kenne die lila-markierte Strecke westlich Rooidrom nicht (auf Google Earth lässt diese sich lediglich zum Teil...d.h. unter ca.
30% verfolgen....aber die Tatsache, dass Sarah&Ryan bevorzugt Rooidrom gefahren sind, lässt vermuten, dass diese keine
Alternative für Rooidrom ist.......
LG...................................BMW
franzicke2'085 Beiträge · seit 201208. Dez. 2022 ·
Hallo zusammen, dann will ich's mal zugeben, dass wir uns auch letztes Mal bei der Weiterfahrt von Etambura verfahren haben ... wir sind tatsächlich auf der lila-markierten Strecke gefahren, die auf unserer Papierkarte von t4a gar nicht eingezeichnet war. Wir haben nur gemerkt, dass der markante Berg einfach auf der falschen Seite blieb. Unsere Mitfahrer konnten das Rätsel dann mit der t4a-App lösen, aber nicht wirklich klären, wie die Strecke weiter verläuft. Irgendwann haben wir dann in der Einsamkeit einen Menschen getroffen und mit Händen und Füßen beratschlagt ... der hat uns dann aber eindeutig zurückgeschickt bis zur Höhe vom Marple Camp und von dort sind wir dann den Joubertpass bis Red Drum gefahren. Ich weiß also nicht, wo wir herausgekommen wären, wenn wir einfach auf der Strecke geblieben wären - uns war es dann doch zu riskant, zu weit weg vom Ziel zu landen.
@Markus: Vielen Dank für die wunderbaren Erinnerungen an Etambura und auch ans Camp Synchro - wir hatten echt Glück mit unseren Camp-Nachbarn und eine wunderbare Zeit. Ich hätte da gut auch noch einen Tag zum Vertrödeln verbringen können, den wir dann aber nach Opuwo geschoben haben, weil für beide Fahrzeuge ein Stopp fällig war.
Jetzt bin ich sehr gespannt auf den nächsten, so ganz anderen Teil der Reise, Grüße Ingrid
ETAMBURA - das ist schon was ganz ganz Besonderes!
Irgendwann mal werden wir das auch anpacken. Bisher ist´s immer daran gescheitert, weil wir keinen 4x4 gemietet hatten, sondern eher SUV´s, und die sind für dort oben nicht unbedingt geeignet. 😉
Schöner Bericht, schöne Fotos - vielen Dank dafür!
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201508. Dez. 2022 ·
Hallo Ingrid, ja in Syncro und Etambura kann man sehr gut einen Tag mit nichts tun verbringen. Es sind beides sehr besondere Orte und gehören zu den schöneren Stellen um zu relaxen, wenn man so tickt wie wir. Ich bin mal gespannt, ob wir noch einen finden, der die lila Strecke gefahren ist. Würde mich wirklich interessieren. Kann mir bei dem Gelände dort jedoch nicht vorstellen, dass es schneller und einfacher ist diese Strecke zu nehmen. Unser Kaokoveld Teil ist fast beendet und nun geht es in eine ganz andere Landschaft und Umgebung. Ich fand es diesmal besonders schön, den extremen Kontrast zwischen Kaokoveld und Caprivi, in einem Urlaub zu erleben. Toll was Namibia an verschiedenen Facetten zu bieten hat.
Hallo Schorsch, wenn euch diese Gegend noch fehlt, plane es ein. Es ist wunderbar dort. Danke für dein Lob, wenn ich jedoch sehe, welche Qualität mache Fotos in gerade aktuellen Berichten haben, schäme ich mich fast ein wenig für meine Bildqualität und die doch sehr beschränkte Fotokunst. Fotografieren ist nicht mein Hobby und meine Gabe, ich versuche die Eindrücke der Reise in mich aufzusaugen. Oft vergesse ich auch Bilder zu machen und frage mich später, warum.
endlich habe ich es geschafft, mich in eure Tour über das Kaokofeld in den Caprivi einzuklinken. 😁 Wow, das ist ja schon ein ordentliches Abenteuer gewesen! Vielen Dank für die lebhafte Schilderung eurer Erlebnisse.
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201509. Dez. 2022 ·
Hallo Bianca, ja es war teilweise echt abenteuerlich, auch wenn es einem im Nachhinein gar nicht mehr so vor kommt. Aber nun geht es in den Caprivi der auch noch einige abenteuerliche Momente für uns haben wird.
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201509. Dez. 2022 ·
30.07. Etambura nach Ondangwa, 470km ins Owamboland
Unsere Sachen haben wir bereits am Abend vor gepackt und können so in der Dämmerung auf unsere lange Etappe starten. 2018 sind wir bereits von Etambura nach Opuwo gefahren und ich hatte diese Strecke als schlecht zu fahren und als öde Route in Erinnerung. Wie auch damals wollen wir über die südliche 😗 Strecke, also über die D3707 nach Opuwo. Die letzten Informationen aus dem Forum, kurz vor unserer Reise, ließen nichts Gutes erwarten. Bekam ich dort die Informationen, die D3707 wären schlecht zu fahren, da es starke Ausspülungen gäbe. Wegen der längeren Fahrzeit und der abratenden Berichte, kommt die D3703 für uns als Alternative nicht in Betracht. Kurz nach dem Start durchfahren wir, bei aufgehender Sonne, nochmals die Otjiha Plains und einigen Strauße begrüßen uns.
