Oben: Einfach nur WAU!!!
Live und in Natura noch um einiges WAUer!!!Der Weg wird zu einem Trampelpfad, es wird steiler und steiler, wir sind nun schon beinahe 5 Stunden unterwegs, als
beinahe plötzlich der Wald sich lichtet und durch Wiesen und Buschwerk ersetzt wird...
Oben: Fackellilie (Kniphofia), auch Raketenblume genannt...Version Orange
Oben: Fackellilie (Kniphofia), auch Raketenblume genannt...Version Gelb
Oben: Fackellilie (Kniphofia), auch Raketenblume genannt...Version Rot
Oben: Ankunft im Machame-Camp auf 3039müM (gemäss meinem GPS)
Oben: Weissnacken oder Geierrabe, Corvus albicollis...nicht scheu und RIESIG!!!
Oben: Unser Camp im Aufbau, hinten rechts das Klo-Zelt und im Vordergrund das Klo...kein Porta-Potty, aber eine Nachahmung!
Das grüne Steilwandzelt hinten links ist unser Essenszelt, das hellgrüne im Vordergrund ist mein Zelt, die beiden orangen
werden von Bianca & Lucien sowie Axel beschlafen.
Links neben dem Klo die Schale mit der Seife, auf dem Klo die Utensilien um sich zu waschen. Nach der Ankunft müssen wir uns erst in der Hütte ins Buch eintragen, jeder Einzelne!
Dann gehts erst mal runter zum Camp, das sich noch im Aufbau befindet, und da es schon 18:00Uhr ist und wir noch den Aklimatisationsspaziergang machen wollen gehts ohne grosse Pause und ohne Rucksäcke, aber mit Elan weiter rauf!
Kleine Erklärung für Flachlandindianer: Um sich besser zu aklimatisieren steigt man etwa 100 Höhenmeter höher hinauf und macht da etwas Pause, so 15-30 Minuten oder länger, je länger je besser, und dann steigt man ab zum Schlafplatz.
Ein Spruch den man immer wieder hört ist 'hike high, sleep low', also wandere hoch, schlafe tief...so aklimatisiert
man sich am Besten!
Aber noch viel mehr hört man 'pole-pole', was in Suaheli etwa 'gemütlich/langsam' bedeutet...und genau so sollte man den
Berg rauf gehen: L A N G S A M !
Wir gehen also los, am Ende des Camps finden wir die Schweizer, die nicht reden wollten, wieder, ich grüsse, einige
grüssen zurück, und schon wirds steil.
Richtig steil!
Aber noch immer gut zu begehen...
Wir gehen wieder durch lichten Wald und Busch, erreichen eine kleine Lichtung und nach der wird aus dem Spaziergang eine
Wanderung!
Denn es geht nun über Stock und Stein!
Grosse Felsbrocken liegen rum, der Weg führt über einen alten ausgewaschenen Lavafluss steil aufwärts, noch steiler als
vorhin schon!
Naturstufen von 50cm Höhe und mehr...und der Untergrund ist vom Regen her noch glitschig!
Und schon kommt die erste Kraxelpartie...nach der wir die Pause machen!
Gemäss GPS sind wir nun auf 3117müM., also 'nur' 70m höher als das Camp.
Somit sind wir heute von 846müM. in Moshi bis auf 3117müM. gefahren/gewandert, also hat unser Organismus 2'271m Anstieg zu verkraften!
Das ist etwas mehr als die sonst empfohlenen maximal 500-800 Höhenmeter (je nach Quelle)...minim mehr...
Geht aber allen gut! :-D
Und immerhin: wir sind 1317 Höhenmeter selbst raufgestiegen! :-D
Und ich dopple nochmals nach: Wir sind nun schon in einer Höhe die die meisten Menschen im Leben nie erreichen, höher als die höchste asphaltierte Strasse der Alpen, höher als der höchste Berg Deutschlands...jetzt schon, am ersten Tag!
Auch auf unseren Schlafplatz auf 3047müM trifft das Meiste zu, das liegt auch 1247m höher als das Gate!
Auf die angegebenen 11km vom Machame Gate zum Machame Camp (die liegen auf der Machame-Route, die wir
gewählt haben...jaja, so ist's!) sind das also im Schnitt 11,33% Steigung.
Alpenstrassen haben selten mehr als 8%, die Meisten weniger als 5% Steigung.
Aber auf den ersten Tag an der Machame-Route trifft das Wort 'Spaziergang', das von vielen für den Kilimanjaro verwendet wird, noch zu.
Schon auf den Teil den wir zur Aklimatisierung hoch sind aber definitiv nicht mehr!
Oben: Der Blick zurück lässt die Steilheit nicht mal erahnen, man sieht höchstens wie glitschig es ist!
Oben: Ausblick während des Aklimatisierungsaufstiegs...hier sieht man die Steilheit des Weges am unteren Bildrand etwas besser...
Oben: Blick von oben auf die erste Kraxelstelle der Tour...
Oben: Und so gehts weiter rauf... Wir aber gehen im Halbdunkeln wieder runter, da wir keine Stirnlampen dabei haben.
Auf halbem Weg kommen uns Ulrike und Dan entgegen, die wir unten am Gate und immer wieder mal auf dem Weg getroffen haben.
Unten im Camp angekommen ist's schon recht dunkel, wir werden schon bald ins Essenszelt gerufen.
Das Essen am Berg ist halt...na ja...essbar, ein Genuss ist es nicht obwohl der Koch einen guten Job macht!
Aber in der Kürze der Zeit mit den Möglichkeiten die er hat kann man kein Essen erwarten das einem das Gefühl gibt
'Gott im Piemonte' zu sein...
...vieleicht wie 'Gott in Frankreich', aber sicher nicht wie 'Gott im Piemonte'!
😉
Da wir so spät angekommen sind haben wir die Zelte noch nicht wirklich eingerichtet, erst die Taschen liegen drinn...
Nun noch eine kurze Erklärung der Bedienung des Klo's und schon gehts ins Zelt, Matrazze aufpumpen, sich einrichten usw.
Nach etwas rumstehen in der Kälte und plaudern gehts schon früh ab in den mollig warmen Schlafsack, gute Nacht!