Hallo Laura, mit Interesse folge ich euch durch Kenia! Danke für die Fotos und die Infos! Leider hab ich momentan kaum Zeit, mich hier im Forum ausführlich zu äußern, aber wann immer es geht, schau ich rein und lese mit!
LG, Birgit
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201528. Apr. 2023 ·
Liebe Katrin,
wir hatten zum Glück nicht so viele Fliegen um die Ohren 🙂 Das mit den Hornraben-Küken habe ich auch gelesen, die Natur ist manchmal schon grausam. Das Bella Camp liegt mitten in der Mara, wir mussten also durch kein Gate 😉
Liebe Gabi,
vielleicht war im Kuchen ja auch was, irgendwann schmeckt man das ja gar nicht mehr 😄 außer am selben Abend, da bekam ich Massai-Medizin... Dazu mehr in der Fortsetzung. Ich schaue sehr viel durch die Facebook Gruppen der Katzen der Masai Mara und kenne da zumindest einige Rudel und Namen, die meisten sind für mich also nicht neu. Aber trotzdem muss ich mir alles haarklein aufschreiben, sonst würde ich es öfter vergessen, vor allem bei den Geparden. Die Löwenrudel sind ja standorttreu, die kann man auch mit einem bestimmten Gebiet verknüpfen, wie z.B. der Topi Pride. Die Berge, genannt Rhino Ridge, sind unverkennbar und einer meiner Orientierungspunkte in der Mara. George würde das von sich aus wahrscheinlich auch nicht alles erzählen, weil die meisten Touristen sich nicht für Namen interessieren, ich quetsche ihn einfach aus 😄
Liebe Birgit,
dann freut es mich umso mehr, dass du den Weg in diesen Bericht gefunden hast 🙂
Auch von mir zwischendurch einmal ein herzliches Dankeschön! Was habt ihr da alles für tolle Sichtungen gehabt! Und Löwen bis genug! Fast unglaublich! Die Mara scheint wirklich noch ein Garten Eden zu sein! Danke für die große Mühe, die du dir beim Schreiben dieses Reiseberichtes machst! Freue mich auf die Fortsetzung!
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201501. Mai 2023 ·
Hallo Sue,
vielen Dank für die lieben Worte! Ja, wer Löwen mag ist in der Mara tatsächlich richtig 🙂 und warte mal die Bilder nach ein paar Tagen ab, das ist ein Paradies in Grün!
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201501. Mai 2023 ·
13.03. Katzen, Katzen, Katzen Fortsetzung
Da das Bella Camp mitten in der Mara liegt, gönnen wir uns eine lange Mittagspause und setzen unsere Safari erst um 16 Uhr fort. Wir erfreuen uns eine Weile lang an den putzigen Mangusten und vor allem deren Nachwuchs.
Ein Stück weiter finden wir eine namenlose Gepardin, die sich einen angenehmen Schattenplatz gesucht hat. Recht hat sie, es ist heute etwas drückend und in der Ferne gewittert es bereits.
Da hier keine weiteren Aktionen zu erwarten sind, fahren wir ein Stück weiter, um eine weitere Gepardin zu finden, die leider sehr weit weg liegt. Es handelt sich um Nora, die wohl nach Beute Ausschau hält. Wir warten einige Zeit, bis George feststellt, dass sie nicht hungry genug ist für eine Jagd und so fahren wir weiter.
Die üblichen Verdächtigen geben heute keine schönen Fotomotive her und so landen wir zum Sonnenuntergang wieder beim Rongai Pride, dessen Kinderstube so langsam aktiv wird. George meint, die Löwinnen müssten sich so langsam wieder auf Futtersuche begeben. Ich lasse hier Bilder sprechen, denn wir genießen die 1,5 Stunden mit dem Rudel bis Sonnenuntergang sehr!
Auch heute bietet sich uns leider kein Sonnenuntergang und auf dem Heimweg ist es bereits sehr schnell dunkel geworden. In weiter Ferne sehen wir einige Wetterleuchten, so auch hier im Bild.
