AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200810. März 2019 ·
30.04. Aabadi Mountain Camp Teil 2
Punkt 12 stand ich am Vet-Zaun. Die Kontrolle ging schnell von statten. Wenige Kilometer südlich sah ich ein Fahrzeug am Straßenrand der C43 stehen. Das war der Grund.
Die Giraffen vor den Tafelbergen gaben ein herrliches Panorama ab.
Die Piste C43/39 blieb schön und nach gut einer Stunde führte sie ins Tal des Huab.
Ich querte den Huab nicht, sondern verließ die C39 in südlicher Richtung. Im Flussbett stelle ich ich mich unter den ersten besten Baum und legte eine Pause ein.
Nach der Pause fuhr ich weiter durch den Huab. Bald nahm ich eine Piste die parallel zum Rivier verlief.
An geeigneter Stelle kletterte ich auf eine Felsen, um das gesamte Tal ablichten zu können.
Ein wirklich tolle Landschaft gab das grüne Flussbett zwischen den mit sandbedeckten Felsen beiderseits ab. An dieser Stelle verließ ich den Huab,
um eine Abkürzung zu nehmen. Es war erstaunlich grün. In 2017 Stand auf dieser Ebene kein Grashalm.
Wie auch in 2017 steuerte ich den View Point von Zusammenfluss Huab/Aba Huab an. Aus dieser Richtung kam ich.
Im Juni 2017 sah es so aus.
Die Landschaft war grandios.
Und auch hier der Vergleich zum Vorjahr.
Inzwischen war es 14:00 Uhr und ich konnte mich für eine Pirschfahrt Richtung Westen nicht mehr begeistern. Mein Ziel sollte das Aba Huab Camp werden via Aba Huab. Die Landschaft blieb zunächst toll.
Besonders gefiel mir dieser knorrige Baum. Weiß jemand, um welche Art es sich handelt?
Einige Kilometer weiter wurde das Flussbett breiter, und war leider auch nicht mehr so attraktiv.
Ich hielt mich rechts, weil ich das Wasserreservoir bei der Twyfelfontein Lodge besuchen wollte. Elefanten konnte ich leider nicht entdecken. Die Landschaft war sehr ansprechend.
Eine sehr gute Stunde nach befahren des Aba Huab hatte ich die gleichnamige Campsite erreicht. Sie war bereits reichlich belegt - auch mit Gruppen, sodass ich zum Mowani Mountain Camp weiterfuhr. Dort hieß es leider "fully booked". Also steuerte ich als nächstes das Aabadi Mountain Camp an. Hier gab es noch Platz und die Stellplätze liegen schön zwischen Bäumen am Aba Huab. Eigentlich toll bis am Abend der Generator für die festen Zeltunterkünfte angestellt wurde.
Zum Sonnenuntergang - wie soll es anders sein - kletterte ich auf den Felsen/Berg.
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200814. März 2019 ·
01.05. Messum-Krater Teil 1
Heute brach ich - natürlich kurz vor Sonnenaufgang - auf, mit den Ziel irgendwo beim Brandberg zu nächtigen. Viel wichtiger für mich war hingegen, auf den Doros-"Krater"rand zu steigen. In T4A ist sogar ein Parkplatz eingezeichnet - super, vielmehr war auch im Vorfeld nicht in Erfahrung zu bringen. Da ich verkehrsgünstig am Aba Huab nächtigte, fuhr sogleich in diesen bis zur Community Campsite, anstelle die D2612 zu nehmen. Dabei passierte ich das Twyfelfontein Village - ein wirklich trister Anblick. Der Sonnenaufgang im Aba Huab konnte sich aber sehen lassen.
Entlang der D3254 Richtung Verbrannter Berg entdeckte ich eine Herde Kuhantilopen. Diese hätte ich hier nicht erwartet. Leider standen sie noch nicht im Licht.
Sonst war die Landschaft am Morgen wunderschön.
Der Verbrannte Berg. Für Geologen sicher ein Höhepunkt - für mich aber irgendwie nicht.
