EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200628. Nov. 2015 ·
Liebe Fomis,
schon wieder ist ein Jahr vergangen, und – wer hätte das gedacht? – auch im letzten Juli waren wir im südlichen Afrika unterwegs. Inzwischen sind wir bereits ein paar Monate zurück, und die Tage werden kürzer. Was gibt es Schöneres, als die dunkle Winterzeit mit einem neuen Reisebericht zu überbrücken? Die Route bestand aus viel Bekanntem und ein bisschen Neuem. Wir starteten von Windhoek nordwärts und verbrachten ein paar Tage im Caprivi. Inspiriert durch den Reisebericht von KTM „Sambia im Juli 2012“ haben wir uns für einen Besuch der Liuwa Plains in Sambia entschieden. Oder genauer: Uwe hatte entschieden. Er wollte dorthin, um etwas für uns Neues zu entdecken. Ruth fand nach der Lektüre die Durchquerung der Barotse Floodplains nur wenig verlockend. Die beschriebenen Schlammpassagen und Wasserquerungen machten ihr Angst. Nicht einmal die Aussicht auf besondere Vogelsichtungen und in Pools badende Hyänen, für die der Park bekannt ist, konnten ihre Bedenken vertreiben. Eigentlich wollten wir wieder den Moremi besuchen, hatten aber Ende 2014 keine Reservierungen mehr bekommen können. So ließen wir das Okavango-Delta aus und durchquerten Botswana von Kasane bis zum KTP in wenigen Etappen. Nach einigen Tagen in unserem Lieblingspark und vielen Tiersichtungen ging es zurück nach Namibia, wo wir mit ein paar schönen Zwischenstopps den Atlantik erreichten. Entlang der Skelettküste fuhren wir nach Norden und verbrachten am Ende der Reise eine Woche in der tollen Landschaft des Kaokovelds.
Unsere Stationen:
Tag 1: Abflug Frankfurt Tag 2: Casa Piccolo, Windhoek Tag 3: Camp Maori, Grootfontein Tag 4: River Dance Lodge, bei Divundu Tag 5/ 6: Mavunje-Camp, bei Kongola Tag 7: Kabula-Lodge, Sambia Tag 8: Mutoya Mission, Mongu Tag 9/ 10: Katoyana Camp, Liuwa Plains Tag 11: Ngonye Falls Tag 12: Caprivi Houseboat Safari Lodge, Katima Mulilo Tag 13: Kalizo-Lodge, Ost-Caprivi Tag 14: Senyati-Camp, Kasane Tag 15/ 16: Chobe Safari Lodge, Kasane Tag 17: Planet Baobab, Gweta Tag 18: El-Fari Camp, Ghanzi Tag 19/ 20: Mabuasehube-Pan, KTP Mabuasehube-Region Tag 21: Thupapedi, KTP Kaa-Region Tag 22: Nossob, KTP Tag 23/ 24: Polentswa, KTP Tag 25: Twee Rivieren, KTP Tag 26: Mata Mata, KTP Tag 27: Bagatelle-Lodge, Mariental Tag 28/ 29: Büllsport, Naukluft Tag 30/ 31/ 32: Meikes Gästehaus, Swakopmund Tag 33: Mowani Mountain Camp, bei Twyfelfontein Tag 34: Crowthers Trail, Palmwag Tag 35: Bushcamp im Tsuxub Tag 36: Purros Community Camp, Purros Tag 37: Marble Camp, Onjuva Village Tag 38: Opuwo Country Lodge, Opuwo Tag 39: Hoada Campsite, Grootberg Tag 40: Casa Piccolo, Windhoek Tag 41: Rückflug
In den kommenden Wochen wollen wir euch mitnehmen auf unsere Safari durch drei wunderschöne Länder. Es gibt natürlich auch wieder viele Vögel zu entdecken. Nachdem schon ein paar Fomis vorsichtig nachgefragt haben, wann es losgeht, ist es jetzt soweit. Hier startet morgen der eulenmuckelige Bericht. Wir freuen uns auf eure Begleitung. Leider ist uns kein spannender Titel eingefallen. Wir hoffen, dass ihr nicht schon beim ersten Komma vor Langeweile ins Koma gefallen seid.
