THEMA: Tinochika mit dem Rollenkoffer durch BOT und NAM
28 Jun 2020 19:37 #591115
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16.11.2019

Chobe Safari Lodge - Zambezi Mubala Lodge


Tschüss Botswana - Namibia ruft

Unser letzter Tag in Kasane bricht an.
Gestern haben wir extra 250 Pula am Bankautomat geholt. Den Eintritt wollen mit Bargeld bezahlen, nicht dass uns das Kartenlesegerät am Gate noch einen Strich durch die Rechnung macht.
Wir wollen pünktlich sein und vor allen Dingen wir wollen früh in den Park fahren.
Um 05:30 Uhr sind wir am Sedudu-Gate um eine letzte Runde an der Riverside zu drehen. Das ganze Gebäude ist dunkel. Es ist ausgestorben und verlassen.
Wir hören in der Ferne einen Löwen brüllen und fühlen uns hilflos. Wir können nicht fahren, denn die Tore sind geschlossen.
Mitten in unseren Gedanken was nun… kommt ganz langsam eine Frau um die Ecke.
Umständlich kramt sie einen Schlüsselbund hervor, fängt an zu suchen und findet nach einer halben Ewigkeit den Schlüssel zur Eingangstür.
Danach öffnet sie in aller Seelenruhe den Schlagbaum.

Endlich ist es soweit. Das Licht im Office geht an und ihr Dienst beginnt.
Nun manchmal denken wir für die Angestellten ist es Alltag, also wozu die Eile für uns sind es wertvolle Minuten... nein Sekunden :) .
Gut dass wir Bargeld dabei haben. Ich lege 250 Pula auf den Tresen und warte bis sie alle nötigen Daten in unser Permit eingetragen hat und gehe damit siegessicher zurück zum Auto.

Ein kurzer Blick auf die Uhr und meine Anspannung geht auch wieder weg. Das ganze hat gerade mal 10 Minuten gedauert.
Trotzdem bleibt unser Gefühl, dass wir etwas verpaßt haben.
An der Waterfront angekommen, sehen wir frische Löwenspuren auf der Straße. Wir folgen ihnen so lange bis sie im Busch verschwinden.
Das war es dann auch mit den Katzen. An unserem letzten Tag sollten wir diese Tiere hier nicht mehr sehen.

Einige Tiere und Vögel sehen wir an der Waterfront.

Schreiseeadler


Marabu


Dreibandregenpfeifer


Bruchwasserläufer




Wir verabschieden uns von den Elefanten










...und die Elefanten sich auf ihre Art von uns :)




Afrikanischer Klaftschnabel


Nilgans




Zweifarbenwürger




Da sonst nicht viel los ist, fahren wir noch ein Stück in den Park hinein.

Wir sehen eine Gruppe Paviane, die sich an der Straße im besten Morgenlicht vergnügen.
Es macht Spaß die schönen Tiere zu beobachten.



















Das ist auch so ziemlich die beste Fotoausbeute an diesem letzten Tag für lange Zeit im Chobe.
Eigentlich wären wir im März diesen Jahres für eine Woche dort gewesen…..eigentlich.

Helmperlhuhn


Buschhörnchen




Graulärmvogel


Rotschnabeltoko








Wieder zurück in der Chobe Safari Lodge bringen wir unser Gepäck ins Auto, gehen zur Rezeption und checken aus.
Danach gehen wir zur Bar, bestellen einen Kaffee und schreiben noch ein paar Postkarten, die wir hier noch aufgeben wollen.
Ja, ihr lest richtig. Wir schreiben noch Ansichtskarten.

Da heute morgen das Frühstück ausgefallen ist, fahren wir zum KFC holen uns Pommes mit Ketchup und im Spar für jeden einen eisgekühlten Danone Erdbeer-Trinkjoghurt.
Auf der Transitstrecke durch den Park Richtung Ngoma Bridge lassen wir es uns dann schmecken.
An der botswanischen Grenze läuft alles wie geschmiert, die Grenzbeamtinnen sind freundlich und wir bekommen schnell unseren Ausreisestempel.
Wie immer an dieser Grenze achten wir natürlich genau auf die Verkehrsregeln : „Halten beim ersten Stoppschild und erst fahren wenn der Zöllner eine eindeutige Aufforderung mit einer Handbewegung gibt.“
Das ist sehr wichtig und man erspart sich dadurch viel Ärger.

