Abenteuer in Botswana

34 Antworten · 8'869 Aufrufe · gestartet 24. Nov. 2019 von Tigerhai
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Themenstarter70 Beiträge · seit 201524. Nov. 2019 · #1
Mal was für gemütliche Winterabende.

Unsere kleine Reisedokumentation.

Viele Spaß

Bei YouTube ansehen ↗

zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2019
8'672 Beiträge · seit 201024. Nov. 2019 · #2
So, ich hab mir das eben angeschaut. Zweifelsohne schöne Aufnahmen - aber...... 😐

1. Warum steigt Ihr an den Paradise Pools ohne Not aus?

2. Warum gehst du, Matthias, bei Xakanaxa offensiv einige Schritte auf einen Elefanten zu, der in deiner Nähe frisst?

3. Und zu guter Letzt 🤩 : Ich zitiere aus dem Film (die Szene spielt an der South Gate Campsite ab min.36.56)

>>>> Ja, Botswana, das Land der Elefanten, kann man sagen. Also die Sabine ist eben grad noch ein paar Meter näher an die Elefanten gegangen und da ist der eine....der ist gleich stiften gegangen! Also, das war schon *Lachen von Sabine* ja,....das war schon ganz gut, ja. <<<<<

Was bitte schön ist an dieser Situation, bzw. an eurem Verhalten "GANZ GUT" ? 😮

Was wäre gewesen, wenn er nicht "stiften" gegangen wäre?

Ziemlich fassungslose Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2019
Themenstarter70 Beiträge · seit 201524. Nov. 2019 · #4
Ich denke die Aufnahmen verfälschen den Eindruck etwas ( 500 mm Teleobjektiv ) , da war schon noch einiges an Platz und es waren alles Elefanten die schon seit Stunden in den Camps unterwegs waren. Guides, Lodgebesucher etc. waren da alle sehr entspannt.
Man sollte allerdings schon etwas über die Verhaltensweisen von Elefanten wissen.
Und was das Aussteigen angeht, glaube nicht das Ihr immer im Auto sitzt - oder ?
Trotzdem Danke für den Hinweis
Ciao Matthias
193 Beiträge · seit 201324. Nov. 2019 · #5
Bele, bin voll deiner Meinung. Unser Guide von der Mogotlho Lodge hätte uns nie und nimmer bei den Paradise Pools aussteigen lassen.
Es hat schon seinen Grund warum wir Vorort immer lokale Guides hatten.
LG Tessi
8'672 Beiträge · seit 201024. Nov. 2019 · #6
Tigerhai schrieb:Ich denke die Aufnahmen verfälschen den Eindruck etwas ( 500 mm Teleobjektiv ) , da war schon noch einiges an Platz
Es geht mir nicht um deine Sicherheit, sondern vorallem darum, dass ich es unverantwortlich finde, mit Bild und Ton zu dokumentieren, wie - vermeintlich ! - cool/spannend/geil/abenteurlich es ist, sich aktiv/absichtlich Elefanten zu nähern. Welchen Grund außer Effekthascherei kann das haben?

Man lernt doch eigentlich, dass man bei Elefantenbegegnungen (wie es uns neulich bei Puros auch passiert ist und wie auch Topobär schon mal in einem Tread von dir geschrieben hat) ruhig stehenbleibt, entweder im Auto, wenn man sich da befindet, oder wenn nicht, dass man schaut, das Auto zwischen sich und den Elefanten zu haben und abzuwarten, bis sie vorbeigezogen sind.
und es waren alles Elefanten die schon seit Stunden in den Camps unterwegs waren. Guides, Lodgebesucher etc. waren da alle sehr entspannt.
Mal abgesehen davon, dass ich keine Lodge am South Gate kenne und die in Xakanaxa auch weit entfernt von der Campsite ist, heißt für mich "entspannt sein" etwas ganz anderes als auf die Tiere zugehen und sich zu amüsieren oder es wieder cool etc. (siehe oben) zu finden, wenn sie "stiften gehen"!

Das hat für mich - abgesehen von einigen anderen Aspekten - einfach etwas mit Respekt (und zwar nicht im Sinne von "ein bisschen Angst", sondern vor der Würde des Tieres und der Natur im allgemeinen) zu tun! Wir sind doch nicht im Streichelzoo 😠 !
Man sollte allerdings schon etwas über die Verhaltensweisen von Elefanten wissen.
Und genau durch solche obigen Verhaltensweisen von Menschen ändert sich das Verhalten der Elefanten!!! DAS ist das Problem!
Und was das Aussteigen angeht, glaube nicht das Ihr immer im Auto sitzt - oder ?
Nein, an den Campsites steigen wir schon aus 😛 ..... Niemals im Leben würde ich an den Paradise Pools oder sonst wo im Moremi ohne Zwang/Not außer an klar definierten Stellen wie zum Beispiel am Hippo Pool (oder auf Anweisung eines Guides) das Auto verlassen, und zwar aus verschiedenen Gründen (siehe oben). Wo soll so ein Verhalten denn hinführen? Hier finde ich das Argument "wenn das jeder machen würde" neben den obigen sehr passend und nachdenkenswert.
Trotzdem Danke für den Hinweis
Bitte!

Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2019
204 Beiträge · seit 201124. Nov. 2019 · #7
Hallo Matthias
Danke für das Teilen des schönen Videos
Man bekommt sofort Sehnsucht und möchte gleich wieder los.
Lg Petra
Namibia - Juni 2012 Süd Afrika - Dezember 2012 Botswana und Simbabwe Oktober 2013 Süden und KTP Dezember 2015 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288870-2-reise-durch-namibia-und-ktp.html?limitstart=0#422443 Caprivi und Botswana September 2017 Süden und KTP Februar 2018 KTP und Botswana September 2018 KTP -Namibia März 2019
257 Beiträge · seit 201624. Nov. 2019 · #8
Hallo Matthias,

ihr hattet sicher einen tollen Urlaub und wolltet etwas davon mit dem Video teilen.
Danke dafür!

Nach deutlichem Zögern schreibe ich jetzt doch etwas Kritisches dazu. Versteh es nicht als erhobenen moralischen Zeigefinger, aber vielleicht reflektiert ihr euer Verhalten noch mal durch das diverse Feedback hier:

Gerade erst gab es einen fatalen Zwischenfall von einem Elefanten mit einem toten Touristen in Namibia. Niemand der nicht vor Ort war (ggf. selbst diese Personen nicht) kann zu den Hintergründen etwas sagen, aber es macht nachdenklich und betroffen.

Würdet ihr mit diesem Hintergrundwissen ebenso wieder aussteigen und die Nähe der Elefanten suchen (das Argument der 500mm Brennweite gilt für das gesamte Motiv und somit lässt sich die Distanz schon einschätzen)?

Es gibt noch einige Aspekte, die ich anbringend möchte, da diese durch das Video Promotion für - objektiv beurteilt - falsches Verhalten erhalten:
- Wildtiere darf man nicht füttern (dazu zählen auch vermeintlich possierliche Hörnchen in Savuti), diese können auch Tollwut etc. übertragen.
- Holz darf nicht gesammelt werden (ich hoffe ich tue dir da nicht Unrecht, in Linyanti sieht es jedoch sehr nach Sammelholz fürs Anzünden aus)
- Drohnen dürfen in Botswana in keinen Nationalparks (dazu zählt Kubu Island) oder Bereichen von Wildtieren geflogen werden
Ich habe jüngst erst erlebt wie ein Hund bis zur völligen Erschöpfung über 30 Minuten völlig durchgedreht ist wegen einer Drohne. Das war eindrücklich genug um Drohnen in der Nähe von Tieren endgültig als 100% negativ zu bewerten, so toll die Aufnahmen auch sein mögen.
Details zu den Drohnenregelungen in Botswana finden sich hier, sofern es für dich interessant ist:
https://uavcoach.com/drone-laws-in-botswana/


Edit und jetzt doch mit Emotionen:
Ich habe eben gesehen, dass du dich im August hier im Forum zu den Regelungen der Drohnennutzung informiert hast. Damals noch mit dem Statement, dass du selbstverständlich alle bestehenden Regelungen berücksichtigen wirst.
Wie enttäuschend, dass du trotz Kenntnisse der Verbote dich darüber bewusst hinweggesetzt hast. Das ist einfach ...


Viele Grüße
Simon
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
2'085 Beiträge · seit 201224. Nov. 2019 · #9
Hallo Matthias,
ich will gar nicht auf einzelne Punkte und Aspekte eingehen, aber bei diesem Satz von dir hat's mich wirklich fast vom Stuhl gehauen:
Und was das Aussteigen angeht, glaube nicht das Ihr immer im Auto sitzt - oder ?
Ganz ehrlich - was denn sonst??? Und ja, manchmal finde ich das auch ein bisschen anstrengend und oft fehlt mir auf solchen Reisen auch die Bewegung. Aber ich finde eben, dass das der "Preis" einer Selbstfahrer-Safari und gar keine Frage ist. Und ich denke, die allermeisten sind froh, wenn sie nicht in eine Not-Situation kommen, in der man dann aussteigen müsste.
Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
886 Beiträge · seit 200724. Nov. 2019 · #10
Hallo Matthias,

wie gut, dass wir uns im Urlaub nicht begegnet sind. Ich wäre permanent mit Euch aneinandergeraten. Die Drohnennutzung hätte ich gemeldet. Ist im Nationalpark ein absolutes No-go und sag bitte nicht, du hättest das nicht gewusst.

Wenn ich schon sehe, dass jemand in Ländern wie Botswana unter dem laufenden Wasserhahn abwäscht, bekomme ich Brechreiz.

Zum Thema Umgang mit Wildtieren wurde hier schon alles gesagt, kann ich nur bekräftigen.

Manche Menschen sollten Ihren Urlaub besser in einem Spaßpark verbringen.

Verständnislose Grüße
Lisolu
1'166 Beiträge · seit 200824. Nov. 2019 · #11
Ich habe das Gefühl, dass hier teilweise zu "stark" ge-/(ver)urteilt wird.

Das Fliegen einer Drohne ein einem Nationalpark (was Kubu Island nicht ist - ob das eine "tourism facility" ist, kann ich nicht beurteilen) ist eine Sache, die absolut nicht akzeptabel ist. Ein paar kleine Zweige als Anmachholz finde ich wirklich nicht verwerflich. Das Verlassen des Fahrzeuges ist in Botswanas Schutzgebieten nicht grundsätzlich verboten.

Auch das Füttern von Wildtieren kann ich absolut nicht gut heißen. Konsequenterweise ist dann jede Vogeltränke (häufig in Form von aufgeschnittenen Plastikflaschen anzutreffen) zu verurteilen. Auch die Owens haben in der Kalahari die Vögel um ihr Camp gefüttert, ohne das heute einer ihr Werk verteufelt(daran muss sich jetzt aber keiner Aufhängen).

Der ein oder andere sollte sich vergegenwärtigen, dass ein heranfahrender Geländewagen ein wesentlich größere Lärmbelästigung (und das schon aus mehreren hundert Metern Entfernung) für Wildtiere ist als eine Drohne. Kleinere Drohnen wie DJ Spark oder Mavic sind in Höhen von 30 m kaum noch zu hören (daher auch kein absolutes Verbot: "... in manner in which the drone may disturb such wildlife).

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
886 Beiträge · seit 200724. Nov. 2019 · #12
Nein Axel, das denke ich nicht.
Auch wenn du als Drohnenbesitzer, der sich ja vielleicht an die Regeln hält, das hier klein reden möchtest.

Fakt ist, es wurde im Nationalpark geflogen, im CKGR. Eindeutig sichtbar. Eindeutig verboten.

Ein sehr guter, erfahrener Guide hat uns gesagt, Wasser für die Vögel hinstellen wäre ok und ist nicht als füttern einzustufen.

Das bisschen Brennholz.......

Wieviel ist denn ein bisschen? Jeden Tag ein bisschen, drei Wochen lang? Und dann liegt im annehmbaren Umkreis nichts mehr herum, dann bricht man eben „ein bisschen nur“ von den Bäumen, die sehen ja eh alle schon so tot aus.

Wenn jeder so denkt und handelt, kann man ja ahnen wohin das führt.

Es sind genau diese „Spacken““ die durch ihr regelwidriges Verhalten auf lange Sicht dafür Sorgen werden, dass es für Selbstfahrer immer mehr Restriktionen geben wird.

Auf NamibRand Family Hideout wurde der Selbstfahrer 4x4 Trail erheblich gekürzt, weil Oberschlaue nicht in der Spur bleiben konnten/ wollten.

Auf der Brandberg White Lady Lodge hängt ein Schild, das besagt man möge die Elefanten bitte nicht mit Früchten füttern, dies sei bereits geschehen und sorge für problematisches Verhalten der Tiere und führe unweigerlich zu Konflikten. ACH WAS??..

In Garub (gerade selbst erlebt) kommt ein sogenanntes „Wildpferd“ zum Menschen und sucht Körperkontakt, oder besser Essen? Auf Nachfrage bei Piet von Klein Aus Vista, warum die Tiere so zutraulich sind , erzählte er uns, dass die Touristen die Tiere mit Äpfeln und sonstigem füttern.



Wenn in fünf Jahren das Selbstfahren im Moremi und CKGR und sonst wo
verboten ist, die Pferde eingezäunt und Garub Eintritt kostet etc. etc. wird das Geschrei gross sein, aber Schuld ist daran dann natürlich keiner.

Unbegreiflich, das Menschen mit Macht das zerstören was sie angeblich lieben.

Gruß
Lisolu
174 Beiträge · seit 201225. Nov. 2019 · #13
Ich habe mich noch nie hier kritisch geäußert.
Mein Eindruck bei dem Video war....
ist ja überhaupt nicht gefährlich im Nationalpark!! Steige mal eben aus dem Auto aus, um besser zu sehen, näher hinzugehen ....
Sieht das ein Erst-Reisender bekommt er völlig falsches Verhalten präsentiert .
Gruß austria
1'166 Beiträge · seit 200825. Nov. 2019 · #14
Fakt ist, es wurde im Nationalpark geflogen, im CKGR. Eindeutig sichtbar. Eindeutig verboten.
Habe ich auch nicht gut geheißen - im Gegenteil.
Ein sehr guter, erfahrener Guide hat uns gesagt, Wasser für die Vögel hinstellen wäre ok und ist nicht als füttern einzustufen.
Als was denn dann? Aber wie geschrieben, soll sich niemand dran aufhängen.
Das bisschen Brennholz.......
Es ging um Zweige als Anmachholz. Auf gepflegten campsites werden diese weggefegt.
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
257 Beiträge · seit 201625. Nov. 2019 · #15
aos schrieb:
Das bisschen Brennholz.......
Es ging um Zweige als Anmachholz. Auf gepflegten campsites werden diese weggefegt.
Ich hatte selbst von “Sammelholz fürs Anzünden“ geschrieben, das war untertrieben.
Die Szene findet sich bei 20:56 im Video.
Das ist doch ein kompletter Arm voll Holz, nicht nur „Spreisel“.
Aber natürlich kann nur Matthias sagen, ob das gekauftes oder gesammeltes Holz ist.
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
Themenstarter70 Beiträge · seit 201525. Nov. 2019 · #16
Ein letztes Mal.
Ich bin ja durchaus kritikfähig und das ein oder andere hier geschriebene hat mich schon zum Nachdenken angeregt aber grundsätzlich unter Generalverdacht zu stehen und mich als Spacken beschimpfen zu lassen muss ich mir nicht antun.
Ach ja, bevor ich hier im Forum die Segel streiche.

1. Das Holz war von der Lodge neben an, die es aber auch gerade vor der Tür gesammelt hatten.
2. Sowohl in CKGR am Gate und in Kuba Island bei den Frauen hatte ich nach einem einmaligen 15 min Drohnenflug gefragt.
Das war für die OK und ich habe sicherlich niemanden damit gestört.
3. Alle die noch nie in Botswana aus dem Auto aus gestiegen sind, kann ich nur beglückwünschen. Entweder habt Ihr alle super Blasen, musstet noch nie das Auto freischaufeln oder eine Wasserdurchfahrt prüfen geschweige denn jemandem helfen.

Egal, ich habe hier kein Bock mehr. Die ganzen Moralapostel die mit viel Halbwissen mit dem Finger auf andere Zeigen muss ich mir nicht antun. Und das ist ja das Schöne in der virtuellen Welt.

Ich bin dann mal weg . . . . . .
8'672 Beiträge · seit 201025. Nov. 2019 · #17
Guten Morgen,

da ich die Diskussion angezettelt habe, möchte ich mich (nachdem ich einige Beiträge verschlafen habe) nochmal zu den Argumenten von Tigerhai, der ja nun nicht mehr hier mitliest, äußern.
Tigerhai schrieb:
2. Sowohl in CKGR am Gate und in Kuba Island bei den Frauen hatte ich nach einem einmaligen 15 min Drohnenflug gefragt.
Das war für die OK und ich habe sicherlich niemanden damit gestört.
😐 Heißt also, man spart sich als Drohnenbesitzer in Zukunft diesen ganzen lästigen Papierkram und sucht sich einfach die "richtigen" Ansprechpartner..... 😕 Dazu fällt mir echt nichts mehr ein!
3. Alle die noch nie in Botswana aus dem Auto aus gestiegen sind, kann ich nur beglückwünschen. Entweder habt Ihr alle super Blasen, musstet noch nie das Auto freischaufeln oder eine Wasserdurchfahrt prüfen geschweige denn jemandem helfen.
Sorry, aber ich bekomme auch nach vielem Nachdenken den Zusammenhang zwischen dieser Aussage und der Szene im Film nicht hin 🤨 . Dort steigt offensichtlich die Frau aus dem Auto, das Stativ wird (vermutlich) aufgebaut, der Mann fährt nochmal weg, um schwungvoll vor den Pools einzuparken. Dann wird vor der laufenden Kamera gemeinsam über diesen magischen Ort geschwärmt. Zum Schluss steigt der Mann ein, wendet und fährt weg - und muss dann logischerweise nochmal zufahren und die Frau wieder einsammeln.
Wo ist das Pinkeln, Schaufeln, Wasertiefeprüfen, Helfen???

unb.JPG
Die ganzen Moralapostel die mit viel Halbwissen mit dem Finger auf andere Zeigen muss ich mir nicht antun. Und das ist ja das Schöne in der virtuellen Welt.
Super Einstellung - herzlichen Glückwunsch!

Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
1'796 Beiträge · seit 201425. Nov. 2019 · #18
Hallo,

ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und den Ersteller darum bitten, das Video hier im Forum zu löschen.

Denn für die „Garnichtswissenden“ setzt dieses Video in der Tat komplett falsche Anreize und kann zu gefährlichem Fehlverhalten in diesen Gegenden führen.

Zumindest fehlt der deutliche Hinweis im Ursprungspost: Bitte nicht nachmachen!

Soweit wurde auch bereits alles gesagt - Zu einer Aussage von Tigerhai in der Antwort an Bele möchte ich als Moralapostel und Halbwissender dann doch auch meinen Senf dazugeben.
Tigerhai schrieb:
3. Alle die noch nie in Botswana aus dem Auto aus gestiegen sind, kann ich nur beglückwünschen. Entweder habt Ihr alle super Blasen, musstet noch nie das Auto freischaufeln oder eine Wasserdurchfahrt prüfen geschweige denn jemandem helfen.
Für schwache Blasen gibt es in größter Not Hilfsmittel oder man verrichtet sein „Geschäft“ wenn es gar nicht mehr anders geht an einer Stelle in unmittelbarer Fahrzeugnähe, welches zu diesem Zweck an einer möglichst gut zu überschauenden Stelle geparkt wurde.

Ein festgefahrenes Auto freizuschaufeln oder in einer NOTsituation anderen zu helfen sind Worst-Case-Szenarien in denen es tatsächlich keine andere Wahl gibt als auszusteigen.

In diesen Fällen ist der Aufenthalt außerhalb des Fahrzeugs jedoch auf das notwendige Minimum an Zeit und Personen begrenzt und die Mitreisenden (sofern vorhanden) scannen derweil die Umgebung während der Rettungsmaßnahmen ständig und aufmerksam ab.

Sofern keine Mitreisenden anwesend sind empfiehlt es sich auf Hilfe im Fahrzeug zu warten oder mit dem in diesen Gegenden empfohlenen SAT-Telefon eben diese Hilfe zu rufen.

Eine Wasserdurchfahrt zu Fuß zu prüfen ist ebenfalls eine Maßnahme, die in der Regel nur ergriffen wird, insofern es tatsächlich gar keine alternative Fahrspur gibt und auch nicht davon auszugehen ist, dass in absehbarer Zeit andere Fahrzeuge diese Durchfahrt queren werden – dann könnte man nämlich auch einfach ein paar Minuten abwarten und schauen wies beim Vorausfahrenden läuft 😎. Andernfalls ist das "Sicherheits"-Procedere dann wie oben beschrieben.

Das schöne an der virtuellen Welt ist nämlich, dass die Unterhaltung durchaus weitergeführt werden kann, auch wenn ein Gesprächspartner den Raum verlassen hat.

Viele Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
Gast25. Nov. 2019 · #19
Nicht speziell zum Anlassfall gemeint, an Lisolu anknüpfend
lisolu schrieb: Wenn in fünf Jahren das Selbstfahren im Moremi und CKGR und sonst wo
verboten ist, die Pferde eingezäunt und Garub Eintritt kostet etc. etc. wird das Geschrei gross sein, aber Schuld ist daran dann natürlich keiner.
Diszipliniertes oder indiszipliniertes Verhalten (aus Wurschtigkeit oder Unkenntnis) hin oder her, die Verhaltensmuster wirken sich mE nur auf das Tempo der Naturzerstörung aus, aber nicht auf das Endergebnis.
Der internationale „Afrikatourismus“ hat erst, als Luxusvergnügen für reiche Leute, vor ca. 50 bis 60 Jahre begonnen, seit vielleicht 30 Jahren ist er in Reichweite und Interesse des oberen Mittelstandes, Tendenz steigend. Man muss sich nur anschauen, was bloß diese paar Jahrzehnte von dieser Art von touristischer Nutzung (inkl. Überbestand an Elefanten, der auch dem Tourismus geschuldet ist) angerichtet hat, an Natur- und Resourcenzerstörung, alleine durch die Befahrung mit immer stärker motorisierten Fahrzeugen.….. und das noch ein paar Jahre hochrechnen. Für mich jedenfalls ist der Ausgang klar, auch bei diszipliniertem Verhalten.
Werner
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
8'672 Beiträge · seit 201025. Nov. 2019 · #20
Applegreen schrieb:
ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und den Ersteller darum bitten, das Video hier im Forum zu löschen.
Denn für die „Garnichtswissenden“ setzt dieses Video in der Tat komplett falsche Anreize und kann zu gefährlichem Fehlverhalten in diesen Gegenden führen.
Hallo Sabine,

ich glaube, die wirklich Garnichtwissenden befinden sich an anderer Stelle, nämlich in dem entsprechenden Youtube-Kanal. Tigerhai hat dort über 2000 Abonnenten.

Daher habe ich dort einen entsprechenden Kommentar für sein begeistertes Publikum hinterlassen.

Alle, die von dem Film mit den zugegebenermaßen tollen Aufnahmen so begeistert sind, sollten sich vor Augen halten, dass darin etliche Verhaltensweisen gezeigt werden, die entweder verboten (Drohnenflug im CKGR/Zentralkalahari = Nationalpark) oder zum Schutz und im Sinne eines respektvollen Umgangs mit der einmaligen Natur in Botswana ganz und gar nicht erwünscht sind, zum Beispiel das Zugehen auf Elefanten, und sich danach amüsieren, dass sie "stiften gegangen" sind, das Aussteigen ohne Not (Panne, Festgefahren, Wassertiefe prüfen...) im Nationalpark, Füttern von wildlebenden Tieren... . Das alles ist nicht geil, cool und mega abenteuerlich, sondern dumm, weil es gefährlich werden kann und/oder mit einer ganz schlechten Vorbildfunktion behaftet ist.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019