Mädels-Trip Ruaha NP und Sansibar September 2016

Reisebericht 73 Antworten · 20,2k Aufrufe · gestartet 13. Nov. 2016 von tina76
Themenstarter801 Beiträge · seit 200730. Nov. 2016 ·
Ihm wird es aber scheinbar dann auch langweilig, denn er fängt an langsam den Fuß schleichend vor und zurück zu schieben, die kleine Schleichkatze. Chris erzählt uns nämlich, dass es noch ein jüngeres Tier sein soll. Ein Jugendlicher Leo quasi. Als ein zweites Safari-Auto uns erreicht, wird es ihm aber zu bunt mit dem Spielchen und er sprintet mit der Leoparden- eigenen Eleganz quer durch den Busch davon. Mir gelingen davon leider nur noch ein paar seitliche Bilder. 🙄 😊

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Trotzdem eine beeindruckende Begegnung. Leoparden sind halt immer wieder faszinierend! 🙂

Nach so viel Action und Raubtiersichtungen neigt sich der Safaritag aber doch langsam aber sicher dem Ende zu. Wir fahren gemütlich Richtung Tandala zurück und genießen noch einmal die wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft im Park.

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Wie es sich für einen so perfekten Tag wie den heutigen gehört, statten uns abends noch ein paar Elis am Wasserloch in Tandala einen Besuch ab. Freu! 🙂 Das ganze garniert mit einem traumhaften Sonnenuntergang vor den großen Akazien-Bäumen. Die Elis ganz klein im ersten Bild links übrigens.

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Herrlich, könnte doch jeder Tag so besonders wie heute sein! Man würde glatt süchtig. 😄 Zufrieden und reichlich gefüllt vom wie immer köstlichen Essen in Tandala schlummern wir ein. Hintergrund- bzw. Gute-Nacht-Musik gibt es Dank der prustenden und schlürfenden Geräusche der Elis am Wasserloch…

To be continued...
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zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2016
1’625 Beiträge · seit 201502. Dez. 2016 ·
Hallo Kristina
ich darf es einfach loswerden? Mir gefällt Dein Schreibstil und die Bilder sehr.
Wenn man nur nicht immer so lange auf die Fortsetzung warten müßte 🙁 Aber ich weiß ja selber wieviel Zeit es verschlingt einen RB zu schreiben. Also warte ich geduldig.
Liebe Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter801 Beiträge · seit 200703. Dez. 2016 ·
Liebe Elisabeth,

es freut mich sehr zu lesen, dass Dir der Bericht und die Bilder gefallen. 🙂

Glaub mir, ich würde liebend gern öfter schreiben und schneller die Fortsetzungen einstellen. 😊 Es macht nämlich wirklich Spaß den Bericht zu schreiben und damit auch die Reise Revue passieren zu lassen. Leider aber bin ich derzeit beruflich und privat so eingespannt, dass ich nur selten zu Hause bin. 🙁 Insofern, schon einmal danke für Deine Geduld!

Morgen hoffe ich den nächsten Teil einstellen zu können.

Liebe Grüße
Kristina
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Themenstarter801 Beiträge · seit 200706. Dez. 2016 ·
08.09.2016 – Zwei Weißhosen im Massai-Dorf

Wer sich auf weitere Safari-Bilder gefreut hat, den muss ich schon mal auf den Bericht vom morgigen Tag vertrösten. Denn für heute haben wir andere Pläne…
Wir haben uns entscheiden eine kleine Auszeit vom Ruaha zu nehmen und dafür das Massai-Dorf zu besuchen, in dem die Familie unseres momentanen Massai-Nachtwächters lebt. (Wie hieß er noch gleich? Hmmm…wenn man sich nicht alles sofort aufschreibt. 😵 Meine chronische Namensamnesie lässt mal wieder peinlich grüßen. 😊 Gesichter vergesse ich so gut wie nie, dafür Namen so gut wie immer.)

Serap freut sich schon riesig auf den Besuch. Ich habe dabei ehrlich gesagt etwas gemischte Gefühle, die ich aber lieber für mich behalte, um ihr die Freude damit nicht zu verderben. Dies da ich 1999 bei meiner allerersten Afrikareise mit einer Busgruppe ein Zulu-Schaudorf in Südafrika besuchen musste. Dort konnte man in alten Hütten Einheimische bestaunen, die wie die Zulus vor hundert Jahren gekleidet waren und im zugehörigen Shop daneben konnten T-Shirts und sonstiger Touri-Schnickschnack mit Kreditkarte gekauft werden…(!). 😣 Eine doch recht befremdliche Erfahrung, die ich so lieber nicht nochmals machen wollte. Aber heute, möchten wir ja in ein Dorf, in dem die Menschen tatsächlich leben und nicht in eins, wo das nur geschauspielert wird. Ich bin daher sehr gespannt, was uns erwartet.

