THEMA: KwaZulu-Natal, Swaziland, Lesotho - Afrika zum 3.
31 Jan 2016 20:38 #417304
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  • Carinha am 31 Jan 2016 20:38
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Hallo miteinander

Zwischendurch mal ein herzliches Dankeschön an alle Mitleser und Dankebutton-Drücker! Bei dem Wetter zur Zeit geht es flüssig voran mit schreiben... ;)

Mi, 02.12.15
Bootstour mit Hipps & Crocs / Auf der Suche nach Turtles
Unterkunft: Lodge Afrique, St. Lucia
Tageskilometer: ins Dorf und zurück


Nach dem wiederum sehr leckeren Frühstück wollen wir den Nature Trail in der Nähe des Sky Boat Clubs laufen. Nachdem uns Johann erzählt hat, dass es in St. Lucia einen Leopard gibt, der aus Altersgründen nicht mehr „wildnistauglich“ ist und deshalb seine Nahrung in der Nähe der Zivilisation sucht, finden wir den Trail schon etwas unheimlich. :S Wir sehen aber nur ein paar kleine Böcke und keinen Leopard. Später treffen wir zwei junge weisse Südafrikaner mit langen Hakenstäben. Ich frage nach, ob sie Schlangen suchen. Gesprächig sind die beiden nicht gerade, der eine antwortet knapp mit „Yes“ (Johann meint später, dass viele Südafrikaner Schlangen jagen). Wir würden den Leo suchen, sagen wir spasseshalber. Sie lachen nur und wünschen uns „Good luck“! :lol:





Danach fahren wir nochmals zu den Hippos beim Board Walk. Dort steht eine einheimische Familie unter den grossen Baum beim Anfang des Stegs. Plötzlich schreit eine Frau aus Leibeskräften, sie kreischt, dass sie sicher kilometerweit hörbar ist. :woohoo: :woohoo: Wir schauen nach, was denn da los ist. Man sagt uns, dass eine schwarze Mamba vom Baum runtergehangen sei, direkt neben der Frau. Nun ist die Schlange in den Baumwipfel entwischt und ist nicht mehr zu sehen. Aber der Opa der Familie, ein einheimischer Fischer, der seine Familie zu Besuch hat, ist sich ganz sicher, dass es eine „Black Mamba“ war. Huhh… :S :dry:
Auf dem Board Walk verkaufen zwei Jungs Souvenirs und Schnitzarbeiten. Nachdem wir nun schon ein paarmal dran vorbeigelaufen sind, kaufen wir ihnen dieses Mal eine schöne blaue Holzschale ab. Der Ältere erzählt uns, sie seien aus Mozambique. Weil die Menschen dort sehr arm seien und es keine Arbeit gibt, versuchen sich viele Leute inkl. seiner Familie in Südafrika mit dem Verkauf von Souvenirs über Wasser zu halten. Er bedankt sich überschwänglich für unseren Kauf und wir wünschen ihm alles Gute.



Am Nachmittag wollen wir an einer Bootstour auf dem Fluss teilnehmen. Johann bucht zwei Plätze für uns. Die Tickets sollen wir im Städtchen bei der Agentur abholen. Er erklärt uns, dass sich die Agentur beim „Fisherman’s“ Restaurant befindet. Dort angekommen, sehen wir ein Schild mit „Deepsea Fishing“. Der Beizer lockt uns ins Restaurant und will uns Fisch verkaufen. :blink: Als wir nach Tickets für die Bootsfahrt fragen, meint er, da seien wir hier falsch. Die Agentur sei 100m weiter oben. Also laufen wir die Strasse hoch und finden das Büro von Advantage Tours. Dort erzählen sie uns, dass ihre Boote nicht ablegen können wegen Niedrigwasser. :ohmy: Als wir unsere Reservation und die Abfahrtszeit 14.30 Uhr erwähnen, meint sie, dann hätten wir wohl bei Heritage Tours gebucht, denn hier fahren sie nur zur vollen Stunde. Ooch Mensch… :evil: Also laufen wir die Strasse wieder runter und finden das Büro von Heritage Tours mit einem lebensgrossen Hippo vor dem Eingang gleich neben dem Fishermans Restaurant. Wäre eigentlich nicht zu übersehen… :whistle: Wir rechnen schon damit, dass unsere Tour ins Wasser fällt, doch weil der Jetty von Heritage weiter flussaufwärts liegt, haben sie hier genug Wasser für die Bootstour. B) Wir kriegen einen Zettel in die Hand gedrückt – bezahlen sollen wir direkt am Jetty. Mensch, ist das kompliziert! :pinch:

Obwohl der Himmel heute meist bedeckt ist, wird die Bootsfahrt unvergesslich. Hinter uns sitzen drei Osteuropäer, die als erstes gleich eine Pizza verdrücken auf dem Boot. Uns schwant nichts Gutes… :S Aber die Herren sind dann erstaunlich ruhig und interessiert an der Umgebung. Unser Guide hat ein enormes Wissen über Flora und Fauna des St. Lucia Estuary. Wir sehen viele Hippo-Gruppen, unter anderem die „Townies“, die bekannt dafür sind, nachts jeweils das Städtchen unsicher zu machen. :lol: Praktisch alle 50 Meter steht ein Reiher, es scheint als würden sie uns Spalier stehen. Daneben sind viele Krokodile, Wasservögel, Büffel, Kudus und Wasserböcke zu sehen. Sogar einen Giant Kingfisher entdecken wir! Die zwei Stunden sind im Nu vorbei.


Goliath-Reiher


Nimmersatt












Giant Kingfisher







Nach der Bootsfahrt haben wir Hunger und beschliessen, schon jetzt nach einem Restaurant fürs Abendessen Ausschau zu halten. Im Braza (gemäss Tripadvisor das beste Restaurant in St. Lucia) werden wir fündig. Um 17 Uhr sind wir natürlich noch die einzigen Gäste. Der Kellner namens Rambo empfängt uns sehr freundlich, er ist sympathisch und von einer ansteckenden Fröhlichkeit. Zur Vorspeise bestellen wir Oliven mit Tzatziki und frittierte Zucchini, als Hauptspeise nimmt Mäthu eine Beef/Chicken-Espetada (am Spiess über dem Teller aufgehängt) und ich Pasta. Allerdings sind die Zucchinis nicht wie erwartet einfach „frittierte Zucchini-Scheiben“, sondern zwei faustgrosse Plätzchen. Sie schmecken echt lecker, aber nachdem ich alles aufgegessen habe, muss ich schon nach dem zweiten Bissen Pasta Forfait geben. :S Zum Glück geben sie mir den Rest unkompliziert in einem „Doggybag“ mit. Von Mäthus Espetada schicken wir ein Foto an seine Eltern, worauf der Vater fragt, ob das ein grillierter Elefantenrüssel sei! :laugh: :laugh:



Zurück in der Lodge treffen wir auf Martin und Johann, wieder unterhalten wir uns längere Zeit; Mäthu und Martin führen eine technische Diskussion über den Unterschied zwischen afrikanischen und asiatischen Elefanten, ausgehend von der Holzstatue in der Lounge der Lodge Afrique. :lol: Danach muss sich Mäthu losreissen, denn er will noch etwas „vorschlafen“, bevor er heute Nacht auf die Turtle-Tour geht. Ich bleibe noch etwas in der Lounge, bevor ich in unseren Bungalow zurückkehre und Mäthu zu gegebener Zeit wecke. Er wird um 22 Uhr abgeholt. Als er weg ist, hat‘s in meinem Magen wieder Platz für die restliche Pasta und ich darf die Mikrowelle der Lodge-Küche benutzen. Danach lege ich mich ins Bett.

