camelthornThemenstarter409 Beiträge · seit 200905. Juni 2013 · #1
Hallo Dachzeltcamper!
Neben all den unbestrittenen Vorteilen von Dachzelten gibt es leider zwei Nachteile, die einem auch in schoenster Umgebung den Schlaf rauben koennen: 1. Das Auto steht nicht topfgerade 2. Die Schlafstatt wackelt wasserbettartig, sobald sich jemand im eigenen oder im benachbarten Zelt auf dem Dachtraeger umdreht.
Fuer beide Einschraenkungen moechte ich einige praktische Ideen zur Behebung mit Euch teilen.
Um das erste Problem zu beheben ist es naheliegend, das Auto mittels mittelgrosser Felsbrocken/Klippen die unter den abhangunteren Reifen positioniert werden, zu nivellieren. Die manchmal einfachere Alternative dazu ist, die abhangoberen Reifen ein wenig einzubuddeln. Mit einem einfachen Spaten sind zwei kleine Vertiefungen im Boden oftmals leichter geschaufelt als schwere und unfoermige Steine herangeschleppt.
Das zweite Problem tritt besonders dann auf, wenn das Dachzelt oder die Dachzelte in Laengsrichtung zum Fahrzeug montiert sind. Dann ist der "Seegangeffekt" umso groesser je mehr Personen das Dach beschweren. Hier habe ich zwei einfache Tipps um das Auto zu stabilisieren und zugleich auch zu nivellieren. a. Ein moeglichst langer und stabiler Spanngurt (mit Knarre) wird zwischen Dachgepaecktraeger und Schattenbaum befestigt und so lange gestrafft bis das Fahrzeug sowohl eben als auch stramm fixiert ist. Der Wippeffekt in der Laengsachse ist um ein Vielfaches minimiert. b. Ein einfacher PKW Trapez-Wagenheber wird seitlich, mittig (zw. Vorder- und Hintertuer) unter das Auto plaziert und auf der gegenueber liegenden Seite ein einfaches Stueck Holz in Bodenabstandslaenge aufgestellt. Durch leichtes Aufbocken wird der Federweg der Stossdaempfer auf ein Minimum begrenzt und die Zelte stehen so stabil, dass selbst staerkere Bewegungen im Zelt nicht uebertragen werden... Auch mit dieser Methode kann man schnell und einfach auch ein leichtes Gefaelle des Standortes ausgleichen. Eigentlich so aehnlich wie mit einem Wohnwagen.
Gute Nacht!
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201205. Juni 2013 · #2
🤩 🤩 🤩 😄 😉
Warum legst Du denn nicht gleich auf den Boden und buddelst Dich nicht mit Wasserwaage ein? Wäre doch weniger Aufwand!
Bei dem Aufwand frag ich mich auch weshalb Ihr nicht gleich ein Bodenzelt nehmt...ist sicher nicht mehr Aufwand und Ihr könnt morgens aus dem Zelt raus und gleich losfahren... 😉 😗 😎
Wir waren jetzt 8 Wochen im DZ unterwegs, aber von solchen „seekranken“ Nachteilen haben wir nie was gemerkt. Klar kann man beim Aufstellen des Dachzeltes schauen, dass man gerade steht, aber wir hatten da nie Probleme und von Schlaf rauben kann wenigstens bei uns auch keine Rede sein. Mit wunderbaren, interessanten und beeindruckenden Erlebnissen schliefen wir in unserem DZ immer so gut und friedlich, da gab es keine Einschränkungen für uns, über uns wachte der unvergessliche Sternenhimmel und somit benötigten wir überhaupt keine Hilfsmittel für unseren DZ und der einzige Aufwand war abends, ins DZ hoch zu steigen!!!! Wir geniessen das Schlafen immer sehr und hatten auch diesmal wieder ein nigel nagel neues Zelt, da lässt es sich natürlich gut und gerne schlafen.
Dann ist der "Seegangeffekt" umso groesser je mehr Personen das Dach beschweren. Ein moeglichst langer und stabiler Spanngurt (mit Knarre) wird zwischen Dachgepaecktraeger und Schattenbaum befestigt und so lange gestrafft bis das Fahrzeug sowohl eben als auch stramm fixiert ist. Der Wippeffekt in der Laengsachse ist um ein Vielfaches minimiert.
