Reisebericht

Absolute Beginner: Namibia - ein Reiserückblick

von Akane · begonnen 13. Juni 2026 · 4 Teile

Teil 113. Juni 2026
Prelude

Hamburg, Winter 2020.

Es ist der erste Corona-Winter, und wir sitzen zuhause und überlegen, ob wir dieses Jahr noch richtig verreisen können und wollen. Wir sind urlaubsreif, die Arbeit nervt, und es hilft nicht, dass der Winter in Hamburg ausgesprochen trostlos ist. Kurzerhand prüfen wir, welche Reiseziele überhaupt infrage kommen. Die Kriterien sind simpel: wo ist Dezember eine akzeptable Reisezeit, wo dürfen wir einreisen, und wo ist kein Hochrisikogebiet, damit wir auch problemlos wieder zurückreisen können. Eine kurze Recherche ergibt, dass genau zwei Ziele zur Auswahl stehen: Costa Rica oder Namibia. Wir schauen ein paar YouTube Videos und entscheiden uns wegen der besseren Flugverbindung relativ spontan für Namibia.

Wir waren beide noch nie im südlichen Afrika und sind im wahrsten Sinne absolute Beginner. Das Namibia Forum kennen wir damals natürlich noch nicht, stattdessen besorgen wir aus Gewohnheit erstmal einen Lonely Planet für Namibia & Botswana, um uns ein bisschen Orientierung zu verschaffen.

Es ist der 3. Dezember 2020, als wir unsere Flüge nach Windhoek buchen, und die Uhr tickt. Bis zum Abflug haben wir 10 Tage Zeit, um diese Reise auf die Beine zu stellen. Es soll eine 2.5-wöchige Selbstfahrer-Tour werden - wir waren noch nie gemeinsam campen, wissen nicht, wie sich ein Hilux von einem Landcruiser unterscheidet, man ein Dachzelt aufbaut, und wie so eine Safari funktioniert, wissen wir erst recht nicht. Also absolute Beginner in so ziemlich jeder relevanten Disziplin dieser Reise. Aber was macht das schon, in einem Jahr, in dem vieles unerwartet und anders kam als gedacht? Und so beginnen wir mit der Reiseplanung für unsere erste Namibia-Reise.

In sonderbaren Zeiten entstehen sonderbare Momente.

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Und so, wie auf diesem Foto aus einer versehentlichen Doppelbelichtung eines Films ein Crossover zwischen Namibia und Island entstanden ist, entstand aus den Corona-Jahren mehr oder weniger ungeplant unsere Begeisterung für Afrika.
Teil 213. Juni 2026
Planung - oder: wie macht man das eigentlich?

Unsere Flüge sind gebucht, und Martin hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir einen Toyota Hilux mit Dachzelt mieten und damit das Land erkunden. Wir haben schon mehrfach Roadtrips mit Mietwagen gemacht, aber ich weiß nicht mal, was ein Double Cab ist, und warum das für Martin (bis heute) total wichtig ist. Klar also, dass ich die Kommunikation zu den Mietwagenanbietern übernehme. Wir landen relativ schnell bei Savanna, wo ich natürlich erstmal das falsche Fahrzeug anfrage (Single Cab! Kein Automatik!), aber Bianca von Savanna hat selbstverständlich alles im Griff und beantwortet geduldig und schnell meine Fragen. Ein paar Tage später steht die Buchung für das richtige Modell.

