UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201119. Okt. 2011 · #1
Liebe Weltenbummler, leider ist es schon wieder so weit und der Alltag hat mich wieder. 23 Tage in diesem wunderschönen Land sind vergangen wie im Flug, doch ich würde mich freuen, wenn ich hier im Forum dem ein oder anderen, der dieses tolle Land noch nicht besucht hat, Lust auf eine Entdeckungsreise durch Uganda bereiten könnte. Vorweg, es war meine erste Reise nach Afrika und ganz bestimmt nicht die letzte nach Uganda. Dieses Land hat mich derart in den Bann gezogen – überaus freundliche Menschen, Landschaften wie von einem fernen Planeten und eine fantastische Tier-, Vogel- und Pflanzenwelt, Vulkane, Gebirge – das schreit gerade dazu danach, einen weiteren Urlaub in absehbarer Zeit in diesem Land zu verbringen ! Hoffentlich bekomme ich das mit der Technik hin, ich bin doch ziemlicher Neuling in Sachen Internet-Foren. Alles Liebe und Gute und tolle Reisen, Euer Axel.
Freitag, 16.09.2011 Die letzten Sachen sind verstaut als ich endlich kurz vor Mitternacht ins Bett fiel. Hast Du auch alles eingepackt, hast Du nichts vergessen – wiedermal war es so weit, dass mich meine Zwangsneurosen dazu brachten, fünf mal hintereinander zu schauen, ob die Reisepässe und das Geld auch ja dabei sind. Ja Axel, es ist alles da, versuch zu schlafen. KrasseTräume, vielleicht setzte mir Malarone zu – ich weiß es nicht, zumindest wars ätzend. Aufgewacht um kurz vor halb vier, kurze Zeit später brachte uns ein lustiger Taxifahrer an den Frankfurter Flughafen. Schweinekalt wars, müde, trockene Augen und der Schalter von KLM noch nicht besetzt. Nach halber Stunde Warterei endlich das Gepäck aufgegeben und erst mal ein Tässchen Kaffee getrunken bevor es zur Sicherheitskontrolle ging. Nachdem wir das Abfluggate erreicht hatten und ich mich hingesetzt habe, erblickte ich – peinlich berührt – meine sich praktisch auflösenden Bergschuhe. Was ist denn da bitte seit dem letzten Urlaub passiert ? Sohle und die Seiten waren im Inbegriff sich in Staubpartikel aufzulösen und ich dachte mir nur: scheiße was machst Du denn jetzt bitte ? Das ist ja mega peinlich wie du hier rumläufst, na ja es gibt ja noch einen Zwischenstop in Amsterdam, vielleicht gibt’s da ja Trekkingschuhe. Ein kurzer Flug nach Holland ließ mich kurze Zeit mein Schuhproblem vergessen und ich genoss den Anblick auf die vielen Kanäle und Windmühlen beim Landeanflug auf den Schiphol-Airport. Schnell das Flugzeug verlassen, durch den Flughafen gesprintet und einen Schuhladen gesucht und letztlich gefunden der auch - man glaubt es nicht - richtig nette Trekkingschuhe hatte die auch sofort wie angegossen gepasst haben. Schnell die neuen angezogen und die peinlichen alten Teile in einen Mülleimer gestopft. Fängt ja alles gut an. Käffchen getrunken und ab gings in die Luft mit KLM und einem schönen A 330-300 (war der nicht mit Airfrance abgestürzt) ? Ich ließ meine Flugangst in Amsterdam und genoss diesen super Flug mit dem ausgesprochen gut gelaunten und sehr freundlichen Bordpersonal und einem wirklich schmackhaftem und sättigenden Essen. Von oben wunderschöne Blicke auf die unter mir liegende Wüste, dem riesigen Sudan und letztlich die von jetzt auf gleich grün werdende Landschaft. Zwischenstopp nach guten 9 h in Kigali, Ruanda. Es regnete in Strömen, ein paar Leute sind ausgestiegen, ein paar zugestiegen und ansonsten war`s ne empfundene Ewigkeit bis wir endlich wieder in der Luft waren Richtung Entebbe. Mein Gott endlich am Ziel meiner Träume, es hat auch lang genug gedauert ! 22°C und bewölkter Himmel, so empfing uns Uganda mit einer relativ kurzen Einreiseprozedur (50 USD Visum p.P.). Das Gepäck sofort da, und Dani, unsere Reiseleiterin, stand schon da und empfing uns herzlich. Puuh die Hauptsache schon mal geschafft, ab in den Landcruiser, Gepäck verstaut und ab gings zum nahegelegenen Entebbe Airport Guesthouse mit richtig netten Zimmern, einer kleinen Veranda Richtung Garten und meinem ersten gekühlten original Nile Special (mit Quellwasser des Nils gebraut – na wenn das nichts ist 😉 !)
