fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200909. Juli 2014 ·
29.Januar:
Heute will ich wieder wie jedes Jahr einen Tag zum Birden in die Lagune von Walvis Bay.Nach dem Frühstück in trauter Runde also flugs in die AZ gekuckt wegen der Tide. Da gerade ablaufendes Wasser ist,kann ich mir Zeit lassen,denn bei Ebbe stehen die ganzen Limikolen draussen im Watt.Wenn dann aber das Wasser wieder aufläuft,drückt es auch alle Watvögel Richtung Hochwasserlinie,also ganz nahe an die Strasse,und so kann man sie dann in aller Ruhe beobachten. Zuerst mache ich einen Stop knapp südlich von Swakop,um mir ein bisschen das pralle Leben in den tidal pools anzusehen,die bei Ebbe zugänglich sind.
Blick Richtung Swakopmund
Tidal Pool mit Seeanemonen,Seesternen,Seeigeln,kleinen Fischen,Krabben,Krebsen....
ablaufendes Wasser gibt die Felsen frei
Dann fahre ich nach Walvis.In der Lagune vor der Esplanade ist immer noch Wasser,und Tausende Zwergflamingos stehen hier im seichten Wasser auf der Suche nach Nahrung.Dabei kommen sie bis direkt an die Steinmauer und lassen sich entspannt beobachten.
Weiter geht es an den Salzwerken vorbei Richtung Westen bis zum Parkplatz direkt am Atlantik.Dort setze ich mich in den Sand und beobachte das Meer,in der Hoffnung auf ein paar Delfine.Da habe ich heute aber kein Glück.
Ganz langsam steigt das Wasser wieder höher,und ein Trupp Sanderlinge kommt immer näher.Sie patroullieren im flachen ,auslaufenden Wasser und schnappen nach kleinen Lebewesen,die von den Wellen an den Sand geworfen werden.
Sanderling
Neben einigen toten Robben finde ich auch einen
Giant Petrel Jungvogel-Riesensturmvogel.Diese Tiere leben in subantarktischen Gewässern,man sieht sie normalerweise nur auf hoher See. Dann drückt das Wasser mit Macht wieder in die Bucht zurück,und ich fahre ganz langsam die Salzpad zurück.Die linke Scheibe ist runtergekurbelt,und bei jedem interessanten Tier halte ich und versuche ein paar Bilder zu schiessen.Etwa vierhundert sind so entstanden,ein paar davon kommen jetzt.
Curlew Sandpiper-Sichelstrandläufer
Cape Gull,die Leute hier nennen sie Dominikanermöwe,was aber nicht ganz richtig ist-das wäre die Kelp Gull.
ein Ringed Plover- Jungvogel,also ein Sandregenpfeifer
ein Potpourri von Chestnut-banded Plover,Curlew Sandpiper,Ruddy Turnstones und einem Sanderling (von links)
Avocets-Säbelschnäbler
Black-winged Stilts-Stelzenläufer
ein White-fronted Plover-Weissstirnregenpfeifer Altvogel
sowie sein wohl gerade geschlüpftes Chick.Es waren zwei Junge,und die waren schon sowas von schnell,dies ist das einzige scharfe Bild,das von einer ganzen Serie übrig geblieben ist.
noch ein Bild von den kristallinen Salzausflockungen, dann fahre ich langsam zurück nach Swakop.Das (späte) Mittagessen ruft.Nach einer Pause gehe ich durch den Garten über den Parkplatz und bin schon am Strand vor der Mole.Laut Kreideanschrift auf der Tafel hat das Wasser -wie letztes Jahr-warme 21 Grad,und so schwimme ich zweimal quer durch.Dabei sehe ich,dass auf den aufgeschütteten Felsblöcken bei dem boat slip jede Menge junge Seelöwen in der Sonne dösen. Nachdem ich also fertig mit Schwimmen bin,gehe ich zurück und hole die Kamera.Man kommt bis auf zwei Meter an die kleinen Stinker ran,ohne dass sie auch nur einmal blinzeln.
das ist mir als Kletterer nicht fremd-hoch geht noch,aber wie soll man da wieder runter kommen?
die Aufsicht wartet im Wasser
nochmal ein Heuler,dann habe ich genug.
