Elternzeit in Namibia

18 Antworten · 2'424 Aufrufe · gestartet 01. Okt. 2024 von Phili
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Themenstarter111 Beiträge · seit 202401. Okt. 2024 · #1
Hallo Namibia-Freunde,

wir werden Ende 2025 unsere Elternzeit in Namibia verbringen und insgesamt 4 - 5 Wochen Zeit haben um durchs Land zu reisen. Unsere Kinder werden zu dem Zeitpunkt 5 und 2 Jahre alt sein, daher fahren wir nur selten längere Strecken, auch wenn oft der Weg das Ziel ist. Außerdem wollen wir weniger Zeit auf der Straße verbringen und mehr in und um die Camps sehen. Wir waren bereits mehrfach in Botswana und Namibia und kennen uns grundsätzlich mit den Gegebenheiten vor Ort aus.

Wir reisen mit Dachzelt, nehmen aber gelegentlich auch andere Unterkünfte in Anspruch. In manchen Camps bleiben wir mehrere Nächte, andere sind eher Zwischenstopps. Bei mehreren Übernachtungen steht es dahinter in Klammern, wie viele Nächte wir bleiben wollen. Wir haben uns bewusst für diese lange Route entschieden, da wir vermutlich nicht so schnell wieder nach Namibia kommen werden und eben noch ein paar "Schwarze Flecken" unserer persönlichen Namibia Landkarte erkunden wollen.

Anbei unsere bisher geplante Route:

Windhoek - Arebbusch Travel Lodge
Keetmanshoop - Quivertree Forest Rest Camp (2)
Lüderitz - Starfish Self Catering Accommodation (2)
Helmeringhausen - Betta Camp
Nähe Sesriem - Hauchabfontein Camping
Swakopmund - Haus Veronika B & B (2)
Nähe Swakopmund - Wüstenquell (2)
Spitzkoppe - Spitzkoppe Camping
nördlich Brandberg - Madisa Camp / EHRA
Etosha - Okaukuejo Camping Area
Etosha - Olifantsrus
Etosha - Halali
Etosha - Namutoni
Rundu - Nkwazi Lodge And Camping Site
Divundu - Ngepi Camp (2)
Caprivi - Kazondwe Camp (3)
Rundu - Nkwazi Lodge And Camping Site
Tsumeb - Kupferquelle Resort
Otjivarongo - Waterberg / Weavers Rock (2)
Windhoek - Arebbusch Travel Lodge


Ich bin für jede Anregung offen oder auch Ideen für tolle Camps als Alternative. Eine Überlegung ist auch, ob wir die Route anders herum fahren, also erst in den Norden, dann in den Süden, da es ja im November / Dezember schon regnen kann, was uns nicht stören würde, aber die Wahrscheinlichkeit wäre womöglich geringer, nass zu werden.

Vielen Dank für eure Ideen und Anregungen!
33,1k Beiträge · seit 200601. Okt. 2024 · #2
Moin Phili,

mit dem Thema Malaria(Prophylaxe) in Bezug auf kleine Kinder habt ihr Euch auseinander gesetzt? Ich sehe bei der Tour auch nicht, wo ihr weniger Fahren und mehr Zeit um die Camps verbringen wollt. Ihr habt ja nur selten mal 2 Nächte an einem Ort.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter111 Beiträge · seit 202401. Okt. 2024 · #3
Moin Christian,

ja Malaria passt! Danke für den Hinweis.

Ganz final ist die Liste ja noch nicht, darum schreibe ich ja hier 😉. Es soll einfach kein Ankommen, Schlafen und Weiterfahren sein... zumindest nicht überwiegend. Paar Tage / Übernachtungen haben wir ja noch, die nicht verteilt sind.
925 Beiträge · seit 201601. Okt. 2024 · #4
Hi,
jedes Kind ist anders und so, aber: mir wäre das viel viel viel zu gehetzt. Gerade wenn ihr den Luxus habt, mit Kindern viel Zeit in Namibia verbringen zu können (vor allem deutlich mehr als die Standard-3-Wochen) und zudem schon das meiste selbst kennt, würde ich die Route massiv entschlacken und weniger 1-Nacht-Stops versuchen. Ich weiß, die Entfernungen sind groß. Daher kommt man z.T. um Zwischenübernachtungen nicht rum, kann die abe so legen, dass man noch den halben Tag vor Ort zum spielen etc. hat.