Zurück im Camp haben wir noch Glück und können ein bisschen das Lagerfeuer genießen, denn bis zum Abendessen bleibt es trocken. Ich huste mir nach wie vor einen ab und der Manager fragt mich, ob er mir Massai Medizin kochen soll. Ich verneine zuerst, aber finde diese Geste so unheimlich lieb, dass ich mich doch überreden lasse. In der Ferne toben nun heftige Gewitter und viele Blitze lassen den Himmel kurzzeitig hell aufleuchten!
Zum Abendessen gibt es wieder Knoblauch Brötchen und neben der Suppe bekomme ich mein Kännchen Massai Medizin, bestehend aus aufgekochtem Wasser mit Knoblauch, Kümmel, Ingwer, Zitrone und etwas Honig 🤢 Da ich einen sehr leichten Würgereiz bekomme, halte ich mir die Nase zu und trinke Schluck für Schluck. Die Angestellten haben ihren Spaß als ich mein Gesicht verziehe. Aber am Ende - und mit einigen Stücken Knobibrötchen zwischendurch - habe ich brav meine zwei Tassen ausgetrunken und der Manager fragt, wie es war. Ich antworte nur, dass es definitiv wie Medizin schmeckt 😄 Zum Glück mögen meine Mitreisenden alle Knoblauch, aber keine Ahnung, wie George das aushält mit uns drei Knobi-Tanten 😄
Während des Essens schüttet es bereits gewaltig, lässt aber nach als wir ins Bett gehen. Ich liege noch eine Weile ohne Ohropax im Bett und lausche den wundervollen Naturgeräuschen.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201508. Mai 2023 ·
14.03. I bless the rains down in Africa
Unsere letzte Nacht im Bella Camp ist vorüber und wir müssen uns heute schweren Herzens von diesem tollen Ort verabschieden - aber erst heute Nachmittag. Jetzt geht es erstmal fast pünktlich um kurz nach 6 Uhr zur Morgenpirsch. Die Massai Medizin gestern hat mir leider nicht wirklich geholfen.
Noch im dunklen Morgengrauen treffen wir wieder auf den Rongai Pride, jedoch sind die sechs Löwinnen anscheinend losgezogen, um nach Beute Ausschau zu halten. Als Babysitter ist der etwa 7 Monate alte Halbwüchsige bei den Kleinen geblieben und darf diese nun bespaßen. Er hat alle Mühe, die 10-köpfige Rasselbande in Schach zu halten. Die Kleinen üben wie die Weltmeister, um einmal erfolgreiche Jäger zu werden und wir hätten nach dem Topi Pride 2021 nicht gedacht, dass wir noch einmal so viele Cubs gleichzeitig antreffen würden.
Dieses unfassbar süße Foto hat die liebe Jennie geknipst 😘 "Spieglein, Spieglein ..."
Langsam wird es dem Teenager zu viel und er überlässt die junge Verwandtschaft sich selbst. Wir wundern uns, allerdings deutet George auf ein paar Autos in der Ferne und meint, dort wäre Oloimina und die Kleinen somit nicht in Gefahr. Sonst hätten auch die Löwinnen die Cubs nicht alleine gelassen. Also fahren wir ihm entgegen. Leider erreicht er gerade die Büsche, die er so schnell nicht mehr verlassen wird und es reicht gerade noch für zwei Schnappschüsse bevor er sich in den Schatten verzieht. Die Impalas einige Meter weiter sind in Alarmbereitschaft.
Wir setzen unsere Fahrt fort und begegnen einem etwas freundlicher drein schauenden Hippo.
In der Graslandschaft finden wir eine riesige Büffelherde mit weit mehr als 1.000 Tieren jeden Alters, die uns sehr fasziniert. Gerade in der weiten Savanne geben sie tolle Fotomotive ab.
Dann erhält George einen Funkspruch und es wird aufregend. Ausnahmsweise erzählt er uns, wo wir hinfahren und meine persönliche Spannung steigt ins Unermessliche - Leopard beim Lookout mit Beute im Baum. Es könnte sich um Shujaa handeln, ein Leopardenmann, dessen Blick einen erstarren lässt - Klaudia hatte vor einer Woche das Glück, ihn zu treffen.