Nach den Plains wird es steiniger und die Landschaft weniger spektakulär. Nicht lange nach den Plains verabschiedet uns auch ein letztes Steinmänchen aus dem Kaokoveld und ich muss sagen, der Nord-Westen Namibias hat das übertroffen, was ich mir erwartet hatte. Ich liebe diese Landschaft und sie ist voll nach meinem Geschmack.
So zuckeln und ruckeln wir den Weg entlang und treffen gelegentlich Menschen, die zu Fuß Wasserkanister, Treibstoff oder sonstiges Zeug durch diese Landschaft schleppen. Mit ist nicht ganz klar, wohin hier immer gelaufen wird. Ansiedlungen können wir hier nur sehr wenige sehen. Aus 2018 habe ich noch einige schlimme Wegabschnitte in Erinnerung und merke, dass große Teile dieser Straße erneuert wurden. Auch die Befürchtungen, der Zustand wegen der letzten Regenzeit sei sehr schlecht, erweisen sich als unnötig. Wir kommen recht gut voran und erreichen bald den Hoarusib und somit den schöneren und interessanteren Streckenabschnitt. Die Landschaft verändert sich hier erneut und wird weiter, sandiger und grüner.
Im Hoarusib gibt es Stellen mit Wasser und der Fluss ist mit Palmen bewachsen. Die Ortschaften nehmen zu und somit gibt es einiges am Rand der Straße zu sehen. Später werden wir auf einem Feld eine große Feier mit einigen hundert Menschen, kleinen Ständen, geschlachteten Rindern und Ziegen sehen. Dies hat sich durch die große Anzahl an voll besetzten, teilweise witzig beladenen Autos gezeigt, die wir auf den letzten Kilometern überholt haben. Am Straßenrand gab es auch den ein oder anderen, der eine Panne hatte oder sich festgefahren hatte. Witzigerweise haben wir unsere südafrikanischen Nachbarn von Camp Syncro getroffen, sie haben versucht einen liegengebliebenen Wagen flott zu bekommen. Immer wieder müssen wir den Hoarusib durchfahren und finden es sehr schön hier. Irgendwann erreichen wir Opuwo und besuchen als erstes eine Tankstelle.
Dank der Jungs von Etambura haben wir es mit unserem Benzin tatsächlich bis hierhergeschafft. Dies muss bei meiner nächsten Reise besser geplant werden. Opuwo mag ich nicht besonders. Hier tobt das Leben und es gibt sehr aufdringliche Straßenverkäufer und Bettler. Dies muss eine Junge Frau erfahren, die als Wache an Ihrem Fahrzeug zurückgelassen wurde und wohl einer Himba Dame etwas abgekauft hat. Ein vorher- nachher Bild zeigt deutlich den Unterschied.
Irgendwo in der Verkäufertraube, kann man den blonden Kopf der überforderten Autowache erkennen. Auch ich mache einen Fehler und möchte meine geschrumpften Bargeldvorräte hier auffüllen. Man kann ja nie wissen, wann der nächste funktionsfähige und nicht total überlaufende ATM auftaucht. Hier in Opuwo gibt es mehrere Anbieter zur Auswahl. Vor allen Automaten stehen jedoch lange Schlangen. Ich such mir die kürzeste aus und reihe mich ein. Nach 10 Minuten Beobachtung, muss ich feststellen, warum auch immer, es in keinen Millimeter vorwärts geht. Also wechsele ich die Bank und stelle mich in eine andere Schlange. Hier gibt es einiges zu beobachten, lustige Frisuren und diverse Varianten von Perücken und tollste Taktiken uns etwas zu verkaufen. Ein leicht oder auch ziemlich betrunkener Kerl, möchte meinem am Auto wartendem Sohn, einen Ring andrehen. Nachdem er merkt, dass Moritz zu mir gehört, habe ich Ihn, in meiner Warteschlange, am Hals. Erst ist er noch recht freundlich und ich begegne Ihm genauso. Meine Schlangennachbaren belächeln bereits seine Verkaufsversuche und meine Erwiderungen. Er wird jedoch immer aufdringlicher und nach dem er beginnt, nun auch meine Frau zu belästigen, reicht es mir und ich gebe Ihm unmissverständlich zu verstehen, dass es nun genug ist. Den Mitwartenden haben wir mit unserer Aufführung sicher die Wartezeit ein wenig interessanter gestaltet. Nach gefühlt einer Stunde sind auch wir an der Reihe und dürfen Geld ziehen. Den möglichen Höchstbetrag erfrage ich beim Wachmann und hebe ihn dreimal ab. Mit vollgestopften Hosentaschen geht es nun schnell zu unserem Wagen und wir verlassen Opuwo. So sollte man sich sicher nicht verhalten und wir werden es, so dumm auch nicht mehr machen. Wir waren eine Einladung an jeden Kleinkriminellen uns abzukassieren. Nebenbei bemerkt, fahren wir nach Opuwo durch etliche kleinere Städte und Dörfer, alle mit ATMs ohne Warteschlangen und zweifelhaften Beobachtern.
In Opuwo zu tanken lies sich nicht umgehen, Bargeld und Einkäufe hätten wir eine halbe Stunde später bequemer und wesentlich sicherer erledigen können. Über die C41 geht es nun für weitere 280km nach Ondangwa. Die Fahrt zieht sich und wir haben langsam für heute genug vom Autofahren. In der Dämmerung erreichen wir endlich die Ongula Village Homestead Lodge und werden mit feuchten Tüchern und einem Trink empfangen. Wir fragen nach einem freien Stellplatz und bekommen sofort das Gelände und die Lodge gezeigt. Die Mitarbeiter sind extrem freundlich und wir können noch ein Abendessen und ein Frühstück für den kommenden Morgen ordern. Hier gefällt es uns auf Anhieb. Die Stellplätze sind sauber aber sehr einfach. Es gibt nur kaltes Wasser und wir nehmen mutig eine Dusche. Schnell noch die Zelte aufgeschlagen und wir begeben uns zum Abendessen. Hier bekommen wir einen sehr hübsch gedeckten Tisch im Freien. Er steht im weißen Sand und alles wird mit Kerzen beleuchtet. Die restliche Umgebung wird vom HTHHP wunderbar angestrahlt.
