Simbabwe Feb/März 2024

87 Antworten · 7’263 Aufrufe · gestartet 30. März 2024 von GinaChris
Bilder gross
Antworten
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201622. Apr. 2024 ·
Hi Uwe,

nun, unsere Reisezeit war ja Februar und März, und in der Regenzeit sind grundsätzlich wesentlich weniger Touristen unterwegs.
Rückwirkend, wir hätten keine einzige campsite reservieren müssen. Wie das im Juni aussieht, schwer zu sagen!
Die Farmhouse campsite Matobo, liegt knapp außerhalb des Parks, und wenn du dort campen möchtest,
vorzugsweise in der vordesten "Reihe" mit Weitblick, kann es nicht schaden zu reservieren.
Die Bezahlung sehr einfach mittels online-link.
Hwange ist da eine andere Nummer wegen der Nähe zu VicFalls, falls es dir wichtig ist nach Wahl,
und nicht nach Vorort-Verfügbarkeit zu campen.
mWn ist hier das Bezahlen bei Ankunft (also wenn du vorbuchst) nicht möglich,
sondern muss per Banküberweisung (Spesen!) erfolgen.

Gruß Gina
189 Beiträge · seit 200622. Apr. 2024 ·
Hi Gina
Ich geniesse Deinen tollen ZIM-Reisebericht. Es kommen viele Erinnerungen an die Reise im Oktober 2019 auf.

Mutirikwi:

GinaChris schrieb:
author=GinaChris schrieb:Wir entscheiden uns für den Platz mit der Lapa gleich rechts, die auch einen freien Blick auf eine Bucht des Sees bietet.
Genau auf dieser Campsite waren wir damals auch, 2 Fahrzeuge, 10 Personen, +Guide Didi.
Die Campsite war ganz ordentlich im Schuss, die Lapa sauber und zweckdienlich mit grossem Tisch und Dach (Hitze, Regen).

Wegen folgender Begebenheit bleibt mir diese Campsite in besonderer Erinnerung:
Am späten Nachmittag spüren wir auf einem Gamedrive zwei Breitmaul-Rhinos auf. Eine mystische Gewitterstimmung mit Donner und Blitz (in +/- angemessener Entfernung), dann Regen und Sturmwind geben dem Erlebnis eine ganz besondere Note. «Rhinos in the Rain».
Zurück im Camp stehen nicht mehr alle Zelte, wo sie einmal standen – der Gewitterwind hat «umorganisiert». Und in der Lapa gibt es auch eine Überraschung: Per Zufall sieht U., dass sich unter dem Tisch eine Schlange vor dem Regen ins Trockene begeben hat. Vorsichtig befördern wir sie nach draussen, wo sie schnell in einem Loch unter der Lapa – wohl ihr Zuhause – verschwindet. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können…
Laut Freund des Guides könnte es eine Banded/Bended Cobra gewesen sein; Experten aus dem Nam-Forum tippen auf Mozambique Spitting Cobra -Naja mossambica.
Auf jeden Fall werde ich Mutirikwi nicht so schnell vergessen
Liebe Grüsse
Kudu
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2024
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201623. Apr. 2024 ·
Hi Kudu,

danke, freut mich dass du auch mitliest! 🙂

Diese Löcher unter der Lapa haben wir auch bemerkt, als Bewohner aber nur kleine Eidechsen ausmachen können.
Im Laub vor der Lapa, ist uns Abends ein Skorpion begegnet.
Schlange haben wir leider keine einzige auf unserer gesamten Reise gesehen.
Gruß Gina
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201623. Apr. 2024 ·
Gonarezhou Teil 3