Als wir am Baum ankommen ist klar, es handelt sich eher um ein Leopardenweibchen, wenn man die Größe abschätzt. Sie gibt nicht genug von sich Preis, dass man sie identifizieren könnte und wirkt sehr nervös. Die Hyänen haben bereits mitbekommen, dass man hier etwas abstauben könnte, aber es liegt wohl auch an den Autos, die immerhin einen respektvollen Abstand vom Baum halten. Während wir warten, drehe ich mich zu Petra herum - und die hat doch tatsächlich die Augen zu, obwohl wir erst wenige Minuten hier verweilen 😄 Vor uns ein Leo im Baum und Mama Petra pennt...
Gerorge versichert uns, dass sie definitiv nicht fressen wird, solange die Hyänen hier herumstreifen, denn ihre Beute könnte beim Fressen herunterfallen. An so etwas habe ich gar nicht gedacht. Also fahren wir ein Stück weiter, aber bleiben in Sichtweite, und wollen unser Frühstück genießen. Die wenigen anderen Autos tun es uns fast alle gleich, drei Stück bleiben beim Baum. Wir haben noch nicht ganz ausgepackt, da düst eines der Autos auf einmal los und die anderen beiden hält es dann auch nicht mehr. In der Ferne sehen wir die Leopardin rennen. Muss das sein? Nein. George hat mittlerweile für mich die Antwort auf die Frage der Identifikation. Es handelt sich um eine namenlose Leopardin, die sich so gut wie nie zeigt und sehr heimlich sei, daher auch keinen Namen trägt. Na, das Verhalten dieser Fahrer trägt nur weiter dazu bei, dass sie keine Touristen mag.
Jetzt lassen wir es uns aber schmecken.
Ich zumindest bis ich einen Hustenanfall vom Feinsten bekomme und danach nichts mehr an mich dran geht. Auf der Weiterfahrt treffen wir schon wieder Lorkulop der heute von tausenden Fliegen belagert wird. Das mit seiner Wunde kann einem gerade jetzt sehr leid tun.
Wir begegnen einer Herde Elefanten, dessen Anwesenheit wir einige Zeit sehr genießen. Die Mama mit dem Schlappohr vertraut uns so sehr, dass sie ihr Kalb unmittelbar an unserem Auto kurzzeitig einfach stehen lässt und weiter zieht.
Auf dem Weg zurück ins Camp entdecken wir die 8-jährige Gepardin Imani, die laut George "very hungry" ist und sich bereits eine einsame Thomson Gazelle ausgeguckt hat. Allerdings taucht ein paar Meter neben ihr ein Topi auf, doch sie duckt sich erfolgreich und das Topi bemerkt sie tatsächlich nicht, was uns sehr überrascht.
Wir fahren in die Nähe der Gazelle und warten. Und warten. Wahrscheinlich warten sie auch im Camp auf uns, aber den Jagdversuch hier dürfen wir uns nicht entgehen lassen! Zumal wir die ganze Zeit über alleine hier stehen und niemand stört. Leider bemerkt die Thommy sie aber nach gut einer Stunde und warnt alle anderen Tiere, die in Höhr- und Sichtweite sind. Wir folgen der Gepardin noch ein kleines Stück und erleben, wie es aussieht, wenn die Topis sich gegen den Feind verbünden und plötzlich ganz mutig werden. Imani ist sichtlich frustriert und wehrt sich gegen den Aufstand.
Diese beiden Glückstreffer hat Jennie geknipst 🤩 ich war natürlich am Filmen.
Zurück im Camp werden wir schon erwartet und alle tragen ihre Massai-Roben. Unser Lieblings-Aufpasser strahlt uns entgegen und freut sich einen Ast ab, als ich "Duma" (Swahili für Gepard) sage. Wir wiederholen es noch ein paar Mal, da er ansonsten kein Wort von uns versteht und knipsen schon mal unsere Erinnerungsbilder mit ihm.