An der namibischen Grenze stockt es diesmal. Der Grenzbeamte macht gerade Pause. Er hat vor ein paar Minuten einen Reisebus abgefertigt und raucht jetzt nach getaner Arbeit erst einmal genüßlich eine Zigarette.
Da wir an diesem Tag das Warten eh schon gewohnt sind und wir sowieso nichts daran ändern können laufen wir wie eingesperrte Löwen im Käfig im Gebäude auf und ab.

Darauf wird natürlich eine Polizeibeamtin aufmerksam. Sie dreht sich um und sucht den Zollbeamten. Als sie ihn mit einer Zigarette in der Hand sieht, sagt sie ihm wohl ein paar eindringliche Worte die wir nicht hören sondern nur durch die Gestik interpretieren können.
Er macht auf jeden Fall seine Zigarette sofort aus und er kommt schnell zu uns und stempelt unsere Papiere.
Danach geht es noch zum Straßentax-Schalter.
Wir müssen 308N$ zahlen, denn wir haben ja nach dem Tausch im Boteti jetzt ein Auto mit botswanischen Kennzeichen. Wie ihr sicher wisst entfällt diese Steuer bei Autos mit namibischer Zulassung.
Bevor wir losfahren hole ich unser Navi hervor und gebe die Daten von der Kalizo Lodge ein.

Schon kurz hinter der Grenze sollen wir laut Navi nach rechts abbiegen. Leicht irritiert bleiben wir stehen, holen unsere Landkarte heraus und stellen mal wieder fest, dass es nicht immer gut ist sich 100 Prozent auf ein Navi zu verlassen.

Ob es an der alten Tracks 4 Afrika Landkarte von 2013, an unserem alten Garmin Nüvi 250 oder einfach nur daran liegt, dass ich nie Wegpunkte für den schnellsten Weg setze kann ich nicht sagen.
Auf jeden Fall hat unser Navi danach den Weg sehr gut gefunden und wir sind wohlbehalten kurz nach 14:00 Uhr in der Zambezi Mubala Lodge angekommen.

An der Rezeption sind wir dann auf völlig unvorbereitetes Personal getroffen. Am liebsten wäre es Ihnen gewesen, wenn wir uns wieder ins Auto gesetzt hätten und zum Zambezi Mubala Camp gefahren wären um dort regulär einzuchecken.
Diesen Gefallen haben wir ihnen aber nicht getan. Wir wären dann von dort bis zur Lodge mit dem Boot gefahren und hätten unsere erste Bootstour sozusagen kostenlos bekommen.
Auf das Parken im Zambesi Mubala Camp mit anschließendem Bootstransfer verzichten wir dennoch gerne.
Wir möchten nicht drei Tage ohne Auto sein.
Wir bleiben unabhängig, können zu den Karminspinten fahren wann wir wollen und ersparen uns geführte Touren.

Unser Zimmerwusch, den wir per Mail zu Gondwana geschickt haben ist uns erfüllt worden, wir haben unseren Wunschbungalow bekommen.

Den restlichen Nachmittag haben wir auf unserer Terrasse verbracht.





Wir haben uns am Anblick des leise dahinfließenden Sambesi, der Ruhe und der einmaligen Lage dieser Lodge erfreut.
Hier haben wir für die nächsten drei Tage Halbpension gebucht.
Es lohnt sich auf jeden Fall.
Die Küche war schon vor Gondwana in der Kalizo Lodge ausgezeichnet und wir sind auch nach dem zweiten Besuch nach dem Umbau zur Zambesi Mubala Lodge nicht enttäuscht.



