Liebe Katrin, was für ein Abenteuer! Wie gut, dass ihr die Nacht nicht im Wagen verbringen musstet! Im Rückblick habt ihr jetzt eine gute Geschichte zu erzählen! 🙂 Und auch die Leopardensichtung ist wirklich sehr schön. Die Kleinen sind so niedlich! Dreißig Fahrzeuge sind aber wirklich eine Hausnummer! Herzlich Sascha
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201512. Jan. 2026 ·
casimodo schrieb: Man braucht schon ab und zu auch einmal etwas Glück! Viele Grüße und Danke für den schönen Bericht
Lieber Carsten, Ja, genau, ohne Glueck geht es nicht in Afrika, und natuerlich braucht es auch nette Menschen. Gerne, es freut mich dass du hier mitliest. Ich lese deine Berichte auch immer gerne trotz der vielen Voegel. 😉 Aber lerne immer etwas dazu. Liebe Gruesse aus Florida nach DE von Katrin
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201512. Jan. 2026 ·
H.Badger schrieb: Und auch die Leopardensichtung ist wirklich sehr schön. Die Kleinen sind so niedlich! Dreißig Fahrzeuge sind aber wirklich eine Hausnummer!
Danke, lieber Sascha! Ja diese Leo Sichtung mit den Kleinen sticht raus wegen all den andern eher miserablen Erfahrungen an diesem Tag. Ich glaube es koennten noch mehr Fahrzeuge gewesen sein, da die Leo Familie zu dieser Zeit schon beruehmt war und jeder und seine Oma wollten die sehen. Andrang bei Katzen in der Serengeti ist ja schon lange ein Problem und nun nach den Mara Aufpreisen umso mehr so. Schoene Woche euch, hier ist es 28C im Januar!
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201512. Jan. 2026 ·
Sunday, August 17
Diesen Tag können wir als einen der merkwürdigsten Tage in unserer Safari Karriere vermerken! Hier geht die Geschichte mit der Panne am Wagen weiter…
Wie immer fasse ich Tee und Ess-Schachteln, und wir verabschieden uns von der Staff im Heritage Camp. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.
Bevor wir die Strecke nach Kogatende beim Mara River unter die Räder nehmen, wollen wir an der Puma Tankstelle tanken.
Als wir dort einfahren, sagt mein Mann, “We have no clutch again!” Holy Moly, schon wieder!
Das Gefäß ist wieder leer; ergo muss es irgendwo undicht sein. Also wieder Flüssigkeit einfließen. Diesmal sind etwa fünf hilfsbereite Männer um uns besorgt.
Wir nehmen Kontakt mit Caleb auf und er sagt wir sollen zur Ballon Werkstatt fahren und dort nach Deo, seinem Mechaniker fragen. Machen wir und Deo hört sich die Geschichte an und will mal tiefer drein schauen. Er führt uns in die Kantine wo wir unter scheuen Blicken der Arbeiter etwas aus unsere Babu und Bibi Boxen essen. Was wir nicht mögen, geben wir weiter.
Dann: schlechte Nachricht…
Deo hat keinen Ersatzteil um das Problem mit der Kupplung zu beheben. Danach bringt es uns zu einigen Bänken hinter den Arbeiter Baracken, unser Zuhause für mehrere Stunden. Caleb ist voll dran unser Predicament zu lösen und hat einen ersten Plan:
Ein Fahrer vom Savannah Serengeti Camp, an der Mara bei Kogatende, wird uns in Seronera abholen und zum Camp fahren, während Caleb den Ersatzteil morgen von Arusha nach Seronera bringen wird, Auto flicken und dann wird er uns den Wagen nach Kogatende bringen. Wir können game drives mit dem Camp dort arrangieren.
Ok, wir sind einverstanden.
Wir sitzen und warten und warten….
Es gibt etwas Unterhaltung wenn eine Verkäuferin einen Sack Schuhe auf den Boden leert und nach und nach kommen die Arbeiter und probieren weiße! Schuhe an.
Auch kommt eine Rotte Mongoose vorbei, sowie ein Marabu.
Wir schwatzen etwas mit einer Israelischen Familie und können dabei unser Hebräisch ein wenig auffrischen; deren Wagen hat auch Probleme. Deo bringt uns einen Teller Kantine-Mittagessen und bemüht sich sehr um uns.