Zum Lunch erwartet uns ein Überraschungsmenü und Petra ärgert sich grün und gelb, dass sie wegen ihren Magenproblemen verzichten muss. Jennie und ich hauen ordentlich rein und Jennie lässt sich vom Koch noch das Rezept für den Karottenkuchen geben - im Nachhinein ein völliges Desaster zuhause 😄 zum Glück backe ich sowieso nicht gerne.
Danach heißt es, Sachen zusammen packen und Abschied nehmen. Wir bedanken uns sehr herzlich für die tolle und exklusive Zeit hier im Bella Camp und bereuen es alle drei, heute schon abzureisen!
Fortsetzung folgt! ...mit einem echten Highlight, besonders für mich!
Was für ein ereignisvoller Morgen mit so tollen Sichtungen! Die Löwen cubs sind all sugar. ! Danke fürs Erzählen und die super Bilder. Liebe Grüsse von Katrin
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201510. Mai 2023 ·
14.03. I bless the rains down in Africa Fortsetzung
George drängt beim Abschied ein wenig, da sich am Himmel ordentlich was zusammenbraut und wir noch den Talek Fluss durchqueren müssen. Es nieselt bereits als uns genau vor der Durchfahrt noch der wunderschöne Fig Tree Pride aufhält. Deren Mitglieder sind wohl die ungewöhnlichsten Löwen, die wir je gesehen haben, denn sie sind fast braun. Es handelt sich um zwei ausgewachsene Löwinnen und sechs Halbwüchsige und seit ein paar Monaten gibt es keinen Anführer mehr für ihr Rudel. Die Paschas hier waren Olope, einer der schönsten Löwenmänner der Mara und Olbarikoi (Jesse 2), ein markanter Löwenmann mit Wiedererkennungswert. Olbarikoi wurde im Dezember von zwei der Black Rock Boys getötet. Olope, der bekannt dafür war, während seiner Honeymooner-Zeit Scheinangriffe auf Touristenautos zu starten und dessen Name passenderweise "schlechte Laune" bedeutete, verstarb letztes Jahr im April ebenfalls im Konflikt mit den Black Rockern. Man ist froh, dass die Löwinnen es geschafft haben, die Halbwüchsigen seit Dezember weiter groß zu ziehen und diese nun in einem Alter sind, in dem ihnen fremde Löwenmänner, die das Rudel übernehmen könnten, nicht mehr gefährlich werden würden. So besteht noch Hoffnung für den Pride.
Wir beeilen uns mit dem Fotografieren, daher werden auch die Bilder bescheiden, und sind froh als wir den Talek Fluss hinter uns gebracht haben.
Ein paar Minuten später fallen die ersten dicken Regentropfen vom Himmel und ich genieße die Stimmung unheimlich - Regen ist etwas Tolles, und das auch noch in Afrika! Wer bei dem Cliffhanger nun an etwas Tierisches gedacht hat, den muss ich nun leider enttäuschen. Dieser Wolkenbruch ist ein großes Highlight für mich und wird auch der heftigste bleiben, bei dem wir außerhalb vom Camp unterwegs sind. Wir finden schnell ein paar Tiere und ich versuche mit meiner Sony das Beste herauszuholen. (Die ersten Bilder sind Screenshots aus Handyvideos)
Hier sieht man z.B. dass die ISO zu niedrig eingestellt war, um die einzelnen Tropfen zu erfassen.
Das sieht schon besser aus.
Auch George meint, ich soll mich austoben, solche Bilder wären sehr selten. Es herrscht einerseits eine sehr drückende Stimmung durch den Regen, aber dieses Naturschauspiel fasziniert uns unheimlich. Manchen Tieren scheint es weniger auszumachen, andere stehen da wie begossene Pudel. Am besten gefallen mir die Thommys mit ihrem Buckel 😄
Innerhalb kürzester Zeit bilden sich auf den Wegen ganze Rinnsale und der Boden weiß gar nicht wohin mit den Wassermassen. Nach etwa einer halben Stunde lässt der Regen nach, aber die Stimmung bleibt.
Weitere 30 Minuten später erreichen wir eine kleine Gepardenfamilie. Gepardin Kweli ist mit ihren recht großen Cubs auf der Jagd 🤩 Das Ziel ist bereits ausgemacht, jetzt heißt es nur noch, sich unbemerkt nähern.