Hinter dem "Berg" begann die 4x4-Piste, die u.a. zum Doros Crater führte. Zunächst ging es aufgrund der Ausspülungen nur sehr langsam voran. Die Landschaft öffnete sich
und bald war der Brandberg im Hintergrund zu erkennen.
Im Gegenlicht sah sich in dieser Strauchlandschaft unerwartet einige Giraffen.
Im Licht zeigte sich eine herrliches Panorama.
Die Piste folgte nun durch eine Art Tal.
Der Blick zurück ins "Tal" mit Brandberg.
An gleicher Stelle bot sich ebenfalls eine tolle auf Aussicht auf ein Rivier. Ich scannte die Landschaft ab, ohne jedoch ein Tier zu entdecken.
Wenig später konnte ich die Doros-"Krater" in voller Breite bestaunen.
Die Landschaft im grünen Gewand war traumhaft schön.
Knapp zwei Stunden nach Aufbruch stand ich auf dem Parkplatz des Wanderweges. Mit dem Schild hatte ich ebenfalls nicht gerechnet 😉
Einen angelegten Wanderweg konnte ich nicht wirklich ausmachen, sodass es querfeldein voranging.
Nach ca. 20 Minuten erreichte ich die Kraterkante.
Als ich mich von der Kante Richtung Inneres begab, hörte ich ein Wiehern und sah einige Bergzebras flüchten.
Auf diesen Bild gen Westen sind zwei Zebras zu erkennen (links).
Nach Nordwesten bot sich folgender Ausblick.
Der Krater kam mir mehr wie ein Berg vor. Es scheint sich wohl nicht um einen Einschlagskrater oder einen klassischen Vulkankrater zu handeln, sondern mehr um eine geologisches Gebilde vulkanischen Ursprungs. Aber so richtig hab ich das nicht verstanden (https://en.wikipedia.org/wiki/Doros_Complex).
Ich verweilte noch einige Minuten und stieg dann zum Parkplatz ab, um in Anschluss eine Piste Richtung Goantagab zu wählen. Zuvor entdeckte ich noch eine Spingbockherde in der Ferne
und passierte kurze Zeit später ein pittoreskes Autowrack.
Wenige Kilometer weiter führte die Piste in einen Zufluss des Goantagab, wo ich zunächst auf ein tierloses Wasserloch traf. Der Zufluss als auch der Goantagab wiesen einen großer (nicht hohen) Mopanebestand auf. Hier war ich bereits im Goantagab.
Das Rivier wurde landschaftliche immer schöner. Hier an einer der schönsten Stelle traf ich auf den einzigen Gegenverkehr des Tages, bestehend aus fünf Fahrzeugen.
Schon bald führte mein Weg aus dem Goantagab - eigentlich schade, gerne wäre ich noch länger im Flussbett gefahren. Der Brandberg erschien nun wieder im Hintergrund
und ich passierte die Überreste einer verlassenen Farm.
Das Wellblech nahm zu, die Landschaft war dafür herrlich schön.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200914. März 2019 ·
Hallo Axel,
mit Freude betrachte ich alle diese Fotos mit dem sagenhaften grünen Flaum. Leider ist davon aktuell nichts zu finden, ich bin da vor vier Wochen rum gefahren, und es gibt nur blankes Geröll und nackten Sand.
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200817. März 2019 ·
01.05. Messum-Krater Teil 2
Apropos Wellblech. Dies wurde nun immer schlimmer, als der Untergrund sich in roten Sand änderte. Das war das schlimmste, was ich bisher erleben durfte. Es half weder langsam noch schnell fahren. Das schöne Panorama konnte ich nicht genießen.
Niemals wieder würde ich diese Piste wählen. Ich war froh, als dieser nicht endend wollende Geschüttel vorbei war und ich die Fahrt wieder genießen konnte.
Die Fahrt zum Ugab herunter eröffnete einen tollen Blick auf das Rivier mit dem Brandbergmassiv im Hintergrund.
Hier kreuzte ich den Ugab.
