Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil

Reisebericht 230 Antworten · 46,6k Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2016 von Birgit und Werner
Themenstarter185 Beiträge · seit 201501. Jan. 2017 · #181
Danke Lillitrotter,
für die Mühe mit den Pflanzen - werde ich morgen gleich einpflegen, 😎
und auch für die Hintergrundinfos zu den Himba-Girlies.
Ich muss gestehen, dass wir uns selbst auch nicht zu 100% wohl gefühlt haben bei diesem Shooting. Aber diesmal war halt das Kaokoveld noch nicht auf unserer Route, und hier haben wir uns "ausnahmsweise" mal wie Pauschaltouristen benommen. 😊
Aber ich finde es wichtig und gut, dies auch klarzustellen und werde dich hier gern auch innerhalb des Berichtes zitieren.
Ein frohes neues Jahr dir - und allen anderen, die uns so treu und engagiert folgen.
Birgit 😘
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten: (Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): http://www.naturbild.de/reiseberichte.htm https://www.TickerFactory.com/
Themenstarter185 Beiträge · seit 201523. Jan. 2017 · #182
Der Hamburger Stammtisch ist ein sehr guter Anstupser, mich ENDLICH trotz all der Konkurrenzaktivitäten wieder an den Reisebericht zu machen. Sorry, ich bin echt etwas "aus dem Tritt gekommen" 😊
Heute Abend geht es weiter - versprochen!

Viele Grüße
Birgit
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Themenstarter185 Beiträge · seit 201523. Jan. 2017 · #184
22. Tag: Von Palmwag über Twyfelfontain nach Uis (Brandberg)

Enlang der schönen Tafelberge, den Ausläufern des Grootberg-Plateaus geht es auf der mustergültig planierten M128/C39 südwärts.

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Zunächst ist noch ein wenig Grün zu sehen, dass offensichtlich die zahlreichen Ziegen noch ernährt:

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... aber es wird zunehmend staubig und die Landschaft zeigt ihre karge Schönheit:

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Gegen Mittag erreichen wir "Twyfelfontain", die "Zweifelquelle", die einigen weißen Siedlern, die sich 1947 hier ansiedelten kein Glück gebracht hat. 1964 wurden die Farmen wieder aufgegeben. Berühmt ist dieser Platz für die Felsgravuren, die Twyfelfontain den Eintrag in das UNESCO-Weltkulturerbe verschafften. Eine kleine Führung informiert über die Hintergründe.

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Am Parkplatz freuen sich nicht nur die Parkwächter über ein kleines Trinkgeld, sondern es gibt weitere Gesellschaft, die sich mit ein paar Kekskrümeln abspeisen läßt:

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Die Mittagshitze macht uns ziemlich zu schaffen, und so verzichten wir darauf, die nahegelegenen "Organ Pipes", den "Burnt Mountain" oder den "Petrified Forest" noch in Augenschein zu nehmen. Stattdessen fahren wir recht zielstrebig nach Uis, und haben dort sogar noch Zeit, einen spätnachmittaglichen Abstecher in das Brandberg-Gebiet zu machen.

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Hier kommen wir dann auch wieder ornithologisch auf unsere Kosten:

Gleich vorneweg eine "Problemart":
Ich erinnere mich, dass wir gesagt hatten: die Lerchen machen wir morgen und dann nur dieses Foto geschossen haben. Und nun sitze ich über dem Buch und rätsel so vor mich hin...
Also: Ich tendiere zur Sabota-Lerche (Sabota Lark) - andere Meinungen?
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Balzende Rüppelltrappen (Ruppell's Korhaan) erfreuen uns...
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...noch mehr allerdings diese Ludwigstrappe (Ludwig's Bustard)
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In Uis übernachten wir im White Lady B&B - heute mal in einem gemütlichen Bett.
http://uiswhiteladyguesthouse.com/about-us.php

Ende 22.Tag.
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zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2017
Themenstarter185 Beiträge · seit 201523. Jan. 2017 · #185
Sasa schrieb:Hallo Birgit,
Wo ist denn der Bericht?
Erwartungsvolle Grüße
Sasa
Sasa, da bist du mir mit deinen Erwartungen wohl wenige Sekunden zuvor gekommen. 😄
Fertig geworden bin ich allerdings erst jetzt, weil mich die olle Lerche so lange beschäftigt hat 😣

