ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200828. Sept. 2015 · #121
03.08.2015
Gegen 7 Uhr stehen wir auf. Ich checke schnell meine E-Mails um zu gucken ob sich die Mikeno Lodge gemeldet hat. Tatsächlich habe ich eine Antwort bekommen. Es tut ihnen Leid und so, sie würden selbstverständlich die Uebernachtungskosten zurückerstaten. Finde ich sehr fair! Die Visagebühren können wir leider nicht mehr rückgängig machen...
Danach gehen wir im Kivu See baden. Ein Genuss. Kein Schwanz Heute am Strand!
Unser Freund da scheint es auch zu geniessen.
2 Stunden später gehen wir frühstücken. Das Buffet ein Traum und miam miam! 😁 Wir tanken auf, man weiss ja nie.........
Anschliessend beschliessen wir die Stadt zu erkunden. 200 Meter nach dem Hotel sehen wir auch schon dass die Leute hier auf Sauberkeit stehen. Der Public Beach wird gesäubert.
Wir passieren auch vor diesem Schild und beim Lesen werde ich sehr nachdenklich.......
Der Kivu See bringt ein einzigartiges Phänomen: auf seinem Grund, in 300 bis knapp 500 Meter Tiefe lagern, gelöst im Seewasser, rund 65 Kubikkilometer Methan. Diesen Schatz zapfen ruandische Ingenieure nun an. Rund vier Kilometer vor dem Strand Gisenyis haben sie eine Arbeitsplatform mit einem 25 Meter Turm errichtet. Man sieht sie vom Hotel aus!
Sie saugt das Wasser in 320 Meter Tiefe an, scheidet Methan und Kohlendioxid ab und pumpt das Methan an Land. 1000 Kubikmeter pro Stunde, 8,7 Millionen Kubikmeter pro Jahr...... Unweit von Gisenyi produzieren 3 Generatoren mit einer Leistung von zusammen 30 Megawatt aus dem brennbaren Gas Strom, genug um die Stadt und die nahegelegene Bralirwa Brauerei zu versorgen. Zwar gilt der See wegen der klar abgegrenzten Wasserschichten und den Millionen Tonnen Wasser, die auf dem gelösten Gas liegen, lange als stabil. Mindestens so lange kein Vulkanausbruch und kein Erdbeben das Gas nach oben wirbelt. Doch nachdem die Methankonzentration in den vergangenen 30 Jahren um 20 Prozent gestiegen ist, wächst die Sorge der Fachleute: Irgendwann werde der See gesättigt sein. Dann könne das Gas auf einen Schlag entweichen. Ein ähnliches Szenario hat sich gut 2000 Kilometer weiter nordwestlich schon einmal ereignet: 1986, am Nyos-See in Kamerun. Nach einem Erdrutsch gaste der See gewaltige Mengen CO2 aus, knapp 1800 Menschen starben. Und am Kivu See gab es vor Jahrtausenden noch weitaus verheerendere Gasausbrüche, dafür jedenfalls sprechen Sedimentproben.........
Wir laufen die ganze "Avenue de la Corniche" entlang.
Unterwegs begegnen wir immer wieder Einheimischen.
Bei diesen 2 Damen kaufen wir 1 Kilo Erdbeeren. Miam miam, sie schmecken sogar lecker!
Danach erreichen wir die Kongo Grenze "La Petite Barrière".
Champagner8'672 Beiträge · seit 201028. Sept. 2015 · #122
Hallo Annick,
jetzt muss ich mich endlich mal wieder melden - deine Informationen über den Kivu See finde ich hochinteressant und habe ich (hier und auch sonst) noch nie gelesen (wobei ich mich auch nicht wirklich mit Ruanda beschäftige, die Berichte im Forum aber immer sehr spannend finde, egal ob geschichtlich oder in Sachen Fauna und Flora). Vielen Dank dafür!
Übrigens, dieses eine Schimpansenfoto, wo die beiden so nachdenklich dasitzen, ist ganz große Klasse - und wenn ich es richtig verstanden habe, standen die Herrschaften gar nicht auf dem Plan.... 😐 ? Dann ist das ja ein umso tolleres Erlebnis gewesen 🙂 !
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200829. Sept. 2015 · #123
@Bele: ja unser Urlaub war echt ein Traum. Schade dass mein Mann nicht mehr in den Kongo wollte. Bin gerade auf den Heinz so neidisch!!! 🙄
Fortsetzung
Anschliessend laufen wir in die Innenstadt.
Das besuchen wir auch die Gisenyi Bäkerei.