Auch die Kellnerin gibt sich aller größte Mühe, uns jeden Wunsch zu erfüllen und wir sind sehr positiv von dieser Lodge überrascht. Nach dem guten Essen können wir uns am inzwischen angefachten Lagerfeuer noch einen Trink gönnen und haben mit anderen Gästen der Lodge eine nette Unterhaltung.
Später können wir nur noch müde in die Zelte krabbeln. Unseren ersten langen Transittag haben wir somit gut überstanden.
Kurze Bewertung: Die D3707 ist sehr gut zu fahren. Opuwo nur zum tanken nutzen. Ongula Village Homestead Lodge ist ein sehr guter Übernachtungsplatz im Ovamboland.
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201513. Dez. 2022 ·
31.07. Immer nach Osten, 620 Kilometer bis zur Mobola Island Lodge
Wegen des langen Fahrtages finden wir uns recht früh zum Frühstück ein. Dieses gibt es im Hauptgebäude und es ist sehr umfangreich und lecker. Hier sitzt man zwischen verschiedenen Kunstgegenständen, die hier hergestellt werden und die zum Teil käuflich erworben werden können. Nach dem Bezahlen verlassen wir diese sehr nette Unterkunft und begeben uns auf einen langen Fahrtag. Über gut zu fahrenden Straßen geht es immer nach Osten. Über die B10 steuern wir als Zwischenziel Rundu an, danach geht es über die B8 bis kurz vor Divundu. Entlang der Strecke gibt es einiges zu sehen. Kleine Dörfer und viele Menschen, Warenstände, Felder, Schulen, Sportveranstaltungen, hier ist einiges los und die Gegend ist recht dicht besiedelt.
Als Europäer ist man hier eher der Exot und fällt doch sehr auf. Ich kann mich nicht erinnern, dass uns auf der gesamten Strecke ein anderes, als Touristen Fahrzeug erkennbares Auto, entgegengekommen ist. Wenn wir anhalten um etwas zu kaufen, werden wir immer sehr freundlich behandelt.
Zu unserer Linken, also nördlich von uns, befindet sich Angola. Wir fahren quasi entlang der Grenze die kurz vor Rundu entlang des Okavango Flusses verläuft. Der Fluss ist immer mal wieder zu sehen und auf der angolanischen Seite muss es große Feuer geben, denn immer wieder sind am Horizont, riesige Rauchsäulen zu erkennen. Fotos gibt es von diesem Fahrtag nur sehr wenige. Am späten Nachmittag erreichen wir endlich die herrlich gelegene Mobola Lodge, auf der wir einen Stellplatz reserviert haben.
Hier werden wir sehr freundlich von dem Eigentümer, einem Sachsen, empfangen und er erklärt uns alles Notwendige. Bei Ihm können wir auch leckeres Wildfleisch und einige andere benötigte Kleinigkeiten einkaufen. Danach suchen wir uns einen Stellplatz aus, denn wir sind hier fast alleine. Auf einem kleinen Damm direkt am Okavango bauen wir unsere Dachzelte auf und richten uns ein. Die Stellplätze sind toll, auf dem üppig mit exotischen Pflanzen bewachsenem Areal, verteilt und bieten genügend Abstand untereinander. Jeder Platz hat einen gepflasterten Sitzbereich, einen gemauerten Grill mit Waschbecken und zusätzlicher Wasserzapfstelle, sowie eine Außen Dusche mit kaltem Wasser.
Die Sanitärgebäude liegen zentral und sind sehr sauber und schön. Wir gönnen uns eine Dusche und frische Kleidung. So aufgehübscht erkunden wir die tolle Anlage. Vorbei an den mit Blumen bewachsenen Bugalows und einem kleinen Naturpool mit künstlichem Wasserfall und Ruhe-Terrasse geht es über eine schmale und wacklige Hängebrücke zu Mobola Island.
Hier erwartet uns, die meiner Meinung nach genialste Bar Namibias. Über weißen Sand erreicht man eine schön gebaute Bar, die Ihre Terrasse über den Ufern des Okavango hat. Hier kann man die Seele baumeln lassen und bei einem Gin Tonic, einen atemberaubenden Sonnenuntergang beobachten.
Auch das rote Nachglühen bietet uns hier nochmals ein ganz besonderes Erlebnis und wie genießen, diesen Hübschen Ort in vollen Zügen.
Georg, der Sohn des Chefs, kümmert sich hier an der Bar um das Wohl der Gäste und er erzählt uns viel über das Leben hier in Namibia. Für uns ist es sehr interessant, zu erfahren, wie er hier lebt und sich fühlt, haben wir doch auch einen Sohn in seinem Alter. Den tollen Abend hier auf Mombola lassen wir an unserem Lagerfeuer und mit gut gegrilltem Zebra, ausklingen. Ein langer, anstrengender, aber auch sehr schöner Tag geht zu ende.