Der Sundowner verläuft genauso unspektakulär wie gestern schon,und nach einem gediegenen Abendessen spielen wir noch eine Runde Karten,bis ich mich wieder in mein Zelt verabschiede.
während du in deinem Bericht an der Küste angekommen bist, verlasse ich diese gerade in Richtung Kaokoveld. Wenn ich zurück bin, lese ich weiter! 🤩
Herzliche Grüße Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200910. Juli 2014 ·
Hi Konny,
na denn ma gute pad.Wäre ich jetzt ganz gerne dabei. 😵 😗 😎
deine Fotos von den Tidenpools mit dem ganzen Leben drin, den Watvögeln und den Möwen…… 😛 😛 Da kommt jetzt bei mir auch ganz schön Heimweh nach meiner Insel in Nördliche Regionen auf *seufs* Habe gestern Abend mit meiner Schwester (einer deren) telefoniert und sie wollte noch schnell zum Schwimmen im Meer gehen bevor das gestrige Fußballspiel losging. 9:45 hat es noch 27° gehabt. Das nenne ich mal verkehrte Welt – wir zählen die vor und hinter dem Haus zusammen und kommen nur auf 22°.
fotomatte schrieb: Da gerade ablaufendes Wasser ist,kann ich mir Zeit lassen,denn bei Ebbe stehen die ganzen Limikolen draussen im Watt.Wenn dann aber das Wasser wieder aufläuft,drückt es auch alle Watvögel Richtung Hochwasserlinie,also ganz nahe an die Strasse,und so kann man sie dann in aller Ruhe beobachten.
Hallo Matthias, das ist ja ein toller Hinweis. Wenn wir es im Oktober schaffen, werden wir auch bei Hochwasser Watvögel beobachten 🙂 .
Champagner8'742 Beiträge · seit 201010. Juli 2014 ·
📎 haee025c.jpg
Warum muss ich bei Klippschliefern immer an Loriot denken??? 😕 😎
Hallo Matthias,
Bele,der ist gut. 😄 😄 😄 Etwas "mopsig" sehen sie schon aus,das stimmt.
Ich hab jetzt - endlich zurück von der Schule - mal recherchiert, was mir da im Kopf rumgeht - und siehe da, ich wurde fündig! Die Beißerchen und die Nase waren es, die den Transfer hergestellt haben 😄 !
Haste schon wieder nen neuen Avatar?Hast dich wohl mit Guggu abgesprochen.
Dafür brauchen Frauen sich nicht abzusprechen - das ist Intuition! Bei dem von dir angesprochenen feinstem englischen Sommerwetter braucht man einfach eine Sonnenbrille 🤪 (damit man das Elend nicht so genau sieht!).
fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200911. Juli 2014 ·
Also,
ich fang mal von hinten her an:
Bele,jetzt hat´s mich fast vom Hocker gehauen,so habe ich lachen müssen bei dem Bild-fehlt ja nur noch die Nudel. 😄 😄
Susi:am Besten ist das auflaufende Wasser,so ab rund zwei Stunden vor Höchststand bis etwa zwei Stunden danach.Oft stehen die Limis dann auf einem Bein rum und dösen,ohne permanent auf Futtersuche zu sein. Und die Lagune von Walvis- zusammen mit der leider immer mehr versandenden von Sandwich Harbour-ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete an der Westküste Afrikas und deshalb auch Ramsar-Gebiet und IBA.
