fotomatte2’537 Beiträge · seit 200930. Nov. 2013 ·
Hallo Topobär,
wirklich schöne Landschaftsaufnahmen hast Du da gemacht.
Krass an der explodierten Dose finde ich,dass sie nicht an der Sollbruchstelle-der vorgestanzten Öffnung- aufplatzte,sondern der Länge nach.Hoffentlich ist den Fingern nix passiert.
ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen und Vorschreibern an und frage hier auch mal nach den Beweisfotos (und zwar nicht nur von der kaputten Coladose 😉 ).
Eure Tour finde ich übrigens nach wie vor hoch interessant und ich finde es klasse auch "einfach" mal nur Landschaftsbilder (Ausnahmen s.o.) zu sehen, vorallem wenn es so atemberaubend schöne Landschaften sind und wir diese so wahrscheinlich nicht zu sehen bekommen (mir persönlich wäre Eure Tour dann doch ein wenig zu abenteuerlich).
Bei der Geschichte mit der Coladose musste ich übrigens doppelt schmunzeln. Uns ist ähnliches mal in Australien passiert. Allerdings mit zwei Bierdosen (welch Verschwendung bei den Alkoholpreisen in Down under),die sich jedoch nicht über uns, sondern in unseren Bushcamper ergossen haben und der danach tagelang noch nach Alk gestunken hat 😠 .
Bin auch immer noch mit dabei und finde deine Landschaftsfotos wunderschön. Dein Kriterium bezüglich der Bilderauswahl hast du perfekt umgesetzt, ich schätze das harmonische Gleichgewicht von Text und Bild und alles in einem überschaubaren Rahmen, mit ein paar persönlichen Details, aber immer mit Schwergewicht Route, Highlights, Unterkunft, Wetter, das sind die Informationen die wirklich anderen bei der Reiseplanung weiterhelfen! (und denjenigen die schon dort waren schöne Erinnerungen wecken 😉 ) vielen Dank!!
Topobär schrieb: komme ich mir mit meiner Bridgekamera schon sehr hobbymäßig vor.
Hallo Topobär, nur keine falsche Bescheidenheit. Ich finde deine Landschaftsbilder so richtig schön um Afrika-Sehnsucht zu erzeugen. Im übrigen bin ich auch immer mit einer Bridge unterwegs. Der Blick fürs Bild und die Auswahl des Bildausschnittes geben einem Bild das gewisse Etwas. So etwas kann auch eine noch so teure Kameraausrüstung nicht ersetzen.
Eure Reiseroute abseits der Touristenwege gefällt mir sehr gut, sie entspricht so in etwa dem, wie wir gerne ein Land erkunden. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob ich mich das trauen würde. Im Gegensatz zu dir spielen wir langsam in einer anderen Altersklasse 🤨 , was aber nichts zu bedeuten hat. 😉
Berg-Eule2’060 Beiträge · seit 201302. Dez. 2013 ·
Auch ich erfreue mich an deinen herrlichen Landschaftsbildern - Tiere sind schön, aber jeder hier weiß mittlerweile, wie ein Elefant aussieht! 😄
Ich habe diesen wunderschönen Teil Namibias leider noch nicht gesehen und weiß nicht, ob ich es noch schaffen werde. Umso mehr genieße ich deinen tollen Bericht samt Fotos, der einen die Reise nach- und miterleben lässt.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200902. Dez. 2013 ·
Hallo allerseits,
ich möchte kurz auf die zwei jetzt mehrfach gestellten Fragen eingehen.
Ich fotografiere mit einer Nikon P100. Ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen und hat einige Gebrauchsspuren, weshalb ich überlehge, mir zur nächsten Reise eine neue Bridgekamera zu kaufen.
Ich muss Euch leider enttäuschen, aber es gibt kein Foto von mir nach der Cola-Dusche. Der Grund dafür ist ganz einfach der, dass ich allein war, als mir die Dose explodierte.