Als die Zeit vorgeschritten ist, denke ich dass wir wahrscheinlich den Kogatende Tag vergessen können, und so ist es denn auch.
Der Fahrer kommt erst nach 14 Uhr bei uns an, obschon 11 Uhr abgemacht war, wieso auch immer.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201512. Jan. 2026 ·
Caleb hat einen neuen Plan:
Edward, der Fahrer/Guide von unserm Camp, begibt sich mit uns auf Game Drive so dass wir nicht noch mehr Zeit vertrödeln derweil Patricia für eine Unterkunft hier in Seronera sucht.
Caleb wird uns morgen einen andern Wagen von Arusha zum Camp bringen.
Ok, wir sind einverstanden mit Plan B.
Innerlich sage ich “Bye-bye erster Tag von drei in Kogatende und damit die Chance ein Crossing der Migration zu sehen. “
(Note to self: ich muss mich der neuen Situation anpassen, oder grin and bear it=lächeln und ertragen)
Besser spaet als nie...Endlich erscheint Edward!
Unser Gepäck wir eingeladen und mein Mann und ich sitzen hinten ganz oben im Landcruiser. Eher unbequem dort im halb- offenen Auto zu sitzen und das Fotogeraffel auf den Knien zu balancieren. Und ja, Edward rast genau so wie viele andern auf der Hauptpiste! 😈
Wir haben einige gute Sichtungen rund um den Seronera River: zwei Mal Serval, Löwen auf einem Sausage Tree, und sogar einen schlafenden Leopard.
Am Ende der Riveroad ist großer Verkehr. Ein Landcruiser ist halb im Matsch versunken und blieb stecken. Nun wollen einige helfen und alle andern haben keinen Ausweg.
Wir warten eine Weile aber Edward will partout nicht einen andern Weg zur Hauptstraße finden. Sturer Fahrer!
Endlich sind wir dran und fahren durch den Dreck ohne steckenzubleiben.
Gegen Abend fahren wir nordwärts gegen Ikoma, da Patricia uns in der Zwischenzeit eine Unterkunft gefunden hat.
Auf dem Weg sehen wir ein Rudel Löwen weit weg und zwei Kater in einer Röhre unter der Straße.
Wir kommen vor Sonnenuntergang im Tukaone Weavers Camp an. Der Manager ist außerordentlich freundlich und die ganze Anlage sieht neu aus. Unser Zelt ist die Wucht! Ein modernes Kombi aus Canvas, Holz, und Bambus. So schön und geschmackvoll eingerichtet. Hier kann man es aushalten! (Leider kein Foto gemacht)
Das Essen ist auch auf hohem Niveau, obschon Buffet Style, und wir genießen es hier zu sein.
Ich bin natürlich enttäuscht heute Abend nicht in Kogatende zu wohnen.
Caleb meint dass er morgen um 6:30 bei uns im Camp erscheinen werde. Er werde in Seronera übernachten. Mal sehen ob wir es morgen nach Kogatende schaffen werden…
In der Zwischenzeit genießen wir das fabelhaft schöne Zelt.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201513. Jan. 2026 ·
Sue.ch schrieb: Ja, die Serengeti ist immer gut für Abenteuer, gell
Das kennen du und BIL ja sehr gut aus eigener Erfahrung. Diese Reise war so sehr unterschiedlich von unserer ersten Serengeti Erfahrung. Aber so bleibts interessant! Haebets schoen uf dr lauchere u im Schnee
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201513. Jan. 2026 ·
Monday, August 18 Von Seronera via Lobo nach Kogatende
Nach einer komfortablen Nacht in unserm schönsten Zelt,
gehen wir um 6:30 ins Esszelt.
Der Manager ist wiederum sehr höflich und besorgt um Babu und Bibi. Diese zwei Wörter brechen immer das Eis mit der Staff und es bringt sie zum Lachen. Mein Mann ist glücklich hier ein wunderbares Frühstück mit Omelette und Pancake zu erhalten, alles frisch gemacht. Ich bin auch happy mit Granola Müesli, Banane und gutem Kaffee.
Caleb erscheint um 7:15 mit unserm Auto und sein Angestellter fährt mit einem zweiten Defender vor. Er bringt schlechte Nachricht:
Unser Auto erhielt einen neuen Master Cylinder aber das war anscheinend nicht das Problem, denn die Kupplung fiel wieder aus und zwar einen Kilometer von unserm Camp weg!!!
Ach! Wie bin ich froh dass dieses Missgeschick Caleb passiert ist und nicht uns auf dem Weg nach Kogatende!
Das nenne ich perfektes Timing!
Die Lösung ist klar: wir erhalten den Wagen den sie vom Depot in Arusha nach Seronera gefahren sind.
Alsbald wird der zweite Wagen für uns hergerichtet aber es dauert ein wenig, da die Cool Box dort neu installiert werden muss.
Bald sind wir startklar und wir witzeln mit Caleb dass wir hoffen ihn nicht so bald wiederzusehen; außer es sei denn am 26. August, am Ende der Tour.
Kogatende, wir kommen!
Wir verlassen dieses schöne Camp mit der netten Mannschaft und fahren via Lobo nach Kogatende.
Auch der Orangi River fuehrt Hochwasser
Aber, es regnet mal wieder und das Track ist morastig und glitschig.
Es geht nur langsam voran, aber wie die Guides uns sagen, ein Landrover meistert diese schlechten Strassenverhältnisse weit besser als ein Landcruiser. Sie haben Helden Respekt vor dem Land Rover. Bald sehen wir einen Landcruiser schräg im Matsch stehen und den Weg versperren. Chinesische Touris kommen uns im knöcheltiefen Dreck zu Fuß entgegen, derweil sich ihr Guide entschuldigt.
Aber Hilfe für sie ist schon da und wir können weiterfahren.
Schon bald sehen wir die hohen Kopies von Lobo und ein paar Büffel starren in die nasse Gegend.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201513. Jan. 2026 ·
Und dann eine schöne Überraschung: riesige Zebra Herden grasen am Weg und in den Hügeln.
Ein wenig weiter: die zweite Überraschung: Wir finden die GNU Migration!
Tausende von Tieren bevölkern die Landschaft um uns herum. Und alle bewegen sich gegen Süden. Einige bilden lange Kolonnen und galoppieren über die Savannah oder die Straße, während andere einfach in großen Herden zusammen südwärts marschieren.
Während der letzten Reise sahen wir dieses Schauspiel in Moru.
Nach der Klein’s Gate Abzweigung (rechts gehts zum Lake Natron) fahren wir nun endlich ohne Regen auf einer guten und breiten Strasse - wo man leicht 50/km fahren kann - gen Westen.
Leider sehen wir auf dieser Strecke kaum Tiere.
Die letzte Etappe geht wieder nordwärts über eine steinige Pad mit viel Verkehr da dort einige Camps am Weg liegen.
Um 15 Uhr erreichen wir unser Ziel: den Kogatende airstrip. Dort wurde ein neuer Ablution Block für Flug Gäste gebaut und es gibt eine Ranger Station.
Zuerst wollen wir uns den Fluss ansehen! Du meine Güte, was ist denn hier los?
Die Brücke ist von den Fluten vollkommen überschwemmt und natürlich gesperrt. Das Wasser kommt sehr hoch, braun, und schnell. Das hohe Wasser sei der Grund wieso es seit fünf Tagen keine Gnu Überquerungen gab - no crossings- sagen einige Guides.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201513. Jan. 2026 ·
Leider ist die Straße zu unserm Camp nicht in maps.me eingezeichnet und so gehe ich zur Ranger Station und erkunde mich nach dem Weg. Sicher vier verschiedene Leute erklären mir wie man zum Camp kommt, aber alle haben eine andere Version!
Dann hat einer eine brillante Idee, “ Hassan, du fährst doch in diese Richtung? This lady would like to follow you.”
Und zu meiner Erleichterung willigt Hassan ein.
Als wir Kogatende verlassen, ist es fast finster und starker Regen prasselt auf uns nieder.
Nasse Elefanten am Weg, haben wir auch noch nie gesehen.
Hassan fährt - wie fast jeder- auch wie ein wilder so dass Wasser und Dreck in alle Richtungen sprühen.
Wir fahren hinterher und manchmal ist die Sicht so:
Bei einer Brücke eines Nebenflusses des Mara Rivers, bleibt Hassan stehen. Mein Mann meint dass bei dieser starken Strömung der Wagen fast sicher weggeschwemmt würde; er würde es nie riskieren dort hinüber zu fahren.