Bekanntlich hat ja jedes Ding zumindest zwei Seiten; so auch die Chilojo Klippen.
Von unten kennen wir sie schon, heute wollen wir rauf.
Es hat wieder zu nieseln begonnen, als wir den Runde über den Nkwangulatilo causeway, = Brücke (!), überqueren.
DSCN7316.JPG
Über die Sibonya Hills, vorbei am Berg Masusu, gelangen wir schließlich zum Aussichtspunkt auf den Klippen.
Das eine oder andere Sonnenfenster nutzen wir zum Fotografieren.
IMG_3158.JPEG
Weiter geht es entlang des Nyavasikana Flusses, bis wir nach Westen abbiegen,
um zu unserem heutigen Übernachtungsplatz, der Bhenji Plattform zu gelangen.
Die hölzerne Plattform besteht aus zwei Ebenen.
Die untere ist durch einen Erdwall an ihrer Rückseite windgeschützt,
dort stellen wir unseren Tisch und die Sesseln hin.Vor der Plattform ein gemauerter Grill.
Das bauliche highlight hier aber ist bestimmt das Plupsklo mit Aussicht in etwa 30 Metern Entfernung.
Wasser oder Strom gibt es nicht.
DSCN7367.JPGDSCN7365.JPG
In östlicher Richtung liegt der Bhenji Damm.
Mit Savana in der Hand, sitzen wir nun in unseren Campingsesseln bereit fürs Wildtiere beobachten;
was fehlt sind die Wildtiere.
Als es bereits dämmert, kommt ein Elefantenbulle langsam den gegenüberliegenden Hügel herunter,
geht zum Wasser, und verschwindet aus unserem Blickfeld. Ein zweiter kommt aus der weiten Ebene
im Westen, und geht unterhalb des Hügels auf dem die Pattform steht vorbei, ebenfalls zum Damm.
Etwas enttäuscht über die magere Ausbeute gehen wir schlafen.
DSCN7369.JPGDSCN7370.JPG
Am Morgen das gleiche Bild, kein einziges Tier ist zu sehen.
Deshalb beschließen wir gleich jetzt zu unserer nächsten gebuchten campsite, Chinguli am Runde zu fahren.
Chinguli, eine developed campsite, wunderschön am Westufer des Runde gelegen,
erwartet uns mit Nieselregen und einer Überraschung.
Keine Menschenseele ist weit und breit zu sehen; wir halten zuerst am Sanitärhäuschen,
ich steige aus und gehe hinein. Was um Himmels Willen ist da passiert?
Es sieht aus, als wäre hier ein Wirbelsturm durchgefegt, überall liegen große Äste, Laubhaufen in den Ecken,
und Tierkot auf dem Boden. Na toll, da endet wohl der lange Arm aus Frankfurt…
Zurück am Auto meint Chris als ich ihm vom Gesehenen berichte,
komisch, der Mann an der Chipinda Rezeption, hat noch gesagt es wäre hier nice and beautiful,
als er kurz mit ihm über die von uns gebuchten Plätze gesprochen hat.
Wir aktivieren das Satellitentelefon, nachdem es hier nirgendwo Handyempfang gibt,
und ich rufe bei der Chipinda Rezeption an, um die Sache aufzukären:
Aber ich habe ihrem Mann doch gesagt, dass noch kein Campwart in Chinguli ist,
erst am 29.März wieder und dass es deshalb eben derzeit nicht nice and beautiful ist,
sagt mein verdutzter Gesprächspartner auf meine Frage nach dem Warum.
Jetzt dämmerts mir, Chris hat wohl nur mit halbem Ohr hingehört,
und, nice and beautiful, ist das was bei ihm hängengeblieben ist;
mehr will man ja auch nicht, oder? 😣 😗
DSCN7374.JPG
Sofort bietet Chipinda an, unsere heutige Chinguli Nacht, gegen eine, wo immer wir mögen, zu tauschen.
Das ist sehr entgegenkommend, und wir entscheiden uns für eine weitere Nacht auf der bereits bekannten Chipinda campsite.

Wenn wir nicht einen Riesenumweg fahren wollen bedeutet das, Fishan’s causeway Querung steht an;
aber jetzt habe ich ja bereits Übung… 😎
Zurück in Chipinda wollen wir grillen. Ein Elefantenbulle mampft sich langsam aber stetig durch die Büsche den kleinen Abhang zu den campsites herunter, und kommt näher, und näher.
Wir schieben das Grillen vorerst auf, und ziehen uns in die Lapa zurück,
immer ein Auge auf dem Elefanten und seinem Verhalten.
Der ist aber vollkommen entspannt, hebt kurz den Rüssel in unsere Richtung,
wohl als Signal, ich weiß dass ihr da seid, und futtert dann gemütlich weiter.
Schon sehr beeindruckend dem Tier so nahe zu sein!

Bei YouTube ansehen ↗



Gruß Gina
7 Beiträge · seit 201623. Apr. 2024 ·
.....apropos...

"Mit Savana in der Hand, sitzen wir nun in unseren Campingsessel...."

Ist die Versorgung mit "Savanna" in Zimbabwe vor Ort möglich... oder muss unser Kühlschrank in SA aufgefüllt werden...?

Uwe
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201623. Apr. 2024 ·
Hi Uwe,

danke für deinen versteckten Hinweis; jetzt merke ich erst wie falsch ich den Markennamen die ganze Zeit schreibe;
war wohl immer mehr am Inhalt, als an der Etikettierung interessiert 😉
Ja, Savanna gibts quasi in jedem Supermarkt.
Guten Wein würde ich aber beim nächsten Mal aus SA mitbringen!
Hier meist nur in halbsüß oder süß erhältlich, oder sehr teuer.
Erlaubte Freimenge 5 Liter pP.

Gruß Gina
7 Beiträge · seit 201623. Apr. 2024 ·
Hi Gina,

das mit der Schreibweise ist mir gar nicht aufgefallen... 😎
WICHTIGER die Info über Einkaufsquellen.... 😉

Gruß Uwe
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201624. Apr. 2024 ·
Gonarezhou Teil 4

Gleich nach dem Morgenkaffee stelle ich mich nochmal unter die Dusche,
denn da wo wir heute hinwollen, zur Malugwe Plattform, gibt es diese Annehmlichkeit ja nicht.
Plötzlich höre ich aus der Zwischendecke ober mir ein Geräusch,
und bemerke auch eine Öffnung die da hineinführt.
Das anfänglich leise Geräusch wird immer lauter, so als ob sich da oben etwas windend im Kreis dreht.
Und dann kommt aus der Öffnung ein etwa 10 cm langes, spitz zulaufendes Schwanzende…
Ich erstarre. Erwäge kurz, nass und nackt aus dem Bad zu flüchten,
steige dann aber doch nur aus der Dusche, und beobachte den zuckenden Schwanz.
Mir fällt ein Stein vom Herzen, als der Schwanz in der Öffnung verschwindet,
und stattdessen der Kopf einer dieser kleinen, moppeligen, stacheligen Eidechesen auftaucht,
mich anstarrt, und gleich wieder in dem Loch verschwindet.
So, nun bin ich vollkommen munter, es kann losgehen!

