NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202306. Sept. 2025 ·
28. Mai – Zebrastreifen, Wasserlöcher und ein eindrucksvoller Anschiss
Ich schlafe sehr schlecht und wache immer wieder auf. Der Geruch ist penetrant und erschwert das Wiedereinschlafen. Was bin ich froh, als die Nacht endlich vorbei ist und wir aufstehen und das Zimmer verlassen können. Nein, ich kann den Mief nicht ertragen. Da muss eine Lösung her. So ist es für mich schlichtweg unerträglich, während Uwes Riechorgan offenbar defekt ist. Ihn vorzuschicken kommt für mich daher nicht infrage – ich sehe es als meine Aufgabe, eine Lösung zu finden.
Meine nicht vorhandene Fremdsprachenbegabung stellt mich dabei allerdings vor gewisse Herausforderungen. Kreativität ist gefragt: Ich schreibe auf, was ich sagen möchte, lasse es von einer App übersetzen – in Kampfbereitschaft, mache ich mich bewaffnet mit der digitalen Übersetzung auf den Weg zur Rezeption.
Doch die zuständige Mitarbeiterin beherrscht ihren Job. Sie denkt nicht im Traum daran, uns ein anderes Zimmer zuzuweisen. Naja, vielleicht gibt es auch einfach keine freien Zimmer mehr. Stattdessen fragt sie, ob wir den Ursprung des Geruchs lokalisieren können. Nein, können wir nicht. Der Zimmerservice werde sehen, was man machen kann, lautet die Antwort.
Ich belasse es fürs Erste dabei. Heute steht der Hide auf dem Programm. Danach werde ich erneut nachhaken, was konkret unternommen wird.
Wir sind so früh aus dem Bett gefallen, dass wir noch reichlich Zeit haben, bis wir abgeholt werden. Wir setzen uns aufs Deck und haben es ganz für uns allein. Ganz rechts kommt das Gnu von gestern wieder – zumindest hat es den Anschein. Es trinkt kurz ein paar Schluck Wasser, dann muss es Energie abbauen. Es scharrt mit den Hufen und pudert sich die Nase – bessergesagt den ganzen Körper. Der Staub nebelt das Tier regelrecht ein.
Von der anderen Seite des Teiches nähert sich eine Gruppe Impalas und arbeitet an ihrer Umfangsoptimierung. Einem Böckchen ist es wohl langweilig. Ihm steht der Sinn nach Karate und er fordert einen Kumpel zu einer Runde Kampfsport auf. Der ist allerdings nicht interessiert und ignoriert seinen Herausforderer.
Daraufhin wendet sich dieser frustriert ab und lässt seinen Unmut am Acker aus. Er haut sein Gehörn in den Boden und pflügt ihn so gründlich um, dass man ein Gemüsebeet anlegen könnte. Das macht er eine ganze Weile – die überschüssige Energie muss raus. Irgendwann ist er dann wieder im seelischen Gleichgewicht und gesellt sich friedlich grasend zu den anderen.
Als nächstes trabt ein Geschwader Helm-Perlhühner an, um nach Würmern und Insekten zu suchen, oder einen Morgenplausch am See zu halten. Sogar ein Schakal lässt sich kurz blicken. Er verschwindet allerdings so schnell wieder, wie er gekommen ist.
Wir werden pünktlich abgeholt. Unterwegs entdecken wir Spuren von einem Leoparden und einem Nashorn, die erst wenige Stunden alt sind. Aber jetzt sind wir nicht auf der Suche nach Tieren, sondern auf dem Weg zum Hide. Wir werden hineingeführt und dann kurz allein gelassen, bis ein anderer Guide mit sechs weiteren Gästen kommt. Platz-Konkurrenz gibt es hier nicht. Wir haben alle eine wunderbare Sicht aufs Wasserloch. Die Perspektive ist schon sehr cool. Eine Handvoll Gnus war schon vor uns hier. Sie halten sich aber recht weit hinter dem Wasserloch auf. Einige stehen da wie Skulpturen aus Bronze. Sie zucken höchstens mit dem Fell, um die Fliegen abzuwehren, während es sich ein paar andere am Boden gemütlich machen und ihr Fahrgestell einklappen. Wir beobachten sie durch den Feldstecher. Da tut sich nichts. Oh doch, jetzt bewegt sich was… ach nein, es ist nur ein weiteres Gnu, das die Hufe einklappt und sich in die Waagrechte begibt.
Mann, ist das aufregend – wie, wenn du einem Faultier beim Marathon zusiehst. Du weißt, es kommt irgendwann ans Ziel, aber bis dahin kannst du locker ein Buch schreiben. Aber ich sollte nicht meckern, sondern nehmen was kommt.
Ja, was kommt denn da noch? Eine Herde Zebras nähert sich von links. Sie zögern und schauen immer zu uns rüber. Keine Ahnung, ob sie uns wittern.
Gaaanz langsam, fast als sollte es wie zufällig aussehen, kommen sie dem Wasser näher. Nach einer gefühlten Ewigkeit wagen sie es, zu saufen.
Anderen steht mehr der Sinn nach einer Kneippkur. Auch ein Muttertier mit Fohlen ist unter ihnen, und so wie es aussieht, hat es schon den nächsten Braten in der Röhre. Und pupsen kann die Lady – sowas habt ihr noch nicht gehört. Die pupst uns den Marsch in mehreren Strophen, und das im Viertelstundentakt.
Zwei gestreifte Hufträger haben Zoff miteinander. Sie befinden sich gerade hinter einem Baum, ein Stück weit weg vom Wasserloch. Wir sehen sie nicht gut. Aber sie steigen hoch, beißen und treten sich. Wir hören, wie die Hufe hart auf den Gegner treffen. Das tut schon beim bloßen Zuhören weh. Was man ihnen aber definitiv lassen muss – sie bieten deutlich mehr Kino als die ganze Gnu-Fraktion.
Und welches Vieh darf in so einer Doku auf keinen Fall fehlen? Elefanten? Baaah, nööö – die erwartet ja jeder. Giraffen? Laaangweilig. Löwen? Zu viel Pulsschlag für Senioren. Neein: Helmperlhühner natürlich. Was habt ihr denn gedacht, womit uns die Tierwelt im Etosha überrascht?
Sie nähern sich ebenfalls von links. Ich nenne sie – ganz liebevoll – gern „Dumpfbacken-Huhn“. Warum? Na ja, weil sie immer so unbeholfen vor dem Auto herrennen und scheinbar nicht wissen, in welche Richtung sie fliehen sollen. Und überhaupt: Sie scheinen nicht einmal zu wissen, dass sie Flügel haben.
Eine ganze Armada marschiert im Stechschritt auf das Wasserloch zu. Doch eines der Zebras fühlt sich offensichtlich belästigt und greift beherzt ein. Es scheucht die Hühner wild durch die Gegend – und auch wenn es gemein klingt: Es sieht einfach lustig aus.
Man kann das Federvieh förmlich denken hören: „Huch! Eieieiei, wohin soll ich rennen? Geradeaus? Nein, keine gute Idee. Ich probier’s mal links … Mist, der Gaul ist mir immer noch auf den Fersen. Dann eben rechts … Verdammt, der klebt mir an der Hacke. Hilfe! Wohin jetzt? Hiiilfeee! Kann mir mal jemand helfen? … Moment mal – ich hab ja Flügel! Wie cool ist das denn? Ob ich damit fliegen kann? Ich probier’s einfach mal aus … Jaaaa, das geht tatsächlich!“
Das Huhn flattert dem Zebra davon und ist aus der Schusslinie. Das Zebra sucht sich gleich das nächste Opfer für kostenlosen Flugunterricht.
Eine ganze Weile besetzen Gnus, Zebras und Dumpfbacken-Hühner die Bühne. Dann tauchen einige Impalas auf. Zwei von ihnen schmusen ausgiebig miteinander und lecken sich gegenseitig das Gesicht und den Hals. Das wirkt richtig zärtlich und liebevoll. Sie achten darauf, dass Geben und Nehmen im Gleichgewicht bleiben.
Aber nicht alle sind auf Liebeskurs. Zwei andere üben den Hornkampf – allerdings sehr gemächlich und nicht wirklich motiviert. Es wirkt eher so, als hätte jemand zwei Jungspunde angewiesen: „Los, ihr übt das jetzt!“, während die beiden noch diskutieren: „Du zuerst… nein, bitte du, ich bestehe darauf.“
Also, mal aufzählen: Welche Gattungen sind denn jetzt hier vertreten? Gnus, Zebras, Hühner, Impalas… Die Szenen wiederholen sich. Drei Stunden sind viel Zeit, um Fotos von vier Gattungen zu machen, ohne die Position zu verändern. Es wird Zeit, unsere Perspektive zu ändern.
Was macht denn heute eigentlich die Vogelwelt? Es flattert einiges hier herum, und manche Vögel kann ich weder fotografieren noch benennen. Aber einer ist sehr markant – den haben wir schon öfter gesehen. Ich spreche von der Spitzschwanz-Paradieswitwe. Ein Männchen. Es fliegt immer wieder hin und her und stellt seinen schönen langen, schwarzen Schwanz zur Schau, um Bräute anzubaggern. Tja, den muss er allerdings opfern, sobald er eine Dame erfolgreich bezirzt hat.
Wenn denn eine dazu bereit ist, ihm ein Ei zu legen, tut sie das nicht im eigenen Nest – neeeein, die Braut ist freiheitsliebend. Sie verbringt doch nicht ihre kostbare Lebenszeit damit, die bucklige Verwandtschaft großzuziehen. Schlau wie sie ist, schmuggelt sie die Nachwuchskapsel in fremde Nester, zum Beispiel bei den Prachtfinken. Die dürfen sich dann mit der Aufzucht herumschlagen, während Madame sich wieder dem schönen Leben widmet.
Dann landet ein großer Vogel am Ufer des Tümpels. Echt groß – richtig groß! Ein Geier legt eine Rast ein. Aber er ist ganz allein. Wo sind die anderen? Ist er irgendwo falsch abgebogen? Hat er unterwegs seine Reisegesellschaft verloren?
Wir haben im Etosha schon so viele Geier gesehen wie Zebras – und das will was heißen. Aber fast immer in Gruppen. Dieser einsame Geselle hockt in der Sonne und scheint es nicht eilig zu haben. Oder weiß er einfach nicht mehr, wie er nach Hause kommen soll? Hat der Arme einen dementen Aussetzer? Einen Sonnenstich vielleicht? Nach zehn Minuten spannt er seine enormen Flügel und hebt – etwas schwerfällig – ab. Aber klar: Bei dem Körpergewicht muss man erst mal ordentlich Schub unter die Flügel bekommen.
Der anwesende Guide bietet uns Kaffee und diverse Snacks wie Trockenobst und Nüsse an. Da kann meiner einer echt nicht widerstehen. Kaffee und ich – wir gehören einfach zusammen wie die Streifen zum Zebra.
Aber ihr wisst ja: Der edle Tropfen will irgendwann auch wieder raus. Zum Glück gibt es hier ein WC. Darüber habe ich mich natürlich informiert, bevor ich das schwarze Wässerchen getrunken habe. Jetzt ist es so weit – ich mache mich auf die Suche. Und zu meinem Erstaunen: Das WC hat keine Tür. Okaaay … das ist schon ein bisschen exotisch.
Immerhin ist es nicht bloß ein Bengel zum Draufsetzen. Und der Nächste mit dringendem Bedürfnis muss nicht lange vor einer verschlossenen Tür stehen oder klopfen – er kann mich einfach gepflegt mit Augenkontakt fragen: „Na, bald fertig? Ich müsste dann auch mal.“
Nach knapp drei Stunden ist unsere Zeit im Hide vorbei. Reicht ehrlichgesagt auch, wenn es sonst keine anderen Tiere hierherzieht. Schön war dieses Erlebnis trotzdem. Wenn wir ein weiteres Mal nach Onguma kommen – und das hoffe ich – wird auch der Hide wieder gebucht.
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202313. Sept. 2025 ·
28. Mai: Zebrastreifen, Wasserlöcher und ein eindrucksvoller Anschiss - Teil 2
Wir werden zusammen mit den sechs anderen ins Fahrzeug verladen und am Bush-Camp abgesetzt. Mein erster Weg führt zur Rezeption. Ich will wissen, ob wir ein anderes Zimmer bekommen können. Die Dame erklärt mir, sie hätten nichts gefunden – vermutlich habe gestern „etwas in der Luft gelegen“. Ich bin skeptisch. Aber wenn alles ausgebucht ist, hat sie wenig Spielraum, uns eine Alternative anzubieten.
Wir öffnen angespannt die Tür und laufen schnüffelnd durch den Wohnbereich. Es riecht tatsächlich bei weitem nicht mehr so schlimm wie gestern und heute Morgen. Aber ganz verschwunden ist der Mief nicht. Ich prüfe das Schlafzimmer: Hier ist Gott sei Dank die Luft rein – im Badezimmer war eh alles okay. Gut, das reicht mir.
Wenn ich die Wahl habe, im Zimmer oder am Wasserloch zu sitzen, muss ich nicht überlegen, wo ich lieber sein möchte. Der Mief im Wohnzimmer kann mich mal. Hauptsache ich kann im Schlaf wieder atmen wie ein Mensch. Und falls der Wind morgen wieder dreht und den Mief zurückbringt, muss ich mich halt komplett am Aussichtsdeck einrichten. Ich stelle mir das gerade bildlich vor, wie ich da auf dem Deck auf dem Sofa liege, den Koffer neben mir und am Morgen kommt das Personal und kann mir direkt Frühstück ans Bett liefern. Ein Upgrade mit Aussicht und Frischluftgarantie.
Zwar ist der tierische Besuch am Wasserloch nicht sonderlich abwechslungsreich, aber das macht nichts. Die Aussicht und der Blick aufs Wasser sind einfach Balsam für die Seele. Ein Buch, ein kühles Getränk, mein Uwe neben mir, ein bisschen Vogelgezwitscher … ich bin im Paradies.