Gefahrene Kilometer: 141
Letzte Änderung: 01 Jul 2020 12:13 von Tinochika.
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09 Aug 2020 18:42 #593288
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17.11.2019

Auf zu den Karminspinten

Es ist noch dunkel als wir aufstehen.
Mit den Kameras und Walkstool unterm Arm verlasen wir unseren komfortablen Bungalow.
Trotz der Frühe fühlen wir uns total fit und ausgeruht.
Auf einem Trampelpfad, den sonst nur das Personal benutzt erreichen wir die Wäscherei.
Dort haben wir unser Auto unter einem Baum nahe eines Gebüschs geparkt.
Gut dass wir ahnungslos und unbedarft in der Dämmerung den Weg gegangen sind, sonst wäre uns wohl sehr unbehaglich geworden.
Später als wir von unserer Morgentour zurück kamen, sahen wir, dass unter dem Personal aufgeregt diskutiert wurde.
Eine Schlange hält sich hier im Gebüsch auf.
Der Trampelpfad wird jedenfalls den ganzen und auch den folgenden Tag nicht mehr benutzt.
Auch wir gehen weitläufig den Weg außen um die Lodge herum.
Einzig ist uns hier vielleicht ein schönes Schlangenfoto entgangen.
Wir verzichten aber gerne.
Das lehrt uns mal wieder, man sollte nie bei Dämmerung oder Dunkelheit ohne Taschenlampe gehen.
Wir haben uns zumindest danach so verhalten und haben den Weg und sämtliche Äste über uns abgeleuchtet.

Kurz hinter der Einfahrt zur Lodge biegen wir rechts ab und fahren Richtung Vogelkolonie.
Auf dem Hinweg sehen wir einige Hütten.
Das Feld der Karminspinte ist mit einem Holzzaun eingezäunt.
Einzelne Rinder und fressen am dürren Gras vor dem Zaun
Diesen Zaun sehen wir zum ersten Mal, die Jahre zuvor waren die Bruthöhlen völlig ungesichert und konnten so durch die Rindviecher Schaden nehmen.







Leider ist an diesem frühen Morgen ein Falke Afircan Marsh Harrier (Rohrweihe) Danke Bele (Champagner) unterwegs, der immer wieder Angriffe startet und die Vögel nicht zur Ruhe kommen läßt.







Bevor wir den Afircan Marsh Harrier (Rohrweihe) zu Gesicht bekommen reagieren die Vögel wie auf ein Kommando und fliegen im großen Schwarm davon um sich dann in den naheliegenden Bäumen und Büschen wieder zu sammeln.













































Auch ist der Himmel leicht bewölkt und nicht in dem strahlenden Blau wie bei unserem ersten Besuch 2016.
Ein wenig enttäuscht vom Licht und der „ Falkenjagd“ beschließen wir zurück in die Lodge zu fahren.
Noch haben wir genügend Gelegenheiten erneut hierher zu fahren.

Ein Weißscheitelkiebitz wärmt sich in den ersten Sonnenstrahlen.





Nach dem Frühstück buchen wir für den nächsten Morgen eine Birding-Bootstour.
Hoffentlich bekommen wir nicht den Guide von 2018.
Letzte Änderung: 10 Aug 2020 00:02 von Tinochika.
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09 Aug 2020 18:52 #593291
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Haha, wie cool - endlich geht es hier weiter :) ! Und gleich mit diesen supertollen Karminspintfotos :woohoo: . Irgendwann will ich da auch mal hin - dann wenn man wieder kann und ich nicht mehr an die Schulferien gebunden bin!

Übrigens, euer Falke sieht ziemlich wie ein Afircan Marsh Harrier (Rohrweihe) aus.... :whistle: .

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 09 Aug 2020 18:53 von Champagner.
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09 Aug 2020 18:58 #593294
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Hallo Bele,

da sind wir uns immer noch unsicher. Der Vogel war nicht sehr groß. eher in Falkengröße.
wir haben lange überlegt, aber wahrscheinlich hast Du Recht.

Lieben Gruß
Hartwig
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09 Aug 2020 21:01 #593299
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Ooh, da habt ihr aber wahrlich Glück gehabt.
Das ist der sehr seltene Eulengesichts-Falke, Glückwunsch. B)

Schöne Flugstudien von den Sprintern. :)

Liebe Grüße,
Matthias
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09 Aug 2020 21:07 #593300
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Bis zum Nachmittag halten wir uns in unserem Bungalow Nr. 14 auf, trinken einen Sherry, rauchen
eine Zigarillo und schreiben ein paar Tage Reisebericht nach.