Gute Nacht, ihr Lieben!
Ich hoffe, ich kann meine Vorsätze und eure Erwartungen jetzt in den nächsten Tagen weiter erfüllen... Irgendwann muss ja auch unsere nächste Reise noch vorbereitet werden... 🤩
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Themenstarter185 Beiträge · seit 201525. Jan. 2017 · #186
23. Tag: Vom Brandberg über die D2342 / D2303 zur Küste

Mein 50.Geburtstag! Wie schön, dass ich hier in der Einsamkeit jeder üppigen Feierei entgehen kann.
Der heutige Tag führt mich von schroffen Felsen durch die Wüste ans weite Meer - was für ein schönes Sinnbild. 🙂

Unser freundlicher Vermieter der White Lady B&B hat uns die landschaftlich interessante Strecke über die D2342 und D2303 empfohlen, die direkt südlich des Brandbergs rund um den Mount Goboboseb durch die Einsamkeit führt. Vorher hat er sich allerdings vergewissert, dass wir über 2 einsatzbereite Reservereifen verfügen. Da auf der Strecke kein Handyempfang existiert, haben wir mit ihm vereinbart, uns zurückzumelden, wenn wir wohlbehalten an der Küste angekommen sind. Falls nicht würde er einen Suchtrupp aktivieren... 😎

Auf dem Satellitenbild erkennt man den Streckenverlauf an den grünen Fähnchen.

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Als erstes geht es aber möglichst dicht an den Brandberg heran.

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Werner muss sich einmal wieder mit meiner Abenteuerlust herumschlagen, als ich ihn über schmale Pads noch ein bisschen und noch ein bisschen weiter lotse. Irgendwann sagt er entschieden: "Ende Gelände!" 😠

Wir bewundern - geologisch ahnungslos - die verwitterten Felsen ringsum und stellen uns die Begeisterung unserer mineralogisch interessierten Tochter über die mannigfaltig glitzernden Quarze am Boden vor.

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Wir erfreuen uns an den Weißrücken-Mausvögeln (White-backed Mousebird), die geschäftig um unseren Rastplatz flattern:

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Nun müssen wir aber erstmal "Strecke machen", wenn wir heute noch nach Walvis Bay kommen wollen! Natürlich in sinnigem Tempo, aufgrund der spitzen Steine auf der Wegstrecke. Ein Reifenwechsel wäre bei der Hitze nicht wirklich nach unserem Geschmack...

Die Gegend südlich des Brandbergs präsentiert uns viele prachtvolle Welwitschias. Wer eine Alternative zum touristisch bekannten "Welwitschia-Drive" nahe Swakopmund sucht, wird hier fündig.
Querverweis: http://www.namibweb.com/welwitschia-plains.pdf

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Der weitere Weg führt uns durch die weite Einsamkeit und entlang atemberaubender, abwechlungsreicher Felsformationen:

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Letztere liegen ziemlich genau dort, wo die D2342 auf die D2303 trifft:

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Kurze Zeit später öffnet sich das Gelände hin zur "Messum Terrace", einer ziemlich flachen und glühend heißen Angelegenheit:

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Auch hier gibt es übrigends noch Welwischias und sogar Springböcke ziehen durch die Gegend...

Gegen 15:30 Uhr sind wir dann am Meer!

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Tag 23 - Teil 1.
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4'382 Beiträge · seit 201501. Feb. 2017 · #187
Schubbs, schubbs....
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter185 Beiträge · seit 201501. Feb. 2017 · #188
CuF schrieb:Schubbs, schubbs....
CuF
Jaahaa, ich weiß es ja! 😊 🙁
I'll do my very best - aber vermutlich erst am Wochenende.
Ich bin seit Jahresanfang wieder unter die geldverdienende Bevölkerung gegangen - die nächste Namibiareise will schließlich bezahlt werden. Daher komm ich ein wenig ins Schleudern mit allen anderen moralischen Verpflichtungen. Seid gnädig mit mir, ich denke jeden Tag an die nächste Fortsetzung... Kurz vor dem Einschlafen 😛 .

Auf bald! Birgit
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Themenstarter185 Beiträge · seit 201504. Feb. 2017 · #189
23. Tag: Cape Cross - Robbenkolonie

Vielen ist die Robbenkolonie von Cape Cross als Sehenswürdigkeit bekannt.