Am späten Nachmittag schwingen wir uns wieder ins Auto und starten zum nächsten Self-Drive-Abenteuer. Ziel: Twee Palms. Klingt nach zwei Palmen, oder? Denkste. Wir kurven um die Fischer’s Pan, halten Ausschau nach der idyllischen Wasserstelle – und finden stattdessen eine ganze Palmplantage. Hübsch, aber das ist definitiv nicht das Wasserloch. Vielleicht haben wir die Abzweigung verpasst? Die Wegweiser-Steine sind so verwittert, da kann man mehr raten als lesen – nicht sehr hilfreich.
Also weiter. Twee Palms fällt für heute aus. Wir entdecken Elefanten-Dung – allerdings ohne Dämpferl. Sprich: nicht frisch. Wir folgen dem Elefanten-Dung-Kompass, denn ehrlich gesagt gibt es auch gar keinen anderen Weg als diesen.
Unser nächstes Ziel ist der Wasserspender Auroe. Der Zufahrtsweg könnte auch mal eine pflegende Hand vertragen. Wir nähern uns dem Wasserloch, und unser Puls steigt. Jeden Augenblick rechnen wir damit, dass ein Eli aus dem Gebüsch traben könnte. Aber wir hören nichts rascheln, nichts knacken, keinen Trompetenstoß – nur Stille. Und so sieht es auch am Tümpel aus: nichts als gähnende Leere und das Schweigen der Lämmer.
In dem Wissen, dass man im Nationalpark Geduld haben muss, bleiben wir eine Weile stehen und warten – aber das Schweigen hält an. Kein Rascheln, kein Knacken, kein Eli, der im Galopp aus dem Gebüsch stürmt und uns den Marsch bläst. Unsere Gefühle fahren Achterbahn – und gerade geht es wieder bergab. Wir lassen Auroe hinter uns.
Tsumcor ruft. Wir umrunden die Salzpfanne. Wo sonst um diese Jahreszeit der aufgerissene Salzboden das Landschaftsbild prägt, bläst jetzt der Wind sanfte Wellen über das Wasser. Ich bin mir inzwischen sicher: Die Luftspiegelungen, die uns gestern einen Ozean suggerierten, waren keine Einbildung. Wir haben wirklich Wasser gesehen. Hier schwimmen sogar Enten.
Der flache Salzsee schimmert in Türkis und Aquamarinblau – fast märchenhaft. Auf der Oberfläche glitzern die Sonnenstrahlen wie tausend kleine Spiegelchen. Im Wasser sprießen stellenweise Gräser, was wiederum wirkt wie eine halbabgeerntete Reisplantage. Es fehlt nur noch der Farmer mit Strohhut.
Abgesehen von der Tierwelt, die sich rarmacht, bin ich wirklich angetan von diesem großartigen Park. Solche schönen Landschaften hätte ich nicht einmal ansatzweise erwartet.
Wir fahren mit offenen Fenstern und sehr langsam. Ungefähr zwei Kilometer vor Tsumcor hören wir ein Knacken und Rascheln. Es kommt von rechts, und schneller, als wir es lokalisieren können, rennt plötzlich ein Elefant vor uns über die Straße. Etwa zehn Meter neben der Pad gibt es ein Schlammloch, das wir vom Weg aus gar nicht gesehen haben.
Er springt ungebremst hinein und saut sich mit Hochgenuss so richtig schön ein. Er dreht sich einmal um sich selbst und sieht aus, als hätte er sich einen Knoten in die Beine gemacht – der reinste Stepptanz. Mit dem Rüssel verquirlt er den Schlamm, und spritzt sich mit der cremigen Matsche ein. Das ist ganz großes Kino. Der Vorteil, wenn man nichts mehr erwartet: Man wird überrascht – und zwar so richtig.
In Tsumcor steht ein Fahrzeug in Pole-Position. Wir versuchen, den zweitbesten Platz zu ergattern – aber egal wie wir uns drehen und wenden, der freie Blick reicht maximal für die halbe Pfütze, weil das Fahrzeug die Sicht blockiert. Erstmal passiert: nichts. Ein paar Vögel flattern herum, schnappen sich im Tiefflug entweder einen Schluck Wasser oder picken Insekten von der Oberfläche.
Wir warten. Und werden belohnt – mit einem Giraffenbullen vom Feinsten. Ein stattlicher Kerl nähert sich dem Wasserloch, ganz gemächlich. Leider entscheidet sich der Langhals für eine Andockstelle direkt hinter dem anderen Fahrzeug. Super. Damit wird’s schwierig, eine Ansichtskarte mitzunehmen.
Der feine Herr zögert. Und zögert. Und zögert. Zwanzig Minuten lang steht er da wie bestellt und nicht abgeholt, bevor er sich endlich zur Grätsche herablässt. In der Zwischenzeit wird’s hier richtig voll.
Ein Reisebus rollt an – ich glaub, ich seh nicht richtig. Wie hat der es bitte über die kraterartigen Schlaglöcher geschafft? Die Fenster sind winzig, fast wie bei einem Knast-Bus. Ich denk mir: Na, die Gäste auf der anderen Seite werden sich freuen, wenn sie durch das Mini-Guckloch nichts sehen. Und erst die armen Schlucker am Mittelgang? Die sehen gar nix. Ich würde mein Geld zurückverlangen. Neben dem Bus drängeln sich immer mehr Jeeps ans Wasserloch, jeder will den besten Blick auf die Giraffe. Aber über all die Fahrzeuge hinweg? Nee, danke. Das tun wir uns nicht an. Dann lieber heute Abend in Onguma nochmal unser Glück versuchen.
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Uwe wird zusehends unruhig. Wir haben weder in Halali noch in Namutoni Motorplörre für den Hilux bekommen. Mein Herzblatt fürchtet, dass es morgen knapp werden könnte, wenn wir stundenlang unsere Runden im Park drehen. Die nächste Tanke liegt allerdings gute 40 Kilometer vom Tor entfernt.
Also entscheiden wir uns relativ spät und spontan, nicht bis zum Torschluss im Park zu bleiben, sondern die Kilometer heute noch runterzuspulen. Es wird knapp mit dem Tageslicht, aber die Uhr sagt: wir können es gerade noch schaffen. Die Strecke zieht sich allerdings elend lange hin. Ich würde unterwegs gern den einen oder anderen Baum im wunderbaren Abendlicht fotografieren – aber leider haben wir keine Minute zu verschenken, wenn wir uns ans Tempolimit halten wollen - Und das ist für uns eine Selbstverständlichkeit.
Ein paar Meter vor dem Zapfsäulen-Park gibt es eine Kontrollstelle. Wir rollen in Zeitlupe auf die Beamtin zu – sie ist allerdings so in ihr Handy vertieft, dass sie uns keines Blickes würdigt. Also fahren wir, im Schneckentempo an ihr vorbei und biegen ein paar Meter weiter nach rechts ab zur Futterquelle.
Wie ein Schluckspecht beim Frühshoppen genehmigt sich der Hilux reichlich den wertvollen Bodensaft und überlässt uns die Zeche. Während wir warten, bis er seinen Durst gestillt hat, verabschiedet sich die Sonne zusehends, und wir bekommen Nervenflattern: Die Uhr behauptet zwar, wir schaffen es auf die letzte Minute – aber das Licht erzählt eine ganz andere Geschichte.