Laut Bekannte macht Habib hier die besten Samosas und das beste Brot. Müssen wir unbedingt probieren.
Miam miam es schmeckt einfach wunderbar! 🤪
Wir laufen danach auch noch Richtung Grande Barrière Grenze.
Unterwegs passieren wir die Hauptkirche
und die Busstation.
Mit einem Bodo Boda fahren wir gegen 15 Uhr wieder ins Hotel zurück. Da steigen wir in unseren Wagen ein und besuchen die Töpferei in Rubavu. Der Manager heisst uns herzlich Willkommen.
Die Anlage ist schon bescheiden. Es ist aber interessant mit den Leuten zu reden. Man erfährt so Manches.
Zum Schluss machen wir noch einen Abstecher im kitschigen Shop.
Um dem Manager für seine Mühe zu danken, kaufen wir 2 Gorillas.
Dann geht es wieder ins Hotel zurück. Unterwegs gibt es immer tolle Szenen zu beobachten.
Das Abendessen nehmen wir im unweiten Tam Tam Beach Restaurant ein. Die kleinen Sardinen und die Beef Spiessli sind ein Genuss für den Magen. Miam, miam.
Morgen laufen wir vom Serena bis zu den Hotsprings.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200830. Sept. 2015 · #124
04.08.2015
Nach dem leckeren Frühstücksbuffet machen wir uns auf dem Weg zur Hotsprings. Zu Fuss sind es ca. 7 Kilometer Richtung Kigufi. Die Quellen sollen therapeutische Eigenschaften haben. Wir passieren zuerst die Genossenschaft Coopilak. Da verkaufen die Fishermen den Inhalt ihrer Netze.
Anschliessend gucken wir uns das Thai Jazz Restaurant an. Es liegt am Ufer.
Die Bude gefällt uns auf Anhieb und wir bestellen gleich für den Abend Chicken Curry. Beim Laufen beobachten wir immer wieder das alltägliche Leben.
Das Malahide Hotel besuchen wir auch.
Endlich sehen wir die Bralirwa Brauerei. Sie wurde 1957 gegründet und ist seit 1971 eine Tochtergesellschaft der Heineken Brauerei. Das Unternehmen hat die Abfüllrechte für Coca Cola und Guiness. Seine bekanntesten Marken sind Primus und Mützig.
Nach 3 Stunden erreichen wir die Gegend der Hotsprings. Von da aus geniesst man eine tolle Aussicht.
Wir fragen die Einheimischen wo sie genau zu finden sind. Es führt durch häuser vorbei.
Endlich sehen wir sie. Normalerweise werden sie von den Kindern zum Baden und von den Müttern zum Kochen von Süsskartoffeln genutzt. Aber das ist Heute kein Mensch. 200 Meter weiter entdecken wir die "richtige" Quelle wo die Leute sich gerne gegen Arthritis, Arthrose, Muskelkater behandeln lassen. Einige sind am geniessen!
Hier kann man es bestimmt eine Weile aushalten!
Auf dem Rückweg essen wir eine Kleinigkeit im Tam Tam Beach Restaurant. Den Rest des Nachmittags verbringen wir am See beim Baden.
Das Abendessen im Thai Jazz Restaurant erweist sich als ein Knaller. Der Boss Jamil mit seinem Stetson Hut ist "un original". Er mag Jazz Musik und man kann es hören. Er sorgt für ein tolles Ambiente und das Chicken Curry schmeckt auch noch ausgezeichnet. Wir sind im siebten Himmel und bleiben eine Weile hier hängen. Gegen Mitternacht finden wir endlich den Weg zurück ins Hotel........ 😗
Morgen geht es weiter nach Kinigi zu den Berggorillas.
picco6'369 Beiträge · seit 201101. Okt. 2015 · #125
Hoi Annick
Da kommen Erinnerungen hoch...das Malahide, die Brauerei, der Markt, die Quellen, die wunderschöne Aussicht!!! Ruanda ist einfach nur traumhaft schön!
...und dass ich direkt vor Deinem Beitrag auf ARTE den Film 'Hotel Ruanda' gesehen habe macht das Unterdrücken des Fernwehs nach Ruanda auch nicht leichter...trotz der Geschichte...
Bloke1'920 Beiträge · seit 200801. Okt. 2015 · #126
ANNICK schrieb:
Anschliessend laufen wir in die Innenstadt. Das besuchen wir auch die Gisenyi Bäkerei.
Laut Bekannte macht Habib hier die besten Samosas und das beste Brot.
.