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"Das Robbenreservat (Arctocephalus pusillus pusillus) ist eines der größten und vor allem für Besucher zugänglichen Sammelgebiete der Südafrikanischen Seebären – einer Ohrenrobben-Art – am Festland. Sie bilden hier eine Kolonie von bis zu 250.000 Tieren (letzte Zahlen des Ministeriums von 2007), um im Oktober oder November ihre Jungen zu gebären. In dieser Massierung stellen die Robben ein echtes Problem für die Fischerei dar, weil Robben täglich etwa acht Prozent ihres Eigengewichts an Fischen fressen.
Um eine Überpopulation zu verhindern, werden am Kreuzkap jährlich Robben in größerer Zahl gejagt und zu Schuhen und Taschen verarbeitet*. Die Seebärenkolonie haben sich Schabrackenschakale und Hyänen zum Lebensraum gemacht, hier leben sie am Rand der Wüste und ernähren sich von Robbenjungen und Nachgeburten." (wikipedia)

* Ein anderer Bericht erwähnt, dass die Hoden der Bullen für viel Geld nach Asien verkauft werden, wo sie als Potenzmittel begehrt sind.

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Auf einem abgezäunten Steg kann man quasi durch die Kolonie laufen, muß dann aber auch die Details ertragen: z.B. auch den Anblick von Unmengen toter Babyrobben, an denen sich die Möwen sattfressen oder die einfach so vor sich hin gammeln. Diese Bilddetails ersparen wir euch...

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Zusätzlich: ein ohrenbetäubender Lärm von rufenden Robbenkühen und ihren Heulern, die sich in dem Getümmel an ihrem individuellen Ruf erkennen sollen - wobei oft genug die verzweifelten Kleinen bei Fehlversuchen rigoros von potentiellen Leihmüttern weggebissen werden. Hinzu kommt: der mörderische fischig-tranige Gestank!

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Aber natürlich bekommt man - wenn man es schafft, in diesem Wirrwar ein Motiv auszuwählen, gute Gelegenheiten für Robbenportraits.

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Hier sind sie:

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Zusätzlich interessieren wir uns natürlich auch dafür, unsere Birdlist zu ergänzen - unter anderem um die europäischen Wintergäste in der südlichen Hemisphäre:

Dominikanermöwe (Kelp Gull), imm.
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Steinwälzer (Ruddy Turnstone):

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Alles in allem bleibt Cape Cross ein eindrucksvolles Ereignis, auch wenn es eine Weile dauert, den Gestank aus den Haaren und Klamotten loszuwerden. Wer zarter besaitet ist, sollte jedoch eher mit der deutlich kleineren Robbenkolonie bei Walvis Bay vorlieb nehmen, die von den Bootstouren in der Lagune von Walvis Bay angesteuert wird. Und natürlich gibt es diese Baby-Dichte nur in den Wintermonaten...

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Tag 23 - Teil 2.
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zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2017
Themenstarter185 Beiträge · seit 201504. Feb. 2017 · #190
23. Tag: Cape Cross - Walvis Bay

Die 160 km von der Robbenkolonie bis nach Walvis Bay, wo wir die nächsten Tage verbringen werden, ziehen sich.
Die "saltpaved road" ist gut in Schuss, aber es sind halt noch immer ca. 2 Fahrstunden bis zum Ziel, nach einem langen Tag...

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Für Freude sorgt bei uns, dass die ersten richtigen Namib-Dünen zwischen Swakopsmund und Walvis Bay vom Abendlicht beleuchtet sind - ein für die nächsten diesigen Tage einmaliges Ereignis... 😏

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Und dann kommen wir kurz vor Sonnenuntergang bei der "Buschtrommel" an. Wir liegen jetzt - eine Woche nach Sylvester - schon ein wenig außerhalb der High-Season, in der sich ganz Südafrika an dieser Küste zum Angeln einquartiert. Es war dann gar nicht soooo schwierig, hier eine Unterkunft zu bekommen.
http://www.buschtrommel-tours.com/uebernachtung.htm

Ihr erinnert euch? Heute war mein 50. Geburtstag. Und den beenden wir natürlich mit einem gepflegten Essen im berühmten "The Raft"... http://theraftrestaurant.com/

Aber wir sind zu müde, um von der Promenade aus noch ein stimmungsvolles Bild im letzten Abendlicht zu machen...