Zur Turtle-Tour übergebe ich Mäthu das Wort:

Abends um 22 Uhr werde ich abgeholt und zusammen mit 8 anderen Touris und dem Guide fahren wir durch den iSimangaliso-Park Richtung Cape Vidal. Von dort soll es noch 25 Kilometer weiter nördlich den Strand rauf gehen, wo wir auf Leder- und Karettschildkröten hoffen, die zur Eiablage an den Strand kommen. Im Park sehen wir in der Dunkelheit grasende Hippos und Büffel. Unser Guide entdeckt sogar einen Leopard, aber der verschwindet für uns Touris leider zu schnell im Busch. :( Am Cape Vidal sichten wir eine Hyäne, die auch gleich weg rennt. Unser Guide stoppt dann, um Luft aus den Reifen zu lassen für die Weiterfahrt am Strand. Leider entdecken wir nur die riesigen Spuren der Lederschildkröten, die Tiere selber sind bereits zurück im Meer. Wir sind zu spät! :pinch: Der Guide versucht, unsere Enttäuschung mit vielen Infos über die Schildkröten wett zu machen. Obwohl er sehr bemüht ist und über ein grosses Wissen verfügt, gelingt es ihm nur schwer, die Stimmung aufrecht zu erhalten. Danach gibt es einen kleinen Imbiss für alle. Die Rückfahrt ist sehr anstrengend, es dauert ewig und es ist mit dem Fahrtwind sehr kalt. Ich bin zum Glück gut ausgerüstet mit Jacke und darüber der Regenjacke zum Schutz vor dem Wind. Andere haben nicht viel überlegt und sind in Shorts und T-Shirts mitgekommen, die erfrieren fast bis wir zurück in St. Lucia sind. :whistle: Natürlich kann man auf den Zeitplan der Schildkröten keinen Einfluss nehmen…
In Anbetracht des stolzen Preises von ca. CHF 90.- war es heute eine gute Entscheidung von Karin, zuhause zu bleiben (ihr dauerte die Tour einfach zu lang). Um 4 Uhr morgens falle ich müde und enttäuscht ins Bett.
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Text gelöscht - Doppelpost :unsure:
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Do, 03.12.15
Lazy day
Unterkunft: Lodge Afrique, St. Lucia
Tageskilometer: einige wenige in/um St. Lucia


Trotz kurzer Nacht will Mäthu mich nicht alleine frühstücken lassen (er hat wohl Angst, dass für ihn nichts mehr übrig bleibt.. :whistle:) und zwingt sich aus dem Bett. Danach lassen wir es gemütlich angehen mit lesen und etwas surfen im Internet. Zudem rufe ich mal bei Bidvest Car Rental in der Filiale Richards Bay an wegen unserem leuchtenden Lämpchen. :unsure: Man sagt mir, wir sollen es mal bei einer Garage überprüfen lassen und uns wieder melden. Später fahren wir los und kaufen im Shop „Banana Box“ in der Nachbarschaft ein paar Früchte und Wasser ein. Der Laden ist so richtig afrikanisch, es herrscht ein riesiges Chaos, die Einrichtung ist total unübersichtlich - ein paar Früchte, dann Eisenwaren, dann Gemüse und Velos… :lol: Aber erhältlich ist alles, was man so brauchen könnte. Ein Erlebnis für sich…
Nach dem Einkauf halten wir an einer Garage an der McKenzie-Road. Nach einem Blick auf das Lämpchen und unter die Motorhaube meint der Typ: „I don’t know“. :huh: :lol: Tja… Also fahren wir weiter zum Crocodile Center. Wir erwarten nicht viel von dem Besuch, aber irgendwas müssen wir ja machen. :P Im Center erfahren wir vieles, was wir ohnehin schon wissen. Einige Crocs haben ein schönes Gehege, andere leben eher in „Hühnerkäfigen“. :pinch: Obwohl wir hier immerhin auch Crocs in Bewegung sehen, bevorzugen wir doch die faul herumliegenden in Freiheit.


:woohoo: :woohoo:




Im Crocodile Center gibt's auch gefiederte Bewohner: Red-Capped Robin-Chat?