Topobär schrieb:Ich muss Euch leider enttäuschen, aber es gibt kein Foto von mir nach der Cola-Dusche. Der Grund dafür ist ganz einfach der, dass ich allein war, als mir die Dose explodierte.
fotomatte2’537 Beiträge · seit 200902. Dez. 2013 ·
Hoi picco,
wenn ich jetzt mal Topobär wäre,würde ich sofort auf deinen Vorschlag eingehen--allerdings aus Gründen der Authentizität "nur" an Originalschauplätzen.
Also,wenn Du ein ticket schmeisst..... 😗 😗
Ich übrigens würde mich ganz uneigennützig als Fotograf zur Verfügung stellen... nochmals 😗
Eigentlich waren der heutige und morgige Tag ganz anders geplant. Eigentlich wollten wir heute durch das Ovamboland nach Onguma fahren, dort zwei Nächte auf der Campsite bleiben um morgen den Ostteil des Etosha Nationalparks zu besuchen. Dafür hatten wir bereits ein Jahr im Vorfeld von Kwenda Safaris die Campsite buchen lassen und bereits bezahlt.
Dann erhielten wir 4 Wochen vor der Reise die Mitteilung von Onguma, dass man aufgrund einer großen Gruppe unseren Platz benötigt. Kurz gesagt, wurden wir einfach vor die Tür gesetzt. Eine bezahlte Reservierung schien da nicht zu interessieren. 😈 Zum Glück setzte sich aber Kwenda sehr für uns ein. Eine Umbuchung auf das Dolomite Camp klappte so kurzfristig zwar nicht, da schon ausgebucht, aber auch so konnten wir zufrieden sein. Für die erste Nacht erhielten wir eine Entschädigung von 800,-Rand und für die zweite Nacht die kostenlose Umbuchung auf zwei Bush-Chalets in Namutoni. 🙂
So musste ich ein wenig umplanen und entschied mich für den heutigen Tag zu einer Überführungs-Etappe zum Anderson Gate.
Das erste Stück entlang des Kunene bis Ruacana ist noch ganz nett, leider hatten die Ruacana Falls aber kein Wasser. Die C35 ab Ruacana gehört dann aber zu den ödesten Strecken Namibias.
In Kamanjab machten wir noch einmal den Tank voll und fuhren dann weiter zur Otjitotongwe Farm. Ein Highlight muss es pro Tag geben und ich hatte schon viel gutes über die Geparden dieser Farm gehört.
Die Geparden-Tour geht erst um 16:00Uhr los und so haben wir noch viel Zeit, die wir auf der zur Farm gehörenden Campsite verbringen. Dabei leisten uns zahlreiche Vögel Gesellschaft, die für ein gutes Foto aber einfach nicht stillhalten wollen.
Dann geht es endlich los. Als erstes besuchen wir die zahmen Geparde. Sie leben zusammen mit der Farmer-Familie auf dem umzäunten Gelände des Farmhauses – nicht anders als die Hofhunde. Es sind 4 Geparde, davon einer mit einem verkrüppelten Bein und ein Jungtier im besten Halbstarken-Alter. Es gibt keine Gehege, oder ähnliches. Die Tiere bewegen sich frei auf dem ganzen Gelände, können kommen und gehen, wie sie wollen – sind Familienmitglieder.
…und sie sind neugierig. Kaum haben wir das Gelände betreten, sind die Geparde bei uns. Es war auch nicht so, dass sie das Streicheln über sich ergehen ließen. Nein, sie wollten gestreichelt werden. Drücken sich an einen, wie man es von Hauskatzen kennt und schnurrten so laut, dass die Luft vibrierte.
Wir gingen in den Garten des Farmhauses, eine schattige grüne Oase in der trockenen Umgebung. Hier konnten wir uns ohne Zeitdruck mit den Geparden beschäftigen.
