Dienstag, 9. Januar 2018Tiere bis zum Schluss Die Nacht war eher mühsam, denn hier wurden wir erstmals so richtig von Mücken geplagt! 😈 Da diese Region kein Malaria-Risikogebiet ist, hatte ich unser Netz nicht nochmal montiert und so wurden wir ziemlich verstochen.
Wie geplant fahren wir zur Gate-Öffnung um 6 Uhr los. Scheinbar sind wir die einzigen Frühaufsteher, denn auf dem Campingplatz ist noch alles ruhig.
Zuerst kurven wir ein bisschen in der näheren Region herum und sind überrascht, wie viele Tiere unterwegs sind. Gnus, Impalas, Zebras, Elands und Blesböcke geniessen die grünen Triebe.
Wir beobachten zwei jugendliche Gnus beim kämpfen und wie der Schiri dazwischen geht:
https://vimeo.com/256215568Später nehmen wir die D1333 am Rande des Reserves und fahren zum Wilderness Way Entrance Gate. Der Pförtner meint, man hätte hier kürzlich eine Geparden-Familie sowie Löwen gesichtet.
Bald treffen wir diese 4
Am Bird-Hide entdecken wir einen Schwarm Blutschnabelweber, leider gelingt kein Foto. Auf dem Holz vor mir sitzt eine Art Wespe, während ich mit dem Feldstecher die Gegend ablinse. Als ich mich wieder aufsetze, verspüre ich einen stromschlag-ähnlichen, stechenden Schmerz in meinem Unterarm. Oh nein, das war wohl die Wespe! 😈 Nach einer Weile wird der Schmerz weniger und wir fahren weiter. Da im Camp eh die Südafrikaner den Pool besetzen, haben wir keine Eile und wir fahren noch eine Zusatzschlaufe.
In diesem Gebiet ist es noch viel grüner und wir finden wunderschöne, blühende Wiesen.
Als wir nach 8 (!) Stunden im Auto im Camp zurück sind, haben wir leider immer noch keine Geparden und Löwen gefunden (aber die Motivation zum Suchen blieb bis zum Schluss ungebrochen 😄 ).
Unterwegs haben wir festgestellt, dass unser Schloss für die Hintertür des Autos fehlt. Wir hatten es wohl gestern auf das Dach gelegt und waren am Morgen versehentlich mit dem Ding auf dem Dach losgefahren. 😗 Nun müssen wir uns auf Schloss-Suche machen, denn vermutlich ist das Teil in den ersten Kurven im Camp runtergerutscht. Doch das Schloss ist unauffindbar, auch das Nachfragen in der Reception und bei den Gärtnern bringt nichts. Unser Autovermieter wird sich freuen! 🤢
Nebst dem kaputten Reifen (der provisorisch Geflickte an der Hecktüre ist längst wieder platt) und dem verlorenen Schloss haben wir nämlich im Tuli Block mit einem in die Strasse hängenden Ast eine riesige Delle über die ganze Seite des Autos, inkl. zersplittertem Rücklicht eingefahren. 😵 Vorsorglich fülle ich schon mal die Schadenmeldung aus. Zum Glück haben wir eine entsprechende Versicherung abgeschlossen.
Nach einer Dusche und einen kleinen Snack bleibt immer noch Zeit für eine kurze Augenpflege (Mäthu) und eine Lesepause. Die Müdigkeit will ich mir fürs Flugzeug aufsparen. 😗
Kurz nach 16 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Johannesburg.
Fazit Tshikwalo Lodge
Die Tshikwalo Lodge bietet ein paar kleine, neu renovierte Bungalows zu einem günstigen Preis (ca. € 35.- pPN), einen Campingplatz, ein Restaurant mit nettem Ausblick auf ein Wasserloch und einen Konferenzzentrum. Während unserer Anwesenheit war hauptsächlich der Campingplatz in Betrieb, allerdings sassen die Südafrikaner den ganzen Tag im Pool und vor ihren Wohnmobilen, so dass wir im Park fast allein unterwegs waren.Ein Gewitter braut sich zusammen. Huh… da müssen wir nachher durchfliegen. 😣
Dann fängt es an zu giessen wie aus Kübeln. Dabei geraten wir auch noch mitten in den Feierabendverkehr von Pretoria. Mäthu wird wieder mal nervös und ich versuche trotzdem ruhig zu bleiben – gereicht hat es bisher noch immer! 😗 Kurz vor dem Ziel wird noch der Tank aufgefüllt und die Dame von der Zapfsäule möchte in unserem Koffer mitgenommen werden. 😕 Wir versuchen ihr zu erklären, dass in Europa auch nicht alles super ist. Für detaillierte Infos haben wir aber keine Zeit, stattdessen geben wir ihr ein Trinkgeld und fahren weiter. 🤪
Die richtige Einfahrt zum Flughafen finden wir problemlos, trotzdem will uns ein Arbeiter beim Eingang den Weg zu Britz zeigen und setzt sich kurzerhand neben mich in unser Auto! Kurz vor dem Ziel will er wieder aussteigen und bittet um Trinkgeld für seine „Hilfe“. Wir geben ihm die paar übrigen Münzen und fahren schnell weiter. Ist das eine neue Masche hier?? 🙄
Der Mitarbeiter von Britz ist beeindruckt, dass ich das Schadenformular schon ausgefüllt habe. Das Auto schaut er sich nur kurz an, und damit ist die Sache für uns erledigt. Später wird uns eine Schadenbearbeitungsgebühr von 500 Rand belastet, den Rest übernimmt die Versicherung.
Die leidige Prozedur am Flughafen verläuft diesmal überraschend flüssig und schnell ab. Das Fingerprint-Theater von letztem Jahr findet diesmal nicht statt und so geht die Passkontrolle nach dem Scanner viel schneller voran. Danach will ich kurz in einen Souvenirshop während Mäthu noch etwas essen will, dann folgt noch ein Toilettengang und schon können wir boarden.
Unsere Mitreisenden waren alle angenehm und ruhig, trotz Kleinkindern in der Reihe vor uns. Der Flug selber, wie könnte es anders sein, war relativ bumpy. 😗 Doch irgendwann geht alles zu Ende und wir landen im kalten Zürich. Dort folgt noch kurz das obligate Croissant mit Cappuccino, bevor wir unser Auto suchen 😕 und uns auf den Heimweg machen.
Wie immer erwarten uns zuhause freudig unser Mini-Löwe Nougat und Black-Leopard Mio.
Um sicher zu gehen, dass wir nicht wieder ohne ihn verreisen, sichert sich Nougat schon mal einen Platz im Gepäck. 🤩
Das war unsere Afrika-Reise 2017/18! Herzlichen Dank an alle lesenden Mitfahrer, Dankebutton-Drücker und Kommentarschreiber! Es hat Spass gemacht mit euch! 😘
Liebe Grüsse, Karin