Derweil studiert Hassan die Lage und studiert und studiert…. Vielleicht telefoniert er? Auf jeden Fall macht er kehrt! Yay! Und winkt uns zu, ihm wieder zu folgen.
Gute Entscheidung! Was sind wir froh nicht über die überschwemmte Brücke fahren zu müssen oder Hassan zu verlieren.
Aber was nun? Gibt es eine zweite Zufahrt?
Denn ich möchte lieber nicht die Nacht auf dem Parkplatz in Kogatende verbringen.
Die Schlammfahrt zieht sich, aber es gibt tatsächlich einen zweiten Zugang und wir finden das Savannah Serengeti Tented Camp dank Hassan und checken ein.
Es regnet immer noch aber wir haben einige Helfer die unser Gepäck tragen und wir können unser Zelt beziehen. Es ist kleiner als gehabt und einfach ausgestattet aber völlig in Ordnung. Es ist das teuerste Tented Camp wegen seinem Standort unweit des Mara Rivers und ist nur während der Dauer der Migration dort aufgebaut.
Es ist mir ein Rätsel wohin das Abwasser hingeht, aber wie die Dusche heißes Wasser führt wird uns nun deutlich von Ibrahim erklärt. Hier ein Blick hinter die Kulissen:
Ich möchte gerne duschen und Ibrahim fragt ob mit einem oder zwei Eimern voll. Ich möchte zwei Eimer. Gesagt getan.
Ich stehe unter der Brause während Ibrahim draußen werkelt. Dann meldet er sich.
“Are you ready?”
“Yes, Sir”
“Open the little tap on top.”
Ok, mache ich und schon kommt warmes Wasser aus der Brause. Nun stellt euch vor: ich dusche und bin von Ibrahim nur durch eine Plane getrennt aber der gute Mann will seiner Kundin den besten Dienst leisten… für einen guten Tipp natürlich.
Er redet und plappert non-stop,
“Is it too hot?”
“Is it too cold?”
“Is enough water coming out?”
Er macht mich ganz Sturm mit seinen Fragen und ich will eigentlich nur in Stille duschen.
Dann gibt es eine Pause, denn der zweite Eimer muss gefüllt werden, so stehe ich dort und friere ein bisschen.
Noch mal die ganze Szenerie: “How is your shower? Is it too hot? Do you want more water….”
Dies, liebe Leser, war mein unvergessliches Durch-die-Zeltplane-Dusch-Erlebnis im Savannah Serengeti Camp.
Und? Hat Ibrahim ein Trinkgeld erhalten? Ist doch klar.
Im Esszelt wird beef stew mit Reis serviert sowie einiges Gemüse und es schmeckt. Heute Abend ist es nass und kühl, so gar nicht wie gehabt. Was sind wir froh dass wir heil in Kogatende angekommen sind und das Camp mit Hilfe gefunden haben, sowie dass das zweite Auto uns sicher zu unserm Ziel geführt hat.
Im Schein der Taschenlampe entdecke ich dieses kuriose Insekt.
Als wir im Bett liegen, hören wir Hyänen rufen und auch hört man das Rauschen des Mara Rivers obschon wir einige Kilometer südlich des Flusses wohnen.
das mit dem Auto ist ja Abenteuer pur - zum Glück musstet ihr nicht außerhalb des Camps übernachten! Jetzt bin ich ganz gespannt wie es weiter geht und freue mich aufs nächste Kapitel!
Hallo Katrin, ich habe mir dein Duscherlebnis gerade bildlich vorgestellt und musste so schmunzeln. Was für ein spezielles Erlebnis. Auch sonst wird es mit euch nie langweilig. Vielen Dank für die gute Unterhaltung und liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201514. Jan. 2026 ·
Tuesday, August 19
Nach einer ruhigem Nacht sind wir voller Tatendrang die Gegend rund um Kogatende zu erkunden und hoffen sehr ein Crossing (=Gnu Herden überqueren den Mara Fluss)zu erleben, wie damals in 2015. Leider haben wir wegen dem Wagen Debakel nur einen ganzen Tag dafür zur Verfügung.
Das Wetter hat sich leicht gebessert, aber die Sonne und damit das goldene Licht fehlen.
