Reisebericht - Planlos durch Zambia und Zimbabwe

Reisebericht 41 Antworten · 2’488 Aufrufe · gestartet 11. Apr. 2026 von BikeAfrica
Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200611. Apr. 2026 ·
Hallo zusammen,

hier startet ein weiterer „historischer“ Reisebericht von einer Reise in 2006 durch Zambia und Zimbabwe.
Das „Planlos“ im Titel ist doppeldeutig. Einerseits war ich in Zimbabwe tatsächlich ohne Landkarte oder Navi unterwegs und konnte mich somit auch nicht verfahren (clever, gelle?) und andererseits ging ich die Reise wieder „ahnungslos wie ein Friseur“ an, wie mein Reisepartner durch Malawi es beschrieben hätte.

Ich hatte mich beim Auswärtigen Amt über Unruhen und bei promedmail.org über gerade grassierende Krankheiten informiert, denn unterwegs zu erkranken, ist ja auch nicht gerade das Gesündeste.
In Lusaka hatte ich einen Campingplatz reserviert und einen Transport vom Flughafen dorthin. Das wars auch schon.

Von der Inflation in Zimbabwe wusste ich nichts und ansonsten auch nicht viel, aber davon reichlich. Was ich alles nicht wusste, hätte locker auch für zwei gereicht, aber diesmal war ich alleine unterwegs.

Wie ich auf das Reiseziel kam, weiß ich auch nicht mehr, vermutlich einfach, weil ich noch nie dort war. Das ist ja irgendwie auch Grund genug, wie ich finde.

Ihr könnt euch auf jeden Fall wieder auf kuriose Erlebnisse freuen und es gibt auch einen Abstecher in die Währungsgeschichte Zimbabwes, die letztlich maßgeblich dafür sorgte, dass ich heute Geldscheine sammle – natürlich mit Spezialgebiet Zimbabwe. Hier versuche ich, alle der etwa 120 verschiedenen Geldscheine seit 1980 in druckfrischem Zustand zu bekommen und parallel dazu aus dem täglichen Umlauf plus Spezialgebiete wie Ersatzscheine und Tankgutscheine.
Hier mal ein erster Eindruck von den kuriosen Geldscheinen in Zimbabwe, aber dieses Thema der Inflation verdient später noch einen eigenen Beitrag.

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So viel vorab. Demnächst geht’s los und diesmal mit dem Reisetagebuch als Gedächtnisstütze …

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200611. Apr. 2026 ·
Akane schrieb:Hallo Wolfgang, reichen meine 50 Milliarden, um mich zum Mitlesen anzumelden?

Knapp … und an dieser Stelle greife ich kurz voraus in einen Teil der Währungsgeschichte, weil das gerade so ein tolles Beispiel ist. Während der Inflation in Zimbabwe wurde der Zim$ dreimal abgewertet.
Das erste Mal war im August 2006. Drei Nullen wurden gestrichen. Der Zweite Zimbabwe Dollar wurde eingeführt. In dieser Zeit war ich dort und aus dieser Zeit stammt auch Dein Schein (Mai 2008).
Im August 2008 wurde erneut abgewertet, diesmal um zehn Nullen. Deine 50 Billionen entsprachen nun fünf Dollar des Dritten Zimbabwe Dollar, zu dem mein Schein gehört. Die Scheine stammen aus dem gleichen Jahr und haben denselben Nennwert, hatten aber einen völlig unterschiedlichen Wert.
Die Inflation galoppierte fleißig weiter. Bereits ein halbes Jahr später (Februar 2009) wurde erneut abgewertet, diesmal um zwölf Nullen. Mein 50-Billion-Dollar-Schein war nun fünf Cents wert in der neuen Währung, dem Vierten Zimbabwe Dollar. Die Inflation wurde indes immer schlimmer. Man begann mit Scheinen zu einem Cent und endete bei 100 Trillion Dollars. Nach wenigen Monaten wurde die Währung komplett ausgesetzt. Die Preise verdoppelten sich etwa alle 15 Stunden. Diese drei Jahre von 2006-2009 waren für die Bevölkerung eine ganz schlimme Zeit.