Einer der Geparde hatte sich regelrecht in mich verliebt. Das hatte aber in erster Linie damit zu tun, dass ich wahrscheinlich der einzige Besucher war, der sich nicht mit Sonnencreme eingeschmiert hatte und deshalb am besten schmeckte. Jedenfalls wich mir der Gepard nicht von der Seite und leckte mir ausgiebigst die Beine ab, lies sich dabei knuddeln und schnurrte hingebungsvoll. Ein einmaliges Erlebnis, für das man aber eine gewisse Schmerztoleranz benötigt. Wer weiß, wie rau eine normale Katzenzunge ist, kann sich vielleicht ungefähr vorstellen, wie dass bei einem Geparden ist. Immerhin lecken sie mit ihrer Zunge bei den Beutetieren das Fleisch von den Knochen.
Eine tolle Sache bei den zahmen Geparden ist auch, dass man viel bessere Fotomöglichkeiten hat, diese schönen Tiere ins Bild zu setzen. Zum Teil hatten sie richtige Model-Qualitäten und brachten sich regelrecht in Positur.
Am witzigsten war aber der junge Gepard. Etwas über ein Jahr alt, schon voll ausgewachsen, aber noch mit den Resten der Jugendmähne eine wahre Schönheit. Seinem Alter entsprechend sehr verspielt und ungestüm, weshalb viele der Besucher Angst vor ihm hatten. Er machte sich einen Spaß daraus, den Besuchern ihre Kopfbedeckung zu stehlen und damit abzuhauen. Da ich viel zwischen den Geparden war und am Boden saß, musste ich so einige Male um meinen Hut kämpfen, bzw. ihm hinterher laufen.
Der beste Freund und Spielkamerad des jungen Geparden war ein sehr klein gewachsener Jack Russel Terrier, mit einem dafür umso größeren Selbstbewusstsein. Das war so süß, wie die miteinander spielten. Der Gepard hätte das Hündchen mit 2 Bissen verputzen können, war aber ganz behutsam beim spielen. Teilweise hatte er den ganzen Kopf des Hundes zwischen den Zähnen, ohne jedoch zuzubeißen. Gleichzeitig ließ er sich fast alles von dem kleinen Terrier gefallen. Selbst als der den Schwanz als Spielzeug entdeckte, stand der Gepard lediglich auf und schleifte den Hund hinterher.
Zum Abschluss wurden die Geparde noch gefüttert.
Dann ging es noch zur Fütterung wilden Geparden, von denen derzeit 12 Stück in zwei riesigen Arealen auf der Farm leben. Allerdings scheinen sie von dort auch gern einmal auszubüchsen, denn zwei Geparden kamen von außerhalb, aus dem Bereich der Campsite, zur Fütterung.
Hier bei den wilden Geparden war die Interaktion der Tiere viel ausgeprägter und abwechslungsreicher als bei den Hausgeparden. Man hörte deutlich, dass Geparde die Katzen mit dem größten Lautrepertoire sind.
In Sachen Fotos war es hier dafür nicht so ergiebig. Wäre ich nur hier bei den wilden Geparden gewesen, hätte ich sicherlich stolz einige Fotos gezeigt, aber im Vergleich zu den Fotos der zahmen Verwandten war das nicht so doll. Die erhöhte Perspektive vom Anhänger, die Tarnfarbe der Geparde in der vertrockneten Natur sind unter anderem dafür verantwortlich. Dazu kommt noch, dass die Biester die ganze Zeit am rumwuseln sind und einfach nicht still halten.
Die Gepardentour war für unsere Etappenplanung sowieso schon recht spät am Tage. Leider (zum Glück) wurde dann auch noch um 40 Minuten gegenüber dem angegebenen Zeitrahmen überzogen. Damit war klar, dass wir unser heutiges Tagesziel nicht mehr im Hellen erreichen würden. Die letzte Stunde mussten wir in der Dunkelheit zurücklegen. Ich kam mir dabei ein wenig vor, wie bei einem Videospiel, bei dem es darum geht, den plötzlich im Lichtkegel auftauchenden Tieren auszuweichen, bzw. abzubremsen. Kathrin und Lucia unterstützen mich dabei nach Kräften und zu dritt starrten wir angespannt in die Dunkelheit. So verhalfen sie vielen Dik-Dik’s und Warzenschweinen sowie ein paar Kudus zu einem längeren Leben.