Den kommenden Morgen können wir sehr entspannt angehen lassen, da wir nur eine kurze Strecke vor uns haben. So richten wir nach einer ruhigen Nacht ein üppiges Frühstück her und lassen es uns, mit Blick auf den Fluss, in der bereits wärmenden Sonne schmecken. Wir schlendern noch ein wenig über die Anlage und schauen uns die neu gebauten Zelte auf der Insel an. Sie liegen wie die Bar direkt am, oder besser über, dem Okavango. Hier her möchten wir nochmals kommen und würden versuchen, für zwei Tage ein solches Zelt zu bekommen.
Nach unserem kleinen Spaziergang bezahlen wir noch unsere Schulden und fahren in Richtung Divundu los.
Kurze Bewertung: Langer aber interessanter Fahrtag. Es gibt entlang der Straße immer etwas zu sehen. Mombola Island Lodge ist toll und die Eigentümer mit Ihren Mitarbeitern sind extrem nett und freundlich.
Champagner8'731 Beiträge · seit 201013. Dez. 2022 ·
Dillinger schrieb:
Wahhhh, dieser Papyrus ist genial (und das Foto davon auch, so eine schöne Stimmung!) 🤩 ! Für mich eine der tollsten Pflanzen - allein der Name gibt schon viel her 😉 . Ich hatte mal früher einen als Zimmerpflanze, ich glaube, sowas muss ich mir mal wieder zulegen....
Danke für's Weiterschreiben, ich sauge gerade jede Zeile aus dem südlichen Afrika auf, um mich von dem Dauerfrost draußen abzulenken 😣 .
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201514. Dez. 2022 ·
01.08. und 02.08. Angekommen im Caprivi, Ngepi Camp
Nach kurzer Fahrzeit erreichen wir Divundu. Hier gibt es eine große und gut ausgestattete Tankstelle. Schnell wird unser Dicker mit fast 200 Liter Super gefüllt und einige Einkäufe erledigt. Kurz hinter Bagani, etwas abseits der C48, liegt das hübsche und auf uns, ein wenig alternativ wirkende, Ngepi Camp. Hier hat es uns bereits 2018 so gut gefallen, dass wir gerne zurückgekommen sind. Die Lage direkt am Cubango ist toll. Gegenüber liegt die Buffalo- und etwas weiter Flussabwärts die Mahango - Core Area. Vom Camp aus kann man etliche Tiere beobachten. Sehr stark vertreten sind Flusspferde, etliche Arten Gazellen und auch Elefanten sowie Büffel besuchen gern das gegenüberliegende Ufer. Wir melden uns an der Rezeption und sollen zuerst zwei Tree Houses bekommen. Auf Nachfrage wird uns ein Family Treehouse angeboten und wir nehmen es erfreut an. So können wir unter einem Dach schlafen und müssen nicht zwei Häuser beziehen.
Über kleine Holzstege gelangen wir zu unserem Treehouse und sind begeistert. Die Terrasse liegt quasi über dem Fluss und alles ist offen gestaltet und mit natürlichen Baustoffen hergestellt. Geduscht wird auf der Terrasse und einschlafen sowie aufwachen kann man zur Musik Afrikas, mit Blick auf eine herrliche Natur.
Wir richten uns ein und verbringen einige Zeit auf unserer Terrasse und beobachten die Flusspferde im Wasser und am Ufer.
Ich bewundere den Mut einer Gruppe Reisender, die mit Mokoros auf dem Fluss unterwegs sind. Bei der großen Anzahl an Flusspferden, hätte ich zu viel Angst in diesen wackligen Dingern. Am Morgen unserer Abreise wird sich zeigen, dass meine Bedenken nicht ganz zu Unrecht bestehen.
Hier kann man es wirklich aushalten und wir freuen uns für zwei Tage hier zu sein.
Nachmittags erkunden wir das Camp und gönnen uns einen Gin Tonic an der witzigen Bar.
Hier gibt es viele Hinterlassenschaften und Andenken an unzählige Gäste und abenteuerliche Reisen. Im Barbereich gibt es auch ein funktionierendes W-Lan das von den Gästen kräftig genutzt wird. Später wird ein Lagerfeuer angezündet auf dem das Abendessen zubereitet wird. Heute gibt es Spareribs die über der Glut lecker brutzeln.
Auf dem Weg hier her, sind uns zahlreich Straßen Stände aufgefallen, an denen jegliche Art von Fleisch dargeboten wird. Die Fleischbrocken hängen an einem Gestell oder einem Baum im Freien und sind Sonne und Fliegen schutzlos ausgesetzt. Um zu erkennen, wie frisch das Fleisch ist, oder um Sie auch zu verkaufen, liegen die abgeschlagenen Häupter der Tiere daneben. Unsere heimischen Veterinärämter hätten ihre wahre Freude. Das Abendessen wird gemeinsam mit anderen Gästen auf einer Kleinen Terrasse eingenommen. Man sitzt hier bei fackelndem Kerzenschein und Hippogekrunze direkt am Fluss und lässt sich das Essen schmecken. Die Atmosphäre ist wesentlich besser als das essen, man wird aber satt.
Wir nehmen noch einen Absacker an der Bar und einen auf unserer Terrasse und schlafen zur Musik der Hippos und diversen Nachttieren ein. Frühstücken kann man im Ngepi Camp rund um die Uhr. So lassen wir uns am Morgen viel Zeit und beobachten erstmal die Tierwelt aus unseren Betten. Eichhörnchen und Vögel amüsieren sich auf unserer Terrasse, Flusspferde versammeln sich am gegenüber liegendem Ufer zum Sonnenbad und Gazellen verschiedenster Sorten stillen Ihren Durst am Fluss.