Oh Mann, das muss ja wild zu und her gehen dort oben in deinem Dachzelt. Sag mal, was treibt ihr denn da und wie viele seid ihr? Wenn da so gerammelt wird, würde ich auch mal daran denken, den Dachträger zu verstärken. 🤩 🤩 🤩
ich plädiere zwar auch für das Bodenzelt, wegen Stehhöhe, mehr Platz, mehr Komfort., typischerweise weniger oft Auf- und Abbauen, ... Probleme mit abschüssigen, unebenen oder steinigen Böden kann man da allerdings auch mal haben und die sind dann eher noch schwieriger zu lösen.
Die Tipps von Camelthorn sind für den einen oder anderen Dachzeltcamper sicher hilfreich. Wie er schon schrieb hängt das Gewackel auch stark davon ab, ob die Dachzelte längs oder quer zur Fahrrichtung installiert sind. Beim hier wohl am meisten angemieteten Auto - einem Hilux - sind sie ja üblicherweise quer zur Fahrrichtung installiert und das Problem stellt sich nicht so stark.
Beste Grüße
Guido
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200905. Juni 2013 · #7
Ich kann das ganze noch toppen......... 🙂 Mein Mann hat eine eigene Konstruktion gebaut.
DACHZELT, DAS AUCH ALLEINE STEHT......
man kann das Auto drunter wegfahren, und das Dachzelt bleibt stehen. Haben wir selbst schon im norddeutschen Sturm erprobt. Steht man mehrere Tage an einer Stelle, lohnt der Aufwand allemal. Man spart halt das lästige Auf - und Abbauen. Zum schlafen fährt man das Auto einfach wieder darunter.
KarstenB2'398 Beiträge · seit 201105. Juni 2013 · #8
Hallo Birgitt,
das ist ja so was von genial 🤩 , WOW!!! Ihr habt Euch das hoffentlich patentieren lassen, ich könnte mir vorstellen, dass Euer System ein großer kommerzieller Erfolg wäre! (Das meine ich ernst!)
Vielen Dank Camelthorn für die hilfreichen Anweisungen.. versteh nur nicht, warum hier immer wieder solche Praktiken "zerpflückt" werden müssen..manchmal schade um die Zeilen!!! Gruß Gerhard
Rocky1964709 Beiträge · seit 201105. Juni 2013 · #11
Hi,
ich mag ja auch keine Dachzelte, da mir der Auf- und Abbauaufwand viel zu groß ist. Meine Frau wird eigentlich schon beim Anblick eines Schiffs seekrank. Aber solche beschriebenen Probleme hatten wir noch nie. Und wir waren mit einem großen Autocamp-Dachzelt -ähnlich dem heutigen Modell Marco Polo- montiert auf unserem damaligen Jeep XJ in RO und TN unterwegs.
Wer im eigenem KFZ aufbricht, kann ja Schickimicki-Keile oder Bretterstücke mitnehmen. Mit Miet-KFZ kann man so wie ganz oben beschrieben Löcher buddeln oder Steine unterlegen. Aber großes KFZ-Schwanken im Dachzelt??? 😄 🤩 🤪 Vielleicht machten welche Leibesübungen im Dachzelt, oder einer hatte starkes Übergewicht, die Dachträger oder das Fahrwerk vom KFZ war defekt???
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200605. Juni 2013 · #12
Hallo Birgitt,
dieses Zelt wäre genau das Richtige für uns!!!
Aber abgesehen davon: wir waren jetzt so oft mit Dachzelt unterwegs, seekrank bin ich dort oben noch nie geworden und das, obwohl ich sobald ich Wasser sehe schon seekrank werde. Im Gegenteil, ich schlafe nirgends so gut wie im Dachzelt (wahrscheinlich das ganz leichte Schaukeln?)
Und: ich bin der Meinung, ein Dachzelt ist schneller auf- und abgebaut als ein Bodenzelt und Stehhöhe hat ja ein Bodenzelt auch nicht. Aber wenn ich vom Bodenzelt rauskrabbeln muss, stehe ich sofort auf der Erde, mit allem Schmutz und evtl. Kleintieren. Vom Dachzelt habe ich immer noch die Leiter und kann mich erst mal orientieren, wo ich hintreten will.