Samstag, 17.09.2011 Die Nacht war kurz, schon um 05:30 war „Feierabend“. Wecker falsch gestellt, sind ja gar nicht zwei Stunden Zeitunterschied. Die Hähne haben gekräht, sämtliche Vögel haben laut gequatscht und die Perlhühner vor der Tür machten auch Radau. Also aufstehen und Lage checken. Anschließend mein erstes Spanish Omlette geordert (es sollten noch 22 andere folgen -> bei 2 bis 3 Eiern pro Omlette reden wir jetzt lieber nicht von gesunder Ernährung 😊 ) und anschließend stielte uns Dani erstmal darauf ein, wie so der Tag ablaufen wird. Geplant war eine kleine Wanderung im Mabira Forest Schutzgebiet, einer der letzten Primärwälder im zentralen Uganda und anschließende Weiterfahrt an die Haven Lodge, direkt am Nil gelegen. Die erste Fahrt im Landcruiser führte uns auf die Verbindungsstraße Richtung Kampala. Eigentlich waren wir erstaunt, wie sauber doch Uganda ist, großartiger Müll absolute Fehlanzeige. Überall wird das Gras an den Seiten der Straße fleißig gemäht und vor den Frauen mit ihren Kindern „im Gepäck“, Gartenschaufel in der Hand und schätzungsweise 20 kg Ballast auf dem Kopf, das zollt großen Respekt. Kampala ist ein Moloch, chaotischer Verkehr, überdimensionale Werbebanner, üble Abgase an dem schon an sich sehr diesigen Tag. Aber beim Anhalten überall freundliche Leute, die ihre Waren mit lautem Geschrei an den Mann bringen wollen. Plötzlich schart sich eine Horde Menschen um unser Auto und bietet Spieße mit gebratenem Huhn, Rind oder Leber , leckere Bananen, Ananas oder kalte Getränke an. Eigentlich eine coole Sache falls man gerade mal durstig oder hungrig ist. Ein kurzer Stop in einem Supermarkt macht deutlich, in Uganda gibt es wirklich alles was man will, nur die Preise sind schlichtweg abartig - wie soll sich das hier einer leisten ? Endlich waren wir aus Kampala raus und da eröffneten sich die ersten wunderschönen Blicke, Teeplantagen wie mit einem Lineal gezogen und in einem grün, dass es hier wohl nur zwei Wochen im Frühling gibt. Dazwischen kleinere Ortschaften mit Häusern, die mich immer an eine Westernstadt erinnert haben, wie halt so kleine Saloons. Kleine Marktstände mit kunstvoll aufgetürmten Tomaten- und Kartoffelpyramiden und nicht zu vergessen die in Uganda allgegenwärtigen Matoke-Fahrradfahrer, die ihre Last manchmal kilometerweit bergauf und bergab zum nächsten Markt schieben müssen. Die Mittagszeit war erreicht und der Himmel verfärbte sich zunehmends in ein bedrohliches grau, dunkelblau und es dauerte nicht lange, bis sich der erste Blitz entlud und sturzbachartig der Regen auf die Fahrerscheibe prasselte. Tropen und Regenzeit. Eigentlich stand überall geschrieben der September sei noch ein Top Monat, aber dieses Jahr regnete es wohl auch im Juli und August viel und im September erst recht. Na ja – umso grüner ist alles. Fakt war allerdings, den Waldspaziergang im Mabira Forest konnten wir vorerst ad acta legen, im Mega-Matsch zu latschen bringt auch kein Spaß. Also direkte Fahrt zur Lodge. Schöner konnte ein Einstieg in Uganda wohl nicht sein, die Lodge ist wunderschön auf einem Hang mit Blick auf den Nil gelegen. Angekommen machten wir mit Dani Picknick auf der Veranda und schauten dem überwältigenden Anblick auf den Nil zu. Mein Gott ist das schön ! Es donnert vom feinsten, es schauerte und kein Ende in Sicht. Da wir eh erst mal richtig ankommen wollten, beschließen wir eine Pause an der Lodge und machen ein Treffen 1 ½ h später aus. In der Zwischenzeit erholt sich das Wetter wieder, die Sonne kommt raus und wir machen eine klasse Bootsfahrt auf dem Lake Victoria bis zu den vermuteten Nil Quellen und sind geplättet von der wahnsinnigen Vogelwelt – die ersten Malachit Kingfisher , Webervögel, Schlangenhalsvögel, Komorane und Seidenreiher um nur einige zu nennen.