Ende Tag 23.
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Themenstarter185 Beiträge · seit 201510. Feb. 2017 · #191
24. Tag: Birding rund um Walvis-Bay

Wir lassen es heute etwas ruhiger angehen bei einem Frühstück im Garten der "Buschtrommel"...
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Aber natürlich freuen wir uns als Birder auch auf die zu erwartenden Limikolen und die Ergänzungen unserer Vogelliste.
Also erstmal zur Lagune, angefangen bei der Promenade in der Nähe des "Raft". Ein Blick aus der Vogelperspektive zur Orientierung:

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Jeder Reisende wird natürlich diese Gesellen bewundern, die sich zu Abertausenden in der Lagune rumtreiben:

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Und auch dieser komische Vogel ist den meisten Menschen bekannt:

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Aber wir sind natürlich scharf auf die Millionen von Watvögel, die jetzt im Januar hier aus dem nordischen Winter Quartier beziehen - aus diesem Grund sind wir hier:

Sichelstrandläufer (Curlew Sandpiper) - und definitiv "unzählige" davon...
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Grünschenkel (Common Greenshank)
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Und zu diesem hier gibt es noch eine besondere Geschichte:

Weißstirn-Regenpfeifer (White-fronted Plover)
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Während Werner mit den Flamingos beschäftigt ist, beobachte ich nahe der Uferpromenade ein kleines "Drama":
Ein Regenpfeifer-Küken hatte sich mit dem Bein an einer langen Feder vertüddelt, die er nun hinter sich herzog und dabei immer wieder auf den Schnabel fiel. Ein jämmerlicher Anblick!

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(Dies ist natürlich ein "Nachher-Bild", wir sind ja keine Paparazzi! - Aber die Feder am Bein hatte mindestens die Größe der hier hinter dem Kleinen liegenden... "Wenn he bloss nich weer mit de Been in Tüddel kummt")

Also flugs meine Rettungsmütze aufgesetzt, den Kleinen gegriffen und mit zartesten Fingern die Fesseln gelöst... Das war wirklich eine ziemliche Fummelei...

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Ende gut - alles gut: der Kleine schlüpft unter die Fittiche eines Elternteils, das schon aufgeregt auf ihn gewartet hat:

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Ein weiterer - lokal ganzjähriger - Vertreter der Gattung "Charadrius":

Dreibandregenpfeifer (Three-banded Plover)
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Und ein ziemlich bräunlich wirkender Kiebitzregenpfeifer (Grey Plover) im wohl abgetragenen Schlichtkleid:
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Der Säbelschnäbler findet sich wohl ziemlich an allen Küsten der Welt:
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Wir haben heute einen Mittagsschlaf nötig, vorher gibt es noch einen Hamburger. Und wir müssen Werners Hut auslösen, den wir gestern im "Raft" haben liegen lassen - geht GAR nicht ohne!

Also: kleine Pause, dann geht es weiter...

Tag 24 - Teil 1.
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zuletzt bearbeitet 10. Feb. 2017
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24. Tag, Nachmittag: Walvis Bay - Salinen und Vogelparadies

Nach der Mittagspause versuchen wir, das "Bird Sanctuary" (kurz hinter der Zufahrt zur C14) zu erschließen.

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Hier noch ein Eindruck aus der Vogelperspektive:
https://www.youtube.com/watch?v=_zXS0wKzyZM

Wir finden wohl noch nicht den perfekten Zuweg und stapfen ein wenig desorientiert durch die Dünen. Aber mindestens eine spannende Beobachtungen gibt es dann doch...

Afrikanische Ruderente (Maccoa Duck)
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Weiter geht es in das weitläufige Gebiet der Salinen:

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Wer sich ein genaueres Bild dieser Salzindustrie machen will, bekommt es in diesem Werbevideo:
https://www.youtube.com/watch?v=pZ-zwCR2B8k
oder auf der Homepage der Walvis Bay Salt Holdings (Pty) Ltd: http://www.wbsalt.co.za/

Hier in den Salztümpeln und Gräben findet sich so manches, was unser Herz erfreut! Unter anderem ein Odinshühnchen (Red-necked Phalarope) - leider ohne Foto.