Auch das Frühstück nehmen wir auf der Aussichtsterrasse zu uns und genießen einen hervorragenden Kaffee. Am frühen Mittag fahren wir zurück nach Divundu und biegen nach Osten auf die B8 ab. Auf einer großen Brücke überqueren wir den Cubango, werden an einer Polizeikontrolle kontrolliert und biegen kurz danach in die Buffalo Core Area ab.
Hier zahlen wir den Parkeintritt und fahren entlang des Flusses durch den Park. An einer Stelle können wir Ngepi von der anderen Seite sehen und sind von diesem Park begeistert. Es zeigen sich etliche Tiere und eine sehr große Elefanten- sowie Büffel Herde.
Einer der jungen Elefanten hat leider nur drei Beine. Er kommt mit seiner Situation sehr gut zurecht und der Stumpf scheint auch gut verheilt zu sein.
Lange zuckeln wir durch diese schöne Gegend und bestaunen den Tierreichtum. Nach dem doch sehr tierarmen Kaokoveld ist es hier wie im Tierparadies. Am späten Nachmittag geht es zurück nach Ngepi, hier widmen wir uns erneut dem Abendessen und der Bar. Auch wir hinterlassen ein Andenken an einer Wand und wer dort zukünftig seinen Urlaub verbringt, kann ja mal nachschauen, ob unser 5er noch hinter dem Tresen hängt.
Den Abend lassen wir am großen Lagerfeuer ausklingen. Morgens erwachen wir mit Vogelgezwitscher und ich beobachte im Morgengrauen mehrere Mokoros besetzt mit Fischern, die sich am Ufer entlang, Flussaufwärts bewegen. Sie scheinen vom Fischen zurück zu kehren und sind offensichtlich sehr vorsichtig wegen der Hippos. Eins dieser Einbaum Boote ist mit einem Fischer besetzt und ich beobachte Ihn mit meinem Fernglas, als plötzlich ein Hippo ca. 10m vor Ihm aus dem Wasser schießt und auf Ihn zurast. Er ist sofort aus seinem Boot gesprungen und schnell an das Ufer gerannt. Er hatte riesen Glück, dass dies an dieser Stelle möglich war. Wäre die Attacke 20m später passiert, hätte er am Steilufer sicher nicht so schnell aus dem Wasser fliehen können. Nach dem sich das Hippo beruhigt hat, wird er von einem anderen Fischer aufgenommen und sie kreuzen den Fluss auf unsere Seite und schleichen sich am Ufer entlang, um das abgetriebene Mokoro einzusammeln und das wütende Hippo zu umgehen. Die ganze Sache geschah an der Stelle, an der ich die Touristengruppe bei Ihrem Bootsausflug beobachtet habe. Keine Ahnung wie der Flusspferdangriff, bei solch einer Gruppe, ausgegangen wäre. Später erfahre ich, dass die Fischer illegal unterwegs sind und aus dem benachbarten Mahango Park kommen, in dem Sie unerlaubter Weise fischen und dabei hohe Risiken in kauf nehmen. Nach einem ansonsten wunderbaren Morgen auf unserer Terrasse, packen wir unser Auto, gehen noch Frühstücken und brechen zu unserer abenteuerlichsten Unternehmung auf.
Kurze Bewertung: Ngepi gefällt uns gut, es ist sicher nicht das sauberste und ordentlichste Camp, aber die etwas laxe Stimmung und Führung der Anlage, macht gerade den Reiz dieses Ortes aus. Die Lage ist klasse, man kann von hier zwei tolle Parks in kürzester Zeit erreichen und auch das Camp selbst liegt wunderbar im Grünen und am Flussufer. Die Buffalo Core Area ist teilweise etwas verbuscht, der hintere Bereich liegt jedoch wunderbar am Panhandle des dort beginnenden Okavango Deltas. Er hat uns sehr gut gefallen. Den Mahango werden wir später noch besuchen.
Ich bin immer wieder erstaunt, welche schönen/besonderen Unterkünfte in Namibia vorhanden sind. Allein schon wg. der div. Unterkünften (ob Norden oder Süden) ist Namibia eine Reise wert. 🙂
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201515. Dez. 2022 ·
Hallo Schneewie, da hast du absolut recht. Neue Unterkünfte sind immer spannend und es macht spaß sie zu entdecken. Ich habe gerade deinen Bericht gelesen, mit den Reifen hattet Ihr ja wirklich Pech. Auf dem einen Bild, in der Werkstatt, macht der Reifen aber auch einen bereits sehr abgefahrenen Eindruck. Ich sage zu Manuela oder Carsten beim Buchen immer dazu, dass ich neuwertige Bereifung verlange. Wir haben bisher immer Glück gehabt und bei sicher über 15.000km noch keine echte Reifenpanne gehabt. Nur bei unserer ersten Reise, hatte ein nagelneuer Reifen einen Fehler, den wir nach wenigen Kilometern reparieren lassen mussten. Mit einem guten Wagen und besseren Reifen, machen auch Schotterpisten und schlechte Strecken Spaß.
Als wir das Auto übernommen haben, hatte ich den einen Hinterreifen angesprochen, das er nicht gut aussieht. Leider sind wir dann darüber hinweggekommen, so das wir es nicht mehr angesprochen haben. Doof gelaufen - Anfängerfehler.
