Erste Namibia Tour

20 Antworten · 3'377 Aufrufe · gestartet 04. Dez. 2019 von alexmu
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201904. Dez. 2019 · #1
Hallo zusammen,

Ich habe mittlerweile recht viele Infos dank dem Forum hier gesammelt und habe eine Route geplant (und bis jetzt ein paar Sachen gebucht - Fish River ist das einzige was nicht stornierbar ist).

Wir sind zu zweit und wollen eher weniger wandern sondern mehr Landschaften und Tiere sehen.

Ich bin mir nicht 100% sicher zu meiner Route:

Tag 1: Frühe Ankunft in Windhoek und anschliessende weiterfahrt nach Otjikango. Planen dort nur die Cheetah Tour oder ähnliches zu machen
Tag 2: Weiterfahrt zum Namutomi Camp im Etosha Park.
Tag 3: Etosha Park - Okaukuejo Camp
Tag 4: Etosha Park - Dolomite Camp
Hier meine erste Frage: Zahlt sich der doch deutlich höhere Preis für Etosha West / Dolomite Camp aus oder sieht man ähnliches auch im östlichen Teil des Parkes?

Tag 5: Damaraland - sind hier nicht wirklich an Twyfelfontein interessiert und deswegen nur eine Nacht. Ist grundsätzlich ein Zwischenstopp
Tag 6: Swapokmund - Fahrt über Brandberg und Spitzkoppe. Abend in Swapokmund
Tag 7: Swapokmund - Cape Cross Seal Reserve und skull coast

Bis hierhin sind wir uns mehr oder weniger sicher wie wir die Route gestalten wollen.

Tag 8: Fahrt nach Sossusvlei
Tag 9: Sossusvlei
Zahlt sich der extra Tag Sossusvlei aus oder ist es besser / möglich am frühen morgen in das Sesriem Tal zu fahren und anschliessend die Tour fortzusetzen?
Tag 10: Fahrt nach Aus via D707 - je nach Tageszeit Ausflug nach Lüderitz oder ansonsten verbleiben in dem Hotel
Tag 11: Ausflug nach Lüderitz / Kolmanskob oder Kubub
Ist der zweite Tag Aus gerechtfertigt oder sollten wir lieber einen extra Tag in Mariental planen?

Tag 12: Frühe Fahrt zum Fishriver Canyon - eventuell ein bisschen wandern
Tag 13: Frühe fahrt nach Mariental - game drive
Tag 14: Fahrt nach Windhoek / nähe Windhoek
Tag 15: Rückflug kurz nach Mittag

Mir ist bewusst, dass viel Fahrzeit vonnöten sein wird aber das stört uns so gesehen nicht wirklich.

Ich bin mir vor allem bei den letzten Stops nicht sicher wie lange wir bleiben sollen.

Danke vielmals schon für eure Tipps!

Alex
796 Beiträge · seit 201504. Dez. 2019 · #2
Hallo Alex,

herzlich willkommen im Forum.

Bei deiner gewünschten Tour bist du zu viel unterwegs, auch wen dies euch nichts ausmacht. Bei den meisten Zielen, kommst du erst gegen Abend an und musst am darauf folgenden Morgen sofort in der Frühe wieder los. Wann willst du dir was anschauen? oder deinen Urlaub genießen? Du klapperst nur alle "tollen" Sehenswürdigkeiten und dies in einer abartigen Geschwindigkeit.
Überlege dir dies nochmal gut, ob du wirklich so fahren möchtest.
Ersttäterrunden wie hier oft beschrieben, scheinen dir nicht zu gefallen.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
33,1k Beiträge · seit 200604. Dez. 2019 · #3
Hallo Alex,

willkommen im Forum.
Kennst Du den Standardthread zu den Ersttätertouren? https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html Da sollten viele Deiner Fragen beantwortet werden.