Unserem Nachtwächter können wir mit dem Besuch jedenfalls schon einmal einen Gefallen tun, denn er sieht seine Familie äußerst selten. Das Dorf ist ca. eine Stunde Autofahrt von Tandala entfernt und so müssen wir heute wieder recht früh gegen sieben Uhr starten. Mit dem Ausschlafen ist das so eine Sache in Afrika. 😉

In Dorf angekommen wird unser Nachtwächter erstmal respektvoll von Kindern und jüngeren Leuten begrüßt. Und zwar strecken diese ihm ihren bloßen Kopf entgegen, den er mit der Handfläche berührt. Irgendwie ein schönes Begrüßungsritual, wie wir finden.

Dann wird uns der Kral in der Dorfmitte gezeigt, in dem die Ziegen und Rinder nachts zum Schutz vor den Raubtieren schlafen.

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Just in diesem Moment, als hätte man sie gerufen, kehrt eine Ziegenherde mit kleinen Jungs, die sie hüten, ins Dorf zurück.

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Uns wird noch so einiges erklärt und wir haben im Gegenzug auch genug Gelegenheit Fragen zu stellen, die uns interessieren. So erfahren wir zum Beispiel, dass die Massai-Frauen meist sehr jung heiraten. Bereits mit 15 oder 16 Jahren. Die Frau des Nachwächters ist zum Beispiel erst zwanzig Jahre alt und hat schon zwei Kinder. Wir lernen sie und die Kinder kennen. Das kleine Mädchen von etwa drei Jahren versteckt sich dabei scheu hinter ihren Beinen. Wir sind uns insgeheim einig, dass er sich mit Abstand die hübscheste Frau aus dem Dort ausgesucht hat. Beide sind sie schlank und haben ein besonders edel bzw. ebenmäßig wirkendes Gesicht. Den Sprüchen, dass es sich bei den Massai um einen besonders schönen Menschenschlag handelt, macht dieses Paar jedenfalls alle Ehre. 😁

Wir dürfen auch seine kleine, spärlich möblierte Hütte mit den noch kleineren Fenstern von innen und außen besichtigen, bevor unser Guide Chris uns zum Gruppenbild antreten lässt. Links unser Nachtwächter, gleich daneben seine Schwägerin mit Tochter und ganz rechts seine Frau. Uns Weißhosen nehmen sie in die Mitte. Der unfreiwillige Partnerlook war übrigens nicht vorab abgesprochen und hat daher natürlich direkt bei den ersten Whatsapp nach Hause für einige belustigte Kommentare gesorgt. Aber besser Weißhosen, als gar nicht im Busch. Ätsch. 😛 😉

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Auch wir werden mit Fragen bestürmt. Ob wir denn keine Kinder hätten? In unserem, im Vergleich zu den Massai-Frauen doch schon sehr fortgeschrittenen Alter sicherlich schier unglaublich für die Damen, dass das nicht der Fall ist. 😉 Oder Ehemänner? Wo groß unsere Familie wäre usw.? Bei der Gegenfrage von Serap, was denn passiert, wenn mal zwei Massai-Frauen des gleichen Mannes eifersüchtig werden, bricht großes Kichern aus. Schließlich antwortet unser Nachtwächter, dass das eigentlich nie der Fall ist, da es völlig normal ist, mehrere Frauen zu haben. Und wenn doch. Hmmm, dann gibt es einfach eine mit dem Stock. Dann wäre der Frieden wiederhergestellt. Das lassen wir lieber mal so im Raum stehen. 😗 Klingt schon sehr martialisch. Dem fröhlichen Kichern der Frauen nach zu urteilen, dürfte das aber nicht allzu oft der Fall oder nur Wunschdenken des Mannes sein. 😎

Übrigens führen alle Massai-Jungs und Männer lebenslang und immer ihren großen Stock bei sich. Wer diesen mal vergisst und erwischt wird, bekommt seinerseits eins mit dem Stock übergezogen. Denn ein Massai ohne Stock…ist wie eine Schnecke ohne Haus, wie ein Durchschnittseuropäer draußen ohne Unterhose. Sie merken schon, sowas geht gar nicht. Das gebieten einfach Tradition und Ehre dieses stolzen Volkes.

Für den Besuch des Dorfes wird von uns keine Bezahlung erwartet. Stattdessen bekommen wir die Gelegenheit ein paar selbst gefertigte Schmuckstücke zu erstehen. Selbstverständlich vollkommen freiwillig, uns wird nichts aufgedrängt. Um uns für den netten Besuch und die Gespräche zu bedanken (aber auch weil sie uns gut gefallen) revanchieren wir uns mit dem Kauf einiger kunstvoll geflochtener Perlenarmbänder.