Wir fragen ob es Diesel zu kaufen gibt und wenn Julius bejaht, geben wir ihm Geld uns 20 Liter zu besorgen, denn Caleb hinterließ uns nur einen halben Tank und das is uns zu riskant.
Julius gibt uns unsere Essenschachteln; mein Mann wischt die dreckigen Scheiben sauber und schon fahren wir die gleiche Stecke zurück die wir gestern im Regen gefahren sind. Es ist noch unklar ob die kleine Brücke schon passierbar ist.
Außer ein paar Zebra und Ballone am Firmament sehen wir kaum etwas unterwegs.
Im Laufe des Tages klappern wir die Crossing Points um Kogatende ab und die laufen von 0 bis 10. (Nummer 8, 9, und 10 haben wir nicht besucht)
Unser Camp liegt etwa dort beim grünen X, sehr nahe dem Crossing Point 0.
Hier ist unser Ablauf des Tages:
Wenn wir mit Guides über Crossings sprechen, nennen sie immer den respektiven Crossing Point und zum Glück sind diese Orte auch auf Maps.me vermerkt. Einige Fahrer sind super freundlich und freuen sich Information mit uns zu teilen.
Wir sehen wie sich große Gnu Herden am andern Ufer des Mara Rivers ansammeln. Die älteren Tiere starren dann lange ins Wasser, scharren mit den Hufen als wenn sie sagen wollten: “Kommt nicht in Frage! Da trauen wir uns nicht rein. Ist ja reiner Selbstmord!”
Und so, nach langem Hin und Her, wenden sie sich weg vom reißenden Fluss und die meisten Tiere folgen ihren Herden Führern und ihrem Herden Instinkt. Das heißt für uns ist die Chance ein Crossing zu sehen nun vorbei.
Die Guides jammern immer wieder, wie hoch und gefährlich doch der Fluss sei und wie frustrierend es für sie sei den Kunden kein Crossing zeigen zu können.
Genau so ist es auch für uns. Man kann’s nicht erzwingen.
Da wir fast den ganzen Tag auf den Fluss schauen, wird uns schon am Morgen klar, wie gefährlich das Hochwasser für die Tiere sein könnte. Denn alle zwei, drei Minuten treibt der Fluss ein totes Gnu an uns vorbei. Wie traurig!
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201515. Jan. 2026 ·
Wednesday, August 20
Von Kogatende via Lobo nach Seronera
Heute erhalten wir gewiss die 20 Liter Diesel um die wir gestern gefragt haben und das zum Glück, denn der Tank zeigt tief an. Wir verabschieden uns von der Crew. Wir hatten einen angenehmen Aufenthalt im Savannah Serengeti Camp, obschon die Mannschaft uns nicht gerade an Herz gewachsen ist und das Essen war auch nur so-so.
Unser Zelt von aussen:
Hier noch wie es innen im Zelt aussah:
Heute morgen fahren wir gegen den Kogatende airstrip und viele Gnus galoppieren vor uns über die Straße. Es muss wohl auf Nummer 3 ein Crossing gegeben haben und wir haben es wieder verpasst! Aber wir genießen es die rennenden Tiere mit ihrem “Gnu Gnu” Gemuhe zu beobachten. aber davon habe ich nur videos.
Danach informiert uns ein Mann dass es bei Nummer 6B Löwen zu sehen gibt. Mein Löwenherz will sich das natürlich nicht entgehen lassen. Ein zweiter Game driver sucht die Büsche ab aber dann habe ich die Ehre, den jungen Löwen an einem Kill tief im Gebüsch zu entdecken.
Kein Crossing, aber einen Löwen…das tröstet mich ein wenig.
Es scheint dass sich die Götter gegen uns verschworen haben bei unserm Kogatende Besuch.
1. Wir hatten Auto Panne und da liegt die Schuld eindeutig bei Caleb und dem Wagen. Er tat jedoch alles in seiner Macht uns zu helfen, aber der erste Tag in Kogatende war dennoch verloren.
2. Der starke Regen schwoll den Mara River dermaßen an dass die meisten Herden davon zurückschreckten den Fluss zu überqueren.
3. Obschon wir in Kogatende zwischen den Crossing Points hin-und her pendelten, hatten wir einfach kein Glück ein Crossing zu erwischen.