Wir haben auch eine grobe Route gestrickt, die ersten Unterkünfte gebucht, und beschließen, die Lücken einfach vor Ort zu füllen. Um Verfügbarkeit machen wir uns keine Sorgen.
13.12. Tag 0 Anreise Fankfurt - Windhoek (warum wir ab Frankfurt geflogen sind, bekommen wir in unserer Erinnerung nicht mehr zusammen)
14.12. Tag 1 Ankunft Windhoek, Übernahme Mietwagen bei Savanna, Weiterfahrt zur Frans Idongo Lodge
15.12. Tag 2 Weiterfahrt nach Etosha - Onkoshi Lodge
16.12. Tag 3 Etosha - Halali
17.12. Tag 4 Etosha - Okaukuejo
18.12. Tag 5 Etosha - Okaukuejo
19.12. Tag 6 Vingerklip Lodge
20.12. Tag 7 Mal sehen?
21.12. Tag 8 Spitzkoppe
22.12. Tag 9 Spitzkoppe
23.12. Tag 10 Walvis Bay
24.12. Tag 11 Walvis Bay
25.12. Tag 12 Sesriem
26.12. Tag 13 Sesriem
27.12. - 30.12. Mal sehen, wie es läuft
31.12. Tag 18 Abreise
01.01.2026 Ankunft in Frankfurt, Rückreise nach Hamburg
Vor der Abreise gibt es natürlich noch einiges zu organisieren. Wie z.B. unseren ersten PCR Test, der für die Einreise verlangt wird. Die Infrastruktur dafür existiert damals eigentlich noch nicht, und so fahren wir zwei Tage vor Abreise zum Hamburger Flughafen, um einen Test zu machen, der dann hoffentlich rechtzeitig das richtige Ergebnis liefert. Nach dem Test bin ich total nervös - was, wenn der Test positiv ist? Vielleicht nur bei einem von uns beiden? Tatsächlich kommt mein Ergebnis schneller als das von Martin, die Nervosität steigt. Was eine Scheißzeit zum Verreisen!

Dann: Entwarnung. Wir haben zwei negative Testergebnisse, es ist alles gepackt, und wir machen uns auf den Weg. Vor unserem Abflug machen wir einen Zwischenstopp bei meinen Eltern, um die Fahrt von Hamburg nach Frankfurt aufzubrechen. Während wir uns unterhalten, stellen wir schon vor Abreise fest, wie unvorbereitet wir sind - wir haben nämlich gar kein Fernglas. Aus Verlegenheit lassen wir uns von meiner Mutter ein Musical-"Fernglas" mitgeben. Naja, besser als nichts 😄 Rückblickend muss ich tatsächlich darüber lachen, wie wir an diese Reise rangegangen sind. Zumindest haben wir ein bisschen was gelernt, und sind inzwischen marginal besser ausgerüstet 😄

Und dann geht es auch schon los. Abends fliegen wir mit Ethiopian ab Frankfurt über Addis Ababa nach Windhoek. Den Flug, und auch den Aufenthalt am Flughafen, habe ich primär als anstrengend in Erinnerung, und wir sind froh, als wir in Windhoek ankommen, die Masken abnehmen und in unser Abenteuer starten können.
Teil 313. Juni 2026
Tag 1 Windhoek - Otjiwarongo. Frans Idongo Lodge
Where is my beer gone?
Namibia. We arrive.
F**k the police. Night.


Long flight, longer wait.
He did not yield. Corruption!
They took the beer. Cheers.
Bevor sich nun jemand wundert: Zu diesem Reisebericht gibt es für jeden Tag einen Haiku von Martin und mir. Aus schwer rekonstruierbaren Gründen sind wir zu Beginn der Reise auf die Idee gekommen, jeden Tag in einem Haiku festzuhalten. Daraus ist nach dieser Reise keine Tradition geworden, aber selbst nach ein paar Jahren können wir uns mit Hilfe der Haiku ganz gut daran erinnern, was am jeweiligen Tag passiert ist. Warum also ausgerechnet Haiku? Ich hatte auf einer Dienstreise in LA mal das Buch "Baby Pigeons: a collection on haikus by Warby Parker" (empfehlenswert) entdeckt. Da wir beide in Japan studiert haben und im Vorjahr ein Taubennest mit Baby-Tauben auf dem Balkon hatten (nicht empfehlenswert!), habe ich mich sehr darüber amüsiert, und was liegt da näher, als eigene Haiku zu verfassen? Die Inspirationsquelle ist ungleich poetischer als unsere Versuche:
"How come you never
See baby pigeons?" I asked
"What?" said the dentist
Nun aber zu unserer Reise.

