ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201404. Apr. 2016 ·
Hallo Topobär,
wir haben ja am Vortag den Platten bei unserer Agentur gemeldet, da wir auch den Wagen über Iwanowski haben buchen lassen.
Ich hatte in Erinnerung, dass man auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Vermieter einfach einen Reifen flicken lassen soll.
Unsere Agency hat uns per Mail schriftlich mitgeteilt, dass wir den Reifen auf dem Weg in George getauscht bekommen, daher haben wir uns auch mit dem Thema Reifenreparatur nicht weiter beschäftigt. Wäre in Bredarsdorp allerdings problemlos möglich gewesen.
Klang ja alles easy 🤢 Wir haben es einen Tag vorher gemeldet, es sollte uns nur ein anderer Reifen in den Kofferraum gelegt werden und wir wären in 10 Minuten wieder vom Acker gewesen 🤢 .
Dass das Avis Büro zwischenzeitlich dicht gemacht wurde und trotz vorheriger Meldung auch in George kein Ersatzreifen vorhanden war - das konnten wir nun wirklich nicht ahnen. Hatte ich mir auch anders vorgestellt 🤢
franzicke2’085 Beiträge · seit 201204. Apr. 2016 ·
Hey Sabine, auch wenn der Tag für euch durch die Reifen-Aktion schon ziemlich gebraucht war - ich hab mich sehr auf die Ankunft in Wilderness gefreut! Wir waren im November ebenfalls im Ocean View - und sehr begeistert!!! Danke-Grüße Ingrid
ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201405. Apr. 2016 ·
19.2.2016 Wandertag in Wilderness - Half Collared Kingfisher Trail und Stelldichein mit Waldbewohnern
Zum Frühstück trifft man sich in der großzügigen Küche mit Blick auf das Meer. Drei Ladies haben ein wunderbares Frühstück gezaubert und extra für uns werden sogar leckere Pancakes gebacken 🙂 .
Gut gestärkt können wir so in den Tag starten. Heute lacht die Sonne und am Himmel ist kein Wölkchen zu sehen 😎 .
Wir fahren zunächst zum Wilderness Ebb & Flow Camp und entrichten dort den Eintritt von ZAR 100,- pro Person. Hier hätte man auch die Möglichkeit ein Kanu anzumieten und den ersten Teil der Strecke zum Wasserfall zu paddeln. Wir aber wollen lieber zu Fuß gehen.
Der Half Collared Kingfisher Trail ist ein Weg von ca. 3,8 km einfacher Strecke. Der Trail folgt dem westlichen Flussufer des Touws River und führt durch schattige Wälder mit zahlreichen Erika-Arten, Farnen, Milkwood-Bäumen, Orchideen und Proteen.
Unsere Wanderung beginnt direkt mit einem recht sumpfigen, matschigen und verwurzelten Weg. Schon nach wenigen Minuten sind wir ganz alleine mitten im Busch und es sind nur noch die Vogelstimmen hoch in den Baumwipfeln und das leise Plätschern des Flusses zu hören.
Am Wegesrand entdecken wir riesige Farne und vereinzelt noch blühende Büsche und Sträucher.
Wenn sich das Dickicht des Waldes ab und zu lichtet, hat man wunderschöne Ausblicke auf ein grünes Paradies.
Ein kleines Highlight ist die Flussquerung mit diesem Ponton.
Auf der anderen Seite angekommen wird der Weg noch schmaler und dichter bewachsen. Auch hier sieht man noch die ein oder andere hübsche Blüte:
Während des ganzen Fußmarsches ist uns bislang keine Menschenseele begegnet.
Immer wieder hören wir die Stimmen der Vögel - sehen sie aber nicht 😵 ! Alle verstecken sich gut getarnt hoch oben im dichten Blätterwerk der Baumwipfel.
Direkt neben uns hören wir plötzlich knacksende Geräusche im Gebüsch. Hoffentlich kommt da jetzt kein Buschpig aus dem Gestrüpp auf uns zu geflitzt 🤩 🤪
Aber die freundlichen zartbraunen „Reh“-Äugelein, die uns da entgegenblinzeln lassen uns aufatmen 🙂
Die Buschbockdame ist überhaupt nicht scheu und lässt sich von uns in keinster Weise stören. Im Gegenteil - sie beäugt uns durchaus interessiert und kommt uns so nah, dass wir sie hätten berühren können 😘 .
