Familienabenteuer in den Süden und den KTP

Reisebericht 218 Antworten · 41,5k Aufrufe · gestartet 18. Aug. 2018 von binca75
5’483 Beiträge · seit 200910. März 2020 ·
Hallo,

wenn es um den Umgang mit Geparden geht, wird ja immer sehr schnell Kritik geäußert. Vor allem wenn es darum geht, dass Geparden Kontakt mit Besuchern haben. Dabei wird leider meist mit mehr Emotion als Hintergrundwissen diskutiert und zusätzlich mit zweierlei Maß gemessen. Deshalb möchte ich den hier erfolgten Angriff mal nutzen, um mich zu diesem Thema zu äußern. Dabei lasse ich die gesetzlichen Regelungen ganz bewusst außen vor und gehe allein auf den Umgang mit den Geparden als solchen ein.

Um mich gleich mal ganz eindeutig zu positionieren, möchte ich sagen, dass ich gegen das Streicheln von Geparden grundsätzlich keinerlei Einwände habe, solange die Tiere die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob sie gestreichelt werden wollen und sich zurückziehen können, wenn sie es nicht wollen. Dabei ist für mich entscheidend, ob es sich bei den Geparden die gestreichelt werden können um Haustiere handelt, denn Geparde können sowohl Wildtiere, als auch Haustierer sein. Es wird immer gerne von den Gegnern des Gepardenkontakts vergessen, dass sich der Gepard von anderen Großkatzen dadurch unterscheidet, dass er sich domestizieren lässt. Die Domestizierung von Geparden hat eine über 3000 Jahre alte Tradition. Wenn also ein Gepard von Hand aufgezogen wurde oder Nachkomme von bereits domestizierten Geparden ist und in einem Haushalt lebt, unterscheidet er sich im Umgang und Verhalten als Haustier nicht allzu sehr von einem großen Hund. Wer schon einmal im Haushalt aufgezogene und lebende Geparden kennengelernt hat, weiß was ich meine. Bei einem in der Wildnis aufgewachsenen Geparden sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Das ist ein Wildtier und sollte auch entsprechend behandelt werden.

Das Messen mit zweierlei Maß kritisiere ich, weil immer nur bei Geparden ein großer Aufschrei statt findet. Noch nie hat sich jemand aufgeregt, wenn Antilopen, Erdmännchen o.ä. gestreichelt wurden, obwohl diese Tiere im Gegensatz zum Geparden nie domestiziert wurden. Warum ist das Streicheln eines als Haustier lebenden Geparden böse und das Streicheln eines an Menschen gewöhnten Erdmännchens niedlich?

Wer schon einmal einen sich freiwillig annähernden Geparden gestreichelt und das beeindruckende Schnurren dieser Katzen erlebt hat, fragt sich, was daran Tierquälerei sein soll, wenn der Gepard eindeutig sein Wohlbefinden äußert und keinerlei Zwang unterliegt.

Ich habe schon Hauskatzen gehabt, die wilder und freiheitsliebender waren, als so manch domestizierter Gepard den ich kennenlernen durfte.

Der einzige Kritikpunkt am Streicheln domestizierter Geparden den ich teile, ist der Umstand, dass damit häufig Geld verdient wird und somit die Gefahr besteht, dass deshalb so mancher Aspekt des Tierwohls ignoriert wird. Das gilt aber grundsätzlich für den mit Finanzinteresse verbundenen Umgang mit Tieren.

Alles Gute
Thomas
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158 Beiträge · seit 201610. März 2020 ·
Danke Thomas.
Ganz egal wie man nun zu diesem speziellen Thema steht, ist es mir oft eine große Freude deine Beiträge zu solch kontroversen Themen zu lesen.
Deine Beiträge sind steht’s fundiert, sachlich, neutral und immer freundlich.
Danke dafür.
Und dir liebe Bianca herzlichen Dank für den schönen Bericht.