Lustig.....zumindestens im Nachinein.... 😄
Genau in der Bäckerei war ich nach meinem **BLOW-OUT** mit den Habanas Chilli shoten hab dort die leckeren Samosa gegessen und mich wieder geerdet
P.S ,die Bäckerei ist genau gegenüber des Markteingang
Bloke1'920 Beiträge · seit 200801. Okt. 2015 · #127
picco schrieb:Hoi Annick
Da kommen Erinnerungen hoch...das Malahide, die Brauerei, der Markt, die Quellen, die wunderschöne Aussicht!!! Ruanda ist einfach nur traumhaft schön!
...und dass ich direkt vor Deinem Beitrag auf ARTE den Film 'Hotel Ruanda' gesehen habe macht das Unterdrücken des Fernwehs nach Ruanda auch nicht leichter...trotz der Geschichte...
Habs leider verpasst. Weisst du, ob es noch ne WIederholung gibt
picco6'369 Beiträge · seit 201101. Okt. 2015 · #128
Hoi Heinz
Bloke schrieb:Weisst du, ob es noch ne WIederholung gibt
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200801. Okt. 2015 · #131
05.08.2015
Um 8.30 verlassen wir Gisenyi und das Serena Kivu Lake Hotel. Erster Stop: Musanze und das Hotel Muhubura wo wir eine Kaffeepause machen. Hier hat Diane Fossey immer gewohnt, wenn sie herunter aus den Bergen in die Stadt kam.
Anschliessend besuchen wir "Le Petit Village de l'Artisanat". Er befindet sich nur 200 Meter entfernt.
Caritas hat dieses Zentrum finanziert. Der Erlös geht an die Waisen und Strassenkinder. Da kann man billige Souvenirs für einen guten Zweck erwerben. Gloria zeigt uns ihre Arbeit.
Wir kaufen 5 Küchenhandschuhe, Stoffservietten und einige Stoffpuppen.
Danach suchen wir einen Supermarkt um Thé zu kaufen. Das grösste Lebensmittelgeschäft hier in der Stadt ist der "de Luxe Super Market".... 😮
Es gibt da drin aber tatsächlich Thé à gogo! 😁
Wir fahren noch bis zur Horizon Sopyrwa in der Hoffnung den Laden besuchen zu können.
Leider bleibt die Herstellung des natürlichen Insektizid ein Geheimnis. 😵 Wir werden aber sehr nett empfangen. 🙂
Auf dem Weg nach Kinigi können wir immer wieder das alltägliche Leben der Ruander beobachten.
Die Villa Gorilla erreichen wir um 12 Uhr.
Gilbert, der Manager, heisst uns mit einem Welcome Drink und Früchte, recht herzlich Willkommen. Da wir unsere Buchung geändert haben müssen wir uns mit einem Standard Zimmer im Hauptgebäude zufrieden geben. Es ist leider sehr dunkel und besitzt keinen Schrank....
Das Badezimmer sieht auch kommisch aus. Wenigstens kann man direkt in die Badewanne laufen....... 😛
Die neuen Bunbgalows sind da viel besser und kosten denselben Preis! 😎
Eine halbe Stunde später werden wir zum Mittagessen gerufen. Ein grossgedeckter Tisch erwartet uns.
Wir wollen am Nachmittag noch das Cultural Centre besuchen. Das Haus ist bumsvoll. Die anderen Gäste sind am Gorilla tracken.
Die frische Gemüsesuppe, das Lamcurry und der Fruchtsalat schmecken ausgezeichneit.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200803. Okt. 2015 · #132
Fortsetzung
Kinigi befindet sich auf 2200 Meter Höhe unweit vom Parc National des Volcans.
Gegen 13.30 fahren wir von der Villa Gorilla los. Unser Ziel das Iby'Iwacu Cultural Village. Es liegt 20 Minuten entfernt.
Gleich bei Ankunft werden wir herzlich Willkommen.
Wir sind leider die einzigen Turis, fühlen uns aber gleich wie Zuhause! Diese Leute machen ihre Führung mit viel Freude. Man merkt es sehr schnell und es bereitet viel Spass ihnen zuzusehen. Und für 20 US$ pro Nase kann man bestimmt nicht meckern. Sie verdienen es! 😎
Die Tour beginnt mit der Wiedergabe des King's Palace. Wir werden gebeten uns zu verkleiden. Eine Gaudi sage ich euch. In diesen Klamotten hält man es aus.
Wir werden vor der Hütte auch von tollen Kriegern bewacht.