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201515. Dez. 2022 ·
03. bis 05.08. Mavunje Camping oder die Frage, warum tust du mir sowas an?
Ehe ich mit dem Bericht über diese Super-Etappe beginne, möchte ich kurz etwas zur Überschrift sagen. Silke ist taff und mutig und macht ohne zu murren jegliche Abenteuer mit und hat Ihren Spaß daran. Wir haben ja bereits einige Abenteuer in Namibia und Botswana erlebt und so schnell kann Sie nichts mehr abschrecken. Nach dem ich die diesjährige Reise geplant hatte, zeigte ich Ihr vorsichtig einige Berichte und tolle Bilder von einer Tour ins Delta mit einer Übernachtung auf einer kleinen Insel, ohne jegliche Infrastruktur. Ich dachte, Sie nickt es ab und denkt nicht weiter darüber nach. Da habe ich falsch gedacht. Sie wollte absolut nicht auf einer Insel im Zelt übernachten und dabei von Elefanten, Krokodilen und Flusspferden umgeben sein. Naja, gemeiner Weise habe ich es dennoch so gebucht. Sie war darüber, bis ca. 2 Stunde nach Bootsabfahrt und einigen Gin Tonics, nicht sehr glücklich und sagte immer wieder: „Warum tust du mir so etwas an?“ Mehr dazu gibt es später.
Am Morgen starten wir in Richtung Kongola und unser Ziel ist das Mavunje Camp. Erneut geht es über die Brücke nach Osten und wir durchfahren, die bereits bekannte, Polizeikontrolle. Einer der Wachleute, ein hünenhafter Kerl mit Uniform, Schirmmütze und goldener Fliegerbrille, winkt uns lässig durch. Er hätte in jedem James Bond Film den Fiesling spielen können. Einige Kilometer nach Divundu entdecken wir etwas großes Graues im Busch am Straßenrand. Wir halten an und sehen viele Elefanten die den Plan haben die Straße zu überqueren. Wir befinden uns hier ja auch im großen Bwata National Park und man sollte hier immer mit solchen Begegnungen rechnen.
Der Leitbulle begibt sich zögernd auf die Straße und alle anderen Elefanten warten geduldig im Wald und am Fahrbahnrand. Nachdem das große Leittier die Verkehrssituation gecheckt hat und wir ein wenig zurückgesetzt haben, scheint er ein unsichtbares Zeichen zu geben und alle setzen sich in Bewegung. Nun staunen wir nicht schlecht, da die Elefantenkolonne kein Ende zu nehmen scheint. Sicher über 100 dieser beeindruckenden Tiere kreuzen vor uns die B8. Wir filmen und fotografieren dieses Schauspiel und sind begeistert. Als die letzten Elefanten auftauchen kehrt ein altes Tier zurück, rüsselt (so nenne ich das Rüssel umschlingen und abtasten) die letzten 3 oder 4 Elefanten ab und scheint diese zu fragen, ob Sie wirklich die Letzten der Truppe sind. Danach läuft er noch einmal am Waldrand hin und her und überprüft ob wirklich alle die Straße überquert haben und keiner im Wald vergessen wurde. Erst nach dieser gründlichen Überprüfung eilt er der Herde nach. Dieses Verhalten beindruckt mich immer wieder aufs Neue und daher sind Elefanten für mich die beeindruckendsten Tiere die ich kenne. Ich bin fasziniert von Ihnen.
Die restlichen 200 Kilometer bis Kongola sind langweilig und ereignislos. Hier gibt es wegen des Nationalparks keine Bewohner, oder nur sehr wenige und daher auch nichts zu sehen. Auch die Landschaft ist unspektakulär und man fährt durch endlose Wälder. Ab und an brennt es entlang der Strecke, auch größere Flächen sind verbrannt, doch dies scheint keinen zu stören und hier normal zu sein. Gegen Mittag erreichen wir Kongola und entschließen uns die Kwando Core Area mit dem berühmten Horseshoe zu besuchen. Am Eingang entrichten wir den Eintritt und erhalten eine kleine Karte mit den möglichen Wegen. Zuerst geht es recht unspektakulär durch dichten Wald und die Strecke wird immer tiefsandiger.
Einige Passagen sind recht knifflig und ich überlege den Reifendruck abzusenken. Der Wald wird nun lichter und man hat immer häufiger einen wunderbaren Blick auf die tieferliegenden Sumpf- und Wasserflächen des Kwando. Der Weg schlängelt sich bald am Wasser entlang und wir erreichen den ein oder anderen Pausen bzw. Aussichtspunkt. So vergeht die Zeit und wir finden diesen Park landschaftlich wunderbar und auch Tiersichtungen sind keine Mangelware.
Zebras, Giraffen, Elefanten und etliche Antilopen zeigen sich uns und wir können uns kaum satt sehen.
