Man hattet Ihr ein Glück und Euer Guide war wohl auch absolut top. Ein Kill gehört zu Afrika, sonst könnten die Raubtiere nicht überleben. Das ist Natur pur. Leider war uns in all den Jahren dieses Glück nicht vergönnt. Darum müssen wir halt immer wieder zurück nach Afrika. Vielleicht beim nächsten Mal. Es ist aber nicht der einzige Grund, warum es uns immer wieder nach Afrika zieht. Da gibt es tausend weitere.
Ich freu mich auf die Fortsetzung und Deine traumhaft schönen Bilder. Dank für Deine Mühen, erlebtes mit uns zu teilen.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201606. Apr. 2016 ·
Hallo Christa,
ich kann Abrahams Verdienst am Erfolg dieser Reise nicht genug herausstellen! So eine Sichtung kann man aber natürlich nicht planen. Wir hatten einfach Glück. Wie gesagt: Auf dem Zettel hatte ich so etwas nicht. Ich drück' euch die Daumen, dass es eines Tages klappt. Tut es bestimmt 🙂
Wir werden aber auch immer wieder nach Afrika fahren. Die Sehnsucht ist schon wieder groß...
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201606. Apr. 2016 ·
5. Februar: "Crossing light" am Lake Ndutu
In der Nacht haben sich Löwen und Hyänen zu Wort gemeldet. Es ist einfach immer wieder fantastisch, diese Geräuschkulisse so hautnah zu erleben. Heute Morgen wird uns ein wunderschöner Sonnenaufgang mit Blick auf den Ngorongoro-Krater geboten.
Schon am Vorabend habe ich allerdings festgestellt, dass nach noch nicht einmal der Hälfte der Reisezeit alle meine Speicherkarten fast voll sind. Der Löwen-Kill hat mir sozusagen den Rest gegeben. Leichte Panik. 😮 Abraham, der uns ja in dieser Hinsicht schon in Arusha vorgewarnt hatte, grinst sich eins, weiß aber wie immer Rat. Da uns seine heutige Route ohnehin in Richtung Seregenti-Gate führt, werden wir beim dortigen Shop einen Zwangsstopp einlegen.
Wir sind noch nicht weit gekommen, da treffen wir die Löwendame wieder, die am Vortag dem Gnu den Garaus gemacht hat. Diesmal hat sie ganz andere Dinge im Sinn. Ungefähr jede Viertelstunde muss der Gatte ran, Tag und Nacht. Ein reines Vergnügen???
Unterwegs gibt es einen Kessel Buntes.
Sekretär
Auf eine gute Nachbarschaft.
Goldschakal
Die gute Nachricht: Der Shop am Gate hat tatsächlich Speicherkarten im Sortiment. Die schlechte: Ich muss das Vierfache vom Normalpreis hinblättern. Aber nutzt ja nix. Strafe muss sein... Wieder bestens ausgerüstet, erklimmen wir den Hügel beim Gate.
Blick auf die Migration
Agamen - 2010 haben wir sie nicht vernünftig erwischt. Diesmal halten sie schön still.
Zurück im Camp erwartet uns ein leckeres Mittagessen, doch dazu kommt es erst einmal nicht. Die Mitarbeiter machen uns auf eine riesige Gnuherde aufmerksam, die den Lake Ndutu durchquert. Ein "Crossing light" quasi. Mist, und die Kameras liegen im Zelt. Ich sprinte los, um sie zu holen - ebenso wie der Guide eines anderen Gastes, der offenbar zu bequem ist, selbst loszumarschieren. Ich kann mich über soviel Respektlosigkeit und Überheblichkeit nur wundern. Die Loide, würde man bei uns in Hamburg sagen...
Am Nachmittag finden wir unten am Seeufer diese Tüpfelhyäne, die ihren Verdauungstrakt kühlt. Nach dem leckeren Lunch könnte ich mich eigentlich direkt dazulegen. 😗
Next Stopp: Ein verschlafener Löwe.
Hallooooo...
...waaaach?
Herr der Fliegen
Und wieder relaxen.
Black shouldered Kite
African Wildcat
Coucal. Sein Sound klingt, als würde man etwas aus einer Flasche kippen.
