8 Wochen entschleunigt in BOT, NAM & SA 10-11/2019

Reisebericht 263 Antworten · 57,6k Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2020 von @Zugvogel
8’808 Beiträge · seit 201010. Feb. 2020 ·
Hallo Stefanie,

herzlichen Dank für die tollen Fotos und das Eintauchen in die Zentralkalahari. Ich bin vor allem von den Honigdachsen begeistert, so gefallen sie mir viel besser als wenn sie in Mülleimern rumkruschteln.

Wegen des Milans bin ich jetzt auch verwirrt: in meinem Raptor Guide heißt der Yellow-Billed Kite auf Deutsch Schmarotzermilan, was meines Wissens auch richtig ist, aber nicht Milvus parasitus, wo ja "parasitus" direkt als Schmarotzer übersetzt werden könnte, sondern Milvus aegyptus. Der Black Kite/Schwarzmilan ist der Milvis migrans. 😕 Wo hast du das "parasitus" her? Naja, vielleicht kann Matthias, der sich vermutlich gerade mit anderen Greifen vergnügt, uns später noch aufklären (wobei mich nur wundert, warum der Yellow-billed Kite bei dir "parasitus" heißt, was ja perfekt passen würde, und bei mir nicht.)

Egal, ich freue mich auf (viele 😎 ) weitere Kapitel eurer gemütlichen Reise - liebe Grüße von Bele

EDIT: ich denke, hier klärt sich einiges: https://avibase.bsc-eoc.org/species.jsp?avibaseid=EE9C6A5ED53A8847
Es ist also der Milvus aegyptius parasitus - warum nicht gleich so? 🙂 Auf jeden Fall spannend - frau lernt nie aus ! Und der App-Programmierer ist da wohl auch etwas überfordert gewesen 😗

Nochmal Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. Feb. 2020
Themenstarter547 Beiträge · seit 201413. Feb. 2020 ·
Liebe Bele

Alles klar! Herzlichen Dank für deine Mühe mit dem Schmarotzermilan - oder eben Milvus aegyptus parasitus 😎 . Dank dir haben wir nun den Durchblick.

Schön bist du auf unserer Reise dabei!
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter547 Beiträge · seit 201414. Feb. 2020 ·
Tag 6 - 6. Oktober 2019 – Vom CKGR nach Kubu Island, 327km
Kubu Island, Campsite No. 6

Mittlerweile sind wir es uns bereits gewohnt, den Wecker um halb sechs zu hören. So schön wie die Sonne gestern Abend unterging, taucht sie heute wieder am Morgenhimmel auf.




Kori 4 - schön war es hier!



Schnell haben wir alles zusammengepackt, die Zähne geputzt und los geht es nochmals auf einen kleinen Drive, bevor wir bereits wieder Abschied vom CKGR nehmen müssen. Im Flussbett des Letiahau entdecken wir wieder einige Löffelhunde weit weg.









Auch die Schakale sind heute zahlreich unterwegs. Uns gelingt auch ein Foto eines scheuen Steppenfalkens. Auf dem Deception Loop sehen wir, wie in weiter Ferne Staub aufgewirbelt wird – wiederum ein Honey Badger. Wir hätten nicht erwartet, diese Gesellen hier so zahlreich anzutreffen! Einige Weissflügeltrappen und Strausse sind heute früh auch unterwegs. Ein rhythmisches, dumpfes "Trommeln" können wir nach einiger Zeit einer Riesentrappe mit aufgeblasenem Kehlsack zuordnen. Von diesem Balzruf haben wir schon gehört und können ihn nun zum ersten Mal live erleben 🤩 .


Riesentrappe in der Balz


Termitenschmätzer / Ant-eating Chat


Rotzügel-Mausvogel / Red-faced Mousebird

Nach eineinhalb Stunden wenden wir und fahren dieselbe Strecke wieder zurück. Je wärmer es wird, umso mehr ziehen sich die Tiere in den Schatten von Bäumen und Büschen zurück. Deshalb gibt es auch keine weiteren Tier-Fotos.



Um halb neun biegen wir auf die Pad zum Matswere Gate ein. Ausser einem European Bee-eater und einem weiteren Honey Badger sowie vielen Helmperlhühnern ist es tiertechnisch ruhig. Pfotenadrücke auf der Pad führen auch zu keiner Sichtung. Die sind vermutlich von letzter Nacht.Nach einer kurzen Frühstückspause kommen wir punkt zehn am Matswere Gate an. Wir tragen uns in die Departure-Liste ein und nehmen die weiteren 40km nach Rakops unter die Räder.







Die ersten 20km sind mehrheitlich gut zu fahren, danach wird es entweder sehr tiefsandig oder man kann beinahe den Landcruiser in tiefen Löchern versenken. Mit dem Landcruiser ist aber alles unproblematisch und gut gefedert zu bewältigen.