An der Kontrollstelle wird das Fahrzeug vor uns gründlich gefilzt. Der zuständige Beamte gibt der Handy-Lady den Befehl, uns zu übernehmen. Sie hat unser Fahrzeug offenbar doch registriert – jedenfalls erkennt sie uns sofort und schnauzt uns dermaßen an, dass uns Hören und Sehen vergeht.
Sie faltet uns nach allen Regeln der Kunst, weil wir vorhin nicht angehalten haben. Ich sehe, wie Uwe ansetzt, etwas zu erwidern, flüstere ihm aber zu, er solle seinen Kommentar besser schlucken und sich reuevoll geben. Erstaunlicherweise tut er, was ich sage. Auch er merkt, dass sie gerade Macht demonstrieren will. Und in diesem Spiel haben wir definitiv die schlechteren Karten. Wir geben uns demütig, fast unterwürfig, und versichern ihr, dass sie natürlich recht hat, dass wir hätten anhalten müssen, und dass es uns leidtut – es käme nie wieder vor.
Plötzlich ist es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Sie nimmt einen sachlichen, fast beamtenhaften Tonfall an und lässt uns passieren. Was für eine Dramaqueen – alles nur für ein bisschen Aufmerksamkeit des Chefs.
Der Zwischenfall kostet uns gute zehn Minuten. Deshalb werden die letzten Kilometer durchs Reservat zur Nachtfahrt mit Wildtierlotterie. Klar, man plant seine Fahrten natürlich mit Zeitpuffer – aber Theorie und Praxis sind halt zwei verschiedene paar Schuhe. Dieser Nervenkitzel wird unter „Lehrgeld“ verbucht.
Wir sind heute sehr spät dran – die letzten, die zum Dinner erscheinen. Gerade als uns das Dessert gebracht wird, spazieren etwa zehn Giraffen ans Wasser, darunter zwei Jungtiere. Am Himmel steht der Mond und taucht die Szene in Schwarz-Weiß. Sein Licht spiegelt die Palmen im Wasser – ein Bild wie gemalt. Romantik pur, gewürzt mit einer Prise Safari-Feeling.
Dieser Tag war ein Gefühls-Cocktail: Erwartung, Enttäuschung, Überraschung, Stress, Romantik…Beinahe ein bisschen viel für einen einzigen Urlaubstag. James Bond würde sagen: Geschüttelt – nicht gerührt.
Enilorac65770 Beiträge · seit 201713. Sept. 2025 ·
Hallo Silvia, was für ein Tag! Die Giraffen zum Dessert würden mir auch gefallen. Wir werden in einem Jahr auch dort sein 🙂 ich hoffe ohne Mief! Und die erste Unterkunft auf der Reise wird auch die Lodge mit den Giraffen sein. Dank dir! Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202313. Sept. 2025 ·
Enilorac65 schrieb:Hallo Silvia, was für ein Tag! Die Giraffen zum Dessert würden mir auch gefallen. Wir werden in einem Jahr auch dort sein 🙂 ich hoffe ohne Mief! Und die erste Unterkunft auf der Reise wird auch die Lodge mit den Giraffen sein. Dank dir! Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende, Caroline
Liebe Caroline, du hast mir mit deiner Nachricht eine ganz große Freude gemacht! Es ist wirklich schön zu hören, dass mein Reisebericht euch dazu inspiriert hat, das Voigtland Guesthouse in eure Route zu integrieren. Es wird euch sicher sehr gut gefallen . Die Giraffen werdet ihr nicht erst zum Dessert haben, sondern schon zum Frühstück und High-Tea. 😄
Was Onguma betrifft, hoffe ich sehr, dass ihr euch gegen den Aufpreis für den Settlers Room entschieden habt. Ich habe zwar die Chalets selbst noch nicht getestet, aber der Settlers Room hat nichts was den Aufenthalt bereichert. Abgesehen vom etwas muffigen Geruch ist er zwar nicht schlecht, aber meiner Meinung nach den Aufpreis einfach nicht wert. Ansonsten ist das Bush Camp ist in allen Bereichen wirklich top – von der Lage über das Essen bis zum Service.
Wer weiß wie viele Leser von deinem Reisebericht ebenfalls zur Nachahmung inspiriert werden. Danke dir, dass du ein Feedback gegeben hast. Viele liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende, Silvia
Melanie1982638 Beiträge · seit 202313. Sept. 2025 ·
Aha, das ist die Tank-Auflösung 😎 Wir haben die selbe Tankstelle angesteuert. Und wir waren nicht die einzigen. An den Vet-Fence haben wir vorher aber natürlich nicht gedacht. Allerdings hatten wir auch nix dabei. So langsam werde ich jetzt auch meinen Reisebericht beginnen. Werde bei dir aber natürlich auch weiterhin mitlesen.
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202314. Sept. 2025 ·
Melanie1982 schrieb:Aha, das ist die Tank-Auflösung 😎 Wir haben die selbe Tankstelle angesteuert. Und wir waren nicht die einzigen. An den Vet-Fence haben wir vorher aber natürlich nicht gedacht. Allerdings hatten wir auch nix dabei. So langsam werde ich jetzt auch meinen Reisebericht beginnen. Werde bei dir aber natürlich auch weiterhin mitlesen.