So können wir die Kleine eine ganze Weile ungestört beobachten.
Erst nach einer ganzen Weile verschwindet sie wieder im Gebüsch.
Wer hätte das gedacht, dass man auch hier den Wildtieren so nahe kommen kann 😁 ?
Unterwegs bieten sich immer wieder schöne Aussichten.
Dieses schöne Plätzchen scheint uns perfekt geeignet für eine kurze Rast.
Der weitere Weg führt uns nun wieder durch dichtes Blätterwerk, welches herrlich kühlen Schatten spendet. So langsam wird es schon recht warm.
Hoch oben in einem Baum entdecke ich diesen perfekt getarnten Knysna Lourie. Auch über diese Sichtung freuen wir uns sehr! Leider ist das Foto nicht das allerbeste 🤢 .
Nach einer kurzen Wegestrecke kruschpelt es schon wieder im Gebüsch 🤩 🤪 .
Das Blaudducker-Pärchen ist allerdings sehr scheu und schreckhaft und blitzschnell wieder im dichten Geäst verschwunden 🤪
Wir sind total aus dem Häuschen 🤩 🤩 – diese unverhofften „Reh“-Begegnungen empfinden wir als ein ganz besonderes Erlebnis 🙂 .
Inzwischen begegnen uns weitere Wanderer, denn auf etwa dieser Höhe befindet sich die Anlagestelle der Kanufahrer, die das letzte Stück zum Wasserfall laufen.
Und schon bald sind auch wir am Ziel angelangt.
Ist das nicht ein herrliches Plätzchen? Noch sind recht wenige Besucher hier oben und wir genießen die Ruhe und den Anblick dieser Idylle
Etwas später um die Mittagszeit wird es schon etwas rummelig - nun ist es vorbei mit der Idylle und wir begeben uns auf den Rückweg, der allerdings ohne weitere erwähnenswerte Begegnungen oder Sichtungen verläuft.
Insgesamt waren wir auf dem Trail ca. 4 Stunden inklusive ausgiebiger Pausen unterwegs.
Auf der Rückfahrt zum Guesthouse machen wir in Wilderness einen kurzen Stopp, um das Örtchen etwas genauer zu erkunden. Es ist hier sehr beschaulich im Vergleich zu den größeren Küstenorten und gefällt uns sehr gut.
Zurück am Guesthouse treffen wir Petra und Mike am Pool und verbringen den restlichen Tag bei einem Sonnenbad und plaudernd auf der schönen Sonnenterrasse 😎 . Das schöne Wetter muss man ja schließlich ausnutzen 😎 😛
Die beiden waren heute übrigens bei dem berühmten „Caveman“ Clifford Brandon, über den auch schon einige Fernsehsender berichtet haben. Er lebt gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten „Alt-Hippies“ in einer skurrilen Höhle, die man über eine kurze Wanderung entlang der stillgelegten Bahnlinie Richtung Victoria Bay gelangt.
Heute Abend haben wir eine Reservierung gemeinsam mit Petra und Mike im „Girls“. Unser Shuttle-Taxi erwartet uns pünktlich vor der Tür, um uns direkt dorthin zu fahren.
Wir alle entscheiden uns für die „Seafood Platter for two“. Dies ist wahrlich eine „Seafood Sensation“ 🤩 ! Als Linefish gibt es heute Hake und Yellowtail, dazu gegrillte Tintenfischstreifen sowie Riesengarnelen in dreierlei Marinaden. Als Beilage wird Reis und Gemüse serviert.
Pappsatt und mehr als zufrieden fallen wir zurück im Guesthouse in unsere Betten.
Auch in dieser Nacht beginnt es heftig zu regnen!
Ich habe schon die allergrößten Befürchtungen das Wetter betreffend. Die Erdmännchen lassen sich bei Regen nämlich nicht blicken 😐 🤢 . Und bei unserem Glück regnet es auch an unserem morgigen Ziel – Oudtshoorn 🤨 !
