THEMA: Neulinge auf Tour durch Namibia im Februar
02 Apr 2015 15:49 #380093
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Montag, 16.2.2015 / Okaukuejo - Damaraland

Wir stehen noch vor Sonnenaufgang auf, hatten eine eher unruhige Nacht und genießen den (Instant-) Morgenkaffee und Bananenkuchen am Wasserloch. Hier haben wir kein Glück – es herrscht gähnende Leere!

Also beladen wir nach dem Frühstück zügig das Auto und brechen auf Richtung Süden.

Direkt nach der Ausfahrt über das Anderson Gate– ein riesiger, einsamer Eli!



Direkt am Straßenrand – allerdings sind wir uns bei diesem Kameraden nicht so sicher, ob er unsere Anwesenheit so angenehm findet. Er ist ziemlich unruhig, beäugt uns kritisch und bewegt sich direkt auf uns zu:






Wir lassen ihn lieber mal alleine – diese Situation ist uns nicht so ganz geheuer. Wir setzten unseren Weg fort auf der C38.





Kurz vor Outjo biegen wir rechts auf die C39. Dieser folgen wir bis Khorixas.











Nach etwa 52 Km erreichen wir rechter Hand den „Versteinerten Wald“. Hier ist gar nichts los, wir sind die einzigen Besucher. Ein recht fachkundiger Guide führt uns zu den herumliegenden fossilen Baumstämmen, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.









Teilweise sind die Stämme in unzählige kleine Stücke zerbrochen, teilweise sind die Jahresringe zu erkennen. Es wird angenommen, dass es sich um Treibholz handelt, das durch eine große Flut – vermutlich aus Angola – hier angeschwemmt wurde.

Zwischen den versteinerten Baumstämmen findet man auch kleinere Welwitschia mirabilis.





Am Ausgang entdecken wir noch diesen Schmetterling:





Weiter geht es auf der C39, dann auf der D2612 in Richtung Twyfelfontein.








Direkt an diesem Abzweig liegt nicht sofort erkennbar das „Damara Living Museum“.

Auch hier sind wir die einzigen Besucher. Da wir im Vorfeld schon recherchiert haben, dass man mit dem Besuch dieses Museums ein ganzes Dorf unterstützt, wollen wir uns hier einen Einblick in die Kultur aus vergangen Zeiten der Bewohner des Damaralandes verschaffen.


Man wird in die verschiedenen handwerklichen Fähigkeiten eingewiesen, die Kunst des Heilens und Feuermachens vorgeführt, ein „Spielkasino“ gibt es auch und zum Abschluss bekommen wir noch eine Tanzdarbietung.













Wir haben uns ehrlich gesagt etwas unwohl in unserer Haut gefühlt, da man einfach merkt, dass es eine Show für Touristen ist und die „Darsteller“ sich nicht mehr wirklich mit der Kultur identifizieren. Am Ein-/Ausgang gibt es einen netten Craft-Shop, wo wir ein paar Kleinigkeiten gekauft haben, da auch davon die Dorfbewohner unterstützt werden.

Ein letzter Programmpunkt steht heute noch auf dem Plan. Wir wollen weiter nach Twyfelfontein, um uns die 2.000 bis 6.000 Jahren alten Felsgravuren der SAN anzuschauen. Auch hier ist nicht wirklich viel los. Wir fragen nach „Memory“ und dem Dancing Kudu Trail (Danke Gerd für den Tipp). Leider ist sie nicht da und wir müssen mit einer Kollegin Vorlieb nehmen, die bei der Hitze auch irgendwie keine Lust hat, uns den Dancing Kudu Trail zu zeigen. Also begeben wir uns auf den Weg zu den Felsgravuren – es ist wirklich sehr heiß an diesem Tag und wir sind froh, für jedes schattige Plätzchen.

Wir erklimmen die Felsen und unser Guide erklärt uns die Felsmalereien, die zu den ältesten in Afrika gehören. Die Zeichnungen stellen überwiegend Jagdszenen dar und es sind Tiere wie Giraffen, Antilopen, Zebras und auch Löwen abgebildet. Erstaunlich ist die Abbildung einer Robbe, hier, fast 100 Kilometer vom Meer entfernt. Ein religiöser Hintergrund bzw. die Nutzung als Kultstätte wird vermutet.