Liebe Melanie, Dankeschön für dein Feedback. Ich kann gar nicht glauben, dass euer Urlaub auch schon wieder vorbei ist. Auf deiner Reise hab ich mir ja schon eine Mitfahrgelegenheit gesichert. Viel Freude beim Erinnern, Schreiben und verarbeiten. Liebe Grüßle, Silvia
Liebe Silvia, bei unserer zweiten Namibia-Reise waren wir auch im Caprivi-Streifen und die Parks dort haben mir landschaftlich einfach besser gefallen. Besonders der Bwabwata Nationalpark ( Buffalo Park ). Aber dort hatten wir auch eine besonders eindrückliche Löwensichtung. In Südafrika hat mich die Vielfalt des Kruger beeindruckt. Landschaftlich schön fand ich aber auch den Hluhluwe. Der Etosha ist mir zu staubig und zu karg. Und leider kann man auch nicht gut im Park übernachten. Einmal Halali und nie wieder. 🙂 Vielen Dank, dass du so eindrücklich von eurer Reise berichtest! Hella
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202316. Sept. 2025 ·
Hella schrieb:Liebe Silvia, bei unserer zweiten Namibia-Reise waren wir auch im Caprivi-Streifen und die Parks dort haben mir landschaftlich einfach besser gefallen. Besonders der Bwabwata Nationalpark ( Buffalo Park ). Aber dort hatten wir auch eine besonders eindrückliche Löwensichtung. In Südafrika hat mich die Vielfalt des Kruger beeindruckt. Landschaftlich schön fand ich aber auch den Hluhluwe. Der Etosha ist mir zu staubig und zu karg. Und leider kann man auch nicht gut im Park übernachten. Einmal Halali und nie wieder. 🙂 Vielen Dank, dass du so eindrücklich von eurer Reise berichtest! Hella
Guten Morgen liebe Hella, darf ich nochmal nachhaken: Habt ihr innerhalb des Kruger Parks übernachtet? Ich hab mich auch schon mal an eine intensivere Planung für den Kruger gemacht. Aber ich finde die akzeptablen Lodges innerhalb des Parks sehr teuer. Wie die staatlichen Unterkünfte im Vergleich mit dem Etosha sind, kann ich auch nicht beurteilen. Gibt es einen Reisebericht zu deinen Caprivi und Kruger - Reisen? Falls ja, würde ich die gerne mal lesen 🙂
Liebe Grüße und eine schöne restliche Woche, Silvia
Hallo liebe Silvia, ich lese schon die ganze Zeit sehr begeistert Deinen Bericht mit. Wir werden im November/Dezember das erste Mal in Namibia sein und auch zwei Nächte im Onguma Bush Camp verbringen. Kurze Frage zu dem Hide: Habt Ihr den schon im Voraus (vor Reisebeginn?) gebucht oder habt ihr die Buchung kurzfristig vor Ort vorgenommen? Wenn ein gewisser Vorlauf erforderlich ist, würde ich das natürlich relativ schnell angehen. Viele Grüße Sylvia
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202316. Sept. 2025 ·
Homegirl schrieb:Hallo liebe Silvia, ich lese schon die ganze Zeit sehr begeistert Deinen Bericht mit. Wir werden im November/Dezember das erste Mal in Namibia sein und auch zwei Nächte im Onguma Bush Camp verbringen. Kurze Frage zu dem Hide: Habt Ihr den schon im Voraus (vor Reisebeginn?) gebucht oder habt ihr die Buchung kurzfristig vor Ort vorgenommen? Wenn ein gewisser Vorlauf erforderlich ist, würde ich das natürlich relativ schnell angehen. Viele Grüße Sylvia
Liebe Sylvia, wie schön, dass du begeistert mitliest. Das freut mich sehr. Wir haben den Hide tatsächlich lange im Voraus gebucht. Mai gehört zur Nebensaison, mit uns war eine ganze Gruppe mit im Hide. Die Plätze sind begrenzt. Ich würde sagen, es schadet nichts, wenn ihr im Voraus bucht. Wenn wir irgendwo in einer Lodge eine Aktivität vor Ort wieder stornieren wollten, war das nie ein Problem. Ich denke, dass wäre es auch in Onguma nicht, sollten sich eure Wünsche ändern. Wir haben unseren Termin auf den ersten Morgen in der Lodge gebucht, damit wir eventuell bei Regen noch stornieren und auf den nächsten Tag verschieben können. So war mein Gedanke, aber es war nicht nötig. Liebe Grüße und einen schönen restlichen Tag, Silvia
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202317. Sept. 2025 ·
29. Mai - Aufregung am Wasserloch und Überraschungen im Etosha Park
Um fünf Uhr schälen wir uns aus dem Bett. Eine halbe Stunde später sitzen wir beim Frühstück – als Erste. Mitten auf dem Restaurantdeck empfängt uns ein Kamin, in dem ein Feuerchen wohlig vor sich hin prasselt und Körper, Geist und Seele wärmt. Ich verzichte auf den Tisch in vorderster Reihe zum Wasserloch – ist ja eh noch stockdunkel – und dirigiere Uwe an einen Platz direkt an der Wärmequelle. Es hat nur acht Grad, und wir sitzen schließlich an der frischen Luft.
Wir lassen uns Joghurtmüsli mit frischen Früchten und Croissants schmecken, dazu dampfender Cappuccino. Wer so früh im Restaurant sitzt, hat nur eins im Sinn und dies wissen auch die Angestellten. Aufmerksam wie sie sind, werden wir gefragt, ob wir ein Lunchpaket mitnehmen möchten – und wie wir das wollen. Her damit – wer weiß, wie lange uns Elefanten den Weg versperren, Löwen ihre Beute jagen oder eine Hyäne Knochenarbeit leistet. Besser, wir sind vorbereitet und haben ein Kehrpaket dabei.
Plötzlich ertönt die Alarmanlage der Savanne. Ein Impala fordert Aufmerksamkeit. Die bekommt es nicht nur von seiner Herde- die ausnahmslos in angespannter Körperhaltung in die gleiche Richtung schaut. Auch das Service-Personal sucht nach der Gefahrenquelle. Wortlos spähen sie ins Dickicht auf der anderen Seite des Sees. Es ist noch Nacht. Nur das Licht des Wasserlochs, nicht mehr als eine Funzel macht die Dunkelheit zu einem diffusen Schattenspiel. Zu wenig, um zu sehen, doch genug, um sich etwas einbilden zu können. Dann entdeckt einer etwas. Leise tritt er an unseren Tisch und flüstert: „Ein Leopard sitzt im Gebüsch.“ Wir, und die wenigen anderen Gäste, die inzwischen da sind, stehen auf, treten vorsichtig zur Brüstung, die Augen angestrengt ins Dunkel gerichtet. Ich wünsche mir so sehr, ihn zu sehen. Doch ich erkenne nichts. Nur Schwarz. Und dunkelschwarz - und Anton den Reiher.
Uwe meint, er habe ihn entdeckt. Er zeigt mir eine Richtung, flüstert: „Da – siehst du ihn?“ Aber für mich bleibt der Leopard unsichtbar. Dafür wird meine Fantasie sehr aktiv. Ich rechne fest mit einem Kill und spüre meinen Puls.
Die Impalas stehen noch immer wie eingefroren, jeder Muskel gespannt, bereit zur Flucht. Minuten vergehen. Dann – ein Schakal. Arglos trabt er geradewegs auf den vermeintlichen Leoparden zu. Falls der überhaupt noch dort sitzt und nicht schon längst einem Impala am Hintern klebt. Herr Schabracke nähert sich gefährlich dem Busch, in dem die Katze sitzen soll. Die Impalas lösen sich aus ihrer Starre und verschwinden lautlos von der Bildfläche. Da kommt doch der Schakal gerade recht. Der setzt sich sogar hin und genießt das Morgengrauen. Boah, ist das spannend….aber es bleibt ruhig. Entweder ist der Leo schon hinter den Impalas her, oder er hat schon gefrühstückt und keinen Appetit mehr. So lautlos wie die Katze gekommen ist – wenn es denn wirklich eine war – so ist sie auch wieder verschwunden. Wie ein Geist in der Nacht.
Noch sitzen wir im Restaurant am Wasserloch, der Weg zum Lindequist-Tor ist kurz und wir liegen gut in der Zeit. Eine weitere Herde Impalas erscheint zum Buschpicknick. Einige der hübschen Damen hätten gerne einen Schluck Wasser. Doch ihr Macker scheucht sie jedes Mal zurück zur Herde, sobald eine trinken möchte. Dann beginnt er zu röhren – mit einer für so ein zartes Böckchen beeindruckend tiefen Stimme. Ein ausgewachsener Hirsch könnte da durchaus neidisch werden. Ich bin wirklich überrascht von der Tiefe und Lautstärke seines Rufs. Nur: Warum darf sein Harem nicht trinken?
Des Rätsels Lösung kommt von der anderen Seite: Eine zweite Herde nähert sich dem Wasser, und deren Bock erwidert den „Gruß“. Aha – das scheint eine Ansage zu sein, ganz nach dem Motto: „Wehe, du wagst es, meine Mädels anzuschmachten.“ Es ist pures testosterongesteuertes Macho-Gehabe, um Eindruck zu schinden – sowohl bei den Damen als auch bei der männlichen Konkurrenz. Die Böcke haben wohl beide nur das eine im Sinn: Gruppensex – und zwar mit Exklusivrecht.
