die Sonne im Regen unter. I
Hmmh, Ihr solltest wirklich langsam überlegen, ob Ihr nicht in eine Gemüsefarm oder ähnliches investieren möchtet. Pass auf, es dauert nicht mehr lang und in der Karoo werden Gurken, Wassermelonen und Mais angebaut.
Direkt an der N2 gibt es ein großes Shopping Centre, das wir Frauen nach dem Gefühl unserer Männer in 1,5 Stunden halb leer kaufen.
Für solche zeitvertreibe habe ich vollstes Verständnis. In Plett gab´s 2008 das Global Village, auch so eine Touribude, die wir für Stunden geentert haben. Es war traumhaft und sehr effizient!
Danke für den Bericht über Matyholweni Camp. Wenn wir mal wieder Richtung Addo fahren ist das ein ganzer heißer Tipp. Zumal es uns in der südlichen Sektion sehr gut gefallen hat. Eigene Bettwäsche werden wir dann vorher irgendwo shoppen. 😗
Herzlichen Dank, liebe Grüße in gespannter Erwartung der Fortsetzung
marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
TOLL, noch ein Südafrika-Bericht 🤩 . Da kommen Erinnerungen hoch 🤪 .
War schon blöd euer Kreditkartenerlebnis. Wie ich aus deinem Bericht herauslesen konnte habt ihr das Geld nach langem Hin un Her aber zurückerstattet bekommen. Gottseidank.
Freue mir riesig auf die Fortsetzung und hoffentlich viele Elefantenbilder ...
Hallo Beate, schön, dass du wieder einen Reisebericht einstellst. Gardenroute hatten wir 2007 - leider nur eine gute Woche. Eigentlich wollten wir noch mal dahin, aber letztendlich hat uns der Norden mit seinen Tieren immer mehr gereizt. Vielleicht entnehme ich deinem Bericht ein paar Anregungen oder "Insider-Tipps", die uns veranlassen, dem Süden den Vorzug zu geben.
Beate2Themenstarter1’117 Beiträge · seit 201022. Apr. 2012 ·
@ Nicole, schön, dass auch du in Erinnerungen schwelgen kannst. Wie soll der Mensch das nur schaffen, mit all den Berichten?! 😉 Wovon wird dein Bericht handeln?
@ Guggu, freu dich auf eure Tour hier unten, ihr habt ja was Feines geplant! 😁
@ Volker, toll, zeitgleich einen Bericht selbst schreiben und in einem anderen von den beschriebenen Plätzen lesen zu können. Das nenne ich Vielfalt! 😛
@ Marina, wenn es mit dem Wetter etwas sicherer wäre, wäre solch eine Investition ja vielleicht eine Überlegung wert… In dem Shopping Centre waren wir nur bei P'n'P und bei Woolies zum Lebensmitteleinkauf. Da es ein Samstag in den Ferien war, waren die SA Familien mit dem Braai-Super-Megaeinkauf beschäftigt. 😵 Für unsere ureigensten weiblichen Bedürfnisse blieb keine Zeit mehr. 😗
@ Annick, ich hab kein Problem mit zweien… 😉
@ Lil, ja, das Geld ist wieder zurück gekommen und das Ganze wird als heilsame Lektion verbucht. Elis kommen noch… 🙂
@ Chris, das SA-Süden ist halt weniger "Afrikalike" als der Norden und damit nicht vergleichbar. Und da ein normaler Urlaub ja meist sehr endlich ist, muss man sich entscheiden. Ihr solltet noch mal herkommen - es lohnt sich! 😎
Jetzt geht es weiter…
Liebe Grüße Beate
Beate2Themenstarter1’117 Beiträge · seit 201022. Apr. 2012 ·
Fortsetzung, 2.Teil
Der erste Tag im Park Die Nacht war so na ja und bereits um 5.20 klingelt der Wecker. Es ist noch ganz schön dunkel um diese Zeit, aber wer was sehen will muss zeitig raus! 😉 Schnell werden Müsli und eine Kanne Kaffee für das spätere Picknick bereitet und pünktlich um 6.00 rollen wir durch das Camp Gate.
Da es hier ja weder Shop noch Restaurant gibt, können die Gäste des Camps zwar 24 Stunden am Tag aus dem Park heraus und wieder ins Camp hinein fahren. Aber direkt nach dem Abzweig von der Hauptstraße zum Camp wird abends ein Schlagbaum herunter gelassen, so dass man nicht weiter in den Park hinein fahren kann. Dieser Schlagbaum wird nun um 6.00 morgens wieder geöffnet. Es wird jetzt gerade hell und das Thermometer zeigt 10°.
Am Ndlovu Lookout ist nichts zu erkennen. Wir fahren gleich weiter zum Vukani Loop. Überall liegt massenhaft frischer Elidung - die Hoffnung wächst!
Die abwechslungsreiche Landschaft im Park begeistert uns: sanfte Hügel, Berge in der Ferne, Dünen und Meer, dichter Busch und weite, offene Flächen. Das Gras steht hoch, alles ist knackig grün.