Auf der anderen Seite befand ich mich auf dem Campingplatz der Brandberg White Lady Lodge. Nun war erst einmal eine Brotzeit angesagt. Es war erst 12:30 Uhr und ich wollte meinen Tag noch nicht abschließen. Also sollte es zur Elephant Head Community Campsite weitergehen. Die Campiste als auch die Felsformation kannte ich noch nicht. Ich wählte den direkten Weg um den Brandberg (anstelle der D- und C-Straße). Auch dieses Jahr hatte es keinen Regen rundum den Brandberg gegeben.
Bald war der Elefantenkopf erreicht. Wegen der Aussicht stieg ich etwas höher auf den Felsen.
Danach begab ich mich zur Felsformation.
So richtig sagte mir das Areal zum Zelten nicht zu. Aber zunächst wollte ich noch einen Kaffee in der angeschlossenen Schenke/Laden trinken. Kaffee war leider aus. Tee auch. OK, dann eben eine Cola. Die gabt's aber aufgrund der Wasserkühlung nur lauwarm - nicht mein Fall. Irgendetwas wollte ich schon konsumieren, um die Community zu unterstützen. Statt eines lauwarmen Süßgetränks wählte ich ein lauwarmes Windhoek Draught. Ich unterhielt mich recht nett mit dem Verkäufer, während ich mein Bier trank.
Nach einigen Kilometern auf der D2342 bog ich kurz vor dem Messum Rivier links Richtung gleichnamigen Krater ab. Der Blick zurück zum Brandberg war wunderschön.
Nach vorn (Westen) bot sich folgender Blick auf eine karge aber tolle Landschaft.
Ich hielt mich links, um einen anderen Weg in den Krater zu wählen als vor zwei Jahren. Bald stand ich auf der von T4A als "Steep Sand Dune" bezeichneten Anhöhe. Bevor es runter ging, genoss ich noch das hinter mir liegende Panorama.
Hier ging es runter. Wobei die Piste weiter links verlief und auf dem Bild nicht zu erkennen ist.
Im Großen und Ganzen war es fahrtechnisch keine große Herausforderung. Der Weg hinauf scheint mir schon schwieriger, zumal die Piste ziemlich ausgefahren und wellig war. Von ober links kam ich.
Auch jetzt hielt ich mich links, um wenige Kilometer später wieder auf einen sandigen Anhöhe zu stehen. Zunächst warf ich einen Blick zurück.
Hier sollte es runter gehen.
Mit L4 auch kein Problem. Als ich unten angekommen war, machte ich noch ein Foto. Die Steilheit ließ sich leider nicht so recht "einfangen".
Ohne es zu merken, war ich bereits im Krater
und ca. 30 Minuten nach der letzten Abfahrt an der Nationalparkgrenze. Zunächst bestieg ich die Felsen bei Bakkrans und machte einige Aufnahmen.
Gegen 16:00 Uhr suchte ich mir ein Plätzchen für die Nacht. Nach einer Stunde traf noch ein weiteres Fahrzeug ein. Es war genug Platz für "alle" da. Der Wind blies recht kräftig - besonders auf den Felsen. Zum Sonnenuntergang begab ich mich nochmals auf den Felsen und genoss das tolle Panorama.
Das war ein schöner Abschluss für den letzten Tag in der Wildnis.
Hallo aos, ich weiß nicht mehr, ob Du es in Deinem Bericht erwähnt hast - aber mit was für einer Kamera hast Du deine vielen schönen Panorama-Bilder gemacht? Ich frage, da wir uns für unseren 13-Jährigen gerade nochmal mit Fotoausrüstung beschäftigen, und welche Objektive er ggf. zu dem, was er hat, dazu kauft. Eigentlich geht es da gerade eher um stärkeren Zoom, aber es ist ja immer die Frage, was man will (und was wir innerhalb der Familie kombinieren), und auch wenn er eher für seine Canon weitere Wechselobjektive dazu kaufen wird (nicht unbedingt von Canon allerdings…), denke ich persönlich gerade für einen weiteren längeren Afrikaaufenthalt nochmal über eine Bridgekamera nach, nachdem ich hier so gute Ergebnisse mit der hoch gepriesenen Sony finde. Und da wollte ich einfach der Vollständigkeit halber mal wissen, mit was Du fotografierst? Gurß, Antje
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200821. März 2019 ·
Rehema schrieb:Hallo aos, ich weiß nicht mehr, ob Du es in Deinem Bericht erwähnt hast - aber mit was für einer Kamera hast Du deine vielen schönen Panorama-Bilder gemacht? Ich frage, da wir uns für unseren 13-Jährigen gerade nochmal mit Fotoausrüstung beschäftigen, und welche Objektive er ggf. zu dem, was er hat, dazu kauft. Eigentlich geht es da gerade eher um stärkeren Zoom, aber es ist ja immer die Frage, was man will (und was wir innerhalb der Familie kombinieren), und auch wenn er eher für seine Canon weitere Wechselobjektive dazu kaufen wird (nicht unbedingt von Canon allerdings…), denke ich persönlich gerade für einen weiteren längeren Afrikaaufenthalt nochmal über eine Bridgekamera nach, nachdem ich hier so gute Ergebnisse mit der hoch gepriesenen Sony finde. Und da wollte ich einfach der Vollständigkeit halber mal wissen, mit was Du fotografierst? Gurß, Antje
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200825. Mai 2019 ·
So dann will nun endlich zu Ende bringen, was ich vor Monaten angefangen habe. Zunächst möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich für das positive Feedback herzlich bedanken.
02.05. Swakopmund A La Mer
Der heutige Tag ist schnell erzählt, also noch schneller als die Tage zu vor 😉. Zum Sonnenaufgang ging es auf den Felsen.
Danach verließ ich den Krater Richtung Cape Cross. Am Rand des Krater warf ich noch einen Blick zurück Richtung Inneres.
Der nächste Fotostopp war bei der in 2008 gesunkenen Zeila.
Jetzt musste ich nur noch eine Unterkunft für drei Nächte finden. Was ich im Vorfeld nicht bedacht hatte, war der Cassinga Day (https://de.wikipedia.org/wiki/Cassinga-Tag) am 04.05.2019 (langes WE). So konnte ich bei meiner bevorzugten Unterkunft - A LA MER - nur zwei nächte bekommen. Der Hauptgrund nach Swakopmund zu kommen, war für mich Sandwich Harbour im Rahmen einer geführten Tour zu besuchen. Ich buchte die Halbtagestour bei sand waves für den nächsten Nachmittag. Es gab auch eine morgendliche Tour. Wegen des Nebels wollte ich aber auf Nummer sicher gehen.
Der Nebel zog sich zurück, sodass ich Richtung Leuchtturm zum Mittagessen aufbrach. Danach unternahm ich noch einen Spaziergang entlang des Strandes bis zum Swakop.
Über booking.com checkte ich, welche Unterkünfte es für den 04.05. in Swakopmund zu buchen gab - nicht viel. Ich entschied mich für Gut Richthofen, welches am Swakop lag. Das passte auch bestens für meine geplante Tour durch Khan und Swakop Rivier.
Gefahrene Kilometer: 177 (8,3 l/100 km)
03.05. Swakopmund A La Mer (Ausflug Sandwich Harbour) Teil 1
Ungewohnt spät stand ich auf. Nach dem Frühstück packte und räumte ich noch einiges um, bevor ich zum Strand ging, wo eine Zeitschrift bei schönsten Sonnenschein lass. Gegen 11:00 Uhr machte ich mich zurück ins Hotel und wurde alsbald abgeholt. Um 12:30 Uhr waren wir dann an der Lagune von Walfish Bay. Ich war erstaunt, wie viele Flamingos es hier gab.
Nach diesem kurzen Fotostopp wurden die sieben Teilnehmer (aus der Schweiz, Deutschland, Russland und Südafrika) auf die beiden Fahrzeuge verteilt. Ich fuhr im Fahrzeug von Ben (wohl der Chef von Sand Waves) zusammen mit einer Russin und einer Südafrikanerin. Den ersten Stopp machten wir auf einem Hügel südlich der Stadt mit Blick auf die Salinen.