Gruss Beate
BikeAfrica7'299 Beiträge · seit 200605. Juni 2013 · #13
beate schrieb: Und: ich bin der Meinung, ein Dachzelt ist schneller auf- und abgebaut als ein Bodenzelt
... das kommt aufs Zelt an. Meines steht in 2-3 Minuten und selbst wenn man 10 Minuten brauchen würde, wäre das ja auch egal. Und dann gibts ja noch die Wurfzelte. Die stehen in ca. 2 Sekunden.
und Stehhöhe hat ja ein Bodenzelt auch nicht.
... die gibts auch mit Stehhöhe, aber dann dauert der Aufbau auf jeden Fall länger.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200605. Juni 2013 · #14
Hallo Wolfgang,
ich nehme mal an, dass Dein Zelt auch sehr leicht ist, denn auf dem Bike kann man ja kein schweres Teil mitnehmen?
Falls ja, kannst Du mir mal einen Link schicken, welches Zelt das ist?? Ich suche sowas schon lange. Aber entweder sind diese Zelte zu schwer, oder (wie die Wurfzelte) zu unpraktisch in der Grösse für den Flieger, oder eben man kann nur auf allen Vieren reinkrabbeln. Und das muss dann ja doch nicht sein.
Gruss Beate
BikeAfrica7'299 Beiträge · seit 200605. Juni 2013 · #15
Hallo Beate, bekommst 'ne PN, da das ziemlich vom Thema wegführt ...
Gruß Wolfgang
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camelthornThemenstarter409 Beiträge · seit 200906. Juni 2013 · #16
Ach Leute...
ich hatte es mir schon fast gedacht. Da macht man sich die Muehe und stellt eigene technische Optimierungsergebnisse einem potenziellen Interessentenkreis zur Verfuegung und dann dieses Sammelsurium an Affektschuessen im Glaubenskrieg DZ versus BZ. Dazu noch der Morgenappell zahlreicher notorischer Tiefschlaefer (wenn sich vielleicht bitte mal alle anderen, die auch schon mal im Dachzelt ungewackelt durchgeschlafen haben, auch noch zu Wort melden koennten bitte...) Ich freue mich schon auf den ersten, der auf meinem Avatar ein Fahrzeug einer Marke mit vergleichbarem Emotionspotenzial entlarvt und sogleich einen weiteren erquicklichen Diskussionsstrang eroeffnet.
Gruss Camelthorn
p.s. ich bin Langschlaefer und reise gewoehnlich mit meinen fruehwachen Kindern. Das nur zur Beruhigung aller besorgten Detailinteressierten
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200606. Juni 2013 · #17
Ach Camelthorn.,
ich hoffe, Du meinst Deinen Post jetzt ironisch 🙄
Ansonsten: ich habe ja schon geschrieben, ich schlafe im Dachzelt immer seeeehr gut.
Beate
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200906. Juni 2013 · #18
Hi, Camelthorn
habe in unserem Dachzelt immer wackelfrei geschlafen, deshalb hab ich ja auch die Konstruktion hier per Foto eingestellt. Man macht sich ja schließlich über das Gewackel auch Gedanken.....
BikeAfrica7'299 Beiträge · seit 200606. Juni 2013 · #19
camelthorn schrieb: (wenn sich vielleicht bitte mal alle anderen, die auch schon mal im Dachzelt ungewackelt durchgeschlafen haben, auch noch zu Wort melden koennten bitte...)
... ich habe noch nie in einem Dachzelt geschlafen, aber halt im Freien auf dem Autodach. Ich habe auch kein Wackeln gespürt, aber für eine objektive Aussage müsste man wohl auch mal meine damalige Reisepartnerin befragen. 😉 Deine Kinder werden ja morgens beim Rumtoben im Zelt auch behaupten, dass da nix wackelt ...
Ich freue mich schon auf den ersten, der auf meinem Avatar ein Fahrzeug einer Marke mit vergleichbarem Emotionspotenzial entlarvt und sogleich einen weiteren erquicklichen Diskussionsstrang eroeffnet.
... au fein. Da ließe sich was draus machen ... 😉
Gruß Wolfgang
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lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200806. Juni 2013 · #20
Was die eigenen Erfahrungen angeht: Wir haben da so mehr das Lorryfeeling, OME, Heavy Duty... – und als wir noch mit Kind unterwegs waren, war nix mit lange schlafen... 🙂 - und mittlerweile stehn wir freiwillig vor Sonnenaufgang auf – des schönen Fotolichts wegen... 🤪 ... und träumen vom Ausschlafen... 😗
Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt