ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200820. Sept. 2015 · #105
Fortsetzung
David bestätigt dass es sich um Schimpanzen handelt. Er meint aber sie würden Heute nicht auf unserem Programm stehen! 😗
Ich mache dann ein sehr trauriges Gesicht und erzähle ihm dass ich nie Welche nah gesehen habe. Nach 5 Minuten ist er endlich bereit uns hinzuführen. 🙂 Wir laufen nur 500 Meter und da sind sie auch schon, 4 Stück. Ein Schimpanze hat gerade seinem Kumpel eine Frucht gestolen. Er läuft sehr schnell weg.
Ein Anderer hat sich längstens bedient und scheint es zu geniessen..... 🤪
Wir gucken ihnen eine Weile zu und amüsieren uns köstlich.
David und Joslyne bitten uns nach einer halben Stunde zurückzukehren.. Wir passieren da auch wieder tolle Landschaften.
Gegen 13,30 erreichen wir die Gisakura Rangerstation, eine Stunde später als geplant. Wir bedanken uns recht herzlich bei David und Joslyne indem wir ein nettes Trinkgeld hinterlassen. Sie scheinen ganz zufrieden zu sein. Hier startet übrigens der Isumo Trail der zu den Wasserfälle führt.
Wir beschliessen danach eine Kleinigkeit in Cyangugu Stadt zu essen.
Die Stadt selber bringt nicht viel aber es herrscht ein nettes Ambiente.
Wir kaufen uns auf der Strasse Samosas und essen sie mit Genuss.
Später profitieren wir wieder vom Kivu See. Es tut so gut darin zu schwimmen.
Gegen 19 Uhr wird das Abendessen serviert. Heute gibt es: Salade Niçoise, Beef Filet aux trois poivres, Mangoeis. Miam miam, lecker! 😛
Morgen früh unternehmen wir von der Lodge aus eine Bootsfahrt auf dem Kivu See.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #106
31.07.2015
Gegen 7 Uhr geniessen wir unser Frühstück auf der Terrasse. Von da oben können wir wieder die Leute auf dem See beobachten.
Um 8 Uhr laufen wir bis zum Bootssteg hinunter. Da erwartet uns Justin, unser Guide. Leider spricht er kein französisch und sein Englisch lässt zu wünschen.... 🙄
Der Kiwusee ist 2650 Km2 gross und bis zu 485m tief. Wichtigste Insel ist Idjiwi, die zur Demokratischen Republik Kongo gehört. Die Insel Iwawa liegt in Ruanda und ist als Militärgebiet für die Oeffentlichkeit gesperrt. Einzigartig macht den Kiwusee die Tatsache, dass sowohl die Wassertemperatur als auch der Salzgehalt mit zunehmender Tiefe steigen. Ursache für dieses Phänomen sind vulkanische Quellen aus dem Hintergrund. Hinzu kommt dass in dieser Region keine grossen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen zu verzeichnen sind, eine dauerhafte Abkühlung der Oberflächennahen Wasserschichten ist nicht möglich. Das Absinken kälteren Oberflächenwassers in die Tiefe und damit ein Wasseraustauch - ist dadurch weitgehend ausgeschlossen.
Langsam entfernen wir uns vom Ufer. Tolle Landschaften und Blumen begleiten uns.
Wir können auch verschiedene Vogelarten bewundern.
PSPsyKELig5 Beiträge · seit 201522. Sept. 2015 · #107
schöner Bericht und tolle Fotos. Sieht sehr schön aus.
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201222. Sept. 2015 · #108
ANNICK schrieb:
Laut Expats und Einheimischen gibt es im Kivu See keine Bilharziose! Auf jeden Fall haben wir keine getroffen..... 🤪
Was aber definitiv nicht stimmt. Auch am Kivusee wurden und warden Bilharziosefälle dokumentiert (einfach mal nach "kivu schistosomiasis" suchen) . Besonders gefährdet sind Abschnitte, wo infizierte Menschen leben und die Fäkalien in den See geleitet warden - also z.B. nahe Goma etc. ist die Gefahr höher als an anderen Abschnitten (wobei auch hier eine gewisse Gefahr besteht). Ich war aber auch ein paar Mal baden - waren zwar sehr abgelegene Abschnitte, welche auch gleich tief ins Wasser abfielen und damit ein geringeres Risiko aufweisen, aber ein Restrisiko bleibt.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #109
Hallo Toumtoum,
Es gibt ein schlimmeres Risiko als Bilharziose im Kivusee..... 😎
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #111
Fortsetzung
Und natürlich machen wir auch tolle Begegnungen.