Anschliessend berät uns der tradionnelle Healer mit verschiedenen Pflanzen. Echt interessant.
Danach zeigen uns die Ex-Poachers wie sie damals gewildert haben.
Dieser Kerl ist einfach eine Granate. Wir probieren es mehrere Male aber das Pfeil trifft meistens ein anderes Ziel.... 😗
Eine Dame zeigt mir auch wie das "Millet grinding" geht. Man benutzt dafür einen grossen Stein.
Eine Hochzeit Zeremonie wird auch noch inszeniert. Die Braut wird zum zukünftigen Bräutigam getragen.
Danach wird an der Tür gelauscht. Haben die Zwei gefallen ineinander? Wenn ja wir gejubelt und richtig gefeiert.
chris p382 Beiträge · seit 200605. Okt. 2015 · #134
Hallo Annick,
ganz tolle Bilder und Erzählungen von Eurem Besuch beim Cultural Village. Es gibt sicherlich einige Leute die da geteilter Meinung über solche Veranstaltungen sind, aber sowas ist immer eine gute Gelegenheit mal zu schauen wie die Kultur der Menschen aussieht. Was ich besonders gut finde, das die Leute dadurch einen Arbeitsplatz bekommen und dadurch ein wenig Geld verdienen können.
Danke für Deine interessanten Berichte und die wirklich schönen Bilder die auch mal über den Tellerrand drüber schauen.
Gruss Christian
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200805. Okt. 2015 · #135
@chris: das die Leute dadurch Arbeit haben, finde ich auch genial. Sie wildern auch nicht mehr um zu überleben. 🙂
Fortsetzung
Die Frauen dürfen natürlich auch ihre Kunst zeigen!
Zum Schluss wird noch einmal richtig gepustet.
Es ist tatsächlich schon 17 Uhr als wir Iby'Iwacu verlassen. Den Besuch kann ich echt empfehlen. 😎
Danach kehren wir in die Villa Gorilla zurück. Unterwegs winken uns immer wieder Kinder.
Da findet auch gerade eine Vorführung statt.
Die Gäste sind begeistert. Wir weniger denn wir können es mit dem Cultural Village vergleichen..... 😁
Nach dem Duschen treffen wir alle Gäste am Lagerfeuer. Da gönnen wir uns ein Glas Chardonnay. Die Stimmung ist grandios. Später wird das Abendessen im Restaurant serviert. Es gibt einen gemischten Salat, Pork Chops mit Bratkartoffeln, Fisch mit frischem Gemüse. Als Nachspeise Bananencrème. Miam miam!
Ich checke noch meine E-Mails denn hier gibt es Wifi.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200806. Okt. 2015 · #136
06.08.2015
Um 6.15 gibt es draussen am Lagerfeuer Frühstück. Wir sind die Ersten und es schmeckt!
Die Sonne geht langsam auf und der Mount Sabyinyo und Muhabura zeigen sich von ihrer besten Seite.
Gegen 7.00 fahren alle 11 Gäste mit ihrem persönlichen Wagen bis zum Parc National des Volcans Headquarters.
Gilbert, der Lodge Manager, folgt uns. Zum Glück kümmert er sich dann um den ganzen Papierkram denn da warten 80 Turis auf ihren Gorilla Track! 😗 Ich befürchte schon ein riesiges Gnusch. Zu meinem grossen Erstaunen gibt es eine "schweizerische" Organisation. Bei Ankunft erwartet uns ein kostenloser Café oder Thé.
Um uns auch das Warten zu versüssen wird eine Show von der Kinigi Community angeboten. Echt sehenswert!
Punkt um 8.30 werden alle Turis identifiziert und in eine Gorillagruppe zugeordnet. Für uns die Amohoro Gruppe.
Insgesamt 10 verschiedene Gruppen. Danach steigen wir wieder in unsere Wagen und folgen 40 Minuten lang einem Ranger bis zur Bisate Base. Die Piste finde ich sehr staubig und die letzten 2 Kilometer bestehen nur noch aus grobe Steine..... 🙄 Zum Glück ist mein Toni nicht mitgekommen, er hätte schon Angstzustände! 🤪 Ein englisches Ehepaar aus Nairobi hat mich ab Villa Gorilla mitgenommen. Sie sind mit ihrem Driver direkt aus Kenia gefahren. Sie arbeiten für die British Embassy. Unsere Gruppe besteht aus 2 Engländer, 2 Brasilianer, 2 Amerikaner und der kenianische Driver. Die Engländer spendieren ihm den Gorilla Track. Er freut sich wie ein Kind und ist ganz giegerig! 😄
Bisate ist ein kleines Dorf mit freundlichen Menschen.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200807. Okt. 2015 · #137
Fortsetzung
Danach folgen wir unserem Guide Richard. Ein bewaffneter Ranger begleitet uns.