Liebe Grüße
Kitty
291 Beiträge · seit 201411. März 2020 ·
Auch von mir ein Danke an Thomas, besser hätte man es nicht schreiben können! Ich bin auch kein Freund von Erindi, Okonjima und Co. und ziehe es vor, die Tiere in "freier Wildbahn" (soweit man z.B. den Etosha so bezeichnen kann) und ohne Senderhalsband zu beobachten, aber hier gleich von "Missbrauch von Wildtieren" zu sprechen, halte ich doch für sehr übertrieben.

@ Bianca: Bitte lass dich von solchen Anfeindungen nicht unterkriegen. Wer deine Reiseberichte kennt, weiß auch, dass ihr mit solchen Tierbegegnungen sicherlich differenziert umzugehen wisst und euren Kids auch die nötigen Infos dazu gebt. Bitte weiter machen!

VG
Holger
zuletzt bearbeitet 11. März 2020
2’530 Beiträge · seit 201111. März 2020 ·
Wir streicheln seit Jahren bei uns eine Black-Footed Wildcat 😛 , ist mittlerweile 14 jahre alt und immer noch sehr unberechenbar, also kein Hauskatzenliebling. Meidet jeden Fremden der zu Besuch kommt. 😄

Von angeblich zahmen Löwen nimmt man besser Abstand. 😗
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 11. März 2020
705 Beiträge · seit 201411. März 2020 ·
Auch ich finde den Beitrag von Thomas sehr gut. Wir haben die Geparden im Quiver Tree Rest Camp erlebt und dazu gute Erkärungen erhalten warum die hier sind (Waisen) und dass sie riesengrosse Gelände haben. Ich habe in meinem Bericht aber bewusst nicht viel geschrieben, da ich keine negativen Kommentare brauchte.

Das hier hatte ich schon gestern geschrieben aber bisher nicht gepostet.
Iceage schrieb:diese ganze Poserei mancher hier im Forum ist sowieso mehr als suspekt und z.. k..... und deshalb verschwinde ich wieder im Hintergrund - und tschüss
Wenn man als einzigen Kommentar zu einem schönen Reisebreicht etwas Negatives schreiben kann ist es wohl besser wenn man wieder in den Hintergund verschwindet.
binca75 schrieb:An dieser Stelle möchte ich kurz eine „Vorschau“ auf den RB von 2019 geben. Mittlerweile wird das „Streicheln“ der Geparden auch auf Bagatelle nicht mehr praktiziert...
Ich begreife erst jetzt, dass dies gar nicht der Bericht aus dem letzten Jahr ist ...

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
901 Beiträge · seit 201611. März 2020 ·
Danke, Thomas! Genauso haben wir es kennen gelernt.
Ich finde die grundsätzliche Tendenz, Wildtiere, hier speziell Geparde, nicht zu streicheln, gut und richtig. Es wird damit einfach zu viel Schindluder getrieben, die Katzen werden oft nur dafür gezähmt, um Geld mit Touristen zu machen.
Auf der anderen Seite durften wir vor Jahren zwei "Haus-Geparde" auf Amani kennen lernen, die freudestrahlend, und in tiefstem Bass schnurrend, auf uns zu kamen und sich ihre Streicheleinheiten abholten. Ohne "Programm", ohne Zwang, einfach nur, weil wir Zweibeiner so praktisch in der Gegend rumstanden und Luft verdrängten. "Macht Euch nützlich!"
Und damit wurde seinerzeit auf Amani (gibt es leider nicht mehr) weder Werbung noch Geschäft gemacht.
HG
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
873 Beiträge · seit 201611. März 2020 ·
Auch von mir Zustimmung zur Einschätzung von Thomas.
Leider wird ein Aspekt dabei völlig ausgeblendet. Die Streichel-Farmen haben ZUFÄLLIG immer Streichegeparde 'parat', die NATÜRLICH alle handaufgezogene Waisen sind.
Wenn eine Farm erst einmal einen Streichel-Geparden als Touristen-Magnet hat, erwarten die Gäste, dass das auch beim nächsten Besuch wieder so ist oder dass die Werbung auf der Website auch zutrifft. Was aber, wenn der leider eines natürlichen Todes gestorben ist?! Dann entsteht der automatische 'Druck', für die Gäste wieder 'Nachschub' zu besorgen.
Und DA entsteht das Problem. Es gibt gerade in Südafrika Farmen, die Geparden für diesen Zweck züchten und den Müttern wegnimmt. Und indem man als Tourist das Angebot Streichel-Geparden nutzt, erzeugt und unterstützt man den entsprechende halblegalen/lillegalen Handel mit Geparden-Babys. Im schlimmsten Fall wird eben die Mutter geschossen, weil es Nachfrage nach Waisen gibt.
Der einzelne Tourist will das in der Regel nicht unterstützten, tut es aber indirekt.