Nur als genereller Hinweis: Meist wird mit dem Uhrzeigersinn die Tour gefahren (wegen aufbauendem Spannungsbogen). Ihr plant es andersherum, womit nix generell verkehrt ist.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
6'152 Beiträge · seit 200604. Dez. 2019 · #4
hallo Alex,
da Du schreibst uns macht das lange Fahren nix aus - na dann mal los. Ich würde Dir aber raten, mal die km von A nach auszurechnen.
Du möchtest von Sesriem bis Aus - dann noch einen Tagesausflug nach Lüderitz soll es dann gleich wieder zurück gehen ? Buche Klein Aus Vista für 2 Übernachtungen und mache den nächsten Tag gemütlich einen Ausflug Kolmannskuppe zu erst und dann nach Lüderitz. Auch im Fish River Canyon würde ich persönlich 2 Ü buchen, ich finde es abwechslungsreich mal am Morgen und am Spätznachmittag in den Canyon zu fahren. Letzter Stop möchtest Du bei Mariental machen auch 2 Ü Du kommst vom Fish River Canyon erst am Nachmittag an, ob es da noch zu einem Gamedrive reicht - fraglich- . Ich persönlich würde die Tour in Sesriem , den Fish River Canyon weglassen und die Tage in der Etosha dranhängen, ebenso die Fahrt von Etosha nach Sesriem etwas entzerren.
Du planst in 15 Tagen eine Nord- und Südtour - das würde ich mir nicht antun wollen. Gerade wenn man Landschaft und Tiere sehen mag, dafür braucht man Zeit nicht nur zum Fahren und Sehen, sondern auch mal das ganze zu verarbeiten und geniessen.
Investiere nochmals Zeit in die Planung anhand vom Forum, Reiseberichte lesen, Karten studieren usw. es lohnt sich dafür wünsche ich Dir viel Spass.
Beste Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
126 Beiträge · seit 200904. Dez. 2019 · #5
Hallo Alex,

viel zu viel für diesen Zeitraum. Ihr werdet extrem viel fahren - und fahren in Namibia ist nicht die reine Erholung. Nehmt euch die Ersttätertouren als Anhaltspunkt. An denen ist nichts falsch oder langweilig - wir haben in Variationen schon 3 Ersttätertouren gemacht und sind immer wieder begeistert.

Einige Einzelanmerkungen:

1. Wenn euch Twyfelfontein nicht interessiert, dann lasst doch die Ecke ganz weg. Konzentriert euch in Etosha an 3-4 Tagen auf Namutoni, Halali und Okaukuejo und dann auf direktem Weg runter nach Swokopmund.

2. Cape Cross halte ich bei der knappen Zeit für entbehrlich. Robben seht ihr auch bei Walvis Bay. Wenn Cape Cross, dann auf dem Wegvon Etosha her - für einen Tagesausflug wäre mir das zu viel Fahrerei - zumal ihr von der Küste nicht viel seht - schaut mal wo die Straße verläuft.
3. Soussusvlei - das Kurzprogramm ist morgens rein (dead vlei, Soussusvlei) und dann weiter. Wenn Ihr Wüstenfans seid (ich bin einer), lohnt sich natürlich mehr Zeit (Kurzwanderung Hidden vle), Elim Düne, Sesriem CAnyon)
4. Was wollt ihr denn 2 Tage in Mariental? Aus hat eine meiner Lieblingsunterkünfte in Namibia - Klein Aus Vista, ist gut gelegen für Ausflüge zu den Wüstenpferden oder Kolmanskop (Achtung - nachmittags geschlossen) - man kann dort aber auch schön wandern oder biken

Dringend kürzen!

Norbert
Themenstarter10 Beiträge · seit 201904. Dez. 2019 · #6
Hi Markus und Christian,

Erstmal danke für eure Antworten. Folgende Überlegungen dazu:
Nur als genereller Hinweis: Meist wird mit dem Uhrzeigersinn die Tour gefahren (wegen aufbauendem Spannungsbogen). Ihr plant es andersherum, womit nix generell verkehrt ist.
War ursprünglich auch so geplant, allerdings will meine Freundin unbedingt zur Fish River Lodge. Diese war zu der anderen Zeit ausgebucht, deswegen haben wir die Route gedreht (das ist auch die einzige Unterkunft die fix gebucht ist).
Dillinger schrieb:
Bei deiner gewünschten Tour bist du zu viel unterwegs, auch wen dies euch nichts ausmacht. [..]
Ich orientiere mich grob an die Zeiten die mir google maps anzeigt und lege dann noch eine halbe Stunde / Stunde drauf - ist das so korrekt oder muss ich mit längeren Fahrtzeiten rechnen?

Werde als ersten Schritt wohl Dolomite Camp streichen und eine extra Nacht im Okaukuejo camp einlegen. Welche Strecken glaubst du sind zu schnell getacktet und wo könnte ich eventuell etwas streichen?