Guggu:das mit dem Heimweh kann ich gut verstehen.Ich bin ja eigentlich auch-bevor ich Namibia kennen gelernt habe-immer ein Nordlandfahrer gewesen.Deshalb habe ich auch eine besondere Bindung zu den Watvögeln,denn deren Rufe sind immer so traurig-melodiös und erinnern an weite Fjell-Landschaften,offene Tundra...Du weisst schon,was ich meine! Heimweh krieg ich aber auch,wenn ich deinen Ticker sehe...
fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200911. Juli 2014 ·
30.Januar:
Dieser Tag ist so ein bisschen ein "day off".Ich habe nichts Grosses vor ausser ein paar Besorgungen. Nach einer Dusche in meinem tollen Ablution Block erscheine ich pünktlich gegen halbacht Uhr am gedeckten Frühstückstisch.Anschliessend gehen wir frischen Fisch einkaufen für das Mittagessen,im Superspar ergänze ich ein paar Vorräte. Bei der Nedbank ziehe ich mal wieder Bares aus dem Automat,der Kurs ist mittlerweile bei 1:15,1--je länger ich bleibe,umso billiger wird´s. 😄 Dann besuche ich,ist schon Tradition,die Swakopmunder Buchhandlung,wo ich neben zwei CD´s und zwei Büchern endlich das Schlangenposter von Johan Marais finde,ebenso einen Reptilienführer vom selben Autor. Nachdem ich meinen schweren Einkauf abgeladen habe,mache ich noch telefonisch eine Reservierung für "Wüstenquell" klar. Dann gibt es den leckeren Fisch,der hier Kabeljau genannt wird,mit frischen Farmkartoffeln. Zum frühen Nachmittag habe ich mich mit Konny im "Village Café" verabredet,und ich erkenne sie auf Anhieb wieder (das ist bei meinem schlechten Namens-und Gesichtserkennungsprogramm nicht selbstverständlich 😊 ).Wir haben einen netten Plausch,und wenn ich nicht noch satt wäre von dem lekkeren Fisch,hätte ich auch so einen tollen Salat mit Fleischstreifen geordert,den Konny verspeist hat. Auf dem Heimweg hole ich noch schnell ein Permit für die morgige Fahrt durch die Moonlandscape. Dann schwimme ich wiederum eine Runde,heute hat das Wasser sogar 22°. Anschliessend fahre ich mit Hilde raus zu "Karakulia Weavers",ich will mir mal anschauen,wie die Teppiche aus Karakulwolle produziert werden.Und natürlich geht das nicht ohne einen Teppichkauf vonstatten.So wechselt ein Läufer mit zwei meiner Lieblingsvögel drauf--Perlhühner halt--den Besitzer,obwohl ich lange geschwankt habe,ob es nicht derjenige mit den Tokos werden soll.Der ist halt nächstes Mal dran.
Liesken.Sie hat meinen Perlhuhn-Teppich gewebt.
Mein letzter Abend in Swakop verläuft in etwa gleich wie die zwei Abende zuvor.Erstmals seit ich von zuhause weg bin,schauen wir Nachrichten in der ARD.Alles wie immer--hätte ich mir auch sparen können.
Der nächste Tag sieht mich wieder auf Pad. Bis dahin, Matthias
fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200921. Juli 2014 ·
31.Januar:
Nachdem ich mein Zelt abgebaut und die Rechnung bezahlt habe,verlasse ich das "Alte-Brücke-Resort" und setze mich wiederum an den gedeckten Frühstückstisch.Dann heisst es Abschied nehmen von lieben Menschen,die ich nun wieder ein Jahr lang nicht mehr sehen werde.Hoffentlich bleiben sie soweit gesund. Dann verlasse ich nach einem Tank-Stop Swakop,und über die C 28 steuere ich in östliche Richtung,um schon bald Richtung "Moonlandscape" abzudrehen.Das erste Ziel ist die Oase Goanikontes,wo es neben ein paar Fotos einen lekkeren,eiskalten Milkshake gibt,denn die Temperaturen sind hier im Swakoptal so am späten Vormittag schon hochsommerlich.