Fand ich erst einmal nicht so spanend. Mag vielleicht auch daran liegen, dass wir im Vorjahr bereits hier waren. Erschrocken war ich, als die Fahrzeugarmada von Mola Mola auf dem Hügel kam. Es dauerte noch eine Weile bis wir den Strand erreichten und parallel zum Meer fuhren. Hier begegneten wir einer Robbe.
Der zweite Stopp erfolgte an der Nationalparkgrenze.
Vor der Übertragung von Walfish Bay war dies die Landesgrenze zwischen Namibia und Südafrika.
Schon ziemlich bald ging es weiter, da wir laut Ben vor der Mola Mola-Flotte bei den Dünen von Sandwich Harbour sein wollten. Der Grund war allerdings nicht, die Landschaft für seine Kunden alleine haben zu wollen, sondern wegen der besseren Fahrbedingungen in den Dünen.
Als nächstes hielten wir beim Kusieb Delta.
Hinter dem Delta begann die Dünen-Namib. Die Dünen reichten bis an den Ozean. Die Fahrt zwischen den Dünen und dem Meer war faszinierend und für mich einer der Höhepunkte des Ausfluges.
Vor erreichen der Lagune, stießen wir zu nächst auf dieses Baumgerippe
und fuhren in die Dünen. Schon nach weniger Minuten durch eine herrliche Dünenlandschaft erreichten wir eine Stelle, von der man einen grandiosen Ausblick über die Dünen auf den Ozean und die Landzunge hatte. Der nächste Höhepunkt.
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200827. Mai 2019 ·
03.05. Swkopmund A La Mer (Ausflug Sandwich Harbour) Teil 2
Wie man auf den letzen Bildern erkennen kann, liegt noch ein Dünental vor der an die Lagune grenzende Dünenkette. So ging es erstmals so richtig bergab. Allerdings werden sämtliche Abfahrten sehr behutsam angegangen. Die Beschleunigung erfolgte erst, wenn der steile Abschnitt passiert wurde, um genug Schwung für die Auffahrt zu erlangen.
Die Aussicht auf die Lagune war an dieser Stelle wesentlich besser.
Hier durften wir zu Fuß die Düne hinabsteigen.
Unten erwarteten uns einige Snacks und ziemlich süßer Sekt. Die Rückfahrt führte komplett durch die Dünen, was auch einer der Gründe war, mich einer geführten Tour anzuschließen. Wir machten viele Fotostopps, sodass wir bis zum Kuiseb Delta anderthalb Stunden unterwegs sein sollten.
Das waren die letzten anderen Fahrzeuge vor uns, sodass wir die Dünenlandschaft nun für uns alleine haben sollten.
Diese Stelle gefiel mir besonders gut. Daher gibt es auch vier Fotos.
Vor erreichen des Kusib-Deltas, stießen wir auf drei Schakale, die in den Dünen ein super Motiv abgaben.
Ben erzählte uns nun, dass sie am Morgen eine Braune Hyäne in der Nähe gesichtet hätten. Wir sahen am Delta noch einige Strauße.
Inzwischen war es 17:00 Uhr. Bald begegnete uns ein Wagen mit vier jungen Amerikanern, die ebenfalls Sandwich Harbour besuchen wollten. Ben riet ihnen dringend davon ab, da es sie es keinesfall mehr im Hellen schaffen würden. Sie ließen sich aber nicht beirren - keine Ahnung was aus ihrem Unterfangen geworden ist. In Swakopmund waren wir dann gegen 18:00 Uhr. Für mich war dieser Ausflug ein wahrer Höhepunkt und kann ihn uneingeschränkt empfehlen.
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200804. Nov. 2019 ·
04.05. Gut Richthofen (Ausflug Khan Rivier)
Den nicht unbedingt geplanten extra Tag in Swakopmund wusste ich gut zu nutzen. Mein Plan war es, den Khan Rvier 4x4 Trail zu fahren. Wegen des besseren Lichts (Sonne im Rücken) wollte ich von Trekkopje aus starten. Der Tag begann mit normalen Verhältnissen. Soll heißen auf Achse bei Sonnenaufgang. Ich fuhr allerdings nicht den direkten Weg über die B2, sondern baute den Schlenker über C28 und D1991 ein, um der Mondlandschaft einen Besuch abzustatten. Entlang der D1991 (nicht permitpflichtig) machte ich einige Aufnahmen und fuhr direkt über Goanikontes zur B2. Wahrscheinlich ist das Fotolicht am Nachmittag besser.
