CUcurioushippoThemenstarter3 Beiträge · seit 201913. Jan. 2019 · #1
Hallöchen,
wir (Paar, Anfang 30) planen unsere erste Namibiareise, 3 Wochen von Ende Oktober bis Mitte November 2019 mit Dachzelt. Unser Schwerpunkt liegt auf Landschaft & Natur, gerne auch mal einsam (wobei wir uns natürlich auch auf die Tiere freuen 🙂 ). Städte wollen wir wenn möglich vermeiden.
Die Flüge, der Hillux und eine erste Nacht in Windhoek sind bereits gebucht. Jetzt geht es an die Routenplanung, vor allem um Etosha rechtzeitig reservieren zu können. Wir planen die Route entgegen dem Uhrzeigersinn, hier ist zwar oft vom "Spannungsbogen" die Rede, aber ich habe auch gelesen, dass es zu unserer Reisezeit wg. einsetzender Regenzeit sinnvoll sein kann, Etosha zuerst zu machen. Und da wir Landschafts-Fans sind, wird das mit dem Spannungsbogen für uns auch andersrum schon passen denke ich. 🙂
Nach einiger Recherche sieht die Planung bisher so aus:
1. Ankunft morgens in Windhoek, Mietwagen übernehmen, einkaufen, dann Ü in Windhoek 2. Erindi Campsite 3. Erindi Campsite 4. Waterberg Wilderness Campsite (ich weiß schon, dass die Meinungen hier auseinander gehen. Wir würden gern den Rhinodrive machen und ein bisschen zu Fuß die Gegend erkunden, bevor wir im Etosha ja überwiegend im Auto sitzen werden) 5. Waterberg Wilderness Campsite 6. Onguma 7. Etosha (Halali) 8. Etosha (Okaukuejo) 9. Etosha (Olifantsrus) 10. Honda Campsite 11. Mowani Campsite 12. Ugab Terrace Lodge 13. Spitzkoppe Campsite 14. Spitzkoppe Campsite 15. Swakopmund (nur als Zwischenstop zum Einkaufen etc. , Delfin- & Robbentouren haben wir an anderen Orten schon viele gemacht und Stadtbesichtigung ist nicht so unser Ding. Außerdem bin ich ne Frostbeule. Einzig über eine Halbtagestour in die Dünen haben wir nachgedacht, aber mehr der Landschaft als der Little Five wegen. Oder kann man die Landschaft auch auf der Fahrt nach Sesriem richtig genießen?) 16. Sesriem / Sossusvlei 17. Sesriem / Sossusvlei 18. D707 (Kanaan?) 19. D707 (Namtib?) 20. Keetmanshoop (lohnt sich die Strecke, nur um den Köcherbaumwald zu sehen? Oder ist es sinnvoller sich das zu schenken und stattdessen einen Tag länger auf der D707 zu bleiben und von Namtib dann z. B. schon direkt Richtung Kalahari zu fahren?) 21. Bagatelle Campsite 22. Bagatelle Campsite 23. Rückfahrt nach Windhoek, Abgabe Mietwagen + Rückflug gegen 21 Uhr am Abend
Ich habe vor allem folgende Fragen:
1) Haltet ihr das Programm für zu straff? Wo würdet ihr länger/kürzer bleiben?
2) Frage zu Swakopmund: Lohnt sich die Little Five Tour, wenn es einem in erster Linie um die Landschaft geht? Oder sieht man davon auch genug auf der Fahrt nach Sesriem?
3) Frage zu Keetmanshoop: Lohnt sich die Fahrt bis hierhin wegen der Köcherbäume oder würdet ihr uns nach der D707 eine andere Route zurück nach Windhoek empfehlen (ggf. nich über die Bagatelle Campiste?)?
4) Ich hätte super gerne noch den Naukluft Olive Trail und die Naukluft Campsite mitgenommen (auch wenn ich von dem Pavian-Problem gehört habe), müsste dafür aber etwas anderes weglassen, z. B. die Kalahari oder am Anfang vor Etosha einen Tag streichen. Was meint ihr?