Danke vielmals!

LG,
Alex
33,1k Beiträge · seit 200604. Dez. 2019 · #7
Ich orientiere mich grob an die Zeiten die mir google maps anzeigt und lege dann noch eine halbe Stunde / Stunde drauf - ist das so korrekt oder muss ich mit längeren Fahrtzeiten rechnen?
Ich zitiere Forenmitglied Logi: "Google Maps ist nicht Dein Freund in Namibia."

Im Ernst: Vergiss die Zeitplanungen bei Google Maps. Rechne mit 80 km/h im Schnitt auf Teer und 60 km/h auf anderen Straßen. Dann bekommst Du ein realistischeres Bild. Mit nicht mehr als 300 Fahrkilometer, alle paar Tage mal mehr geht auch, bist Du gut beraten. Generell ist auch noch empfehlenswert überall mind 2 Nächte zu bleiben, Swakopmund gerne 3+, Etosha gerne 4+.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2019
708 Beiträge · seit 201504. Dez. 2019 · #8
Unter Know-How / Karten findest du verlässlichere Zeitangaben.

Und auch das sind reine Fahrzeiten. Du willst ja sicher auch mal Pause machen, etwas fotografieren, etwas essen. Und vielleicht auch mal einen Reifenwechsel vornehmen müssen ...

Am Schluss könnt ihr zwar sagen, dass ihr da gewesen seid - aber wirklich etwas gesehen, geschweige denn auch erlebt, habt ihr kaum. Streichungsvorschläge habt ihr ja schon bekommen. Aber da der Canyon wohl das Unstreichbare ist, wirds sehr schwierig.

Ich hoffe, ihr habt trotzdem den einen oder anderen Moment zum geniessen.
VG trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2019
16,9k Beiträge · seit 201204. Dez. 2019 · #9
travelNAMIBIA schrieb:
Ich orientiere mich grob an die Zeiten die mir google maps anzeigt und lege dann noch eine halbe Stunde / Stunde drauf - ist das so korrekt oder muss ich mit längeren Fahrtzeiten rechnen?
Ich zitiere Forenmitglied Logi: "Google Maps ist nicht Dein Freund in Namibia."
Logi winkt aus London und schaut sich mal nach einem Bond-Schlitten mit Raketenantrieb für diese Tour um. 😉


LG
Logi
425 Beiträge · seit 201804. Dez. 2019 · #10
Hallo Alex,
wenn ich lese was du dir antun willst fällt mir eine Begebenheit auf einer unserer Reisen durch Namibia ein. Wir waren bei den Epupa Wasserfällen, ich war sehr früh, noch vor Sonnenaufgang, unterwegs, um den Sonnenaufgang einzufangen. Auf dem Rückweg, die Sonne stand schon über dem Horizont, stürmten drei Männer herbei. Ein Bild nach Westen,eins nach Osten eins nach Süden und selbstverständlich auch nach Norden. Nach drei Minuten war nur noch ihr Rücken zu sehen,sie waren in einer Staubwolke verschwunden. So etwas muss ich nicht haben.
Gruß Georg
3'883 Beiträge · seit 201104. Dez. 2019 · #11
Hallo Alex,
tut euch einen großen Gefallen und hört auf die Alten Hasen hier im Forum!!!
Du schreibst: Ich habe mittlerweile recht viele Infos dank dem Forum hier gesammelt und habe eine Route geplant ( ... ) Offensichtlich bist du ein leidenschaftlicher Sammler und kannst dich von keinen Sammlerstücken trennen. Mich wundern auch die einzelnen Fundstücke, die nie eine gelungene Runde ergeben können.
Und: Ich orientiere mich grob an die Zeiten die mir google maps anzeigt und lege dann noch eine halbe Stunde / Stunde drauf - ist das so korrekt oder muss ich mit längeren Fahrtzeiten rechnen?
travelNAMIBIA schrieb:
Ich zitiere Forenmitglied Logi: "Google Maps ist nicht Dein Freund in Namibia."
"Logi winkt aus London und schaut sich mal nach einem Bond-Schlitten mit Raketenantrieb für diese Tour um. 😉 LG
Logi"

Christians Vorschlag für eine Ersttätertour lege ich dir wärmstens ans Herz. Wenn sie nun unbedingt andersrum laufen soll, dann müsst ihr damit leben und habt die Highlights am Anfang eurer Tour. Ein Teil deiner Fragen muss nicht beantwortet werden, wenn du euch einfach mehr Zeit einräumst. In Namibia ist das anders als hier, wo z. B. eine Fahrt über die Schwarzwaldhochstraße ein Vergnügen sein kann. Meist sind die Strecken zwischen den Highlights nur eintönig.

Viel Erfolg beim Kürzen!
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2019
7'296 Beiträge · seit 200604. Dez. 2019 · #12
Drechselschorsch schrieb:wenn ich lese was du dir antun willst fällt mir eine Begebenheit auf einer unserer Reisen durch Namibia ein. Wir waren bei den Epupa Wasserfällen, ich war sehr früh, noch vor Sonnenaufgang, unterwegs, um den Sonnenaufgang einzufangen. Auf dem Rückweg, die Sonne stand schon über dem Horizont, stürmten drei Männer herbei. Ein Bild nach Westen,eins nach Osten eins nach Süden und selbstverständlich auch nach Norden. Nach drei Minuten war nur noch ihr Rücken zu sehen,sie waren in einer Staubwolke verschwunden. So etwas muss ich nicht haben.

immerhin hatten sie noch Zeit, aus dem Auto auszusteigen. Die nimmt sich nicht jeder. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
49 Beiträge · seit 201304. Dez. 2019 · #13
Hallo alexmu,
da kann ich doch auch meinen Senf noch dazugeben, zum geplanten Tag 5, ich fand Twyfelfontein absolut sehenswert, die Movani Campsite in der Nähe ist Spitze ( auch teuer aber es lohnt sich ). Klein Aus lohnt sich auch 2 Ü zu bleiben. ansonsten bin ich auch Vielfahrer, meine erste Namibia Tour hatte 5500km in 2 Wochen, Kanada/Alaska 15500km in 6 Wochen usw... ( "der Weg ist das Ziel " ) und was ich damals in Namibia versäumt hatte, hab ich später nachgeholt, im Feb 20 zum 6.mal...aber kürzere Distanzen sind natürlich entspannter.. ach ja an der D707 / Tirasberge gibt es super Campsites...Jetzt noch viel Vergnügen bei der endgültigen Planung, es wird so oder so gut werden! Und ihr könnt ja jederzeit vor Ort die Route noch ändern
Gruß Heitzer
796 Beiträge · seit 201505. Dez. 2019 · #14
Hallo Alex,

ich würde wirklich den Süden streichen. Zeig doch deinem Schatz mal die Webseite der Grootberg Lodge. Ähnlich hübsche Lage, Preis ist auch ähnlich und würde in Richtung Etosha liegen. Als Highlight Unterkunft gäbe es noch so viele tolle Orte, die wesentlich besser in eine Rund passen würden. Norden und Süden in so kurzer Zeit zu kombinieren, nur wegen einer Unterkunft, ist nicht schlau.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter10 Beiträge · seit 201910. Dez. 2019 · #15
Hi zusammen,

Danke erstmals für die Hinweise und Tipps!

Habe jetzt die Tour ein bisschen entzerrt und umgeplant. Haben jetzt kürzere Strecken generell und an zwei Tagen recht viele Kilometer.

Sieht jetzt folgendermassen aus:

Tag - Fahrtstrecke - geplante reine Fahrtzeit
Tag 1 - 290 km - 3,5h - Windhoek Ankunft und Weiterfahrt zur Frans Indongo Lodge (mir ist das Thema der weiterfahrt am ersten Tag bewusst, reisen allerdings nicht aus Europa an und somit ist der Flug kürzer). Ankommen und gar nichts machen, eventuell ein bisschen umherwandern
Tag 2 - 270 km - 3h - Fahrt zum Etosha NP, Übernachtung Onguma, am Nachmittag Ostseite im NP eventuell ein bisschen Abfahren
Tag 3 - n/a - n/a - Fahrt durch Etosha, Übernachtung Halali Camp
Tag 4 - n/a - n/a - Fahrt durch Etosha, Übernachtung Okaukuejo Camp
Tag 6 - 210 km - 2,5h - Fahrt Nach Vingerklip - spazieren und sundowner drive.
Tag 7 - 190 km - 3,5h - Fahrt Richtung San Living Museum
Tag 8 - 240 km - 3,5h - Fahrt nach Swakopmund über Spitzkoppe - evtl. Bushwalk mit San in der früh
Tag 9 - n/a - n/a - Tag in Swakopmund
Tag 10 - 340 km - 5,5h - Fahrt nach Sossusvlei, Besuch des Sessriem Canyons am Nachmittag
Tag 11 - 450 km - 8h - Dies wird wohl der intensivste Fahrtag. Planen frühmorgens bis zum Deadvlei zu fahren. Je nachdem wie lange das dauert entweder über die D707 oder direkt bis nach Aus.
Tag 12 - n/a - n/a - Tag in Aus / Ausflug nach Lüderitz
Tag 13 - 255 km - 4h - Frühe Fahrt zum Fish River Canyon über die C13 / D463
Tag 14 - 530 km - 7h - der zweite intensive Fahrtag bis nach Hoachanas. Je nach Abfahrtszeit über den Giant's Playground
Tag 15 - 190 km - 3h - Fahrt nach Gocheganas
Tag 16 - 40 km - 1h - Fahrt nach Windhoek und Rückgabe des Autos. Anschliessen Transfer zum Flughafen

Ergibt dies nun mehr Sinn? Ausserdem plane ich mit ca. 1h für die Rückgabe des Autos und ca. 1h für den Transfer zum Flughafen - ist das so realistisch?

Danke vielmals und lg,
Alex
274 Beiträge · seit 200610. Dez. 2019 · #16
Hallo Alex,

Tag 7  Wie wichtig ist Euch der Besuch des San Living Museums, welches ist das? Ich würde wohl darauf verzichten und nach Swakopmund durchfahren und dafür lieber einen Tag länger in Sesriem bleiben.

Tag 11, erst bis ins Deadvlei und dann bis Aus wäre mir zu weit und zu anstrengend. Da hätte ich keine Ruhe, die Landschaft im Sossusvlei und danach zu genießen, da hätte ich ständig die lange Fahrt bis Aus im Kopf und auf die D707 würdet ihr wahrscheinlich verzichten.

Tag 14 wäre mir auch zu lang. Ich bin mal von der Bagetelle Lodge bis zur Fish River Lodge gefahren, das sind ca. 450 km, das hat gereicht, die D463 und die Zufahrt zur Lodge nimmt schon Zeit in Anspruch, Ich würde statt eine Unterkunft in/um Hoachanas Bagatelle Kalahari Lodge oder die Kalahari Anib Lodge nehmen, das ist schon mal gut eine Stunde weniger Fahrzeit.

Sonst sieht die Tour doch gut aus.

Grüße aus Ostholstein

Frank
3x Südafrika, 5x Namibia, Australien, 5x USA, Canada und in vielen Ländern Europas unterwegs.
1'816 Beiträge · seit 200810. Dez. 2019 · #17
Hallo Alex,

ich weiß jetzt erst mal nicht so recht, zu welcher Jahreszeit du reist. Hab ich da was übersehen? Es geht hier um die Tageslänge, die durchaus eine Rolle spielt, wenn du so lange Strecken fahren möchtest.
Du versuchst m.E. die eierlegende Wollmichsau zu finden, eine Tour , die entspannt mehr als drei Wochen in Anspruch nimmt, in 16 Tage zu zwängen. Viel entspannter finde ich deine neue Route übrigens auch nicht, es fällt nur der Westteil Etoshas weg, oder sehe ich das falsch.
Wo soll denn die Übernachtung an Tag 7 stattfinden? Wenn ihr mit langen Strecken kein Problem habt, würde ich diese Kurzbesuche San/Spitzkoppe streichen und nach Swakop fahren. Das dauert ewig, geht aber, ist nur Teer oder über Kalkfeld, aber das ist eine ganz tolle Gravel - zumindest als ich sie schon mehrfach gefahren bin.
Denn dann hättest du einen Tag mehr für Sesriem, die Idee, morgens ins Vlei zu fahren und dann noch bis Aus halte ich für kompletten Wahnsinn. Gate bis 4x4 ist einer Stunde, genauso wie zurück. Dann zum Deadvlei und Sossousvlei, nochmal 2-3 Stunden, auch wenn man nur schnell "schaut". D.h. es ist 12 bis 14 Uhr, bis ihr nach nach Aus fahrt????
Ich würde, wenn der Fish River unbedingst sein muss, den Norden "opfern" und die Tiere halt mal weglassen und als nördlichsten Punkt die Strecke Windhoek-Swakop machen, und dann ab in den Süden. Dann wird das eine entspannte Tour.
Oder halt den FRC stornieren. Wart ihr schon am Grand Canyon? Wenn ja, dann würde ichdie Stornierung echt bevorzugen.