Mit einem Fisherman plaudern wir eine Weile.
Er erklärt uns dass es immer schwerer wird sich im See zu ernähren denn es gibt nämlich weniger Fische wegen dem intensiven Fischfang. Er zeigt uns seine heutige Beute.
Gegen 11.30 erreichen wir wieder unser Resort.
Preis für das Boot: 50'000 FRW.
Danach ziehen wir uns um, lesen und essen einen Kleinigkeit im Lobby.
Den Nachmittag verbringen wir am See beim Baden. Die Sonne ist zwar verschwunden, der Wind bläst auch wie verrückt aber im Wasser kann man es so gut aushalten. Später donnert und blitzt es ganz schön. Der Strom fällt aus....
Zum Glück besitzt das Resort einen Generator.
Zum Abendessen gibt es Avocado Salat, Tournedos Rossini und frischer Fruchtsalat. Miam, miam.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200823. Sept. 2015 · #112
01.08.2015
Gegen 7 Uhr packen wir unsere Koffer. Die Sonne scheint. Ich profitiere ein letztes Mal vom schönen Ausblick aus unserem Zimmer.
Einige Braunflügel-Mausvögel lassen sich auch in den Bäumen blicken.
Um 8 Uhr verabschieden wir uns vom Emeraude Kivu Resort. Hier hat es uns besonders gut gefallen. Preis/leistung einfach spitze! 🙂
Zuerst nehmen wir die Richtung Nyungwe. Vor Gisakura biegen wir links ein nach Kibuye. Die Strasse, zu unserer Ueberraschung ist bis Kibogora total geteert.
Die Chinesen haben da fleissig gearbeitet. In circa 5 Monaten wird es bis Kibuye ein Vergnügen sein zu fahren. Unterwegs gibt es wunderschöne View Points auf den Kivusee.
Danach stossen wir auf ein Haufen Baustellen.
Es ist schon wahnsinnig was hier für Arbeit geleistet wurde!
Später kommen auch wieder Teeplantagen.
Die Landschaft wird immer grüner.
Manchmal tanzt aber unser Hilux Rock en Roll bei schlammigen Passagen..... 🙄
Gegen 12 Uhr erreichen wir Kibuye und das Moriah Hill Hotel.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200824. Sept. 2015 · #113
Kibuye hat etwa 46'000 Einwohner und liegt an einer sehr zerklüfteten Küste am östlichen Rand des Kivusees, etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Cyangugu und Gisenyi.Die Stadt selbst liegt etwas erhöht, jedoch haben die zahlreichen Fischer ihre Häuser meist unten an der Küste.
Das Moriah Hill Resort liegt direkt am Ufer des Sees, unweit von der Stadt.
Es hat 18 Zimmer, ein Restaurant, eine Bar sowie Konferenzraum. Es gibt auch einen kleinen künstlichen Strand mit Anlegemöglichkeiten.
Wir parken unser Hilux vor dem Hotel und eilen zur Rezeption.
Das Hotel ist praktisch ausgebucht aber es gibt noch ein Zimmer. Wir registrieren uns und folgen dem Gepäckträger bis zum Zimmer 7. Es geht schön die Treppen hoch.....
Das Zimmer mit 2 Betten
verfügt über eine tolle Terrasse
mit wunderschönen Aussicht.
Das Badezimmer könnte ein bisschen grösser sein!
Wir packen nur das Nötigste aus und begeben uns anschliessend zum Restaurant wo wir ein Chef Salat essen. Den Nachmittag verbringen wir am See beim Baden und Kayaken.
Gegen 18 Uhr geniessen wir unser Apéro auf der netten Terrasse. Die meisten Turis hier sind Expats aus Kigali. Das Abendessen erweist sich als ein totaler Reinfall. Alles wurde X Mal durchgekocht.... 😣
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201225. Sept. 2015 · #116
fotomatte schrieb:
Hi Annick,
das sieht aber eher nach Reisfeldern aus und definitiv nicht nach Tee. Oder?
Grüsse, Matthias
Das sind definitiv Reisfelder. Gerade in den Ebenen (sofern vorhanden) um den Kivusee wird Reis angepflanzt. Für Tee muß man in "die Berge" um den Kivusee fahren - also meist nur ein paar km.. Von Kibuye gibt es eine schöne Runde - Gisovu sub trail genannt, der in die Teeplantagen führt. Außerdem kommt man am Bisesero Memorial vorbei - sehr interessante Gedenkstätte vom Widerstand der Hutus in den Bergen.
toumtoum
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200826. Sept. 2015 · #117
02.08.2015
Um 7.30 gibt es ein leckeres Frühstücksbuffet. Eine Stunde später fahren wir Richtung Gisenyi los. Wir nehmen selbstverständlich die Congo Nile Trail Route.