Auffällig sind die riesigen Pulks an Schwarzhalstauchern (Black-necked Grebe):

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Wunderschöne Färbungen in den Gräben erfreuen und zum Abschluss des Tages:

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Wir sind heute aber von den eindrucksvollen, aber anstrengenden Vortagen noch ziemlich kaputt. Wir beschließen, dass es für heute reicht. Im "Anchors" am Yachthafen gibt es eine Seafood-Pfanne und einen heißen Tee für mich - und ein Bier für Werner.

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Ende Tag 24.
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zuletzt bearbeitet 10. Feb. 2017
Themenstarter185 Beiträge · seit 201511. Feb. 2017 · #193
25. Tag: Walvis-Bay - Bootsfahrt und 4x4-Namib-Ritt (Sandwich Harbour)

Wir Vielseitigkeits-Fanatiker haben uns für den heutigen Tag für eine "Combo Tour (Dolphin cruise plus Sandwich harbour 4x4 tour)" von Laramon entschieden: http://www.laramontours.com/Sandwich_Harbour_Combo.htm

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Diese Kombination packt zwar etwas viel in einen Tag, so dass man bei der Intensität der beiden Bestandteile etwas Abstriche machen muss, aber insgesamt waren wir zufrieden mit unserer Wahl.
Jetzt, wenn wir im Sommer 2017 wieder vor Ort sind, werden wir uns sicher nicht die vielgelobte Suche nach den "Little Five" der Living Desert Tours entgehen lassen http://www.livingdesertnamibia.com/index-de.htm und vielleicht eher die marine dolphin cruise von Mola Mola http://www.mola-namibia.com/attraction/marine-dolphin-cruise/ an zwei verschiedenen Tagen ins Auge fassen.

Oder hat jemand noch einen Tipp für die Bootstour, die am weitesten auf den Atlantik hinausfährt (eventuell ganztägig)?

Nun gut, es geht also los mit unserem Skipper und Guide Peter, der sich ehrlich freut, ein paar Birder an Bord zu haben 🙂

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Wir sichern uns den kleinen Logenplatz am Oberdeck neben dem Skipper:

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Die Bootstour von Laramon geht insgesamt nur wenig über die Lagune auf den offenen Ozean hinaus, ist aber dennoch interessant und lohnenswert. Zunächst geht es zu den Robbenbänken am Pelican Point:



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Auf dem Weg dorthin finden wir auf einer Mole einige Wahlberg-Scharben (Crowned Cormorant) zwischen den allgegenwärtigen Kapscharben (Cape Cormorant):

"Belegfoto" Wahlberg-Scharbe (Crowned Cormorant)
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Kapscharbe (Cape Cormorant)
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Als Zugabe: Schwarzer Austernfischer (African /Black Oystercatcher)
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Die Seebärenkolonie "außerhalb Riechweite" zu besichtigen, ist für uns recht angenehm. Außerdem gibt es hier sogar einen panierten Seeelefanten! 🤩

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Wer ganz nah dran sein will, kommt auch auf seine Kosten: an Bord begrüßt uns der Touristenliebling "Bobby", der sich seine Ration verdient und sich danach zum nächsten Catering-Service aufmacht:

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Weitere Gäste an Bord:

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Die Delphine sorgen auf dem Boot für allgemeine Freude, allerdings ist es schwer, den richtigen Moment für ein Bild abzupassen:

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Unsere Hoffnung auf die eine oder andere Hochseeart wird auch nicht enttäuscht:

Dunkler Sturmtaucher (Sooty Shearwater)
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Kaptölpel (Cape Gannet)
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Zugabe: die Buntfuß-Sturmschwalbe (Wilson's Storm-Petrel), leider ohne Bild.