Für Rakops haben wir zwei Vorhaben: falls möglich Diesel auftanken und Milch kaufen 😐 . Den Diesel haben wir rasch gefunden und aufgefüllt. Auch bezahlen mit Kreditkarte ist kein Problem.


Tankstelle in Rakops

Leider gibt es an der Tankstelle keinen Kompressor. So befüllen wir die Reifen mit unserem Kompressor, welcher jedoch schnell an den Anschlag kommt, auf. Am Strassenrand können wir den Druck dann noch rasch von einem Automechaniker testen lassen. Soweit alles in Ordnung. Die Milch scheint das grösste Problem zu sein. Alle drei Geschäfte, welche wir aufsuchen haben nämlich keine. Die ist ja nicht lebensnotwendig.

Via Mopipi und Orapa geht es weiter in Richtung Kubu Island. Das Termometer zeigt bereits um 11 Uhr 37°C an und steigt im Verlaufe des Nachmittags noch auf 39°C. Die Klimaanlage des Landcruisers kommt schön an ihre Grenzen.

Bis zum Örtchen Mmatshumo ist die Strasse asphaltiert. Dort erhalten wir im Shop endlich auch unsere gewünschte Milch sowie eine kalte Cola. Mit den beiden aufgestellten Angestellten halten wir einen willkommenen Plausch.


Hier beginnen wir zu erahnen, was uns landschaftlich noch erwarten wird


Der Herr Fotograf



Auf Sand, Kies und teilweise ganz guter Piste geht es weiter nach Kubu Island. Die Szenerie ist teilweise unwirklich.




"Selbst ist die Frau..." - dieses Vet Gate ist unbesetzt




It's windy...



Kurz vor vier sind wir auf Kubu, suchen uns eine schöne Campsite (die Nr. 6 ganz am Rande gefällt uns am besten und ist noch nicht besetzt) und richten uns ein.




Campsite No. 6 auf Kubu Island

Ab halb sechs wird das Licht immer besser. Trotz Hitze machen wir uns zu Fuss auf den Weg durch die Baobabs. Wir sind begeistert. Dieser Ort hat wirklich etwas Magisches an sich! 🙂







Obwohl die Campsites gut besetzt sind, hat es kaum Leute unterwegs in den Felsen.







Wir fotografieren bis nach Sonnenuntergang, grillen dann Wurst über dem Feuer und sitzen lange unter dem Sternenhimmel. Die Stille hier ist absolut fantastisch!





Später machen wir uns nochmals in die Felsen und Baobabs auf, um uns in der Nachtfotografie zu üben.









Leider scheint der Mond sehr hell und verdeckt die Milchstrasse. Andererseits wird die Landschaft dadurch toll belichtet. Erst um elf fallen wir todmüde in unser Dachzelt. Wir freuen uns, hier nochmals einen weiteren ganzen Tag zu verbringen und Morgen nicht gleich wieder los zu müssen...
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zuletzt bearbeitet 14. Feb. 2020
158 Beiträge · seit 201615. Feb. 2020 ·
Liebe Stefanie, lieber Daniel,
Sehr gerne und mit großer Freude begleite ich auch diese Reise von euch beiden, Blicke neidvoll auf die geradezu unanständig lange Zeit im KTP, betrachte dankend und staunend die wirklich wunderbaren Fotos und fahre gespannt mit, an die anderen, für mich noch unbekannte Orte.
Wir werden in diesem Jahr als Dachzelt Novizen erste Wilderness Erfahrungen in der Mabuasehube und im CKGR sammeln. Auf der CS Kori Pan verbringen wir ebenfalls 2 Nächte. Dazu haben wir Piper Pan und die Sunday Pan im Programm. Gleichermaßen gespannt, wie auch mit gehörigen Respekt sehen wir diesem Abenteuer entgegen. Und in der Wartezeit bis November sind Reiseberichte wie dieser nachgerade ideal zur Einstimmung.

Liebe Grüße
Kerstin
zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2020
4’392 Beiträge · seit 201515. Feb. 2020 ·
Guten Morgen, Stefanie,
hach, war das ein schönes Wiedersehen mit Kubu Island! Dort konnten wir vor Jahren ganz alleine eine magische Vollmondnacht erleben........
Danke!
Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Friederike
P.S. Um die balzende Trappe beneide ich Euch ein bißchen, aber nur ein bißchen.............. 😗 😗
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter547 Beiträge · seit 201416. Feb. 2020 ·
kitty191 schrieb:Liebe Stefanie, lieber Daniel,
Sehr gerne und mit großer Freude begleite ich auch diese Reise von euch beiden, Blicke neidvoll auf die geradezu unanständig lange Zeit im KTP, betrachte dankend und staunend die wirklich wunderbaren Fotos und fahre gespannt mit, an die anderen, für mich noch unbekannte Orte.
Wir werden in diesem Jahr als Dachzelt Novizen erste Wilderness Erfahrungen in der Mabuasehube und im CKGR sammeln. Auf der CS Kori Pan verbringen wir ebenfalls 2 Nächte. Dazu haben wir Piper Pan und die Sunday Pan im Programm. Gleichermaßen gespannt, wie auch mit gehörigen Respekt sehen wir diesem Abenteuer entgegen. Und in der Wartezeit bis November sind Reiseberichte wie dieser nachgerade ideal zur Einstimmung.