Wir landen gegen 13 Uhr in Windhoek, passieren den Health Check (Temperaturmessung, Testnachweis), holen unser Gepäck ab und kaufen keine Sim-Karte. Das wird sich im weiteren Verlauf der Reise nicht ganz überraschenderweise als nicht so gute Idee herausstellen, aber eigentlich sind wir erstmal ganz froh, nicht erreichbar und mal komplett offline zu sein.

Wir werden von Savanna abgeholt und unterhalten uns unterwegs mit unserem Fahrer. Uns interessiert, ob er es rücksichtslos findet, dass wir trotz Covid reisen, aber er ist froh, dass es überhaupt einige wenige Touristen gibt. Immerhin ist ein Unternehmen wie eine Autovermietung auf Tourismus angewiesen. Als wir bei Savanna ankommen, zeichnet sich ein eindeutiges Bild: außer uns ist nur noch ein anderes Paar, ebenfalls aus Deutschland da. Sie mieten einen Landcruiser Bushcamper, der uns damals beeindruckt. Eigentlich wollten sie eine große Tour machen - sie hatten ihre Reise bereits vor einem Jahr gebucht und wollten neben Namibia auch Botswana bereisen. Die Grenzen sind nun jedoch dicht. Sie wissen nicht so recht, was sie mit der Zeit anstellen sollen, aber wir hoffen, dass sie dennoch eine tolle Reise hatten.

Wir warten sehr lange auf unsere Übernahme. Schließlich ist auch nicht viel Personal anwesend. Dann übernehmen wir unseren Hilux Double Cab mit Camping Ausrüstung. Wir taufen ihn Harry und brechen auf.

Erstmal einkaufen. Wir steueren den Superspar in der Maerua Mall an und kaufen alles, von dem wir denken, das wir es brauchen. Und wir brauchen einfach viel zu lange dafür.

Der Nachmittag ist schon gut fortgeschritten, als wir endlich aus Windhoek loskommen. Gute 3 Stunden Fahrt bis zur Frans Idongo Lodge liegen vor uns. Unterwegs sehen wir schon die ersten Tiere am Straßenrand: Warzenschweine, Strauße und ein paar Affen.

Die Dämmerung setzt bereits ein, als wir irgendwo auf der B1, nicht weit von unserer Abfahrt, in unseren ersten Roadblock kommen. Die Lage ist ein bisschen unübersichtlich - rechts und links stehen jeweils Polizisten, und wir denken, dass uns Polizist 1 herbeiwinkt. Martin fährt - und zwar trotz Stoppschild. Es ist nicht so, als wäre er drüber gerast - wir waren eher in Schrittgeschwindigkeit unterwegs - aber faktisch hat er nicht am Stoppschild angehalten. Polizist 2 findet das gar nicht okay, und wir werden sofort zum Anhalten aufgefordert. Nun müssen wir erstmal erklären, warum wir über das Stoppschild gefahren sind. Und warum wir überhaupt noch unterwegs sind - schließlich würde es bald dunkel werden, und im Dunkeln sollten wir wirklich nicht fahren. Polizist 2 kündigt ein Bußgeld an, und ich denke mir, dass das doch echt nicht wahr sein kann, dass wir am ersten Tag schon in so eine Situation geraten. Also appelliere ich an sein Mitleid, und jammere ein bisschen, dass wir doch gerade erst angekommen seien, und ob es denn wirklich notwendig sei. Polizist 1 und 2 beraten sich kurz, und fragen uns dann, was wir ihnen denn anbieten könnten. Wir sind ein bisschen ratlos, also fragen sie expliziter, was wir denn im Gepäck hätten, und ob wir ihnen etwas aus Deutschland mitgebracht hätten (natürlich nicht), oder was wir denn eingekauft hätten. Unser Reisegepäck ist kein gutes "Bußgeld", und so haben wir nur unsere Einkäufe anzubieten. Wir haben nicht viel: eine Flasche Wein und ein Sixpack Windhoek Lager. Polizist 1 inspiziert den Wein, und ich bin schon traurig, dass der Wein, den ich mir gerade erst ausgesucht hatte, den Besitz wechseln wird. Dann aber ist Polizist 1 enttäuscht - er hätte lieber einen Wein aus Deutschland, dieser sei aber nur aus Südafrika, den wolle er nicht. Na gut, dann 2 Bier. Martin steckt den Füchsen eine Flasche Bier zu, und niemand ist so richtig zufrieden mit der Situation. Wir dürfen aber weiterfahren.