5) Meint ihr 4 Übernachtungen zwischen Windhoek und Etosha (2 Erindi, 2 Waterberg) sind zu viel? Wenn ja, wo würdet ihr kürzen?
Moin und willkommen in Club, ich finde es gut, daß Ihr Euch schon viele Gedanken zur Rundreise in Namibia gemacht habt. Es geh jetzt wohl nur noch um den Feinschliff. - Generell finde ich Eure Runde ok und so auch gut machbar. Wann, wie lange, ist eher Geschmacksache, da kann man ruhig nach seinem Bauchgefühl gehen. Ihr mögt keine Städte, darum wollt Ihr wenig Zeit in Swakopmund verbringen. - Swakopmund ist eher ein größeres Dorf und auf jeden Fall lohnenswert. Die dort angebotenen Aktivitäten kommen im allgemeinen gut an. Auch nach Walvisbay ist es nicht weit, und dort habt Ihr wieder viel Natur in der Lagune (Seevögel, Roben). Die Temperaturen sind in Eurer Reisezeit dort nicht im Keller, sondern eher angenehm. Den Köcherbauwald in Keetmannshoop würde ich mir schenken. An der D707 gibt es auch Köcherbaumvorkommen (Koiimasis). Das sollte reichen. Wie gesagt, vieles ist Geschmackssache, vor allen Dingen die Ansicht zu den verschiedenen Aufenthaltsdauern an bestimmten Orten. Mit sonntäglichem Gruß, Dieter
chrisanna8275 Beiträge · seit 201313. Jan. 2019 · #3
Hi curioushippo, wir sind auch von der „Landschaft ist wichtiger als Tiere-Fraktion“. Eine schöne , entspannte Tour habt ihr da zusammengestellt. Ich würde allerdings als Landschaftsfreak Erindi streichen (ist auch nicht schlecht!) und dafür die Namib Naukluft mit dem Olive trail rein nehmen. Das ist nochmal eine ganz andere Landschaft. In Swakop würde ich nur eine Nacht bleiben und dann versuchen, im NamibRandgebiet beim Familiy hideout eine der zwei einsamen campsites in den Dünen zu bekommen. Ein Traum. Also: Swakop-Namib Naukluft- Sesriem- NamibRand-D 707- Bagatelle. (Ja, wir lieben das NamibNaukluft Gebiet mit den verschiedenen Landschaften 🙂 ) Euch fehlt landschaftstechnisch auch noch der Erongo. Da würde ich eine Nacht auf der Erongo Plateau campsite (Farm Eileen) und eine Nacht bei der Spitzkoppe verbringen. Ansonsten gibt es noch mehr und andere tolle Landschaften in Namibia, die aber in eure jetzige Tour nicht passen. Deshalb werdet ihr sicher wiederkommen 😁 LG; chrisanna
NONorbert61126 Beiträge · seit 200913. Jan. 2019 · #4
Hallo,
schöne entspannte Runde, die so sicher machbar ist. Wir haben die mit vielen ähnlichen Stationen (allerdings Lodge) gerade vor gut 2 Monaten beendet, also ziemlich zu eurer Jahreszeit.
Erindi kann ich nichts beitragen. Fahrtechnisch erreicht ihr von Windhoek aus auch bequem den Waterberg direkt. Die diversen Kurzwanderungen auf dem Lodgegelände fanden wir toll (Plateauwalk, Historytrail und fountaintrail kann man bequem an einem Tag absolvieren). Beim rhinodrive kommt man ziemlich garantiert den Nashörnern sehr nahe. Dennoch soso. Natur ist sicher nur teilweise berechenbar, aber wir hatten zu dieser Jahreszeit immer deutlich mehr Tiersichtungen um Namutoni, als bei Olifantsrus. Ich würde evtl eine Nacht in Onguma (in der Ecke habt ihr ja bei eurer Planung nur einen Vormittag Zeit) und/oder Halali dran hängen und Olifantrus und Honda einsparen und direkt bei Okaukuejo raus fahren, dann Ugab und vielleicht eher eine Zusatznacht in Mowani.