Wir haben auch umfangreiche Vorerfahrungen und waren dieses Jahr mit etwas kleineren Kindern (1 + 3) für ziemlich genau einen Monat in Namibia, davon auch 3 Wochen zeltend. Unsere Route war

(aus KTP kommend)
2 Nächte AirBnB auf Guestfarm nähe Stampriet
3 Nächte Krumhuk (Camper holen + Großeltern treffen)
2 Nächte Bagatelle
2 Nächte Namibrand
3 Nächte Sesriem
1 Nacht Mirabib
1 Nacht Blutkuppe
5 Nächte Swakopmund (zentrales AirBnB)
2 Nächte Spitzkoppe
1 Nacht Mesum Krater
2 Nächte Brandberg
1 Nacht Erongo Rocks (reine Zwischenübernachtung)
4 Nächte Krumhuk
1 Nacht Mariental (reine Zwischenübernachtung)
3 Nächte Duwisib
4 Nächte Lüderitz
2 Nächte Norotshama
(weiter nach Südafrika)

Was man m.E. beim Campen mit (kleinen) Kindern nicht unterschätzen sollte in Namibia, ist der Faktor Sand/Dreck. Du hälst dich je nach Gegend halt durchgehend auf Sand auf, die Kinder liegen schnell drin und sind voller Sand/Staub. Irgendeine Plane / Teppich vor dem Camper hilft ein wenig, kommt aber auch auf die Kinder an.. Wir hatten beim Campen Unterstützung durch die Großeltern, was die Alltagslogistik (Kochen, Abspülen, Bespaßen..) etwas entspannt hat. Allein stelle ich es mir doch recht stressig/anstregend vor - aber da hat vielleicht auch jedes Kind anders. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor in dem Alter bei Campen ist in Namibia das Thema Sicherheit, gerade beim Erkunden u. Abends in Bezug auf Skorpione/Spinnen/Schlangen. Da muss man z.T. leider sehr dahinter sein bei Kindern. Je nachdem wann ihr genau Fahrt ("Ende 2025" hört sich nach Nov/Dez an) unterschätzt bitte nicht die Auswirkung von Hitze. Wir hatten im April immer wieder einige TAge mit >35C. Da kann man tagsüber als Camper nicht viel machen als dazuhocken und zu schmelzen. Für Kinder definitiv suboptimale Bedingungen bzw. sollte man sich dafür ein Konzept überlegen.

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung und für den Großen auch super spannend. "Urlaub" im Sinne von Erholung aber sicher nicht (das hatten wir vor und nach dem Campen für insgesamt 3 Monate in Südafrika).
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter111 Beiträge · seit 202402. Okt. 2024 · #5
Guten Morgen und vielen Dank für diese Antwort!

Das mit den "Krabbeltieren" haben wir im Kopf. Wir sind selbst erfahrene Halter und Züchter von Vogelspinnen und Skorpionen und unsere Kids wachsen mit diesen Tieren auf und wissen damit umzugehen bzw. dem aus dem Weg zu gehen. Trotzdem ist es ein gewisses Risiko, aber die Unfallzahlen sind auch dementsprechend gering und die meisten Tiere nachtaktiv, so dass wir uns hier weniger Gedanken / Sorgen machen, bzw. wissen, wie damit umzugehen ist. Trotzdem ein super Hinweis!

Kleiner Tipp hierzu: Vogelspinnen und die meisten anderen Spinnen in Namibia / Südafrika sind harmlos, man begegnet ihnen nur selten und die meisten Spinnen wollen uns aus dem Weg gehen und flüchten. Die spüren unsere Erschütterungen beim Laufen im Boden und merken, dass wir eher eine Bedrohung sind und sie zertreten könnten. Zudem ist ein Großteil nachtaktiv. Bei den Skorpionen ist es etwas anders, da gibt es einige und viele davon sind nicht harmlos, gerade für Kids. Aber auch hier: fast alle nachtaktiv. Was da helfen kann: UV-Strahler / UV-Taschenlampen! ALLE Skorpione leuchten / fluoreszieren durch das Licht und strahlen einen dann quasi richtig an. So kann man zumindest in der Nacht oder am Abend unliebsame Begegnungen minimieren und frühzeitig erkennen. Zudem ist es so, dass Spinnentiere sich häuten müssen um zu wachsen, auch diese Häutungsreste leuchten. So kann man dann möglicherweise auch schon früher erkennen, ob es dort diese Krabbler gibt und wo sie sich dann aufhalten und wo besondere Vorsicht geboten ist. Gerade an Felsen / Felswänden oder in der Nähe von Gebüsch könnte das der Fall sein.

Das mit dem Sand und der Plane / Decke ist ein super Anregung! Planen / Tarps sind so oder so an Bord um einen Sonnen- oder Windschutz improvisieren zu können, wenn es nötig ist. Hatten gleich die Idee, dass wir zusätzlich eine kleine Campingdusche aufhängen um die Kids vor dem Schlafen nochmal kurz abzuwaschen, wenn's nötig ist.

Auch das mit den Temperaturen ist eine gute Anregung. Oft denkt man eben nicht aus Sicht der Kinder und so Hinweise sind dann super wertvoll. Mit dem Großen waren wir letztes Jahr auf Martinique und hatten ähnliche Temperaturen und zusätzlich dann im Regenwald noch eine hohe Luftfeuchtigkeit. da darf man dann z.B. den Flüssigkeitsbedarf nicht unterschätzen, bzw. muss das gut beobachten. Diese umstände sind aber einkalkuliert.

Was die Strecke angeht, werden wir tatsächlich nochmal etwas nachplanen! Ich hätte es jetzt gar nicht ganz so stressig eingeschätzt, aber da wird sich bestimmt noch das Ein oder Andere machen lassen um da Druck raus zu nehmen.

Vielen lieben Dank für die bisherigen Einschätzungen und Hinweise!
925 Beiträge · seit 201602. Okt. 2024 · #6
Hallo,

gut zu wissen dass ihr da durchaus Erfahrungen habt 🙂 Das Thema Schlangen bleibt leider als Risiko (gerade um die Jahreszeit), aber insgesamt gebe ich dir bzgl. der Statistiken recht (sofern man ihnen mit Bezug auf Dunkelziffern, gerade im ländlichen Raum, trauen kann..).

Ich würde ehrlich gesagt entweder den Süden (ggf. max bis Sesriem) ganz weglassen o. den Caprivi. Je nachdem ob der Fokus mehr auf Sand/Wüste o. Tieren liegen soll. Das gibt genug Zeit an den jeweiligen Orten.

Zudem würde ich (wenn ihr nicht über Weihnachten fahrt) zu der Jahreszeit gerade mit Kindern nichts vorbuchen, sondern spontan je nach Erfahrungen vor Ort entscheiden, wie lange man wo bleiben will. Da ihr ja das Land schon kennt, hält sich der Recherche-Aufwand vor Ort so auch im Rahmen, gewährt aber die gerade mit Kindern nicht zu verachtende Flexibilität.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter111 Beiträge · seit 202421. Okt. 2024 · #7
Vielen Dank nochmal für die Ideen und bisherigen Beiträge. Wir haben unsere Tour dementsprechend angepasst und die Route etwas umgekrempelt.

1. Hatten wir den Einfall, dass der ältere Sohn (5) und ich einen Tag früher anreisen und die ganzen Formalitäten mit dem Auto usw. schon erledigt sind, wenn die Frau mit dem jüngeren Sohn (2) ankommt. Dann sind wie quasi startklar und können die beiden am Flughafen abholen und ersparen den Beiden die langen Warte- und Transfer-Zeiten.

2. Wir beginnen im Norden und dann über Etosha an die Küste. Quasi die umgekehrte Reiseroute wie ursprünglich geplant. Auch wegen dem Regen der im Norden ja häufiger oder früher auftreten kann. Wir starten Mitte November und reisen kurz vor Weihnachten wieder nach Hause. Regan wäre nicht schlimm, aber so können wir es vielleicht umgehen

3. anstatt 4 Wochen auf 5 Wochen aufgestockt

4. das Ende (ca. 1 Woche) lassen wir uns komplett offen und machen das dann spontan, je nach Lust und Laune, vor allem die der Kinder. Ob und wie weit wir dann in den Süden fahren, lassen wir dann komplett offen und schauen einfach, wie viel Lust und Power noch übrig ist.