Unser Kehrpaket wird geliefert und ein Blick in die Box verrät: Dass sieht leeeecker aus - war eine sehr gute Idee. Wir starten unseren Drive in den Etosha. Benzin haben wir jetzt genug. Die erste Aufregung des Tages hat sich gelegt und gleichzeitig auch unsere Abenteuerlust angefeuert.
Es ist immer noch mehr Nacht als Tag, während wir durchs Reservat Richtung Toreingang fahren. Plötzlich steht uns eine sehr große Giraffe im Weg und macht keine Anstalten zur Seite zu treten. Hinter ihr leuchten zwei Augen, nicht auf Giraffenhöhe und auch nichts Kleines. Spannend, was ist das? Für eine Katze sitzen die Leuchtdioden ein bisschen weit oben. Wobei man die Größe eines Löwen durchaus unterschätzen kann. Wir haben eine Vermutung. Doch erstmal müssen wir warten.
Als die Giraffe uns lange genug ihr Vorfahrtsrecht demonstriert hat, schreitet sie gemächlich weiter und biegt in den Busch ab. Die Augenpaare bewegen sich nicht. Wir fühlen uns ins Visier genommen. Dann bewegt sich das Tier und jetzt bestätigt sich unsere Vermutung: Das andere Augenpaar gehört zu einem Gnu. Es steht am Seitenrand wie angewurzelt.
Wir rollen ganz langsam im Bogen an ihm vorbei. Als es neben mir ist, will ich sein Porträt von ihm machen - geräuschlos mit dem Handy. Aber plötzlich merkt es, dass Kumpel- Giraffe, schon im Busch verschwunden ist und setzt sich fast panisch in Bewegung. Es rutscht vor Hektik mit den Klauen auf dem Kies ab und ich denke einen Moment, es stolpert mit seinen Hörnern in unser Auto. Ein Schreckensmoment – doch das Gnu bringt den Schleudergang wieder ins Lot und erspart unserem Fahrzeug eine unfreiwillige Perforierung.
Trotz der Giraffenpause stehen wir zwanzig Minuten zu früh vor dem Tor – falsch über die Öffnungszeiten informiert. Vor uns wartet bereits ein Camper. Unser Permit für die gesamte Aufenthaltszeit im Park haben wir bereits am Anderson Gate bezahlt. Trotzdem müssen wir nun hinter dem Camper eine halbe Ewigkeit warten, bis wir endlich durchs Tor rollen können. Währenddessen fährt ein Safari-Fahrzeug nach dem anderen durch den Eingang neben unserer Spur in den Park – und die haben wir später alle vor uns. Oder hätten wir da auch mit unserem Permit ohne Warten reinfahren dürfen? Weiß das jemand von euch?
Ich bin ungeduldig. Die beste Zeit des Tages möchte ich lieber an einem Wasserloch verbringen als hinter einem Fahrzeug herzufahren, das uns die Sicht versperrt. Doch auch heute haben wir wieder Glück: Die Jeeps halten an, sobald sich ein Springbock oder Impala zeigt – und wir können alle überholen. Der Camper biegt in eine andere Richtung ab und verschwindet ebenfalls bald aus unserem Sichtfeld.
Wir sind unterwegs nach Kalkheuwil. Die Zufahrtsstrecke ist eine wahre Lochmuster- und Rillenpiste - Offroad für Fortgeschrittene. In Schrittgeschwindigkeit kommen wir, wenn auch später als gedacht, ans Ziel. Doch der Wasserspender ist wieder einmal verwaist. Wir warten…und warten…und warten….Nob, da tut sich nix – der Gedanke, irgendwo anders könnte was los sein und wir verpassen es mit unserer Warterei, treibt uns weiter. Vielleicht haben wir woanders mehr Glück. Irgendwo müssen die Tiere ja sein.
Auf dem Weg nach Cudorb begegnen wir der ersten wirklich großen Herde Gnus, sogar in Gesellschaft einiger Oryx. Zebras sind im Park ebenfalls keine Seltenheit. Man sieht sie beinahe so häufig wie Springböcke und Impalas.
Die nächste Barrikade lässt nicht lange auf sich warten. Diesmal sind die Verursacher Schwarzgesicht-Impalas. Wir haben sie bisher nur selten gesehen – und ich finde, sie haben ganz besondere Augen: groß, ausdrucksstark, fast wie mit Kajal nachgezogen, damit sie noch größer wirken.
Springböcke überqueren die Pad gerne im Zickzack-Kurs. Wenn sie wollen, schaffen sie die Distanz mit einem einzigen, eleganten Sprung. Aber ihre Denke scheint zu sein: Das wäre ja langweilig. Viel spannender wird’s, wenn der Fahrer in die Eisen steigen muss. Also warte ich noch ein bisschen… und vielleicht noch zwei Sekündchen… oh ja, jetzt ist der perfekte Augenblick – und Hops! Rüber über die Spur – ein bisschen Abenteuer-Feeling für den Driver muss schon sein. Ein Blick in seine Augen verrät: Jeeeep, der hat seinen Adrenalin-Kick.
Für Vögel halten wir auch jederzeit gerne an. Wenn die großen Tiere ausbleiben, sind wir auch für Federvieh und Krabbeltiere zu haben. Hier im Park herrscht eindeutig mehr Luftverkehr als Wildwechsel. Leider haben wir weder das Geschick noch das notwendige Fotozeugs, um unser Fotobuch mit beeindruckenden Vogelportraits zu füllen.
Und plötzlich passiert es. Völlig unvorbereitet werden wir von unserem Highlight des Tages überrumpelt. Wir stehen gerade, vertieft in die Beobachtung eines Vogels, als sich am Rand des Feldes etwas bewegt. Es rennt – direkt auf uns zu. Nicht klein, nicht groß. Irgendetwas dazwischen. Was ist das? Sekundenbruchteile später schießt eine Tüpfelhyäne aus dem Gras, galoppiert vor unserer Kühlerhaube über die Pad und verschwindet im Gebüsch. So schnell, dass ich nicht einmal daran denke, mein Handy zu zücken. Und ehrlich gesagt – ich will auch gar nicht. Ich will keinen Moment verpassen. Tüpfelhyänen zählen zu meinen absoluten Lieblingen im Busch. Sie kommen gleich nach Leo, Löwe und Gepard.
Meine Freude lässt sich kaum in Worte fassen – und gleichzeitig spüre ich diesen kleinen Stich: Der Moment war fast schneller vorbei, als ich ihn begreifen konnte. Ich bedaure es sehr, dass wir diese Begegnung nicht länger auskosten durften.
Wir lassen den Moment noch kurz nachwirken, bevor wir weiterfahren. Uwe lenkt unseren Wagen nach Klein und Grot Okevi. Auch diese Wasserlöcher sind einsam und verlassen. Das größere gefällt mir landschaftlich unglaublich gut – das Panorama ist ein wahres Idyll. Genau der richtige Ort, um über unsere Lunchbox herzufallen.