Wenn euch Dünenlandschaft wichtig ist, würde ich statt little five eher die Sandwich Harbour Tour ab Walvis Bay anschauen. Da seid ihr sehr ausführlich in den Dünen unterwegs und ob man sandwich harbour tideabhängig tatsächlich erreicht, halte ich fast für zweitrangig. Die Dünenlandschaft in Kombination mit Atlantik ist grandios und m.E. schon was ganz anderes als Wüste im Landesinneren.
Köcherbäume: die campsite des Mesosaurus fossil camps liegt wirklich inmitten der Köcherbäume - sehr einsam und sehr schön; kommt eben drauf an, ob du vorher genug Köcherbäume siehst. Du findest eben auf der Strecke Aus-Keetmanhoop- Bagatelle nicht soo viel was sonst sehenswert wäre.
zu 5. na ja: Erindi - Tiere, Waterberg - Landschaft+ rhino, was soll man da raten? Wenn Landschaft Prio hat, Erindi raus und Naukluft rein.
Viel Spaß bei der Feinplanung
Gut wird diese Tour allemal
Norbert
walter196118 Beiträge · seit 201813. Jan. 2019 · #5
Servus Wenn ihr schon in Swakopmund seid, schön ist die Küstenstrasse nach Walvis Bay und ein Abstecher zur Düne 7 an der Landeinwärts gelegenen Parallelstrasse. Dort die Düne erklimmen, hat auch was. 2 Nächte am Waterberg sind, wenn ihr dorthin fährt, wünschenswert. Im Etosha haben wir Okukejo wesentlich interessanter als Halali in Erinnerung. Am dortigen Wasserloch ist immer was los. Sehr schön sind die von Okukejo aus relativ schnell erreichbaren Wasserstellen Gemsbokvlake und Olifantsbad. Grüsse Walter
persönlich kann ich Erindi nichts abgewinnen - obwohl ich noch nie dort war - weil Tiere angesiedelt wurden, die dort nie gelebt haben. Wenn es euch um Landschaft geht, werfe ich noch Palmwag, Brandberg, Messum Krater, Mirabib, Spreethoogte Pass und Namib Rand Nature Reserve in die Runde.
Düne 7 kann ich keineswegs empfehlen, da in 2017 völlig vermüllt. Wenn nicht Sossusvlei, dann eher am Kusib in die Dünen.
Keetmanshoop lohnt nicht. Ob zwei Tage Bagatelle wirklich nötig sind, weiß ich nicht.
NONorbert61126 Beiträge · seit 200914. Jan. 2019 · #7
Bagatelle hat uns zuletzt im November nicht wirklich gefallen.
Besonders wenn man vorher einsam unterwegs war - es war ein Kulturschock. Große Gruppen mit Hummeldumm-Anwandlungen. Beim der cheetah-Fütterung wurden doch tatsächlich die Tiere danach im Auto weggefahren - und zwar auf dem Fahrersitz. 😵
Die roten Dünen sind genial, aber wenn es dazu Tipps von den Experten gibt -such was anderes.
Hallo chr - nicht zu merkender Name, eine schöne Runde hast du dir geplant . Waterberg macht in meinen Augen nur Sinn bei 2 Übernachtungen , denn du mußt schon ein Stück von deiner Route abweichen . Aber wenn du einen ganzen Tag dort hast , kannst du schöne Wanderungen machen ( schade , daß der Waterberg nicht irgendwo in der Mitte einer Rundtour liegt )
Obwohl ich Erindi nicht kenne , jedoch schon etliche geniale Fotos von dort gesehen habe , würde ich dieses lieber weglassen . Meiner Meinung nach wirkt es wie ein Zoo . Selbst Etosha , den wir super toll fanden in 2016 , hat für uns nicht mehr DIE Anziehungskraft , seitdem wir dieses Jahr im Caprivi waren . Fahren trotzdem 2020 wieder hin , da andere Streckenführung und kein Caprivi dabei . Im Gegensatz meiner Vorschreiber fanden wir den Westteil des Etoshas sehr tierreich . Dort hatten wir am 1. Wasserloch nach dem Galtongate die tollsten Sichtungen .
Spitzkoppe hat mir super gefallen - hätte gerne 2 Nächte gehabt ( dann kann man aber auch erst abends ankommen ) Sprich - 1 kompletter Tag dort reicht .
Ich hoffe , ich habe dich jetzt nicht noch mehr verwirrt . LG Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Champagner8'683 Beiträge · seit 201015. Jan. 2019 · #9
aos schrieb:Hallo, persönlich kann ich Erindi nichts abgewinnen - obwohl ich noch nie dort war - weil Tiere angesiedelt wurden, die dort nie gelebt haben. Axel
Hier stimme ich Axel und Conny zu - Erindi muss nicht sein. Ich fand Hippos in dieser Ecke Namibias sehr befremdlich. Und obwohl ich kein Swakopmund-Fan bin, hat mich unsere geführte Kuiseb-Tour 2015 sehr beeindruckt. Volker (Magic Vibes) hat die zum Beispiel im Angebot: https://www.magic-vibes.de/deutsch/unsere-reiseangebote-gef%C3%BChrte-reisen/namibia-tagestouren/ Man erfährt auf diesen geführten Touren einiges, was einem sonst verborgen geblieben wäre. Außerdem wird sehr Wert darauf gelegt, dass nichts in der Landschaft zerstört wird. Fand ich eine sehr interessante und nette Abwechslung zum Selberfahren zwischendurch.
Also wenn Ihr sowieso über Swakop fahrt und noch einen Tag übrig habt (weil Ihr Erindi kürzt oder weglasst), dann wäre das eine Option.
Kanaan ist mir von dem her, was ich darüber lese, inzwischen zu gestylt. Außerdem sehe ich lieber keine Geparden als welche, die einem vorgeführt werden zum Fotografieren. Dann lieber (ohne aber dort gewesen zu sein, nur nach dem, was ich von Leuten, die ich kenne und daher einschätzen kann, gelesen und gehört habe), lieber Koiimasis und dann auch Namtib.
Zu Köcherbäumen sag ich lieber nichts.... 😄
Bei Nr. 10 meint Ihr sicher Hoada und nicht Honda 😎 , richtig? Sehr schön dort 🙂 .
Wie Conny gesagt hat: ich hoffe, das verwirrt nicht mehr als dass es hilft 😐 .
CUcurioushippoThemenstarter3 Beiträge · seit 201915. Jan. 2019 · #10
Ach toll, so viele mega tolle Tipps, vielen herzlichen Dank!!! 🙂 Dann werde ich die Tour am Wochenende nochmal ein bisschen anpassen.
Und ja, Hoada meine ich natürlich und nicht Honda. Ich tue mich mit den Ortsnamen in Namibia noch sehr schwer, also verzeiht wenn ich das ein oder andere falsch geschrieben habe. Aber ich glaube ihr habt mich schon verstanden:)
Conny + Micha schrieb: Obwohl ich Erindi nicht kenne , jedoch schon etliche geniale Fotos von dort gesehen habe , würde ich dieses lieber weglassen . Meiner Meinung nach wirkt es wie ein Zoo .
Ich persönlich kenne keinen Zoo der über eine Fläche von 700 qkm verfügt.
Champagner schrieb: Bei Nr. 10 meint Ihr sicher Hoada und nicht Honda 😎 , richtig? Sehr schön dort 🙂 .
Ich weiss, dass sehr viele von Hoada schwärmen - wir erlebten es im letzten Oktober anders und ich könnte es - wenn es noch immer so ist - nicht empfehlen.