Gruß
Wolfgang
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3’883 Beiträge · seit 201111. Apr. 2026 ·
Hallo Wolfgang,
schön, dass du schon loslegst, dann bekomme ich zumindest den Anfang deiner Tour mit.
Mit Geldscheinen mit ähnlich hohen Zahlen habe ich als Kind kurz nach der Geldentwertung in Deutschland gespielt. Es lohnte sich nach der Währungsreform 1948 offensichtlich nicht, sie umzutauschen.

Es freut sich auf deine Erlebnisse
freshy
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902 Beiträge · seit 201711. Apr. 2026 ·
Hi Wolfgang,

ich bin gespannt, wie es dir in diesem Ländern ergangen ist und freue mich auf den Bericht. Du wirst ja sicher noch erzählen, wie du das mit den Finanzen geregelt hast. Eins muss man dir lassen - du bist mutig !
Liebe Grüße Makra
Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200611. Apr. 2026 ·
freshy schrieb:
Mit Geldscheinen mit ähnlich hohen Zahlen habe ich als Kind kurz nach der Geldentwertung in Deutschland gespielt. Es lohnte sich nach der Währungsreform 1948 offensichtlich nicht, sie umzutauschen.
Die Währungsreform von 1948 war ein Mückenschiss dagegen. Da wurde 2:1 getauscht.
Wenn Du ähnliche Werte in den Händen hattest, waren das wahrscheinlich noch alte Scheine von 1923 wie dieser hier. Die waren zu dieser Zeit schon nichts mehr wert.

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Gruß
Wolfgang
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Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200611. Apr. 2026 ·
Makra schrieb:
ich bin gespannt, wie es dir in diesem Ländern ergangen ist und freue mich auf den Bericht. Du wirst ja sicher noch erzählen, wie du das mit den Finanzen geregelt hast.

Das wird einer der spannenden Punkte im Bericht.

Eins muss man dir lassen - du bist mutig !

Nein. Ich komme immer nur durch Zufall in Situationen, die es so erscheinen lassen.
Ich hatte auch nie das Ziel, jemals mit dem Fahrrad in Afrika zu reisen.

Gruß
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2026
3’883 Beiträge · seit 201112. Apr. 2026 ·
BikeAfrica schrieb:
freshy schrieb:
Mit Geldscheinen mit ähnlich hohen Zahlen habe ich als Kind kurz nach der Geldentwertung in Deutschland gespielt. Es lohnte sich nach der Währungsreform 1948 offensichtlich nicht, sie umzutauschen.
Die Währungsreform von 1948 war ein Mückenschiss dagegen. Da wurde 2:1 getauscht.
Wenn Du ähnliche Werte in den Händen hattest, waren das wahrscheinlich noch alte Scheine von 1923 wie dieser hier. Die waren zu dieser Zeit schon nichts mehr wert.

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Gruß
Wolfgang
Danke, Wolfgang! Möglich, dass die Geldscheine älter waren, als Kind im Vorschulalter hatte ich wohl nicht den richtigen Überblick und habe die Gesprächsfetzen der Erwachsenen falsch in Erinnerung.

VG freshy
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Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200612. Apr. 2026 ·
Im Vorschulalter ist Geld sowieso eine völlig abstrakte Sache. Das muss man als Kind erst einmal lernen. Dass es Geld gibt, das wertvoll ist und anderes wertlos, ist ja gar nicht begreifbar. Und das kapitalistische Geldsystem basiert allgemein sowieso auf kranken Grundgedanken. Dazu gerne später mehr, damit es mit dem eigentlichen Thema mal losgeht.

Gruß
Wolfgang
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Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200612. Apr. 2026 ·
Ich habe einen Flughafenshuttle bestellt. Der Fahrer meint, die Strecke zu mir sei ihm seltsam vertraut vorgekommen, bis er merkte, dass gegenüber ein Freund von ihm wohne und zeigt auf das Haus. Ich antworte ihm, dass Marcus mein bester Kumpel ist. Ein halbes Jahr später treffen wir uns wieder auf dessen Geburtstagsfeier.

