Hanne6'152 Beiträge · seit 200617. Nov. 2013 · #181
moin Carsten,
nun schieb mal 🙂 ich freu mich - denn nachher gehts zum Gänse-Essen . Ich bin wirklich happy , dass alles ein gutes Ende gefunden hat , so ist es mir vor Jahren in Namibia auch ergangen, erzähl es in Kronau - sonst muss ich mich auch noch ärgern - über blöde Kommentare. Ich hatte Glück, dass eine Ärztin auf der Farm war. Einen schönen Sonntag wünscht Euch Beiden Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200717. Nov. 2013 · #182
28.09.2013 Dolomite nach Epupa
Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker. Eigentlich möchten wir den Sonnenaufgang anschauen, aber der ist erst eine ganze Weile später. Also schlummern wir noch etwas weiter. Die Sonne kommt erst viertel vor sieben über ein tiefliegendes Wolkenband geklettert. Wir beschließen in Ruhe und mit gepackten Sachen den einen Loop mit einigen Wasserlöchern mitzunehmen. Vorher gibt es noch etwas Kleingetier zu fotografieren.
Kurz nach sieben geht es zum Frühstück, was ganz lecker ist. Danach kommen wir mit zwei netten Touris in mittlerem Alter ins Gespräch. Dann lassen wir uns mit den gepackten Sachen mit dem Golfcar abholen und zum Auto bringen. Dolomite war superschön !
Nach einigen Metern gibt es die ersten Fotos eines Bee Eaters.
Dann geht es zum Hauswasserloch, an dem aber nur die üblichen Verdächtigen zu finden sind.
Also geht’s auf den Loop in Richtung Galton Gate, so ungefähr 50 KM liegen vor uns. Vor uns steht nach einigen KM ein weißer Camper. Nach kurzer Zeit entdecken wir ein Spitzmaulnashorn, das allerdings hektisch im Gebüsch verschwindet. Dann fahren wir auf ganz guter Pad weiter bis zum Wasserloch …. Wieder steht der weiße Camper vor uns. Was sucht der denn ? Langsam fahren wir näher und erkennen an einem Wasserbehälter.... LÖWEN !
Sie liegen nicht sehr fotogen wie eingesperrt hinter einem Zaun und gammeln rum. Das gibt’s doch nicht ! Das hätten wir hier auf unserem Not-Gamedrive ja gar nicht erwartet ! Leider müssen wir etwas auf die Uhr schauen, denn der Weg nach Epupa wird sich ziehen. Ca zwei KM weiter entdecke ich rechts wieder ein Spitzmaulnashorn, das nervös durch den Busch rennt. Dann überquert es die Straße und trabt wieder tief in den Busch.
Sehr zufrieden und ohne weitere nennenswerte Sichtungen geht es durch hügelig, trockene Landschaft zum Galton Gate. Der Grader ist jetzt auch auf dem letzten Stück durchgekommen.
Am Parkausgang übernimmt Kerstin und fährt die öde Strecke bis kurz vor Opuwo. Und Opuwo bietet sich uns so dar, wie wir es schon gelesen hatten. Ein Multikultistädtchen, in dem das Leben tobt. An der Tanstelle und auch überall sonst laufen nackte Himbas neben Touris, normal gekleideten Schwarzen, wenigen Farmern, Bettlern und Wohlhabenden herum.
Da an der ersten Tanke nichts passiert, fahren wir um die Ecke zur heruntergekommenen Shell.
Nach einigen Warten kommt tatsächlich eine pink angezogene Lady und fragt, was wir wollten. Sprit !?! Aaaah unleaded ! Ok ! Etwas erleichtert beobachten wir an der Zapfsäule, wie sich unser Tank füllt. Zwischendurch kommt eine Schmuckverkäuferin und ein älterer, sehr armer Mann, der bettelt. Bei der Frau kauft Kerstin2 Armbänder, der Betller bekommt etwas Keingeld und muss dafür für ein Foto herhalten.
