Jahreswechsel 2017/18 Uganda: green,dusty and busy

Reisebericht 117 Antworten · 25,1k Aufrufe · gestartet 03. März 2018 von chrissie
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200609. März 2018 ·
Schön, dass noch ein paar dazu gestiegen sind. 🙂

Hallo bayern schorsch,
vielleicht hat das Management im Lake Bunyonyi Overland Resort gewechselt oder wir hatten einfach Pech mit dem Zimmer, denn in Fort Portal haben wir uns mit Herrn Kluge von Kluges Guestfarm unterhalten, der immer sehr zufrieden dort war und er machte auf uns den Eindruck, dass er eher höhere Ansprüche als wir hat.
Keine Angst, es ist noch Luft nach oben 😄

Hallo Adriana,
euren Reisebericht hatte ich im Vorfeld auch gelesen und mit euch gelitten – besonders den abgebrochenen Zündschlüssel fand ich heftig, aber typisch Afrika- es findet sich immer eine Lösung.
Gut, dass wir nicht wussten, dass wir euren Wagen hatten.

Im Großen und Ganzen waren wir auch zufrieden mit dem Wagen, er hatte zwar ein paar kleine Macken, aber er war robust und schließlich auch nicht mehr der Jüngste. Natürlich hatten wir keine zwei Schlüssel, aber wir haben sie zum Glück auch nicht gebraucht.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200610. März 2018 ·
27.12. Lake Bunyonyi
Die Nacht war recht frisch, aber relativ ruhig. Gegen 6:30 h setzt ein großes, vielstimmiges Vogelkonzert ein.
Mein Taschentuchverbrauch in der Nacht war rekordverdächtig, aber als wir aufstehen, gib die Triefnase erstmal Ruhe. 😐 Im Zimmer ist es sehr frisch .

Das Frühstück ist nichts Besonderes, aber im Vergleich zum Abendbrot ist es wenigstens halbwegs warm. Es gibt Omelett, Würstchen, die Christian nicht schmecken (ich esse so etwas morgens nicht 😄 ), dazu Bohnen und Kartoffeln. Außerdem gibt es Toast, Marmelade und Margarine sowie Obst (Wassermelone, Ananas und Bananen). Als wir schon mit dem Essen fertig sind, wird auch noch ein stark verdünnter Saft hingestellt. Der Kellner versucht uns ein paar Bootstouren oder eine Tour zu den Pygmäen anzudrehen. Außer uns sind nur zwei weitere Frauen beim Frühstück.



Wir haben heute kein „Programm“, vielleicht organisieren wir uns selbst eine Bootstour, aber zuerst schlendern wir durch die Anlage, die besonders morgens ein Vogelparadies (u. a. Webervögel, Nektarvögel, Schildraben, Ibisse und mousebirds) ist. Durch Mark und Bein gehen uns allerdings quiekende Schreie, als ob Schweine geschlachtet werden. 🙁


Yellow-backed Weaver?


Marico Sunbird?


Red-chested cuckoo


Für Gehbehinderte nicht empfehlenswert




Auf der Liege liegt ein Angestellter 🤪

Wir werfen einen Blick in die Cottages 1-4, die grün gestrichen sind, sie haben zwar kein Moskitonetz, wirken aber insgesamt freundlicher.



Wir haben kaum das Gelände verlassen, um nach Kabale zu fahren, da irritieren uns zwei Leuchten: einmal O/D off und das Warnzeichen, dass die Handbremse angezogen ist. Nach einem kurzen Moment des Fahrens geht die Leuchte für die Handbremse immer wieder aus, um kurz darauf wieder aufzuleuchten. Als Christian sich über die geöffnete offener Motorhaube beugt, wird er von einem Passanten gefragt, ob alles in Ordnung sei. Da die O/D off-Leuchte nicht ausgeht und wir keine Bedienungsanleitung für den Hilux haben, fragt er ihn nach der Bedeutung der Leuchte. Es ist nur der Overdrive.

In Kabale erstehen im Royal Supermarkt einige alkoholische Getränke („Sundowner" 😉 ), Wasser, Chips und Postkarten (ja, ich und ein paar Freunde sind noch so altmodisch).

In der Post halten wir etwas Smalltalk mit einem Mann, als wir auf den Postangestellten warten. Wir sehen ihn später nochmal in einer Seitenstraße, als wir umherlaufen. Eine Batterie für meine Uhr suchen wir vergeblich.

Bei der Stanbic Bank wollen wir zweimal eine Million abholen, bekommen aber nur eine Million ausgezahlt. Die zweite Transaktion bricht der Automat ab (bei der Visacardabrechnung ist das erkennbar: zweimal eine Million abgebucht und eine Million gut geschrieben).






Man achte auf die blitzblanken Fahrräder




die gelben Wasserkanister sind ein typisches Bild in Uganda - mitunter sogar mit einer Banane als Verschluss

Das im Bradt Reiseführer angepriesene Lake View Coffee House oberhalb des Sees in Kachwakamo steht leider leer.





Daher fahren wir zu den in der Nähe liegenden Arcadia Cottages. Wir wählen Hühnchenpizza für Christian und ein Curry für mich. Die Stunde Wartezeit lässt sich bei dem Ausblick schon vertreiben.





Wir lassen den Jungen und das Mädchen vom Nachbartisch durch unser Fernglas schauen. Obwohl ihre Eltern wohl zu der besser verdienenden schwarzen Bevölkerung gehört, kennen sie es nicht. Es ist noch ein weiterer Tisch mit zwei Frauen und einem Mann besetzt. Das Essen schmeckt uns gut, nur Christian meint, seine Pizza könnte größer sein. Sie ist aber sehr gut belegt. Auch auf die Rechnung warten wir eine ganze Weile.

Den restlichen Nachmittag wollen wir im Resort am Wasser verbringen, da der Himmel sich zugezogen hat und eine Bootstour nicht mehr erstrebenswert erscheint.
Das Konfetti, das heute früh am Unterstand beim Camperbereich lag, liegt auch jetzt noch dort. Ein Angestellter hatte uns am Morgen angeboten, unsere Wäsche zu waschen und hatte schon einen Besen in der Hand, aber als wir sein Angebot ablehnen, legte er auch gleich den Besen nieder. 😵



Christian geht zwischendurch zurück zum Zimmer, um unsere Akkus zu laden. Ausgerechnet da fängt es an zu regnen. Zum Glück regnet es nicht sehr lange, aber so wie der Himmel aussieht, könnte es durchaus nochmal regnen.

Christian weist mich auf eine Schlange hin, aber bei genauerem flüchtigem Hinsehen sind wir der Meinung, dass es ein Otter gewesen sein könnte. Wir beobachten die Wasseroberfläche und hoffen, dass das Tier vielleicht in unserer Nähe an Land geht, aber leider sehen wir es nicht mehr.
Da uns kalt wird, gehen wir zurück ins Zimmer bzw. auf unsere „Terrasse“.



Später gehen wir zur Bar, wo Christian ein Bier und ich einen Kaffee trinke. Unter den Behältern des Buffets brennt der Kocher. Wir vermuten, dass es das Buffet vom Mittagessen ist.

Der Kellner fragt uns beim Abendessen, ob wir vom Buffet essen oder à la carte bestellen wollen. Wir entscheiden uns für à la carte. Ich bestelle das, was Christian gestern hatte (Schnitzel mit Pilzsauce und Gemüse) und Christian bestellt ein mexikanisches Steak mit Pommes und Reis. Wir sind gespannt, wie lange wir heute warten. Noch ist nicht so viel los. Das Buffet scheint heute warm zu sein, es qualmt richtig. Es gibt auch eine Obstplatte und Kaffee. Warum gab es das gestern nicht?