Die Vegetation am Vukani Loop steht zuerst hoch und dicht am Wegrand. Wir sehen bald Schakale, Warthog, Kudus, einen Büffel und jede Menge Vögel. Leider stehen sie oft im Gegenlicht. Aber dieser Burchell's Coucal genießt die Morgensonne auf der richtigen Seite
Nach ca. dem ersten Drittel des Loops kommen wir auf eine weite, offene Fläche. Hier grasen Zebras, Kudus, Red Hartebeest und Strauße
Die Landschaft ist im sanften Morgenlicht wunderschön. Wir treffen auf noch mehr Schakale, Warthog und Kudus. Wer hier auch nur wenige Meter neben der pad steht verschwindet im grünen Dickicht…
2 Secretary Bird staksen in der Ferne durch das Gras, Fork tailed Drongo und Mousebirds sitzen auf den Büschen und viele African Hoopoe flogen vorbei.
Am Harvey's Loop ist die Vegetation noch dichter als zuvor. Trotzdem sehen wir auch hier viele Tiere.
Hinter diesem Büffel schleichen wir ca 30 Minuten her.
Er erscheint uns ziemlich schlecht gelaunt, schnauft laut, schlägt den Kopf zur Seite, läuft immer haarscharf am Wegrand entlang und kreuzt den Weg auch mehrmals. Nach einiger Zeit sehen wir, dass er an einem Vorderlauf eine übel blutende Wunde hat. Na, da wären wir auch unleidlich! Wir trauen uns erst ihn zu überholen, nachdem einige Südafrikaner unerschrocken an ihm vorbei gefahren sind und er einfach weiter frisst.
Es folgen Kudus, Red Hartebeest, Hoopoe, Drongo, Schakale, Zebras, Warthog und viele unbekannte Vögel. Dieser Warthog Keiler ist der größte, den wir bisher gesehen haben.
Der stämmige Kerl mit mächtigen Hauern steht direkt am Wegrand, schmatzt laut und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Beate2Themenstarter1’117 Beiträge · seit 201022. Apr. 2012 ·
Fortsetzung, 3. Teil
Gleich danach stehen wieder 2 Büffel neben dem Weg. Alle Büffel sind beeindruckend groß, mit mächtigen Schilden.
Wir haben das Gefühl, dass wir mit dem Gucken gar nicht hinterher kommen. Immer wieder heisst es "hier steht X, da steht Y…" Uff, mit so vielen Tieren haben wir nicht gerechnet! 🤩 Und alle sind ruhig und gemütlich mit ihrem Frühstück beschäftigt.
Langsam meldet sich auch in unseren Mägen der Hunger und zurück am Hauptweg biegen wir in Richtung Norden ab. Unser Ziel ist "Jack's Picnic Site". Hier ändert sich die Landschaft wieder, es wird bergiger, mit dichtem Bewuchs. Wir kommen an Cape Glossy Starling vorbei
Grey Heron stehen im Gras.
Und natürlich Kudus, Schakale und Warthog, Francolin, Guineafowl und viele mehr.
Um 10.00 erreichen wir die Picnic Site und müssen erst mal an die Boxen. Nach einem gemütlichen Frühstück - wir haben ja nun lange genug gesehen, wie man das macht 😎 - sehen wir uns um. Es ist ein großes eingezäuntes Areal mit vielen schattigen Picknickplätzen. Jeder hat natürlich seinen eigenen Braaiplatz und auf vielen steigt auch Rauch empor. Es duftet nach Eiern, Speck und Würstchen. Der Platz ist gut gefüllt, aber nicht trubelig. Die Anlage gefällt uns. Auf der Tafel mit den Tiersichtungen kleben viele bunte Markierungen: Büffel, Zebras, Elefanten, Elen, Hyänen…
Um 11.00 fahren wir erst einmal zurück ins Camp. Die Männer fühlen sich mit Schnupfen und Kopfschmerzen krank. 🤨
Wir begegnen noch mehr Warthog, Kudus, Reihern und endlich auch 2 Elefanten. Müde vom vielen Gucken wären wir am ersten fast vorbei gefahren, denn die Büsche stehen hier sehr hoch. Nur die Bewegung des Rüssels liess uns aufmerken.
Nummer 2 ist nicht zu übersehen…
Kurz nach 12.00 sind wir wieder im Camp und machen alle erst einmal Siesta. Ich schreibe auf unserer Terrasse Tagebuch, außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören und die Konzertmeister beäugen mich neugierig.
Ein Southern Boubou ist ganz frech und versucht immer wieder mich in den Zeh zu zwicken!
Um 15.00 fahren wir in krankheitsreduzierter Besetzung wieder los. Der Mbotyi Loop sieht vom Regen noch arg ramponiert aus, ist mittlerweile aber größtenteils wieder trocken. Auch hier ist die Vegetation anfangs sehr nah am Wegrand, dicht und hoch. Dann kommen wir wieder auf eine große, grasbewachsene Fläche. Das Licht ist sehr schön.
Wir sehen Drongo
und ein Cape Glossy Starling nimmt ein ausgiebiges Bad. Hauptsache es ist nass…