Die B2 war stark befahren und landschaftlich auch nicht gerade eine Augenweide. Als ich nach ca. 38 km rechts abbog - unmittelbar hinter dem Trekkopje-Abzweig -, änderte sich das schlagartig und es präsentierte sich eine Wüstenlandschaft, so wie sie mir gefällt.
Nach einigen Kilometern führte der Track in ein Nebenrivier des Khan,
welches sich bald verengte.
Und hinter der nächsten Biegung abrupt endete. Dies wollte ich weder Fahrer noch Fahrzeug - dazu ohne Einweisung und quasi letzten Tag der Reise - antun.
Also wendete ich und wählte ein paar Hundert Meter weiter eine Piste, die nach Westen führte (in T4A nicht eingezeichnet). Und wieder zeigte sich eine tolle Wüstenlandschaft.
Diese Piste mündete auf eine andere Piste, welche nach insgesamt ca. fünf Kilometern auf eine gute ausgebaute Pad führte. Diese gut ausgebaute Pad führte schließlich zum Khan und verließ ihn auf der anderen Seite wieder (ob sich auf der anderen Seite eine Mine befindet, kann ich nicht sagen. Bei T4A stehen "Dead End.. Valencia Uranium (Pty) Limited). Sicher kann ich nur sagen, dass ich mich nun im schönsten Abschnitt des Khan befand.
Mit toller Felsnadel.
Die nächsten ca. 25 km waren landschaftlich auch noch richtig toll.
Als dann Wasserleitungen (und später auch Stromleitungen) durch das Rivier führten, war es für mich nicht mehr so schön, wie durch die anderen großen Trockenflüsse (wie Hoanib, Huab usw.) zu fahren.
Das Bild ist in einem Nebental, das ich für ein paar hundert Meter erkundete, entstanden.
An Tieren traf ich im Khan auf zwei Strauße.
Als der Khan in den Swakop mündete, wurde die Vegetation dichter. Daher stieg ich der Aussicht wegen auf einen Felsen. Von links kommt der Swakop und von rechts der Khan.
Die Vegetation im Swakop blieb dicht, so dass ich die Fahrt bis zum Gut Richthofen weniger attraktiv empfand. Landschaftlich am besten hat mir der Abschnitt zwischen B2 und Khan Rivier gefallen.
Außer mir übernachtete auf Gut Richthofen noch ein Uniprofessor aus Zimbabwe, mit dem ich mich nett eine ganze Weile unterhielt, mit seiner Frau. Das Zimmer würde ich mit einer einfachen Ferienwohnung vergleichen, das mit ca. 50 EUR/Nacht recht günstig war. Zu Abend wollte ich eigentlich bei Sophia Dale essen, leider war die Küche wegen des Feiertags geschlossen. Bis in die Stadt wollte ich auch nicht mehr fahren, sodass es Reste gab - auch gut, wenn auch kein "würdiger" Abschluss einer so tollen Reise.
Gefahrene Kilometer: 223 (11,3 l/100 km)
04.05. Rückflug Über diesen Tag gibt es eigentlich nichts zu berichten. Kaffeepause in Okahandja (Nähe des Shell-Tankstelle, nebenan gab es auch einen Billtong-Laden). Gegessen habe ich in Klein Windhoek bei Andy's Pub. Das Speisenangebot würde man hierzulande als gut bürgerlich bezeichnen. Dieses Restaurant würde ich Joe's Beerhouse immer vorziehen. Nicht zu verachten ist die gut Auswahl an Single Malts (einen Laphroig 18 gab's zum Spottpreis). Da ich das Fahrzeug noch abgeben musste, blieb es beim einem Single Malt. Fahrzeugrückgabe, Flughafentransfer und Rückflug verliefen ohne nennenswerter Vorkommnisse.