Unser morgiger Tag führt uns über den Montagu Pass in die Kleine Karoo !
wie alle vorherigen Teile habe ich auch diese verschlungen 😎
Rate mal, wer bei seiner allerersten Südafrikareise in 2006 in George seinen Polo wegen eines platten Reifens in einen neuen Polo getauscht bekommen hat ?
Und rate mal, wer von St. Lucia aus nach Richards Bay geschickt wurde, um wegen eines platten Reifens das Auto getauscht zu bekommen ? Genau 😉 Ich !
Im ersten Fall war die Felge kaputt, dann kein Reifen in der gleichen Größe zu organisieren.
Mit Spannung habe ich Deine Beschreibung der Wanderung gelesen. Sehr schön beschrieben und das Timing war auch besser als bei uns. Wir sind etwas zu spät los und da waren auch Kleingruppen unterwegs. Und dass die Buschbock-Begegnung etwas magisch hatte, kann ich auch nachvollziehen. Es müssen nicht immer Katzen sein, oder ? Schon gar nicht bei einer Wanderung 😕
Viele Grüße und von mir aus darf es bald weitergehen Carsten
ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2016 ·
Guten Morgen Ihr Lieben!
Ich freue mich sehr, dass Ihr alle noch dabei seid 🙂 🙂
Mabe schrieb:Huhu, ich bin noch dabei.... Bei den stichworten Oudtshoorn, kleine Karoo und Erdmännchen werde ich besonders hellhörig und freue mich auf eure diesbezüglichen Erfahrungen. Hoffentlich geht es heute noch weiter 🙂 Gruss Mabe
Huhu Mabe, leider muss ich Dich enttäuschen. Vielleicht geht es heute gegen Abend noch weiter - aber zunächst mal müssen wir ja nach Oudtshoorn fahren und die Erdmännchen zeigen sich nur in den ersten Strahlen der Morgensonne 😎 Also dauert es noch bis übermorgen 😎
Gila schrieb:Hi, bzgl. Outdoorn bin ich auch gespannt, reizt mich bis jetzt nämlich nicht so........ Euer Erlebnis in Wilderness war klasse. 2 Tage lohnen schon? LG Gila
Hallo Gila, die Gegend um Outdshoorn (Kleine Karoo und evtl. noch ein Abstecher in die Große Karoo) war für uns DAS landschaftliche Highlight dieser Reise. Hier hatten wir zumindest für einen Tag das Gefühl der Weite und Einsamkeit Namibias. Das hat uns auf dieser Tour sehr gefehlt 🙁 Die Karoo stünde bei einer nächsten Reise in diese Ecke Südafrikas ganz sicher auf dem Zettel - und nicht nur wegen der Erdmännchen!
P.S.: 2 Tage Wilderness sind fast zu wenig! Dieser Ort gehört zu den Plätzen, an denen man sicherlich gut und gerne auch 4 Tage bleiben kann 😉
bayern schorsch schrieb:Hallo Sabine, eines kann ich Dir versprechen - Du steigerst unsere Vorfreude auf Oktober von Tag zu Tag. Sehr schön geschrieben, vielen Dank dafür. der bayern schorsch
Hello bayern schorsch 🙂 🙂 Das freut mich sehr! Mal sehen, ob wir noch eine Steigerung hinbekommen 😗 😎
casimodo schrieb:Hallo Sabine, wie alle vorherigen Teile habe ich auch diese verschlungen 😎 Rate mal, wer bei seiner allerersten Südafrikareise in 2006 in George seinen Polo wegen eines platten Reifens in einen neuen Polo getauscht bekommen hat ? Und rate mal, wer von St. Lucia aus nach Richards Bay geschickt wurde, um wegen eines platten Reifens das Auto getauscht zu bekommen ? Genau 😉 Ich ! Im ersten Fall war die Felge kaputt, dann kein Reifen in der gleichen Größe zu organisieren. Mit Spannung habe ich Deine Beschreibung der Wanderung gelesen. Sehr schön beschrieben und das Timing war auch besser als bei uns. Wir sind etwas zu spät los und da waren auch Kleingruppen unterwegs. Und dass die Buschbock-Begegnung etwas magisch hatte, kann ich auch nachvollziehen. Es müssen nicht immer Katzen sein, oder ? Schon gar nicht bei einer Wanderung 😕 Viele Grüße und von mir aus darf es bald weitergehen Carsten