Als das Essen nach gut einer Stunde serviert wird, bin ich durchgefroren. Christian organisiert mir einen Kaffee vom Buffet, wobei der Ober meint, wir können auch beim Obst zugreifen. Darauf verzichten wir beide.
Relativ früh für die letzten Tage liegen wir im Bett.
Übernachtung: Lake Bunyonyi Overland Resort, double cottage
Kilometer: 27
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200611. März 2018 ·
28.12. Lake Bunyonyi – Bwindi NP
Um 5 h höre ich die ersten Nachbarn aufstehen. Sie fahren bestimmt von hier aus direkt zum Gorilla-Tracking. Gegen 6:30 Uhr setzt wieder das vielstimmige Vogelkonzert ein.

Das Frühstück ist so ähnlich wie gestern, nur dass die Eier und die Kartoffeln schon fast kalt sind. 🙁
Als wir abfahren ist es noch recht frisch mit 16 °C, aber der Himmel reißt ein bisschen auf. Wir sind froh, die Unterkunft verlassen zu können. Wir hatten im Vorfeld keine großen Erwartungen, aber dass wir uns so unwohl fühlen, hätten wir nicht gedacht. Nun sind wir skeptisch, wie es uns im Rushaga Gorilla Camp gefallen wird, denn dieses steht unter der gleichen Leitung wie das Lake Bunyonyi Overland Resort. 😐

Am Wegesrand sehen wir wieder Kinder mit dem gelben typischen Wasserkanister. Der höchste Punkt auf dem Weg nach Kabale befindet sich auf 2064 m Höhe.





Überall in den Hügeln sieht man Menschen beim Steine klopfen, darunter auch Kinder. 🙁



Wir fahren noch mal nach Kabale, da wir die Postkarten einwerfen, tanken und Geld abheben wollen. Ich möchte heute mal die Barclays Bank ausprobieren, da vielleicht dort keine extra Gebühren erhoben werden. Der maximale Betrag, den man hier abheben kann, sind 3 Millionen. Wir wollen 1 Million, brechen aber die Abhebung ab, als wir sehen, dass die Gebühren über 31.000 UGX betragen. Dann gehen wir doch lieber zur Stanbic Bank, die weit unter 10.000 UGX berechnet. Wir tanken bei Total (lt. Alpha Rent-a-Car soll möglichst nur auf Markentankstellen getankt werden). Ich will dem Tankwart 2000 UGX Trinkgeld geben, da er uns auch die Windschutzscheibe geputzt hat, aber er hat sich schon umgedreht und hört nicht auf meine „Mr.“-Rufe.







Auch heute werden wir an einer Polizeikontrolle durchgewunken, aber ein weißes Pärchen wird kontrolliert. Wir fahren auf der Teerstraße bis kurz nach der Ortschaft Muko, dann geht es auf Erdstraßen weiter. Auch hier sehen wir Leute, die die Steine klein klopfen.




Man sieht kaum das Gesicht, hoffentlich erkennen sie selbst mehr 😛

Bei einer Kreuzung sind wir unsicher, wie es weitergeht. Wir vertrauen einfach unserm Bauchgefühl und scheinen richtig zu liegen, denn an der nächsten Kreuzung ist zumindest eine andere Lodge in dem Gebiet ausgeschildert. Die Luft riecht würzig. Eine dunkle Wolke thront in einiger Entfernung vor uns am Himmel.



Dann plattern auch die ersten Regentropfen nieder. Die Temperatur sinkt auf 16 °C, wir sind jedoch auch auf rund 2315 m Höhe. Wir bangen, wie sich der Regen auf die Befahrbarkeit der Piste auswirkt. Wir haben jedoch Glück, der Regen hört bald auf.



Auf der anderen Seite des Tales scheint etwas mehr Verkehr zu sein, denn ein VW-Bus muss wegen Gegenverkehrs zurücksetzen. Und wir müssen dort auch lang...



aber uns kommt keiner entgegen. 🙂

Nach knapp 2,5 h Fahrt erreichen wir das Rushaga Gorilla Camp.


Restaurant/Bar

Simon und Costa bringen unser Gepäck ins Zimmer. Wir fühlen uns sofort wohl in der Unterkunft: sie ist geräumig und sauber.


unsere Unterkunft


Gegenüber vom Bett ist ein Tisch mit zwei Stühlen sowie ein kleines Racket für Gepäc



Das Badezimmer ist groß, mit einem großen Fenster nach draußen sowie eine geräumige Dusche und genügend Ablagefläche um das Waschbecken herum.



Auf der Terrasse stehen zwei Stühle und ein kleiner Tisch. Auch diese Unterkunft ist nicht für gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer geeignet, da es nur über diverse Stufen zu unserer Cabin geht.

Anschließend erhalten wir von Costa ein kurzes Briefing. Er bietet uns einen Community walk in Verbindung mit einem Besuch bei den Pygmäen an. Dieser soll zweieinhalb Stunden dauern und 20 $ pro Person kosten. Wir teilen ihm mit, dass wir daran Interesse hätten, wenn wir morgen nach der Gorillatour noch fit sind. Heute hätten wir zwar noch genügend Zeit, aber da mir ein Fersensporn zu schaffen macht, will ich nichts riskieren. Vielleicht, um uns doch noch zu überreden, die Tour heute zu machen, teilt uns Costa mit, dass das Pärchen, das auch auf der Terrasse sitzt, angeblich um 10 h von ihrem Gorilla- Tracking zurück gekommen sei (was nicht stimmen kann, da es erst gegen 8:30 h nach einem Briefing los geht und der Aufenthalt bei den Gorillas eine Stunde beträgt). Uncharmant fügt Costa hinzu, dass wir sehr wahrscheinlich der leichtesten Gruppe zugeteilt werden, da die Teilnehmer nach Alter und Fitness verteilt werden. 😣

Wir laufen mit Costa gemütlich zum Office des Gorilla-Tracking, da wir uns zeigen lassen wollen, wo wir morgen parken können. Wir sollen mit dem Auto hinfahren, obwohl es locker zu Fuß hinzulaufen wäre, damit wir gegebenenfalls zum Tracking- Startpunkt mit dem Auto fahren können. Als wir an unserem Auto vorbeikommen, stellt Christian fest, dass am Hinterrad eine Radmutter fehlt. Er spricht Costa darauf an, der sich darum kümmern will.




UWA-Gate


Souvenirstand beim Gate

Da uns inzwischen der Magen knurrt, entscheiden wir uns für ein spätes Mittagessen. Ich hätte gern ein Käse-Sandwich, aber momentan gibt es kein Brot, es wird erst noch gebacken. So wähle ich ein Gemüsecurry und Christian Spaghetti Bolognese. Wir warten eine gute ¾ h Stunde, aber es lohnt sich: es schmeckt uns sehr gut.


Yellow White-eye

Bis zum Abendessen genießen wir die Zeit auf unserer Terrasse. Zwischendurch duschen wir und legen die Sachen fürs Gorilla-Tracking zurecht.

Diesmal haben wir das Gefühl, dass wir vor allen anderen bedient werden, obwohl die meisten anderen schon vor uns da waren. 😮 Es sind vier Pärchen sowie zwei Frauen und ein Mann. Christian hat sich Rindfleisch, ich Hühnchen bestellt. Dazu gibt es jeweils Reis und Gemüse. Es ist schmackhaft und warm. Zum Dessert isst Christian einen Fruchtsalat, der ihn nicht begeistert, da er viele Kerne von der Wassermelone hat. Ich esse einen Ananaskuchen, der relativ trocken ist und ich nie drauf kommen würde, dass es Ananas ist. Ich bin aber nicht unzufrieden.
Wir werden nach dem Essen gefragt, was wir zum Frühstück haben wollen. Ich erkläre, dass wir zum Frühstück noch nicht so viel runter bekommen und ein Lunchpaket statt des Frühstücks haben möchten.

Ich habe Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Mir geht auch vieles durch den Kopf, vor allem das Gorilla-Tracking. In der Nacht bin ich auch öfter wach und höre Musik von Einheimischen.
Übernachtung: Rushaga Gorilla Camp, double cabin, HB
Kilometer: 79
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200614. März 2018 ·
29.12. Bwindi NP- Gorilla Tracking
Kurz nach 6 h heißt es raus aus den Federn. Noch mal gecheckt, ob wir an alles fürs Gorilla Tracking gedacht haben und dann geht’s hoch zur Lodge, wo wir noch einen Kaffee bzw. Tee trinken.



Um 7:35 Uhr fahren wir los. Der Parkplatz ist rappelvoll.



Vom Parkplatz ist es noch ein Stück bis zum Sammelpunkt zu laufen. Zuerst ist es etwas unklar für uns, wem wir die Pässe geben und ob wir uns selbst einen Porter organisieren müssen.


Porter

Die Permits und die Pässe werden uns abgenommen, die Pässe bekommen wir kurz darauf wieder. So viele Touristen wie hier rumwuseln, sind wahrscheinlich alle Permits für den heutigen Tag vergeben. Christian geht auf Toilette. Die Toilette ist für solche Orte typisch: ein dunkles Loch und nicht gerade einladend.



Gegen acht startet das Briefing. Anschließend werden wir je nachdem, wie es von der Anzahl her passt, auf die Gruppen verteilt. Wir haben nicht den Eindruck, dass dabei unsere Konstitution gecheckt wird – wie auch? 😗 Unser Guide heißt Amos. Wir sind zusammen mit drei Deutschen, zwei Holländerinnen sowie einer Belgierin. Die sechs gehören zu einer insgesamt zwölfköpfigen Reisegruppe. Unsere Gruppe Mishaya ist die größte Gorillagruppe, bestehend aus 25 Mitgliedern, u.a. einen Silberrücken, einen Anwärter und ein wohl anderthalb Monate altes Baby.



Wir müssen eine gute halbe Stunde fahren – Amos fährt bei uns mit- , aber es dauert eine Weile, bis wir überhaupt vom Parkplatz weg kommen. Das letzte Stück bis zum Tracking Point ist ziemlich raue Piste, es geht über Stock und Stein bergauf. Hier treffen wir auch auf unsere Porter.



Irgendwie bin ich unbewusst davon ausgegangen, dass ein „porter“ männlich ist und daher kurz erstaunt, als sogar mehr weibliche als männliche Porter angelaufen kommen. 😮 Wenn man sieht, welche schweren Lasten die Frauen sonst auf dem Kopf tragen, ist es wohl eher eine leichte Aufgabe, die Rucksäcke der Touristen zu tragen und ihnen bei schwierigen Passagen behilflich zu sein.

Unsere Trägerin heißt Agnes. Sie gibt uns auch einen (Wander-)Stock. Es geht steil bergauf, obwohl wir schon auf über 2.000 m Höhe sind, da komme nicht nur ich ganz schön außer Puste.


hier ist die Steigung noch moderat



Nach einem entsprechenden Hinweis von Amos ziehen wir uns unsere Handschuhe an. Diese sind neben den Gamaschen, die die Ameisen abhalten sollen - Gold wert, denn so kann man Äste etc anfassen, um sich den Weg zu bahnen, ohne sich um eventuelle Dornen zu kümmern.



Mit kurzen Trinkpausen laufen wir ca. anderthalb Stunden, dann müssen wir unsere Rucksäcke, Wasserflaschen und alles weitere außer Kameras und ggf. Ersatzakkus bei den Trägern zurücklassen. Die letzten Meter zu den Gorillas folgen wir nur mit Kamera ausgestattet.

Anfangs habe ich recht gute Sicht auf den Silberrücken, Gorillamama und Baby. Dennoch ist es schwierig, ein gutes Foto zu machen, immer sind Blätter oder Äste im Weg, obwohl die Tracker sich bemühen und den ein oder anderen störenden Ast entfernen. Wir knien uns hin, was ganz schön auf die Knie geht, später setze ich mich auf den Waldboden.











Es ist unheimlich, wie viele Fliegen um die Gorillas und die Tracker herumfliegen, komischerweise aber nicht bei uns. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns am Anfang der Tour -wie von Amos gebeten- mit Insektenspray eingesprüht haben.















Einer nach dem anderen aus der Gruppe setzt sich vor mich. Ich wundere mich, dass sie jedoch nicht in Richtung der Gorillas schauen. Erst nach einer Weile fällt bei mir der Groschen: sie lassen sich fotografieren mit den Gorillas im Hintergrund. 🤪
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200614. März 2018 ·
Als die Gorillas weiterziehen, schlagen die Tracker den Weg für uns mit Macheten frei.











Wir verfolgen sie zwei- oder dreimal, dann entscheiden wir als Gruppe, dass wir es aufgeben und die Gorillas in Ruhe lassen wollen. Kurz darauf sind die Porters bei uns, und wir treten den Rückweg an.

An einer geeigneten Stelle legen wir eine Lunchpause ein. Zum Sandwich gibt es jeweils eine große Wasserflasche, eine Banane, einen Apfel, Erdnüsse, einen Muffin und ein hart gekochtes Ei. Beim Käse-Sandwich muss ich den Käse suchen. Eine Banane, einen Apfel, ein Ei sowie ein Wasser geben wir Agnes. Wir kommen mit den anderen aus unserer Gruppe ins Gespräch. Sie machen von Kisoro aus das Tracking.





Auf einer großen Lichtung lassen wir uns nieder, bezahlen Agnes (15 $) und geben ihr und dem Guide ein Trinkgeld.
Damit Amos die Zertifikate ausstellen kann, schreibt jeder seinen Namen gut lesbar auf einen DinA4-Umschlag. Dann müssen wir noch einen Moment warten, bis die Zertifikate ausgestellt und übergeben werden. Amos erklärt uns vorher, wie die Einnahmen vom Gorillapermit verwendet werden:
Das Geld wird aufgeteilt zB zum Beispiel den Kauf von Werkzeug für die Community, die Guides und Tracker erhalten ein (regelmäßiges) Einkommen und darüber hinaus werden u.a. dadurch dass Touristen, Tracker und Guides im Wald sind, hoffentlich Leute davon abgehalten zu wildern.

An der Stelle, wo wir gestartet sind, steht nur noch unser Auto. Die driver der anderen haben ihre Wagen weiter unten geparkt. Wir nehmen Agnes mit. Die anderen laufen mit Amos zu dem Autos und entdecken beim Herunterlaufen ein Dreihornchamäleon. Da steige ich auch schnell aus dem Auto. Allerdings bin ich einen Tick zu spät dran, es ist schon fast wieder im Gebüsch verschwunden.



Am Sammelpunkt warten wir noch auf Amos, da wir ihn mit zurück nehmen sollen. An einer Kreuzung steigt Agnes aus.



Wir bestellen uns eine Cola und einen Kaffee, dann ruhen uns eine ¾ h aus, bevor wir mit Costa zum Community walk aufbrechen.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1’312 Beiträge · seit 200614. März 2018 ·
Hallo Chrissie,

habe gerade Deinen Reisebericht entdeckt und sofort quergelesen.
Das ist ja schon eine andere Nummer als das südliche Afrika, Respekt!!!
Da wir wohl kaum mal nach Uganda kommen, freue ich mich besonders über viele Bilder!
Vielen Dank fürs Teilen!

LG Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
5’058 Beiträge · seit 201414. März 2018 ·
Hi Chrissie,

bei deinen tollen Gorilla-Fotos werden schöne Erinnerungen an unser Gorilla-Tracking wach.

Um das Foto vom Dreihornchamäleon beneide ich dich total. Leider ist uns in Uganda keins über den Weg gelaufen.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200615. März 2018 ·
jaffles schrieb:
Das ist ja schon eine andere Nummer als das südliche Afrika, Respekt!!!
Im Nachhinein fanden wir es nicht viel schwieriger als das südliche Afrika (vor allem bezogen auf die Navigation), nun waren wir aber auch auf der klassischen Route unterwegs. Worüber wir jedoch froh waren, dass wir nicht als Selbstversorger unterwegs waren. Denn das Fleisch für den abendlichen Grill zu besorgen, wäre schon eine Herausforderung geworden, da es außerhalb der großen Städte keine Supermärkte gibt. Und das rohe Fleisch kaufen, das draußen in der Sonne hängt…. 🤢
Daxiang schrieb:
Um das Foto vom Dreihornchamäleon beneide ich dich total. Leider ist uns in Uganda keins über den Weg gelaufen.
Das blieb leider auch das einzige.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
5’484 Beiträge · seit 200916. März 2018 ·
Hallo Chrissie,

ich lese bei einem Reisebericht über Ostafrika natürlich auch mit. Sehr schön.

Das Leben als Selbstversorger ist in Ostafrika ganz anders als im südlichen Afrika. Während bei mir im südlichen Afrika fast jeden Abend ein ordentliches Stück Fleisch auf dem Grill landet, ernähren wir uns in Ostafrika überwiegend vegetarisch. In den Straßenschlachtereien würde ich dort auch nichts kaufen. Dafür gibt es aber überall an den Straßen fantastische Obst- und Gemüsestände mit großer Auswahl.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200616. März 2018 ·
29.12. Bwindi NP- Gorilla Tracking II
Der walk mit Costa ist anstrengender als ich vermutet habe. Es geht wieder hoch und runter, und wir müssen einen kleinen Bach auf Baumstämmen überqueren. Er erzählt uns einiges über Kartoffeln, Bohnen und zeigt uns, dass Kaffee angebaut wird.









Wir sehen, wie zum Teil Kinder ihre Wasserkanister am Brunnen füllen. 🙁





Bei den Batwa Pygmäen fotografiere ich (habe Costa vorher gefragt, ob das erlaubt ist) und zeige ihnen (vor allem den Kindern) diese auf dem Display. Besonders die Kinder sind fasziniert, wenn sie sich selbst auf dem Display sehen.
Wir kaufen ihnen einen großen Gorilla und ein kleinen als Schlüsselanhänger ab.









Christian hat den Eindruck, dass fast alle Erwachsenen unter Drogeneinfluss stehen. Costa zeigt uns deren Behausungen, es bedrückt uns, wie ärmlich es ist. Allerdings erfahren wir auch, dass die Regierung ihnen zum Beispiel Matratzen und Bettdecken besorgt hat, die diese um an Bargeld zu kommen wieder verkauft haben. 😐






Hasen oder Kaninchen?

Der Besuch bei den Batwa berührt mich emotional sehr. Bei deren Gesangsvorführung zum Schluss kann ich mir ein paar Tränen nicht verkneifen.





Zwei unbearbeitete kurze Videomitschnitte (Fotoapparat) von der musikalischen Vorführung der Batwa:
Mitschnitt 1

Mitschnitt 2

Wir bedanken uns herzlich und anschließend geht es langsam zurück zur Lodge. Ich habe mir die Pygmäen viel kleiner vorgestellt, aber Costa meint, dass schon die Kinder größer werden, wenn ein Elternteil normalwüchsig ist. Costa erzählt außerdem, dass manche Batwa-Frauen, die von jemanden schwanger werden, der nicht zu den Batwa gehört, sie in den Wald gehen und bestimmte Kräuter einnehmen, die zu einem Abort führen.

Der Mechaniker ist inzwischen mit dem Boda-boda aus dem ca. 10 km entfernten Rubuguri gekommen. Er hat jedoch keine Radmutter angebracht sondern nur eine einfache Schraube. Dafür will er 50.000 UGX. Costa ist –wie wir- der Meinung, dass das zu viel ist. Simon kommt hinzu und diskutiert mit dem Boda-boda –Fahrer und dem Mechaniker. Costa meint 30.000 UGX sind genug: 10.000 UGX für den Boda-boda –Fahrer und 20.000 UGX für den Mechaniker. Der Boda-boda –Fahrer nimmt das Geld, aber der Mechaniker nicht. Wütend fährt er davon. Costa meint, der Mechaniker wäre betrunken.

Es hat inzwischen angefangen zu nieseln. Eigentlich wollen wir vor dem Abendessen duschen, aber es gibt noch eine Aufführung der Waisenkinder. Diese ist vom Gesang her nicht ganz so gut, besonders die Vorsängerin nicht. 😄



Leider ist der Akku meiner Kamera alle, und der Ersatzakku liegt im Zimmer. 😈 Jetzt schüttet es zum Teil richtig. Wir holen die Waisenkinder heran, damit sie unter der Überdachung weitermachen können. Anschließend gibt es die Gelegenheit, Souvenirs zu kaufen.

Beim Abendessen unterhalten wir uns einem Pärchen vom Nachbartisch. Sie sind sehr sympathisch und kommen aus San Francisco. Sie fragen nach, ob wir auch schon mal in Kalifornien waren. Wir erklären, dass wir dort unsere Hochzeitsreise verbracht haben und zum Abschluss auf Hawaii waren. Er bzw. seine Familie stammt aus Hawaii.

Die Gemüsesuppe wird serviert. Anschließend gibt es Buffet: Kartoffeln, Reis, Gemüse (Karotten, Blumenkohl, Bohnen und Zucchini), Krautsalat, Fisch, Hähnchen und Rindfleisch. Es ist warm und wenn etwas ausgeht, wird kurz darauf nachgefüllt. Uns schmeckt es gut. Zum Nachtisch gibt es Schokoladenkuchen mit Schokoladensauce. Auch dieser ist wie gestern etwas trocken. Wir bestellen noch das Frühstück, dann gehen wir nach einem ereignisreichen Tag zurück ins Cabin.
Übernachtung: Rushaga Gorilla Camp, double cabin, HB
Kilometer: 26
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200618. März 2018 ·
30.12. Bwindi NP – QENP-Ishasha
Im Morgengrauen hören wir eine Fledermaus herumfliegen, können sie jedoch nicht entdecken. Gegen 5:20 h geht die Alarmanlage eines Autos los. Ich habe ein ungutes Gefühl, weil mir der Mechaniker im Hinterkopf herumschwirrt. 😐
Wir stehen früh auf, packen unsere Sachen und bringen schon vor dem Frühstück das Gepäck ins Auto. Unser Auto steht frisch gewaschen da, vielleicht ging deswegen die Alarmanlage an. 😁



Das Frühstück ist nicht besonders. Der Obstteller bestehend aus Wassermelone, Bananen, Ananas und ein Stück Pampelmuse ist ok. Zum Omelett gibt es nicht einmal Toast dazu. Satt sind wir beide nicht. Da haben wir gestern Morgen also nichts verpasst. Wir begleichen unsere Rechnung und hinterlassen unser Trinkgeld in der Tipbox. Leider ist Costa schon mit anderen Gästen unterwegs, so dass wir uns nicht von ihm verabschieden können.