Wieder fahren wir über die Nkwangulatilo-causeway-Brücke, die heute im Sonnenlicht viel freundlicher aussieht;
auch einige Vögel haben sich eingefunden.
DSCN7423.JPGDSCN7428.JPGDSCN7429.JPGDSCN7307.JPG
Wir überqueren abermals die Sibonya Hills, um dann entlang der Straße die dem nordwestlichen Zaun entlangführt,
über das gate Bravo 6, weiter zur Malugwe Plattform zu gelangen.
Wir parken vor der hölzernen, nicht überdachten Plattform, klettern die steile Treppe hinauf,
und sehen in einiger Entfernung, die Reste eines in der Sonne vertrocknenden Schlammloches.
Keine Tiere, auch keine frischen Spuren, wie ein Blick durchs Fernglas zeigt.
Wir entscheiden, erst einmal unter der Plattform im Schatten zu frühstücken,
und die Sache eine Weile zu beobachten. Als sich auch nach einer Stunde an der Situation nichts geändert hat,
beschließen wir weiter zur Gorwe Plattform zu fahren, die erst unser
Übernachtungsplatz für morgen wäre; vielleicht ist sie ja frei.
Plötzlich schreit Chris auf, tritt das Bremspedal durch, und macht auf seinem Fahrersitz komische Verrenkungen.
Wo ist es? – Wer? – Keine Ahnung, es ist beim Fenster reingekommen! –
Wie soll ich wissen wo es ist, wenn du mir nicht sagst was es ist?
Chris sitzt nun zwischen Schaltung und Mittelkonsole, und im Fahrerfensterrahmen baumelt ein stattliches, wirres Knäuel Etwas.
Da, da ist sie, eine Riesenspinne! Wenn die mich beißt!?
Aus der Vertiefung in der Türverkleidung, in dem der Griff zum Öffenen der Türe sitzt,
ragen ein paar schwarz-gelb gestreifte Spinnenbeine.
IMG_3195.JPEG
Der einzige längliche, erreichbare Gegenstand ist Chris Messer in einem Kuststoffschaft, das in der Türtasche liegt.
Chris kitzelt die Spinne aus ihrem Versteck, reißt die Fahrertür auf, und hechtet,
vorbei an dem ekeligen Knäuel aus dem Auto. Die Spinne verschwindet unter seinem Sitz.
Das Ausleuchten von vorne bleibt ohne Ergebnis, also von hinten, wo erst ein six-pack Savanna,
ein Paar Badeschlapfen, ein umfangreicher Techniksack, und eine Kühltasche aus dem Fußraum ins Freie geräumt werden muss,
um Einblick zu erhalten.
Da, da ist sie! Chris befördert die Spinne nach draußen; das Knäuel klebt gut in der Fensteröffnung,
und ist, so sehen wir bei genauerer Betrachtung, das Netz der Spinne samt ein paar kleinen Beuteinsekten und trockenen Blättern, die sich darin verfangen haben.
Heute wissen wir, es war eine völlig harmlose Radnetzspinne, in deren Netz wir hineingefahren sind.
Ja, fahren mit weit geöffnetem Fenster und cool auf dem Rahmen abgelegtem Unterarm,
kann von lässig schnell einmal umschlagen … 😗

Wir kommen an der Gorwe Pfanne an. Sie ist gut mit Wasser gefüllt, das umliegende Gras steht hoch,
alles ist grün und ein Wasserbüffel kommt gerade zum Trinken. Wie schön es hier ist,
einen tollen Übernachtungsplatz haben wir da ausgesucht!
Aber, wo ist die Plattform?
Wir fahren ein Stück weiter vor, dann wieder zurück, und wieder vor; da ist keine Plattform.
Wir parken dort wo die Büsche enden, steigen aus, und suchen mit den Ferngläsern die Ränder der Pfanne ab.
Es bleibt dabei, da ist keine Plattform und auch keine erkennbare campsite.
Bei der Reservierung wurde ich sogar noch darauf hingewiesen,
dass Gorwe jetzt nicht mehr zu den undeveloped campsites gehöre, sondern eine Plattform bekommen habe;
so blind können wir doch echt nicht sein!
Es hilft nichts, eine Entscheidung muss her. Hierbleiben im hohen Gras, keine Option.
In der Pfanne parken, auch nicht. Zurück zum Schlammloch von Malugwe, nein.
Bleibt, auf zu unserer nächsten gebuchten campsite, Nyavasikana am Fluss Nuanetsi.