Das ist wie das Tragen von Wildpelz-Mänteln oder das Kaufen von Elfenbein-Schachfiguren. WENN klar wäre, dass das Tier einfach eines natürlichen Todes gestorben sind, wäre evtl. alles o.k., aber das lässt sich eben nicht garantieren, also sollte man das komplette Geschäft verbieten und austrocknen - auch wenn das persönliche Erlebnis noch so toll war.

Meine Meinung.
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
808 Beiträge · seit 201811. März 2020 ·
Dieses OT Thema sollte meiner Meinung nach in einem eigenen Thread weiter geführt werden und nicht der sehr schöne Bericht hiermit belastet werden.

Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 11. März 2020
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201512. März 2020 ·
Hallo liebe FoMis,

dass es sich um ein sensibles und kontroverses Thema handelt, war mir bewusst. Dass mein „Geschreibsel“ zu einer so heftigen emotionalen Reaktion führt 😕 , hätte ich allerdings nicht erwartet, zumal ich mir Mühe gebe, die Dinge möglichst differenziert zu betrachten und das hier im Forum auch irgendwie kund zu tun.

Das erstmal allgemein...

Was das Streicheln der Geparden angeht, finde ich es grundsätzlich gut, dass das nicht mehr stattfindet. Bagatelle arbeitet mit dem Cheetah Conservation Fund zusammen. Es wird offen damit umgegangen, dass die Geparden nicht ausgewildert werden können. Sie leben auf 12 Hektar. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Tiere Angst haben oder sich „gezwungen“ verhalten... Das sind für mich erstmal die wichtigen „Eckdaten“.

Oftmals führt falsch verstandene Tierliebe zu ganz anderen Auswüchsen, die mein Mann als Tierarzt nicht selten erleben darf... 😗 Wir haben eine Lodge in Namibia erlebt, die den „Tierschutz“ als Aushängeschild hat und für uns viel mehr „Missbrauch“ (um mal das harte Wort zu benutzen) mit den Tieren praktiziert. Da haben wir uns wirklich Gedanken um das Tierwohl gemacht... 🙁

Der Vorwurf, hier im Forum zu „posen“, trifft mich. Das liegt mir wirklich fern...

Wie gut, dass hier keiner gezwungen wird, Reiseberichte zu lesen, die er eigentlich nicht lesen möchte... 😉

Danke an alle, die sich hier die letzten Tage geäußert haben.

Bianca
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html
zuletzt bearbeitet 12. März 2020
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201513. März 2020 ·
Im Anschluss fahren wir über die Dünen zu einem vorbereiteten Plätzchen für den Sundowner. Hier findet ein Treffen mit weiteren Gruppen statt. Auch das Gamedrive-Fahrzeug, das den ganzen Nachmittag unterwegs war und die „Reiter“ kommen her an. Es ist eine nette und zwanglose Atmosphäre mit Getränken, Nüssen, Chips und Biltong.
Lennard ist bei uns im Dorf jahrelang geritten und entdeckt natürlich die Pferde. In ihm keimt der Wunsch, am kommenden Tag die „Horseback-Safari“ machen zu wollen... 😗

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Wir genießen erstmal den traumhaften Ausblick und danach ein wirklich leckeres Abendessen. 😁