Diese Stunde in der Dunkelheit war mit Sicherheit die riskanteste Fahrstrecke der gesamten Reise. Selbst auf den schwierigsten Passagen am Hoarusib oder Kunene hatte ich immer alles unter Kontrolle – in dieser Stunde ganz sicher nicht.
Kurz nach 20:00Uhr erreichten wir unser heutiges Ziel, das Etosha Safari Camp. Nur wenige Kilometer vor dem Anderson Gate. Wer nicht unbedingt mit hunderten anderer Touristen am Wasserloch von Okaukuejo sitzen will, findet hier eine gute Alternative. Klar ist der Laden riesig, auch hier gibt es Busgruppen. Dafür kann man auf einer saftigen grünen Wiese unter Bäumen campen und steht nicht in der staubigen Ödnis der Campsite von Okaukuejo. Billiger ist es auch und man muss nicht reservieren.
Zum Camp gehört auch ein sehr uriges Restaurant, welches im Style die Shebeens der Townships imitiert. Bei Lifemusik genießen wir das vorzügliche Buffet und lassen es uns schmecken. Einzig das Dessert konnte man vergessen, es schmeckte wie direkt aus der Chemiefabrik.
Den Jack Russel finde ich einfach spitze!! Ein Frechdachs. 😄
Eines verstehe ich nicht ganz. Travel Namibia hatte einmal erklärt dass man in der Hochsaison da keine Tagesbesucher empfangen würde....... 😵 Gehört Oktober nicht als Hochsaison? 🙂
Deine "Limousine" finde ich auch klasse. Ich kann verstehen dass du ohne Problem die Kilometer schluckst..... 😁
Vielen Dank. Habe Otjitotongwe als ein Muß abgespeichert wenn ich wieder in der Gegend bin. Wußte nicht das es sie gibt und mein Onkel farmt nicht weit von dort! 😊
Ist bestimmt eine super Erfahrung mit zahmen Geparden zu spielen. Meine jüngste Tochter ist angehende Tierärztin für Pferde und Wild und das wird sie bestimmt interessieren wenn wir den Onkel besuchen!
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
och ja. In Otjitotongwe seid Ihr dann auch noch gewesen 😎 Diesen Teil habe ich mit besonderem Interesse gelesen, weil wir dort im Rahmen unserer allerersten Afrikareise waren und als Rookies natürlich hin und weg von der Gepardestreichelei waren. Es scheint dort noch alles genauso wie damals zu sein.
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200904. Dez. 2013 ·
Hallo Annick,
ich hatte ja schon in dem von Dir genannten Thread geschrieben, dass wir nichts von einer Einschränkung für Tagesbesucher mitbekommen haben. Auf dem Schild am Farmtor waren auch nur die Zeiten angeschrieben. Das macht man ja nicht, wenn man keine Tagesbesucher haben will.
Hallo Carsten,
Ihr wohnt einfach zu weit im Süden. Da kommt man als Nordlicht nicht so oft hin. Deshalb waren wir ja auch noch nie auf dem legendären Treffen in Kronau. Es wird sich aber sicher irgendwann mal die Gelegenheit zur Revanche ergeben.
Also Topobaer, da legst Du in Namibia Kilometer um Kilometer zurück und dann ist es bis Kronau zu weit 🤩 😁 😉 . Wir reisen dieses Jahr auch das erste Mal aus dem Norden an und wäre doch schön, wenn Ihr die etwas unterpräsentierte Nordfraktion verstärken würdet 😉 .