Marcus ist übrigens schuld daran, dass ich überhaupt zum Radreisen kam. Er hatte mich damals tagelang bequatscht und letztlich überredet, mit ihm eine Radtour zu machen und wir zogen als Schüler los, um nach Luxemburg zu radeln.

Mein Flug geht über Amsterdam, wo ich gerade noch so meinen Anschluss nach Nairobi bekomme. In Nairobi gibt es 90 min Verspätung für den Flug nach Lusaka, doch der Fahrer der Backpackerunterkunft Chachacha wartet die ganze Zeit.

Mein Fahrradkarton ist bei der Ankunft völlig zerfleddert. Das Fahrrad scheint auf den ersten Blick ok zu sein. Ich muss es bei der Einreise deklarieren und ein Formular ausfüllen. Um keine unnötigen Begehrlichkeiten zu wecken, gebe ich den Wert mit 250 Euro an. Das ist etwa das, was alleine Vorder- und Hinterrad gekostet haben. Ich bekomme davon keine Durchschrift und es wird auch nicht im Pass vermerkt. Ich vermute, der Zöllner war einfach nur neugierig.

In der Unterkunft bzw. Campingplatz schaue ich mir das Fahrrad genauer an. Der Lowrider (vorderer Gepäckträger) ist gebrochen. Auf den Fotos erkennt man, warum Kabelbinder so wichtig sind und ich einzelne Maulschlüssel Multitools vorziehe.

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Das hintere Schaltwerk ist auch völlig verbogen. Ich biege es einigermaßen gerade, aber die Kette läuft nicht ordentlich und macht zudem einen Höllenlärm. Ich montiere die Ersatzkette. So geht es. Das Fahrrad ist wieder fahrbereit.

Gruß
Wolfgang
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Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200612. Apr. 2026 ·
Am nächsten Tag radle ich in die City, um Geld zu tauschen. Die Autofahrer fahren nicht schnell, aber überholen mit knappem Seitenabstand. Der Rückspiegel hilft, sich rechtzeitig darauf einzustellen.

In der Stadt strecken mir als weißem Radfahrer einige Passanten den nach oben gerichteten Daumen entgegen. Ein Autofahrer geht gerade zu seinem Auto und fragt, ob er mein Fahrrad haben kann. Ich biete ihm an, es gegen sein Auto zu tauschen. Zum Spaß willigt er ein. Kurz darauf überholt er mich winkend mit einem freundlichen Lachen.

Das ist ein schöner Auftakt zur Reise. Ich fühle mich wohl im Land und bin „angekommen“.

Gruß
Wolfgang
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2’401 Beiträge · seit 201112. Apr. 2026 ·
Moin Wolfgang,
radlest du auch so schnell, wie du RBs schreibst? Ich habe es noch nicht mal geschafft, mich für den letzten zu bedanken. Das kommt noch, aber nicht mehr heute. 😛

LG aus HH
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200612. Apr. 2026 ·
KarstenB schrieb:
radlest du auch so schnell, wie du RBs schreibst?

Das ist abhängig von den Bedingungen. Es kam tatsächlich schon vor, dass ich bereits vor dem Mittag die 100 km überschritten habe, aber normalerweise rechne ich mit 10 km/h und 80 km pro Tag.

Gruß
Wolfgang
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319 Beiträge · seit 201212. Apr. 2026 ·
Ich bin gespannt auf den Bericht. Ich habe auch noch einige Scheine von Zimbabwe - hier mal 3:

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Den oberen Schein hätte die Bundesregierung gerne - da wären mit einem Schlag alle Staatsschulden beglichen.

Aber auch in Europa/Asien gab es solche Scheine vor nicht allzu langer Zeit:

20260412_160151-2.JPG
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2026
Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200612. Apr. 2026 ·
toumtoum schrieb:Ich bin gespannt auf den Bericht. Ich habe auch noch einige Scheine von Zimbabwe - hier mal 3:

Dein Ten-Trillion-Dollar-Schein wäre in druckfrischem Zustand (kann ich auf dem Foto nicht erkennen) derzeit 40 Euro wert.

