R51 schrieb:Wenn z.B. China seine E Autos oder Solarzellen mit 50% subventioniert und diese dann exportiert werden, dann ist es im umgekehrten Fall, Autos aus anderen Staaten werden unsunventioniert fast unverkäuflich, dann stellt das ein Handelshindernis dar.Nur das 50% Subventionen für E-Autos frei erfunden sind. Bei BYD machen die Subventionen, die die EU BYD vorwirft, nicht mal die Hälfte des Jahresgewinns aus. Die ganze Diskussion ist auch bei uns teilweise verlogen. In Deutschland gab es bekanntlich jahrelang eine Elektroauto-Kaufprämie von 6.000 Euro, damit E-Autos billiger und attraktiver werden. Die musste der Käufer beantragen und hat sie dann ausgezahlt bekommen. Natürlich haben die Hersteller diese Kaufprämie hierzulande beim Fahrzeugpreis auch eingepreist.
In China gab es auch eine Kaufprämie von umgerechnet bis zu 2.000 Euro, damit E-Autos billiger und attraktiver werden. Anders als bei uns wurde die an die Hersteller ausgezahlt, damit die das direkt vom Kaufpreis abziehen. Das ist das effizientere Verfahren mit weniger Bürokratieaufwand. Weil das Geld direkt und nicht wie bei uns indirekt an die Hersteller ging, wurde das von der EU als verbotene Subvention gewertet. Und weil BYD der Hersteller ist, der in China die meisten E-Autos absetzt, hat BYD da das meiste Geld bekommen.
Damit will ich China nicht reinwaschen oder unterstellen, dass die nicht teilweise Foul spielen, aber im Detail ist vieles komplexer, als es der Stammtisch, der Orange im Weißen Haus oder auch die Tagespresse darstellt.