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Danach führen die Frauen des Dorfes noch einen traditionellen Tanz für uns auf und singen dazu. Wir sind begeistert. Hier die kleine Damen- und Kinderrunde im Bild.

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zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2016
8’801 Beiträge · seit 201006. Dez. 2016 ·
Guten Morgen Tina,

eben stelle ich fest, dass ich noch keinen Pieps zu deinem Bericht gesagt habe, obwohl ich von Anfang an dabei bin 😊 . Auch wenn das ja so ganz und gar nicht meine Reiseecke ist finde ich deine Bilder toll und die Informationen sehr interessant.

Am meisten aber liebe ich deinen Schreibstil - flüssig, süffisant - einfach klasse zu lesen 🙂 . Da spielt das Reiseziel dann nur noch eine untergeordnete Rolle für mich (was natürlich nicht abwertend gemeint sein soll 😉 ). Und Mädels-Trip ( 😉 ) find ich sowieso prima!

Liebe Grüße von Bele-krank-zuhaus (nicht dass jemand meint ich treib mich während der Arbeitszeit im Namibia-Forum rum 😛 )
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2016
1’425 Beiträge · seit 201506. Dez. 2016 ·
Hallo Tina,

danke für die interessanten Eindrücke und die Erklärungen 🙂 ist auf jeden Fall mal eine willkommene Abwechslung! Finde deinen Schreibstil auch sehr unterhaltsam und man merkt richtig, wie viel Spaß ihr hattet.

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2016
Themenstarter801 Beiträge · seit 200706. Dez. 2016 ·
@Liebe Bele: schön, dass Du nun auch (und nicht mehr undervocer 😉 ) dabei bist in Tansania! Umso mehr, als es eigentlich ja gar nicht Deine bevorzugte Reiseregion ist. Über Deinen netten Kommentar hab ich mich übrigens gerade riesig gefreut! Besten Dank! Da schreibt man doch gleich doppelt so gern weiter. 🙂 Dir auf jeden Fall erstmal gute Besserung! Das Beste am Krank-zuhause-Dasein ist, dass man dann mal in Ruhe Zeit für das Forum hat. Das ging mir Anfang letzter Woche auch so. 😎

@Liebe Laura: auch Dir ganz lieben Dank für Dein Interesse und den netten Kommentar. 🙂 Ja, wir hatten wirklich eine Menge Spaß in Tansania. 😄 War mal etwas ganz anderes mit der besten Freundin unterwegs zu sein. Und da sie nun glücklicherweise ebenfalls mit dem Afrika-Virus angesteckt wurde, sicher auch nicht das letzte Mal.

@Liebe Danke-Button-Drücker und alle weiteren Leser: toll, dass ihr weiterhin dabei seid! 🙂 Und auch, dass ihr soviel Geduld habt - trotz langer Pausen zwischendurch. Mein guter Vorsatz für Dezember (muss ja nicht immer fürs neue Jahr sein 😉 ) ist, nun wieder deutlich häufiger zu schreiben. Werde allerdings sicher nicht an Picco rankommen in Sachen Einstell-Geschwindigkeit (an dieser Stelle Mal ein großes Kompliment an ihn! Natürlich nicht nur für die Schnelligkeit, auch für den immer amüsanten Bericht :-)). Aber versuche mich zu bessern. Großes Indianer-Ehrenwort. 😎

In diesem Sinne, viele liebe Grüße
Kristina
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Themenstarter801 Beiträge · seit 200708. Dez. 2016 ·
08.09.2016 – Zwei Weißhosen im Massai-Dorf (Fortsetzung)

Rundherum um uns pulsiert das Dorfleben. Überall Kinder, die lachen und spielen, alte Männer sitzen bei einem Plausch zusammen, Ziegenherden werden wieder aus ihrem Gatter hinausgetrieben. Ich mache noch ein paar Schnappschüsse.

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Voller neuer Eindrücke müssen wir dann leider nach fast 2 Stunden wieder Abschied nehmen. Auf dem Rückweg nehmen wir noch zwei ältere Massai mit, um sie im nächsten Dorf absetzen zu können. Die beiden genießen die Autofahrt sichtlich und wollen alle unsere Bilder auf dem Kamera-Display sehen. Insbesondere die Tiere im Ruaha interessieren sie und sorgen für lebhafte Unterhaltung zwischen den beiden.