Aber auch in Europa/Asien gab es solche Scheine vor nicht allzu langer Zeit:

1990 in Jugoslawien liegt zeitlich noch näher. Da war die drittschlimmste Inflation aller Zeiten. Platz 2 belegte Zimbabwe 2006-2009. Platz 1 geht deutlich an Ungarn 1946.

Gruß
Wolfgang
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319 Beiträge · seit 201212. Apr. 2026 ·
dergnagflow schrieb:Hi,
wie ist das, haben die da im Tagesrhythmus neue Scheine gedruckt? Oder jede Woche neue?
Und wie bringt man die dann unter die Leute?
LG Wolfgang
Im Endeffekt wurde wirklich in sehr kurzen Abständen neue Geldscheine ausgegeben. Aber nicht "die da" haben gedruckt, sondern eine deutsche Firma war involviert. Giesecke & Devrient in München druckt für viele Staaten Geldscheine. Damals haben die auch für Zimbabwe gedruckt. Das war sehr lukrativ, weil ja ständig neue Scheine gebraucht wurden. Allerdings war da eine Zweiteilung. G&D schickt pro Woche über 400 000 Bogen mit jeweils 40 Banknoten runter. Eine Druckerei in Harare druckt dann der Nennwert auf den Schein. Man sagt, daß G&D pro Woche ca. eine halbe Million Euro Umsatz damit machte. Allerdings wurden später auf Druck von Menschenrechtsorganisationen und auch der Bundesregierung die Lieferung gestoppt.
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2026
Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200612. Apr. 2026 ·
dergnagflow schrieb:
wie ist das, haben die da im Tagesrhythmus neue Scheine gedruckt? Oder jede Woche neue?
Und wie bringt man die dann unter die Leute?

Ganz so häufig war es nicht, aber die Leute haben nicht mehr durchgeblickt. Das führte auch dazu, dass ich unwissentlich meine Zeit in Zimbabwe durch sog. Blüten finanziert habe. Blüten sind eine besondere Art von Falschgeld. Falschgeld ist die Nachahmung von echten Geldscheinen. Blüten sind Phantasiescheine, die gar kein reales Vorbild haben. Dazu komme ich später aber noch.

Gruß
Wolfgang
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Themenstarter7’324 Beiträge · seit 200613. Apr. 2026 ·
Da ich von Zambia fast nichts weiß, außer dass dort die Victoriafälle sind, fahre ich erst einmal in diese Richtung. Aus Lusaka raus fahre ich über eine sechsspurige Straße. Hier ist fast kein Verkehr und so komme ich völlig entspannt aus der Millionenstadt.
Der erste Vorort ist praktisch eine Müllkippe. Die Menschen, die dort leben, leben von verwertbaren Resten aus dem Müll der Stadtbewohner. Üble Zustände, aber auch das ist ein Teil von Afrika. Afrika besteht nicht nur aus Gamedrives, tollen Lodges, gutem Essen und einem Gin Tonic bei einem malerischen Sonnenuntergang am Wasser, sondern auch aus bitterster Armut und Menschen, die gemeinsam mit Ratten nach Nahrungsmittelresten im Müll suchen. Das sollte jedem klar sein, der von sich denkt, er kenne sich halbwegs mit Afrika aus.

Die weitere Strecke ist eher langweilig. Ich erreiche gegen Abend Mazabuka und übernachte in einem Guesthouse. Die heutige Etappe war gleich mal 140 km.

Kurz vor Mazabuka kommt mir ein Engländer mit dem Fahrrad entgegen. Er radelt bereits seit drei Jahren durch Afrika, zunächst auf der Westseite nach Süden und jetzt im Osten wieder zurück. Er erzählt, dass ihm Zimbabwe sehr gefallen habe. Mir kommt eine plötzliche Idee. In Zimbabwe war ich schließlich auch noch nie …

Gruß
Wolfgang
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