der Artikel von Herzchirurg Paul Vogt (oben verlinkt) ist hochinteressant ..........................
mit sehr nachdenklichen Grüssen.............................BMW
lisolu886 Beiträge · seit 200714. Apr. 2020 · #762
Ja, das finde ich auch. Mit das interessanteste was ich zu diesem Thema in den letzten Wochen gelesen habe.
Und @ maputo
Dir stünde es gut zu Gesicht mal genauer zu lesen. Aus dem Text geht klar hervor, dass hansilein in einem Krankenhaus arbeitet. Also wohl auch tiefere Einblicke hat. Ich kann deine Sorge nachvollziehen, wie schon einmal geschrieben haben auch wir Freunde die selbständig sind und jetzt gerade richtig kämpfen. Aber wie meistens im Leben hat alles zwei Seiten.
LG Lisolu
Maputo828 Beiträge · seit 201614. Apr. 2020 · #763
lisolu schrieb:
Und @ maputo
Dir stünde es gut zu Gesicht mal genauer zu lesen. Aus dem Text geht klar hervor, dass hansilein in einem Krankenhaus arbeitet. Also wohl auch tiefere Einblicke hat.
Sorry das habe ich überlesen, erklärt aber die etwas sehr einseitige Sichtweise, aber überhaupt nicht, die fahrige Antwort auf meine antändige und ernst gemeinte Frage.
Lg Maputo
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200614. Apr. 2020 · #764
Maputo schrieb:
lisolu schrieb:
Und @ maputo
Dir stünde es gut zu Gesicht mal genauer zu lesen. Aus dem Text geht klar hervor, dass hansilein in einem Krankenhaus arbeitet. Also wohl auch tiefere Einblicke hat.
Sorry das habe ich überlesen, erklärt aber die etwas sehr einseitige Sichtweise, aber überhaupt nicht, die fahrige Antwort auf meine antändige und ernst gemeinte Frage.
Lg Maputo
Ich vermute mal, dass der Beitrag von hansilein nicht als Antwort auf Deine Frage gedacht war.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
hansilein181 Beiträge · seit 202014. Apr. 2020 · #765
Also noch einmal,nein ich bin kein Beamter und auch kein Rentner,sondern Intensivpfleger seit 1983,glaube also die Situation in Deutschlands Kliniken zu kennen,und nur in Deutschland.Mir ist schon klar dass der Shut down nicht ewig weiter gehen kann,im übrigen verbringe ich meine Freizeit auch gerne draussen und bin lieber unterwegs als Überstunden zu schieben. Wenn aber zu schnell und zu weitreichend die Einschränkungen gelockert werden kommt das Gesundheitssystem ganz schnell an die Grenzen,die Versorgung mit Schutzkleidung und Desinfektionsmittel und vor allem auch mit Medikamenten ist nämlich keineswegs flächendeckend gewährleistet.Das betrifft bereits jetzt ja schon in sehr vielen Bereichen die Patientenversorgung,die gedrosselt wurde und OP s verschoben wurden.Wenn wir nicht das Massensterben wie in Italien oder USA haben wollen muss die Zahl der Neuinfektionen möglichst niedrig gehalten werden.zumindest bis der Nachschub an og Artikeln gewährleistet ist.Die erforderliche Personalstärke wird bereits jetzt zum Teil über Urlaubssperre gewährleistet. Natürlich muss auch die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren werden,der Schul und Ausbildungsbetrieb etc,da habe ich schon Vertrauen in die Politik und ihren Beratern,es wird viele Opfer geben,auch in meinem Umfeld,die Gastronomie und Tourismusbranche ganz besonders,weil eben Menschenansammlungen vermieden werden müssen. Ich müsste mir das alles nicht mehr antun,mit ein wenig Unterstützung des Sozialstaates könnte ich tatsächlich aus dem Arbeitsleben aussteigen,ich meine aber dass momentan gerade auch erfahrenes Personal dringend gebraucht wird und mische noch mit so gut ich kann,emotional fahre ich dabei aber schon Achterbahn,da kommt schon mal ein derber Post hier zustande. LG Mein derber und zynischer Post bezog sich auf die Menschen die immer noch nicht kapieren was für eine todbringende Krankheit diese Pandemie ist,auch wenn ich nicht der Zahlenfreund bin,aber in USA kann man ziemlich genau sehen wie es ist wenn man Corona sich ungebremst ausbreiten lässt,hier entscheiden wenige Tage Verspätung über tausende Menschenleben.