Der Dorfbesuch war eine wirklich tolle Erfahrung, die ich nur empfehlen kann, wenn man ein paar Tage Zeit in Tandala hat. Hier fühlte sich alles authentisch an und nichts geschauspielert. Sicher hat auch ein bisschen dazu beigetragen, dass wir dort als Besucher nur zu zweit waren und nicht mit in einer großen Reisegruppe unterwegs.

Zurück in Tandala gibt es dann noch ein gemeinsames Foto mit unserem netten Guide Chris.

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Dieser fotografiert übrigens selbst viel und macht dabei mit seiner kleinen Kompaktkamera ganz hervorragende Bilder. Er zeigt uns seine Aufnahmen von den Massai, die deutlich besser geworden sind als unsere. Im Ruaha hatten wir uns schon gewundert, dass der Guide selbst Fotos von den Tieren macht. Das kannte ich so von früheren Safaris gar nicht. Er erklärt uns, dass es eine Art Wettbewerb zwischen den Guides gibt, wo die besten Tiersichtungen im Park fotografiert werden können. Der Fokus liegt besonders auf den Raubtieren. Die Fotos bzw. Daten daraus werden dann später an die Wildlife-Behörde und Google Earth (wenn ich das richtig mitbekommen habe) weitergegeben. Falls er besonders viele gute Bilder macht, kann er die Kamera, die er gestellt bekommen hat, anschließend behalten. Ahso…daher vermutlich das lange, konzentrierte und wortlose Rumgekurve bei dem vergeblichen Versuch den Leoparden am Berg zu sichten gestern. 😉

Danach gibt es erstmal wieder ein köstliches Mittagessen. Wie immer viel zu viel bei der Hitze. Wenn es so weitergeht, können wir bald sämtliche Hosenknöpfe nicht mehr schließen. 😵 Der Koch nimmt seinen Auftrag uns ordentlich zunehmen zu lassen, leider überaus ernst. Aber was soll´s hier im Busch kennt uns ja keiner…und es schmeckt einfach viiiel zu gut, um es nicht aufzuessen. 🤪 🙂

Dann ist tatsächlich einmal nur Relaxen angesagt. Erst am und im schönen Pool mit Blick auf die Akazien und später mit einem Buch bei uns auf der Veranda.

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Hin- und wieder werden wir dabei abgelenkt von den vielen Pavianen. Eine richtige Großfamilie, die auf der großen Fläche vorm Wasserloch grasen, sich gegenseitig gemütlich lausen und auch mal jagen. Einer hat den Job als Wachposten inne und behält alle vom Baum aus fest im Blick.

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Leider kommen heute keine Elis ans Wasserloch, aber Kudus, Perlhühner und Warzenschweine sind ja auch nett anzusehen. Wir freuen uns schon sehr darauf, morgen wieder einen vollen Safaritag zu haben. Aber die Abwechslung heute tat auch einfach mal gut…Bevor nochmals geschildert werden muss, wieviel wir abends noch beim Essen verdrücken, hier lieber ein Cut. 😊 Morgen gehts dann mit einem neuen Tag im Ruaha weiter.
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zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2016
Gast08. Dez. 2016 ·
Liebe Kristina,

ich oute mich jetzt auch mal als stiller, heimlicher Mitleser. Der Ruaha liegt auch noch auf meienr To-Do Liste in Tansania. Leider blieb er mir bisher verwehrt... aber das klappt sicherlich auch noch 🙂
Eure Erlebnisse sind wirklich toll, die Bilder spitze und du hast einen witzigen Schreibstil... und dann noch einen Guide der sich für das interessiert was er macht und es nicht einfahc nur runterspult. Das ist schon was wert!
Bin gespannt was es noch alles im Süden von Tansania zu sehen gibt... also von mir aus kann´s weitergehen 🙂

LG
Andy
Themenstarter801 Beiträge · seit 200709. Dez. 2016 ·
Lieber Andy,

klasse, dass Du auch dabei bist bei unserer Tour! Und freut mich sehr, dass Dir der Bericht zusagt.:-) Ja, mit dem Guide steht und fällt so eine Safari. Ehrlich gesagt waren wir an unserem ersten Nachmittag im Park etwas enttäuscht, weil Chris da noch etwas unmotiviert bzw. ruhig wirkte. Wir haben ihn dann einfach nett gebeten, doch ruhig etwas mehr zu den Tieren zu erzählen, weil es für Serap ja das erste Mal Afrika war und am nächsten Tag war er dann wie ausgewechselt. Ab da hat es dann richtig Spaß gemacht. Den Ruaha wirst Du bestimmt noch kennenlernen, bist ja selbst schon viel rumgekommen in Afrika. 🙂 Lese nämlich still und heimlich gerade auch Deinen spannenden Bericht mit. 😊 😉

LG und schon mal ein schönes Wochenende!
Kristina
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Themenstarter801 Beiträge · seit 200711. Dez. 2016 ·
09.09.2016 – Ruaha reloaded

Nach einer erneut frösteligen Nacht im ansonsten komfortablen Zelt Nr. 3 taut uns die warme Dusche wieder etwas auf. Der heiße Tee beim Frühstück tut ein Übriges. Wir sind schon ganz kribbelig und voller Vorfreude was uns die nächste Ganztagssafari im Park heute bescheren mag.