Falls sich hier jemand wundert, warum wir so einfach von einer campsite auf eine andere umschwenken konnten:
wir haben während unseres gesamten Aufenthaltes in Gonarezhou KEINEN EINZIGEN ANDEREN TOURISTEN GETROFFEN!

Nach zügiger Fahrt, erreichen wir Nyavasikana gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang.
Als wilderness camp ausgewiesen, gibt es hier ein Plumpsklo, mehr nicht.
Ein paar Wasserböcke suchen erschrocken das Weite, ansonsten ist es sehr ruhig.
Von der campsite aus, ein eher eingeschränkter Blick auf den Fluss.
DSCN7433.JPG
Zu dieser Jahreszeit unbedingt empfehlenswert: Grassamennetze!
IMG_3196.JPEG
Gruß Gina
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201625. Apr. 2024 ·
Gonarezhou Teil 5

Heute wollen wir aufklären, wo sie die Gorwe Plattform, die wir gestern nicht gefunden haben,
denn verstecken. Dazu machen wir uns auf ins Mabalauta camp.
Nur Chipinda und Mabalauta sind bereits vor Ostern mit Personal besetzt.
Der nette Mann an der Rezeption muss herzlich lachen, als ich ihm von unserer gestrigen Suche nach der Plattform erzähle.
Ja stimmt, die wollten sie bauen, haben sie aber bis jetzt nicht, meint er.
Und dass wir die Stelle wo sie die Plattform bauen wollten, also die ursprüngliche Gorwe wilderness campsite nicht finden konnten, wundert ihn auch nicht, da der Platz erst kurz vor Ostern wieder gerodet werden würde.
Dass wir nicht in Malugwe, am fast trockenen Schlammloch bleiben wollten, versteht er,
und bietet uns an frei zu wählen, wo wir die beiden entgangenen Nächte verbringen wollen.
Wir entscheiden uns die heutige Nacht hier in Mabalauta zu bleiben,
und eine weitere Nacht zu unserer bereits gebuchten, auf der campsite von Rossi Pools anzuhängen.
Die Idee findet er großartig, weil Rossi Pools, the most beautiful site in this area, wäre.
Wir sind gespannt und so neugierig, dass wir uns gleich auf den Weg machen; nur schauen was uns dann morgen erwartet.

Über Malilangani und die Muwatomba Pools, eine landschaftlich wunderschöne Strecke,
erreichen wir, nachdem es Chris gelungen ist einen kleinen Baum der über den Zufahrtsweg gefallen war etwas zur Seite zu räumen, die Rossi Pools campsite und sind begeistert, nur nicht vom Nieselregen,der alles in eintöniges Grau hüllt.

Die Zufahrt zum Mabalauta camp, führt über einen stromführenden Weiderost;
auch das gesamte camp ist mit einem Elektrospanndraht gegen das Eindringen von Elefanten gesichert.
Auf der anderen Seite der Buschflugzeuglandebahn, die vor dem camp liegt,
geht eine sechsköpfige Gruppe stattlicher Elefantenbullen entlang.
Wir wählen die einzige campsite (Nr 3), die zumindest etwas an Sicht auf den Nuanetsi bietet,
bei allen anderen ist die Vegetation bereits zu hoch.
Ein ordentlicher Platz mit gemauerter Tisch-Bank-Kombi, ein gemauerter Grill, und ein Wasseranschluss sind vorhanden.
Es gibt zwei Sanitärhäuschen mit Licht die jeweils eine Dusche, ein WC, und ein Handwaschbecken, für Frauen,
und das selbe für Männer bieten.
DSCN7458.JPG
Es dämmert bereits als ich zuerst glaube, dass mich meine Augen täuschen, aber zwei campsites von uns entfernt,
steht da tatsächlich ein großer Elefantenbulle und knackt die Zweige eines Busches.
Wie kommt der denn daher, obwohl es einen Elektrozaun gibt? Er frisst sich den Weg zum Sanitärhäuschen entlang,
das etwa 50 Meter von uns entfernt steht, überlegt kurz zu unserer campsite abzubiegen,
entscheidet sich dann aber geradeaus weiter, in Richtung der Rezeption zu gehen, bevor er in der Dunkelheit verschwindet.
Wir grillen eine ansehliche Menge an Boerewors, weil die auch noch kalt zum Frühstück gut schmeckt,
und dazu ein paar Kartoffeln aus einem 5 kg Sack, den wir in Chiredzi mangels Verfügbarkeit kleinerer Gebinde gekauft hatten.
Die Wurst ist exakt so, wie wir sie so gar nicht mögen; recht ungewürzt, ziemlich fettig, und mit kleinen Knorpeln drin.
Essen wegzuwerfen geht gar nicht, deshalb packe ich sie in Folie und in den Kühlschrank;
vielleicht findet sich ja morgen jemand der sie mag.