Der Name Congo Nile Trail ist ein wenig irreführend. Der Kivu See entwässert zwar über den Rusizi in den Tanganikasee und über diesen in den Congo, aber eine der Quellen des weissen Nils befindet sich erst im Bergregenwald des Nyungwe NP und das sind doch etwa 50 Kilometer vom Trail entfernt. Aber immerhin fährt man entlang der Wasserscheide dieser zwei riesigen Flusssysteme. Der Kongo mündet erst nach vielen tausend Kilometern im Westen in den Atlantik- der Nil weit im Norden ins Mittelmeer.
Die Chinesen haben hier noch nicht mit den Bauarbeiten angefangen. Zuerst lässt sich die Strecke gut fahren.
Ab Rutsiro
ändert sich die Piste gewaltig. Manchmal wissen wir auch nicht mehr wo es lang geht! 😣 Da immer schön fragen denn Jeder in der Pampa weiss Bescheid. 🙂 Als Belohnung gibt es wieder tolle Landschaften.
Wir passieren abgelegene Dörfer
wo wir von Kindern
und Einheimische immer herzlich begrüsst werden. Musungu hier und Musungu dort! 😎
Ab Kivumu sieht man auch wieder viele Teeplantangen (für dich Toumtoum).
Wir brauchen tatsächlich 5 Stunden bis wir wieder die Teerstrasse in Nyundo finden.
Bloke1'920 Beiträge · seit 200826. Sept. 2015 · #118
Hallo Annick
der letztere Teil des Kongo Nile Trail (bzw die erste Strecke von Giseny kommend)lässt sich nicht mit dem Auto fahren. Das sind enge und schmale Pfade,und steil ohne Ende.
Mehr dazu in einigen Tagen
LG
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200826. Sept. 2015 · #119
Hallo Heinz,
Du meinst bestimmt die Strecke die durch Rubona führt....... 🙂
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #120
Gegen 14 Uhr erreichen wir den Parkplatz vom Serena Kivu Lake Hotel. Da wohnen wir eine Nacht und lassen danach unseren Hilux für ein paar Tage stehen. Am nächsten Morgen soll es mit einem Taxi zur "Grande Barrière" Kongo Grenze gehen und da werden wir von einem Mitarbeiter der Mikeno Lodge erwartet.
Vor dem Gebäude herrscht ein Gnusch. Heute ist Sonntag und die ganzen Expats aus Kigali geniessen hier ihr Wochenende. Mit Mühe machen wir uns den Weg frei bis zur Rezeption. Da tragen wir uns ein und ein Gepäckträger bringt uns zum Zimmer 216 im zweiten Stock. Er ist ganz verschwitzt als wir endlich vor der Tür des Zimmers stehen denn es gibt keinen Aufzug...... 😎
Das Zimmer besitzt 2 Queen size Betten
Safe und Fernseher
und einen netten Balkon mit Pool und Seesicht.
Das Badezimmer finden wir zweckmässig eingerichtet.
Ich packe schnell mein PC aus denn ich erwarte eine Nachricht von der Mikeno Lodge. Sie muss uns noch die genaue Abholungszeit bestätigen. Super das E-Mail ist angekommen. Beim Lesen wird mir aber unwohl. Da steht nämlich dass es momentan im Virunga NP wegen Poachers unruhig ist. Gestern sei ein Ranger angeschossen worden. Es steht noch nicht fest ob wir unsere Activities durchführen können......
Mein Mann zögert nicht lange und entscheidet den Kongo total auszulassen. Ich versuche ihn umzustimmen mit dem Argument wir hätten die Visas und Uebernachtungen schon im vorausbezahlt. Mit sturen Menschen kann man leider nicht viel anfangen...... 😵 Resigniert, antworte ich dass wir auf unseren Aufenthalt lieber verzichten werden.... 😣
Anschliessend eile ich zur Rezeption um unser Zimmer auf 2 weitere Nächte zu verlängern. Da kann ich auch den Preis auf 170 US$ pro Nacht in B&B herunterhandeln. Danach telefoniere ich noch der Villa Gorilla in Kinigi um zu informieren dass wir eine Nacht früher erscheinen. Scheint alles in Ordnung zu sein.
Wir packen unsere Klamotten aus und machen es uns am Pool gemütlich.
Später baden wir auch im Kivusee.
Das Abendessen erweist sich als ein totaler Reinfall. Teuer, durchgekocht und geschmacklos..... 🤢 Morgen essen wir bestimmt nicht hier!