Es ist noch recht frisch mit 14 ° C, als wir kurz nach 9 h starten. Den Rückweg zur geteerten Kisoro- Kabale-Road finden wir auf Anhieb. Entlang dieser Hauptstraße geht eine Siedlung in die nächste über.







Wir wollen über Kanungu zu unserer nächsten Unterkunft fahren. Auf der Herfahrt vor zwei Tagen haben wir gesehen, dass es zwei Abzweigungen nach Kanungu gibt.
Wir biegen in eine Piste ein, sind uns jedoch unsicher, ob dies der richtige Abzweig ist. Daher steigt Christian aus und läuft noch einmal die paar Meter zur Hauptstraße zurück, um nach einem Hinweisschild Ausschau zu halten. Das erweist sich aber als Fehler, denn zwei junge Männer wollen mitfahren und stellen sich hinten auf die Stoßstange, als Christian ihr Ansinnen ablehnt. 🤢 Der Weg führt auf einen Pistenabschnitt zu, der sehr moddrig und von tiefen Spuren durchzogen ist. Christian ist sich unsicher, ob er da durchfahren kann, ohne sich festzufahren. Da sich außerdem noch weitere junge Männer in der Nähe aufhalten, fährt Christian rückwärts und versucht die Trittbrettfahrer loszuwerden. Nach einer Weile ist er erfolgreich. Wir atmen erleichtert auf und ärgern uns über unser unüberlegtes Handeln 😈 , sind aber heilfroh, dass nichts weiter passiert ist. Vielleicht wäre ja auch nichts passiert, aber wir hatten schon ein ungutes Gefühl im Bauch, schließlich lag meine Kamera zu meinen Füßen (nicht zu vergessen, dass wir ja sämtliche Wertsachen bei uns hatten).

Auf der Karte ist noch ein zweiter, schmalerer Weg nach Kanungu eingezeichnet. Von der Kilometerzahl ist es gleich mit 50 km. Aber ich habe es richtig in Erinnerung, dieser Abzweig ist auf der ausgedruckten Karte als nicht empfehlenswert gekennzeichnet. Daher drehen wir auch hier nach ca. 5 Kilometern um. Ich schlage Christian vor, es am östlichen Rand des Bwindi Nationalparks über Ruhija und Butogota zu versuchen. Dies hatten wir ursprünglich ausgeklammert, da der Weg mitunter nur schwer passierbar ist, was aber hauptsächlich auf die Regenzeit zutrifft. Mir fällt jedoch ein, dass die Reisegruppe vom Gorillatracking vor ein paar Tagen dort langgefahren ist.



Wir biegen daher am entsprechenden Hinweisschild von der Kisoro- Kabale-Road ab und bekommen kurz darauf einen Schreck, als ein Baum ein Stück vor uns auf die Straße fällt. Momente später sehen wir, dass ein Mann ihn gefällt hat. Er entfernt ihn auch sofort von der Straße.

Wir passieren das Gate des Bwindi Nationalparks. Da wir nur im Transit durch den Park fahren, müssen wir keine Gebühr bezahlen.
Wir halten kurz an, da Christians Knie eine Pause benötigt. Es ist sehr grün und riecht nach Eukalyptus, Grillen zirpen. Als ich beim Navi auf die Höhe schaue, stelle ich fest, dass wir auf 2400 m sind.
Ab und zu überholen uns einige Autos bzw. kommen uns welche entgegen.




L'Hoest's monkey- Östliche Vollbartmeerkatze


Olive Baboon- Anubis-Pavian



Die Strecke im Nationalpark lässt sich ungefähr bis Ruhija village gut befahren. Sie ist zwar sehr kurvenreich, aber die Oberfläche ist relativ eben. Danach ist die Straße mit wenigen Ausnahmen sehr steinig und sehr holprig. Meinem Nacken machen die Kurven und die unebene Piste zu schaffen. Wir halten ein paar Minuten am Straßenrand, wo ich vergeblich versuche, meinen Nacken in der Liegeposition zu entspannen. Unser Mittagessen besteht heute aus ein paar Butterkeksen.

Wir passieren den Abzweig nach Buhoma. Leider wird unsere Hoffnung auf eine bessere Straße oder sogar Teerstraße nicht erfüllt. Dafür ist nach einigen Regentropfen wieder die Sonne rausgekommen.



Butogota ist größer als anfänglich vermutet. Ziegen laufen über die Straße. Am Wegesrand im Dorf werden Kaffeebohnen, vermutlich Tee und andere Sachen getrocknet. Die Häuser haben hier für mich einen arabischen Touch.
Die Piste ist leider so schlecht wie bisher, steinig und mit größeren Senken. Es wird viel Mais angebaut, und es reiht sich wieder eine Siedlung an die andere. Die Büsche und Bäume am Straßenrand sind mit einer grauen Staubschicht überzogen.






Wenn man genau hinschaut, kann man die Staubschicht erahnen

In einem Vorort von Kihihi scheint heute Markttag zu sein.



In Kihihi fahren wir etwas kreuz und quer, in der Hoffnung eine Markentankstelle zu finden, leider vergeblich. Viele Radfahrer sind auf der Straße Richtung Savannah Hotel.

Die Auffahrt des Savannah Resort Hotel ist mit Blumen gesäumt. Im parkähnlichen Garten sind diverse Tierfiguren verteilt.







Wir entscheiden uns beim Einchecken für eine gekühlte Cola als Willkommensdrink, denn gekühlte Getränke sind auf unseren Fahrten in Uganda Mangelware. Wir geben unsere Bestellung für das Abendessen auf. Bevor wir zu unserer Rundhütte gebracht werden, wird unser Gepäck erstmal gründlich mit einem Handtuch abgestaubt, denn wir haben leider heute Morgen vergessen, das Gepäck in Müllsäcke (Staubschutz) zu packen. 😊



Auf den ersten Blick macht die Hütte keinen schlechten Eindruck.



Es gibt zwar nur einen Nachttisch, jedoch mit einer Nachttischlampe, im Vorraum gibt es eine kleine Couch. Neben dem Bett gibt es einen kleinen Tisch mit zwei Stühlen und künstlichen Blumen sowie zwei Flaschen Wasser. Darüber hinaus gibt es eine separate kleine Ecke, wo eine Kleiderstange mit vier Bügeln ist. Im Schlafzimmer gibt es noch einen stummen Diener und eine kleine Kommode. Das Badezimmer gefällt mir nicht ganz so gut, denn es gibt keine Ablagemöglichkeiten am Waschbecken. Beim Duschen fällt uns später auf, dass der in der Ecke befindliche Abfluss höher liegt als der restliche Fußboden. Es gibt auch keinen Duschvorhang, so dass der ganze Boden beim Duschen nass wird.

Da es inzwischen über 30 ° C sind freuen wir uns nach der anstrengenden Fahrt auf eine Abkühlung im Pool.



Im dazugehörigen Häuschen kann man sich umziehen, und es gibt kleine Schließfächer, in denen man seine Wertsachen oder Kleidung einschließen kann. Im ersten Moment ist das Wasser sehr frisch, aber dann geht es. Eine schwarze Frau mit ihren Kindern amüsiert sich, dass Christian wie immer etwas länger braucht.