Am Morgen gehts zuerst zur Rezeption; wir wollen Diesel kaufen.
Der nette Rezeptionist fragt mich nach dem Betrag um welchen wir tanken wollen,
errechnet daraus die Menge die wir dafür bekommen werden, und stellt eine Art Gutschein darüber aus.
Um an den Treibstoff zu kommen, müssen wir ins Makonde camp, wo die Angestellten untergebracht sind.
Ich nutze die Gelegenheit und frage den Mann, wie es denn sein kann, dass trotz Elektrozaun gestern Abend ein Elefant im camp war. Er findet immer einen Weg ins camp, trotz Elektrozaun, und es ist ein ganz netter Elefantenbulle, der nur dann grantig wird,
wenn man versucht ihn aus dem camp zu vertreiben, antwortet der Rezeptionist.
Auf dem Weg aus dem camp verschenken wir die Boere an ein paar Arbeiter die dabei sind das hohe Gras zwischen den campsites zu kürzen.

Im Makonde camp weist uns ein Angestellter den Weg zur Zapfsäule.
Ein junger Mann, der Tankwart, prüft unseren Dieselgutschein, und betankt den Wagen.
Chris plaudert einstweilen ein wenig mit ihm, und gibt ihm einen U$ Trinkgeld.
Jetzt, so sagt der junge Mann, kann er sich mittags im shop für die hier Arbeitenden,
ein cookie und einen soft drink kaufen; und er strahlt übers ganze Gesicht.
Mir fallen unsere Kartoffeln im 5 kg Sack ein, von denen wir gestern nur ein paar entnommen haben.
Mögen sie Kartoffeln?, frage ich ihn. Als Geschenk?, antwortet er ungläubig.
Ja natürlich als Geschenk! Ich steige aus, hieve den Sack aus einer Seitenklappe,
und überreiche ihn dem staunenden Mann. Der stammelt gefühlte hundert Danke,
und ist vor Freude den Tränen nahe; ich auch, weil ich mir niemals hätte vorstellen können oder wollen,
wie glücklich ein Sack Kartoffeln jemanden machen kann!

Über die Malipati Brücke, die auch ein Zyklon zur Hälfte weggespült hat, fahren wir auf die andere Seite des Nuanetsi,
und dann diesem entlang nach Norden. Wir passieren ein großes Wasserloch an dem aber niemand zu sehen ist.
Ein Stück weiter erkennen wir die Rossi Pools campsite am anderen Ufer, bevor wir unkehren,
um zu unserem heutigen Übernachtungsplatz zurückzufahren.
DSCN7464.JPG
Rossi Pools ist eigentlich eine riesige Lapa, die oben auf einer Klippe gebaut ist.
Sie ist überdacht, und zwei gemauerte Tische sind ihre Einrichtung. Sie bietet freie Sicht über den Nuanetsi,
sowohl in südlicher, wie auch in nördlicher Richtung. Es gibt sogar Stufen auf die Felsvorsprünge vor und neben der Lapa,
wo man in schwindelerregender Höhe, seine Campingsesseln hinstellen kann um die Aussicht zu genießen.
Vor der Lapa steht ein uriger Griller, und etwas abseits, ein Plumsklo.
Es ist bereits dunkel, als wir in unmittelbarer Umgebung einen Elefanten hören,
der einen Baum nach dem anderen zu knicken scheint, und dabei immer näher kommt.
Erst als wir sicher sind, dass sich der lautstarke Elefant wieder entfernt, verlassen wir die Lapa und klettern ins Auto.
Zum nahen Gebrüll von Löwen, schlafe ich schließlich ein.
DSCN7491.JPG
Gruß Gina
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201626. Apr. 2024 ·
Gonarezhou Teil 6

Beschluss beim Morgenkaffee: heute tun wir nichts außer schauen
DSCN7467.JPG
Die Sonne geht auf, die Vögel singen um die Wette,
und ein Büffel hat es sich gerade im Fluss gemütlich gemacht.
DSCN7521.JPGDSCN7549.JPG
Wohin man auch schaut, Tiere, Tiere, und noch mehr Tiere.
Krokodile, faul auf der Sandbank, oder lauernd im Wasser.
DSCN7444.JPGDSCN7547.JPGDSCN7646.JPG
Am anderen Ufer zwei Pavianfamilien, die kaum von ihrem Schlafbaum geklettert,
eine wilde Verfolgungsjagd, begleitet von lautem Gekreische beginnen.
Gleich daneben zwei Wasserbock-Damen mit ihren Jungtieren.
Etwas abseits, ein männlicher Nyala.
DSCN7513.JPG
Im Süden überquert eine Elefantenfamilie vorsichtig den Fluss, um dann in Richtung jenes Wasserloches zu verschwinden,
an dem wir gestern vorbeigefahren sind.
DSCN7634.JPG
Es ist ein ständiges Kommen und Gehen; man weiß gar nicht wohin man zuerst schauen soll.
Unsere direkten Nachbarn, die Bewohner der Felsformation auf welcher die Lapa steht,
bunte, etwa 30 cm lange Echsen.
DSCN7505.JPG
Beim späten Frühstück sekkieren uns ein paar Fliegen derart, dass Chris schließlich eine erschlägt.
Sie soll aber nicht sinnlos gestorben sein! Chris nimmt einen Halm, spießt die Fliege darauf auf,
schleicht aus der Lapa zu einer Felsspalte in der eine der bunten Echsen immer verschwindet,
und legt den Halm mit der Fliege dran in den Eingang der Spalte. Nach ein paar Minuten bewegt sich das Ende des Halmes,
und siehe da, die kluge Echse hat das angebotene Futter vom Halm gezogen und verspeist.