waldfee395 Beiträge · seit 200714. Apr. 2020 · #766
Ich bin auch gelernte Intensivschwester, allerdings schon 30 Jahre raus, anschließend 20 Jahre beim DRK und danach in der Firma meines Mannes, weil mich unser Gesundheitssystem kaputtgespielt hat. Ich hatte das Glück aus dieser Tretmühle auszusteigen und wurde aufgefangen. Andere müssen in dieser Tretmühle bleiben.... Das Ganze ist gerade wie ein Deja vu und nimmt mich unwahrscheinlich mit. Hochachtung vor denen, die gerade an der Front stehen. Jeder klar denkende Mensch, jeder der sich Gedanken macht... wovon und wer sein Gehalt zahlt, weiß was hier gerade abgeht.
Ich wiederhole es noch einmal.... In diesem Jahr wird kein normaler Mensch mehr reisen wollen.
kitty191158 Beiträge · seit 201615. Apr. 2020 · #767
Waldfee schrieb:
Ich wiederhole es noch einmal.... In diesem Jahr wird kein normaler Mensch mehr reisen wollen.
Ich widerspreche nur ungern. Aber doch ich möchte zum Ende des Jahres sehr gerne Reisen - und ich halte mich durchaus für normal. Den ganzen Stress und Terror, das ganze Leid und Sterben, die vielen Einschnitte ins Leben in diesen verrückten Zeiten, lassen sich für mich momentan nur aushalten, mit der Aussicht auf meinen Jahresurlaub im November. Weit ab im Busch, fern von Krankheit, Tod, Leid und Hochleistungsmedizin. Diese Hoffnung darauf lässt mich in dieser Zeit durchhalten. Klingt für manchen vielleicht befremdlich oder egoistisch. Mich hält diese wage Aussicht aufrecht. LG Kitty
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Apr. 2020 · #768
Hallo Kitty,
für mich klingt da gar nichts befremdlich. Man benötigt sicherlich ein Ziel, um an Deiner Position da durchzuhalten. Ansonsten dreht man ja durch.
Für mich ist es auch doof gelaufen. Ich hatte letztes Jahr praktisch keinen Urlaub und wollte dieses Jahr dreimal für vier Wochen weg. Wieder einmal (und ich weiß gar nicht, wie oft bereits) fällt wohl eine Reise nach Burkina Faso aus. Beim ersten Mal war es ein Massenausbruch aus dem Staatsgefängnis, später IS, Boko Haram und Al Qaida, dann Ebola, jetzt Corona. Jetzt ist wohl erstmal Urlaub auf Balkonien dran.
Gruß Wolfgang
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...hier noch ein Diagramm für die Schweiz. Soll sich jeder selber ein Bild machen, ob im Moment nicht etwas überreagiert wird.
Quelle Bfs (Bundesamt für Statistik)
Hallo Maputo, um sich ein wirklichkeitsgetreues Bild machen zu können braucht man aber mindestens eine Datierung der Grafik, wäre schön wenn Du das Veröffentlichungsdatum dazu bekannt geben könntest.
So finde ich die Grafik nicht beruhigend, ein exponentiell steigender Graph einer aktuell nicht behandelbaren Infektionskrankheit.......
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Apr. 2020 · #770
Kaeptn Haddock schrieb: So finde ich die Grafik nicht beruhigend, ein exponentiell steigender Graph einer aktuell nicht behandelbaren Infektionskrankheit.......
… die einzige Erkenntnis aus dieser Grafik ist, dass die Grippewelle dieses Jahr sehr schwach verlief. 😉 Ansonsten sehe ich auch eine stark ansteigende Kurve zu einer unüblichen Jahreszeit trotz gleichzeitig massiven Einschränkungen im Alltag und man weiß nicht, wohin die Kurve noch verläuft.
Gruß Wolfgang
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Statistiker und Verschwörungstheoretiker haben allen Grund zu feiern! "Us regular folks, wearing tennisshoes or the occasional Python-boot..." (Zitat Frank Zappa aus "Stinkfoot") sind im Wesentlichen ausgeschlossen. What the bleep do we know? wie es Jo Dispenza auf den Punkt brachte.
Und das sollte uns "Systemgläubige", "Verschwörungstheoretiker" und "normale Skeptiker" zusammenbringen. Der profilierte Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen (der ja mit Heinz von Foerster das Buch "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners" publizierte, hat heute im Phoenix-Interview den Begriff "Dilemma-Bewusstsein" gebraucht.