Am nächsten Morgen sind die Jungs selbstverständlich direkt draußen in den Dünen verschwunden... 🤪 Auch das Frühstück ist super und lässt keine Wünsche offen. Nur Lenni, der hegt mittlerweile einen ganz großen Wunsch: Das Thema „Pferde und Reiten“ lässt ihn einfach nicht los. Für mich ist eigentlich ganz klar, dass das nun wirklich nicht sein muss. Außerdem kann ich nicht reiten und will es auch nicht... 😗 Tja, es passiert das, was in so einer Situation passieren muss: Sagt die Mama „Nein“, wird der Papi bearbeitet... 😎 Der ist in der Regel leichter herumzukriegen und hat auch ein wenig mehr Erfahrung mit Pferden. Klar, dass Matthias sich breitschlagen lässt... Matthis ist eher der ängstliche Typ und so wird beschlossen, dass Lennard mit Papa reiten geht und Matthis und ich... ja, was denn? Wir warten erstmal ab...

Während Lennard und Matthias an der Rezeption die Safari auf dem Pferderücken buchen wollen, gehen Matthis und ich Richtung Bungalow.
Na, sowas! 🤩 Da ist aber eine andere Familie ganz schön aktiv unterwegs und das direkt zwischen „Gemeinschaftsgebäuden“ und Bungalows...

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Erdmännchen... und wir mitten drin im Gewusel... 🤩

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Auch ein Strauß ist hier wohl auf der Suche nach Essbarem und zeigt sich sehr entspannt.

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zuletzt bearbeitet 13. März 2020
33 Beiträge · seit 201813. März 2020 ·
Die Erdmännchen sind ja sooooo süß! Danke für die Fotos!

Liebe Grüße
Bea
2’192 Beiträge · seit 201614. März 2020 ·
Hallo Bianca,

auch von mir zwischendrin ein Danke für Deinen Bericht. Schön, dass es flott weitergeht. Ich freue mich auf Fortsetzung.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201517. März 2020 ·
Liebe FoMis,
normalerweise hätte ich gestern morgen hier weitergeschrieben... Aber jetzt ist doch alles anders: Anstatt zu Hause zu sein, hatte ich Notfall-Dienstbesprechung in der Schule und unsere Jungs waren - anstatt in der Schule - zu Hause. 😗 Unsere Schulleiterin bat inständig darum, uns von der Schule fernzuhalten und auch keine gemeinsamen Unterrichtsvorbereitungen oder Aufräumaktionen in den Klassenräumen zu starten... 😮 Jeder von uns hat in den nächsten Wochen einen Tag Notfalldienst in einem bestimmten Raum. In der ganzen Schule werden sich zur gleichen Zeit maximal 2 Erwachsene und 5 Kinder aufhalten, die den notwendigen Hygieneplan beherzigen, versteht sich.

Bis Samstag habe ich das alles noch einigermaßen locker gesehen... Montag nach der DB war ich dann im Supermarkt und habe so eingekauft, dass wir damit eine Woche hinkommen (mache ich sonst nie... 😗 ). Ich kann doch nicht einfach normal weitermachen, munter soziale Kontakte pflegen, aber zur Arbeit „brauche“ ich nicht zu gehen... 🙄

Und je länger ich darüber nachdenke, umso wichtiger finde ich, dass jetzt JEDER seinen Teil dazu beiträgt, dass wir die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich verlangsamen und dadurch dafür sorgen, dass Erkrankte die bestmögliche Hilfe erfahren. Jetzt ist mal Zusammenhalten angesagt und Herunterschrauben der eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten...
In der heutigen Zeit ist das gar nicht mehr so einfach... Matthias kann den Tierbesitzern in der Klinik kein Desinfektionsmittel mehr anbieten, da diese aus dem Spender geklaut wurden. 😮 😠 Sowas ist doch unfassbar!