Zuerst laufen wir durch viele Pyrethrum Felder.
Bei uns kennt man das margeritenartige Gewächs als Wucherblume oder Dalmatinische Insektenblume. Sie ist eine Verwandte der asternartigen Chrysanthemen und gedeiht besonders gut auf dem fruchtbaren vulkanischen Boden in den Hügeln Ruandas.
Ihre Blüten liefern das Pyrethrum, ein weltweit gefragtes natürliches Insektizid. Anbau und Pyrethrum - Herstellung waren im blutigen Bürgerkrieg der Neunzigerjahre zusammengebrochen, doch Heute ist das Insektizid wieder der drittgrösste Exportartikel des Landes, nach Kaffee und Tee. Mehr als 30'000 Bauern pflanzen die Wucherblume auf ihre Feldern.
Unterwegs treffen wir immer wieder Einheimische die uns neugierig beobachten.
Richard erzählt uns unterwegs viel über die verschiedene Pflanzen.
Wir laufen 2 1/2 Stunden und der Weg geht langsam hoch. Gorilla Tracking in Ruanda, kann ich bestätigen, ist viel einfacher als in Uganda. Die Brasialianerin die uns begleitet hat Herzprobleme. Sie kann aber ohne Problem mitlaufen. Sie ist erleichtert. Manchmal liegt auf der Erde Eli Dung. Hier soll es Viele geben..... Endlich sprechen auch die Funkgeräte. Richard informiert uns dass wir nicht mehr weit von den Gorillas entfernt sind. 10 Minuten später stossen wir auf die Trackers.
Die Amahoro Gorillafamilie lebt zwischen den Gipfel von Karisoke und Visoke und besteht aus 17 Berg Gorillas. Auf einmal sehen wir vor uns einen Silverback marschieren.
Er setzt sich anschliessend hin und fängt an zu fressen.
Richard ruft uns. Er hat im Gebüsch 2 Kleine entdeckt.
So schöne Gorillas. Sollte es mich wieder in diesen Teil Afrikas verschlagen, ich glaube ich kann da nicht widerstehen, ein zweites Mal die Berggorillas zu besuchen.
Herzlichen Dank
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #139
Hallo Christa,
Ja es ist ein unbeschleibliches Gefühl bei den Berggorillas zu sein! 😎
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #140
Fortsetzung
Ich lasse keine Sekunde die Kleinen aus den Augen und bin total von der Aussenwelt abgekapselt. So kann ich auch nicht die Schreie der anderen Turis wahrnehmen. Auf einmal zieht Jemand an meinem rechten Aermel. Als ich auf die Seite schaue steht da der Silverback Ubumwe. Mein Herz klopft wie verrückt. Richard sagt immer wieder: don't look at him und bringt immer komische Töne aus seinem Mund heraus... Ubumwe haut auch sehr schnell ab. Richard erzählt uns dass diese Töne Unterwerfung bedeuten.
Ich muss echt eine Anziehungskraft für Silverbacks haben. Vor 2 Jahren setzte sich schon bei der Mubare Gruppe im Bwindi NP der Silverback Kanyonyi neben mir.
Ubumwe ist ein toller Kerl!
Sein Harem ist voller netter Damen.
Wer kann diesen Augen schon wiederstehen!
Leider vergeht eine Stunde viel zu schnell. Langsam müssen wir zur Basis zurück. Der Blackback Gahinga lässt sich in letzter Minute noch blicken.
Wir laufen praktisch denselben Weg wieder zurück.
In Bisate gibt es immer Szenen zum fotografieren.
Von da aus fahren wir hinter Richard her. Er hält gegenüber dem Gorilla Nest Hotel. Da befindet sich das Kunsthandwerkzentrum wo die Einheimischen austellen und verkaufen. Da bekommen wir auch unsere Gorilla Tracking Urkunden.
Die Villa Gorilla erreichen wir gegen 13.30. Zum Mittagessen gibt es frische Rüblisuppe, Chicken Curry mit Reis und Banana Pancake. Miam miam.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir beim Lesen im Garten. Gegen 19.30 wird schon das Abendessen serviert. Da stellt sich auch heraus dass unser englisches Ehepaar morgen auch nach Uganda fährt. Wir beschliessen zusammen zu fahren.