Wir kaufen noch ein paar Postkarten im Shop und fahren dann kurz bei der Brücke vorbei zum Hippo-Check. Es sind aber keine zu sehen. Danach wollen wir im Postoffice Briefmarken kaufen und finden es nach ein paar extra Runden. Nun ist es Zeit für den Hippo-Check am Board Walk. Natürlich treffen wir unsere dicken, grunzenden Freunde dort im Wasser. :lol: Ein Hai umkreist die Gruppe, diese lässt sich aber nicht gross davon beeindrucken. Auch den grossen Goliath-Reiher sehen wir wieder.


So sind sie uns lieber...


Hai vs. Hippo


Ein Nilwaran, ebenfalls vom Board Walk aus entdeckt

Dann ist es Zeit für einen Imbiss: Weil wir schon in der Gegend sind, setzen wir uns auf die Gartenterrasse vom Ski Boat Club. Mäthu bestellt Burger & Fries, für mich gibt es Focaccia mit Mozzarella und Knoblauch (erweist sich als fettiger Käseklumpen mit Teig). Zurück in der Lodge vertreiben wir uns die Zeit mit Postkarten schreiben und Käseklumpen verdauen (zumindest ich :S). Dann rufe ich nochmal bei Bidvest an. Der Herr am Apparat entschuldigt sich vielmals, dass er heute niemanden mit einem Ersatzwagen nach St. Lucia schicken kann. Naja, ein Ersatzwagen ist vielleicht etwas übertrieben, schliesslich fährt unser Jeep immer noch einwandfrei. Da wir morgen sowieso in Richards Bay durchfahren, schlage ich ihm vor, im Bidvest Büro am Flughafen vorbei zu kommen, damit sie das Problem begutachten können. Der Herr ist sehr glücklich über diesen Vorschlag und willigt ein.

Gegen Abend fahren wir zum Main Beach für einen Abendspaziergang. Diesmal bläst kein Wind, dafür ist der Himmel bewölkt. Die Locals fangen hier wohl schon donnerstags mit dem Wochenende an, denn es sind viele Familien am braaien, dazu wird laute Musik gehört und man tanzt mitten auf dem Parkplatz! Die Lebensfreude ist ansteckend! :silly:


Nach dem Strandspaziergang sind unsere Füsse schwarz.. wohl eisenhaltig?

Als es eindunkelt, fahren wir nochmals durchs Städtchen, auf der Suche nach den „Townies“. Doch leider bleibt uns der Anblick von Hippos auf den Strassen verwehrt. Das Abendessen fällt heute aus, wir verpflegen uns in der Lodge mit Früchten und Cookies und quatschen noch etwas mit Martin, einem britisch-südafrikanischen Paar sowie zwei deutschen Gästen, bevor wir unsere letzte Nacht in St. Lucia in Angriff nehmen.


Gruppenbild mit Martin :)
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03 Feb 2016 20:20 #417839
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  • angi-p am 03 Feb 2016 20:20
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Bin später zugestiegen, aber ab jetzt gerne dabei.
Toller Reisebericht!
Dank für‘s Teilen
Angi
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06 Feb 2016 14:56 #418179
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Fr, 04.12.15
Dejà-vu am indischen Ozean
Unterkunft: Villa Jaime, Ballito
Tageskilometer: ca. 202 km


Heute heisst es Abschied nehmen von St. Lucia und der Lodge Afrique. :( Um alles zu sehen, würden sicher 2-3 Tage reichen, aber wir fanden es ganz schön, mal etwas länger an einem Ort zu verweilen und haben uns richtiggehend eingelebt. St. Lucia hat uns (und insbesondere Hippo-Freund Mäthu B)) so gut gefallen, dass wir uns vorstellen könnten, hier eine Zeit lang zu leben. Man ist nahe an der Natur und hat doch alle Annehmlichkeiten der Zivilisation. (Natürlich muss man berücksichtigen, dass wir nicht in der Hochsaison da waren, wo es sicher nicht mehr soo gemütlich zu und her geht…)