Weiter fahre ich in Richtung der Welwitschia Plains.Der Verkehr hier hat dank einiger neuer Prospektorentätigkeiten massiv zugenommen,und jetzt am Freitagnachmittag fährt ein Auto ums andere von den Minen raus Richtung Stadt. Ich bin jetzt zum vierten Mal hier,aber vermutlich wird das meine letzte Tour auf der D 1991 sein--zuviel Staub,Lärm,Verkehr.Dafür muss ich nicht nach Namibia! 🤢
Mondlandschaft
wiederum im Swakoptal mache ich eine Pause,und an einem blühenden Dollarbusch finde ich ein paar dieser langschwänzigen Bläulinge,die hier Nektar saugen. Weiter fahre ich die Sackgasse bis zur Riesen-Welwitschie.Hier gibt´s wenigstens keinen Minen-Verkehr-und entsprechend keinen Staub und keinen Lärm.So mache ich eine kleine Wanderung,und entdecke ein paar unbekannte Tiere und Pflanzen.Über Bestimmungshilfe freue ich mich sehr! 😎 🙂 😘
Welwitschia mirabilis,benannt nach dem Entdecker Friedrich Welwitsch und mit dem Artnamen die "Wundersame" versehen.
Wanzen ( oder doch Käfer? )
eine weitere Wanzenart
ein Winzling.Was das wohl mal werden soll-keine Ahnung
auch diese reichliche bedornte Pflanze kenne ich nicht
zur Abwechslung mal wieder ein kleiner,brauner Vogel.Ich tendiere zu Lerche,könnte aber auch ein Pieper sein.So richtig befriedigend habe ich im Führer nichts gefunden.
Dann geht es weiter in Richtung Nordosten über zunächst eine Minenpad,die zur privaten Farmpad von "Wüstenquell" mutiert.Nachdem man das Farmtor passiert hat,stellt sich endlich wieder ein schönes Gefühl von Einsamkeit ,Weite und Ruhe ein.Hier zeigen sich auch wieder ein paar grössere Tiere wie Springböcke,Oryx sowie weit entfernt ein Trupp Bergzebras. Schliesslich erreiche ich die Gebäude der Gästefarm "Wüstenquell".Ein paar Lodge-Gäste liegen am Pool,und meinen,dass Olli,der Hausherr,irgendwo auf dem Gelände sein müsste.Rufend mache ich mich auf die Suche durchs Haupthaus,und tatsächlich finde ich Olli irgendwo in einem Hinterhof beim Schrauben--es gibt immer was zu tun. Nachdem ich eingecheckt habe,genehmige ich mir einen Gin-Tonic,dann fahre ich zum Campingplatz "Aussicht" und stelle mein Zelt unter einen ausgehöhlten Felsen.Der Platz trägt seinen Namen zu Recht. Schon bald muss ich aber wieder zurück zur Lodge,denn ich habe mich für einen Scenic Drive und ein anschliessendes Abendessen angemeldet.Mit vier weiteren Gästen schaukeln wir bald darauf mit Olli über das riesige Farmgelände,und sichtbar stolz präsentiert uns Olli ein paar sehr dekorative Felslandschaften.
mit "Betsy" auf Tour
den Namen der Verwitterungsform habe ich vergessen,es waren irgendwelche chemische Prozesse,die diese Felsen so charakteristisch ausgehöhlt und durchlöchert haben.
auf dieser Granitkoppe machen wir einen Stop,von oben hat man einen fantastischen Rundumblick,und bei einem Kaltgetränk aus dem Cooler geniessen wir das Farbenspektakel,welches die nun schnell sinkende Sonne in die Landschaft und an den Himmel zaubert.
eine Konzertmuschel--oder doch ein UFO?
Olli fährt dann mit den anderen Gästen zurück zur Lodge,ich aber will zurück laufen,denn der Sonnenuntergang verspricht spektakulär zu werden.Schnell suche ich mir eine kleine Anhöhe mit dekorativem Vordergrund,und das Schauspiel kann beginnen...