Wir befinden uns nun in der Poleposition und die Jäger haben einen sehr geringen Abstand zur Beute erreicht.
Meine Kamera läuft - als plötzlich ein Ranger-Auto mitten durch die Jagd fährt und die Thommys damit vertreibt. Niemand versteht dieses Verhalten. Zumal wir auch nicht offroad sind oder sie bei jemandem anhalten. Nein, sie fahren einfach weiter. Das war's dann mit dem Jagdversuch. Wir fahren nun zu den drei Katzen, die sich erstmal ausgiebig putzen. Die Jungen haben bereits ein Alter und eine Größe erreicht, wo man kaum unterscheiden kann, wer die Mutter ist.
Wir machen uns nun auf den Weg ins Zebra Plains Camp, das wir vom letzten Mal in guter Erinnerung behalten haben. Ist natürlich ein kleiner Kulturschock nach den letzten ruhigen Tagen im Bella. Wir werden voller Herzlichkeit von Grace empfangen und stellen überrascht fest, dass mittlerweile mehrere Frauen hier angestellt sind - ein sehr positiver Aspekt. Nach einer kurzen Einweisung geht es für uns nun in Zelt 10 und 11 - wieder so ein weiter Weg, letztes Mal hatten Petra und ich Nummer 12. Ich fühle mich soweit gut und am Zelt angekommen sagt man uns noch, dass die Betten nachher noch zusammen unters Netz geschoben werden.
Petra bittet mich, noch ein Bild vom Bad zu machen als ich plötzlich einen heftigen Hustenanfall bekomme. Ich kann kaum Luft holen, so verkrampft sich alles. Bis ich schließlich für 30 Minuten vor der Toilette knie. Das ist mir weiß Gott auch noch niemals passiert und Petra macht sich nun ganz schön Sorgen. Seit 6 Jahren war ich nicht krank, stecke mich nie mit irgendetwas an, bin bisher sogar von Coronski verschont geblieben und dann ausgerechnet sowas. Eins ist klar, zum Abendessen gehe ich heute nicht mit. In meiner körperlichen Verfassung würde ich den Weg dorthin und zurück auch gar nicht schaffen. Petra läuft vor, um mir Tee zu bestellen. Derweil schleppe ich mich auf die Couch und es dauert nicht lange, bis jemand mit einem Tablett kommt. Petra zwingt mich, mindestens einen Pfefferminztee zu trinken, bis sie und Jennie vom Essen wieder da sind. Pfui, habe ich noch nie getrunken, will ich eigentlich auch nicht. Aber erstaunlicherweise schmeckt er sehr angenehm und an diesem Punkt wird mir klar, dass etwas absolut nicht mit mir stimmt gerade. Immerhin der Husten ist für den Moment weg.
Die beiden bringen mir eine Suppe und Brot vom Abendessen mit und nochmal heißes Wasser. Natürlich machen sich schon alle Sorgen um mich und Jennie hat für den nächsten Tag Hustensaft organisiert. Als wir ins Bett gehen wollen, stellt Petra dummerweise fest, dass auf dem Beistellbett überhaupt keine Bettdecke ist. Da sie keine Lust hat, nochmal nach vorne zu laufen, teilen wir uns notgedrungen nun das große Bett mit einer Decke. In meinem Zustand können wir uns beide gerade getrost Besseres vorstellen, aber ich will Petra auch nicht noch ein drittes Mal nach vorne laufen lassen. Heute vermisse ich die Wärmflasche, die man im Bella Camp bekommt immens und zittere mich in den Schlaf.