Nun ist es tatsächlich schon dunkel, und viel später als geplant erreichen wir die Lodge. Die Mitarbeiterin hat schon auf uns gewartet und sich gefragt, ob wir überhaupt noch kommen. Wir wollen eigentlich sofort ins Bett gehen, aber irgendwie steht für uns noch ein Abendessen bereit. Wir essen schnell, und fallen dann ins Bett.

Was für ein Start! Viel später werden wir hier im Forum darüber lesen, dass man sich für den ersten Tag nicht zu viel vornehmen soll. Ganz genau! Dass wir bei unseren Flugzeiten überhaupt eine Weiterfahrt geplant hatten, war natürlich überambitioniert. Und so haben wir Newbies am ersten Tag schon unsere erste Lektion gelernt.
Teil 413. Juni 2026
Tag 2 Etosha. Onkoshi Lodge
Etosha - we're here
Drone is sealed. Hail. Elephant King.
Dust everywhere. More wind.


Giraffe walking by
Waterhole action: two herds.
Hail! Elephant King!
Am nächsten Morgen regenerieren wir uns von der strapaziösen Anreise des Vortags. Wir gehen den Morgen gemütlich an und frühstücken erstmal ausgiebig in der Lodge. Das Frühstück ist hervorragend. Wir machen unsere erste Bekanntschaft mit Borewors, und ich denke heute noch daran, wie lecker sie war. Bei unserem zweiten Besuch in der Frans Idongo Lodge 2025 hatte sich das Frühstück leider geändert, aber die Erinnerung bleibt.

Von der Terrasse aus beobachten wir die ersten Antilopen, und sind gespannt, was der Tag bringen wird, denn heute fahren wir in den Etosha.


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Beim Checkout aus der Lodge gibt es noch ein Missverständnis - das Abendessen vom Vortag, welches wir nicht bestellt hatten, sei doch nicht in unserer Zimmerrate inkludiert, was bei beiden Parteien einen unangenehmen Beigeschmack hinterlässt. Wir nehmen dann noch eine Mitarbeiterin bis nach Tsumeb mit, und erreichen dann das Namutoni Gate.

Hier lassen wir erstmal unsere Drohne versiegeln. Ich weiß wirklich nicht, wie wir das alles in kurzer Zeit recherchiert und organisiert hatten, aber wir haben es tatsächlich noch geschafft, einen Drone Permit zu besorgen. Martin hat die Formulare vorbildlich ausgefüllt, und ich habe einfach mal nachgehakt, ob es denn realistisch sei, den Permit so kurzfristig zu bekommen. Die Mitarbeiterin von der NCAA war super hilfsbereit und hat uns den Permit tatsächlich schon vor Zahlungseingang ausgestellt, sodass alles rechtzeitig geklappt hat.

Und dann fahren wir durch das Gate und sind im Park. Kurz hinter dem Gate begegnen uns die ersten Antilopen auf der Straße. Wir sind ganz aufgeregt, halten an und machen Fotos. Das Gefühl der ersten Wildtier-Sichtung werde ich nicht vergessen, und manchmal wünsche ich mir die Begeisterung der ersten Momente zurück.

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Als erstes steuern wir die Rezeption in Namutoni an. Für heute Nacht haben wir eine Buchung in Onkoshi, und unser Reiseführer schreibt "half-board incl. transfers form Namutoni. Upon arrival at Onkoshi (from Namutoni), you'll be chauffeured to a secluded peninsula on the pan's rim". Wir gehen also davon aus, dass wir uns in Namutoni anmelden und dann irgendwie mit einem Shuttle nach Onkoshi gebracht werden. Wir erkundigen uns bei dem sehr unmotivierten Mitarbeiter danach, und er sagt, dass wir an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen sollen, um nach Onkoshi zu kommen.