Auch die Nilwarane halten sich am Ufer bereit. Am Abend gabs an einer schönen Bar mit Blick auf einen Arm des Victoria Sees für mich erstmal zwei Nile Specials, wobei mir die ordentlich in den Kopf gestiegen sind und die Fahrt zurück zur Lodge war doch ziemlich lustig. Nach einem klasse Buffet auf der Veranda der Lodge bei Kerzenschein genossen wir noch die Blicke auf den Nil und lauschten den Stimmen der Nacht. Der Abendhimmel war sternenklar, nur am Horizont konnte man ein tolles Wetterleuchten weit entfernter Gewitter betrachten.
Sonntag, 18.09.2011 Ich bin früh aufgestanden um meinen ersten richtigen Sonnenaufgang in Afrika geniessen zu können und es hat sich gelohnt. Nach einem tollen Frühstück auf der Veranda und der Begegnung mit einem etwas anderen Haustier namens Bambi holte uns Dani ab und wir fuhren zum Mabira Forest und unternahmen einen Spaziergang durch den Tropenwald. Natürlich ist der Wald gegen den Kibale Forest oder mehr noch den Bwindi kein Knaller aber ein netter „Einstieg“. Hunderte Jahre alte Urwaldriesen gibt es hier noch zu bestaunen aber die Geräusche der nahegelegenen Straße lassen, zumindest am Anfang der Tour, nicht so richtig die Atmosphäre eines unberührten Regenwaldes aufkommen. Trotzdem eine schöne Tour und ich konnte mal meine neuen Schuhe einlaufen.
Anschließend gings in ein Dorf nahe unserer Lodge bei der wir beide Gast bei einer einheimischen Familie zum Mittagessen waren. Ganz stilecht in einer Lehmhütte gekochte einheimische Spezialitäten wie Matoke, Yamswurzel, Süßkartoffel, Blattspinat und eine schmackhafte Ernusssoße. Gut das Fleisch würde mir jetzt auf die Dauer fehlen, doch ich muss sagen – es war echt in Ordnung und sehr bekömmlich. Ein anschließender Rundgang durch das Dorf mit unserem lieben Charles machte richtig große Laune und erlaubte schöne Einblicke in das Dorfleben neben wilden Diskussionen über geklautes Gemüse, wie Kinder hier ihre Zeit und mit welchen Spielen verbringen und den Ackerbau.
Anschließend brachte uns noch ein Einheimischer über verwucherte Pfade zum Nilufer und zeigte uns, wie die Leute hier ihre Fische fangen. Ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag ging ruck zuck zu Ende.
Die restlichen Bilder Bilder bitte im Anhang durchklicken !
chrissie2'460 Beiträge · seit 200619. Okt. 2011 · #2
Hallo Axel, dein Bericht beginnt sehr viel versprechend: mir gefällt dein Schreibstil und die Fotos sind prima. Du scheinst eine Gruppenreise gemacht zu haben, wieviel Leute wart ihr denn? Gruß Chrissie
chrissie2'460 Beiträge · seit 200619. Okt. 2011 · #4
Dani war also eure Reiseleiterin? Da würde mich mal interessieren, bei wem ihr gebucht und was ihr bezahlt habt. Kannst mir gerne auch per PM antworten.
UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201119. Okt. 2011 · #6
Montag, 19.09.2011
Wir wanderten die paar Meter runter zum Nil und sahen den Einheimischen beim Fischen und Kleider waschen zu.
Der Nil, was eine unvorstellbare Naturgewalt. Wenn man sich überlegt, dass der Fluss über 6000 km braucht um ins Mittelmeer zu fließen und ich stehe hier !