Kurz nach dem, heute jedoch recht unspektakulärem, Horseshoe müssen wir drehen und uns Richtung Ausgang bewegen. Heute hätten wir hier noch Stunden umherfahren können, so gut hat es uns gefallen. An einer üblen Tiefsandstelle blockieren uns zwei festgefahrene Defender, mit einer größeren Touristengruppe den Weg. Der erste Wagen steckt übel fest, erst auf mein Zuraten wird der Reifendruck abgesenkt und ich staune, mit welch abgefahrenem Profil, sich manche in solch tiefen Sand trauen. Auch wir senken nun unseren Reifendruck und hängen an ein Bergeseil den festgefahrenen Defender an. Locker zieht unser Bolide im Rückwärtsgang die andere Karre aus dem Sand. Nachdem wir nun den Weg freigeräumt haben, wünschen wir der Gruppe noch eine gute Weiterfahrt und begeben uns Richtung Ausgang. Kurz vor diesem werden wir erneut gestoppt, ein entgegen kommendes Fahrzeug bittet uns anzuhalten und wir werden gefragt, ob wir ein ipad auf der Piste gesehen hätten. Er hat es wohl bei einem Foto stopp auf dem Dach liegen gelassen und es irgendwo im Park verloren. Wir können Ihm leider nicht helfen, hoffen jedoch es nicht im Sand plattgefahren zu haben und setzten unsere Reise nach Mavunje fort. Das Camp ist schnell gefunden und wir werden von einer netten Dame zu unserem Stellplatz gebracht. Wir bekommen Nr.3 und es gefällt uns hier auf Anhieb.
Schnell sind die Zelte aufgeschlagen, das Feuer entfacht und mit dem Abendessen begonnen. Unter dem Dach des Toilettenhauses hängen zwei kleine Fledermäuse und beobachten jeden Toilettengänger skeptisch.
Dan, der Campbetreiber, erzählt uns später, dass es sich um eine sehr seltene Art handeln soll, wegen der bereits Wissenschaftler sein Camp besucht hätten. Es wird dunkel und wir sitzen noch am Lagerfeuer als Dan aus der Dunkelheit auftaucht und sich vorstellt. Er ist ein sehr sympathischer Kerl und er leistet uns bei einem Bier noch länger Gesellschaft. Zum Abschied verabreden wir uns für den morgigen Bootstripp und legen uns müde schlafen. Nach einer erholsamen Nacht, einige Hippos haben uns in den Schlaf gegrunzt, macht uns Moritz Rührei und wir lassen uns ein leckeres Frühstück schmecken. Etwas später werden wir von Dan abgeholt. Wir schnappen unsere Schlafsäcke und besteigen mit Ihm und seinem Freund und Helfer Clemens, das Boot und starten in unser Abenteuer auf dem Kwando.
Es geht durch herrliche Papyrus- und Schilfwälder, über fast zugewachsene Flussarme und kleine Seen, immer weiter und tiefer in die Natur.
Es ist ein Traum und wir sehen unfassbar viele Tiere.
Dieser Ausflug gestaltet sich locker und entspannt und man kann sich völlig der Natur hingeben. Spannung kommt immer nur dann auf, wenn Hippoverbände den Weg blockieren oder unverhofft vor dem Boot auftauchen. Clemens hat hier einen sehr geschulten Blick und zeigt Dan des Öfteren den richtigen Weg, um diese Kolosse sicher zu umfahren.
Manchmal macht der Wasserstand es notwendig, dass wir mithelfen, mit langen Stangen, anstelle des Motors, durch flache Passagen zu kommen.
Gegen Mittag richten die beiden uns einen Salat mit einigen Zutaten her und wir lassen es uns auf dem Bötchen schmecken.
Kurz danach startet auch die gemeinsame Aktion von Dan und mir, Silke mit einigen Gin Tonics auf die kommende Nacht einzustimmen. Moritz bekommt eine Angel in die Hand gedrückt und versucht erfolgreich einige Tigerfische zu fangen. Auch ich versuch mein Glück und erwische einen Kleinen.
Die Beißerchen dieser Fische sind beeindruckend. Dan sagt, sie würden nicht gut schmecken und so dürfen die hübschen Kerle zurück in Ihr Wasser.
Am späten Nachmittag finden wir eine große Gruppe Elefanten, die es sich im flachen Wasser gut gehen lassen. Wir legen an einer steilen Böschung an und gehen einige Meter am Ufer entlang um die Elefanten besser beobachten zu können. So setzten wir uns ans Ufer und genießen den Anblick. Plötzlich taucht ein Elefant kurz vor uns aus den Büschen auf und wir sind genauso erschrocken wie er. Die Situation ist nicht ganz ungefährlich und wir gehen langsam Rückwärts um etwas Distanz zwischen Ihn und uns zu bekommen. Jetzt wird es noch lustiger, da unverhofft noch mehr Elefanten oberhalb der kleinen Böschung auftauchen und zum Wasser wollen. Blöd nur, dass wir dazwischenstehen. Der Herzschlag von uns allen beschleunigt sich enorm und Dan und ich gehen auf einen nahen Elefanten zu um Ihn von uns wegzudrängen. Dies funktioniert auch und der Rückweg zu unserem Boot ist frei. Auf dem Boot fühlen wir uns wieder sicher und ich benötige schnell ein kaltes Bier.
Lange beobachten wir noch die Elefantentruppe und cruisen langsam in Richtung Sonnenuntergang.
Im letzten Licht erreichen wir eine sandige Insel und laden gemeinsam das Boot aus. Wir sammeln Feuerholz, treten vorher immer dagegen, um nicht von einem Skorpion oder Schlange überrascht zu werden und schichten es zum Lagerfeuer auf.
Dan und Clemens bauen zwei Zelte auf und beginnen mit dem kochen des Abendessens. Wir legen unsere Schlafsäcke in unser Zelt und setzten uns mit einem Bier und einem Gin Tonic, Silke trinkt den mittlerweile aus einem Kaffeebecher, an das bereits prasselnde Lagerfeuer. Moritz versucht noch einen Tigerfisch am Ufer zu fangen und kommt kurze Zeit später zu uns ans Feuer.