Ich muss gestehen: Unsere Self-Drives lösen ein echtes Wechselbad der Gefühle aus. Frust, Freude, Spannung, Glücksmomente – und dann solche Überraschungen wie die Begegnung mit der Hyäne. All das macht das Selbstfahren für uns zu einem Allround-Abenteuer, das uns restlos begeistert. Bei der Reiseplanung hatten wir vorsichtshalber nur drei Nächte in Onguma vorgesehen – wir wussten ja nicht, ob Self-Drives wirklich unser Ding sind. Jetzt wünschte ich, wir hätten viel mehr Zeit gehabt. Nicht nur im Osten, sondern am liebsten im ganzen Park. Beim nächsten Mal wird anders geplant.
Etwa sieben Kilometer hinter Tsumcor passiert etwas, das wir nicht ansatzweise erwartet haben. Da stehen sechs, sieben Fahrzeuge in einer Reihe, alle in dieselbe Richtung ausgerichtet. Da muss was sein. Wir reihen uns ein und sehen schon ohne Feldstecher: Zwei Raubtiere sind am Werk, beschäftigt mit einem Riss. Genaueres lässt sich ohne Fernglas nicht erkennen. Also her mit dem Feldstecher, Schärfe eingestellt – yeeep, das sind zwei Geparde. Bratensoße im Gesicht, Latz verschmiert. Von dem Böckchen ist nicht mehr viel übrig.
Die Fotos müssen leider sehr vergrößert werden, wenn ihr die Katzen erkennen möchtet. Mit solchen Distanzen ist mein Handy definitiv überfordert.
Einer der beiden ist schon satt, entfernt sich vom Riss, legt sich in den Schatten und beginnt damit, sein Besteck zu reinigen. Der andere ist noch schwer beschäftigt – mit Hingabe leistet er echte Knochenarbeit. Nicht, dass noch was schlecht wird. Fleisch ist kostbar.
Uns fällt auf, wie kräftig beide Tiere wirken. Ein eingespieltes Team. Sie scheinen momentan im Schlaraffenland zu leben – erfolgreich, satt und zufrieden. Buh. Jetzt kann ich nicht entscheiden, ob die Hyäne oder die Geparden mein Highlight sind.: Sie müssen sich das Siegertreppchen teilen.
Während unserer Weiterfahrt entdecken wir in der Ferne, wie sich eine Windhose bildet. Auch so etwas habe ich noch nie live gesehen. Ein faszinierendes Schauspiel – Cool.
Tatsächlich finden wir jetzt sogar noch Twee Palms. Gestern war auf dem Wegweiser, aus der anderen Richtung kommend, kaum mehr was lesbar. Die beiden Palmen haben, so wie es aussieht, nicht erst in den letzten Tagen das zeitliche gesegnet. Die Stämme liegen noch am Boden. Aber auch hier ist außer der Vogelwelt nichts aktiv.
In der Pfanne schwimmen Enten im Restwasser. An anderen Stellen ist sie bereits begehbar, und Spuren zeigen, dass das schon getestet wurde. Ich muss es einfach nochmal sagen: Der Etosha ist landschaftlich traumhaft schön. Die Weite, das Licht, die Farben – alles wirkt wie gemalt. Uwe muss gefühlt alle paar Meter anhalten, weil ich Naturaufnahmen machen möchte.
Danke liebe Silvia für die Hinweise. Genau so werden wir es machen. Viele Grüße - Sylvia
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202317. Sept. 2025 ·
Homegirl schrieb:Danke liebe Silvia für die Hinweise. Genau so werden wir es machen. Viele Grüße - Sylvia
Sehr gerne, Sylvia 🙂 Wenn man einen Reisebericht schreibt, hofft man ja, dass er für den einen oder anderen eine Hilfe oder Inspiration sein kann. Liebe Grüße und viel Erfolg bei all euren Planungen und Vorbereitungen! Silvia
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202320. Sept. 2025 ·
Fortsetzung: Teddybären und Löwenbrüder
Es ist längst Mittagszeit, als wir zurück zur Lodge kommen. Ich gehe zuerst duschen – der Staub des Tages muss runter – und danach zieht es mich direkt wieder aufs Deck mit Blick zum Wasserloch.
afrikanischer Nusknacker
Doch alle Plätze sind belegt. Kein Problem: Es gibt noch eine seitliche Veranda mit Ausblick aufs offene Feld. Auch schön. Ja, da bleibe ich. Wenn Uwe nachkommt, sind wir ein bisschen für uns. Während ich auf der Veranda sitze, einen Cappuccino genieße und in Glückseligkeit schwelge, erlebt Uwe im Zimmer eine kleine Anekdote, die er mir später begeistert erzählt:
Ich bin gerade fertig mit Duschen und halb angezogen, sagt er, da höre ich dich an der Tür klopfen. Ich rufe: ‚Ist offen!‘ – ich weiß ja, dass die Tür manchmal klemmt und einen beherzten Drücker braucht. Du klopfst nochmal. Also trotte ich zur Tür, mit der Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, wenn sie zickt… aber hääää – da ist niemand. Ich zweifle an meinem Gehör. Und dann: Wieder ein Klopfen. Diesmal kommt es von unten. Und da sitzt ein Hornbill, ganz lässig, und haut seinen Schnabel in den Holzboden. Will er rein? Nein, er sucht Insekten. Und wenn er dafür an der Tür klopfen muss, ist das nicht sein Problem. Das Beste: Der Insektenspecht lässt sich nicht mal von mir beeindrucken, obwohl ich kaum einen Meter neben ihm stehe.
Hausieren verboten...
Wir lachen beide. Der Busch liefert manchmal auch schräge Begegnungen – direkt vor der Tür und mitten ins Herz. Weil wir die Hoffnung auf eine Löwenbegegnung noch nicht begraben möchten, unser Selbstvertrauen in Sachen „zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein“ aber doch ein bisschen angeknackst ist, und wir morgen abreisen, buchen wir für heute Abend einen Sundowner.
Um halb vier werden wir abgeholt. Mit im Fahrzeug: ein weiteres Ehepaar. Wir fahren keinen Kilometer, da bleiben wir stehen. Unser Guide zeigt auf eine Makalani-Palme, in deren Krone ein Geiernest thront. Nicht, dass wir Geier gänzlich uninteressant finden – aber von dieser Spezies haben wir mittlerweile Hunderte gesehen. Mir schwant, er will Zeit schinden, weil er selbst keine große Hoffnung hat, dass er uns etwas richtig spannendes zeigen kann. Zwar haben wir noch keine Geier in einem Loft mit Palmwedel-Markise gesehen, aber nach ein paar Minuten ist der Wow-Effekt dann auch verflogen. Wir könnten jetzt gerne weiterfahren. Doch unser Guide verliert sich in seiner Erzählung – und redet, und redet, und redet. Während dessen bereue ich schon, dass wir den Drive gebucht haben. Ich möchte bitte weiter und Löwen finden.
Endlich kommt er zum Ende seiner Ausführungen und fährt weiter. Und fährt…und fährt, ohne nennenswerte Sichtungen. Die Zeit vergeht. Wir finden... Geflügel.