Aber die verschiedenen Seeschwalben wollen wir euch auch nicht vorenthalten. Hier "auf einen Blick":

Eilseeschwalbe (Swift Tern)
Brandseeschwalbe (Sandwich Tern)
Küstenseeschwalbe (Arctic Tern)
Trauerseeschwalbe (Black Tern)

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2 Brandseeschwalben (Sandwich Tern) - und dahinter? Fluß- oder Küstenseeschwalbe?
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Zusätzlich zwei "Belegfotos":

Raubseeschwalbe (Caspian Tern)
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Und (später aufgenommen auf der "Desert-Tour")... DIE spezielle Seeschwalben-Rarität, wegen derer manch ein Birder die Gegend besucht 🤩

Damaraseeschwalbe (Damara Tern) - mit Küken!!
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An Bord gibt es zum Lunch leckeres Fingerfood und frische Austern (an denen wir immer noch nichts Schmackhaftes finden können...). Aber die Austernzucht in Walvis-Bay ist ein einträgliches Geschäft, der Benguela-Strom sorgt für optimale Aufzuchtbedingungen.

Nun soll man nicht meinen, die Lagune wäre ein völlig idyllischer Ort:


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"Der Hafen von Walvis Bay ist als einziger richtiger Tiefseehafen von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Namibia und die gesamte Region. Nachdem die Exklave Walvis Bay 1994 von Südafrika an Namibia übergeben wurde, erlebte der Hafen einen Boom und zählt heute zu den größten fünf Häfen des südlichen Afrikas. Der Hafen wird seit Mai 2014 um weitere Liegeplätze und ein neues Containterminal erweitert. Die Containerumschlag-Kapazität wird nach Fertigstellung auf 1,065 Millionen TEU steigen." (wikipedia) - Zum Vergleich: Der Hafen Hamburg schlägt ca. die 9fache Menge um.

Die Hafenerweiterung übernimmt übrigends ein chinesisches Bauunternehmen: die China Harbour Engineering Company (CHEC)
http://www.dvz.de/uploads/pics/14d02703a_Afrika-Optik.png

Außerdem: Ölförderung mitten im Delta - zur Zeit aufgrund des niedrigen Ölpreises ausgesetzt. Laut Aussage unseres Skippers ehedem betrieben durch eine angolanische Ölfirma.

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Vor der namibischen Küste werden offshore größere Ölvorkommen vermutet: https://www.az.com.na/nachrichten/l-kann-ab-2015-sprudeln/? - allerdings werden auf Grund des niedrigen Ölpreises wohl weitere Erschließungsversuche gebremst.

Das Ganze ist natürlich ein typischer Interessenskonflikt: Mit der Lagune von Walvis Bay und Sandwich-Harbour haben wir 2 hochsensible Wasservogel-Schutzgebiete gemäß internationaler Ramsar-Konvention. Daneben die verständlichen Interessen afrikanischer Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Walvis Bay ist wichtiger Umschlagsplatz auch für die Binnenländer Botswana, Sambia und Simbabwe. Neben der Containerfracht ist natürlich auch die Verschiffung von Rohstoffen (Erze, Salz, seltene Erden) als Schüttgut von Bedeutung.
Aber letztlich gibt es diesen Interessenkonflikt auch im Wattenmeer vor der norddeutschen Küste. Moralische Empörung ist also unangebracht...

Ich hoffe, ich habe euch mit diesem Exkurs jetzt nicht gelangweilt. Gegen Mittag sind wir jedenfalls zurück an der Jetty und es geht auch schon bald weiter auf die Wüstentour...

Tag 24: Ende Bootstour in der Lagune von Walvis Bay. Wüstentour folgt.
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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2017
Themenstarter185 Beiträge · seit 201511. Feb. 2017 · #194
Birgit und Werner schrieb:...Wüstentor folgt!

...aber nicht mehr heute, wir sind gleich auf dem Weg zum Stammtisch in Hamburg 🤩

Wer nicht dort ist, kann sich ja vielleicht noch mal meinen Fragen widmen... 😛
Brandseeschwalben (Sandwich Tern) - und dahinter? Fluß- oder Küstenseeschwalbe?
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Oder hat jemand noch einen Tipp für die Bootstour, die am weitesten auf den Atlantik hinausfährt (eventuell ganztägig)?
Viele Grüße! 😘
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2'396 Beiträge · seit 201111. Feb. 2017 · #195
Hallo Birgit, hallo Werner,

"Wer nicht dort ist, kann sich ja vielleicht noch mal meinen Fragen widmen... "
Ihr amüsiert Euch, und wir sollen arbeiten? 😐
Könntet Ihr denn wenigstens die beiden Vögel im Vordergrund wegretuschieren, dass man den Vogel ganz sieht? Aber dann wär's wohl zu einfach.
So tippe ich mal auf Arctic Tern (sterna paradisaea) wegen der im Nacken doch recht weit herunterreichenden Haube. Aber ohne jede Gewähr.