Ein guter Begriff, wie ich finde. Er drückt das alte schwäbische Empfinden aus, das Dilemmata jeder Art in knitzer Verzweiflung artikuliert: "Wie des machsch isch nex - ond machsch nex - isch erscht recht nex!" Bin ja ein bekannt kritischer Geist und will das auch bleiben, nur: ich weiß es nicht besser und halte deshalb den Mund. Wohlfeiles "Dagegen-sein" aus Prinzip oder Mode ist mein Ding auch nicht. Beobachten allerdings sehr wohl...
Liebe und Humor sind die am wenigsten durch Viren angreifbaren elementaren Lebensgrundlagen. Lasst uns diese pflegen, solange wir keine anderen Mittel haben. Wer weiß, was es da für Manchen zu entdecken gilt - es hat bekanntlich Alles seine Vor- und Hinterteile!
Bleibt gesund und fröhlich! 😎 Grüßle Randfontein
Brauni389 Beiträge · seit 200615. Apr. 2020 · #772
Die einzige Erkenntnis die ich aus diesem Thread ziehe ist: Nach 80 Millionen Bundestrainern haben diese alle zu Virologen umgeschult. 🤩
@Randfontein: Am Ende kommen dann alle aus den Ecken gekrochen: I han´s jo glei g´seid wie ma´s mache solle aber uff mi had jo koiner keehrt. 😉
Grüße an alle "Ex-Bundestrainer" Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause.
Reisende Geschichten.
@Durchlaufen lassen und Schluss damit (shanti et. al.) vs. die jetzigen Einschränkungen mit Schäden an der Wirtschaft… würde mich sehr interessieren, welche Vorteile für „die Wirtschaft“ es denn in der jetzigen Situation hätte, wenn man das Virus uneingeschränkt und ungebremst durchfahren lassen würde? Käme sie nicht sowieso zum Stillstand? Die Argumente, dass das nicht passieren würde oder besser laufen würde als jetzt, interessieren mich echt. Und wir reden jetzt nicht nur von Wochen, sondern von den langen Zeiträumen die für Durchseuchung für den „Herdenschutz“ erforderlich sind. Würde das Wirtschaftsleben wirklich besser funktionieren, wenn zu jedem Zeitpunkt Hunderttausende infiziert sind, davon 10 % im Krankenhaus, davon 20 % auf der Intensivstation (das sind so etwa die Relationen in A) und die mehrfache Zahl davon in Quarantäne.
Und wie soll das alles auch gesellschaftlich gehen, in unseren rechtlich hochkomplexen Staaten, mit hochentwickeltem Arbeitnehmerschutz, in welchem niemand vorsätzlich gefährdet werden darf? Auf der einen Seite werden Einschränkungen abgelehnt, auf der anderen werden Anzeigen auf Amtshaftung wegen zu später Schließung der Schigebiete eingebracht. Bisher haben sich 4000 in Tirol infizierte Schiurlauber gemeldet, die sich als Privatbeteiligte mit Schadensersatzansprüchen anhängen werden/wollen. Das ist schon alles sehr widersprüchlich. Praktische Vorschläge betr. „back to normal“, so als wäre nichts, würden mich da sehr interessieren. Das ist jetzt keine rhetorische oder ironische Frage. Was wäre wirtschaftlich wirklich besser und anders als in den jetzigen Fahrplänen? Mit dem was da jetzt abgeht, hat eben kein Mensch auf der Welt gerechnet. Also hat auch niemand dafür vorgesorgt, wir müssen das eben jetzt selber erfinden und damit fertig werden, Möglichkeiten gibt es ja. Nicht die Staaten bzw. ihre Regierungen würgen jetzt die Wirtschaft ab, sondern ein Virus, so wie irgendeine andere Naturkatastrophe. Die von Kathrina Geschädigten an der Golfküste, wurden von den Versicherungen auch kalt abserviert, weil sie nicht die Mittel dafür hatten.
Und dann gibt es ja auch noch die Meinung, dass man bald business as usual machen könnte, wenn man bloß die „Risikogruppen schützt“*), aber da ist ja wieder das gleiche Problem wie o.a., denn es handelt sich um immerhin 20 bis 25 % der Bevölkerung. Auch hier die Frage: Wie soll das in der Praxis funktionieren, ohne dass sich die, die dieser Gruppe nicht angehören (oder das glauben), nicht selber einschränken? Man kann es drehen und wenden wie man will......
*)Ansonsten hat schon Otto Grünmandl in seinem legendären Sketch über die Ahnlver(ent)sorgung im alpenländischen Raum darauf hingewiesen, dass der Nachteil des Einsperrens des Ahnls im Stall der ist, dass das Ahnl dann dort beim Vieh mitfrisst.