Berg-Eule2’060 Beiträge · seit 201304. Dez. 2013 ·
Danke für den tollen Bericht über die Gepardenfarm. Ich konnte heuer Chiquita im Quiver Tree Forest Camp streicheln - eine unglaubliche Erfahrung.
Otjitotongwe steht nun ganz oben auf meiner Wunschliste. 😉
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 ·
14.Tag (Donnerstag 03.10.2013) Etosha Safari Camp – Fort Namutoni 282km
Heute galt es, den Etosha Nationalpark vom Anderson Gate bis Fort Namutoni zu durchqueren. Dabei wollten wir so viele Wasserlöcher wie möglich abklappern, in der Hoffnung möglichst viele Tiere zu sehen.
So starteten wir ohne Frühstück in aller Frühe, um am Gate zu sein, wenn dieses öffnet.
Als erstes Wasserloch steuerten wir „Ombika“ an. Hier war absolut tote Hose und so fuhren wir gleich weiter. Warten auf Tiere an einem leeren Wasserloch hatte sich bei uns in der Vergangenheit nie rentiert.
Also fuhren wir weiter nach Okaukuejo, um unseren Eintritt zu zahlen und das dortige Wasserloch zu besuchen. Die einzigen Lebewesen dort, waren dutzende Touristen, die ein verwaistes Wasserloch beobachteten.
In Newbrowni gab es dann endlich was zu sehen. Jede Menge Springböcke. Die sind auch gar nicht so langweilig, wie viele denken. So früh am Morgen waren die Temperaturen noch recht frisch und die Springböcke nutzen das angenehme Klima um ihre Rangkämpfe auszutragen.
Am Wasserloch „Gemsbokvlakte“ ist von den namens gebenden Tieren nichts zu sehen. Dafür aber jede Menge Zebras.
Auch am „Olifantsbad“ ist von den namens gebenden Tieren nichts zu sehen. Dafür viele Kudus. Vier prächtige Kudubullen stolzieren direkt an uns vorbei. Einer von ihnen lahmt extrem. Der wird in Kürze Löwenfutter.
An welchem Wasserloch wir diesen Schakal gesehen haben, weiss ich leider auch nicht mehr.
Zwischen den Wasserlöchern „Sueda“ und „Salvadora“ entdecken wir Löwen. Allerdings weit weg von der Piste und im hohen Gras. Die Löwin blickt wenigstens zu Anfang noch zu uns herüber. Die beiden männlichen Löwen zeigen keinerlei Reaktion. Die hätten auch genauso gut tot sein können.
Selbstverständlich fotografieren wir auch den berühmtesten Baum des Nationalparks.
Zwischen der Etosha Pfanne und Halali ist das Gelände auf weiten Strecken verbrannt. Sieht sehr düster und trostlos aus. Insgesamt ist der gesamte Nationalpark sehr vertrocknet. Man fragt sich, wovon die vielen Tiere sich ernähren, denn abgemagert sehen sie nicht aus.
Östlich des Etosha Lookout gibt es einen neuen Picknickplatz. Der war auch für uns neu. Ich hatte aus dem Forum von ihm erfahren. Es geht auf Mittag zu und wir nutzen den Platz zu einem leckeren Brunch. Allmählich hängt bei uns dreien der Magen in den Kniekehlen. Die anwesenden Bustouristen waren schon ein wenig neidisch, als ich den Tisch deckte, erst einmal frischen Espresso zubereitete und dann weitere Leckereien aus Kühlschrank und Fresskiste holte. Der Bus verschwand dann auch recht schnell und wirt hatten den Platz die meiste Zeit für uns allein.
Auch bei Springbockfontein sahen wir wieder keines der namens gebenden Tiere. Wer vergibt eigentlich die Namen der Wasserlöcher – die passen ja nie. 😉 Dafür gab es drei Elefantenbullen, die sich hier im Schlamm suhlten. Dies hier ist einer der Orte, an dem sich die Elefanten ihre in Etosha häufig zu sehende weiße Patina holen. Wir sahen in der Folge noch viele Elefanten. Meist strahlten sie weiß in der Sonne und waren schon von weitem gut zu entdecken.