Liebe Eulenmuckels, sehnsüchtig werdet ihr erwartet, endlich ist es soweit! 😁 Ich freue mich auf tolle Fotos und interessante Berichte und reise gerne mit euch. 😘 Ein bisschen wundert mich immer eure Geschwindigkeit beim Reisen, denn zwischen Sambia und dem KTP liegen nicht nur 100 Kilometer und ihr wart nur 6 Wochen unterwegs? Da bin ich aber gespannt, gleichzeitig ist auch unser Winter gerettet, denn ich plane keine Tour für 2016. 😉 (Macht nichts, es gibt auch noch tolle andere Ziele! 🤩 ) So kann ich mich an eurer Reise erfreuen.
schnell aufsteigen, solange bei euch noch Platz ist (wird bestimmt sehr eng werden). Allein schon wegen der tollen Bilder muss man einfach mitfahren. Freue mich darauf lottas anhang
Huhu Ihr Beiden 😘 hab ich's nicht gesagt... ich werde nicht die 1. sein 😗 aber so schlecht bin ich ja gar nicht 😉 Und das ich mich auf die eulenmuckelige Geschichten freue... aber so was von 🤩
nicht nur Lottas Anhang, auch das Original "Lotta" ist mit Begeisterung dabei!!! 😄 😄 😄 😄 Freue mich v. a. auf Eure Eulenbilder 😉 Quetsch mich zur Not auch auf "Anhangs" Schoß 😉
bei Euch ist eigentlich eh immer jeder dabei oder 🤩 Ich jedenfalls auch - freu mich besonders auf das Kaokoveld und Sambia. Und natürlich den KTP - naja, eigentlich auf alles 😗
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2015 ·
Hier noch das Titelbild der diesjährigen Reise:
Wir haben kurz überlegt, ob wir euch und uns das komplette Zum-Flughafen-Gefahre, Eingechecke, Flug-, Einreise-, Angekomme- und Einkauf-Gedöns ersparen sollten. Als Alternative könnten wir auch einfach eine Kopie aus einem vorigen Reisebericht verwenden. Es ist nämlich im Grunde immer das gleiche. Also der Vollständigkeit halber nur ganz kurz:
Tag 1. Freitag, 26. Juni 2015 – Gedöns
Wenn die Sommerferien beginnen, fliegen die Eulenmuckels nach Afrika. Auch dieses Jahr wird keine Ausnahme gemacht. So war Ruth noch bis Mittag in der Schule, Uwe hat die letzten Handgriffe zu Hause erledigt. Mit einem frisch gemähten Rasen fährt es sich nämlich viel entspannter in den Urlaub. Als Ruths Vater uns abholte, waren alle Taschen gepackt, und die monatelangen Vorbereitungen nahmen ihr Ende. Mit drei nicht ganz vollen Reisetaschen und zwei Rucksäcken, die wir mehrfach gewogen hatten, machten wir uns auf den Weg. Schließlich wollten wir beim Check-In diesmal keinen Ärger bekommen. Der ICE brachte uns von Siegburg in Null-Komma-Nichts nach Frankfurt. Der Check-In verlief ohne besondere Vorkommnisse. Nachdem Ruth ihre Rewards-Karte am Schalter vorgelegt hatte, wurde nicht nur die dritte Tasche akzeptiert, sondern auch gleich auf das Wiegen des Handgepäcks verzichtet. Und da hatten wir uns so eine Mühe gegeben, die erlaubten 10 Kilogramm nicht zu überschreiten. Fast pünktlich hob die Maschine nach Namibia ab.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2015 ·
Tag 2. Samstag, 27. Juni 2015 – Ankunft
Casa Piccolo, Windhoek
Durch die im Vergleich zu vergangenen Jahren frühe Abflugzeit landeten wir bereits um kurz nach fünf Uhr bei völliger Dunkelheit und frischen minus fünf Grad. In der Halle des Flughafens wurden alle Ankömmlinge mit einer Wärmebildkamera auf Fieber überprüft. Dabei gilt die Regel: kein Fieber – kein Ebola. Als wir nach den Einreiseformalitäten ans Gepäckband kamen, liefen uns bereits unsere Taschen entgegen. Der Fahrer von Savanna verzichtete darauf, unser Namensschild hochzuhalten. Inzwischen kennen wir uns. Auf dem Weg nach Windhoek ging hinter uns langsam die Sonne auf und färbte den Horizont leuchtend orange. Als einzige Fluggäste erhielten wir bei der Autovermietung heute einen Mietwagen. Es war wie in den zwei letzten Jahren ein Bushcamper. Im Innenraum befand sich wie gewohnt der Kühlschrank. Diesmal war es ein Doppelfreezer, bei dem man eine Seite als Gefrierfach verwenden kann. An der Seite des Aufbaus ist ein riesiges, ausklappbares Dach befestigt, das vor Regen (in unserem Fall eher nicht) oder Sonne schützen kann. Wir ließen uns alles zeigen, freuten uns über das schöne Auto und änderten hier und da noch eine Kleinigkeit: zusätzliche Decken, Vorratskisten und andere Stühle kamen in den Aufbau. Die erste Fahrt führte zu unserer Pension Casa Piccolo. Obwohl es noch sehr früh war, konnten wir bereits das Zimmer beziehen, und wir bekamen ein gutes Frühstück.
Dann räumten wir die ersten Sachen in den Wagen, um unsere Taschen zu leeren, die wir nicht auf die Reise mitnehmen wollten. Dann begann der Einkaufsmarathon.
Vom Metzger ging es in die Maerua Mall, wo wir als erstes den Bottlestore überfielen und uns mit leckeren Flüssigkeiten eindeckten.
Danach wurde ein Geldautomat geleert. Beim Superspar drehten wir zwei Runden, bis der Laderaum voller Tüten und wir langsam müde waren. Weiter ging es zu Fruit & Veg. Die Trockenobst- und Müsliauswahl dort ist ein Traum. Wie kleine Kinder vor dem Süßigkeitenregal stehen wir jedes Mal mit riesigen Augen vor dem großen Angebot. Dieses Foto ist ein wenig gepfuscht, da es später in Swakopmund aufgenommen wurde.
Ruth packte Guavenscheiben, Cranberrys und getrocknete Mangostreifen in Tütchen, während Uwe unsere Frühstücksvorräte durch verschiedene Körner-, Nuss- und Flockenmischungen aufpeppte. Hochzufrieden mit dieser speziellen Ausbeute ließen wir unseren Einkaufswagen kurz stehen und machten uns an das Aussuchen von Gemüse und Obst für die erste Woche.
Nun noch schnell bezahlen, und wir hätten den Einkauf erledigt. Doch weit gefehlt: Denn wo war unser Wagen? Da wir schon ziemlich geschlaucht waren, konnten wir uns nicht mehr erinnern, wo wir ihn genau gelassen hatten. Peinlich! Wir versuchten, nicht allzu verwirrt auszuschauen und spähten unauffällig in alle Richtungen. Ach du je! Nun war es also so weit: Akuter, synchroner Gedächtnisschwund! Da der Supermarkt ja nicht allzu groß ist, liefen wir systematisch alle Reihen ab – dreimal. Dabei hätten wir garantiert sämtliche Verfolger abgeschüttelt, aber der Wagen blieb verschwunden. Zu dumm aber auch und gleichzeitig auch ein wenig beruhigend. Waren wir also doch nicht völlig bekloppt! Uns blieb nichts anderes übrig, als wieder von vorne zu beginnen. Als wir erneut die getrockneten Mangos abpackten und wiegen ließen, sahen wir in der Wühlkiste unsere vorherigen Päckchen liegen. Da hatte wohl ein übereifriger Angestellter sofort unseren Einkaufswagen entsorgt, nachdem er einen kurzen Augenblick unbeaufsichtigt gestanden hatte. Schnell wurden die gefundenen Schätze wieder umgeladen, und der Wagen nicht mehr aus der Hand gegeben. Auf dem Hof der Pension breiteten wir sämtliche Tüten aus und sortierten die Sachen nach und nach in die verschiedenen Fächer des Wagens.
So langsam kamen wir zur Ruhe und setzten uns mit Wildschinken und Butterbroten in die Sonne. Zwei Kapstelzen leisteten uns Gesellschaft, und wir waren endlich wieder in Namibia angekommen.
Nach dem Duschen brachte uns ein Taxi zu Joe’s Beerhouse, wo Ruth sofort den Platz in der Nähe des Heizpilzes wählte. Wir aßen Oryxfilet und Kudusteak. Wie erwartet schmeckte es herrlich. Satt und glücklich wurden wir jedoch nicht alt und krochen zurück in der Pension schnell bei 14 Grad im Zimmer unter die Decken. An die winterlichen Temperaturen müssen wir uns erst wieder gewöhnen.
da habe ich ja gar nicht mit gerechnet 😎 Ich werde wie immer begeistert dabei sein und freue mich total ! Bin gerade selbst am Bilder sortieren und werde auch bald anfangen zu schreiben.