Ich notierte mir dazu:
Die einzelnen Sites liegen schön verteilt. Sonnendach, hübscher Ablutionblock, in die Felsen gebaut, etwa die Hälfte der Wasserhähne waren aber kaputt. Zumindest derzeit (Oktober 2018) nicht empfehlenswert, denn die Mopane Bees waren grausam. Zu hunderten flogen sie einem stundenlang in Augen, Nasen und Ohren. Das muss man aushalten wollen. Wir wollten es nicht. Wir konnten dann den geplanten „Ruhetag“ in der Grootberg Lodge verbringen – sonst wären wir abgereist. Ebenfalls irritieren war, dass der Pool ausser Betrieb war, dies aber beim Check-In nicht mitgeteilt wurde – ja, der Pool gar noch angepriesen wurde. Nicht nur wir standen dann halt in Badehose an der Bar… Man kann da gut etwas Spazieren. Und am Abend ist auch möglich, dass man Besuch von Oskar bekommt, einer afrikanischen Wildkatze.
Noch zum Pool: Der ist uns überhaupt nicht wichtig. Ja, ich finde sogar, in solch trockenen Gebieten ist er völlig unnötig. Aber da er uns so angepriesen wurde, dachten wir, ok, ein bisschen Abkühlung mag ja nett sein. Der Anblick der Kloake war dann jedoch ziemlich erbärmlich.
Haoda ist für eine Übernachtung sicher soweit ganz ok, aber ich fand es nun nicht der tolle Ort, wie er so oft angepriesen wird. Zumindest war er es nicht, als wir dort waren.
Die Reise könnt ihr gut so machen - aber natürlich auch die vielen tollen Tipps hier noch beherzigen. Beides ist gut.
Erindi würde ich persönlich auch weglassen (ohne je da gewesen zu sein), einfach, damit ihr zwei weitere Nächte habt. Auf die Köcherbäume bei Keetmanshoop würde ich verzichten. Auch wenn ich das Mesosaurus Fossil Camp liebe, der Weg dahin ist lang - zu lang, nur für den "Aloenwald", finde ich. Auch bei Bagatell scheiden sich die Geister. Wir hatten es im letzten Jahr bewusst nicht gebucht. Solltet ihr Erindi und den Keetmanshoop/Bagatell-Schlenker auslassen, habt ihr wunderbare Möglichkeiten, zwischen Etosha und Swakopmund und/oder zwischen Swakopmund und Sesriem noch zusätzliche Nächte einzubauen. Wenn man die Landschaft liebt, lohnt es sich sehr, da etwas "langsamer" und dafür auch mal links und rechts der Hauptpad unterwegs zu sein.
Es gäbe z.B. zwischen Twyfelfontein Richtung Ugab Terrace ganz viele schöne Strecken abseits der C-Strassen mit schönen Übernachtungsplätzen. Ich finde die Strecke sowieso arg lang. Zumal ihr nur eine Nacht Mowani eingeplant hat und es in der Region so viel Schönes zu entdecken und erleben gibt.
Zwischen Swakop und Sesriem wären mögliche Stops: Mirabib oder Blutkuppe, aber auch Namib's Valley of thousand hills und dann über Gamsberg/Spreetshoogte nach Sesriem.
An der D707 gefiel uns Namtib sehr gut. Wir planten da einen Ruhetag, der leider etwas vom Winde verweht wurde. Es stürmte fast Tag und Nacht, was nicht immer so prickelnd war. Andere Camper verbrachten die Nacht sogar lieber im Auto als im Dachzelt und einer floh aufs Klo zum nächtigen 🤩 Aber landschaftlich ist es eine wunderschöne Gegegend. Die anderen Möglichkeit entlang der Strecke kenne ich aber nicht im Vergleich.
Champagner8'683 Beiträge · seit 201015. Jan. 2019 · #14
Logi schrieb:
Conny + Micha schrieb: Obwohl ich Erindi nicht kenne , jedoch schon etliche geniale Fotos von dort gesehen habe , würde ich dieses lieber weglassen . Meiner Meinung nach wirkt es wie ein Zoo .
Ich persönlich kenne keinen Zoo der über eine Fläche von 700 qkm verfügt. Aber gut, was weiß ich schon.... 😗 LG Logi
Ich vermute, dass Conny mit "Zoo" meint, dass auf Erindi Tiere angesiedelt wurden, die dort eigentlich nicht vorkommen. Damit werden sämtliche Verbreitungskarten ad absurdum geführt. Schließlich sind die Tiere nicht eingesperrt, also bekommt man, wenn man sich nicht mit der Materie beschäftigt, vorgegaukelt, dass Krokdile, Hippos und diverse Antilopen, die dort nichts zu suchen haben, dort natürlich vorkommen. Für mich macht das den Spaß am Entdecken der fantastischen Natur von Namibia kaputt - eben weil es nicht natürlich ist. Die Landschaft dort ist schön - aber die kann ich auch woanders kriegen.
Wenn man zum ersten Mal nach Namibia reist, macht man sich über so etwas vermutlich weniger Gedanken, weil man es auch gar nicht weiß - von daher finde ich es gut, wenn man hier drüber schreibt. Die Fragesteller können ja trotzdem selbst entscheiden, ob sie so etwas interessiert oder nicht - dem Hippo ist es vermutlich egal, in welcher Schlammpfütze Afrikas es sich suhlt, so lange genug zu fressen und zu trinken vorhanden ist 😛 . Frans Indongo Lodge wird mich auch nicht mehr sehen, so schön die Anlage ist, aber wenn ich da eine Red Lechwe Antilope sehe, dann frage ich mich schon, ob die sich wohlfühlt 🙁 . Mit den Floodplaines hat diese furztrockene Gegend nun wirklich nichts gemeinsam. Und auch Weißschwanzgnu, Roans, Blessböcke sind eingesetzt und kommen dort eigentlich nicht vor.
Zu Hoada: es ist eine Community Campsite und da finde ich die eine oder andere Unzulänglichkeit eher liebenswert als störend. Gegen die Flies kann man leider nichts machen, die gibts auch auf Mowani und sonst in der Gegend häufig. Man kann aber auch Glück haben wie wir 2017 🙂
Hallo in die Runde Obwohl das jetzt ein wenig vom eigendlichen Thema abweicht , möchte ich noch kurz meinen vorherigen Eintrag erläutern . Wir waren in diesem Jahr zum 2. x in Namibia . 2018 große Ersttätertour , dieses Jahr Caprivi , Chobe , Moremi . Beide Touren waren suuuuper . Bei der 1. Reise war jede noch so weit entfernte Tiersichtung ein riesen Ereignis und wurde , egal wie , fotografiert . In Ermangelung von Sichtungen von Leoparden und Geparden haben wir am Ende der Reise eine Fütterungstour derselbigen auf Düsternbrook unternommen . Das war damals für uns ein schönes Erlebnis . ( obwohl anschließend hier im Forum ganz schön runtergemacht ) Dieses Jahr haben wir zwar auch keinen Geparden gesehen und Leoparden , wie auch Löwen , entweder weit weg oder durch Büsche oder andere Autos verdeckt - aber !!! - es waren eigene Sichtungen . Kein Peilsender , kein dort " hingesetztes " Tier , kein Fährtenleser . Das ist es , was für uns den Reiz ausmacht . ( Ist so ähnlich , wie geocachen oder Pilzesammeln 😄 😄 😄 - da kommt bei uns einfach der Urtrieb durch - " Jäger und Sammler " - wir haben vor 2 Jahren z. B . so viele Pilze gesammelt , daß alle Nachbarn und Arbeitskollegen mitessen mußten - wir hätten ja auch " rechtzeitig " aufhören können ) . Da muß Jeder für sich alleine entscheiden , wie er es gern hätte . Was einen mal begeistert hat , muß ja nicht zwingend nach Jahren immer noch toll sein .
Liebe Grüße und viel Spaß beim Tieresichten , egal auf welche Weise Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
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[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
freshy3'883 Beiträge · seit 201116. Jan. 2019 · #17
Conny + Micha schrieb:Hallo in die Runde Obwohl das jetzt ein wenig vom eigendlichen Thema abweicht , möchte ich noch kurz meinen vorherigen Eintrag erläutern . Wir waren in diesem Jahr zum 2. x in Namibia . 2018 große Ersttätertour , dieses Jahr Caprivi , Chobe , Moremi . Beide Touren waren suuuuper . Bei der 1. Reise war jede noch so weit entfernte Tiersichtung ein riesen Ereignis und wurde , egal wie , fotografiert . In Ermangelung von Sichtungen von Leoparden und Geparden haben wir am Ende der Reise eine Fütterungstour derselbigen auf Düsternbrook unternommen . Das war damals für uns ein schönes Erlebnis . ( obwohl anschließend hier im Forum ganz schön runtergemacht ) Dieses Jahr haben wir zwar auch keinen Geparden gesehen und Leoparden , wie auch Löwen , entweder weit weg oder durch Büsche oder andere Autos verdeckt - aber !!! - es waren eigene Sichtungen . Kein Peilsender , kein dort " hingesetztes " Tier , kein Fährtenleser . Das ist es , was für uns den Reiz ausmacht . ( Ist so ähnlich , wie geocachen oder Pilzesammeln 😄 😄 😄 - da kommt bei uns einfach der Urtrieb durch - " Jäger und Sammler " - wir haben vor 2 Jahren z. B . so viele Pilze gesammelt , daß alle Nachbarn und Arbeitskollegen mitessen mußten - wir hätten ja auch " rechtzeitig " aufhören können ) . Da muß Jeder für sich alleine entscheiden , wie er es gern hätte . Was einen mal begeistert hat , muß ja nicht zwingend nach Jahren immer noch toll sein .
Liebe Grüße und viel Spaß beim Tieresichten , egal auf welche Weise Conny
Genau so isses, Conny! All die "künstlichen" Angebote erlernten auch wir erst nach und nach. Hätte ich Erindi auf unserer ersten Fahrt besucht, wäre ich mit Sicherheit begeistert gewesen. Sooo viele wilde Tiere am Weg, ist das nicht toll? Hinzu kommt, dass die Campsite luxuriös ausgestattet ist. Sogar einen wunderschön angelegten Pool mit Kinderbecken und ein Schattendach gab es für unseren Buschcamper. Wenn das kein Luxus ist! Ich war z. B. auf Okonjima sehr enttäuscht, dass wir als Camper nur einen angefütterten Leoparden besichtigen konnten, der seine Mahlzeit auf einem strategisch angelegten "Dürrständer 🙂 " verspeiste. Für Lodgegäste mag das in diesem Reservat anders aussehen. Obwohl es der einzige Leo ist, den wir bisher sehen konnten, fühle ich beim Betrachten der Fotos die Enttäuschung. Mit jedem Besuch in Namibia haben wir dazugelernt, nicht nur hinsichtlich des "Tierangebots", sondern auch hinsichtlich der Probleme zwischen schwarzen und weißen Menschen. Andere Touristen mögen sensibler als ich sein und schon auf der ersten Reise tiefer gehende Einblicke haben. Doch mehr und mehr zeigt sich, dass dem Touri, der nur einmal kommt, ein Afrika geboten wird, dass sich verstärkt am Neckermann- oder Tuigeschmack ausrichtet. Ein Grieche bemerkte schon vor ca. 50 Jahren einmal, die meisten Touristen würden in einer Konservendose unterwegs sein, womit er nicht nur den Bus meinte, in dem sie von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gekarrt wurden und heute noch werden.