Erstmal ein paar Kilometer Straße Richtung Ruaha…

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Nach dem Registrieren am Gate und dem dort am Parkplatz obligatorischen Tse-Tse-Fliegen-Vertreiben beim Warten auf Chris (der noch schnell zahlt)
…lugt als erstes diese neugierige Giraffe durch die Büsche und staunt nicht schlecht, was ihr der frühe Morgen heute für ein merkwürdiges vierrädriges Wesen beschert.

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Auf ihrem Zweigausguck posiert als nächstes diese Gabelracke für uns und präsentiert dabei stolz die vielen bunten Farben aus Ihrer diesjährigen Gefiederkollektion.

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Dann folgen Mama Eli und ihr Kleiner. Der sieht erst noch aus als könnte er kein Wässerchen trüben. Dann jedoch wird der Halbwüchsige frech und übt das Drohen mit den Ohren. Schlotternd vor Angst um unser Leben fahren wir mal lieber weiter. 😉

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Chris hält kurz danach an einem Aussichtspunkt und wir genießen wieder einmal den Weitblick und die landschaftliche Schönheit in diesem abgeschiedenen Park.

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Der Ruaha hat uns beide längst schon in seinen Bann gezogen. So dass wir auch nicht traurig sind, wenn mal keine Tiere zu sehen sind. Denn dann kann man die weite Landschaft und die Stille umso eindrücklicher genießen.
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2016
Themenstarter801 Beiträge · seit 200711. Dez. 2016 ·
Als wir nach kurzer Fahrt wieder in einiger Entfernung ein Flussbett sehen, trauen wir unseren Augen erst nicht recht. Trinkt da eine dreiköpfige Giraffen-Mutation? 🙄 Beim Näherkommen, entwirrt sich das Bild bzw. die drei Giraffen wieder.

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Diese friedliche Ecke des Ruaha River kommt uns vor wie ein kleines Paradies für die harmlosen Pflanzenfresser wie Antilopen, Zebras und Giraffen. Bedrohliche Raubtiere dagegen scheinen hier Mangelware zu sein. Stattdessen Huftiere wohin das Auge blickt.

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Und durch die Spiegelungen im Wasser gibt es gleich noch eine optische Antilopen-Verdoppelung.

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Auch diesem Yellow-billed Stork bzw. Storch Nimmersatt gefällt scheinbar die Gegend so gut, dass er sich häuslich niedergelassen hat. Auf dem riesigen Nest macht er gemächlich Morgengymnastik.

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Ein Artgenosse dagegen steht etwas unentschlossen und steif wirkend am Wasser.

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Noch ziemlich schläfrig aus der Wäsche - bzw. in diesem Fall seiner Baumhöhle -schaut uns dieser Klippschliefer entgegen. Wir finden ihn jedenfalls ziemlich putzig, wie er uns entgegenlugt. 😁

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Fortsetzung folgt schnellstmöglich.
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2016
Themenstarter801 Beiträge · seit 200712. Dez. 2016 ·
09.09.2016 – Ruaha reloaded (Teil 2)

Wir folgen dem nun immer trockener und sandiger werdenden breiten Flusslauf. Alles ist hier neu für uns, denn Chris sucht für die Ganztags-Safari jedes Mal eine andere Region des Ruaha Parks aus, in der wir noch nicht waren. Im kargen Panorama des Trockenflussbetts ziehen gemächlich Elefanten dahin. Wir genießen eine Zeitlang den Anblick der majestätischen Tiere.

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Unvermittelt bleiben sie stehen und einer gräbt mit seinem Rüssel inmitten des trockenen Sandes nach Wasser. Und wirklich. Nicht weit unter der Oberfläche scheint es noch genügend Flüssigkeit zu geben. Diese läuft ihm bei Weitergehen noch aus dem Rüssel hinaus.

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Wir durchfahren den schattenspendenden Galeriewald am Ufer des Flussbetts. Hier zwitschern viele Vögel. Meerkatzen und Mangusten wuseln um Geäst. Die Mangusten suchen leider schnell das Weite bevor ein Foto gelingt. Eine kleine Meerkatze jedoch lässt sich bereitwillig ablichten.