Gemorsche Carsten 🙂 Danke auch Dir für Dein Lob - es freut mich sehr, dass Du dabei bist! Habe ich doch aus Eurem Bericht einige Infos mitgenommen 😎 Zum Beispiel diese Wanderung 😉 Am Ponton musste ich an Euch denken 😄 Es ist richtig, dass man zu dieser Wanderung möglichst zeitig losmarschieren sollte - gegen Mittag ist der gesamte Trail echt voll geworden. Die "Reh" 🙂 -Begegnungen fanden wir tatsächlich magisch - wir kamen uns ein wenig vor wie im Märchenland 😉 Und Katzen braucht man zu Fuß nicht wirklich - ich meine mich aber zu erinnern, dass sogar Leoparden dort in den Wäldern heimisch sein sollen 😕 😕
Vielen Dank an alle Mitleser und Euer Interesse 😘 - und natürlich auch die Danke-Button-Drücker 😘
Später geht es mit einem Kapitelchen weiter - jetzt ruft aber erst mal die Arbeit 😗
Old Women1’545 Beiträge · seit 201306. Apr. 2016 ·
Hallo Sabine, vielen Dank für die Beschreibung des KIngsfisher Trails. Gerald, unser Host im "Wilderness Manor" hatte uns den auch empfohlen. Gut zu wissen, dass man früh losgehen sollte, aber das ist in Afrika ja eh meist Pflicht, wenn ich da an die schönen Sonnenaufgänge und die Tiersichtungen in den frühen Morgenstunden denke. Ich bin sonst eher Langschläfer, aber in Afrika macht mir das frühe Aufstehen nichts aus. Schön zu hören, dass 4 Tage in Wilderness nicht zu viel sind, dann ist unsere Entscheidung ja bestimmt richtig. Bin gespannt auf das, was noch kommen wird, besonders auf eure Unterkünfte im Addo. Ich schiebe meine Buchung für den Addo noch ein wenig nach hinten, im staatlichen Camp scheint noch genug Platz zu sein. Der Titel deines Reiseberichtes weist ja auch darauf hin, dass ihr am Ende eurer Reise noch mal so ein richtiges Highlight gehabt habt. Lieben Gruß Beate
ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2016 ·
Old Women schrieb:Hallo Sabine, vielen Dank für die Beschreibung des KIngsfisher Trails. Gerald, unser Host im "Wilderness Manor" hatte uns den auch empfohlen. Gut zu wissen, dass man früh losgehen sollte, aber das ist in Afrika ja eh meist Pflicht, wenn ich da an die schönen Sonnenaufgänge und die Tiersichtungen in den frühen Morgenstunden denke. Ich bin sonst eher Langschläfer, aber in Afrika macht mir das frühe Aufstehen nichts aus. Schön zu hören, dass 4 Tage in Wilderness nicht zu viel sind, dann ist unsere Entscheidung ja bestimmt richtig. Bin gespannt auf das, was noch kommen wird, besonders auf eure Unterkünfte im Addo. Ich schiebe meine Buchung für den Addo noch ein wenig nach hinten, im staatlichen Camp scheint noch genug Platz zu sein. Der Titel deines Reiseberichtes weist ja auch darauf hin, dass ihr am Ende eurer Reise noch mal so ein richtiges Highlight gehabt habt. Lieben Gruß Beate
Hallo Beate, mir geht es genau wie Dir 😎 In Afrika stehen wir gerne sehr früh auf! Zum Addo habe ich Dir mal eine PM geschickt 😉
ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2016 ·
20.2.2016 Fahrt über den Montagu in die Kleine Karoo
Heute heißt es Abschied nehmen von Petra und Mike, die wir aber auf dem Rückflug nach Frankfurt in Johannesburg wieder treffen werden. Mit Diane und Georgios verquasseln wir uns auch noch eine ganze Weile und langsam müssen wir uns sputen, denn wir wollen heute über den Montagu Pass in die Kleine Karoo.