Gruß Boris
134 Beiträge · seit 201810. Dez. 2019 · #18
Ein weiterer Gedanke zu diesem Höllenritt:

Deine Freundin möchte gern in die Fish River Lodge. Ein schöner feiner Ort, der einzige am westlichen Rand des Canyon. Kann ich gut verstehen, da ist Ruhe und Wellness. Ich hab's nie geschafft da mal eine Buchung zu bekommen, weil ich nicht so weit im Voraus planen mag.

Völlig im Kontrast dazu stehen jedoch die "Straßen", die ihr fahren werdet. Wellblech der übelsten Sorte, ausgewaschene Rinnen und Schlaglöcher. Seid ihr Euch wirklich bewusst, was Euch auf vielen Strecken erwarten wird? Und was mit dieser engen Planung passiert, wenn dann mittags bei 40C ein Reifen platt ist. Das ist dann alles so ziemlich das Gegenteil von Wellness.

Gruss Eva ( Die nicht immer Wellness braucht, aber es gern entspannt hat.)
873 Beiträge · seit 201611. Dez. 2019 · #19
Langsam aber sicher nähert Ihr euch der klassischen Einsteigerroute an, aber leider der für drei Wochen, ihr habt aber nur 16 Tage.
Noch mal ein Appell, warum das im Detail leider sehr stressig und unentspannt wird:
- ich würde unbedingt im Uhrzeigersinn fahren mit Etosha als Höhepunkt am Ende
- Tag 11 funktioniert definitiv nicht, wenn ihr morgens noch zum Deadvlei wollt, schafft Ihr es auf keine Fall bis Klein Aus, Ihr braucht zudem einen Puffer für eine evtl. Reifenpanne o.ä.
- Tag 13: Ihr kommt am Nachmittag am FRC an und fahrt am nächsten Morgen gleich weiter? das sind an Tag 13 und 14 fast 800 km für ein paar Nachmittagsstunden vor Ort ?! Ich würde den Canyon streichen und die zwei Tage in Sossuvlei / Spitzkoppe / Damaraland oder Etosha nutzen.

Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
1'567 Beiträge · seit 201511. Dez. 2019 · #20
Hallo Alex,

muss mich hier auch mal einschalten... 2005 haben mein Mann und ich einen ähnlichen Wahnsinn hinter uns gebracht - damals gebucht über Thomas Cook als Selbstfahrerrundreise...
In den Papieren stand beispielsweise: Genießen Sie den Sonnenuntergang auf den Dünen des Sossusvlei... 🙂 Klang super! Wir haben damals vorher nicht geahnt, dass wir keine Chance haben, diese Dünen jemals zu sehen, geschweige denn zu betreten. 😠 Denn der Tag war ein Fahrtag von Lüderitz nach Solitaire. Wir fuhren um 7.30 Uhr los (im Juli). Als wir gegen 17 Uhr an einem Schild vorbeifuhren - wohl fast eher durch den Sand vorbeischwammen in unserem Polo Classic - wurde ich leicht nervös, denn dort stand: Sossusvlei 70 km ( nach links ab)... Im Sonnenuntergang kamen wir um 17.30 Uhr in solitaire völlig erschöpft an. Das war 2005. Über die D707 braucht ihr nichtmal nachzudenken und darüber, vorher das Deadvlei zu betreten, auch nicht. Das ist einfach nicht möglich. 🙄
In diesem Jahr sind wir die C19 gefahren und waren schockiert über den schlechten Straßenzustand. Dort herrscht übelstes Wellblech vor, was wohl daran liegt, dass viel zu viele Fahrzeuge unterwegs sind auf einer Pad, die dafür einfach nicht gemacht ist...

2005 habe ich über unsere Erfahrungen bezüglich der Rundreise einen langen Brief an Thomas Cook geschrieben. Wir bekamen ein Viertel des Reisepreises erstattet...

Gruß
Bianca

PS: Hätte ich das Forum gekannt damals, hätte ich mich nicht auf einen Reiseveranstalter verlassen...
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html