Liebe Grüße
Kerstin
Hallo Kerstin

Es freut uns sehr, dass du auch auf dieser Reise mit von der Partie bist. Die Mabuasehube und das CKGR werden euch megamässig gefallen, da sind wir uns sicher! Ein wenig Respekt reicht, im November werdet ihr an diesen beiden Orten ausser etwas Tiefsand wohl keine gröberen Herausforderungen antreffen 😉

Liebe Grüsse
Stefanie & Daniel
CuF schrieb:Guten Morgen, Stefanie,
hach, war das ein schönes Wiedersehen mit Kubu Island! Dort konnten wir vor Jahren ganz alleine eine magische Vollmondnacht erleben........
Danke!
Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Friederike
P.S. Um die balzende Trappe beneide ich Euch ein bißchen, aber nur ein bißchen.............. 😗 😗
Hallo Friederike

Lekhubu ist wirklich von ausserirdischer Schönheit. Ein magischer Ort, den wir so schnell nicht vergessen werden...

Beste Grüsse
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201416. Feb. 2020 ·
Tag 7 - 7. Oktober 2019 – Felsen, Baobabs und Hitze auf Kubu Island, 0km
Kubu Island, Campsite No. 6

Kurz vor sechs sind wir wieder auf den Beinen. Schliesslich gilt es, die wunderbare Lichtstimmung am Morgen einzufangen und die bisher noch kühlen Temperaturen zu geniessen.






Mein Lieblingsbaum auf Kubu Island steht gleich oberhalb unserer Campsite. Irgendwie erinnert er mich etwas an einen "alten Mann" 🙂

Wir machen einen Pijama-Spaziergang 😗 entlang der Felsinsel und sind eine gute Stunde unterwegs.







Ein Baobab reiht sich an den Nächsten. Manch einer knorrig, ein anderer dick, der nächste dünn. Die pitoresken Bäume im Kontrast zur Leere der Salzpfanne und dem Blau des Himmels wirken irgendwie ausserirdisch.









Auch die Vögel sind bereits wach. African Pied Barbet, Greater Kestrels, Bulbuls, Scrub Robins und Stare sind nur einige der gefiederten Gesellen, die wir auf dem Spaziergang antreffen.


Kardinalspecht / Cardinal Woodpecker


Kardinalspecht (Weibchen) / Cardinal Woodpecker (female)




Rotstirn-Bartvogel / Acacia Pied Barbet

Später legen wir uns nochmals etwas hin und widmen uns dann wiederum dem ‚birden‘. Frühstück gibt’s kurz vor elf. Für die nächsten Stunde halten wir uns im Schatten auf. Es ist mit 39°C auch heute kochend heiß. Zum Glück verfügt unser Landcruiser über ein 180°-Schattendach. Hier auf der Campsite ist kaum Schatten zu finden. Irgendwann wird es auch den Vögeln zu warm, ihre Besuche auf unserer Campsite werden immer rarer.

Um vier können wir uns wieder aufraffen. Während ich Roosterkoek-Teig knete, bereitet Dani Oryx-Eintopf für heute Abend zu. Das war das einzige Wildfleisch, welches wir in ganz Ghanzi (zuerst wollte ich schreiben "ganz Botswana") auftreiben konnten 😣 .



Obwohl die Sonne bereits sehr tief steht, hat es kaum abgekühlt. Einen weiteren Spaziergang über Felsen und durch Baobabs lassen wir uns trotzdem nicht entgegen.






Kann uns jemand mit dem Namen dieser Pflanze weiterhelfen?

An die Hitze gewöhnt man sich mit der Zeit (mehr oder weniger 😗 ). Leider ziehen heute Quellwolken am Horizont auf und vereiteln den Sonnenuntergang etwas. Aber den hatten wir gestern ja in voller Pracht 😎 .



So entfachen wir heute das Feuer zum ersten Mal bevor es komplett dunkel ist. Der Oryx-Topf köchelt vor sich hin und wir geniessen die Abendstimmung.


Oryx-Stew

Wie schön ist es hier zu sein! Der Eintopf schmeckt hervorragend, ebenso die Jalapeño-Brötchen vom Grill. Auch die Roosterkoek kommen ganz gut raus, obwohl wir nicht das ‚richtige‘ Mehl gekauft haben.





Später geniessen wir eine erfrischende Dusche im Mondschein und ich falle schon bald ins Dachzelt, während sich Dani nochmals der Nachtfotografie widmet.







In diesem Moment sind wir einfach nur dankbar, hier sein zu dürfen!
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zuletzt bearbeitet 15. März 2020
5’069 Beiträge · seit 201419. Feb. 2020 ·
Hallo Stefanie & Daniel,

es macht viel Spaß mit euch zu reisen und die tollen Bilder machen Lust auf mehr!

Kann uns jemand mit dem Namen dieser Pflanze weiterhelfen?
Das könnten die Knospen von einem Schlangeneierbusch (Maerua ?) sein.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
1’870 Beiträge · seit 201514. März 2020 ·
Hallo Zugvogel!
Hoffe es gehe euch beiden gut aber ich mache mir Gedanken wieso es mit dem Bericht nicht weitergeht.
Ich kann mir vorstellen dass euch der Beruf im Weg ist um hier weiter zu schreiben und Bilder zu zeigen.
Jedenfalls hoffe ich auf baldiges Weiterreisen in den Moremi mit euch und hoffe es sei nichts Böses geschehen.
Liebe Grüsse Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter547 Beiträge · seit 201414. März 2020 ·
Sadie schrieb:Hallo Zugvogel!
Hoffe es gehe euch beiden gut aber ich mache mir Gedanken wieso es mit dem Bericht nicht weitergeht.
Ich kann mir vorstellen dass euch der Beruf im Weg ist um hier weiter zu schreiben und Bilder zu zeigen.
Jedenfalls hoffe ich auf baldiges Weiterreisen in den Moremi mit euch und hoffe es sei nichts Böses geschehen.
Liebe Grüsse Katrin
Liebe Katrin und alle anderen (besorgten) Leser/-innen 😉

Wir waren gerade zwei Wochen im Kgalagadi Transfrontier Park, daher die Stille hier im Thread 🤩 Es war der perfekte Zeitpunkt für eine kurze Afrika-Reise vor der ganzen Corona-Hysterie. Wir hatten eine wunderbare Zeit. Die Kalahari ist wahnsinnig grün und es blüht über all. Einfach fantastisch!

Arbeitstechnisch ist bei mir im Spital in nächster Zeit sicherlich ziemlich Stress angesagt. Dani wurde ins Home Office verbannt. Mit dem Reisebericht soll es jedoch dieses Wochenende trotzdem weitergehen 🙂

Liebe Grüsse
Stefanie & Dani
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201414. März 2020 ·
Tag 8 - 8. Oktober 2019 – "Alle Wege führen nach Gweta" – Kubu - Nxai Pan, 229km
Nxai Pan Nationalpark, South Camp Campsite No. 3
Teil 1

Auch heute heisst es um halb sechs Uhr aufstehen. Die erfrischenden Morgentemperaturen und tollen Lichtstimmungen um Kubu Island wollen wir uns wieder nicht entgehen lassen.







Die Vögel singen und hüpfen auf unserer Campsite rum. Bewaffnet mit Teleobjektiv und Einbeinstativ drehen wir zu Fuss dieselbe Runde wie gestern. Der "Insel" entlang nach Norden, dann quer rüber nach Osten und später vorbei an den Ruinen vom 13. Jahrhundert zu den Campsites Nr. 1-5, bis wir nach einer guten Stunde zurück beim Landcruiser sind.




Maricoschnäpper / Marico Flycatcher


Steppenfalke / Greater Kestrel

Der Steppenfalke sitzt noch schläfrig auf demselben Baobab wie gestern. Grey Hornbills und Raben fliegen über unsere Köpfe, während die Bülbüls und Schmätzer durch die Büsche tanzen.


Schildrabe / Pied Crow




Granatastrilde / Violet-eared Waxbills



Immer wieder schrecken wir einen Buschhasen auf. Von denen gibt es hier auf Kubu Island unglaublich viele. Andere Säugetiere erspähen wir keine, ihre Hinterlassenschaften und Hufabdrücke sind jedoch gut zu erkennen.


Graurücken-Grasmücke / Grey-backed Camaroptera, eine Erstsichtung


Schnurrbärtchen / Scaly-feathered Finches




Maskenbülbül / African Red-eyed Bulbul



Um viertel nach sieben sind wir zurück auf der Campsite für ein kurzes Frühstück. Danach räumen wir unsere sieben Sachen zusammen und machen uns um halb neun auf den Weg in Richtung Gweta. Wir haben es sehr geschätzt, hier auf Kubu Island zwei Nächte zu verbringen und sind froh, dass wir nicht an diesem wunderbaren Ort vorbei gehetzt sind 🙂 .



Unsere Fahrt führt uns zuerst zum Veterinary Gate, welches sogar besetzt ist. Dort entscheiden wir uns auch, die kürzeste, aber als ‚bad road‘ angegebene Route quer über die Ntwetwe Pan nach Gweta zu fahren. So schlimm wird sie in der Trockenzeit wohl nicht sein 🤩 .





Und so ist es dann auch. Wir kommen mit durchschnittlich ca. 30-40km/h gut voran 😎 .



Tiefsandige Passagen wechseln sich mit steinigem Untergrund und Salzwüste ab. Immer wieder treffen wir auf kleine Gehöfte oder Dörfer mitten im Nirgendwo und sind erstaunt, dass es sich hier dauerhaft leben lässt. Den Menschen hier scheint es jedoch ganz gut zu gehen. Wir sehen viele Rinder- und Ziegenherden sowie Esel.









Je näher wir in Richtung Gweta kommen, umso undurchsichtiger und vielspuriger wird das Wegenetz. Dank Open Street Map wissen wir jedoch immer, in welche Richtung es ungefähr gehen soll und wir merken bald, dass hier alle Wege irgendwie und irgendwann nach Gweta führen 🤪 .



So können wir entspannt dahinfahren und müssen nur Gelegentlich die Fähigkeiten unseres treuen Reisegefährten auf die Probe stellen.
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zuletzt bearbeitet 15. März 2020
Themenstarter547 Beiträge · seit 201415. März 2020 ·
Teil 2 - 8. Oktober 2019

Kurz nach zwölf sind wir in Gweta und steuern sogleich die A3 an, welche uns zum Nxai Pan Nationalpark bringen soll. Um einige Pula leichter aufgrund einer Geschwindigkeitsbusse 😊 treffen wir um ein Uhr am Gate des Nationalparks ein, wo wir uns wieder einmal in ein grosses Buch eintragen dürfen. Danach geht es auf sehr tiefsandiger und teilweise miserabler Piste (immer mal wieder ist neben dem ‚normalen‘ 4x4 auch der L4 nötig) ca. 35km weiter bis zur Reception des Nxai South Camps. Unterwegs treffen wir auf ein liegen gebliebenes Lodge-Fahrzeug, welches an Ort und Stelle auseinandergebaut wird. Auch den ersten beiden Elefanten begegnen wir auf dieser Strecke. Ansonsten ist sie eher tierarm. Kein Wunder bei Temperaturen von 40°C!


Riesentrappe / Kori Bustard

Als wir auf unsere Campsite No. 3 rollen ist diese bereits besetzt – von Elefanten! Die fünf Dickhäuter schauen sich die Campsites und ihre Bewohner oder Einrichtungsgegenstände mehr als genau an 🙄 . Als einer der Elefanten das erste Mal in ca. 10m Entfernung an uns vorbei schlendert halten wir den Atem an und wären beinahe zurück ins Fahrzeug gesprungen. Wir gewöhnen uns jedoch schnell an die friedlichen Riesen und geniessen die nahen Begegnungen mit diesen Tieren sehr 🙂 . Kurz vor vier hält uns nichts mehr auf dem Campingplatz. Auf zum Game Drive!



Wir fahren zum einzigen permanenten Wasserloch im Nxai Nationalpark, wo sich einige Elefanten, Strausse und Springböcke aufhalten. Weil das Wasserloch im Gegenlicht steht und es immer noch sehr heiß ist, entscheiden wir uns, zuerst noch einen ca. 18km langen Loop in Richtung Westen zu fahren. Die Tiere stehen immer noch mehrheitlich im Schatten. Trotzdem können wir einige spannende Sichtungen verzeichnen.


Weissrücken- und Ohrengeier an einem Elefantenkadaver








Drosselschnäpper? / Chat Flycatcher?




Gabelracke / Lilac-breasted Roller

Später stellen wir uns zusammen mit einigen anderen Fahrzeugen ans grosse Wasserloch.


Erdschmätzer / Capped Wheatear und Gelbbauchgirlitze / Yellow Canary


Erdschmätzer-Familie

Die Strausse geniessen ihr Staubbad, während sich immer wieder Schakale zum Wasserloch schleichen und eine kleine Abkühlung geniessen.











Herr über das Wasserloch ist aber ein Elefantenbulle, welcher mehr oder weniger alle anderen Tiere verjagt. Golden geht die Sonne am Horizont unter.







Mittlerweile glüht der Himmel blutrot. Als wäre das noch nicht genug, gesellen sich im fantastischen Abendrot zwei weitere Elefanten zum ersten Bullen. Der Nxai Nationalpark weiss zu beeindrucken!













Es ist bereits fast ganz dunkel, als wir uns auf die Rückfahrt zur Campsite machen.



Diese liegt zum Glück nur ca. 5km vom Wasserloch entfernt. Auf ein Feuer verzichten wir heute. Wir haben noch Resten von gestern. Das Ganze aufgewärmt zusammen mit Couscous-Salat ergibt eine leckere Mahlzeit. Gestört wird diese immer wieder einmal von Elefantenbesuch. Daran müssen wir uns wohl langsam, aber sicher gewöhnen hier in Botswana 🤪 .

Kurz nachdem wir uns ins Dachzelt gelegt haben stampft der nächste Dickhäuter an unserem Auto vorbei. Danach ist dann aber erstaunlicherweise Ruhe… (Zu diesem Zeitpunkt wissen wir glücklicherweise noch nicht, was uns in der übernächsten Nacht erwarten wird 😗 )
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zuletzt bearbeitet 15. März 2020
1’870 Beiträge · seit 201515. März 2020 ·
Hallo Stefanie,
Meine Sorge um euch hat sich nun in NEID umgewandelt! 😉
Bin sehr froh dass es euch gut geht aber dass ihr schon wieder im KTP wart ist schon schwer zu verkraften! Ich denke aber dass das sicher keine spontane Reise war, da man doch die Chalets 11 Monate zuvor buchen muss. Sehe ich das richtig?
Den KTP in grün zu sehen muss sehr schön gewesen sein und ich hoffe wir bekommen einige Bilder hier zu sehen. So können wir die Wartezeit bis der dumme Virus vorbei ist, besser ausstehen. ( Hier in Florida sind wir nun ziemlich ans Haus gefesselt da alle Social distancing praktizieren müssen. Gibt nichts mehr Zu tun auf dem Kalender, da alles storniert wurde)
So bringt dein toller Bericht viel Freude ins Leben und dann noch mit so wunderbaren Sunset photos mit den ellies. Die Nxai Pan liebe ich auch. Hoffe mein golden Boy Löwe ist noch immer dort.
Beste Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
8’808 Beiträge · seit 201015. März 2020 ·
Guten Morgen Stefanie, guten Morgen Dani,

zunächst: ich LIEBE diese Foto - danke dafür 😘



Dann: herzlichen Dank für all die anderen tollen Impressionen! Eure Fotos wecken große Sehnsucht, aber auch wunderschöne Erinnerungen. Der Nxai Pan NP hat mir persönlich sehr gut gefallen, auch wenn ich bisher nur einmal dort war - da schaut man die Bilder dann nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel an....

Zuletzt noch hierzu - das "echte" Leben ist doch momentan schon spannend genug, oder - ein einziger Cliffhanger sozusagen? 😐 😗 🤪
(Zu diesem Zeitpunkt wissen wir glücklicherweise noch nicht, was uns in der übernächsten Nacht erwarten wird 😗 )
"Übernächste Nacht" - oweia, wie lange werden wir auf dieses Kapitel warten müssen??? 😮

Besorgte 😉 Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 15. März 2020
5’069 Beiträge · seit 201415. März 2020 ·
Wir waren gerade zwei Wochen im Kgalagadi Transfrontier Park, daher die Stille hier im Thread 🤩 Es war der perfekte Zeitpunkt für eine kurze Afrika-Reise vor der ganzen Corona-Hysterie. Wir hatten eine wunderbare Zeit. Die Kalahari ist wahnsinnig grün und es blüht über all. Einfach fantastisch!
Hallo Stefanie & Dani,

schön, dass ihr wohlbehalten zurück seid und uns nun wieder hier im Bericht mit den tollen Bildern verwöhnt! Um eure schöne Zeit im KTP beneide ich euch total - ihr wart zum richtigen Zeitpunkt dort! Ich habe mir die letzten Wochen voller Vorfreude die Bilder vom Regen im Kgalagadi auf Facebook angeschaut und mich schon etwas geärgert, dass wie dieses Mal erst für Mai gebucht haben. Mittlerweile bin ich froh darüber, denn so gibt es noch ein Fünkchen Hoffnung, dass wir die Reise doch noch antreten können.
Zuletzt noch hierzu - das "echte" Leben ist doch momentan schon spannend genug, oder - ein einziger Cliffhanger sozusagen? 😐 😗 🤪
(Zu diesem Zeitpunkt wissen wir glücklicherweise noch nicht, was uns in der übernächsten Nacht erwarten wird 😗 )

"Übernächste Nacht" - oweia, wie lange werden wir auf dieses Kapitel warten müssen??? 😮
Da kann ich mich Bele nur anschließen!

LG und einen schönen Sonntag
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
zuletzt bearbeitet 15. März 2020
4’392 Beiträge · seit 201515. März 2020 ·
Liebe Stefanie,
Du erfreust uns mit tollen Bildern - danke, daß Du in diesen entschleunigten Zeiten für Abwechslung und schöne An-und Aussichten sorgst!
Dieses Foto hier illustriert ganz gut meine momentane Stimmung 🙁

GriesgrämigeSchnurrbärtchen.jpg

Viele Grüße, paß auf Dich auf!
Friederike
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201415. März 2020 ·
Sadie schrieb:Hallo Stefanie,
Meine Sorge um euch hat sich nun in NEID umgewandelt! 😉
Bin sehr froh dass es euch gut geht aber dass ihr schon wieder im KTP wart ist schon schwer zu verkraften! Ich denke aber dass das sicher keine spontane Reise war, da man doch die Chalets 11 Monate zuvor buchen muss. Sehe ich das richtig?
Den KTP in grün zu sehen muss sehr schön gewesen sein und ich hoffe wir bekommen einige Bilder hier zu sehen. So können wir die Wartezeit bis der dumme Virus vorbei ist, besser ausstehen. ( Hier in Florida sind wir nun ziemlich ans Haus gefesselt da alle Social distancing praktizieren müssen. Gibt nichts mehr Zu tun auf dem Kalender, da alles storniert wurde)
So bringt dein toller Bericht viel Freude ins Leben und dann noch mit so wunderbaren Sunset photos mit den ellies. Die Nxai Pan liebe ich auch. Hoffe mein golden Boy Löwe ist noch immer dort.
Beste Grüsse von Katrin
Liebe Katrin

Ehrlich gesagt haben wir unsere "spontane" KTP-Reise ca. zwei Monate (also Mitte/Ende Dezember) gebucht. Eigentlich sollte es auf die Lofoten gehen, daraus wurde dann aber ein Campingtrip in den KTP via Windhoek 😉

Zuerst hatten wir 13 Nächte Camping gebucht im Park, aber nach und nach konnten wir dank regelmässigem Prüfen der Sanparks-Homepage doch noch einige Nächte in den Wilderness Camps (auch Kielie und Urikaruus) bzw. den Mata Mata Riverfront Chalets ergattern 🙂 Scheint im Februar/März also auch kurzfristig zu gehen 😗

Liebe Grüsse

@Champagner, Daxiang und CuF

Schön reist ihr weiterhin mit uns mit. Ich werde in nächster Zeit versuchen, den Reisebericht wieder regelmässiger fortzusetzen. Gerade in diesen Zeiten ist es schön, wenn man immer wieder mal mit den Gedanken nach Afrika abdriften kann 😘

Daxiang, euch drücke ich natürlich die Daumen für im Mai!!!
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter547 Beiträge · seit 201415. März 2020 ·
Tag 9 - 9. Oktober 2019 – Tiere und Baobabs im Nxai Pan Nationalpark, 65km
Nxai Pan Nationalpark, Baines Baobab, No. 2

Nach einer ruhigen und angenehm kühlen Nacht ist heute um fünf Tagwacht. Da wir bereits gestern unsere Stühle und den Tisch weggeräumt haben sind wir schnell bereit zur Abfahrt.



Zuerst soll es wiederum zum Wasserloch gehen, welches Morgensonne abbekommt. Es ist erstaunlich ruhig hier, das Morgenlicht jedoch wunderbar. Nach und nach nähern sich einige kleinere Tiere und die Sonne geht auf. Wir verharren lange am Wasser, entscheiden uns dann aber nach ca. zwei Stunden, doch mal eine Runde zu fahren. Vielleicht verstecken sich die Tiere ja anderswo 😉 .


Waffenkiebitz / Blacksmith Lapwing

Wir kommen nur wenige Kilometer weit, als Dani im schönsten Licht eine Löwin von Osten her auftauchen sieht. Im Schlepptau hat sie zwei weitere Löwendamen sowie einen stattlichen Pascha. Wir sind das einzige Auto weit und breit. Die Löwen kommen direkt auf uns zu 🤩 .






Unsere ersten Löwen dieses Urlaubs - jedes Mal ein spezielles Erlebnis!

Wir folgen ihnen eine Weile auf der Strasse, bevor sie es sich im Schatten eines Termitenhügels und einigen Büschen gemütlich machen. Auch hier verweilen wir längere Zeit. Zwischendurch drehen wir einen kleinen Loop, kehren aber bald wieder zu den Löwen zurück. Diese sind nicht sehr aktiv, aber es wird doch immer mal wieder umhergeschaut oder die Position gewechselt.




Drosselschmätzer / Chat Flycatcher

Währenddessen haben wir unsere ersten Zebra-Sichtungen, ebenso sind einige Strausse und eine ganze Horde Helmperlhühner unterwegs. Irgendwann lassen wir die Löwen in Ruhe schlafen und kehren ans Wasserloch zurück.


Kudu mit Rotschnabel-Madenhackern


Kuhreiher / Cattle Egrets am Nxai Pan Waterhole

Bereits auf dem Weg dorthin treffen wir auf einen grossen Trupp Kudus. Am Wasserloch angekommen könnte man meinen, wir befänden uns auf der Arche Noah. Springböcke, Impalas, Kudus, Gnus und Schakale geben sich hier die Klinke in die Hand.









Der Nxai Pain National Park ist einer der wenigen Parks des südlichen Afrikas, wo man gleichzeitig Impalas und Springböcke beobachten kann, denn die Springböcke erreichen hier ihr nordöstlichstes Verbreitungsgebiet. Zu den Säugetieren am Wasser gesellen sich Unmengen an gefiederten Genossen: Strausse, Kuhreiher, Waffenkiebitze, Schwarzmilane, Helmperlhühner sowie Weissrücken- und Ohrengeier. Wir können uns kaum satt sehen und die Zeit vergeht wie im Flug. Auch Zebras tauchen immer wieder auf.








Kuhreiher im Flug




Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite


Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite




Weissrückengeier / White-backed Vulture


Weissrücken- und Ohrengeier / White-backed and Lappet-faced Vultures

Als es zu heiss wird entscheiden wir uns, nochmals kurz bei den Löwen vorbeizuschauen, welche sich wie zu erwarten war noch tiefer in den Schatten zurückgezogen haben. Über einen kleinen Loop in Richtung Osten geht es nochmals kurz ans Wasserloch. Dort geben sich nun vier Elefantenbullen ein Stelldichein. Sie geniessen das kühle, schlammige Nass in vollen Zügen.


Nonnenlerche / Grey-backed Sparrow-Lark, eine Erstsichtung dieser Reise



Gegen halb elf sind wir zurück auf der Campsite. Wie könnte es anders sein: Die Elefanten sind auch wieder vor Ort 😄 .


Ein Schmarotzermilan-Paar hat sein Nest hoch oben auf einem der Bäume auf der Campsite


Nxai Pan South Camp Abolutions

Wir beobachten Vögel, essen etwas Kleines und legen uns dann eine Weile im Dachzelt schlafen. Als uns die Hitze im Zelt zu viel wird setzen wir uns wieder so gut es geht in den Schatten der Bäume und geniessen das Birden und die Elefanten auf der Campsite. Einige Vogelerstsichtungen (Red-billed Buffalo Weaver, Long-billed Crombec, Emerald-spotted Wood Dove) können wir auch verzeichnen.


Nxai South Camp Campsite No. 3






Chillen mit Elefanten 😎


Büffelweber / Red-billed Buffalo Weaver

Ebenso erhalten wir immer wieder Besuch eines Trupps Brillenwürger, von Gelbschnabeltokos und im Baum neben unserer Campsite brütet ein Paar Schmarotzermilane. Hier auf der South Campsite im Nxai gefällt es uns ausserordentlich gut. Schade müssen wir heute bereits wieder weiter 🤨 .

Nach einer erfrischenden Dusche und einem kurzen Stopp für ein kaltes Getränkt im gut sortierten Tuck Shop, machen wir uns nach drei Uhr auf die Fahrt zu den Baine‘s Baobabs. Die 17km Tiefsand sind ebenso mühsam wie gestern.



Wir können sie jedoch in einer guten halben Stunde bewältigen. Dann kommt der Abzweiger in Richtung Khaudiakam Pan. Auch hier ist die Strecke immer wieder tiefsandig, wechselt sich jedoch mit harten Passagen ab.



Landschaftlich gefällt es uns hier enorm gut. Leider sind einige Abschnitte kürzlich abgebrannt und aktuell noch schwarz verfärbt. Die Baines Baobabs erreichen wir über eine grosse weisse Ebene. Obwohl wir gerade von Kubu Island kommen, sind wir immer noch wahnsinnig fasziniert von diesen Baumriesen, welche hier seit tausenden von Jahren gedeihen. Wir drehen eine Runde zu Fuss um die Baobabs. Leider sind die Fliegen hier sehr lästig und umschwirren uns nonstop 😈 .


Die berühmten Baines Baobabs



Einige Kilometer südlich erreichen wir unsere Campsite No. 2. Warum die No. 1 in allen Reiseführern und Berichten als mit Abstand die ‚beste‘ Campsite angegeben wird erschliesst sich uns nicht wirklich. Hier auf der No. 2 haben wir einen riesigen Platz mit zwei prächtigen Baobabs und Blick auf die Salzpfanne. Es könnte nicht schöner sein 🙂 !


Baines Baobabs Campsite No. 2


Gelbschnabeltoko / Southern Yellow-billed Hornbill





Im Schatten eines der Baobabs liegt ein junges Oryx und wartet auf die Rückkehr seiner Mutter. Wir können uns kaum einen schöneren und friedlicheren Ort auf dieser Welt vorstellen. Der einzige Vorteil der Nummer eins ist die Nähe zu den Baines Baobabs. Das ist aber auch schon alles.



Im Schatten der Baobabs lassen wir den Nachmittag ausklingen. Zum Sonnenuntergang machen wir noch einen kurzen Spaziergang auf die Pfanne raus. Die Stimmung ist fantastisch! Nur sind auch hier die Fliegen eine ziemliche Plage und versuchen stets in alle Körperöffnungen zu gelangen.


Baines Baobabs Campsite No. 2



Den Abend verbringen wir wie gewohnt: Feuer machen, braaien/kochen, Gin Tonic trinken, Tagebuch schreiben und Fotos aussortieren. Gute Nacht!





Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 15. März 2020