Noch ein letzter Blick auf Wilderness:
Wegen einer Veranstaltung in der Innenstadt von George nehmen wir zunächst die R404 über George Airport und kurz nach „Blanco“ führt uns der Abzweig auf den Montagu Pass.
Der erste Abschnitt des Passes ist an einigen Stellen sehr eng und ausgewaschen, dass ist mit einem normalen PKW nicht wirklich ein Vergnügen – bei entsprechend vorsichtiger Fahrweise aber durchaus machbar. Außerdem ist es hier oben heute Morgen richtig kalt 🙄
Hier mal unser „Neuer“ auf dem Pass:
Während der ganzen Fahrt begegnet uns kein einziges Auto:
Kurz hinter dem Örtchen „Herold“ geht es weiter auf der geteerten N9 und dann weiter auf die N12 Richtung Oudtshoorn.
Schlagartig ändert sich die Landschaft.
Auf der De Zeekoe Guestfarm kommen wir sehr frühzeitig an. Auch hier scheint es gestern Nacht ordentlich geregnet zu haben 🤢 . Die großen Pfützen sind noch nicht abgetrocknet und auch hier ist es eher kühl. Hoffentlich bleibt es trocken, sonst wird es morgen früh nix mit Erdmännchen 😕.
Beim Einchecken bekommen wir erste Informationen zu den Angeboten der Guestfarm und einige Hinweise bezüglich der für morgen gebuchten Erdmännchen-Tour. Wir werden auch darauf hingewiesen, dass die Tour nicht stattfindet, wenn es direkt nach dem Aufstehen gegen 5.00 Uhr regnen sollte 😮 Dann hoffen wir mal auf trockene Witterungsverhältnisse 😗.
Die De Zeekoe Guest Farm liegt auf einer über 2000 Hektar großen, privaten Farm am Ufer des Olifants River, im Herzen der Kleinen Karoo. Im Restaurant werden überwiegend von der Farm selbst hergestellte und frische Produkte verwendet. Der Name De Zeekoe ist eine Abwandlung des ursprünglichen Namens der Farm „Zeekoegat“, was frei übersetzt "Hippo Waterhole" bedeutet. Vor über einem Jahrhundert waren am Ufer des Olifants River noch Hippos beheimatet.
Das Gästehaus ist im Kolonialstil eingerichtet und von einem schönen Garten und offenen Veranden umgeben. Insgesamt gibt es 21 Zimmer unterschiedlichster Kategorien. Hier mal unseres:
Von der gemütlichen Veranda unseres Zimmers aus haben wir einen herrlichen Blick direkt auf den zugeschilften Olifants River und die herrliche weite Landschaft im Hintergrund.
Nach eigenen Angaben können hier über 152 verschiedene Vogelarten gesichtet werden - also ein Paradies für Birder! Da auch eine Birding-Tour mit Guide angeboten wird und ich mich diesbezüglich ja gerne etwas weiterbilden möchte frage ich an der Rezeption nach dieser Tour. Leider ist der Guide heute in George – schade, diese Tour hätte uns sehr interessiert 🤨!
Also beschließen wir uns ohne Guide zu einer Wanderung entlang des Wanderwegs am Olifants River entlang aufzumachen. Ich hoffe sehr auf ein paar Birds.
Zunächst müssen wir allerdings durch ein Farmgatter an diesen hier vorbei 😛
Während unseres Spaziergangs entdecken wir ganze zwei Vogelarten, von denen es aufgrund der großen Entfernungen jedoch nur sehr unscharfe Fotos gibt 😣 . Und benamsen kann ich sie trotz aller Bemühungen meinerseits leider auch nicht 😗.
Auf dem „Wanderweg“ finden wir allerdings sehr viele Stacheln von Porcupines.
Der Blick in die Landschaft entschädigt uns für die fehlenden Piepmätze 😉
Hier gefällt es uns sehr gut – zum ersten Mal auf dieser Reise haben wir wieder das Gefühl von Weite 🙂
Die Guestfarm vom Olifants River aus gesehen:
Der Weg endet leider direkt an der Landstraße, der wir ein Stückchen folgen müssen, um dann wieder entlang der Gravelroad zur Guestfarm zurück zu marschieren.
Mit diesen Ungetümen werden hier übrigens die Felder beregnet 🤩
Hier entdecken wir einen Schwarzhalsreiher – vermute ich!???
