Bushtruckers1'580 Beiträge · seit 201403. Apr. 2016 ·
Hallo Bettina
Kompliment, die Bilder sind einfach fantastisch!
Schade, dass nach wie vor Fahrer nicht wissen, wie man sich Tieren naehert - Wissen und Einfuehlungsvermoegen fehlt leider einigen. Doch oft werden sie von ihren Kollegen oder wissenden Kunden in den Senkel gestellt. Nur leider gelegentlich zu spaet.
Zu Deinen Vogelbildern: Ist ein Steppenadler und im gleichen Post ein Graubrustfrankolin.
Ich freue mich schon auf weitere Bilder.
Liebe Gruesse aus dem nassen Kenia Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
Fantastisch, deine Bilder. Dieser Affenjunge wie der so hinter dem Baumstamm hervor guckt ist ganz köstlich. Und alles so schön im Günen, ein wirklicher Garden of Eden wie du sagst. Also solche Anzahl Tiere haben wir bis jetzt nur in der Serengeti gesehen, und es zieht mich schon jetzt wieder dorthin zurück. Vielleicht auch mal in der Green Season.
Ich denke, es würde in der Region schon reichen, wenn man das Verlassen der Wege untersagen und dies durch die Ranger strikt überwachen würde. Damit wäre schon verhindert, das ganze Wagenkolonnen den Katzen folgen und sie bei der Jagd behindern.
Grundsätzlich ist die Ratio: Betten-Angebot pro KM2 (incl mobiler Cps) im Komplex Ngoro/Serengeti und noch stärker in der
Mara in den letzten 45 Jahren gewaltig gestiegen ....natürlich auch aus finanziellen Gründen.........die
Folgen sind klar.....da habe ich keine Illusionen.....habe meinen persönlichen Einstieg dort seit 1975
und beobachte die Entwicklung mit Sorge.......
BMW
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201604. Apr. 2016 ·
Hallo zusammen,
zunächst noch einmal herzlichen Dank an alle, die mit uns mitreisen, kommentieren, still mitlesen oder "Danke" drücken. Das ist wirklich eine riesige Motivation!
@Elivra: Danke für die korrekte Vogelbezeichnung, ist nachgetragen 🙂 Was die Zurechtweisung unerfahrener Guides durch Kollegen angeht: In dieser Hinsicht ist Abraham auch aktiv geworden, allerdings sozusagen hinter den Kulissen, also nicht vor Gästen. Was wir richtig finden. Er hat anscheinend ein gewisses Standing unter den Kollegen. Er wurde auch häufig angerufen, wenn sich Fahrer verirrt hatten, was ihm selbst nie passiert ist. 😉
@Annick und Sadie: Ich gebe eure tollen Komplimente an Thomas weiter, der sowohl die Vögel als auch den Affen fotografiert hat.
@Sadie: Green Season kann ich unbedingt empfehlen! Ist halt nochmal ganz was anderes...
@Topobär: Grundsätzlich gebe ich dir absolut recht. Doch auch mit etwas mehr Umsicht und Kenntnis wäre schon viel getan. Unser Driver-Guide zum Beispiel hat prinzipiell auf eigene Sichtungen gesetzt und auch das Funkgerät eigentlich fast nur genutzt, um ausgesuchte Kollegen über ganz bestimmte Beobachtungen zu informieren, die er gemacht hatte. Bei fast allen bisherigen Katzensichtungen in unserem RB waren wir allein oder zumindest am Anfang allein. Möglichkeiten und Raubtiere für individuelle Beobachtungen gibt es in der Region jedenfalls zumindest in dieser Jahreszeit genug. Man muss sich nur die Mühe machen, wirklich auf die Suche zu gehen. Ich werde auf dieses Thema noch mehrfach im weiteren Bericht zurückkommen.
@BMW: Seit 1975, alle Achtung. Wie müssen sich die Dinge verändert haben...
Jetzt muss ich mal in die Tasten hauen, das nächste Kapitel angehen. Viele Grüße und weiterhin gute Fahrt, Bettina
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201604. Apr. 2016 ·
4. Februar, vormittags: Von Camp zu Camp
Am Morgen kehren wir der Ndutu Safari Lodge den Rücken. Die Lodge ist ein Klassiker und hat uns sehr gut gefallen. Die kleinen Häuschen mit eigenem Bad bekommen keinen Schönheitspreis, sind aber praktisch und gemütlich. Die Lage mitten im Busch ist idyllisch, das Essen gut (vor allem reichlich), der abendliche Besuch der Ginsterkatzen ein Highlight, die Mitarbeiter sind extrem freundlich und die Lovebirds sprichwörtlich ein Farbtupfer - wir würden jederzeit wiederkommen.
Unsere (kurze) Strecke führt ans andere Ende des Lake Ndutu ins Kati Kati Ndutu Camp. Das mobile Camp liegt oberhalb des Sees, der Blick ist phänomenal, das Camp klein und persönlich. Es ist unsere Lieblingsunterkunft auf dieser Reise.
Der Weg wird zur Pirschfahrt. Wieder treffen wir zuerst eine Cheetah, ohne groß suchen zu müssen. Ihre Anzahl in dieser Region ist wirklich erstaunlich.
Was haben wir denn da?
Eine Thomson-Gazelle, guck an.
Also anschleichen,...
...doch die Gazelle läuft davon, jeder Jagdversuch ist zwecklos. Erstmal wieder ablegen.
Wir haben in den vergangenen Tagen schon große Herden gesehen, doch jetzt führt uns Abraham mitten in die Migration. Gnus und Zebras, so weit das Auge reicht. Ein unbeschreiblicher Anblick.
Kinder, vertragt euch.
Lappenstare...
...hoch zu Ross.
Einfach nur hübsch.
Ein alter Bekannter aus der Heimat.
Weiter geht es Richtung Camp.
Dieser Kampf ist eine ernste Angelegenheit. An der Mistkugel hängt gleich noch das Eheglück mit dran.
Rechts und links Gnus, Gnus, Gnus...
Schließlich sind wir da. Wir haben ein Faible für Tented Camps und fühlen uns auf Anhieb wohl.
Unser Zelt von innen. Schlicht, aber authentisch - und mit eigenem "Bad" und Eimerdusche.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201205. Apr. 2016 ·
WOW Bettina, also euch beneide ich wirklich um die Dauer in der Ecke - und um die Idee, sich vor Ort nochmals zu verlagern. Und überhaupt bin ich begeistert von eurer Tour und von euren Fotos!!! Viele Güße Ingrid
Tolle Fotos hast Du im Garten Eden gemacht!!! Muss gleich mal schauen ob und wann ich wieder mal in die Serengeti und Ndutu darf... 😎
Beatnick schrieb:@Topobär: Grundsätzlich gebe ich dir absolut recht. Doch auch mit etwas mehr Umsicht und Kenntnis wäre schon viel getan. Unser Driver-Guide zum Beispiel hat prinzipiell auf eigene Sichtungen gesetzt und auch das Funkgerät eigentlich fast nur genutzt, um ausgesuchte Kollegen über ganz bestimmte Beobachtungen zu informieren, die er gemacht hatte. Bei fast allen bisherigen Katzensichtungen in unserem RB waren wir allein oder zumindest am Anfang allein. Möglichkeiten und Raubtiere für individuelle Beobachtungen gibt es in der Region jedenfalls zumindest in dieser Jahreszeit genug. Man muss sich nur die Mühe machen, wirklich auf die Suche zu gehen.
DANKE!!! Du schreibst genau das was ich auch sehe!!! Genau so ist es! Wobei die Guides die ich in Nordtansania hatte sogar ohne Funk unterwegs waren.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201605. Apr. 2016 ·
4. Februar, nachmittags: "There's a kill!"
Nach einem sehr leckeren Mittagessen machen wir uns wieder auf in Richtung Migration. Wir können uns nicht sattsehen an der Vielzahl der Tiere. Der Arbeitstitel, unter dem wir die Reise zusammengestellt haben, hat sich bis dato allerdings (noch) nicht erfüllt: "Die Geburt der Gnus". Die Bäuche der Gnu-Damen sind kugelrund, die neue Generation lässt aber noch auf sich warten.
Im Hintergrund der Ngorongoro.
Diese Zebramangusten haben es eilig.
Gut möglich, dass es an der Nachbarschaft liegt.
Ein weißer Ohrengeier schlägt Abraham komplett in seinen Bann. Es ist das einzige Motiv der gesamten Reise, das wir ihm zumailen sollen. Dieser Vogel ist normalerweise braun, das helle Gefieder eine Laune der Natur. Abraham ist Mitglied einer Vogel-Forschungsgruppe und möchte dieses Exemplar unbedingt seinen Kollegen zeigen.
Gerade denke ich, dass dies zwar ein sehr schöner, aber auch vergleichsweise ruhiger Nachmittag ist, da ruft Abraham: "There's a kill!" Ich verstehe nur Bahnhof, und obwohl das Drama in unmittelbarer Sichtweite von uns fast auf dem Weg stattfindet, dauert es einen Moment, bis sich die Information bei mir setzt. Keine Minute später sind wir da. Noch immer bin ich nicht ganz im Bilde. Ich bin fasziniert, erschrocken, elektrisiert; für mich sieht es so aus, als trampele ein Gnu auf einem Löwen herum.
Was ist also passiert? Abraham hat den Sprung der Löwin gesehen, die die Kehle ihres Opfers zwar verfehlt, sich dann aber in dem Gnu-Bullen verbissen hat. Das Raubtier hat nun die Strategie gewechselt und versucht, das Gnu zu ersticken. Ganz allein stehen wir am Ort des Geschehens, Abraham ruft noch zwei befreundete Guides herbei, die in Windeseile dazukommen.
Fast eine Viertelstunde dauert der Kampf auf Leben und Tod, ...
...dann geht dem Bullen die Kraft aus.
Abraham hat in den vergangenen 14 Jahren häufiger Filmteams als Guide begleitet. Er erzählt uns, dass schon manche Crew vier Wochen oder mehr in der Region verbracht hat, um so etwas zu sehen, am Ende aber unverrichteter Dinge wieder abreisen musste. Wir waren und sind völlig geplättet von diesem Erlebnis, das bis heute nachwirkt.
Jahrelang habe ich mich gefragt, wie ich wohl mit einem derartigen Erlebnis umgehen würde. Eine rein theoretische Überlegung. Nie habe ich ernsthaft damit gerechnet, eine solche Szene einmal aus nächster Nähe beobachten zu können. Jetzt weiß ich: Ich habe große Schwierigkeiten damit, wenn der Mensch allzu sehr in die Natur hineinpfuscht. Das hier aber habe ich als das genommen, was es ist: der natürliche Lauf der Dinge.
Wieder geht ein einzigartiger, aufregender und unvergesslicher Tag zu Ende.
Die Löwin werden wir am nächsten Morgen in einer völlig anderen Lebenssituation wiedersehen...
Dem schließe ich mich an! Klasse Szene und Aufnahmen.
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands
2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
2017 Kanada BC
2016 Sambia & Malawi
2015 Süden Tansanias
Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias
2014 Kenia & Norden Tansanias
2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
was du da zeigst ist ganz großen Kino!!! Es ist schon beeindruckend genug was ihr so alles gesehen und erlebt habt, aber das Ganze dann auch noch so abzulichten ist einfach nur genial!!
Danke dass du die Kill Sequenz so beeindruckend an uns weiter gibst. Ich meine das Bild von der Löwin nach dem Kampf mit diesem Blick, roter Zunge und Pfote auf dem Opfer ist der Hammer. Auch sind deine Bjlder so kristallklar, Ihr seit wohl ziemlich nahe am Geschehen gestanden. Mir ging es beim ersten kill auch wir dir. Es war sehr emotionell für mich als fünf Löwinnen und zwei Babies ein Impala fassten und es in Kürze zerrissen hatten. Grad neben uns neben der Strasse, so dass wir alle Geräusche und Knochenbrechen ganz deutlich hörten. Mir hat es gewiss den Atem geraubt und es war erstaunlich wie schnell sich die Katzen von Pussycats nach Raubtieren verwandelten mit starren Augen und blutverschmierten Mäulern. Wie du sagst, unvergesslich. Das war im Krüger Park. Aber du hast recht wenn du sagst dass ist eben normal in der Natur. The Circle of Life... And Death. Ob die Geburten schon bald kommen?
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201606. Apr. 2016 ·
Ihr Lieben,
vielen Dank für euer Feedback, auf das ich wirklich sehr gespannt war. In unserem Bekanntenkreis wurden Botschaft und Bilder des Kills sehr unterschiedlich aufgenommen, zwischen "Boah" und "Bäh".
Das war einer von mehreren Gründen, warum wir uns zu diesem Reisebericht hier im Forum entschieden haben. Es ist eben etwas anderes, wenn man diese Erlebnisse mit Menschen teilt, die Situationen einordnen können und sich natürlich auch dafür interessieren. Also noch einmal: Herzlichen Dank, wir reisen wirklich sehr, sehr gerne mit euch! 🙂
Damit es auch gleich weitergeht, fang ich nun mal an zu tippen.