Bevor wir das tun, überrede ich Martin noch, erstmal den Dik Dik Drive, den ich ausgeschildert gesehen hatte, abzufahren, immerhin bin ich aufgeregt und möchte den Park erkunden. Wir verschieben die Ankunft in Onkoshi also zu Gunsten unseres ersten Game Drives und biegen in den Dik Dik Drive ein. Am Wasserloch sehen wir nur ein paar Marabu-Störche, und unter einem Baum liegt ein Tier, von dem wir aus der Ferne erst denken, es sei ein Büffel. Als wir näher kommen, identifizieren wir es als Gnu - auch gut. Dass es keine Büffel in Etosha gibt, erfahren wir erst später.

Wir folgen dann einer kleinen Herde Zebras, die neben uns die Straße entlang läuft, bis wir in der Ferne Giraffenhälse erspähen, Wir beschließen, die Giraffen aufzusuchen, und sind ganz aus dem Häuschen, dass wir direkt am Anfang so viele Tiere sehen.


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Als wir schließlich zum Wasserloch zurückkehren, ist dort plötzlich high life - es tummeln sich zahlreiche Giraffen und Impalas am Wasserloch, im Hintergrund brauen sich aber auch dunkle Wolken zusammen.


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Und dann kommt auch noch eine Elefanten-Familie aus dem Bush hervor.

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Nachdem sie sich am Wasserloch erfrischt haben, ziehen sie in die andere Richtung davon, die nächste Elefantenherde ist aber schon im Anmarsch. Sie machen ziemlich viel Action, als dann auch noch die dritte Herde aus dem Wald kommt.


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Die Neuankömmlinge vertreiben die andere Herde nach ein bisschen Widerstand und widmen sich dann ihrer Pool-Party.

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Wir werden auf dieser Reise nur noch ein Mal Elefanten sehen - wegen der einsetzenden Regenzeit kommen sie nicht mehr so häufig zu den Wasserlöchern. Umso toller war dieses Erlebnis direkt zu Beginn unserer Reise.

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Es wird allmählich Zeit, aufzubrechen, und so verlassen wir den Dik Dik Drive und brechen in Richtung Onkoshi auf. Wir rechnen noch immer damit, dass es irgendwo in der Nähe von Namutoni einen Shuttle gibt, doch das stellt sich einfach als total falsch heraus. Ich weiß nicht, ob es das mal gab, oder ob der Lonely Planet es nur einfach total falsch beschrieben und auf der Karte eingezeichnet hat, aber als wir feststellen, dass wir noch ein ganzes Stück bis Onkoshi fahren müssen, sind wir nicht sehr erfreut, denn der Nachmittag ist schon vorangeschritten, und wir haben eigentlich nicht mehr so viel Zeit, bis die Sonne untergeht.

Die Fahrt zu Onkoshi ist jedoch wunderschön. Wir hatten vorab keine Vorstellung davon, wie es im Etosha aussieht. Wir hatten von der großen Salzpfanne gelesen, aber man kann sich das eigentlich gar nicht ausmalen, wie es dort aussieht. Ich kannte bisher nur die Salzpfannen aus der Salar de Uyuni, und wusste überhaupt nicht, was uns im Etosha erwartet.

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Wir kommen dann kurz vor Sonnenuntergang im Onkoshi Camp an, und kommen uns wie in einem Star Wars Spin-Off auf Tatooine. Der Blick auf die Salzpfanne in Kombination mit dem Abendlicht lässt das Camp unwirklich auch außerirdisch erscheinen. Zuvor war am Nachmittag ein Staubsturm aufgezogen, der um alles eine Schicht Salzstaub (?) gelegt hat, was die Szenerie noch unwirklicher erscheinen lässt.

Unser Chalet gefällt uns sehr gut, es gibt sogar eine Outdoordusche mit Blick direkt auf die Pan. Wir essen im Restaurant zu Abend und genießen die besondere Atmosphäre auf der Terrasse.


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Dieser Reiserückblick hat bei der Durchsicht der Fotos übrigens noch ein ganz anderes Phänomen wieder ins Gedächtnis gerufen: Corona-Haare 😗


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