5. mehr 2 oder 3 Tage Aufenthalt an einem Ort / in einem Camp

Unser Route wird nun ungefähr so aussehen:

Windhoek - Arebbusch Travel Lodge (Papa / Sohn)
Okahandja - Ombo Rest Camp
Waterberg - Weaver’s Rock Guest Farm
Waterberg - Weaver’s Rock Guest Farm
Rundu - Nkwazi Lodge And Camping Site (nur Zwischenstopp)
Divundu - Ngepi Camp
Divundu - Ngepi Camp
Caprivi - Kazondwe Camp
Caprivi - Kazondwe Camp
Caprivi - Kazondwe Camp
Rundu - Nkwazi Lodge And Camping Site (nur Zwischenstopp)
Östlich Etosha - Sachsenheim Guestfarm
Östlich Etosha - Sachsenheim Guestfarm
Etosha Namutoni
Etosha Halali
Etosha Okaukuejo
Etosha Olifantsrus
Warmquellen - Ongongo Waterfall Campsite
Warmquellen - Ongongo Waterfall Campsite
Madisa / Ehra Camp
Madisa / Ehra Camp
Spitzkoppe
Swakopmund - Veronika BnB
Swakopmund - Veronika BnB
Swakopmund - Veronika BnB
Wüstenquell
Wüstenquell
7 Tage frei verfügbar für Süden oder ???

Gerne wieder Meinungen oder Tipps dazu frei raus!
33,1k Beiträge · seit 200621. Okt. 2024 · #8
1. Hatten wir den Einfall, dass der ältere Sohn (5) und ich einen Tag früher anreisen und die ganzen Formalitäten mit dem Auto usw. schon erledigt sind, wenn die Frau mit dem jüngeren Sohn (2) ankommt. Dann sind wie quasi startklar und können die beiden am Flughafen abholen und ersparen den Beiden die langen Warte- und Transfer-Zeiten.
Ihr habt dann aber jede Menge mehr Papierkram als alleinreisendes Elternteil mit minderjährigen Kind. Ihr braucht dann eine beglaubigte Genehmigung des anderen Elternteils usw.

Für meine Kinder (aber wir leben eben auch hier im Land und meine Kinder sind älter (9+12) wäre es viel zu viel Tierbeobachtung und zu wenig "kindliche Freiheit" (Swakopmund, Dünen etc).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
107 Beiträge · seit 201721. Okt. 2024 · #9
Punkt 1 finde ich einen seltsamen Einfall. Statt dass 1 Erwachsener sich um Formalitäten kümmert und der andere währenddessen die Kids im Auge hat oder bespaßt, splittet ihr euch auf? Meiner Meinung nach wird das strapaziöser für alle Beteiligten.
Aber ich hab auch keine 2 Kinder, vielleicht lieg ich ja falsch.
3 Beiträge · seit 202521. Jan. 2025 · #10
Hallo,
Mein Name ist Judith und ich bin neu hier 🙈
Ich habe ebenfalls eine Frage zum Thema „Elternzeit in Namibia“ und weiß jetzt nicht, ob ich ein neues Thema anfangen soll oder hier meine Frage stellen soll. Wenn ich’s richtig verstanden habe, bin ich hier richtig. Wenn nicht, gebt Bescheid, dann lösche ich den Beitrag und fange ein neues Thema an.

Mein Mann und ich haben vor Kurzem ins Auge gefasst unsere gemeinsame Elternzeit mit Sohn (aktuell 6 Monate) in Namibia zu verbringen. Bisher war es nur so eine Idee. Um zu wissen, ob wir den Gedanken weiter verfolgen, bräuchte ich eure Hilfe, Tipps und Erfahrungen.

Sowohl was Zeitpunkt als auch Länge des Aufenthaltes angeht sind wir komplett flexibel. Bis 6 Monate ist eigentlich alles drin, wobei wir maximal 3 Monate, auch wegen Visa/Aufenthaltserlaubnis/Geld etc bevorzugen würden. Bis Juli 2027 müssten wir wieder daheim sein.

Zu uns und unseren „Plänen“. Wir sind 29 und 36 Jahre alt und beide im Besitz eines Jagdscheins und nicht arbeitsscheu.

Um unseren Aufenthalt etwas zu vergünstigen hatten wir die Idee währenddessen als „Praktikanten“ zumindest für die Vergünstigung von Kost und Logie zu arbeiten. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Arbeiten anders für uns gar nicht erlaubt.

Am Liebsten würden wir hierbei auf einer deutschsprachigen Jagd- und/oder Gästefarm aushelfen. Mein Mann würde, wenn wir schon mal in Namibia sind, gerne zumindest eine Woche zur Reduktions- und Fleischjagd gehen. Die Trophäen sind nicht wichtig.
Hierzulande ist mein Mann Landschaftsgärtner und ich Polizistin. Vielleicht kann man mit den Kenntnissen ja auch irgendetwas anfangen.

Könnt ihr uns helfen? Bin ich da zu blauäugig? Was könnten Probleme oder Hindernisse sein? Habt ihr Tipps für Farmen, bei denen ich anfragen könnte? Macht das mit Kind überhaupt Sinn?

Was würde ein so langer Aufenthalt ohne Vergünstigung durch Arbeit kosten?
Wir haben wenig Ansprüche und sind bisher ohne Kind immer mit Dachzelt verreist.

Sorry für die vielen Fragen auf einmal.

Liebe Grüße
Judith
572 Beiträge · seit 201321. Jan. 2025 · #11
So schrieb:Hallo,
im Besitz eines Jagdscheins
Judith
Uhhhh!!!! Sag das hier nicht so laut!

Wenn Ihr jagern wollt, empfehle ich Euch mal bei den van Wyks nachzufragen, ist eine schöne familiäre Farm ca. 2 Std. südlich von Windhoek. Vielleicht könnt Ihr da etwas arrangieren. Bei Interesse gebe ich gerne die Kontaktnummer weiter, per PN.

Wo kommt Ihr denn her?

LG und Waidmannsheil,

Marcus
3 Beiträge · seit 202521. Jan. 2025 · #12
Dankeschön 🙂 Wir sind aus RLP

Was ich noch vergessen habe:
Wir haben einen Hund (kleiner Terrier). Hat jemand Erfahrung mit dem Reisen mit Hund? Für einen so langen Aufenthalt hätten wir die kleine Maus natürlich gerne dabei.


Edit zur Anmerkung:
😅 wie gesagt, wir wären, wenn überhaupt nur an der Jagd zur Fleischgewinnung für die Einheimischen (und unser Abendessen) interessiert. Die Jagd des typischen „weißen alten Mannes“ unterstützen wir keinesfalls. Wobei mit dem Geld, was die da lassen ja auch sinnvolles gemacht wird 🙈
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2025
3 Beiträge · seit 202521. Jan. 2025 · #13
Sorry bin neu und hab eben erst gesehen, dass ich meine Beiträge auch bearbeiten kann. Damit ist der hier unnötig. Wie kann ich meinen eigenen Beitrag löschen. Sorry ! 🙁
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2025
33,1k Beiträge · seit 200621. Jan. 2025 · #14
Hat jemand Erfahrung mit dem Reisen mit Hund?
https://www.van.org.na/section.php?secid=52&menuid=52 (bedenkt aber, dass nur die wenigsten Unterkünfte/Campsites, keine Nationalparks etc Hunde erlauben)
Um unseren Aufenthalt etwas zu vergünstigen hatten wir die Idee währenddessen als „Praktikanten“ zumindest für die Vergünstigung von Kost und Logie zu arbeiten. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Arbeiten anders für uns gar nicht erlaubt.
Auch nicht gegen Kost & Logis, da das als "Bezahlung" hier im Land gilt. Ihr dürft nur komplett kostenlos arbeiten... aber warum sollte man das machen und es hilft ja auch dann nicht Eurer Reisekasse.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2025
Themenstarter111 Beiträge · seit 202429. Aug. 2025 · #15
Hallo,

ich wollte euch unsere finale Route vorstellen. Wir reisen nun insgesamt 5,5 Wochen als Familie durch das Land. Starten und enden werden wir mit einer Übernachtung in Windhoek.

Wir werden, vor allem am Anfang, relativ viel fahren und Strecke machen, das ist aber bewusst so geplant. Wir waren bereits 2-mal in Namibia / Botswana und wollen unsere „schwarzen Flecken“ auf der Karte noch füllen und eben die Orte besuchen, die wir bisher noch ausgelassen hatten. Dazu gehört z.B. der südliche Teil unserer Route oder der Nordwesten mit Palmwag usw.

Wir nutzen unsere Elternzeit um diese Reise zu machen. Bald kommt unser Großer in die Schule und es wird dann relativ schwer bzw. in den Ferien dann auch teuer, wenn wir nochmals nach Namibia reisen wollen. Bei zukünftigen Reisen wollen bzw. müssen wir uns dann gezwungenermaßen auf eine bestimmte Region fokussieren.

Bei meinem jetzigen Anliegen soll es aber auch gar nicht um die grundlegende Planung gehen, sondern um die kleinen Zwischenstopps auf den einzelnen Etappen um mal eine Pause einzulegen oder etwas Tolles anzuschauen. Etwas das ihr vielleicht entdeckt habt und ganz toll fandet, oder eine Sehenswürdigkeit, die man auf der Strecke gut einbauen kann.

Beispiele wären z.B.
- Wildpferde bei Aus / Garub
- das Caravan Café bei der Excelsior Farm an der D707
- oder der Baobab Dun7 wenn wir vom Etosha in Richtung Rundu fahren.
- oder etwas Außergewöhnliches wie das Sinkloch (https://maps.app.goo.gl/JxLDywNYWoo1wquNA) an der D2612 auf der Etappe von Madisa nach Palmwag. Auf der Strecke soll es auch nach Twyfelfontein gehen
- Cape Cross auf dem Weg von Swakopmund zur Spitzkoppe

Ebenso dankbar sind wir über Tipps zu den Routen der einzelnen Streckenabschnitte. Bei uns muss es nicht immer der direkte Weg sein, wenn sich ein Umweg lohnt oder landschaftlich einfach schöner ist.

Unsere Route gestaltet sich wie unten beschrieben, ich habe bewusst unsere Ideen für Zwischenstopps weggelassen, um unvoreingenommene Ideen von euch zu bekommen. Gerne auch Tipps oder Erfahrungen zu den einzelnen Stationen und Unterkünften. Welche Ausflüge oder Angebote sind besonders lohnenswert? Was hat euren Kids besonders gefallen bzw. was könntet ihr euch für Kinder gut vorstellen?

Windhoek
(lange Strecke, wissen wir 😉 )
Keetmanshoop - Quivertree Forest Rest Camp
Lüderitz - Obelix Guesthouse (3 Nächte)
Kronenhof Camping
Sessriem Region - Hauchabfontein Camping
Rooiklippe
Swakopmund - Namibia Nights Swakopmund (3 Nächte)
Spitzkoppe
Madisa
Palmwag (2 Nächte)
Warmquelle Ongongo (2 Nächte)
Camp Aussicht (2 Nächte)
Hobatere
Etosha - Olifantsrus
Etosha - Okaukuejo
Etosha - Namutoni
- freie Zwischetappe je nach Lust und Power (z.B. Sachsenheim direkt vor dem Park, Mururani Camp oder Nkwazi Camping Site auf der Stecke)
Ngepi Camp (4 Nächte)
- wieder eine freie Zwischenetappe je nach Lust und Laune
Abenab Lodge & Tours CC
Ghaub Nature Reserve & Farm (3 Nächte)
Weaver's Rock (2 Nächte)
Mount Etjo - "Dinosaur Camp " (2 Nächte)
Windhoek

Wir sind gespannt, was euch so einfällt. Danke schon mal im Voraus, für eure Ideen.
58 Beiträge · seit 202429. Aug. 2025 · #16
Hallo Phili
Eine sehr schöne Runde mit tollen Übernachtungsstopps habt ihr da vor! Wir waren vergangenen März/April an ähnlichen Orten. Auch verschiedene eurer Camps, die wir leider nicht besucht haben, standen auf unserer Wunschliste.

Eigentlich wollte ich dir ja ein paar Ideen schreiben. Jetzt merke ich aber, dass mir doch nicht soo viel einfällt. Wir sind dann wohl doch öfters durchgefahren, als ich so spontan in Erinnerung hatte oder haben uns einfach an einem mal mehr und mal weniger schönen Fleck unsere Beine vertreten. Aber unsere Kinder sind auch schon etwas älter. Hier trotzdem ein paar wenige Ideen:
- Biltongplaas (hübscher Zwischenstopp zwischen Keetmannshoop und Aus)
- Kuchen in Solitaire muss ich wohl nicht erwähnen
- Wir sind über Spreetshoogte- und Gamsberg-Pass nach Rooiklip, ist aber bei eurer Strecke vermutlich zu lange
- Snack im Godenfang in Walfish Bay
- Das Living Museum der Ju/'Hoansi ist zwar nicht ganz auf eurem Weg, aber da habt ihr noch Reservetage. Ist sehr zu empfehlen, auch grad mit Kindern. Oder vielleicht passt ein anderes Museum der Living Culture Foundation besser in euren Reiseplan.
- Wir sind am Schluss durch Erindi Richtung Windhoek (D2328) gefahren. Das könnte für euch auch passen. Nur durchfahren darf man durch das private Game Reserve. Die Seitenstrassen einfach nicht befahren.

Ich schreibe aktuell einen Reisebericht im Forum, vielleicht findest du auch da noch Inspirationen.
Herzlich,
Leonie
Themenstarter111 Beiträge · seit 202401. Sept. 2025 · #17
Bei eurer Reise und dem Bericht bin ich längst dabei! Toll geschrieben. Danke dafür
355 Beiträge · seit 201301. Sept. 2025 · #18
Hi Phili,

das klingt toll - wir sind im Frühjahr 2026 in insgesamt 6 Wochen auf einer ähnlichen Route unterwegs 😄 Und ich mache mir auch schon fleißig Notizen, wenn ich irgendwo im Forum einen interessanten Tipp lese.

Windhoek Richtung Süden: falls ihr da aufgrund der langen Strecke überhaupt einen Abstecher machen wollt, ggf. Besuch des Heroe's Acre

Falls ihr durch Betta kommt: dort soll es bei der Tankstelle einen schönen Blumengarten geben

Für die Strecke Rooiklipp-Swakopmund habe ich mir folgendes notiert: Alternative zur C14 via D1998, D1985, C28 > ggf. Permit in Sesriem besorgen; zusätzlicher Abstecher über Mondlandschaft möglich ab C28

Spitzkoppe-Madisa: Cactus and Coffee Teagarden in Uis

Vielleicht war ja was dabei, was ihr noch nicht auf dem Schirm hattet. Viel Freude bei der weiteren Planung!

Schöne Grüße,
Sonja
6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
Themenstarter111 Beiträge · seit 202403. Sept. 2025 · #19
Sorimuc schrieb:
Für die Strecke Rooiklipp-Swakopmund habe ich mir folgendes notiert: Alternative zur C14 via D1998, D1985, C28 > ggf. Permit in Sesriem besorgen; zusätzlicher Abstecher über Mondlandschaft möglich ab C28

Spitzkoppe-Madisa: Cactus and Coffee Teagarden in Uis
Hei Sonja,

danke für deine Tipps! Deine Routenempfehlung passt auch voll in unsere Vorstellungen mit den Zwischenstopps bei Ganab und Hotsas. Hotsas hatten wir zufällig damals entdeckt, als wir auf dem Weg zur Blutkuppe waren. Konnten dort einen Raubadler beobachten und einige andere Tiere. Ist mir immer in Erinnerung geblieben und mal sehen, ob wir diesmal ähnliches Glück haben.

1-2.jpg


Das Kaffee in Uis ist auch mega schön. Hatten wir noch nicht auf dem Schirm, werden wir aber jetzt auf jeden Fall einplanen.