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Hier kommt uns alles paradiesisch und friedlich vor. Am liebsten würden wir aussteigen und die Mittagspause in dieses idyllische Waldstückchen verlegen.
Doch der schöne Schein trügt auch hier. Die Gefahr lauert im Schatten unter den hohen Bäumen… 😗

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Wir hätten die Löwin fast übersehen, doch dem geschulten Auge von Chris ist sie nicht entgangen. Kurz darauf treffen wir auf den ebenfalls faul herumliegenden Familienpascha. Der sich dreht und wendet und uns als Krönung seiner Verrenkungskünste zeigt wie schön er im Liegen Männchen machen kann.

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Da der Löwe keine Anstalten macht, sich anders als liegenderweise zu bewegen, geht unsere Tour weiter. Wie so oft, trifft man in direkter Nähe zu gesichteten Löwen diese Herrschaften…

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Es folgt eine ausgedehnte Mittagspause auf einem Picknickplatz im Schatten, bevor auch diese schöne Tour sich langsam wieder dem Ende neigt. Besondere Tiere machen sich rar. Aber wer braucht schön Löwen, wenn selbst die Baobabs in der Landschaft gefährlich bzw. gespenstisch wirken. Gerade so als wollten sie die Touris mitsamt ihren Fahrzeugen am liebsten verspeisen wollen… 😎

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zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2016
Themenstarter801 Beiträge · seit 200718. Dez. 2016 ·
09.09.2016 – Ruaha reloaded (Teil 3)

Auf dem Rückweg Richtung Gate befahren wir wieder einmal die weite Ebene, auf der sich das Hauptcamp des Parks befindet. Von Ferne sieht man vereinzelt Elefanten durch das trockene Gras ziehen.

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Die hier grasenden Zebras sind weniger scheu und galoppieren - als sie unser Auto hören – unweit der Menschen in der Nähe des kleinen Flughafens vorbei.

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Wir möchten noch einmal zu dem Aussichtspunkt mit dem schönen Blick über den Ruaha River. Und Chris lässt sich nicht lange bitten. Einfach herrlich hier…Wir genießen andächtig die Stille und den Weitblick ins Tal.

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Solche Momente sind es, an die man denken kann, wenn man wieder auf der Arbeit im Büro sitzt, weit entfernt von Afrika. Kostbare Erinnerungen, die man wie einen jederzeit abrufbaren Schatz bei sich trägt und die einem niemand mehr nehmen kann.

An der langen Brücke kurz vorm Ausgang stoppen wir. Unser Fahrer verschwindet mal kurz hinter die Büsche und so werden wir Zeugen einer ungewöhnlichen tierischen Zuneigung. Hippo und Kroko liegen friedlich nebeneinander im Wasser und scheinen sich gegenseitig nicht im mindesten zu stören. Es sieht sogar so aus, als suchten sie die gegenseitige Gesellschaft. Im breiten Flusslauf jedenfalls wäre Platz genug sich weiträumig aus dem Weg zu gehen bzw. zu schwimmen. 😉

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Kurz darauf treffen wir nochmal auf eine kleine Elefantenfamilie, die sich schnell schützend um das in Ihrer Mitte liegende Kleine rottet. So dass es gemeinerweise auf dem Foto so gut wie gar nicht mehr erkennbar ist. 😈 Höchstens als undefinierbare graue Masse zwischen den großen Tretern seiner Verwandten. Ganz schön ausgefuchst die grauen Riesen. Sie bewegen sich daraufhin keinen Zentimeter mehr, so dass wir uns geschlagen geben müssen und den Rückweg fortsetzen.

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Etwas wehmütig verlassen wir heute den Park. Dies war unsere letzte Ganztags-Safari im Ruaha. So weit hinein werden wir morgen nicht mehr kommen. Dann gibt es noch eine letzte Nachmittagsfahrt und dann ist der Safari-Teil unserer Reise leider wieder vorbei. Noch ahnen wir nicht, dass es für Serap heute sogar bereits das allerletzte Mal im Park war. 😵

Wir genießen abends noch einen erneut traumhaften Sonnenuntergang von unserer Zeltterasse, bevor uns der Nachtwächter abholt und mit Taschenlampe den Weg zum Abendessen im Freien leuchtet.