A7A745682 Beiträge · seit 202015. Apr. 2020 · #774
loser schrieb:Und wir reden jetzt nicht nur von Wochen, sondern von den langen Zeiträumen die für Durchseuchung für den „Herdenschutz“ erforderlich sind.
Warum einige Experten den Ansatz Herdendurchseuchung/Herdenimmunität propagieren, ist mir generell unbegreiflich. Wenn wir davon ausgehen, dass unser Gesundheitssystem es verkraftet, wenn wir täglich 5.000 Menschen neu infizieren, dann brauchen wir rechnerisch 30 Jahre, um 60% Durchseuchung in Deutschland zu erreichen. Selbst wenn wir einen Dunkelzifferfaktor von 2-3 annehmen, sind es noch um die 10 Jahre. Berücksichtigt man dann noch die Annahme vieler Wissenschaftler, das nicht lebenslang sondern nur 1,5-6 Jahre Immunität besteht, dann ist das Ziel rechnerisch überhaupt nicht zu erreichen. Das kann niemals die Strategie sein.
Wir müssen die Fallzahlen jetzt deutlich unter den 4stelligen Bereich senken, heißt die aktuellen Maßnahmen noch etwas beibehalten. Wenn wir nicht mehr als 500 Fälle am Tag haben, dann haben wir eine Chance, Fälle und Kontakte wieder nachzuverfolgen, zu isolieren und dadurch die Fallzahlen sehr niedrig zu halten. Das funktioniert bislang in Südkorea, Taiwan auch. Mundschutz, Desinfektion und mehr werden Teil der neuen "Normalität" sein. Geht in Asien auch alles. Mundschutz kostet fast nichts, hat keine Nebenwirkungen, sonstigen Einschränkungen. Selbst wenn das die Übertragungswahrscheinlichkeit nur um 10% senken würde, wäre das sinnvoll. Events gibt es nur digital und nicht als Präsenz-Großveranstaltung. Wenn wir in 6-24 Monaten Impfstoffe haben, können wir neue Pläne machen.
sehe ich größtenteils genauso betr. "Herdenschutz", A7456.... ...ergänzend: dein "Fahrplan" wird mE nur mit eingeschränkter Mobilität zu bewerkstelligen sein. Aber im "Herdenschutz" wird ja hier die Rettung gesehen, und sie soll durch Bewegungsfreiheit bewerkstelligt werden. Für mich ziemlich widersprüchlich
Da hat schon Otto Grünmandl in seinem legendären Sketch über die Ahnlver(ent)sorgung im alpenländischen Raum darauf hingewiesen, dass der Nachteil des Einsperrens des Ahnls im Stall der ist, dass das Ahnl dann dort beim Vieh mitfrisst.
hab ich zuerst noch gelacht. Aber dann ist mir doch das Heu im Halse steckengeblieben. Das Ahnl Friederike
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200916. Apr. 2020 · #778
Moin, gerade in den Nachrichten gehört, dass Emirates, als erste Fluggesellschaft der Welt, Covid-19-Schnelltests für Passagiere vor Abflug in Dubai durchführt.
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201316. Apr. 2020 · #779
Ja Lotusblüten, so ist es ! Auch im Internet und bei Emirates nachzulesen! Mundschutz und Handschuhe sind mit zu bringen, eingeschränktes Handgepäck sowie Service und wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Tragen eines Mundschutzes auch im Flieger obligatorisch! Bisher gibt es nur ausgewählte Routen. Und ohne Einreiseerlaubnis wenig nützlich!
Ich denke daher, dass der Trend in diesem Jahr Urlaub in Deutschland ist.
Hallo Friederike OTOT @Grünmandl…. ….war das sicher eine sehr derbe Weise auszudrücken, was doch eigentlich, unterschwellig bis unverblümt, in der „Strategiedebatte“ gemeint ist und (auch) zum Ausdruck kommt, womit jetzt nicht nur diese Debatte hier gemeint ist. Nämlich, ob die (eigentlich äußerst große) „Risikogruppe“ das Opfer der Einschränkungen auch wirklich wert sei. Als dieser (vorläufig nur altersbedingt) Angehöriger, wehre ich mich dagegen....auch so! Grüße vom losen Werner, auch schon Ahnl Alleine die Altersgruppe der über 65 jährigen ist bei uns +/- 20 % der Bevölkerung....außerdem sollte doch sowieso längst klar sein, dass auch alle Anderen krank werden können.