Dann geht es bei großer Hitze weiter auf die 179 KM Pad nach Epupa. Die Straße ist frisch gegraded und gegen die Erwartungen gut zu fahren. Immer mal wieder stehen am Straßenrand Himbas oder Kinder, die uns zum Anhalten auffordern.
Die Strecke ist nicht so abwechslungsreich, es geht durch Busch- und Farmland. Dann wird die Landschaft bergiger und gefälliger.
Je mehr wir uns Epupa nähern, umso schöner wird es. Baobabs, Kurven, Felsformationen im Spätnachmittagslicht.
Leider bin ich inzwischen so platt, dass ich es im Gegensatz zu Kerstin gar nicht mehr so genießen kann. Nach etlichen Fotostopps erreichen wir Epupa. Nach dem letzten Hügel kommt uns beiden ein „Aaaaah“ aus den Mündern.
Nach all dieser staubtrockenen Landschaft ein Tal mit Palmenmeer ! Durch das Hüttendorf und einige Himbas geht es über einen steinig, holprigen Weg zum Epupa Camp.
Durch ein Gatter gelangen wir in ein kleines tropisches Paradies.
Der Empfang durch zwei farbige Bedienstete ist herzlich informativ. Unser Safarizelt Nr. 5 liegt zwar mittendrin, hat aber einen tollen Blick auf den Kunene River. Wow !
Mit dem Leitungswasser sollen wir aufpassen. Da es uns beiden immer noch in den Mägen zieht, werden wir uns garantiert daran halten. Nach einer Dusche und einem Drink heißt es Relaxen bis zum Abendessen.
Zum Abendbrot gibt es lecker Butternutsuppe, Hähnchenkeule mit Reis und Butternut und als Nachtisch ein Stück Kuchen, das Kerstin auslässt. Gegen 09:00 geht es zufrieden ins Bett.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200817. Nov. 2013 · #183
@Hanne. Musst du uns in Kronau unbedingt erzählen...... 😎 Ich bin mir sicher einige von uns werden von so manche Leser als Fresspack und Alkoholiker eingestuft!!! 🤪
Coucou Carsten,
Mensch ich freue mich immer mehr. Wir werden die Tour umgekehrt anfahren. 🙂
Beim Reisebericht lesen, fühle ich mich schon im Urlaub.......... 😁
Hanne6'152 Beiträge · seit 200617. Nov. 2013 · #184
ANNICK schrieb:@Hanne. Musst du uns in Kronau unbedingt erzählen...... 😎 Ich bin mir sicher einige von uns werden von so manche Leser als Fresspack und Alkoholiker eingestuft!!! 🤪
Coucou Carsten,
Mensch ich freue mich immer mehr. Wir werden die Tour umgekehrt anfahren. 🙂
Beim Reisebericht lesen, fühle ich mich schon im Urlaub.......... 😁
Danke an euch Beiden Annick
Annick, da hast aber zu 100% recht . Aber diese Freude lassen wir uns nicht nehmen. Wünsch Dir einen schönen Sonntag liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zwei Tage nicht da, und schon ist hier der Teufel los!!! 😈
Zum RB: was sind das für wunderschöne Bilder vom Dolomite- und Epupa-Camp. Einfach klasse, da möcht ich auch mal hin. Und Eure Zebrabilder sind die allerschönsten pics, die ich je gesehen habe. Action pur.
Zu Fritzmann: Ein souveraner Umgangston von Dir, Carsten! Diese unqualifizierte und beleidigende Aussage von Fritzmann spricht für sich selbst und wird vom bayern schorsch und seiner Conny nicht weiter kommentiert, da dies Bele auch in unserem Sinne schon getan hat.
Es gibt halt immer Leute, die in der Anonymität eines Forums "zu wahrer Größe" auflaufen. 😈
Und dann noch zum Schluß - wir hätten heute Zeit, also von uns aus kann ein weiterer Teil folgen, aber bitte möglichst bald.
Einen schönen Sonntag und herzliche Grüße von Bayern nach Hessen.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200717. Nov. 2013 · #186
@ Hanne
nun schieb mal 🙂 ich freu mich - denn nachher gehts zum Gänse-Essen .
Hatten wir gestern Abend 😕 Soviel zum Thema 😉
Ich hatte Glück, dass eine Ärztin auf der Farm war
Ja das nennt man Fügung 😎 Kerstin hätte es wegen den Herzproblemen nur bedingt weitergeholfen.
@ Annick
Mensch ich freue mich immer mehr. Wir werden die Tour umgekehrt anfahren.
Jaaa und mit dem Quantum ab nach Camp Aussicht, oder ? 😉
@ Bayern Schorsch
Zum RB: was sind das für wunderschöne Bilder vom Dolomite- und Epupa-Camp. Einfach klasse, da möcht ich auch mal hin. Und Eure Zebrabilder sind die allerschönsten pics, die ich je gesehen habe. Action pur.
😊 😊 😊
Und dann noch zum Schluß - wir hätten heute Zeit, also von uns aus kann ein weiterer Teil folgen, aber bitte möglichst bald.
Aha, Aha ! Der Herr Drängler und Forumsabstinenzler wird ungeduldig. Gibt es denn nichts an Arbeit im Eigenheim zu erledigen ? 😉 😛 Wir bekommen gleich 4 gute Freunde zu Gast zum Frühstücken..... und vielleicht gibt es bald den nächsten Teil 😉
baobab2195 Beiträge · seit 200917. Nov. 2013 · #187
Hallo casimodo,
heute bei diesemSch...wetter habe ich mir deinen Reisebericht in einem Rutsch (sehr angenehm diese Kommentarwegdrückfunktionssonne! ) durchgelesen und hatte damit ein sehr schönes Sonntagserlebnis. Super schöne Fotos, tolle Erlebnisse - und wie es so ist, wo Licht ist, ist auch Schatten - ein Schreck wegen der Gesundheitsprobleme, aber ist ja anscheinend alles gut gegangen. Freue mich auf den Rest.
Hallo Ihr Beiden, komme gerade erst dazu, Euren Bericht in Ruhe zu verfolgen. Wobei "Ruhe" in dem Fall ja völlig falsch ist Sagt mal... was war das denn! Das braucht ja wirklich niemand 🤢 ich bin sooooo froh, dass das unterm Strich gut ausgegangen ist und es Kerstin dann wieder gut ging! 😘 Eure Bilder (alle!) sind echt der Knüller! Bei Dolomite musste ich etwas wehmütig eingestehen, dass ich das für nächstes Jahr (mangels Zeit) rausgenommen hab 😣 - aber hey, wer will denn die Wunschliste komplett abarbeiten (soll doch noch was übrig bleiben ;)) Umso mehr freu ich mich über Epupa und was jetzt noch kommt... wie Annick werden wir 2014 die Gegend in umgekehrter Richtung mit Dachzelt erkunden. Also, ich hätt jetzt auch noch Zeit und Lust für eine weitere Etappe
FRFritzmann439 Beiträge · seit 200917. Nov. 2013 · #189
Verstehe die Aufregung um meine Äußerungen nicht. Habe lediglich immer wieder genau so gemachte Beobachtungen geschildert – nicht mehr und nicht weniger.
SASabsilein98 Beiträge · seit 201317. Nov. 2013 · #190
Fritzmann schrieb:
Verstehe die Aufregung um meine Äußerungen nicht.
Der Ton macht die Musik! Und dass du da leider öfter mal daneben liegst, sieht man halt immer wieder (siehe RB von Australienfan).
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200717. Nov. 2013 · #191
@ Baobab2
heute bei diesemSch...wetter habe ich mir deinen Reisebericht in einem Rutsch (sehr angenehm diese Kommentarwegdrückfunktionssonne! ) durchgelesen und hatte damit ein sehr schönes Sonntagserlebnis.
Danke für die netten Worte, das geht runter wie Öl und motiviert zum Weiterschreiben 🙂
@ Clax
Umso mehr freu ich mich über Epupa und was jetzt noch kommt... wie Annick werden wir 2014 die Gegend in umgekehrter Richtung mit Dachzelt erkunden.
Das wird bestimmt eine tolle Reise, wann fahrt Ihr denn ?