Am Nachmittag hören wir näherkommendes Motorengeräusch. Nein, bitte nicht, wir wollen Tiere schauen,
und haben wenig Lust auf Besucher! Ein Pick-up hält, und es steigen zwei Parkangestellte aus, die fragen, ob es denn ok sei,
wenn sie morgen wiederkommen, und hier noch ein paar Kleinigkeiten in Ordnung bringen, bevor die Osterbesucher kommen würden. Klar, morgen sind wir leider sowieso nicht mehr hier, weil unsere Zeit hier in Gonarezhou zu Ende geht.
Einer der Männer entdeckt unseren Müllsack und fragt, ob er ihn mitnehmen darf.
Dass der Inhalt aus Glasflaschen und Dosen besteht, macht nichts,
weil sie im Makonde camp den nicht brennbaren Müll sammeln, und dann entsorgen. Welch Service!

Wenn ich die Zeit anhalten könnte, wäre hier und jetzt der Augenblick dafür.
Es gibt wohl wenige Plätze die man nur mit einem unheimlichen Reichtum an Tieren teilen muss.
Was wir hier zurücklassen sind auch nur Fußspuren, wie jene von den Elefanten da unten im Fluss;
was wir aber mitnehmen ist die Erinnerung an einen der schönsten Nationalparks in dem wir je gewesen sind;
und die Erinnerung an die offene Freundlichkeit und herzliche Dankbarkeit all jener Menschen, die wir hier kennenlernen durften.
DSCN7511.JPG
Hier endet nun mein Reisebericht über Simbabwe,
ein Land wie es gegensätzlicher wohl kaum sein kann. Ein Land voll wunderschöner Natur,
aber auch voll schutziger Städte. Voll von zur Schau getragenem Reichtum,
und gleichzeitig voll bitterer Armut. Voll von historischen Stätten;
aber auch reich an Schutzgebieten die grobe Vernachlässigung erfahren.
Ein Land, heimgesucht von schlimmer Dürre und todbringenden Überschwemmungen.
Nur zu einem fehlt der Kontrast, zum Lächeln der Menschen dieses Landes,
das uns immer und überall begleitet hat.

Gruß Gina
2’524 Beiträge · seit 200926. Apr. 2024 ·
Hallo Gina,

vielen Dank für Deinen sehr informativen Bericht, das war jetzt wirklich mal was wissenserweiterndes.
Gerade wird mir etwas schwer ums Herz, wie ich deine Zeilen über den Gonarezhou NP gelesen und die (wenigen) Fotos dazu angeschaut habe.
Unter anderem diesen Park hatten wir, die Muckels, Bele und ich, schon auf einer sehr schönen Runde durch Zim eingetütet, als dieses blöde Virus kam. Ob ich dort jemals hinkomme...

Vielen Dank, viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
8’761 Beiträge · seit 201026. Apr. 2024 ·
fotomatte schrieb:Hallo Gina,
Gerade wird mir etwas schwer ums Herz, wie ich deine Zeilen über den Gonarezhou NP gelesen und die (wenigen) Fotos dazu angeschaut habe.
Unter anderem diesen Park hatten wir, die Muckels, Bele und ich, schon auf einer sehr schönen Runde durch Zim eingetütet, als dieses blöde Virus kam. Ob ich dort jemals hinkomme...
Matthias, du machst mich fertig - genau dies musste ich heute früh beim Lesen auch denken 🙁 .

Gina, vielen Dank für deinen sehr interessanten Bericht!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
3’883 Beiträge · seit 201126. Apr. 2024 ·
Liebe Gina,
du kannst also nicht nur kompetent informieren, sondern eine abenteuerliche Reise derart interessant beschreiben, dass die mitfahrenden bzw. mitfiebernden Fomis sehr traurig über das Ende sind. Kaum zu glauben, in wie kurzer Zeit ein liebenswertes wunderschönes Land heruntergewirtschaftet werden kann. Deine sachliche Kritik an Land und Leuten hat mir gut gefallen.

Ich frage mich, wie lange es dauert, bis auch die ZAR flächendeckend einen ähnlichen Zustand aufweist. Ich hoffe, dass ich nicht zu pessimistisch bin.