Unsere heutige Lodge, das Camp Kipwe liegt wunderschön, eingebettet in die für das Damaraland typisch roten Granitfelsen.















Bei unserer Ankunft gibt es zur Begrüßung gekühlte, nach Minze duftende Tücher und einen wirklich schmackhaften Begrüßungsdrink. Das tut gut nach all dem Staub und der Hitze. Wir erhalten eine Führung durch die Lodge. Der Einladung zum Sundowner oben auf dem Hügel kommen wir später gerne nach.

Ausgerechnet hier hat unsere Planung versagt. Der Abenddrive ist leider schon ausgebucht und am Elephant Nature Drive am Morgen können wir nicht teilnehmen, da dieser 4-6 Stunden dauert! Das wussten wir nicht, und dies wäre für uns nicht der einzige Grund gewesen noch eine Nacht länger zu bleiben! Das ist sehr schade, aber leider nicht mehr zu ändern.

Also bezogen wir das schon gebuchte Chalet N. 9 - Danke liebe „Lotusblume“ für diese Empfehlung! Dieses liegt besonders schön, ganz am Ende der Lodge und man genießt ungestört die wunderschöne Aussicht.








Ich teste gleich mal die Dusche im Außenbad! Das Wasser wird übrigens durch einen holzbefeuerten Ofen erwärmt. Auch ansonsten wird das Camp eco-friendly geführt.








Und für Annick habe ich sogar ein Klobild ;-))




Die Landschaft hier zählt für uns mit zu den schönsten in Namibia – wir sind hier wieder einmal im Paradies und können uns nicht satt sehen an der Landschaft.

Für den Sundowner klettern wir auf den Hügel. Wir genießen den Sonnenuntergang bei einem „Rockagama“. In weiter Ferne sind Kudus und Impalas zu sehen.




















Zum Dinner gibt es sehr leckeren Fisch, dazu genießen wir einen Goedverwacht Shiraz Rose. Service und Ambiente sind für uns perfekt!

Zurück am Chalet betrachten wir noch eine ganze Weile den Sternenhimmel. Wir bedauern es sehr, nicht noch einen weiteren Tag bleiben zu können.
Letzte Änderung: 28 Apr 2015 14:15 von Applegreen.
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02 Apr 2015 15:59 #380097
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Irgendwie klappt der Zeilenumbruch nicht, vielleicht hilft ja das Einfügen einer Antwort.....
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02 Apr 2015 16:27 #380101
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  • Lotusblume am 02 Apr 2015 16:27
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Hallo,
Camp Kipwe ist schon wirklich klasse.

Ich profitiere auch ständig von Tipps der Fomis und freue mich sehr zu lesen, dass auch ich mal einen Tipp weiter geben konnte. B)

Nun freue ich mich sehr auf deinen weiteren Reisebericht und weiter so schönen Fotos.
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02 Apr 2015 16:30 #380102
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Hallo Lotusblume,

es freut mich, dass Dir unser Bericht gefällt - und nochmals lieben Dank für den Tip ;-))

Liebe Grüße Sabine
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02 Apr 2015 17:15 #380106
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Und wieder bin ich begeistert von euren Eli-Sichtungen. Der einsame direkt am Straßenrand ist ja wohl der Hammer...
Bin auch gespannt, wie's weiter geht! Camp Kipwe sieht klasse aus, hätten wir auch fast gebucht, haben uns dann aber noch wieder umentschieden...
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02 Apr 2015 18:10 #380119
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Mit Elis hatten wir wirklich Glück. Ich kann schon verraten, dass wir ähnliches Glück mit Bergzebras hatten.... Das dauert aber noch ein bisschen.....

Ja, Camp Kipwe ist ein wirklich schönes Fleckchen Erde und dort wollen wir beim nächsten Mal mindestens zwei Tage bleiben...

Vielen Dank an alle "Danke-Button-Drücker"! Wir freuen uns, dass Ihr uns begleitet!
Letzte Änderung: 02 Apr 2015 18:13 von Applegreen. Begründung: Text fehlt
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