Die Vorstellung war gut,ich begebe mich zurück zum Haupthaus,wo die anderen Gäste schon an den dekorativ gedeckten Tischen sitzen.Bald wird das dreigängige ,sehr leckere Menu serviert,ich erinnere mich an Kürbissuppe,Schweinefilets mit Spätzle und diverse Gemüse oder wahlweise irgendwas mit Huhn und Reis,abschliessend Götterspeise mit Vanillesosse. Nach einem kalten Bierchen fahre ich die paar Kilometer zurück durch die stockdunkle Nacht zu meiner Anhöhe.Als ich zur Dusche laufe,die um den Felsen rum im Rücken liegt,passiere ich einen weiteren Campsite,wo zwei Hiluxe stehen,und vier Leute sich bei Rotwein angeregt in einem mir sehr vertrauten Dialekt unterhalten: Schwiizerdütsch. Ich frage,wo die Truppe denn so her kommt,und gleich laden sie mich ein auf ein Gläschen Wein.Es stellt sich heraus,dass die vier hauptsächlich auf der Suche nach Reptilien,und hier besonders nach Schlangen,sind.Hoppla,das trifft sich aber mal gut.So vergeht der Abend ziemlich schnell,und da die Vier auch den morgigen Tag hier auf der Farm bleiben werden,wollen wir uns mal ein Stück weit zusammen auf die Suche machen,und der nächste Abend sollte wohl auch wieder recht kurzweilig werden. (Hallo Kathrin,Max,Hans und Hans:solltet ihr das hier lesen,ganz liebe Grüsse in die Schweiz!!! ) 😉
Der nächste Tag also steht ganz im Zeichen professioneller Schlangensuche 😗 .Bis dahin, liebe Grüsse, Matthias
Champagner8'742 Beiträge · seit 201021. Juli 2014 ·
fotomatte schrieb: den Namen der Verwitterungsform habe ich vergessen,es waren irgendwelche chemische Prozesse,die diese Felsen so charakteristisch ausgehöhlt und durchlöchert haben.
Champagner8'742 Beiträge · seit 201021. Juli 2014 ·
fotomatte schrieb:
Schön,dass Du nach so langer Zeit noch dabei bist... 😊 😗
LG,Matthias
Ja warum denn nicht? Wunderschöne Fotos mal wieder - das lass ich mir bei dem Regen draußen doch nicht entgehen 😎 ! Und dieses Verwitterungsgedöns musste ich im Studium lernen - schön, dass frau es dann auch mal im echten Leben gebrauchen kann 🤪 !
Freu mich schon auf die Fortsetzung - müssen ja nicht wieder Wochen vergehen, oder ??? 😕 😛 😗
nach einem anstrengendem WE bin ich gestern Abend "eingegangen" bevor alle Bilder drin waren. 🙄 Und wieder sooooooooooo schön - Genussgucken! 😛 😛 Ich schließe mich Bele an und sage du kannst ruhig ein Zahn zulegen; das Wetter ist perfekt dazu. Mein Ticker tickt und es wäre nett wenn wir hier zu Ende kämen bevor ich abdüse.
vielen Dank für die wunderbaren, stimmungsvollen Fotos. Eine bessere Urlaubseinstimmung kann es nicht geben 🙂
Ist im September auch noch mit dem unschönen Verkehr zu rechnen?
LG Silke
leben und leben lassen
4 Wochen Namibia 2009
3 Wochen Namibia 2010
fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200922. Juli 2014 ·
Hallo,
@ Silke1611 : Mit immer noch zunehmendem Verkehr ist leider im gesamten weiteren Umfeld der Rössing Mine/Langer Heinrich zu rechnen.Es werden ja ständig neue Minen erschlossen.Wie sich das mit dem Status des Namib-Naukluft-Parks verträgt,weiss ich nicht.