Also, ich hätt jetzt auch noch Zeit und Lust für eine weitere Etappe
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200717. Nov. 2013 · #192
29.09.2013 Epupa Camp
Gegen 07:30 klingelt der Wecker, ich bin wie fast immer etwas früher wach. 5 nach 8 wird zum Frühstück getrommelt. Das Frühstück ist Ok, aber nichts besonderes. Besonders ist es allerdings, hier an der angolanischen Grenze am Fluss zu sitzen.
Der hat uns auch gestern Nach in den Schlaf „gegurgelt“. Am Vormittag machen wir noch eine kleine Wanderung zum Crocodile Creek. Nach einigen Nutztieren und Vögeln treffen wir etwas ausserhalb einen aufgeschlossenen älteren Mann.
Leider können wir uns nur mit Händen und Füssen mit ihm verständigen, aber die Gesten sind sehr nett. Allle drei verabschieden sich lächelnd voneinader und gehen ihres Weges.
Dann geht es über einen kleinen Bergrücken nach unten in den Schatten der Palmen.
Der Kunene fliesst hier in etliche Seitenarme geteilt und versorgt einen kleinen Streifen Landschaft mit Wasser. Immer wieder laufen Kühe und Esel herum. Das Wasser läuft gurgelnd und grün schimmernd seinen Weg.
Unsere Suche nach einem schönen, schattigen Vogelbeobachtungsplatz bleibt erfolglos. Auf einer Palme sitzend und Wasser trinkend regenerieren wir uns etwas und treten dann langsam den Rückweg an.
Auf dem Campground lassen wir noch eine Horde Paviane passieren. Dann entdeckt Kerstin vier kleine, gefleckte Schweinchen.
Zusätzlich laufen noch viele kleinere Äffchen herum und pflücken oben in den Palmen Makalani Nüsse.
Den Rest des Tages verbingen wir am Pool und genießen die Ruhe. Dank WLAN können auch Mal wieder Nachrichten gelesen werden.
Dann kommen zwei ältere Päärchen an, ein deutsches und ein französisches. Sie begleiten uns zur Sundownertour an die Fälle. Die Strecke ist nicht weit. Durch das Dorf durch geht es zu einem Himbaverkaufsstand, an dem wir aus Ansstand etwas Schmuck kaufen.
Die ältere Himbafrau ist auch sehr nett.
Dann geht es noch einige Schritt zu Fuss zu den Fällen. Obwohl Heute nicht mehr so viel Wasser im Fluss ist (Wochenende/Staudammabfluss wird dann gedrosselt) sind die Fälle mit den Baobabs im Vordergrund doch ein schönes Erlebnis.
Zwischendrin turnen zwei Himbakinder mit einer sehr jungen Himbafrau herum (die Fotos habe ich nicht eingestellt. Entgegen den ersten Befürchtungen haben sie einfach Spaß und haben nix mit Trinkgeld am Hut. Der Mitreisende Deutsche Mann erklärt uns pausenlos, wie alles funktioniert, seine Frau sagt gar nichts. Die Franzosen sind ganz nett, können aber leider kein Englisch. Der Guide ist eher sachlich. Nach einigen Minuten geht es weiter auf den Aussichtshügel etwas oberhalb der Fälle.
Zu diesem Ausflug benötigt man definitiv keinen Guide. Ich lasse mir den georderten Gin Tonic schmecken. Die Sonne taucht die grüne, hügelige Landschaft nun in ein warmes Licht.
Nach etlichen Fotos geht es zurück zum Camp. Kerstin muss sich leider erst einmal hinlegen und kommt erst etwas später zum Dinner. Dort komme ich mit deutschen Paar ins Gespräch.
Sie kommen aus Camp Aussicht und es hat Ihnen dort gefallen. Als Hauptgang gibt es Heute sehr leckerern Kudubraten und Blumenkohl. Kerstin isst nur den Blumenkohl und quält sich über den Abend. Nach weiteren Gesprächen geht es zurück ins Zelt, wo wir schnell in den Schlaf fallen.