LG aus Eimsbüttel,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
2'097 Beiträge · seit 200611. Feb. 2017 · #196
Hallo ihr zwei,

zwischendurch nochmal ein großes Dankeschön für euren interessanten Bericht und die vielen schönen Fotos.
Zu den Seeschwalben: Habe gerade mal ins Vogelbuch geschaut. Da gibt es ja so viele ähnliche, dass ich mich bei der Bestimmung lieber zurückhalte.

Liebe Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
2'511 Beiträge · seit 200912. Feb. 2017 · #197
Hallo Birgit,

also, zu den Seeschwalben im Schlichtkleid enthalte ich mich, ich stehe nämlich vor exakt dem selben Problem. Und meines Wissens lassen sich die beiden Arten nur anhand der durchsichtig scheinenden Primaries unterscheiden. Jedenfalls war für mich der angebliche Unterschied weisser oder grauer Schwanz nicht erkennbar. Es gibt da alle Übergangsformen, und die Biester halten ja auch nicht ruhig.
Wie viele Bilder habe ich geschossen, wo kein oder nur noch ein rudimentärer Rest eines Vogels drauf war.

Viele Grüsse,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter185 Beiträge · seit 201512. Feb. 2017 · #198
Danke für Eure Mühe, Matthias, Uwe, Carsten...
Ich bleibe dann bei der Arctic Tern, weil die steht eh auf unserer Liste... 😉

Die blöden Brandseeschwalben stehen ja auch echt im Bild. Ich bin gespannt auf eine Kamerageneration, die den oft notwendigen Röntgenblick hat. 😄

Es war ein schöner Abend gestern in der "Oberhafenkneipe". Die hatte allerdings um 22:00 Uhr schon "Last order!" und um 23:00 Uhr wurden wir herausgekehrt. Aber trotzdem: immer wieder schön mit euch - ob nun virtuell oder life! 😘

Matthias, ich werde mich dann vorerst mit Rätselvögeln zurückhalten, damit du mit denem eigenen "Just birds"-Bericht vorankommst 😉 - ich bin ja auch schon fast fertig mit der Version 1.0. Danach noch ein bisschen Lektorat, und dann werde ich mich zurücklehnen und mich bei euch aufs Trittbrett schwingen. 😏
Abgesehen davon geht es dann in die Feinplanung für den Sommer 🤩

Einen schönen Restsonntag!
(ich werde wohl heute keinen Bericht mehr schaffen...)
Birgit
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Themenstarter185 Beiträge · seit 201519. Feb. 2017 · #199
25. Tag: Walvis-Bay - Wüstentour mit Laramon

Schon bald nach Rückkehr von unserer Bootstour geht es gegen Mittag auf zum 2. Teil der Laramon Marine / Dune Combo:
der 4x4-Ritt durch die Dünen Richtung Sandwich Harbour.
Hier noch einmal der Link zur Tourbeschreibung von Laramon: http://www.laramontours.com/Sandwich_Harbour_Combo.htm

Zunächst wird am Ende der Promenade von Walvis natürlich erstmal Druck abgelassen...
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Vor den Salzwerken geht es nach links in das Dünengebiet Richtung Sandwich-Harbour, in den obersten Nordzipfel des Namib-Naukluft-Nationalparks. Wir sitzen touristisch zu siebt in dem Nissan-Jeep, aber Werner ergattert den Beifahrer-Sitz. Wir durchqueren die Ebene des Kuiseb-Deltas und dann: Ab in die riesengroße Sandkiste! Es ist verblüffend, wie der Jeep die Steigungen und Gefälle im tiefen Sand bewältigt! Und das zur Mittagszeit - wobei es heute leider sehr diesig ist...

Die flotte Fahrt durch die Dünen wird immer wilder und erinnert an eine Achterbahnfahrt...

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Schließlich kommen wir "in the middle of nowhere" direkt nördlich von Sandwich-Harbour an.
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Der Dunst lässt uns das bekannte Seevogel-Refugium nur erahnen, und nur mit viel Nachbearbeitung können wir aus den Dünenfotos ein paar Kontraste herausholen...