Nach einer längeren aber interessanten Fahrt, bei der wir immer wieder Horden der typischen Ankole-Rinder bestaunen könnten, trafen wir gegen 14.00 Uhr im Ziwa-Rhino-Sanctuary ein. Unter einer schattigen Akazie nahmen wir ein leckeres Picknick ein und starteten bald zu einer Entdeckungstour der tonnenschweren Nashörner. Lange ließen sie auch nicht auf sich warten und da es in dem Park auch keine Löwen gibt, war eine schöne Fußpirsch angesagt. Für mich ein einmaliges Erlebnis, diesen tollen Tieren so nah zu sein.
Das Licht am Nachmittag war auch besonders schön.
Weiter ging es zum Eingang des Murchison Falls Nationalpark. Im Budongo Wald übernachteten wir in einer richtig netten Waldhütte. Das beste aber waren die Stimmen des Waldes in der Nacht – so was unglaubliches habe ich in dem ganzen Urlaub nicht mehr erlebt. Schade, dass man hier kein Video einstellen kann, zeitweise machte irgendein Tier solche Laute, man dachte irgendein Mensch wird ermordet. Hier könnte man eine Neuauflage von Blairwitch Project drehen 😄 . Unheimlich aber doch so einmalig. Es war so schwarz wie die Nacht nur ein paar Sterne waren über den Baumwipfeln zu erkennen. Nachts näherte sich eine Horde Colobus Affen unserer Behausung. Ich war völlig begeistert von diesem tollen Erlebnis in einem intakten Stück Natur.
UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201119. Okt. 2011 · #7
Dienstag, 20.09.2011
Heute morgen stand das erste Schimpansentrekking im Budongo Wald auf dem Programm. Zur Stärkung gabs erstmal mein obligatorisches Omlette, frisch gebackenes Brot und leckeren Kaffee. Mit unserem Guide der Budungo Eco Lodge ging es bald los. Ca. 1 h ging es quer durch den Wald bis sich die ersten Schimpansen mit lautem Geschrei bemerkbar machten. Mein Gott was für eine Geräuschkulisse. Sowas vergisst man sein Leben nicht mehr ! Hoch oben in den Baumwipfeln endeckten wir die ersten Schimpansen. Mutter, Vater und Kind.
Keine Scham hatten die beiden Erwachsenen und legten auf den Baumwipfeln vor uns eine schnelle Nummer hin. Das Kleine praktisch dazwischen. Nachdem ein bisschen gegessen wurde, wurde von den Baumwipfeln gepieselt und ein Geschäft verrichtet. Prost Mahlzeit ! Affen außer Rand und Band !
Dann beobachteten wir die lustigen Gefährten eine ganze Weile und versuchten noch eine andere Horde aufzuspüren, die vielleicht von den Bäumen herabgestiegen ist. Das war dann aber nicht der Fall. Anfängerfehler war, dass ich mir nicht die Hosenbeine in die Socken gestopft hatte, so musste ich ein paar hochkrabbelnde und schön stechende Ameisen vernichten. Das Trekking war absolut klasse, kann ich nur weiterempfehlen aber es ist halt auch immer ein bisschen Glückssache. Nach einem ausgedehnten Marsch durch den Urwald packten wir die Sachen zusammen und fuhren weiter in den Murchison Nationalpark rein. Erste Büffel im Schlammbad.
Bald schoss eine Ladung Tsetsefliegen in unseren Landcruiser, schnell verjagen und für kurze Zeit die Fenster zu. An einem herrlich gelegenen Picknickplatz unweit der Murchison Fälle ließen wir uns leckeres Brot mit Tomaten und den besten Avocados die ich je gegessen habe schmecken. Anschließend stiegen wir mit einem Ranger zu den Murchison Fällen ab, Dani fuhr in der Zwischenzeit zu unserer Unterkunft, der Nile Safari Lodge.
Was ein imposantes Schauspiel wie sich der Nil durch die nur 7 Meter Breite Engstelle zwängt. Ein privat angemietetes Boot stand für uns bereit und auf einer 3 stündigen Bootsfahrt konnten wir die Tierwelt am Ufer des Nils bestaunen:
Elefantenherden, zahlreiche Hippos, Krokodile, Colobus-Affen, Warzenschweine und natürlich viele viele wunderschöne Vögel.
Kurz vor Sonnenuntergang gings an die Lodge und auf der Veranda gönnte ich mir erstmal ein kühles Bier und ließ einfach nur dieses herrliche Panorama auf mich wirken. Die Nile Safari Lodge ist klein aber fein, ganz liebe Angestellte, tolles Essen und man kann auch einen schönen Sonnenuntergang genießen.
Nachts braucht man vor lauter Fröschen und dem lauten Grunzen der Nilpferde aber wirklich Ohropax, ansonsten macht man kein Auge zu. Den Anhang könnt ihr durchklicken.
marimari2'240 Beiträge · seit 201119. Okt. 2011 · #8
Hallo Axel, die Zeit vergeht ja wie im Flug und Ihr seid schon wieder zurück..auf diesen Reisebericht freue ich mich ganz besonders! Danke schon im Vorab, lg Mari..bin gespannt wie es weiter geht..die Budongo Lodge hab ich auch in meinem Tourprogramm 🙂
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200819. Okt. 2011 · #9
Hallo, uganda80!
Du schreibst:
Das beste aber waren die Stimmen des Waldes in der Nacht – so was unglaubliches habe ich in dem ganzen Urlaub nicht mehr erlebt. Schade, dass man hier kein Video einstellen kann, zeitweise machte irgendein Tier solche Laute, man dachte irgendein Mensch wird ermordet. Unheimlich aber doch so einmalig.
Nun stehen solche „Ferndiagnosen“, wie die folgende natürlich auf wackeligen Beinen, aber so, wie du die „Stimmen der Nacht" beschreibst, waren es wahrscheinlich Bushbabys. Senegal Galagos. Dieses Schreien gehört zu dem typischen Verhalten dieser kleinen Kobolde. Wenn sie abends ihre Kobel verlassen, versichern sie sich mit Fühllauten der anderen Mitglieder ihrer Sozialgemeinschaft, während sie sich in den Bäumen verteilen, um dann auf Futtersuche zu gehen. Morgens, wenn sie zum Schlafplatz zurückkehren, „begrüßen“ sie sich ebenfalls durch ihr „Rufen“, aber nicht so stark. Je nachdem wie groß die Gruppe ist, ist das ein ganz schönes Geschrei und wenn man nicht weiß, was es ist und allein im Urwald steht, denkt man, da quält einer seine Kinder. Dieses „Baby-Geschrei“ hat ihnen ihren Namen Bushbaby eingebracht.
Vielen Dank für deinen schönen Reisebericht!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201119. Okt. 2011 · #10
Sorry Leute für die hässliche Präsentation der Bilder. Kann mir jemand von Euch verraten warum manche Bilder schön gezeigt werden und andere nur im Anhang ??? LG Axel
UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 · #12
Liebe Birgitt,
schön dass Du vorbeischaust und Dir die Bilder gefallen. Tausend Dank Dir nochmal für alles, ohne Dich wäre ich nie in Uganda gewesen !
Mittwoch, 21.09.2011
Bedrohtes Paradies
Der erste Game Drive meines Lebens. Wenn ich früher darüber nachgedacht habe - na ja man sitzt oder steht halt in so einem Wagen und schaut sich die Giraffen an - mein Gott war ich blöd. Gibts was schöneres ? Strahlender Sonnenschein erwartete uns und nach einem guten Frühstück gings los auf die erste richtige Pirschfahrt dieses Urlaubs. Zuerst haben wir den Nil mit einer Fähre überquert und anschließend fuhren wir an der Paraa Safari Lodge vorbei in den Park. Zuerst war gar nichts los, doch dann zeigten sich die ersten Tiere.
Die Tierwelt in dieser noch unberührten Landschaft zu sehen und vor allem in diesem saftigen grün, das war ein großes Erlebnis.
Im Reise Know How war zu lesen, dass die Wilderei des Bürgerkriegs noch große Spuren hinterlassen hätte - vielleicht hatten wir Glück, doch haben wir an diesem Tag viele Elefantenherden und eine menge Rothschildgiraffen sehen können - einzig Leopard und Löwe war einfach nicht anzutreffen. Aber deswegen bin ich auch nicht nach Uganda gereist.
Traurig machte mich die Tatsache, dass im Murchison NP Probebohrungen nach Erdöl zu laufen scheinen, man kann ein paar markierte Bojen am Boden sehen. In unserer Lodge war auch eine Mitarbeiterin einer Erdölfirma. Natürlich kann das Öl für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen - aber hoffentlich endet es nicht in einem Gau wie in Nigeria. Die Zeit wird es zeigen. In Kisoro munkelte ein Mitarbeiter einer Lodge sogar, die Regierung denke über eine komplette Schließung des Parks in absehbarer Zukunft nach - um in Ruhe und ohne die Umweltauflagen Erdöl zu fördern. Nach so einem Besuch in dem Paradies eine ungute Vorstellung. Hoffentlich ist alles nur ein Gerücht.