Auf das Wasserloch „Chudop“ freute ich mich schon den ganzen Tag. Hier hatten wir immer die besten Tiersichtungen im Etosha Nationalpark. Letztes Mal jede Menge Giraffen und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Diesmal stand ein Spitzmaulnashorn am Wasser und war am trinken.
Aber es wurde noch besser. Als das Nashorn erst einmal seinen Durst gelöscht hatte, marschierte es direkt ins Wasser. Sichtlich genoss es die Abkühlung an diesem sehr heißen Tag.
Irgendwann reichte es dem Nashorn und es zog von dannen. Wir wollten auch gerade fahren, da erschien eine Hyäne. Es war wie gesagt sehr heiß und auch die Hyäne nutzte das Wasserloch zur Abkühlung. So langsam wurde ich neidisch.
Nachdem dann auch die Hyäne abgezogen war, trauten sich die Zebras zur Tränke. Sie hatten bislang in einiger Entfernung abgewartet, dass die Situation am Wasserloch etwas sicherer für sie wird.
Nach dieser Vorstellung hat Chudop seinen Ruf als bestes Wasserloch bei uns gefestigt.
Dann geht’s nach Namutoni. Unsere Reservierung liegt vor, aber angeblich ist noch nicht gezahlt. Wir bekommen aber trotzdem schon die Schlüssel zu unseren Chalets und schicken eine SMS an Kwenda, damit die sich um die fehlende Bezahlung kümmern. Mal schauen, was das wird.
Wir machen uns gleich wieder auf den Weg zum abendlichen Gamedrive. Die Zimmer können wir auch später beziehen. Der Weg führt uns einmal um die Fisher Pan herum.
Am Wasserloch „Twee Palms“ sind drei Elefantenbullen bei Körperpflege und Kräftemessen.
Das Wasserloch „Aroe“ hat kein Wasser. Anscheinend ist die Pumpe kaputt. Auch ansonsten sehen wir außer Zebras und Springböcken kaum weitere Tierarten. Diese Riesentrappe war da schon eine nette Abwechslung.
Den Sonnenuntergang erlebten wir am Wasserloch „Koinagas“. Man hat von hier einen tollen Blick nach Westen und es sind nur 2 Minuten bis zum Gate von Fort Namutoni. Schade, dass es an diesem Abend dort keine Tiere gab.
Mit Toresschluss sind wir am Gate und beziehen dann erst einmal unsere Bush-Chalets. Die sind sehr geräumig und schön, aber nüchtern eingerichtet. Das Bad ist riesig. Das einzige Manko ist die nicht vorhandene Aussicht, aber da wir nur eine Nacht hier verbringen und das Chalet nur im Dunkeln erleben, stört uns das nicht.
Zum Abendessen gehen wir ins schön erleuchtete Fort.
Das Essen dort war aber eine herbe Enttäuschung. Fade gewürzt und das Eland, welches das Fleisch lieferte, ist wahrscheinlich aus Altersschwäche am Wasserloch verendet und der Koch hat es den Geiern vor der Nase weggeschnappt. Es war dermaßen zäh, dass das Essen richtig in Arbeit ausartete.
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Schwenk am beleuchteten Wasserloch vorbei, dort war aber kein einziges Tier zu sehen.
Hallo Topobär, wieder ein interessanter Bericht mit tollen Fotos! Zum Essen in Namutoni: Wir waren im August da und hatten Kudu Filet. Es war genauso zäh, wie euer Eland! Ich glaube, es liegt nicht am Tier, sondern am Koch, der wahrscheinlich von "Niedertemperaturzubereitung" (und vom Würzen) noch nichts gehört hat... Gruß Wilfried