Oje, das tönt ja gar nicht gut! Ich hoffe es ging dir bald besser, so dass du die Reise wieder geniessen konntest. Hoffentlich kein Corona… Ich beneide euch um die Sichtungen mit den jungen Löwen. So kleine möchte ich auch mal gerne sehen. Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Berichten!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana
Schade, dass du dich so miserabel fühltest. Hoffentlich wurde es nicht noch schlimmer und hast du dich schnell erholt. So wie ihr die Mara verlassen habt ging es bei uns mit Regen und Gewitter weiter. Wir hörten jede Nacht das lauteste Froschkonzert das man sich vorstellen kann. Obwohl wir in der ähnlichen Gegend waren sahen wir nicht so viele Tiere wie ihr und unser Guide war bei diesen Bedingungen wohl ein sehr guter Fahrer, aber nicht so mitteilsam wie euer Guide es war. Herzlichen Dank für den interessanten Bericht. Liebs Grüessli Malbec
ich lese schon die ganze Zeit deinen spannenden Bericht und erfreue mich an den tollen Fotos. Ich werde da leider nicht mehr hinkommen umsomehr geniesse ich Bericht aus diesem Teil von Afrika. Ich finde es super, dass Mum & Daughter immer zusammen verreisen und sich so gut verstehen (na ja, mit einigen Ausnahmen, wie du manchmal so lustig schreibst). Geniesst es weiterhin und ich hoffe, dass du bald wieder berichten kannst, dass es dir besser geht.
Herzliche Grüße aus München Silvy
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201511. Mai 2023 ·
Hallo ihr Lieben,
@Gabi Habe extra nicht allzu lange gewartet und ihn ja nun schnell aufgelöst 🙂
@Katrin Wie schon geschrieben, hätten wir nicht gedacht, noch einmal so viele Cubs beisammen zu sehen. Wir haben an diesem Morgen glaube ich mehr genossen als geknipst, da die Kleinen sich leider diese Senke zum Spielen ausgesucht hatten und dies nicht so fotogen war.
@Caroline So viel sei verraten, ich musste zumindest auf nichts verzichten, auch wenn es sehr anstrengend war in den darauf folgenden Tagen. Aber dieser Abend war zum Glück schon der Tiefpunkt. Wir hatten Tests dabei, aber ich war so unsicher, ob ich einen machen soll. Petra und Jennie meinten, wenn positiv, dann wäre es halt so, wir würden trotzdem weiter machen. War aber zum Glück 2x negativ. Kleine Löwen sind schon kaum zu übertreffen - außer für mich persönlich von Hyänencubs. Wenn sie noch recht jung sind und noch gar nicht aussehen wie Löwen ähneln sie irgendwie kleinen Teddybären 😄
@Malbec Ja, wie oben schon geschrieben, war dies zum Glück der Tiefpunkt. Ohja, ich kann mich gut an unseren letzten Tag erinnern. Die Mara erschien uns nahezu ausgestorben. Ich fragte George, ob die Tiere von dem Regen und der kalten Luft fort ziehen und er bejahte dies. Das Froschkonzert muss toll gewesen sein! Ich kann mir vorstellen, wie die Mara zu der Zeit aussah, das war ja bei uns an den letzten beiden Tagen schon heftig, aber dann kam ja noch mehr Regen dazu. Gut, dass ihr einen sicheren Fahrer hattet! Also George wird von mir förmlich ausgequetscht über Rudelkonstellationen oder die Namen der Tiere. Er weiß auch mittlerweile, wie sehr ich mich dafür interessiere.
@Silvy Schön, dass du auch dabei bist und es für dich genießen kannst! Petra und ich sind wie gute Freundinnen, die zum Glück den gleichen, derben Humor teilen. Nicht jeder, der mitliest, versteht dies direkt. Danke, es wird auf jeden Fall besser in den nächsten Tagen.
Habe extra nicht allzu lange gewartet und ihn ja nun schnell aufgelöst 🙂
Vielen Dank 🙂 .
Ich finde es ja immer faszinierend wie Du die Namen der Löwen und Rudel alle weisst.