Nach einer gut durchschlafenen Nacht geht es auch Kerstin wieder besser. Nach dem Frühstück am Fluss schwätzen wir noch kurz mit den Schwaben, dann packen wir die Sachen, checken aus und machen uns auf den Weg. Ein schöner Platz, aber wegen der langen Anfahrt ist es eher unwahrscheinlich, dass wir hier noch einmal herkommen. Vorbei an Himbas geht es die landschaftlich schöne Strecke wieder zurück.
Nach genau 42 KM fragt Kerstin:“ Hast Du eigentlich mein Ladegerät wieder eigepackt?“. Nein, habe ich nicht. So eine SCH..... !!! Also drehe ich wieder um und fahre knapp an der von uns selbst gesetzten 80 KM Geschwindigkeits-Grenze das ganz geholpere wieder zurück. Gegen 11:15 Uhr starten wir erneut im Epupa Camp.
Kurz nach der 42 KM Marke kommt uns dann ein Landcruiser entgegen. Das kann nur der Topobär aus dem Forum sein, mit dem wir uns auf der Pad treffen wollten. Er und seine zwei Begleitdamen steigen aus. Wir bekommen ein kaltes Savannah und tauschen Afrikalatein aus. Beobachtet wird das Ganze aus ca. 10 Metern Entfernung von zwei Himbamädels, die uns neugierig mustern. Nach ca. 20 Minuten verabschieden wir uns und fahren weiter. Eine nette Begegnung.
Dann erreichen wir endlich wieder Opuwo. An der Shell gibt es Heute keinen Sprit, dafür aber an der Puma. Dort werde ich einige Male angebettelt und wimmele einen Makalani-Nuss Verkäufer ab.
Sobald ich nach meinem Namen gefragt werde, weiß ich Bescheid und antworte mit direktem Blick in die Verkäuferaugen grinsend :“ Soooory ! I don't need a Makalani !“ Und das funktioniert. Diesmal lassen wir auch die zwei Kanister mit je 8 Litern volltanken, man weiß ja nie. Glücklicherweise sind die so dicht, daß es im Inneren des Autos nicht mal ein bisschen nach Sprit riecht. Kerstin geht noch in den Supermarkt und kommt recht fasziniert wieder heraus. Da drinnen tobt das Leben !
Ich werde im Auto von einem total verratzten Parkplatzwächter so penetrant angebettelt, daß ich ihm ein paar Münzen gebe. Er will noch mehr und ich sage sehr entschlossen „NO!“. Er gibt auf und geht.
Die letzten knapp 90 Kilomater nach Camp Aussicht liegen vor uns. Die Pad ist frisch geschoben und nur unser laut quietschendes Auto beunruhigt uns etwas. Sicher ist es aber nur Staub.
Glücklich erreichen wir die 5 KM lange Zufahrt zum Camp.
sehr schöne Zebra-Kampf-Fotos hast Du da "geschossen", auch wenn es weit weg ist, aber die Dynamik kommt definitiv rüber.
Gut zu lesen, dass es Kerstin wieder besser ging. In Südafrika wäre das ein bisschen einfacher gewesen, da dort die Infrastruktur um einiges besser ist und es mehr doch recht gute private Krankenhäuser gibt. So etwas kann immer mal passieren, nicht nur in Afrika 🙄 Unangenehm ist das immer, aber um so besser, wenn es sich zum Guten gewendet hat und Ihr noch den Rest Eures Urlaub genießen konntet.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200918. Nov. 2013 · #195
Schön war's, dass wir uns getroffen haben.