Falscher Zauberspruch bei der Löwenwunschformel ergibt Sandgrouses 😄
Doch das Reservat an sich ist ein Träumchen. Überall bieten sich idyllische Landschaftsmotive – ich würde am liebsten alle fünf Minuten ein Foto machen. Aber für die Schönheit der Umgebung hat unser Fahrer kein Auge. Er rumpelt durchs Gehölz und schüttelt uns ordentlich durch. Fotografieren während der Fahrt? Unmöglich.
Badewanne am Hide
Dann rauscht das Funkgerät. Eine Nachricht kommt durch – und unser Guide gibt plötzlich Gas. Was er uns zeigen möchte, wissen wir nicht. Es könnte alles sein. Aber hoffentlich ist es nicht alles, sondern „nur“ ein Löwe, oder von mir aus auch zwei.
Wir kommen an einen kleinen Hügel mit viel Gebüsch. Hier sollen zwei etwa vier Wochen alte Löwenbabys sitzen und auf ihre Mama warten. Leider habe ich gar keine gute Sicht. Mir scheint, der Fahrer sucht eine Position, bei der er die beste Sicht hat – denn mir setzt er konsequent einen Busch vor den Ausguck. Unsere Bitte, ein bisschen vor- oder zurückzufahren, wird ignoriert. Im Geiste streiche ich ihm schon das Trinkgeld, und die Worte, die ich ihm gerade gedanklich zuwerfe, sind nicht jugendfrei.
Uwe hat ein Quäntchen mehr Glück als ich. Selten sehe ich ihn so angefixt. Der Wunsch, ein Foto von einem Löwenbaby mit nach Hause zu nehmen, weckt sogar in ihm die Bereitschaft, seine sonstige Zurückhaltung zu vergessen und mit vollem Körpereinsatz zirkusreife Akrobatik einzusetzen. Er versucht es mit der Lumix – wird aber nix. Der Autofokus ist mehr am Gebüsch interessiert als am Teddybären dahinter. Mit dem Handy funktioniert es ein Ticken besser. Aber es ist nicht das, was wir uns wünschen.
Wer findet den Teddy?
Ich greife zum Feldstecher, versuche wenigstens etwas zu sehen, wenn ich schon nicht fotografieren kann – und tatsächlich: Da ist es. Ein kleines Teddybär-Gesicht mit Knopfaugen, mitten im Grün. Ich bin nah dran, vor lauter Glücksgefühl Herzkammerflimmern zu bekommen. Die Plüschtiere ziehen sich ins Gebüsch zurück. Vielleicht sind ihnen die mittlerweile drei Fahrzeuge zu nah auf die Pelle gerückt – verständlich, wer will schon Paparazzi vorm Kinderzimmer.
Unser Guide legt den Rückwärtsgang ein und umrundet den Hügel. Er fährt sogar den Hang hoch. Ja, für uns ist es schon schön, wenn er versucht, nah an die Tiere heranzukommen – aber das ist grenzwertig. Die Kleinen tun mir leid. Wobei sie eher neugierig als ängstlich wirken, trotzdem vorsichtig. Ganz nach Mamas Anweisung: Nicht aufmachen, wenn jemand anklopft.
Uns wurde erklärt, dass die Löwenmama ihre Babys erst am Tag zuvor umgesiedelt hat. Vielleicht genau aus diesem Grund. Das Gebüsch wäre eigentlich perfekt, um ihre Jungen zu verstecken- dicht, geschützt, unauffällig. Aber gegen Spurenleser hat sie keine Chance.
Wir stehen in einer Art Baggergrube – ein Natur-Amphitheater mit der Option, Zimba zu sehen. Auch wenn er sich offenbar entschieden hat, heute nicht vor den Buschvorhang zu treten. Mir bleibt der Blick auf die beiden Löwenbrüder verwehrt. Also drehe ich mich um und fotografiere die Landschaft, während alle anderen versuchen, das Gebüsch zu lasern.
Landschaftsimpressionen
Eine neue Funknachricht kommt. Unser Guide wird plötzlich geschäftig. Er findet, dass wir hier außer Busch sowieso nicht mehr viel erkennen werden – und gibt dem Auto die Sporen. Es geht wieder recht flott durchs Gehölz, dann querfeldein durch eine Graslandschaft.
Und dann – Stopp. Da sind sie: Zwei stattliche Löwenbrüder liegen gemütlich im Gras und machen Siesta. Träge, majestätisch, unbeeindruckt von unserer Ankunft. Unsere Anwesenheit entlockt ihnen kein müdes Zucken. Dafür geben sie uns eine Kostprobe ihrer Gesangskünste. Gänsehaut-Faktor hoch zehn. Ihr Brüllen lässt die Luft vibrieren – tief und durchdringend. Wir sind schwer beeindruckt, diesen Ruf live zu hören und aus nächster Nähe. Weil die beiden noch faul sind, beschließen wir, den Sundowner einfach im Jeep zu nehmen – und dabei zu warten, ob sich die Herren vielleicht doch noch zu einer kleinen Abendvorstellung entschließen.
...wenn das Handy an seine Grenzen kommt...
Die Fotos sehen aus wie gemalte Bilder. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt. Kann es sein, dass ich am Handy irgendwas verstellt habe? Hat es mit dem Gras im Vordergrund zu tun? Oder mit dem Licht? Wenn jemand eine Antwort hat, dann bitte her damit.
Im Dunkeln fahren wir zurück zur Lodge. Im Restaurant herrscht bereits Hochbetrieb, und wir dürfen wieder in erster Reihe am Wasserloch Platz nehmen. Auch heute marschiert die Giraffen-Fraktion ein und setzt dem ohnehin perfekten Abend das Krönchen auf.
Das Dinner schmeckt wieder ausgezeichnet, und wir schaffen gerade noch so das Dessert, bevor wir hochgradig erledigt in die Betten fallen. Gute Nacht, ihr kleinen und großen Löwenbrüder – ihr wisst, wie man ein Menschenherz höherschlagen lässt.
NachoThemenstarter1'002 Beiträge · seit 202320. Sept. 2025 ·
CuF schrieb:Sodele, Sylvia, jetzt kannst Du die Fotos austauschen 😎
Lieber CuF, ganz herzlichen Dank für deine Hilfe beim Drehen der Fotos – das ist wirklich super nett von dir!
Mir ist aufgefallen, dass mein Reisebericht versehentlich in der Rubrik „Botswana-Reiseberichte“ gelandet ist. Hättest du vielleicht einen Tipp, wie ich ihn in die Namibia-Rubrik verschieben kann? Falls das nicht möglich ist, ist das natürlich auch völlig in Ordnung – deine Unterstützung mit den Bildern war schon eine große Hilfe!
Verschieben kann nur Chrigu. Ich würde im allerersten Beitrag auf Moderator informieren klicken und dann um Verschiebung bitten.
LG Logi
ElenaHanak169 Beiträge · seit 202021. Sept. 2025 ·
Liebe Silvia, vielen Dank für diesen fantastischen Reisebericht! Ich lese ihn mit großem Interesse. Er ist sehr gut geschrieben und mit schönen Fotos geschmückt. Vielen herzlichen Dank auch für die Zeit, die Du ihm gewidmet hast. Lg Elena