Wir sitzen auf der Terrasse, nur wenige Meter trennen uns vom Sambesi.
Immer wieder können wir an der Böschung und in den Bäumen und Büschen um uns herum Vögel beobachten.

Wellenastrild


Riedscharbe


Waldnektarvogel (f)


Braunbürzelamarant


Weißstirnspint


Bindennektarvogel


Bindennektarvogel (f)




Weißstirnspinte


Gelbsteißbülbül





Plötzlich sieht Ingrid einen wundervollen gelben Vogel im besten Licht vor sich auf einem Baum sitzen.
Bis sie die Kamera in der Hand hat fliegt er schon ein Stück weiter.
Eine Aufnahme vom Orangewürger gelingt ihr in letzter Minute, bevor er sich für immer im Gebüsch verabschiedet.



Nachträglich konnten wir lesen, dass dieser Vögel oft zu hören ist, aber selten gesehen wird.
Wir sind froh über diese Erstsichtung.

Halsbandbartvogel






Kleine Streifenschwalbe




Der Tag begann für uns früh mit der Morgendämmerung. In diesem Moment denkt man wunderbar wir haben unendlich viel Zeit.
Jetzt ist es schon wieder Nachmittag und die Zeit vergeht wie im Flug.
Ein wenig denken wir immer etwas zu verpassen, hieran müssen wir noch arbeiten und gelassener werden.
Wäre da nicht unsere Leidenschaft zur Fotografie!
Also heißt es auf zu den Karminspinten um das späte Nachmittagslicht zu nutzen.

Auf dem Weg dorthin begegnet uns ein Senegalkibitz.



Jetzt erkennen wir auch den Unterschied zum Weißscheitelkibitz.



Bei den Karminspinten angekommen beschließen wir noch ein Stück weiter am Fluß Sambesi entlang zu fahren. Wir möchten auf dem Rückweg noch einen längeren Stop dort einlegen.
Aus einer bewohnten Hütte laufen uns Hunde nach, überholen und springen ständig vor unserem Auto herum und versuchen in die Reifen zu beißen. Wir verringern unsere Schrittgeschwindigkeit auf dem Hoppelpfad und fahren noch langsamer weiter, nicht dass wir noch einen Hund überfahren
Nach gefühlt einem Kilometer bleiben die Hunde stehen, kläffen uns nach und gehen siegessicher mit erhobenem Schwanz zurück.

Kühe weiden im noch feuchten Flußbett des Sambesi.







Bei einer großen Halle drehen wir um. Was sollen wir hier, wenn wir doch bei den Spinten sein können.

Uns kommt ein Auto voll beladen mit Schilf entgegen. Wir bleiben stehen um das schöne Motiv zu fotografieren.





Bei den Karminspinten ist das Licht auch nicht viel besser als am frühen Morgen. Es scheint. Wir haben dieses Jahr nicht so viel Glück mit den Bildern. Aber noch haben wir ein paar Chancen erneut hinzufahren.

















Da sich der Himmel wieder zuzieht und der Wind wieder heftiger bläst fahren wir schon nach ein paar Fotos zurück.

Als wir wieder an den ersten Hütten von heute Morgen vorbeikommen, sehen wir einen Bauern, der seine Hunde auf uns hetzt. Da ich keine Lust mehr auf so eine Begegnung habe, gebe ich Gas und fahre mit überhöhter Geschwindigkeit weiter.
In der Staubwolke die entsteht geben die Hunde schnell auf und trotten zurück.

Der Himmel zieht sich auch noch stärker zusammen und es entsteht eine tolle Lichtstimmung die uns noch einen schönen Abend bringt.







Wir haben wieder ein vorzügliches Abendessen in der Lodge.





Ein wunderschöner Tag geht viel zu schnell vorbei.
Letzte Änderung: 09 Aug 2020 23:49 von Tinochika.
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