Ich wünsche mir von Herzen, Ende Juli unsere Reise antreten zu können... Und wenn es nicht geht, müssen wir warten...
Also, tut mir den Gefallen und helft alle tüchtig mit, dem Sch... Virus den Mittelfinger zu zeigen!
Auf dass wir dann Irgendwann mit gutem Gewissen unser Seelenland bereisen können! 🙂

Bleibt alle gesund! Ich werde hier jetzt auch schnellstmöglich weiterschreiben... 😉

Bianca
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html
zuletzt bearbeitet 17. März 2020
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201518. März 2020 ·
Während Matthis und ich uns nach der Erdmännchenbalgerei im Bad herumtreiben, kommt der Rest unserer Familie zurück. Es ist seltsam still... 🤨 Ich hatte eigentlich erwartet, einen vor Freude strahlenden Lennard vorzufinden...
Irgendetwas muss dazwischengekommen sein... Es ist etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Kleinlaut gibt Matthias zu, dass er nicht reiten kann, weil er 2 kg zu schwer ist... Ähm... Tja... 😗 Der Ausritt ist nur für Menschen bis 95 kg. Jetzt kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen... 😛 Lenni ist natürlich enttäuscht, sieht jedoch ein, dass sein Papa daran nun wirklich in 6 Stunden nichts ändern kann...

Wir wollen dennoch versuchen, das Beste aus dem Tag zu machen und machen uns auf, zu einer kleinen Wanderung Richtung „Hochzeitsdüne“. Unterwegs sehen wir einen als Webervogelnest verkleideten Hasen

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und noch einige andere Nester,

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einen gut getarnten Springbock,

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knorrig-dekorative Bäume

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und schließlich den Hochzeitsplatz, an dem Trauungen abgehalten werden.

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Hier machen wir ein paar Bilder und die Stimmung nach dem „Gewichts- und Pferdedesaster“ bessert sich sichtlich.

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zuletzt bearbeitet 18. März 2020
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201518. März 2020 ·
Bevor ich hier weitermachen kann, müssen mir die Insektenspezialisten allerdings noch schnell aus der Patsche helfen: 2017 haben wir meinen als "Steinlaus" 😛 klassifizierten Käfer auf einem Stein im Erongogebirge entdeckt. Sein besonderes Kennzeichen war die wirklich gute Tarnung auf dem Felsuntergrund.
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Irgendwie habe ich es im Gefühl, dass jemand von euch den Käfer bestimmen konnte. Das war aber wohl nicht in meinem Reisebericht von damals. Vielleicht erinnert sich jemand oder weiß den Namen des Käfers. 😗 Ich meine, dass die Flügelflächen eine Art "Kleber" aussondern, an dem umliegende Partikel haften bleiben und so für die Tarnung sorgen... Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar! 😁

Einen ähnlich gut getarnten Kollegen haben wir dieses Jahr auf Bagatelle entdeckt. Diesmal allerdings im roten Kalaharisand. Es könnte sich um die gleiche Art handeln, oder?
Hier mal ein Foto:
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Während die Kinder über den Matheaufgaben schwitzen, habe ich mich nochmal auf die Suche gemacht und bin schließlich in der "Tier-und Pflanzen-Kategorie" fündig geworden. Es handelt sich anscheinend um einen "Erychora" Mouldy Beetle.
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zuletzt bearbeitet 19. März 2020
5’058 Beiträge · seit 201419. März 2020 ·
Hi Bianca,

mit Insekten kenne ich mich leider nicht gut aus. Aber könnte das evtl. ein Ameisenlöwe (Larve der Ameisenjungfer) sein?

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LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201522. März 2020 ·
Hi Konni,

danke für deine Antwort! 😁

Wenn die Kinder komplett zu Hause sind, kommt man irgendwie zu gar nichts mehr... 😉 🙄

Ich habe mir den Ameisenlöwen jetzt aber endlich mal genau angeschaut und glaube, dass der "Brustpanzerteil" kleiner ist als bei unseren beiden Exemplaren. 😗 Außerdem wirkt der Rücken irgendwie runder. Verstehst du, was ich meine?

Bei meiner Suche bin ich auf den Mouldy Beetle (Eurychora) gestoßen. Hast du dir den mal angeschaut?

Liebe Grüße

Bianca
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Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201522. März 2020 ·
Auf dem Rückweg zur Lodge wird ein Käfer entdeckt. Er ist kaum zu sehen, da er sich super getarnt hat. Ich denke, es handelt sich um einen Mouldy Beetle (Eurychora).

