na da habt Ihr mit den Tiersichtungen doch echt Glück gehabt, oder ? Cape Vidal hat uns auch sehr gut gefallen. Und dann noch ein Leo 😎 Ich freue mich weiter auf Deine Fortsetzung.
@ Bayern Schorsch
Das Wort F..... Platte hast Du tapfer vermieden 😉 RESPEKT 😛
ich habe mit Interesse den Reisebericht verfolgt und entdecke jetzt den Leo in Cap Vidal. Auch wir haben nicht erwartet, dort einen zu treffen, und doch: Am 21.10.2011 lief er uns bei nieseligem Wetter fast vor das Auto - wollte an der Seite aus einer Pfütze etwas trinken, flüchtete dann den Hang hoch ins Unterholz und blieb dort kurzzeitig sitzen... Ein Supererlebnis!
Nicht zu erkennen - aber vielleicht war es dasselbe Tier?
Um den Leo und das Bushbaby beneide ich euch, auch wenn ich es euch gönne. Cape Vidal scheint immer so windig zu sein, aber schön ist es dennoch. Der große Loop war bei uns auch schon geschlossen. Wart ihr mal im Brazza essen? Uns hat es dort sehr gut geschmeckt.
@ Chrissie Dachte auch nicht, einmal ein Bushbaby zu Gesicht zu bekommen, aber es kam ja noch besser 😗
@ afra Wow, das ist ja echt ein tolles Leo-Bild!!! Ja, irgendwie erwartet man einfach nicht, in dem Park einen Leo zu sehen. Ich war wirklich überrascht von der Vielseitigkeit des Parks!
@ bayern schorsch Ocean Sizzler könnt ihr euch echt sparen. Im B&B gab es ein Buch, in dem die Gäste ihre Erfahrungen mit den Restaurants eintragen konnten. Hätten wir da nur mal vorher reingeschaut…
Unterkunft: Thalu Bush Camp Kosten: ZAR 1185,- Strecke: 295 km
Heute Morgen wurden wir gegen 6 Uhr durch den „wake up call“ einer Affenhorde geweckt, die auf dem Dach herumturnte 😠 Das Frühstück war wieder richtig lecker und nachdem wir uns fertig gemacht hatten, das ganze Gepäck verstaut war, verabschiedeten wir uns. Nächstes Mal würden wir wieder ins St. Lucia Wetlands Guest House gehen!
Im Ort warfen wir noch schnell alle geschriebenen Karten in den Briefkasten, telefonierten kurz nach Deutschland und holten noch einmal Geld am Automaten. Während ich durch die Craft-Stände schlenderte, fuhr Marco nochmals zurück ins B&B, denn wir hatten unsere gefrorenen Wasserflaschen vergessen… Währenddessen erstand ich das ein oder andere Souvenir und nach dem Tanken fuhren wir Richtung Mtubatuba. Auf dem Weg dahin kauften wir noch an zwei Ständen ein Hippo, ein Croc und einen Pumba 🤪
Im Pick´n´Pay deckten wir uns wieder mit ein paar Lebensmitteln ein, Obst und Gemüse kauften wir auf dem Weg Richtung Ithala, wo wir gegen 15.30 Uhr ankamen.
Im Ntshondwe Camp checkten wir ein und genossen noch ein leckeres Magnum 😎 bei einem kleinen Spaziergang. Dann fuhren wir los zum Thalu Bush Camp. Auf der Fahrt sahen wir viele Tiere wie Zebras, Gnus, Giraffen, Warzenschweine, Kudus und Tsessebes.
Über die 4x4-Abkürzung kamen wir dann zur Einfahrt zu unserem Camp. Die Einfahrt empfanden wir als ewig lang und waren froh über unseren Hilux, denn der Weg war schon sehr ausgewaschen. Und dann standen wir vor der Unterkunft für die nächsten drei Nächte…
Vom Hauptchalet lag ca. 15m entfernt die „Open-Air-Dusche“ und weitere 15m entfernt das „Toilettenhäuschen“. Marco war erst einmal etwas bedient 🙄, ich fand es eigentlich recht schön und idyllisch! Trotzdem war es „Afrika pur“, nur zu zweit mitten im Busch. In den Wilderness Camps im KTP gab es ja wenigstens noch einen Ranger und eine Trillerpfeife! Ich tröstete mich damit, dass es hier ja keine Löwen gibt, aber wenn ich bei Nacht einem Elefanten begegnen würde, keine Ahnung ob mir das lieber wäre… Wir luden das Auto aus und begutachteten dann mal die Umgebung. Elefantendung lag direkt am Weg zu unserem Chalet, na, da war Vorsicht geboten. Und genau da beschloss ich, abends nicht mehr zu viel zu trinken, um nachts nur nicht zum Toilettenhäuschen laufen zu müssen 😕
In einem Schlafzimmer sah Marco etwas huschen, doch was war das??? Als wir dann in der Küche unsere Sachen verstauten, entdeckten wir das huschende Etwas. Es war ein Bushbaby. Neugierig erkundete es alles, aber es war doch recht scheu. Sobald wir näher kamen verschwand es kurz, kam dann aber wieder. Irgendwann hatte es genug und verschwand.