Wir erkundigen uns an der Rezeption, ob es eine Shell oder anderen Markentankstelle in Kihihi gibt. Angeblich wäre gegenüber der Stanbic Bank eine Shell Tankstelle. Da morgen Sonntag ist, ist man unsicher, ob die Tankstelle morgen vielleicht erst um 10 h öffnet, daher fährt Christian heute noch mal in die Stadt.

Ich gehe in der Zeit duschen und Haare waschen. Obwohl es uns gezeigt wurde, ist es nicht ganz einfach die Dusche einzustellen, aber dann habe ich den Dreh raus. Der ganze Fußboden wird nass, ich muss aufpassen, dass ich nicht ausrutsche.
Die Tankstelle gegenüber der Stanbic Bank ist keine Markentankstelle (mehr?), aber Christian tankt trotzdem, es bleibt ihm nichts anderes übrig.

Das Abendessen nehmen wir im Außenbereich des Restaurants ein.



Uns wird vor dem Essen ein heißes Tuch zum Händesäubern gereicht. Christians Coleslaw- Salat und die Tomatensuppe für mich werden ziemlich schnell von Richard serviert. Wir bemerken rasch, dass er ein Kellner der alten Schule ist. Das einzige, was wir ihm „ankreiden“ könnte, ist, dass er zu nah am Weihnachtsmann vorbeigeht und daher jedes Mal „Santa Claus is coming to town” ertönt. 🤪 Sein Kollege ist vielleicht davon auch genervt, denn er geht in ausreichendem Abstand um den Weihnachtsmann.



Der Hauptgang (Christian: gemischte Grillplatte mit Pommes, ich: Chicken Masala) ist ebenso wie die Vorspeise sehr gut. Wir hatten am Nachmittag kein Dessert bestellt, aber mich gelüstet es nach etwas Süßem. Daher bestelle ich eine Karamellcreme. Es heißt zuerst, dass es wohl eine Stunde dauert, aber das nehme ich in Kauf. Letztendlich dauert es nur eine Viertelstunde. Bevor wir ins Zimmer zurückgehen, geben wir noch unsere Bestellung fürs Frühstück auf.

Christian bleibt nicht mehr allzu lange wach, ich studiere noch ein paar Reiseberichte und sehe mir die Fotos vom Gorilla-Tracking an. Kurzzeitig fällt der Strom aus. Meine Nase läuft wieder, ich scheine wohl doch auf etwas allergisch zu reagieren. Zum Glück habe ich meine Allergietabletten bei. Es ist schon nach 22:00 Uhr, als ich ins Bett gehe.
Übernachtung: Savannah Resort Hotel, double room, HB
Kilometer: 168
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
4’385 Beiträge · seit 201518. März 2018 ·
Hallo Chrissie,
ich begleite Euch begeistert weiter. Allerdings verstehe ich nicht, warum Christians Knie grün war und nach Eukalyptus geduftet hat???? 😛 😛 😛
Wir halten kurz an, da Christians Knie eine Pause benötigt. Es ist sehr grün und riecht nach Eukalyptus,
Vorsichtshalber schreibe ich mal "Achtung, Satire" dazu....
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
3’883 Beiträge · seit 201118. März 2018 ·
CuF schrieb:Hallo Chrissie,
ich begleite Euch begeistert weiter. Allerdings verstehe ich nicht, warum Christians Knie grün war und nach Eukalyptus geduftet hat???? 😛 😛 😛
Wir halten kurz an, da Christians Knie eine Pause benötigt. Es ist sehr grün und riecht nach Eukalyptus,
Vorsichtshalber schreibe ich mal "Achtung, Satire" dazu....
Viele Grüße
Friederike
Hahaha, an der Stelle musste ich auch grinsen 😄 . Hoffentlich "redet" chrissie trotzdem noch mit uns 😕 .
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200618. März 2018 ·
freshy schrieb:
CuF schrieb:Hallo Chrissie,
ich begleite Euch begeistert weiter. Allerdings verstehe ich nicht, warum Christians Knie grün war und nach Eukalyptus geduftet hat???? 😛 😛 😛
Wir halten kurz an, da Christians Knie eine Pause benötigt. Es ist sehr grün und riecht nach Eukalyptus,
Vorsichtshalber schreibe ich mal "Achtung, Satire" dazu....
Viele Grüße
Friederike
Hahaha, an der Stelle musste ich auch grinsen 😄 . Hoffentlich "redet" chrissie trotzdem noch mit uns 😕 .
😄 😄 😄
Das kommt davon, wenn man aus seinem privaten RB ein paar Sachen rauslöscht oder kurzfristig noch mal umstellt. 🤪
Freut mich, wenn ich euch zum Lachen bringen kann. 🙂
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200620. März 2018 ·
31.12. Ishasha - QENP
Die Nacht war sehr warm und ruhig, aber meine Nase lief wie ein Wasserhahn 😵 . Um 6:30 h hören wir das erste Vogelgezwitscher, bleiben aber noch eine Weile liegen.
Vor dem Frühstück spazieren wir im Garten umher. Das heutige Frühstück ist reichlich und gut: Obstteller (Banane, Wassermelone und Ananas), Cerealien, Rührei mit Würstchen, Kartoffeln und Bohnen sowie Toast mit Marmelade und Butter. Etwas Käse noch und es wäre für mich perfekt gewesen.
Christian bestellt sich noch einen weiteren Kaffee. Der Ober taut richtig auf, und wir unterhalten uns mit ihm.

Wir packen unsere Sachen, und als wir das Zimmer verlassen, stehen schon zwei Kofferträgerinnen bereit. Es scheint ein warmer Tag zu werden, es sind schon 25 ° C.
Diesmal sind wir schlauer und packen das Gepäck in Müllsäcke. Leider fällt mir erst hinterher ein, dass wir noch das Fernglas rausholen wollten. 😄

Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir den Ishasha Teil des QENP besuchen oder nicht. Die Baumlöwen haben uns gereizt, wenngleich es natürlich keine Sichtungsgarantie gibt. Letztlich haben wir uns dagegen entschieden, da wir dann für einen weiteren Tag den Eintritt für den QENP zahlen hätten müssen (Abrechnung auf 24 –h-Basis). Dies hätten wir in Kauf genommen, wenn wir gestern Nachmittag noch unternehmungsfreudig gewesen wären – einerseits hat es besonders mich gereizt, andererseits wollte ich Christian nach der langen Fahrt auch nicht überstrapazieren – ich hatte mir im Vorfeld vorgenommen, die einzelnen Tage nicht zu voll zu frachten, was mir mitunter schwer fällt, aber diesmal ist es mir im Großen und Ganzen gelungen.

Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, denn wir haben zur Queen Elizabeth Bush Lodge aufgrund der schlechten Piste wesentlich länger benötigt, als aufgrund der Reiseberichte/ Recherchen zu erwarten war. Da rechts des Weges das Kigezi Game Reserve und links der Ishasha Teil des QENP liegen, hoffen wir, dass die Fahrt kurzweilig wird. Leider meint es das Wetter nicht so gut mit uns: es ist sehr bewölkt und später wird es auch noch etwas tröpfeln, daher fallen die Fotos sehr verhalten aus.

Die Savannenlandschaft gefällt uns sehr gut. Wir halten, damit ich fotografieren kann. Kaum stehen wir, kommt auch schon ein Kind angerannt und bettelt.



Es gibt viele mittelgroße Termitenhügel, manche gaukeln uns im ersten Moment eine Sichtung vor, bis wir sie bei näherem Hinschauen als Termitenhügel enttarnen.