Bitte die anderen Bilder im Anhang einfach durchklicken.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201022. Okt. 2011 · #13
Guten Morgen Axel,
die Bilder sind ja der Wahnsinn - egal ob gleich sichtbar oder zum Durchklicken (hast du vielleicht ab und zu nur hochgeladen und vergessen einzufügen?)!
Mein Favorit sind - als Giraffenverehrerin - die liegenden/sitzenden Tiere dicht gefolgt von den Büffeln im Schlamm!
Tolle Fotos, echt klasse. Ein Wunschziel von mir, mal sehen, ob es irgendwann klappt. Und ob dann der Murchison NP tatsächlich nicht bereits kaputt ist durch die Bohrungen. Das wäre eine Katstrophe.
UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 · #15
Hallo Bele, hallo Wiw,
tausend Dank für die lieben Worte, das motiviert !!
UGuganda80Themenstarter200 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 · #16
Donnerstag, 22.09.2011
Früh aufstehen war heute angesagt um ein Bootsfahrt auf dem Nil flussabwärts zum Nildelta und zum Beginn des Lake Alberts zu machen. Das war aber auch überhaupt kein Thema – erstens begannen zwei gut gelaunte Damen neben uns schon den Tag um 4 Uhr morgens und bei dem ganzen Froschkonzert war an Einschlafen nicht mehr zu denken.
Mit zwei äußerst freundlichen jungen Bootsführern gings anschließend per Boot auf den Nil und wir konnten nochmal die wahnsinnige Vogelwelt erkunden.
Viel interessanter aber noch waren die Gespräche mit ihnen, wo sie herkommen, dass sich beide eigentlich gar nicht verstehen und auf Englisch miteinander reden weil sie so unterschiedliche Sprachen sprechen (einer kam aus Norduganda, der andere aus einem Dorf Nahe der Grenze zur DRK). Sie zeigten uns an der immer näher rückenden Bergrücke den Grenzverlauf zur DRK (auch so ein faszinierendes Land, hoffentlich irgendwann mal bereisbar) und einer erzählte uns über seinen Traum eines Tages mal in Europa leben zu können. Am Nildelta hört die Grenze des Nationalparks auf und und die Einheimischen dürfen hier fischen.
Der Anlasser des Boots machte nicht gerade den besten Eindruck – nachdem gefühlte 50 x an der Schnur gerissen wurde, bis der Motor endlich mal wieder ansprung, hab ich mir schon gedacht na bald können wir zurück paddeln. Nach 4 h kamen wir zurück und verbrachten einige Zeit nach einem super Mittagessen auf der Lodge.
Nachmittags gings nochmal auf Game Drive, heute auf Löwenpirsch – allerdings verwöhnten uns eher die Rothschildgiraffen mit ihrer Anwesenheit.
Nach der Überquerung des Nils ging es wieder zurück zur Lodge, vorbei an vielen winkenden Schuldkindern die gerade Schulschluss hatten. Angekommen war schon ein Lagerfeuer entzündet und so ließen wir diesen schönen Tag bei einem guten Essen ausklingen.
Hallo Axel, klasse Bilder und Dein Reisebericht macht mich unheimlich neugierig für Uganda. 🙂
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Da wir am liebsten zu zweit bzw. in einer nur sehr kleinen Gruppe reisen, würde mich interessieren, mit wem Du unterwegs warst (wo gebucht?) und wie teuer die Reise pro Person inkl. Flug war. Vielleicht schickst Du mir einen Nachricht, das wäre nett.
echt phantastische Bilder. Ich bin ehrlich beeindruckt.
Auch mich würde, wie "wiw" interessieren, was so eine Reise komplett kostet. Uganda war bisher für mich nicht so wirklich im Fokus. Aber diese Bilder....😁
Ich freu´ mich schon auf die Fortsetzung.
LG, BriZA
helliulli142 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 · #20
danke für den informativen bericht und die tollen fotos. freue mich auf die fortsetzung. da auch wir planen demnächst nach uganda zu reisen, wäre ich über nähere infos zu buchung, preis, routenführung und dauer der reise dankbar. gerne auch als pm. danke im voraus! lb gruß helliulli