Wir sind alle gut gelaunt und es gefällt uns hier sehr gut. Meine Familie ist wirklich mutig, hier zu übernachten. Der gesamte Sand der Insel ist mit Elefantenspuren, Hippoabdrücken und den Schleifspuren großer Krokodil-Schwänze übersäht. Hier gibt es keinen Quadratmeter ohne Spuren. Das einsetzende Konzert der Klingelfrösche ist einzigartig und wird nur durch gelegentliches Elefantentröten und Hippo gegrunze unterbrochen. Immer wieder hört man auch das sehr nahe platschen von ins Wasser rennenden Flusspferden. Clemens bereitet uns ein leckeres Hähnchen mit allerlei Zutaten im Potje zu.
Wir lassen es uns schmecken und haben mit Dan und Clemens noch einen langen und unterhaltsamen Abend am Feuer. Später verkriecht sich Clemens in das eine Bodenzelt und wir uns in das Zweite. Dan legt sich in den Sand am Feuer und übernachtet im Freien. Wir haben eine unerwartet ruhige Nacht und nur Silke wird von dem Schnarchen, der Sie umgebenden Männer, kurz geweckt. Morgens, noch vor Sonnenaufgang bricht ein wenig Hektik aus. Wir können Löwengebrüll hören und wollen uns beeilen die Verursacher mit dem Boot zu suchen. Wir schnappen uns schnell einen heißen Kaffee und packen alles auf das Boot. Hier wird die Landschaft so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Selbst die verkohlten Holzstücke werden beseitigt. Später als wir nochmals an Land gehen, werden sogar die Fußabdrücke verwischt, um nicht von den Wildhütern, als von Wilderen hinterlassen, gedeutet zu werden. Dan steht mit Ihnen in Kontakt und tauscht Sichtungen und Informationen mit Ihnen aus. So brechen wir im Morgengrauen auf und begeben uns auf die Suche nach den Löwen. Leider können wir Sie nur noch einige Male hören, im sehr hohen Gras und dem an dieser Stelle unübersichtlichen Gelände, jedoch nicht finden. Auf unserem Rückweg in Dans Camp legen wir nochmal an einer hübschen Stelle an und lassen uns ein Frühstück, an diesem traumhaften Ort, schmecken.
Danach geht es langsam zurück und wir sind uns einig, dass dies einer der besten Ausflüge war. Auch Silke ist restlos begeistert und würde so Etwas jeder Zeit erneut machen.
Zurück im Camp spazieren wir noch ein wenig herum, ich erstehe von Clemens noch einen speziellen Kochlöffel und ansonsten chillen wir den Rest vom Tag.
Nach einer ruhigen Nacht, geht es für uns zurück nach Divundu.
Kurze Bewertung: Die Kwando Core Area ist landschaftlich und vom Tierreichtum ein Traum. Die Wege sind jedoch teilweise sehr tiefsandig und sicher an manchen Stellen nicht einfach zu fahren. Mavunje und die Inselübernachtung mit Dan und Clemens haben uns begeistert. Einfach einmalig.
Guten Abend! Ich möchte gern einen herzlichen Zwischendank einwerfen! Vielen Dank, dass wir euch auf eurer Tour begleiten dürfen. Beim Kaokoveld bin ich immer ein wenig froh, die Straßen nur virtuell erleben zu können. Beim Caprivi dagegen zündet die Sehnsucht schon wieder eher. Schöne Erlebnisse hattet ihr in der Buffalo Core Area und am Kwando. Wir waren im Oktober dort und haben unsere Zeit auch sehr genossen. Bin gespannt, wie es weitergeht.
es ist ein ganz komisches Gefühl, die Passagen deines Berichtes zu lesen mit den gleichen Orten, an denen wir etwa eine Woche zuvor ebenfalls waren. Sie lassen mich lächeln und treiben mir gleichzeitig Tränen in die Augen - so groß ist schon wieder die Sehnsucht...
Im Ngepi Camp hattet ihr scheinbar einen Familienbungalow etwas weiter hinten. Zumindest sieht es so aus, als hättet ihr keine schwarzen Wespen als Mitbewohner gehabt. 😗 Uns hat es im Ngepi Camp genauso gut gefallen wie euch. Dieses rustikal-alternative Ambiente ist sicher nicht für jeden das Richtige, aber wir würden sofort wieder hinfahren. 🤩
Tja, und die Tour mit Dan... Clemens scheint seine Zahnschmerzen der Vorwoche gut überwunden zu haben. Das freut uns wirklich. Wir haben uns alle Sorgen gemacht deswegen und der zahnmedizinisch wirklich schwierigen Situation in dieser Gegend. Nun muss ich aber nochmal was zum Angeln fragen: Das wäre ja auch absolut was für mich gewesen... 😗 Mit meinem Vater und meiner Tante habe ich als Kind oft an einer Sandkuhle in Ostfriesland gesessen und geangelt. Hattet ihr diesbezüglich vorher Interesse bekundet oder hat Dan immer Angelruten auf seinen Touren dabei? Die Tigerfische haben ja ein wirklich beeindruckendes Gebiss... 😮 Da hätte ich Angst um meine Finger gehabt... So ein afrikanischer Tigerfisch ist dann doch was anderes als ostfriesische Schleie, Plötze oder Barsche... 😗 Um die Elefantensichtung beneide ich euch dann doch ein ganz klein wenig... Beim nächsten Mal würden wir wohl auch die Nacht vorher im Mavunje Camp verbringen, anstatt vom Ngepi Camp am Morgen durchzuhetzen... Leider ließ sich das nicht anders einbauen dieses Jahr.