Nach dem Frühstück trommeln wir das gesamte Team zusammen, um Abschiedsfotos zu schiessen. Auch das nette britisch-südafrikanische Paar von gestern Abend kommt mit aufs Foto. Die beiden betreiben eine Glamping-Farm mit diversen Unterkunftsmöglichkeiten in England (Achtung Werbung :P www.manorfarmglamping.co.uk), die wir bei unserer für nächstes Jahr geplanten England-Tour mit dem Wohnmobil ev. anpeilen werden. Nochmal unterhalten wir uns angeregt mit den beiden und Johann, es ist richtig familiär und lustig. Nach einer halben Ewigkeit müssen wir uns leider endgültig verabschieden. Zum Glück wartet heute nur eine relativ kurze Fahrstrecke auf uns. :unsure:


Lodge Afrique-Katze Nr. 1: McKenzie
(es gibt noch 2 weitere)


Team Lodge Afrique mit Johann und der netten Ferienbekanntschaft

Dank Navi finden wir den Flughafen mit dem Bidvest Büro in Richards Bay mühelos. Nach einem kurzen Check unseres Autos mit der Bemerkung, dass das Lämpchen nur den Reifendruck reklamiert, könnten wir eigentlich weiterfahren. Doch man besteht darauf, uns trotzdem einen Ersatzwagen zu geben. :blink: Wir müssen nur noch unterschreiben und unser Gepäck umladen. Unsere Hoffnungen auf ein „normales“ afrikataugliches Auto zerschlagen sich schnell, denn wir erhalten das gleiche Modell wie vorher: Einen nagelneuen Jeep Compass in weiss. :silly: Die Umstellung auf ein anderes Auto fällt also aus und wir fahren ohne Probleme weiter. Kurz vor Ballito überfällt mich ein Hungerast und wir beschliessen, auf der Autobahnraststätte einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. Auf dem Parkplatz laufen viele Kinder mit in Plastiksäcken abgepackten Litchis herum. Schnell flüchten wir ins Restaurant. Im „Steers“ gibt’s für mich nicht viel anderes als Pommes zur Auswahl. Mäthu’s Hunger scheint grösser zu sein als angekündigt, denn er nimmt ein ganzes Menü mit fettem Burger. Von jetzt an wird’s übel… :pinch:
Zuerst werden wir von etwa 30 Kindern - wir nennen sie die Litchi-Mafia - umzingelt. Wir wollen aber keine Litchis. Und selbst wenn, wir wollen uns auch nicht entscheiden, bei welchem der 30 Kinder wir etwas kaufen. :pinch: Also schnell ins Auto. Wir können kaum die Türen schliessen. Aber sobald wir drin sind, ziehen die Kinder ab. Am liebsten hätten wir ihnen gesagt, sie sollten besser zur Schule gehen, wenn sie nicht in 20 Jahren noch Litchis verkaufen wollen… :evil: Uns ist sowieso unerklärlich, wie die Menschen drauf kommen, 20 Stände nebeneinander am Strassenrand mit den gleichen Früchten (oder eben 30 Kinder mit Litchi-Säcken) aufzustellen. Unterschiedliche Angebote böten doch für den einzelnen viel bessere Verkaufschancen. Aber wahrscheinlich steckt wirklich die (Farmer)Mafia dahinter, welche die Leute mit dem Verkauf beauftragt und dann nach Anzahl verkaufter Kilos bezahlt. :pinch: Wer kann, solls mir erklären… 

Nach einer Fahrt durch die „Einkaufshölle“ von Ballito (welch ein Kontrast zur bisherigen Reise) erreichen wir unsere Unterkunft „Villa Jaime“. Der schwarze Angestellte hockt in der Garage am Boden und ruft seine Chefin, als er uns sieht. Wir werden in der Privatwohnung empfangen, wo es penetrant nach Hund und Raumspray „duftet“ und an den Wänden Ölbilder mit Porträts der Besitzer inkl. Hund hängen. Ausserdem stehen mehrere kleine Käfige mit einzelnen Papageien herum. Mir wird fast übel. :sick: Die ältere Empfangsdame (wohl die Schwester der Besitzerin) ist für ihr Alter völlig overdressed und geschminkt wie eine Puppe. Wir werden über eine wackelige, enge Metalltreppe in unser Appartement (sie nennen es Penthouse) nach oben gebracht. Dieses hat eine grosse Dachterrasse mit schönem Blick über den Ozean. Nach dem Anblick der Wohnung unten hätte es schlimmer kommen können, aber doch fühle ich mich nicht wohl, die Wohnung wirkt schmuddelig und die Einrichtung ist nicht nach unserem Geschmack (auf der Website hatte es viel gepflegter ausgesehen). Das schlimmste ist der penetrante künstliche Erdbeerduft, den jemand vorher ausgiebig versprüht hat. Sofort öffnen wir alle Fenster und Türen zum lüften *hust* :sick: .
Da es nur für eine Nacht ist (ein Stop auf der Strecke in die Drakensberge), werden wir es schon überleben… :whistle:


Die Dachterrasse ist nett

Wir beschliessen, noch etwas an den Strand zu fahren und später irgendwo zu essen. Der Strand haut uns nicht gerade aus den Socken, er ist völlig zugebaut mit mondänen, riesigen Häusern und Hotels. Es ist Freitagabend und alle Welt sitzt am Strand und feiert. Wir laufen ein bisschen herum und entdecken Felsenpools in den Klippen zwischen zwei Stränden. Leider sitzen schon saufende Teenies drin.




Zwischen all den teuren Häusern entdecken wir diese Ruine an bester Lage am Strand :woohoo:

Wir fahren noch in eine ruhigere Ecke und setzen uns auf einer Klippe auf eine Bank und sehen den Wellen zu. Mäthu beklagt sich über ein Völlegefühl, obwohl es bereits einige Stunden her ist seit dem Burger. Ich ahne was… :whistle: Der Restaurantbesuch zum jetzigen Zeitpunkt scheint sich zu erledigen. In weiser Voraussicht wollen wir in einem Shop noch etwas zu essen kaufen, um es später im „Penthouse“ zu essen. Vor dem Laden spricht uns ein weisser „Surfertyp“ an, ob wir ihm etwas zu essen kaufen würden. Wir denken, aah, ein Reisender mit knapper Kasse. Wir kaufen unser Abendessen sowie ein paar Früchte und Müsliriegel für den Surfer. Als wir es ihm übergeben, ist er sehr dankbar und kann es kaum glauben. Mäthu fragt ihn, was er denn so mache. Es stellt sich heraus, dass er ein Einheimischer ohne Obdach und auf Jobsuche ist. :S Uns ist es etwas peinlich, aber er scheint nicht zu merken, dass wir seine Situation total falsch eingeschätzt haben. Wir wünschen ihm alles Gute und fahren zurück zum Appartement.
Dort fangen Mäthus Magenkrämpfe an. Oh wie schön… hatten wir das nicht schon mal? :evil: Damals, vor 2 Jahren in Wilderness mit Blick auf den indischen Ozean, nach einem Burger bei Steers? :evil: :sick: :evil:
Mäthu verbringt die Nacht abwechselnd im Bett und auf dem Klo und ich flüchte auf die Dachterrasse, wo ich die halbe Nacht im Liegestuhl unter Strassenlampenlicht verbringe (und mich dann infolge Rückenschmerzen doch zurück ins Bett lege). :pinch:
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Destinations:
2023 / 3 Wochen: Durban, St. Lucia, Sodwana Bay, Kosi Bay, Pongola GR, eSwatini, Kruger NP
2022 / 4 Wochen: VicFalls, Chobe, Zambesi-Region, Savuti, Moremi, Maun, Nxai Pan, Boteti, Khama Rhino, Tuli Block, Waterberg, JoBurg

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07 Feb 2016 19:39 #418356
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Hallo Carinha,
oh je Ballito, dieser Ort erweckt auch bei mir
zwiespältige Erinnerungen.
Auf meiner ersten Afrikareise wurde ich dort in der Nacht ausgeraubt.
Aber die Hilfe und Fürsorge der Einwohner am nächsten
Tag werde ich ebenfalls nie vergessen.
Mit diesem Bericht weckst du bei mir viele schöne Erinnerungen.
Vielen Dank dafür!

LG
Silvio
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