Gefahrene Kilometer: 345 (11,5 l/100 km)
Fazit zum Namibia-Teil: Ich bin froh, dass ich die lange Fahrt aus der Mitte Botswanas in den grünen Nordwesten Namibias auf mich genommen habe. Das bedeutete zwei reine Fahrtage, die ich aber gerne auf mich nahm. Im Nachhinein hätte ich vielleicht den Ausflug in den Etosha NP sowie eine Nacht Swokop gestrichen. Stattdessen hätte ich noch einen "Abstecher" ins Hartmanntal gemacht, welches nach Hörensagen ebenfalls wunderschön grün gewesen sein sollte. Da wir aber in 2017 bereits dort waren, hatte ich vor Ort nicht das Bedürfnis - in der Rückbetrachtung schon. Gut gefiel mir im Nordwesten, dass man immer wieder die Möglichkeit hat die grandiose Landschaft per pedes zu erkunden. Es ist schon erstaunlich, welche tollen Panoramen sich nach ein par Minuten "Kraxelei" zeigten. Drei Wochen "Tiere gucken" wäre mir doch zu viel des Guten, auch wenn ich gerne die Hunters Road oder den Khaudum NP besucht hätte (letzteres wurde in 2019 nachgeholt). Den Auslug nach Sandwich Harbour und die Fahrt durch die Dünen möchte ich keines Falls missen.
Generell finde ich die Kombination aus Botswanas Kalahari und den Nordwesten Namibias (für mich) recht passend, auch wenn eine große Distanz dazwischen liegt. Beides tolle, einsame Gegenden mit einem konträren Landschaftsbild. Daher gab es in 2019 eine Wiederholung dieser Kombi.
Old Women1’545 Beiträge · seit 201307. Nov. 2019 ·
Hallo Axel, selten habe ich einen Bericht mit so schönen Landschaftsaufnahmen hier im Forum lesen dürfen. Das war ganz wunderbar, Axel, hab vielen Dank dafür. Das sind die Bilder, die uns 2014 inspiriert haben, dieses Land zu besuchen, und seit dieser Zeit lässt uns das südliche Afrika nicht los. Wir bereisen zwar auch andere Länder, u.a. Patagonien im kommenden Januar/Februar, welches sich ja auch wohl durch weite und einsame Landschaften auszeichnet, aber....... wir werden sehen, ob es uns gefällt. 😕 Wie wäre es denn mit ein paar Fotos von deiner diesjährigen Reise, ich würde mich freuen!
AOaosThemenstarter1’166 Beiträge · seit 200809. Nov. 2019 ·
Hallo Beate,
vielen Dank für den Feedback. Nach Patagonien wollten wir auch schon - sogar diesen November/Dezember. Das ist jetzt aber ermal für 1-2 Jahre aufgeschoben. Auch der Südwesten der USA, den ich schon etliche Male besuchte, kann durch einsame und wunderschöne (Wüsten)Landschaften bestechen.
Bei Zeit und Muße werde ich auch noch einen Bericht der diesjährigen Reise verfassen.
Champagner8’777 Beiträge · seit 201009. Nov. 2019 ·
Guten Morgen Axel,
auch von mir einen herzlichen Abschluss-Dank für deinen Bericht - ich hab ihn eben gesonnt nochmal gelesen, besonders aufmerksam den Kaokoveld-Teil. Es ist der Wahnsinn, wie grün es bei dir war - das wird mir erst jetzt nach unserem Dürreerlebnis dieses Jahr dort so richtig bewusst 🤩 .
Wirklich geniale Aufnahmen, die für mich mit wunderschönen Erinnerungen verbunden sind - aber auch eine große Sehnsucht wecken, dort mal "in Grün" unterwegs zu sein (deine Lone Men fehlen uns auch noch 😎 ) ! Ich muss jetzt einfach gegen das triste Novembernassgrau draußen nochmal drei Bilder hochholen 🙂
und nochmal Danke sagen 😘 !
Bei Zeit und Muße werde ich auch noch einen Bericht der diesjährigen Reise verfassen.
Dann hoffe ich mal auf ganz viel Zeit und Muße für dich - und somit auch für uns 😉 !