Häufig sehen wir in Uganda einen Long-crested Eagle. Aber leider nie im guten Licht. 🙁



Das passt beim Broad billed roller (Zimtroller) besser.




Yellow-throated Longclaw

und auch Perlhühner gibt es:



In einem Baum sitzen verschiedene Geier und Greifvögel. Es sind vermutlich ein Weißrückengeier, ein Palm-nut Vulture, ein juveniler Gaukler und ein von uns nicht identifizierbarer „brownie“, von den letztgenannten kann ich keine guten Foto bieten.


Weißrückengeier


Palm-nut Vulture

Kurz nach dem Katookye Gate ist der Abzweig für die Enjojo Lodge, die Ishasha Jungle Lodge und @ the river.
In der Enjojo Lodge wollten wir ursprünglich übernachten, diese war jedoch schon ausgebucht. Daher hatten wir uns für @ the river entschieden. Leider haben diese trotz fester Zusage das Zimmer vor der An-/Bezahlung weiter gegeben. Wir wurden lt. Elizabeth von der Lodge zwar auf die „Warteliste“ gesetzt, aber das war ihr – und uns auch – zu unsicher, so dass sie nach Rücksprache ein Zimmer im Savannah Resort Hotel für uns gebucht hat. Die beiden Unterkünfte sind wesentlich näher am Gate des Ishasha Sectors. Vielleicht hätten wir uns dann gestern doch zu einem Besuch im Ishasha Sectors des QENP aufgerafft? Abgehakt, ist nicht mehr zu ändern.

Hinter einer Brücke ist es vorbei mit der offenen Savannenlandschaft. Hier säumen dichtes Gestrüpp und Bäume die Straße. Die Straße ist unverändert weiter ruppig mit tiefen Senken.







Nach einer gefühlten Ewigkeit entdecke ich die ersten Antilopen und wenig später einen Waran.





Die Landschaft öffnet sich wieder, und wir sehen ein paar Antilopen. Dazu fallen vermehrt Euphorbien auf, die teilweise eine ziemliche Höhe erreichen.
Zwei LKWs blockieren wir Straße. So wie es aussieht, haben andere Autofahrer rechts überholt. Uns bleibt nichts anderes übrig, als es auch auf diesem Wege zu versuchen. Christian meistert die Aufgabe aber gut. Im hinteren LKW sitzt noch ein Beifahrer.



Ein brauner Greifvogel lässt uns für ein paar Fotos anhalten.


Black Kite? 😕

Wir können es gar nicht glauben, als wir nach gut 60 km Teerstraße unter den Rädern haben, aber das gute Teerstück währt nur 2 km. Dann geht es weiter auf einer ehemals halb geteerten Straße. Der Teer lässt sich noch erahnen.
Die Fahrradfahrer, die am Straßenrand eine Pause einlegen, beneiden wir nicht.


qualitativ kein gutes Foto, aber es ist der erste Elefant, den wir in Uganda sichten 🙂

Wir erreichen die geteerte Katunguru Road. Mit ihren Schlaglöchern und dem löchrigen Asphalt ist sie nicht wirklich viel besser als die Schotterpiste, wenigstens ist es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft. Der Himmel hat sich dunkel zugezogen.

Auch in der Queen Elizabeth Bush Lodge werden wir mit einem Begrüßungsdrink empfangen. George stellt sich uns vor und erklärt uns kurz wie alles abläuft.

Foto ist am nächsten Tag aufgenommen worden - man kann auch sagen im nächsten Jahr 🤪

Dann zeigt er uns unser Zelt. Es hat leider keinen Blick aufs Wasser, dafür liegt es außer Sichtweite der anderen Zelte, was vielleicht besonders an Silvester ein Vorteil ist.


das komische "Etwas" neben dem Mülleimer ist eine Tsetsefliegenfalle


... und von der anderen Seite


Außendusche

Während wir zu Mittag (Pilzsuppe und Hackbraten mit Gemüse und Kartoffeln) essen, geht ein kurzer Regenschauer mit Gewitter nieder. Wir haben vorgesorgt und haben den im Zelt bereit liegenden Schirm mitgenommen, den wir letztendlich doch nicht benötigen. Christian macht der Kofferraum Sorgen, denn er hat festgestellt, dass er sich nicht mehr abschließen lässt. Das wird er sich morgen in Ruhe anschauen, denn heute ist es nicht weiter von Belang, da wir nicht mehr mit Gepäck herumfahren bzw. das Auto nicht unbeaufsichtigt abstellen.

Wir wollen den restlichen Nachmittag im QENP verbringen. Dazu müssen wir uns das Permit beim Office zu besorgen, welches nicht bei einem der Gates des Parks sondern ein Stück Richtung Ishasha liegt.
Die beiden weiblichen Angestellten sind sehr freundlich und gut drauf. Die Angestellte ist auch dann noch sehr freundlich, als wir beide uns nicht angesprochen fühlen, als sie nach unserem Kennzeichen fragt -es ist ein Guide hinzugekommen, mit dem sie zwischendurch auch Smalltalk halten- und sie deswegen extra raus geht, um selbst nach dem Kennzeichen zu schauen. Hier können sich die meisten SanParks-Angestellten ein Beispiel nehmen. 😗
Von der Hauptstraße aus sehen wir dem Weg zum Kasenyi Gate mehrere Uganda Kobs und einen Wasserbock. Obwohl es erst kurz nach 16 Uhr ist, wirkt es schon dämmrig.
Am Gate frage ich, welche Route sie empfehlen können, und ein Angestellter zeigt mir, wo heute Morgen Löwen gesichtet worden sind. Wir erstehen noch einen kleinen Vogelguide, dessen Preis Christian um 10.000 UGX auf 30.000 UGX herunterhandelt.

Wir sind begeistert, dass unser Navi sogar hier im Park den Track, den wir befahren, richtig anzeigt. Die Freude währt aber nicht lange, denn schon bald fahren wir laut Navi im Niemandsland. 😣 So fahren wir nach Bauchgefühl bzw. nach Pistenzustand, der mitunter arg zu wünschen übrig lässt. Christian hat teilweise trotz der niedrigen Geschwindigkeit kaum die Gelegenheit, den Blick länger in die Ferne schweifen zu lassen, will er keine Senke übersehen. Außerdem sind die Tracks sehr schmal.

Wir entdecken Uganda Kobs, Wasserböcke, Warzenschweine und einen Büffel, die „tierische Ausbeute“ ist nicht überragend.








African Wattled Lapwing

Dafür machen wir die Bekanntschaft mit der Tsetsefliege: mich sticht eine in den Kopf, Christian in den Arm. Der Stich ist schmerzhaft, bleibt aber zum Glück ohne weitere körperliche Folgen. Allerdings wird es uns auch die Fotoaufnahmen erschweren: entweder durch die Scheibe fotografieren oder die Fenster erst öffnen, wenn man eine Weile steht und dadurch für die Tsetsefliegen unattraktiv geworden ist. Leider haben die anderen Tiere nicht so viel Verständnis und Ausdauer. 😐

In der Nähe der Kasenyi road sind offensichtlich die Löwen, denn es stehen viele Fahrzeuge dort. Wir können sie jedoch nicht entdecken, vielleicht haben wir nicht den richtigen Blickwinkel. Ein kleines Stück die Straße herunter stehen auch ein paar (wenige) Autos. Wir wollen checken, was es dort zu sichten gibt, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Auf einem Termitenhügel scheint etwas zu liegen. Beim Blick durchs Fernglas lassen die Umrisse des Körpers vermuten, dass es ein junger Löwe ist, der schläft. Nach einer Weile kommen auch die Leute von der anderen herüber. Das nehmen wir zum Anlass, zurückzufahren, da wir nicht erwarten, dass sich der Löwe bald erhebt.