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Blick nach Norden, Richtung Walvis Bay
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Ich persönlich finde die Stimmung sehr schön, weil man sich im Dunst noch intensiver der Leere dieser Wüstenwelt bewusst wird. Man kann mal kurz der armen Schiffbrüchigen gedenken, die an dieser Küste gestrandet waren und dann zwischen salzigem Meer und Wüstendürre nun nur noch ihre Todesart wählen konnten...

Nun geht es auf den wilden Rückweg - ich muss gestehen, manche Touristenattraktionen machen einfach SPASS!
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Mir war nicht klar, dass es bergab in den Dünen praktisch so geht, dass man eine Lawine auslöst und sich dann mit dem Auto auf bzw. mit dem rutschenden Sand hinuntergleiten lässt... aber eins war mir auch klar: DAS ist etwas für Experienced Drivers!

Ich habe gehört, dass man begleitete Selbstfahrertouren von Lüderitz entlang der gesamten Küstenlinie des Namib-Naukluft-Parks buchen kann, wo man dann im Sinne eines "Learning by Doing" diese Erfahrungen machen kann: hier der Verweis auf Bwana-Tucke-Tucke; http://www.bwana.de/namibia/tourbausteine/sperrgebiets-touren/luederitz-walvis-bay-tour.html

WARNUNG: Es ist dringend davon abzuraten, auf eigene Faust "am Strand entlang" Richtung Sandwich Harbour aufzubrechen (was ohnehin einer Sonder-Permit bedarf...). Es ist sehr schwierig, die Zeit abzuschätzen und der komplette Strand ist bei Hochwasser geflutet. Hier kann man leicht sein Fahrzeug versenken - und es ergeht einem dann möglicherweise wie den "Schiffbrüchigen" - zumindest bis eine teure Such- und Rettungsexpedition gestartet wird.

Bei einer kleinen Lunchpause in einem Dünental erfahren wir einiges über das Topnaar-Volk, dass in dieser unwirtlichen Gegend und entlang des Kuiseb-Taals siedelt.

Wer mag: hier gibt es einige Hintergrundinfos... https://en.wikipedia.org/wiki/Topnaar_people und http://www.the-eis.com/data/literature/The%20Topnaar%20which%20live%20in%20the%20Namib%20Desert%20.pdf


Die ǃNara melon (Acanthosicyos horridus) eine existenzielle Rolle für die Ernährung dieser menschlichen Überlebensexperten...
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...und auch für die tierischen, wie z.B. Wüstenelefanten aber auch dieses einsame Straußenmädchen...
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Unser Guide Peter hat sich auch auf der Wüstentour rührend um uns Birder gekümmert, ohne die Restgruppe völlig gegen uns aufzubringen. Die endemische Damara-Seeschwalbe mit Küken hatte ich weiter oben bei der "Seeschwalben-Sammlung" schon einmal, aber doppelt hält besser...

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Fleißig sucht Peter für uns nach der zweiten endemischen Berühmtheit - erfolgreich! 🤩

Dünenlerche (Dune Lark) [Edit: Name]
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Manche Birder mieten nach seiner Aussage ganztägig einen kompletten Jeep, nur um gezielt nach dieser Art zu suchen... und wir bekommen sie schon im normalen Touristen-Arrangement! 🤪

Zurück im Hafen nehmen wir noch einen Salat zu uns, verbringen noch eine halbe Stunde an der Promenade und machen dann - mit unserer 350. Vogelart auf der Liste - Feierabend.

Rätselvogel: Wer kann sagen, wie unsere 350. Art hieß? 😈

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Ende Tag 25.
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten: (Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): http://www.naturbild.de/reiseberichte.htm https://www.TickerFactory.com/
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2017
2'396 Beiträge · seit 201119. Feb. 2017 · #200
Hallo Ihr beiden,

das ist aber gemein, dass Ihr Euch mit dem Rätselvogel No. 350 so lange Zeit gelassen habt! (Ich hätte mir mal Beles Zaunpföschdle ausleihen sollen!) Jetzt bin ich hier auf Tenerifa und habe außer "Vögel auf den Kanarischen Inseln" kein Vogelbuch dabei. (Und in dem Büchlein kommt er nicht vor!)

LG aus dem bewölkten Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0