Gestern habe ich mir 45 Minuten den Film über die 5 Boys angesehen, sehr interessant. Fand ich echt klasse.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201512. Mai 2023 ·
Liebe Gabi,
ich kenne auch nur die Katzen und Rudel, die wir so gesehen haben und notiere mir dazu dann ein paar Stichpunkte, ich kenne da längst nicht alle 😁 Gerade bei den Geparden bin ich komplett raus, da sie auch nicht standort-treu sind. Löwenrudel kannst du super mit einem bestimmten Gebiet verknüpfen, allen voran der Topi Pride um Rhino Ridge herum, was mein größter Orientierungspunkt in der Mara ist.
gestern noch wollte ich schreiben - bei den Essensbildern von Eurem Camp, da brauchst Du gar nicht ins Feinschmeckergebiet von Franschhoek und Kapstadt fahren. Sieht alles recht gut aus und hat bestimmt super geschmeckt.
Und wie ist es Dir gesundheitlich nun ergangen? Besser geworden?
Liebe Laura, die begossenen Zebras und Thompsons sind ja wirklich ein Hingucker! Ich kann mir vorstellen, was das für eine beeindruckende Naturgewalt war, die ihr dort erlebt habt. Toll. Und die Katzendichte ist natürlich eine Klasse für sich. Darauf hätte ich tatsächlich auch einmal wieder Lust. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass es dir bald besser gegangen ist. Unwohlsein im Urlaub ist immer extrem blöd.
ich habe gerade ein paar Kapitel in einem Rutsch aufgeholt und möchte mich zwischendurch mal bedanken, für Deinen spannenden Bericht! Wunderschöne Aufnahmen insbesondere von den Raubkatzen, aber die Zebras im Regen finde ich auch ganz toll. Mein Lieblingsbild sind die drei zusammenliegenden Geparde, die in die Ebene schauen. 🙂 Die Raubtierdichte in der Mara ist wirklich unglaublich. Irgendwann muss ich da auch nochmal hin.
Ansonsten nicht schön, dass es Dir so schlecht ging den Abend. Ich hoffe, dass Du das bald überstanden hattest und die Reise trotzdem weiterhin in vollen Zügen genossen hast.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201515. Mai 2023 ·
Guten Morgen zusammen,
@bayern schorsch wir waren vom Essen im Bella Camp mehr als begeistert und haben diesem im Zebra auch etwas nachgetrauert. Klar, war es jetzt nichts aus der kulinarischen Feinschmecker-Küche, aber es war für die Möglichkeiten vor Ort echt klasse und mit ganz viel Liebe zubereitet und hergerichtet! Auch die Lunchpakete waren super und vor allem in Tupperdosen ohne Müll zu verursachen. Besser ist es auf jeden Fall geworden, aber ich hatte Zuhause noch lange gebraucht, bis ich wieder zu 100% fit war. Der Husten hat meinen Körper extrem viel Kraft gekostet und eine (an-)gebrochene Rippe, die noch immer heilt 😵
@Sascha Einen solchen Regenguss habe ich mir sehnlichst gewünscht! Einer kommt auch noch mit Bilder, über die ich mich sehr gefreut habe! Die Katzendichte - vor allem was Löwen angeht - ist fast schon eine Garantie. Leoparden sind momentan eher rar, da ja seit unserem letzten Besuch zuerst Lorian und dann Fig von anderen Katzen getötet wurden und Kaboso spurlos verschwunden ist. Das waren immer sehr verlässliche Leopardinnen mit übersichtlichem Revier, die sich ohne Scheu gezeigt haben. Problematisch wird es bei der Population der Geparde. Hier gibt es mittlerweile die Regel, dass Geparden Cubs mindestens einige Monate (sechs Monate?) alt sein müssen, bis man sich ihnen nähern darf. Diese Regel finde ich persönlich sehr gut, wenn man bedenkt, dass 2021 in der Nebensaison einer Mutter mit zwei kleinen Cubs später am Tag über 50 Autos folgten! Ansonsten meinte George, nehmen die Hyänen immer mehr Überhand in der Mara und seien große Nahrungs-Konkurrenten, wie wir auch zwei Mal erleben durften. Wir haben zwar einige Geparde gesehen, aber sie gelten als stark gefährdet dort.
@Tina Danke für die lieben Worte! Bei den Geparden hatte man den Anschein, nach dem Regen erscheint alles noch grüner und dadurch hat mir der Blick auch unheimlich gut gefallen! Freut mich, dass dies auch bei dir so ankam.