Herzlichen Dank
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2’780 Beiträge · seit 200726. Apr. 2024 ·
Liebe Gina, auch von mir ein grosses Dankeschön für deinen interessanten Bericht über eure Eindrücke von Zimbabwe. Ich verstehe deinen Epilog sehr gut, genauso wie den Prolog. Du hast uns gezeigt dass man sich akribisch vorbereiten kann und dann trotzdem vieles anders kommen kann. Gerade dann zählt sich lange Vorarbeit aus um vor Ort rasche Entscheidungen fällen zu können. Wissen wo man ist und was es sonst noch hat rundum. Den Kontakt mit den äusserst lieben Bewohnern nicht scheuen. Zeit für ein Gespräch haben. Gonarezhou ist ebenfalls einer meiner liebsten Parks in ganz Afrika und ich bin sehr glücklich für dich dass eure Zeit dort so bereichernd gewesen ist, seine Grösse und die wilde Abgeschiedenheit machen es aus. Die Vogelwelt ist phänomenal. Schade dass ihr in der Save conservancy weniger Glück hattet, es ist eine eigenartige Ecke, ein bisschen wie in den Tuli Farmen. Teilweise (noch) sehr privat und hermetisch. Für die nächsten Reisen wünsche ich euch weiterhin gute pad!!!
Gruss Leona
1’142 Beiträge · seit 202226. Apr. 2024 ·
GinaChris schrieb:
Wir setzen uns auf eine Steinbank und philosophieren, wie schön es hier früher einmal gewesen sein muss,
als dieser Ort noch mit Sorgfalt behandelt wurde, und gut besucht war.
Seeehr schön und picobello gepflegt, hohe Schule von English Landscape Gardening in Afrika.

siehe Vumba Botanical Gardens in „Rhodesian Times“
Vumbabot.garden2.jpgVumbabot.garden4.jpg
Auch der Campingplatz (mit herrlicher Aussicht) war tip top gepflegt, mit Rasen auf Wimbledon-Maß getrimmt.
Vumbabot.garden1.jpg
Die Sanitärräume waren sauber aber so „einfach“, wie das heute viele aufregt, aber das war damals „Standard“. Wir waren übrigens auch fast alleine dort, vielleicht wegen der sehr frischen Nächte im April.

Die Gegend bietet auf kleinem Raum zwei Klimazonen. Vom kühlen Klima des hoch gelegenen Gartens aus sieht man in wenigen km an den Hängen Kaffee und unten im Tal Bananen und Tabak.


Die Pflege des Gartens (mW auch die Errichtung) wurde durch den Einsatz von reichlich vorhandenen Sträflingen wohl auch erleichtert, was damals nicht unüblich war. Die Anlage wurde vom Besitzer und Gründer (F. J. Taylor, der auch mal Bürgermeister von Umtali war) nach den Ideen seiner Frau über Jahre von Plackerei errichtet, indem das Unterholz des Urwaldes gerodet wurde und die geschaffenen Freiflächen zwischen den großen alten Bäumen wurden mit Farnen und viel „Blühendem“ aus Afrika und Übersee bepflanzte. Berühmte „Gardens“ in England schauen genauso aus. „Gardening“ können‘s, die Engländer 😉 😁 . In den 50ern wurde es dann vom Staat gekauft, vergrößert, zum NP erklärt und mehrfach umbenannt.

Trebah Gardens, Cornwall
20230503_155632.jpg
In’s rhodesische Leopards Rock haben wir’s nicht geschafft. In unserer Reisekiste war kein Platz für Dinner Dress and Jacket …. so war das nämlich in der guten alten Zeit…. 😎

Danke für den aussagekräftigen Bericht

und noch zwei Tipps für deinen nächsten Besuch in der Gegend.
*Weil nicht erwähnt: Die Samalema Schlucht ein paar Km flussaufwärts von Mabalauta
Samalemagorge1.jpg
*der „world's view“ genannte Aussichtspunkt über der Morgenster Mission nahe der Great Zimbabwe-Ruinen. Wird zwar heute mehr verhäuselt sein als früher, aber müsste immer noch lohnend sein.
zuletzt bearbeitet 26. Apr. 2024
761 Beiträge · seit 201026. Apr. 2024 ·
Hallo, GinaChris,

Euren Bericht über Zimbawe hab ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen.

Weinend, weil so vieles anders ist als 1997, als wir mit unserem großen Kindern dort unterwegs waren.
Nicht nur Hwange, auch Great Zimbabwe. z.B.
Ohne auf Einzelheiten einzugehen - wir waren soo begeistert von Zimbawe, in 1997.

2004 waren wir wieder kurz im Hwange, auch 2014.

Aber alles war herun ter gekommen , aber machbar.

Ich hoffe, es wird mal besser für das landschaftlich so wunderschöne Zimbabwe.

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
1’142 Beiträge · seit 202226. Apr. 2024 ·
GinaChris schrieb:Müllentsorgung
Bitte dies nicht als Aufforderung zu betrachten, die Mülleimer der Supermärkte zu füllen!
Für eine bessere Idee, Glas und Metall zu entsorgen wäre ich dankbar!
Ich hätte keine Schuldgefühle damit (gehabt), Müll am Supermarkt wieder „zurückzugeben“, aber folgend ein paar Gedanken zum Dilemma mit Dosen und Glas in so einem armen Land; Organisches ist ja kein Problem.
In allen armen Ländern holen die armen Teufel Flaschen (insbes. PET) bis Dosen und Papier aus Haushaltsmüll und Müllkippen und verkaufen das zum Recycling, wenn es denn vorhanden ist.
Wenn nicht, was immer dort so ist, wo es keine Erzeugung für Glas-, Metall- und „Plastik“- Gebinde gibt, kann es auch kein Recycling (= stoffliche Wiederverwendung) vor Ort geben. Man könnte nur Wertstoffe abtrennen und sammeln und dorthin bringen, wo es in ein echtes Recyclingsystem eingeschleust werden kann. Ich glaube, dass das z. B. in Namibia ansatzweise gemacht wird (für Recycling in RSA), aber in Zimbabwe ist das wohl und noch ???, die Logistik kompliziert und in keinem Verhältnis zu den (Transport)Kosten. Da ja sowieso das meiste aus RSA importiert wird, könnT(!)en die LKWs Wertstoffe aus Städten auch wieder mitnehmen, wenn sie dort gesammelt würden, aber praktisch ist das wohl zu vergessen, oder??.
PS:18:35 Genau deswegen versinken diese Länder unter dem Müll derer, die sich solche Produkte leisten können