Da waren noch viel mehr bunte Ferkel im Epupa Camp. Über ein Dutzend. Man waren die niedlich.
casimodo schrieb:in Purros haben wir uns aus bekannten Gründen mit den Aktivitäten etwas zurückgehalten, es war aber eine super Zeit, die uns Lust auf mehr Kaokoveld gemacht hat. Dann aber mit Dachzelt und Zeit 😉
Susi651'127 Beiträge · seit 201118. Nov. 2013 · #197
Hallo Carsten,
nachdem wir unsere Planungen was Namibia im nächsten Jahr angeht nun abgeschlossen haben (und uns entschieden haben bei der ursprünglichen Planung zu bleiben und zuerst in den Süden und nicht in den Norden zu reisen - wie war das, Etosha wird überbewertet 😉 😁), habe ich gedacht, ich kann Deinen Reisebericht jetzt ganz entspannt weiterlesen... aber entspannend war das zwischendurch nun wirklich nicht 🤩 🤩 . Das was Euch bzw. vorallem Kerstin passiert ist, muss man nun wirklich nicht im Urlaub haben. Ich habe richtig mit Euch mitgelitten. Ich weiß in so einer Situation garnicht was schlimmer ist. Wenn man selber betroffen ist und Angst hat ernstlich erkrankt zu sein, oder wenn man als Partner zusehen muss und sich fürchterliche Sorgen um den Partner macht. Aber Gott sei Dank ist ja alles gut ausgegangen 🙂 .
Epupa sieht übrigens toll aus. Das wäre auch für uns auf jeden Fall noch einmal was. Bin gespannt wie es weitergeht.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200718. Nov. 2013 · #198
@ Nane4
2 Wunderschöne Lichtstimmungen im Epupa Camp und an den Fällen hast Du dort eingefangen
Danke Dir ! War wirklich ein schöner Platz !
@ Africa Direct
sehr schöne Zebra-Kampf-Fotos hast Du da "geschossen", auch wenn es weit weg ist, aber die Dynamik kommt definitiv rüber.
Danke Dir 🙂 Es sind meine Lieblingsbilder aus diesem Urlaub. Wenn die Umstände noch besser gewesen wären..... 🙄 ....
@ Topobär Ihr habt noch einen Schoppen bei uns gut 😉
Das sind ja ganz neue Töne bei Euch.
Ach wenn wir doch mehr Urlaub hätten..... 😎
@ Fleur du Cap
Bin ab sofort wieder dabei
Yeaaaaah 😎
@ Susi65
und uns entschieden haben bei der ursprünglichen Planung zu bleiben und zuerst in den Süden und nicht in den Norden zu reisen - wie war das, Etosha wird überbewertet
Hey Susi, der war gut ! Und Etosha wird überbewerter ist natürlich ironisch gemeint 😕 Dem Abend Okaukuejo trauern wir jetzt nach dem Urlaub schon nach. Im Urlaub waren wir einfach froh, die Reise doch fortstzen zu können 🙂
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200719. Nov. 2013 · #199
30.09.2013 Camp Aussicht
Glücklich erreichen wir die 5 KM lange Zufahrt zum Camp. Und die ist gar nicht so schlimm.
Zwischen Kühen und von Marius angebrachten lustigen Schildern geht es sehr holprig, aber ganz gut zu fahren zum Camp hoch.
Der erste Eindruck ist etwas ernüchternd. Es sieht so etwas wie auf einem einfachen Bauernhof aus.
Auf der Terrasse werden wir von Marius, seiner 2 Monatshilfe..... und den Gästen Erwin, Gitti und Ihrer Tochter Kathi empfangen. Bei einer kalten Cola unterhalten wir uns zuerst etwas schleppend, das sollte sich später grundlegend ändern. An einer kleinen Vorgeltränke kommen Unzertrennliche, Glanzstare und Meyers Parrots zum Trinken. Unser Zimmer Nr. 3 ist zuerst ebenfalls etwas ernüchternd. Wir wussten ja, daß es hier einfach sein soll, ist es auch. Ein kleines Waschbecken, ein kleines Fenster, eine Blechtür und eine Zwischentür mit Fliegennetztfenster und zwei Tische.
Die Duschen sind links im Gebäude. das Wasser wird in den schwarzen Kanistern von der Sonne erwärmt.
Der saubere Plumpsklo ist einige Meter entfernt.