Zurück auf unserer Veranda sucht ein Wiedehopf nach Würmern:
Außerdem entdecke ich noch einen Bülbül und ein schwarz-weißes ziemlich „plustriges“ Vögelchen – leider ebenfalls ohne brauchbares Foto 😣.
Da es noch recht früh am Tag ist, beschließen wir noch für einen kurzen Abstecher in das Städtchen Oudtshoorn zu fahren.
Namensgeber der Stadt war der Kap-Gouverneuer Pieter Reede van Oudtshoorn. Es ist die bedeutendste Stadt der Kleinen Karoo und bis heute Weltzentrum der Straußenzucht.
Die Architektur besteht aus einem außergewöhnlichen Maurerhandwerk, die Liebe zum Detail ist unverkennbar.
Diese „Straußenpalaste“ wurden während des „Federbooms“ gebaut und dienen heute als Museen oder Guesthouses. Man kann sich irgendwie gut vorstellen, wie vor 100 Jahren die Gemahlinnen der Straußenbarone mit Straußenfedern geschmückt auf den Veranden Tee tranken 😉.
Auch in dieser Gegend kann man sich für mehrere Tage die Zeit gut vertreiben: Ein Besuch der Cango Caves oder der Straußenfarmen inklusive Straußenritt. In der Nähe befindet sich die Cango Wildlife Ranch, wo man glaube ich mit Geparden spazieren gehen kann und Käfigtauchen mit Krokodilen angeboten wird. Wenn man es denn möchte 😐 🤪
Uns aber gefällt die Landschaft hier ganz besonders gut, davon möchten wir noch etwas mehr sehen. Daher ist dies unser morgiges Ziel für den Nachmittag 😉
Zum Dinner fahren wir zurück in die Lodge. Heute Abend gibt es Straußencarpacchio als Vorspeise. Zum Hauptgang haben wir die Wahl zwischen hausgemachtem Chicken-Pie oder Straußenfilet. Das Essen heute war jetzt kein besonderes Highlight aber dennoch in Ordnung. Alternativen an Restaurants gibt es in Oudtshoorn, allerdings fahren wir nicht unbedingt gerne in der Dunkelheit, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Morgen früh schauen wir dann erst mal aus dem Fenster 😗. Wenn es nicht regnet, können wir uns aufmachen zur Erdmännchen-Tour. Und am Nachmittag geht es in Richtung Swartberg Pass, sofern der Pass befahrbar und geöffnet ist 😉
Hallo Sabine, Vielen Dank für Deinen sehr informativen Reisebericht. Ich muss sagen, die Weite, die auf den Fotos zu sehen ist hat mich von der Gegend überzeugt. Ich denke, da müssen wir auch 1-2 Übernachtungen einlegen. (Erinnert etwas an USA 😊 ) Die Fotos vom Pass finde ich auch klasse.
nun spann uns doch nicht so lange auf die Folter. Natürlich regnet es morgen nicht, das wäre ja noch schöner 🤢 🙄 😉 Wunderschöne Landschaft, wunderschöne Bilder. Die Farm scheint irgendwo im Niergendwo zu liegen. Sehr idyllisch Naja, vielleicht gibt es morgen auch noch ein paar Vögelchen mehr. Bin gespannt.
ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201407. Apr. 2016 ·
Gila schrieb:Hallo Sabine, Vielen Dank für Deinen sehr informativen Reisebericht. Ich muss sagen, die Weite, die auf den Fotos zu sehen ist hat mich von der Gegend überzeugt. Ich denke, da müssen wir auch 1-2 Übernachtungen einlegen. (Erinnert etwas an USA 😊 ) Die Fotos vom Pass finde ich auch klasse. Grüsse von Gila
Hallo Gila, nach den Tagen am Meer haben wir die Landschaft rund um Outdshoorn sehr genossen! Der Swartbergpass ist ebenfalls ein landschaftliches Highlight. Bericht folgt 😉
Netti59 schrieb:Hallo Sabine, nun spann uns doch nicht so lange auf die Folter. Natürlich regnet es morgen nicht, das wäre ja noch schöner 🤢 🙄 😉 Wunderschöne Landschaft, wunderschöne Bilder. Die Farm scheint irgendwo im Niergendwo zu liegen. Sehr idyllisch Naja, vielleicht gibt es morgen auch noch ein paar Vögelchen mehr. Bin gespannt. LG Netti
Netti, hast Du die Wolken gesehen 😈 ? Vögelchen gibt es im nächsten Kapitel leider nicht 🤢 Sobald ich für das nächste Kapitel die Fotos sortiert habe geht's ja schon weiter. Ein wenig Geduld brauchts aber noch 😉
ApplegreenThemenstarter1’796 Beiträge · seit 201407. Apr. 2016 ·
21.2.2016 Teil 1 - It’s Showtime: Stippvisite bei der „Suricata suricatta“-Gang
Der Wecker klingelt um 4:45 Uhr 🤩 ! Unser erster Blick geht gebannt nach draußen – NO RAIN 🙂 🙂!
Nach einem schnellen Kaffee auf der Veranda machen wir uns voller Vorfreude auf zum Treffpunkt mit unserem Guide ca. 8 Kilometer von der Farm entfernt. Dieser befindet sich direkt an der Kreuzung der R328 zur R62.
Wir sind ziemlich zeitig und außer uns noch kein Mensch vor Ort 🤨. Nach und nach trudeln am Treffpunkt ca. 25 weitere Teilnehmer ein.
Die beiden Guides sind etwas „late“ und wir folgen ihnen nun im Eiltempo nochmals für ca. 9 Kilometer zum Parkplatz auf das Gelände der Conservation Area. Eile ist angesagt, denn die Erdmännchen warten nicht 😛!
Für diese Tour zahlen Gäste der De Zeekoe Guestfarm einen ermäßigten Preis von 450,00 ZAR bei Barzahlung, die nun erst einmal eingesammelt werden. Zwischenzeitlich gibt es noch Kaffee/Tee sowie ein paar Kekse bevor wir -jeder mit einem Campingstuhl bewaffnet - in Richtung Erdmännchen-Schlafzimmer marschieren 😉.
Vorher können wir noch die Stimmung der Morgendämmerung und einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern!
Erdmännchen oder auch in Afrikaans „Meerkat“ oder fachlich korrekt „Suricata suricatta“ genannt ist die kleinste Mangustenart. Sie leben in Gruppen, die als „Gang“ oder auch „Mob“ bezeichnet werden.
Jeden Abend gehen die Mitarbeiter des Meerkat-Projekts auf Pirsch und beobachten, welchen Bau die „Gang“ für diese Nacht als Schlafstätte auswählt. So kann man relativ sichergehen, dass man am nächsten Morgen auch vor dem „richtigen“ Bau sitzt aus dem die Erdmännchen dann wieder „hochploppen“.
Die Gunst der frühen Stunde muss man nutzen, da die Tiere nur kurz nach dem Aufwachen am Schlafplatz verweilen, um sich in der Sonne aufzuwärmen. Dieses Warming-Up kann schon nach wenigen Minuten vorbei sein – mit Glück dauert es etwas länger.
Tagsüber sind sie in freier Wildbahn eher schwer zu entdecken. Erdmännchen sind zwar tagaktiv; bei Nacht, aber auch an regnerischen Tagen und bei besonders extremer Mittagshitze verbergen sie sich gerne in ihrem Bau. Daher sieht man tagsüber meistens nur die Schwänze in Form von „hüpfenden goldenen Ästen“ 😉 wenn sie nach Nahrung suchen.
Am heutigen Schlafplatz angekommen platzieren wir uns im Halbkreis und nehmen in den gemütlichen Campingstühlen Platz. Um uns die Wartezeit zu verkürzen erzählt unser Guide Devey über Ernährung, Kommunikation und das Sozialverhalten der Tiere.
Eine Gang unterhält gemeinsam einen oder mehrere Bauten. Obwohl sie selbst graben können, ersparen sie sich lieber diese Arbeit und nehmen die Bauten von Erdhörnchen in Besitz. Bei drohender Gefahr schlagen die „Wächter“ Alarm mit einem Bellen, was für die anderen das Zeichen ist, schnellstmöglich Zuflucht im Bau zu suchen. Die Aufgabe des Wächters wechselt unter den Tieren während des Tages mehrmals. Erdmännchen ernähren sich von Insekten und zu kleineren Anteilen aus Vögeln, Eidechsen, Skorpionen und Eiern.