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Der Abend wird mit einem leckeren Wein auf den Sofas im Aufenthaltsbereich der Lodge abgeschlossen. Wir checken noch schnell unsere Whatsapps und e-mails, denn unglaublich aber war: hier mitten im Busch in Tandala gibt es tatsächlich W-Lan an bestimmten Stunden am Tag!
Dann leuchtet uns unser Nachtwächter auch schon ins Zelt zurück. Wenn eins sicher ist, dann das, dass die schönen Tage in Afrika viel zu schnell vergehen.
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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2016
2’401 Beiträge · seit 201118. Dez. 2016 ·
Hallo Tina,

na, es wurde ja höchste Zeit, dass es hier weiterging. Die Ruaha-Entzugsschmerzen waren kaum noch auszuhalten. Und rede Dich bitte nicht mit Arbeitsüberlastung heraus - Arbeit wird eh überbewertet! 😗
Und da Du auch noch einen Cliffhanger eingebaut hast (was ist mit Serap?), wirst du ja wohl asap an Deinem sehnsuchtsfördernden RB mit den tollen Fotos weiterschreiben.
LG aus dem regnerischen (!) und kühlen (19°C!) Puerto de la Cruz,

Karsten
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Themenstarter801 Beiträge · seit 200719. Dez. 2016 ·
Moin Karsten,

freut mich sehr, dass Du - trotz Schreibpause letzte Woche - noch dabei bist im Ruaha! 🙂 Tja, wenn ich mich mit Arbeitsüberlastung nicht rausreden kann, dann ist es wohl eher der akute Weihnachtsfeier- und Weihnachtsmarktbesuch-Stress letzte Woche gewesen. 😉 Übrigens u.a. bei Dir zu Hause in Hamburg. Selbst den winzigen Stadtteil-Weihnachtsmarkt in Barmbek "musste" ich mit den lieben Kollegen besuchen. Ansonsten hast Du völlig Recht, Arbeit wird überbewertet! Aber sowas von... 😄

Damit Du nicht allzu lange unter Ruaha-Entzugsschmerzen leiden musst (ist sicher unangenehm) versuche ich heute Abend auch direkt den nächsten Teil einzustellen. Dann wird auch das Geheimnis gelüftet, warum Serap nicht mehr mitkommen konnte in den Park...

Liebe Grüße in den (hoffentlich bald sonnigeren) Norden Teneriffas und euch schönen Urlaub!
Kristina
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6’413 Beiträge · seit 201119. Dez. 2016 ·
Hoi Karsten
KarstenB schrieb:Die Ruaha-Entzugsschmerzen waren kaum noch auszuhalten.
🙄 Ruaha-Entzugsschmerzen? 🙄
Aktuell werden hier im Forum 3 Reiseberichte mit dem Ruaha geschrieben, das wird dann wohl auch für Dich mal reichen! 🤩
OK, 2 der Berichte umfassen nebst dem Ruaha und Sansibar auch noch Ruanda und die DR Congo und sind im Ruanda-Unterforum gestartet worden 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter801 Beiträge · seit 200721. Dez. 2016 ·
Nachdem ich gestern beim Versuch den nächsten Teil des Reiseberichts einzustellen, dreimal Mal abgestürzt bin 😵 , nun ein weiterer Versuch, erstmal ohne Fotos. Die 7 Stück (auch nicht mehr als sonst) versuche ich dann nachträglich hinzuzufügen. Hoffe sehr, es klappt nun...

10.09.2016 – Letzter Tag in Tandala (Teil 1)

Am heutigen Vormittag ist erneut etwas Abwechslung zum normalen Safari-Alltag im Park geplant. Es soll ja nicht langweilig werden. 😎 Wir werden mit unserem Guide Chris und zwei Massais eine Buschwanderung auf dem Gebiet von Tandala unternehmen. Nun sind wir schon voller Vorfreude, überhaupt mal wieder per pedes unterwegs sein zu können. Zwischendurch etwas Bewegung bei so viel Futtern und durch die Gegend kutschiert werden, kann uns ganz sicher nicht schaden.

Denken wir jedenfalls, als wir beim Frühstück sitzen und eifrig bei der morgendlichen Kalorienaufnahme sind. Die wollen schließlich gleich verbrannt werden, die Kalorien... Und noch etwas ist anders. Heute früh sind wir doch tatsächlich nicht mehr die einzigen Gäste in Tandala! So was, andere Touristen in „unserer“ Lodge! 🙄 Das sind wir verwöhnten Gören, doch gar nicht mehr gewohnt. 😉 Zwei englische Pärchen sind spätabends noch angekommen und reisen heute früh auch schon wieder ab in Richtung Park. John erzählt uns, dass es beim Abendessen heute aber trotzdem richtig voll wird in Tandala. Seine Schwester und Familie kommen zu Besuch und auch ein französisches Honeymooner-Pärchen checkt heute noch ein. Irgendwann musste unser glückliches Einsiedlerleben als einzige Gäste ja enden. 😵

Die Massai, die gleich mit uns zusammen in den Busch spazieren, wärmen sich derweil noch am Lagerfeuer auf. Sie sind alle in Tandala als Sicherheitspersonal und Nachtwächter beschäftigt.