Erwin war viele Wochen auf der Gabus Game Ranch, weil er als Bauingenieur den Bau eines Zementwerkes leitete. Nun hat er seine Familie hierhergerbrcht. Kathi ist mit 24 noch einmal mit den Eltern mitgefahren. Sie verstehen sich prima, eine richtige Bilderbuchfamilie. Nach einigen Gesprächen geht die Sonne langsam hinter den Bergen unter. Man hat wirklich eine schöne Aussicht von hier und es ist bis auf das Surren eines kleinen Windrades und etwas Vogelgezwitscher komplett ruhig.
Dann ruft uns Brigitte zum Abendessen. Im reich dekorierten Aufenthaltsraum sitzen alle um eine gorße Tafel. Der tief gläubige Marius spricht ein Tischgebet, dann gibt es ausgesprochen leckere Hausmannskost. Rinderhackklöpse, exotisch gewürzten Bohnensalat, Reis und Sosse. Bei einigen Windhoek's und einem köstlcihen Nachtisch entstehen muntere Gespräche. Mit Erwin, Gabi und Kathi haben wir echt Glück gehabt. Wir verstehen uns echt gut. Marius mit Worten zu beschreiben ist mir nicht möglich. Er ist schon etwas eigen und eigentlich eher ein Einzelgänger. Trotzdem hat er etwas grundsymphatisches und gerade wir beide verstehen uns auf Anhieb blendend. Mehr möchte ich gar nicht dazu schreiben. Man muss ihn einfach kennengelernt haben. Ein besonderer Mensch ! Dann werden wir im stockdunkeln noch zur Kaninchen und Stachelschweinfütterung geführt.
Da sie Marius die Wasserleitungen angefressen haben, leben nun ein ausgewachsenes und zwei kleine Stachlschweine in Gefangenschaft. Er hat sie mit einem Käfig gefangen. Die Tiere machen sich laut schmatzend über das Fressen her. Die Hasen werden vom großen Schwein ab und zu mit scheppernden Seitwärtsbewegungen weggejagt, kenne das aber schon.
Das zweite kleine wird erst herauskommen, wenn wir weg sind. Dann fallen wir todmüde in unsere doch sehr bequemen Betten. Inzwischen hat es auch angenehem abgekühlt und Dank der Fliegengitter gibt es im Zimmer etwas Durchzug. Wir werden gut schlafen. Der nächtliche Gang zum etwas entfernten Klo ist auch kein Problem.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200719. Nov. 2013 · #200
01.10.2013 Camp Aussicht Himbadorf 1
Da hier Wasserknappheit herrscht, verkneife ich mir die Morgendusche. Gegen 08:00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück mit den anderen. Dann geht es mit dem alten Geländewagen von Marius in Richtung Himbasiedlung. Sie liegt etliche Kilometer in Richtung Opuwo.
Ganz gespannt steigen wir zwischen einigen verstreuten einfachen Rundhütten aus.
Marius wird herzlich begrüßt.
Er erklärt uns noch, da wir „Moro“ sagen sollen, das heißt „Guten Morgen“. Etwas schüchtern begrüßen wir die am Boden sitzenden Himbafrauen.
Ein dreckig, westlich angezogener Junge ist besonders scharf auf unsere Fotos.
Nach einigen Minuten hat man den Eindruck, daß das hier wirklich kein Menschenzoo ist. Wir sind für die Himbas genauso eine Abwechslung, wie sie für uns. Diese Menschen leben wirklich so, wie sich sich uns präsentieren.
Die Kinder sind ganz schön wild und besonders scharf auf die Fotos.
Sie wollen an der Hand gehen und wenn ich sie animiere, machen sie Kaspereien. Aber nur, damit sie sich dann gleich die Fotos anschauen können.
Die Zeit vergeht wie im Flug und wir laufen von Familie zu Familie.
Auf einer Decke werden Souvenirs angeboten. Wir kaufen einige Souvenirs.
Am Ende wird noch für uns getanzt und gesungen. Wir sind alle sehr beeindruckt und dankbar. Gut, dass wir uns für Marius entschieden haben.
Die Kinder freuen sich über die Gastgeschenke Maismehl und Zucker.
Bei der Abfahrt gibt er jedem am Weg stehenden Kind ein Stück Kudubiltong.