Kaum sind wir wieder im Camp, stürzt ein Gast auf uns zu. Kein Hallo, kein guten Abend, kein Lächeln, nur vorwurfsvoll: "Jetzt haben Sie aber echt was verpasst. Erst ist da unten am Ufer ein Löwe entlang gelaufen und dann haben Gnus den See durchquert." Wir sind völlig perplex in Anbetracht von soviel Feinfühlig- und Höflichkeit. Was soll man da sagen? Erst einmal "Guten Abend." Und dann wahrheitsgemäß: "Ja, das ist toll, das haben wir heute Mittag auch gesehen." Jetzt ist der Herr von den Socken: "Ach, das passiert öfter mal." Er wirkt beleidigt und zockelt ohne ein weiteres Wort davon. Ich sag ja: die Loide...
Wir essen gemeinsam mit Abraham, das ist in den Kati Kati Camps Sitte. Eine gute, wie wir finden, Abraham interessiert sich sehr für die Flüchtlingskrise und wir unterhalten uns angeregt. Alles in allem sind wir abends aber natürlich alle platt, gegen Neun werden wir von einem Camp-Mitarbeiter zum Zelt begleitet. Wir kennen das schon von anderen Reisen, zum ersten Mal treffen wir auf dem kurzen Weg aber tatsächlich auf Wildtiere. Eine Büffelherde grast an der Böschung nur wenige Meter von unserem Zelt entfernt. Mein erster Impuls: umdrehen und weglaufen. Was natürlich genau verkehrt wäre. Unser Begleiter mahnt zur Ruhe, wir gehen langsam weiter und kommen sicher ans Ziel. Na dann, gute Nacht!
Was lese ich da: Speicherkarten voll 😮 😮 😮 Bei so einer Reise! So was geht doch gar nicht 🙁 😵 . Ich weiß nicht ob ich so ehrlich gewesen wäre, es hier kund zu tun. Klasse Aufnahmen und Erlebnisse die ihr hier zeigt. Löwensex hatte habe ich auch schon live miterlebt. Das tollste war immer wenn er fertig war und sie ihn dann angesprungen hat. Habe da auch tolle Bilder gemacht.
Freue mich darauf wie es weiter geht.
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands
2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
2017 Kanada BC
2016 Sambia & Malawi
2015 Süden Tansanias
Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias
2014 Kenia & Norden Tansanias
2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201606. Apr. 2016 ·
Hallo Holger,,
jaja, streu' ruhig noch Salz in die Wunde, als hätt' ich nicht schon genug gelitten. 😉 Thomas, der ja die meisten Fotos gemacht hat, war natürlich besser präpariert. Echter Anfängerfehler, ich weiß, aber ist ja nochmal gut gegangen. Passieren wird das nie wieder, sei mal sicher. Angesprungen hat "unsere" Löwin den Gatten übrigens nicht. Wahrscheinlich war sie noch platt vom Vortag...
Jaspar061103655 Beiträge · seit 201407. Apr. 2016 ·
Bin gestern Abend hinterher gehechtet und total begeistert 🙂 !!! Wenn wir das nächste Mal nach Afrika reisen (was leider ein paar Jährchen auf sich warten muss), rückt Tansania ganz weit nach ober der möglichen Reiseziele!!!
Aber ich glaub, der Gnu-Riss hätte mir einiges verdorben und ich hätte tagelang an nichts anderes mehr gedacht 😐
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201607. Apr. 2016 ·
6. Februar: Ausflug zu den Kopjes
Um halb Sechs sind wir schon wieder unterwegs. Unser Löwenpärchen hat weder seinen Standort, noch sein Betätigungsfeld wesentlich verändert. Im Busch-TV läuft also heute Morgen erstmal Aufklärungsprogramm - und das im Frühstücksfernsehen... 🤨
Und wieder von vorn die Prozedur...
Erst einmal markieren und zeigen, wer Herr im Haus ist.
Wir fahren wieder in Richtung Nabi Gate. Auf dem Plan steht ein Ganztagesausflug zu den Kopjes, was ein expliziter Wunsch von mir war.
Begegnungen unterwegs.
Dieser Löwe steuert geradewegs auf uns zu. Der arme Kerl kann vor lauter Fliegen kaum aus den Augen gucken. Er hat wohl gerade gefressen und das Blut lockt die lästigen Insekten in Scharen an.
Bei den Zebras gibt's Streit...
...und hier süßen Nachwuchs.