Beim Abendessen wählen wir einen Tisch in Wassernähe. Es werden Laternen bei jedem Tisch aufgehängt. Auf Kosten des Hauses gibt für jeden ein Glas Champagner, da heute Silvester ist.



Als Vorspeise gibt es Avocado, die sehr lecker ist, obwohl ich mir sonst daraus nichts mache. Als nächsten Gang gibt es Kürbissuppe mit einem warmen Brötchen und Butter, guter Durchschnitt. Mit dem Hauptgericht sind wir beide nicht zufrieden: es gibt Schweinerippchen, dazu Reis und ein kleinen Klacks gemischtes Gemüse. Die Schweinerippen sind mir zu zäh und fettig, der Reis und das Gemüse sind schon fast kalt. Ich gebe Christian einen großen Teil meines Fleisches. Damit der Rest nicht so trocken ist, möchte ich Ketchup nehmen. Leider explodiert die Ketchup Flasche halb in meiner Hand, als ich sie öffne und ein großer Teil des Inhalts schüttet sich über mein Hemd. Notdürftig säubere ich mein Hemd. Zum Nachtisch gibt es frittierte Bananen, für mich Ananas und Passionsfrüchte, da ich dem Ober zu Beginn mitgeteilt habe, dass ich keine Bananen mag. Statt Böller und Raketen hören wir Hippos grunzen und sehe immer wieder Wetterleuchten. Bevor wir zum Zelt zurück gebracht werden, müssen wir unsere Getränkeliste kontrollieren und gegenzeichnen.

Es sind kaum Sterne zu sehen. Wir setzen uns draußen hin, Christian trinkt ein Bier, ich einen Amarula. Dabei versuchen wir im Vogelbuch zu recherchieren, welche Vögel wir bisher in Uganda gesehen haben.
Nach einer Weile hören wir, dass das Nachbarzelt, das man tagsüber so gut wie nicht sieht, auch belegt ist, denn jemand hustet sehr stark. Schon weit vor Mitternacht liegen wir im Bett.
Übernachtung: Queen Elizabeth Bush Lodge, self contained tent, HB
Kilometer: 142
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
358 Beiträge · seit 201320. März 2018 ·
chrissie schrieb:
In der Nähe der Kasenyi road sind offensichtlich die Löwen, denn es stehen viele Fahrzeuge dort. Wir können sie jedoch nicht entdecken, vielleicht haben wir nicht den richtigen Blickwinkel.


Oh je, das kennen wir! Einen ganzen Tag haben wir die Löwen in Ishasha Sector gesucht, bis wir sie gefunden haben.
2018: Uganda, Ruanda, DR Kongo
1’070 Beiträge · seit 201320. März 2018 ·
Oh wie schön, dass ihr Erinnerungen in uns weckt!

Wir hatten das gleiche Zelt bei der Bush Lodge wie ihr. Der Ausblick auf den Gegenhang war doch super!
Hattet ihr nachts auch Wildtierbesuch?

Wenn ihr nicht deutlich vor uns unterwegs gewesen wärt, würde ich ja sagen, dass die beiden LKW Mitte Februar da immer noch standen.... und dazwischen hatten sich die Fahrer ein Lagerfeuerchen gemacht.

Ach, und wo du vom Auto schreibst...wir hatten öfters Schwierigkeiten den Kofferraum AUFzumachen. Ob der überhaupt abzuschließen war, kann ich gar nicht sagen... 🤪

Gruß
Mabe
1’366 Beiträge · seit 201121. März 2018 ·
adriana schrieb:
chrissie schrieb:
In der Nähe der Kasenyi road sind offensichtlich die Löwen, denn es stehen viele Fahrzeuge dort. Wir können sie jedoch nicht entdecken, vielleicht haben wir nicht den richtigen Blickwinkel.


Oh je, das kennen wir! Einen ganzen Tag haben wir die Löwen in Ishasha Sector gesucht, bis wir sie gefunden haben.
Bei uns war es umgekehrt. Wir haben die Baumlöwen schon auf dem Weg von der Bush Lodge zur Enjojo Lodge fast neben der Straße in einem Baum entdeckt. 😗

@chrissi
mich würde euer Fazit interessieren, bezüglich QENP und Ishasha. Wir waren 3 Nächte in der Bush Lodge und nur 2 in der Enjojo. Im Nachhinein hätte ich es lieber genau anders rum gemacht. QENP hat mir nicht sonderlich gefallen (außer das Krater-Hochland und die Bootstour). Mir waren in und um den Park zu viele Menschen und die Tiere entsprechend scheu bzw. wenig vorhanden. Zudem fand ich die Vish Lodge zwar von der Lage schön, aber es war das unfreundlichste Personal auf unserer Reise. Das Essen war leider auch nur 1 Tag gut und dann ahtte der Koch gewechselt. Leider. QENP war jetzt nicht so schlimm wie es sich vielleicht anhört, aber Ishasha hat uns deutlich besser gefallen.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1’312 Beiträge · seit 200621. März 2018 ·
Huhu Chrissie,

Nachtdienst- und Grippe geschwächt bin ich euch jetzt erst weitergefolgt.
Tolle Vogelbilder hast du mitgebracht. Aber das Gorilla Tracking ist natürlich der Hammer!
Aber die Strapazen wären definitiv nichts mehr für mich 😗 .
Da lässt es sich im südlichen Afrika doch etwas entspannter reisen!

Danke fürs Teilen und LG
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200622. März 2018 ·
@adriana
Ich habe Douglas übrigens auf den fehlenden Reserveschlüssel angesprochen. Er konnte sich sofort an den Vorfall in Ruanda erinnern. Er war betrübt, dass wir keinen hatten (zum Glück brauchten wir ihn ja nicht), denn er hatte seine Mitarbeiter informiert, dass der Reserveschüssel auszuhändigen sei.
Außerdem habe ich ihn auf das kaputte Reserverad sowie die hintere Fensterscheibe angesprochen, er hat es sich notiert. Ich hoffe, dass sich die nächsten Mieter nicht mehr damit rumärgern müssen.
THBiker schrieb:
mich würde euer Fazit interessieren, bezüglich QENP und Ishasha. Wir waren 3 Nächte in der Bush Lodge und nur 2 in der Enjojo. Im Nachhinein hätte ich es lieber genau anders rum gemacht. QENP hat mir nicht sonderlich gefallen (außer das Krater-Hochland und die Bootstour). Mir waren in und um den Park zu viele Menschen und die Tiere entsprechend scheu bzw. wenig vorhanden. Zudem fand ich die Vish Lodge zwar von der Lage schön, aber es war das unfreundlichste Personal auf unserer Reise. Das Essen war leider auch nur 1 Tag gut und dann ahtte der Koch gewechselt. Leider. QENP war jetzt nicht so schlimm wie es sich vielleicht anhört, aber Ishasha hat uns deutlich besser gefallen.
Zu Ishasha kann ich nichts sagen, denn schließlich haben wir es wie geschrieben gecancelt.
Die Bootsfahrt im QENP hat uns sehr gut gefallen, aber ansonsten waren wir vom Park enttäuscht.
Das Essen in der Bush Lodge war im Großen und Ganzen gut, wenn es auch mitunter wärmer hätte sein können. Unfreundlich war das Personal bei uns nicht,. Gerade mit dem, der uns abends zum Zelt zurück gebracht hat, hatten wir unseren Spaß.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 22. März 2018