Da die Erdmännchen lediglich schnelle Bewegungen als Gefahr wahrnehmen ist es uns möglich, die Tiere aus dieser Nähe zu beobachten ohne sie zu beunruhigen. Laute Geräusche stören sie nicht, daher können wir uns auch ohne Probleme unterhalten. Sogar vorsichtige, langsame Bewegungen lösen keinen Alarm aus. Devey erwähnt auch, dass diese Tiere normalerweise keine Beziehung zu Menschen aufbauen und auch die Erdmännchen in diesem Projekt weder gefüttert noch sonst irgendwie von den Mitarbeitern "betreut" werden. Es ist eine reines Forschungsprojekt in dem Studien über das Sozialverhalten in der Natur erfolgen. Versuche die Tiere als "Haustiere" zu halten scheitern meist, da sie im Erwachsenenalter dazu neigen zu beißen und nicht sonderlich reinlich sind.
Gespannt sitzen wir nun vor dem Erdmännchenbau – alle mit mehr oder weniger aufwändigem Fotoequipment „schussbereit“ und warten auf den ersten „Plopp“ 😎.
Nach etwa 10 Minuten werden wir für die kurze Nacht und das Warten belohnt und die Show beginnt! 🙂
Der erste „Gangster“ taucht auf
Und schon bald zeigen sich auch weitere Mitglieder der Gang – einen schönen Guten Morgen allerseits! 😎
Jetzt werden die Bäuche in die Sonne gestreckt
Ob sie sich wohl streiten oder spielen?
Die Wächter haben die Umgebung immer aufmerksam im Blick
Was die beiden sich wohl zu erzählen haben? Scheint auf jeden Fall lustig zu sein 😄
Eine ausgiebige Morgentoilette darf auch nicht fehlen 😎
Der Nachwuchs gehört eher zu den Langschläfern und lässt sich erst deutlich später blicken 🤪
Und dies ist das jüngste Mitglied der Gang – geboren im Dezember 2015 😘 😘
Für ihn ist die Nacht wohl nicht so gut gelaufen 😛
Kings of the Karoo 🤪
Als hätten sie sich abgesprochen und blitzschnell macht sich die Gang nun auf in den neuen Tag und auf die Jagd nach einem guten Frühstück 🤩. Spätestens jetzt wissen wir, was Devey mit den "hüpfenden goldenen Ästen" gemeint hat. Nach einer guten halben Stunde ist alles vorbei 🙁.
Wir haben jetzt ordentlich Kohldampf und freuen uns auf unser Frühstück.
Später checken wir noch an der Rezeption, ob der Swartberg Pass heute aufgrund der Regenfälle der letzten Tage überhaupt befahrbar ist. Wir bekommen grünes Licht! 🙂
Für den zweiten Teil dieses Tages machen wir uns auf den Weg über den Swartberg Pass bis in die Große Karoo nahe Prince Albert. Über De Rust und durch die Meringspoort-Schlucht geht es am Nachmittag dann wieder zurück nach Oudtshoorn.
Old Women1’545 Beiträge · seit 201308. Apr. 2016 ·
Hallo Sabine, Oliver 74 schrieb:
die Erdmännchen Fotos sind absolut genial!!! 😁 Zum Glück hat das Wetter an diesem Tag gepasst. Vielen Dank für den schönen Reisebericht!
LG Oliver
Ich kann mich ihm nur anschließen. Irgendwo hast du mal geschrieben , dass eines der Fotos nicht so gut gelungen sei, da ihr nicht über die entsprechende Ausrüstung verfügt. Du warst das doch, oder? Kann ich gar nicht verstehen. Ein gutes Auge hast du jedenfalls. Schöne Sonnenaufgangsbilder, und die Fotos der Erdmännchen, einfach herzig. Ich bin sowieso der Meinung, dass man nicht unbedingt dieii Ausrüstung benötigt, um gute Bilder zu machen. Weiter so Liebe Grüße Beate