Wir sind schon bald bei den Gol Kopjes. Schon von Weitem erkennen wir gleich auf dem ersten Hügel Löwen. Wir freuen uns, denn im Oktober 2010 haben wir auch Kopjes auf dem Weg nach Seronera gestreift, aber keine Katzen gesehen.
Auch die Agamen fühlen sich auf den Steinen sehr wohl und genießen das Bad in der Sonne.
Die Landschaft ist traumhaft. Und erstaunlicherweise ist hier fast nichts los. Was daran liegen könnte, dass der Zugang zu dieser Gegend anscheinend ein wenig extra kostet. Die Summe ist allerdings lächerlich.
Eine Cheetah verlässt ihren Felsen...
...und kommt netterweise direkt an uns vorbei.
Abraham sucht uns ein schönes Plätzchen im Schatten einer dieser Felseninseln. Wir könnten ruhig aussteigen, meint er. Er hat die Lage sondiert. Ich vertraue ihm natürlich blind, andererseits haben wir gerade erst ein paar Hundert Meter weiter auf einem anderen Kopje diese Dame entdeckt:
Na ja gut, das ist weit weg, ich trau mich mal... Als ich dann allerdings auch noch ein dringendes Bedürfnis verspüre, bleibe ich doch lieber in der Nähe. Die beiden Männer sind eh ins Gespräch vertieft und Thomas lässt sich den Roten schmecken, den Abraham aus dem Hut zaubert. Bekommt jeder frei Haus, der einen Kill gesehen hat, meint er. Ist natürlich nur ein Spaß.
Diese Mittagspause in dieser Umgebung, in dieser Stille, es ist fast zu schön um wahr zu sein. Wir lassen uns die prall gefüllte Lunchbox schmecken.
Viel zu schnell verfliegt die Zeit und wir machen uns auf den Rückweg.
Vater, Mutter, Kind.
Auf dem Kopje, den wir zuerst angesteuert haben, liegen immer noch dieselben Löwen faul herum.
Der Arme, so hinter Gitter...
Am Abend lassen wir uns das einmal mehr tolle Essen schmecken. Ich finde es erstaunlich, was der Koch in einem kleinen Küchenzelt so alles zaubert. Vom anderen Ende des Sees leuchten die Lichter der Ndutu Safari Lodge und ich überlege, was wir schon alles auf dieser Reise gesehen haben - und was wohl noch kommt. Schließlich geht es am nächsten Morgen für die nächsten drei Tage in die zentrale Serengeti. Abraham drückt auf die Euphoriebremse. Wir sollen uns darauf einstellen, dass sich die Anzahl und Qualität der Sichtungen dort nicht fortsetzen wird. Mal sehen, ob er Recht behält...
bayern schorsch schrieb:Tansania, ja ja, das wär´s (vielleicht), wenn da nicht ein paar Dinge wären, die dem bayern schorsch gleich überhaupt nicht gefallen:
- diese wahnsinnige Menge Fliegen - diese wahnsinnigen Touris mit ihren wahnsinnigen Drivern - diese wahrscheinlich wahnsinnigen Preise
Ach was, faule Ausreden 😎 , ich hab Dir schon vor 2 Jahren in der Villa Medici gesagt dass Du dahin musst! Nicht 'sollst', 'musst'!!! 😉
bayern schorsch schrieb:- diese wahnsinnige Menge Fliegen
Wenn Du nicht voll Blut bist oder stinkst wie ein Gnu dann wirst Du sie zwar an den Tieren aber nicht an Dir sehen...
bayern schorsch schrieb:- diese wahnsinnigen Touris mit ihren wahnsinnigen Drivern
Na ja, denen kann man ausweichen (man muss dem Guide nur sagen dass man das nicht erleben will) und nach meiner Botsuana-Tour letztes Jahr weiss ich dass es Vergleichbares auch im südlichen Afrika gibt.
bayern schorsch schrieb:- diese wahrscheinlich wahnsinnigen Preise
Zusammen mit den günstigeren Flügen sehe ich da nicht wirklich grosse Unterschiede, ausser man will viel Luxus, dann wird's teuer! Meine günstigsten Reisen hatte ich in Tansania, nicht in Uganda, nicht in Ruanda, nicht in Kenya und nicht in Botsuana, nein, Tansania's Norden war mit oder ohne Bereinigung am Günstigsten!
Also, schwing Dei Hoxn und auf nach Tansania!!! 😉 😎 🙂
zu welchen Kopjes habt Ihr denn den Tagesausflug gemacht. Mir war bislang gar kein Gebiet bekannt, in dem man noch einen Zusatzbetrag zum regulären Nationalpark-Eintritt zahlen muss.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201608. Apr. 2016 ·
Hi Topobär,
wir sind am Gate rechts zu den Gol Kopjes abgebogen und haben uns dann praktisch von Kopje zu Kopje gehangelt. Ob wir es dabei bis hoch zu den Barafu Kopjes geschafft haben, weiß ich nicht, ich kann die Entfernung dorthin nicht einschätzen und auch nicht unsere zurückgelegte Strecke.
Wir haben eine Quittung von der Parkverwaltung über eine Extragebühr von 10 Dollar (für das Fahrzeug) erhalten. Ein - gemessen an den Gesamtkosten so einer Reise - lächerlicher Betrag, wie ich finde, doch verirren sich anscheinend auch deshalb sehr wenige Touris in diese Gegend. Wir haben die Ruhe und Beschaulichkeit dort sehr genossen. Einige Tage später waren wir auf dem Rückweg von Seronera an den Simba Kopjes, da war deutlich mehr los.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201608. Apr. 2016 ·
Hi bayern schorch,
hör' mal schön auf den Picco und fahr nach Tansania. Es lohnt sich!
Erst einmal vielen vielen Dank für dein Lob und dein Interesse an unserem Bericht! In den drei angesprochenen Punkten geb' ich Picco überwiegend recht.
1. Fliegen; gibt's viele, ja, besonders in der Green Season. Vor diesen Mengen, die du auch auf den Fotos um die Tiere herum siehst, hast du aber auf dem Auto deine Ruhe. In der zentralen Serengeti (folgt noch im RB) hatten wir ab und an Stress mit Tsetse-Fliegen, das war aber sehr partiell und ist auch einigermaßen beherrschbar. Es war auf jeden Fall keinesfalls so, dass mich das abhalten würde, noch einmal dorthin zu fahren!!!!
2. Dazu habe ich mich ja schon im RB geäußert, man kann das meist umgehen, wenn man das will und einen vernünftigen Guide hat. Löwen und Cheetahs z.Bsp. sind genug für alle da. Es ist natürlich die Frage, ob ich weiterfahre, wenn ein Leopard so schön im Baum liegt. Es ist klar, dass da auch andere Autos sein werden, das haben wir aber auf all unseren anderen Afrika-Reisen nicht anders erlebt. So auch beispielsweise im Etosha oder vor allem morgens am Chobe.
3. Die Kosten, hm... Es kommt darauf an, was man will bzw. sich so aussucht. Wir wollten zum Beispiel mit Guide unterwegs sein und dann idealerweise auch noch mit einem, der sich nicht nur mit Flora und Fauna, sondern auch Fotografieren gut auskennt (Licht, beste Position etc.). Das kostet sicherlich ein wenig mehr, und dennoch waren vergleichbare Reisen auf diesem Niveau z.Bsp. in Botswana deutlich teurer.
Also, sieht mal zu... 😉
Und @Picco: Die Wildcat kommt noch, bestimmt. Dann eben beim zehnten, elften oder zwölften Mal... 🙂
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201608. Apr. 2016 ·
7. Februar: Angriff der Tsetse-Fliegen
Am Morgen verabschieden wir uns vom Kati Kati Ndutu Camp und machen uns auf ins Schwesterncamp Kati Kati Seronera in der zentralen Serengeti. Ob es uns wohl ebenso gut gefallen wird? Die Messlatte liegt hoch. Dieses kleine Camp mit seiner intimen Atmosphäre, dem Blick über den See, seiner Abgeschiedenheit, seinem Busch-Feeling, tollen Essen und seinen netten Menschen war schlichtweg großartig.
Noch einmal brechen wir auf in Richtung Nabi Gate, wieder hat es in der Nacht geregnet, doch der Tag verspricht Sonne.
Begegnungen unterwegs:
Gleitaar - Black-shouldered Kite
Steppenfalke
Rötelfalke
Als wir nach Seronera kommen, sind wir erstaunt, wieviel wir nach unseren ersten Besuch vor sechs Jahren wiedererkennen. Der Airstrip, die Forschungsstation, die Tankstelle - wir fühlen und fast zuhause. Offroad fahren ist ab sofort tabu, und diesem Prachtburschen auf seinem Baum in sicherer Entfernung dürfte das nur recht sein.
Gegen Mittag fahren wir zum Camp.
Junger Kampfadler
Es ist noch ein ganzes Stück zu fahren, doch die hügelige, grüne Landschaft ist wunderschön. Allerdings: Mit der Idylle ist es schnell vorbei. Wir passieren ein kleines Waldstück - und werden von Tsetse-Fliegen regelrecht überfallen. Sie sind überall, wir können sie gar nicht so schnell erschlagen, wie wir gestochen werden. Kurz darauf ein Schild: Reception. Na toll! Die rundherum postierten blau-schwarzen Fallen zeigen an, dass wir das Problem noch längst nicht los sind.
Abraham beruhigt uns: "There are no Tsetse-Flies in the Camp." Das stimmt im Großen und Ganzen, sieht man einmal von einzelnen Exemplaren ab. Doch dummerweise kleben die Biester am Auto fest. Sie folgen jedem Objekt, das sich bewegt - also auch dem Jeep. In den nächsten Tagen klappen wir das Autodach erst hoch, wenn wir die kritische Zone verlassen haben beziehungsweise schließen es, bevor wir auf dem Rückweg in sie hineinfahren. Das hilft sehr, löst das Problem aber nicht zur Gänze: Kaum steigen wir aus dem dann unbeweglichen Auto, stürzen sich die Fliegen auf uns. Und kaum halten wir an, um das Dach zu öffnen, wechseln die Mistviecher auf die sich dann bewegenden Objekte - auf uns. Ein paar Stiche kriegen wir fast immer ab.
Ich muss zugeben: Wir waren zuerst sauer. Wer baut ein Camp in eine solche Nachbarschaft? Doch das Problem ist wohl relativ neu, ausgelöst durch den ungewöhnlich heftigen Regen der vergangenen Monate. Explizit sei erwähnt: Die Zelte waren komplett insektenfrei, auch beim Essen oder abends bei einem leckeren Drink am Feuer war Ruhe. Aber Ankunft und Wegfahrt waren keine Freude, weil man die Fliegen eben immer noch stundenlang mitgeschleppt hat.
Blick aufs Camp - leider an einem anderen Tag bei sehr schlechtem Licht. Bei unserer Ankunft standen wir zu sehr unter dem Eindruck der Fliegen, um aktiv zu werden.
Insgesamt haben beide Camps aber große Ähnlichkeit, im besten Sinne. Das Zelt ist so identisch, dass wir dort drinnen fast vergessen könnten, woanders zu sein. Auch das Essen ist fantastisch.
Nach dem leckeren Mittagessen fahren wir wieder los. "Unser" Leopard ist noch da und wir verbringen Stunden bei ihm.
Zwischendurch sieht es so aus, als würde er seinen Baum verlassen. Doch er wechselt nur die Position.
Auf dem Heimweg treffen wir noch diesen Elefanten im schönen Abendlicht.
Was die Tiersichtungen angeht, sind wir mit dem ersten Tag in Seronera sehr zufrieden. Nur auf die fiesen Stechfliegen hätten wir gut und gern verzichten können...
Bushtruckers1'580 Beiträge · seit 201408. Apr. 2016 ·
Hallo Bettina
Wiederum super Aufnahmen. Tja, die lieben Tsetsefliegen..... da hilft nur eins, trage Intamine Salbe mit und trage sie nach dem Biss auf. Lindert Schwellung und Juckreiz.
Hier hast Du eine Tsetse, voll mit meinem Blut...
Zu Deinen Vogelaufnahmen: 1) Gleitaar - Black-shouldered Kite 2) Steppenfalke - Greater Kestrel 3) Rötelfalke - Lesser Kestrel - Maennchen (Zugvogel, der im Nordwinter zahlreich im Serengeti Gebiet anzutreffen ist)
Liebe Grüsse Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201609. Apr. 2016 ·
Hallo Elvira,
ihhhhgittigitt, also diese Fliegen sind echt ein Graus und das Foto ... 🤢
Danke für den Tipp mit der Salbe, ich komme sicher drauf zurück, und natürlich auch wieder für die fachkundige Vogelbestimmung 🙂