@ susi65 : zumal diese Wanzen sich ausschliesslich auf den weiblichen Blüten/Zapfen der Welwitschias aufgehalten haben.
@ Guggu : Dein Ticker,ja ich weiss,den beobachte ich voller Neid.es wäre nett wenn wir hier zu Ende kämen--vor allen Dingen wir,hahaha. 😗 😊 😕
@ Bele : Keine Wochen,versprochen.Der nächste Schwung Foti ist schon rausgesucht.
Vielen Dank,Mädels,für die Kommentare,aber auch allen Button-Drückern.
LGM (diese minimalistische Abk. habe ich bei Bele abgekupfert,wobei für mich ja LGB immer noch was mit Modelleisenbahn zu tun hat...)
fotomatteThemenstarter2'522 Beiträge · seit 200922. Juli 2014 ·
01.Februar:
Im ersten Morgengrauen beginne ich eine erste Erkundungsrunde zu Fuß,ich lasse mich einfach der Sonne entgegen ziellos treiben.Leider hängt ein ziemliches Gewölk am Himmel,so wird das nix mit einem tollen Sonnenaufgang.
Sonnenaufgang ohne Sonne
diese Granitkoppe musste ich besteigen,dabei findet sich ein sich sonnender
Namib-Day-Gecko
auf dem Heimweg gefunden: wohl ein Schmetterlingsblütler
Dann gibt´s erst mal Frühstück,das ich im Schatten meines überhängenden Felsens einnehme,denn mittlerweile haben sich die Wolken aufgelöst,und die Sonne heizt schon wieder mächtig ein.
Die Schweizer rüsten sich aus,in kompletter Schlangenfängermontur streifen sie durchs Gelände.Einer der Hans´ stösst ziemlich bald mit seinem Reptilienstock zu,er bleibt aber ohne Erfolg.Nachdem ich fertig bin mit meinem Müsli,schnappe auch ich mir Kamera und Fernglas und inspiziere erst mal den Spot,wo Hans irgendwas gesehen,aber nicht gefangen hat. Vorsichtig bewege ich mich durchs schüttere Gras,und direkt neben mir explodiert plötzlich eine Peitsche-so jedenfalls sieht es aus-und ich kann gerade noch sehen,wie die Peitschen-oder Grasschlange in ein Erdmännchenloch flüchtet.Vorsichtig nähere ich mich dem Loch,das scheinbar nicht weiter führt,sondern dead end ist.Toll,hier kommt sie nicht mehr raus,ohne dass sie an mir vorbei kommt. Ich setze mich vorsichtig etwa einen guten Meter mit der Sonne im Rücken auf den Boden,und warte mit der Kamera im Anschlag.Nach etwa fünf Minuten taucht plötzlich am linken Rand der Kopf der Schlange auf,und sie sondiert die Lage.Lange fixiert sie mich,und taucht langsam wieder ab.
So geht das ein paarmal,aber mehr als 20 cm kommt die Schlange nicht raus.Einige Male setze ich mich um wegen dem Licht,aber die Namib-Sandsnake bleibt sehr vorsichtig.Nach rund eineinhalb Stunden in der prallen Sonne habe ich genug und gebe auf.Ich muss in den Schatten und brauche was Kaltes zu Trinken.Auch die Schweizer trudeln wieder ein,und zusammen nehmen wir einen Mittagssnack und erzählen uns unsere Erlebnisse. Dabei fallen noch ein paar Bilder einer vorwitzigen männlichen Rock-Agama ab,die in den Felsen direkt neben uns herum klettert.
Nachdem wir wieder restauriert sind,mache ich mich abermals auf den Weg,diesmal in Richtung Süden. Neben einer mutmasslichen Long-billed Lark
finde ich eine blütenbesuchende Wespe
sowie eine flinke Eidechse aus der Gruppe der Sand/Desert Lizards.
Was es sonst noch zu sehen gab,zeige ich demnächsthier in diesem Theater--bis dahin.