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Und noch ein Käfer läuft uns über den Weg, der allerdings nicht ganz soooo gut getarnt ist. Vielleicht hat jemand eine Idee?


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Mistkäfer?

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Springbock

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In der Ferne kann man die Häuschen der Lodge erahnen...

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Kurz vor Ende des Spazierganges wird noch ein leicht makabrer Fund gemacht.

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Die vertrockneten Überreste eines Warans liegen im roten Sand...

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zuletzt bearbeitet 22. März 2020
Themenstarter1’567 Beiträge · seit 201529. März 2020 ·
Uns wird so langsam bewusst, dass dies unser letzter Tag in Namibia ist. 🤨 Morgen Abend werden wir schon im Flieger nach Hause sitzen... 😵
Nach einem kleinen Mittagssnack kommen wir an der Rezeption vorbei, wo Matthias angesprochen wird. Es scheint doch ein Pferd für meinen „schweren“ Mann zu geben, so dass der Ausritt am Abend für Lennard nicht ins Wasser fallen muss. Die Augen strahlen... 🤩
Tja, irgendwie passt mir die Aussicht, den letzten Abend getrennt zu verbringen, nicht so wirklich... 😗 Ich bin noch nie geritten, habe nicht wirklich Angst vor Pferden, aber allein die Größe flößt mir schon Respekt ein... Vorsichtig fragen wir nach, ob der Ausritt wirklich auch für blutige Anfänger geeignet ist. Angeblich ja... Ich ringe noch mit mir... Schließlich ist es entschieden. Matthis will nun auch mit und so wäre die Familie dann gemeinsam auf dem Pferderücken unterwegs... 🙂
Ich bin nervös und vertreibe mir die Zeit am Pool mit Lesen. Hier ist es entspannt ruhig.
Zur verabredeten Zeit finden wir uns bei den Pferden ein. Wir werden von einem San erwartet und einem deutschen Mädchen, das ein Praktikum auf Bagatelle macht. Sie möchte nach dem Abitur für ein Jahr herkommen. Uns werden die wichtigen Umgangsregeln mit den Pferden erklärt und dann, nachdem wir uns mit dem jeweiligen Tier bekannt gemacht haben, heißt es auch schon: „Aufsitzen!“ Ich bin schweißgebadet 😮 , als ich auf dem Pferd sitze, muss aber feststellen, dass es kein unangenehmes Gefühl ist... Wir reiten ganz langsam los und ich muss sagen, ich fühle mich richtig wohl. 😁 Irgendwann geht es die erste Düne hinauf und schließlich auch wieder herunter, was für mich dann doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. So ein Pferdehuf sackt ganz schön tief ein in den Sand und es holpert recht ordentlich... 😗 Unsere Jungs haben Spaß.
Um uns herum ist es still und wir sehen in der Ferne einen Strauß und ein paar Springböcke. Die Stimmung ist magisch, während langsam die Sonne untergeht. 🤩
Schließlich steuern wir den Sundownerplatz an, den wir schon am Vortag kennen gelernt haben. Hier treffen wir auf die anderen Gäste und genehmigen uns einen Snack und was zu trinken.
Aber am liebsten möchten wir, so schnell es geht, wieder aufs Pferd.
Ich hätte im Leben nicht erwartet, dass ich den Ausritt so entspannt - und vor allem wirklich - genießen kann. Insgesamt war das ein Highlight unserer Reise für mich. 😁
In der Dämmerung erreichen wir die Lodge und beeilen uns, möglichst schnell zum Abendessen zu kommen.

Unser letzter Tag in Namibia ist angebrochen... Nach einem ausgiebigen Frühstück werden die letzten Sachen zusammengepackt und wir machen uns bereit zum Auschecken. Im Rezeptionsbereich werden noch ein paar Souvenirs gekauft und wir kommen an einem großen Elefantenkopf aus Holz nicht vorbei, ohne ihn mitzunehmen. Glücklicherweise haben wir noch Platz in einem Koffer... 😉

Ich mache noch ein paar Fotos in den Dünen...

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und dann geht es schnell zum

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, wo es heißt: „Kalapo Nawa! Tschüß, Namibia!“

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