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Wir starten unseren Rundgang direkt am Hauptgebäude und im Entenmarsch. Einer der Massai läuft voran, dann folgt Chris, dann Serap, dann meine Wenigkeit und am Ende der zweite Massai-Nachtwächter. In nächsten Bild, kann man - hinter dem Knick, den die Straße macht – in weiter Entfernung (und auch nur wenn man ganz genau hinschaut) eine der scheuen Antilopen erkennen, die unseren Weg kreuzen.

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Wir laufen immer tiefer in den Busch hinein. Tiere sehen wir leider keine, dafür erklärt Chris uns jedoch die vielfältige Welt der Pflanzen und Bäume unterwegs.

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Unter anderem diese tolle Pflanze mit dem roten Püscheln. Die war uns schon im Ruaha überall aufgefallen. Ein Toothbrush Tree in Blüte. Ähnelt wirklich verdächtig einer Zahnbürste.

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Außerdem gibt es u.a. eine spannende Einführung in die Welt der Termiten in ihren ober- und unterirdischen Bauten. Wie sie es schaffen, dort konstant die Temperatur zu halten, dass die Termiten selbst unterirdisch Pilze als Nahrung züchten usw. So ein unscheinbarer Termitenhügel kommt uns mit einmal vor, wie eine ganz andere Welt im Miniformat.

Auch die von den Elefanten versehrten Baobabs dienen mit Ihren großen Löchern vielen Tieren als Unterschlupf. Selbst Bienen bauen dort gern ihre Nester. Wir laufen an mehrere großen Exemplaren vorbei, bevor wir auf die ausgeblichenen Knochen eines verstorbenen Elis stoßen. An diesem Gebiss hätte wohl jeder Zahnarzt seine helle Freude gehabt.

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Dann geht es noch hoch auf den kleinen Hausberg von Tandala. Die Massai leihen uns schnaufenden Mädels beim Aufstieg ihre Stöcke aus, die wir nur zu gern annehmen. Echt praktisch so als Wanderstock! Von oben hat man einen schönen Weitblick. Der leider auf dem Foto überhaupt nicht rüberkommt, daher gibt es lieber keins.

Serap ist auf der Wanderung immer wortkarger geworden. Sonst gar nicht so ihre Art. Ihr geht es leider überhaupt nicht gut. Sie hat starke Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme, daher brechen wir die Wanderung in der Hitze früher als geplant ab. Serap begibt sich direkt ins Bett und entscheidet sich schweren Herzens heute auf die allerletzte Nachmittags-Safari zu verzichten. Die Ärmste, dabei hatte sie sich so gefreut, noch einmal in Ruhe Elefanten beobachten zu können. Echt gemein. 🙁 Ich verspreche ihr viele Fotos zu machen…

Das leckere Mittagessen nehme ich dann leider auch einsam und allein auf der Veranda ein. Es gibt griechischen Salat mit Avocado-Streifen, danach eine Riesen-Portion Spaghetti (vermutlich die für Serap und mich zusammen) mit einer leckeren tomatigen Sauce und frischem Parmesan. Beim noch folgenden Pudding streike ich. Rien ne va plus! 🤢 Etwas merkwürdig hier in Tandala ist übrigens immer, dass mehrere Angestellte wortlos stehend direkt in der Nähe des Tisches warten, bis man fertig ist. Und dann auch umgehend abräumen, sobald man seine Gabel hingelegt hat. Man kommt sich so ziemlich beobachtet beim Essen vor. Ganz besonders beim alleine essen! Puh, ich bin daher richtiggehend erleichtert, als ich zurück in unser Zelt gehen und Serap noch etwas zu trinken, eine Kopfschmerztablette (gestiftet von John) und einen kleinen Salat mitbringen kann.

Mal sehen, was die letzte Nachmittags-Safari noch an tierischer Ausbeute bringen wird…
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2016
5’486 Beiträge · seit 200921. Dez. 2016 ·
Das, kaum das man den letzten Bissen gegessen hat, abgeräumt wird, kenne ich aus fast allen afrikanischen Restaurants. Ich weiß aber leider auch nicht, woher diese Sitte kommt.
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zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2016
652 Beiträge · seit 200721. Dez. 2016 ·
Uns ist das in Kapstadt auch so gegangen. Kaum der letzte Bissen runter, wurde abgeräumt. Wir kamen dann dahinter,dass es nur dem Zweck der Arbeitsbeschaffung dient. Wir sollten einen neuen Teller nehmen, wieder zur Theke marschieren und neues Essen fassen. Dann dasselbe Spiel von vorn. Neues Essen neuer Teller - nicht Nachladen auf dem vorhandenen.
Grüße
Mutsel