Und so darf ich nicht (zu) sauer auf das Ergebnis sein, denn Auto Pannen hatten wir bei Nathan auch schon zwei Mal vorher, das Wetter und die Sichtungsfee kann ich (leider) nicht kontrollieren und wir hatten ja Glück in 2015 gleich drei Crossings zu erleben.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201515. Jan. 2026 ·
Es ist schon nach 10 Uhr als wir die Fahrt zurück zur Zentralen Serengeti starten. Unterwegs meint mein Mann ich solle doch ein wenig fahren “to get the whole experience.” 😄
Ich war 18 Jahre alt seit ich einen manuellen Wagen mit -harziger - Kupplung gefahren bin. Aber ich willige ein da wir nun auf der breiten und trockenen Straße fahren. Ich meistere den Defender gut und mein Mann genießt es mal als Beifahrer neben mir zu sitzen.
Unterwegs halten wir an um das Muell-Team bei seiner Arbeit zu beobachten: Ein totes Zebra wird von Geiern und Marabu neben der Strasse entsorgt.
Im Tal rennt eine scheue Herde Eland davon.
Später fahre ich in eine Nebenstrasse zu einer Kopie wo wir unseren Lunch umgeben von vielen Wildebeest essen. So friedlich!
Dann.. Löwen! Eine Löwin paart sich mit einem schönen Löwen hinter einem Busch und ein zweiter Kater liegt drapiert auf einem Felsen. ( das “drapiert” ist für Picco)
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201515. Jan. 2026 ·
Die Wildebeest grasen nun auf den Hügeln und in den Ebenen um Lobo und sind eher stationär.
Wir fahren weiter suedwaerts und sehen... mehr Löwen. Mein Löwenherz ist noch glücklicher. Diesmal ist es ein wirklich hübscher Löwenmann und seine dösende Braut die beim Felsen ruht.
Bald gähnt der Bräutigam und gibt dann sein Bestes mit lautem Knurren um seine Art zu vermehren.
Für seine Anstrengung bekommt er ihre Pratze ins Gesicht geschlagen.
Nach dieser Sichtung hat ein junges Paar Mühe ihren Wagen zu starten und auch als mein Mann ihren Wagen stößt wird es nicht besser. Wir stoßen sie etwas weiter von den Löwen weg.
Ich grabe unterdessen die Batterie Kabel von unter all dem Kram in unserm Auto aus. Ein anderer Mann gibt ihnen dann den Ansprung von seinem Auto zu ihrem und sie fahren happy weiter.
Dann sehen wir auf einer abgebrannten und neu-grüner Wiese etwas Lustiges: ein kleines Zebra rennt sehr übermütig im Kreis, springt in die Luft, und landet sehr un-elegant auf der Nase. Leider sind die Bilder unscharf.
Nun wird es Zeit in unserm letzten Tented Camp in der Serengeti einzuchecken. Es heißt Thorn Tree Camp und liegt auf Sero 7 campsite. Wir werden herzlich begrüßt und ich frage ob jemand unsern Wagen waschen möchte. Ja, Marco möchte das gerne und wird den Wagen morgen um 6:30 sauber bereit haben.
Wieder erhalten wir ein schönes und geräumiges Zelt mit riesigem Bett und guter Badezimmer Einrichtung.
Auch das Essen ist prima und wird von der Staff herumgereicht so dass jedermann soviel schöpfen kann wie er mag.
Wieder werden die Inhalte der Essens Schachteln für morgen mit Babu und Bibi diskutiert denn sie wollen uns Gefallen tun.
darf ich dich korrigieren? Die Gnus blöken nicht "Gnu - Gnu", als wollten sie sich vorstellen. Nein, sie diskutieren in perfektem Englisch, ob sie heute ein Crossing machen oder nicht: "Yeah! - no!" Nächstes Mal genauer zuhören! 😎
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201516. Jan. 2026 ·
KarstenB schrieb: Nein, sie diskutieren in perfektem Englisch, ob sie heute ein Crossing machen oder nicht: "Yeah! - no!" Nächstes Mal genauer zuhören!
Lieber Karsten! Das weiss ich doch! Ich habs doch extra fuer euch Deutschsprechende mit "gnu gnu"uebersetzt. 😄 😉