Bleibt also nur die „Endlagerung“ 🤨 . Im Gegensatz zu anderen Abfällen ist Metall und Glas GsD in der Regel kein hygienisches und gesundheitliches Problem für Menschen und Tiere, sondern „nur“ ein ästhetisches für (manche 😎 ) Menschen.
Für Touristen wäre zwar der Rücktransport von zerkleinertem Glas und plattgemachten Dosen bis zu einer Entsorgungsmöglichkeit (in Z. B. RSA) mE schon möglich. Konservendosen von Speisen würde ich aber unbedingt vorher am Feuer abbrennen, denn sonst fängt das an zu stinken.
Wenn es nicht anders geht, kann man auch, überlegt!, vergraben und bitte jetzt keinen shit storm. Abgebranntes dünnes Eisenblech wird in ein paar Jahren wieder zu dem was es war, bevor es Dosenblech wurde. Alublech hält leider fast ewig. Aber mal ehrlich, wenn man ein paar Dutzend volle Dosen in’s Auto gebracht hat, kann man sie plattgemacht auch zurück in die „Zivilisation“ befördern. Glas würde ich für’s „Endlagern“ wegen der Brandgefahr nur tief vergraben; ich halte das für immer noch besser, als die wilde Deponie am Dorfrand.
zuletzt bearbeitet 26. Apr. 2024
4’385 Beiträge · seit 201527. Apr. 2024 ·
Guten Morgen, Gina,
auch ich möchte mich für Deinen Bericht ganz herzlich bedanken. Aus jeder Zeile spürt man Deine Liebe zu diesem Land und seinen Menschen. Ich habe mich jeden Tag auf ein neues „Kapitel“ gefreut, obwohl ja manches Erlebnis alles andere als erfreulich gewesen ist. Eure Art zu reisen und zu erleben unterscheidet sich sehr von den meisten Berichten hier im Forum und gefällt mir deshalb besonders gut.
Viele Grüße
Friederike
(derzeit in Hainburg/NÖ 😎
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201627. Apr. 2024 ·
Guten Morgen,

und vielen Dank an alle interessierten Mitleser!

@Matthias, Bele
Wenn ihr eure Runde durch ZIM bereits geplant habt, ist das doch schon die halbe Miete!
Was brauchts denn noch zur Umsetzung?

@freshy
Nun haben wir Simbabwe ja nur als Touristen bereist und so vieles bemerkt, was da anders sein könnte,
wenn die vorhandenen Gelder dort landen würden wo sie gebraucht werden,
und nicht in den Taschen weniger. Wie das für die Menschen ist die dort leben, können wir vermutlich nur erahnen.

@La Leona
Vielleicht sind es ja genau jene Dinge die anders kommen als man sie geplant hat, an die man sich später gerne zurückerinnert.
Betreffend Gonarezhou haben wir neben der wunderschönen Natur das Gefühl genossen, hier alleine zu sein,
obwohl es uns auf der anderen Seite auch betroffen gemacht hat. Deinem Vergleich Save, Tuli kann ich nur zustimmen.
Seid ihr denn schon wieder zurück?

@tacitus
Wie nett von dir, extra die alten Fotos des Botanischen Gartens rauszusuchen! Hast du vielleicht noch in Erinnerung,
wie es um den Tea Garden bestellt war? Wir konnten uns schwer vorstellen, wie dieses schmucklose, graue Gebäude,
das so gar nicht dorthin passt, früher einmal ausgesehen hat.
Es war äußerst widersprüchlich für uns, auf der einen Seite den Auftrag zu bekommen unseren Müll wieder aus Gonarezhou mitzunehmen, und auf der anderen Seite angeboten zu bekommen, ihn dem Parkmitarbeiter zur Entsorgung mitzugeben.
Wir haben uns schon gefragt, was der SA-Zoll zu unserem wohlgefüllten Flaschen-/Metallsack in der Dachbox sagen wird 😉

@Doro
Es freut mich, dass mein Bericht dich auch an die schönen Zeiten die ihr in ZIM hattet erinnern konnte,
und ich teile deine Hoffnung für eine bessere Zukunft für dieses Land uneingeschränkt!

Danke nochmal an alle!
Gruß Gina
Themenstarter4’984 Beiträge · seit 201627. Apr. 2024 ·
@Friederike
vielen Dank, es freut mich, dass du gerne mitgelesen hast!

Dann winke ich jetzt die Donau runter zu dir 🙂
Gruß Gina