Im nahen Fluss gaben die Frösche ein Konzert, wir machten die kleinen Gaslampen an und richteten das Abendessen. Es gab Rindersteak, Salat und Knoblauchbrot. Plötzlich tauchte „Buschi“, das Bushbaby wieder auf, und wir mussten jegliche Lebensmittel richtig bewachen. Da er keine Chance hatte, etwas zu ergattern, verzog er sich erneut und wir machten noch den Abwasch. Mit den Stirnlampen und mulmigem Gefühl, ging es doch noch einmal schnell zur Toilette und das Zähneputzen wurde kurzerhand vom Bad in das Spülbecken des Küchenbereichs verlegt. Wir machten uns fertig fürs Bett, löschten die Gasleuchten und lauschten den afrikanischen Tierstimmen. So „alleine“ waren wir bisher noch nie, es war schon etwas unheimlich… Ob Buschi in dieser Nacht noch einmal da war???
ein private Bushbaby.... das ist doch mal etas Anderes 😎 Wir haben die kleinen Viecherbisher immer nur Nachts mir irgendwelcher Leuterei sehen können, z.B in der Etosha Aoba Lodge.
Ich bin schon auf weitere Erfahrungen in Ithala gespannt, da waren wir nämlich noch nicht.
eigentlich war das gar kein sooo großes Problem... Pumba war bei mir auf dem Beifahrersitz, das Croc lag auf der Rückbank und dem Hippo ließen wir die obere Klappe vom Kofferraum auf, so dass es schön raus schauen konnte 😄 😄 😄
Allerdings haben wir die Drei später an einem netten Ort wieder frei gelassen und zum Heimflug nur die "Holzversion" mitgenommen 😗
Unterkunft: Thalu Bush Camp Kosten: ZAR 1185,- Strecke: 96 km
Heute Morgen war „Freiluftbad“ angesagt und es war toll! Was gibt es schöneres, als beim Duschen den blauen Himmel zu sehen und vom Toilettenhäuschen die wunderschönen Vögel zu beobachten, die immer wieder um einen herum flogen. Vermutlich wollten sie in ihr Nest unter dem offenen Dach fliegen und fühlten sich durch unsere Anwesenheit gestört.
Marco kümmerte sich schon um das Frühstück, während ich noch dabei war mich fertig zu machen, als plötzlich Ranger David da stand, der täglich einmal bei uns vorbeischaute. Leider war die Verständigung etwas schwierig, da er nur Zulu sprach 🙄 Mit Händen und Füßen gelang es uns dennoch irgendwie uns zu verständigen und so boten wir ihm einen Kaffee an, den er gerne annahm. Danach reparierte er noch die Tür zum Chalet und kurze Zeit später kam Simon, der andere Ranger, um mit uns einen Termin für einen Game Walk auszumachen. Dieser ist bei der Buchung des Thalu Bush Camps bereits im Preis inbegriffen. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen.
So starteten wir erst recht spät zu unserem Game Drive, der uns zu Beginn über den großen Ngubhu Loop führte. Im Tal trafen wir etliche Tiere an, auf den Höhen entdeckten wir lediglich eine Schildkröte.
Als wir an einem Viewpoint anhielten, erfreuten wir uns zuerst an der grandiosen Aussicht, bevor uns die Reifen unseres Autos auffielen, die recht platt wirkten. Kurzerhand fuhren wir an das recht nahe gelegene Gate, um dort an der Tankstelle den Reifendruck überprüfen zu lassen. Kurz darauf war alles wieder okay und wir konnten unsere kleine Ithala-Rundfahrt fortsetzen.
An einem Berghang entlang des Dankeneni-Loops lief ein einsamer Elefantenbulle und kurz darauf sahen wir sehr versteckt zwei Rhinos mit einem Jungen.
Auf der Einbahnstraße Richtung Phongola Picknick Area wurde es uns schon etwas mulmig, da die Straße teilweise sehr eng ist und viele Elefantenspuren zu sehen waren. Im Juli 2008 mussten wir hier schon einmal umkehren, da eine große Elefantenherde die Straße versperrte. Damals ging es im Rückwärtsgang die schmale Straße den Berg hinauf. Dieses Mal kamen wir jedoch zum Picknick Area und legten dort eine kleine Mittagspause ein. Wir liefen über die etwas wackelige Hängebrücke zu den Picknickplätzen, wo eine südafrikanische Familie bereits am Grillen war. Nach dem kleinen Mittagssnack gingen wir noch ans Flussufer des Phongola und genossen die Landschaft.
Zurück am Auto machten wir uns auf den Weiterweg, der allerdings nach knapp einem Kilometer komplett versperrt war... Uuuups, hier waren wohl vor nicht allzu langer Zeit Elefanten am Werk 😐 Ein komplett ausgerissener Baum versperrte die Straße und so mussten wir umdrehen und die ganze Einbahnstraße wieder zurückfahren. Na, hoffentlich kommt uns kein Auto entgegen…
Die zwei oder drei Autos, die auch den Loop fahren wollten, kamen uns glücklicherweise an Stellen entgegen, an denen man ausweichen konnte. Wir machten die Leute darauf aufmerksam, dass der Loop versperrt war, und meldeten dies dann noch schnell im Main Camp. Dort bedankte man sich sehr, scheinbar wusste noch niemand von der „Vollsperrung“. Da wir ja nun noch einmal unerwartet am Main Camp waren und auch der Shop geöffnet hatte, gönnten wir uns noch einmal ein Eis und beobachteten die hübschen Klippschliefer und anderen Tiere.
Auf dem Rückweg zum Thalu Bush Camp legten wir öfter Fotopausen ein und genossen danach mit einem Sundowner die herrliche Aussicht von unserem Camp auf den Fluss.
Wir bereiteten das Grillfeuer vor und dann tauchte auch wieder „Buschi“ auf. Jedoch verschwand er schnell wieder in den Bäumen. Wir grillten Gemsquash, Kartoffeln, Rindersteak und Lamm und gerade als wir mit dem Essen fertig waren, tauchte unser kleiner Hausfreund wieder auf. Schneller als wir schauen konnten schnappte er sich eine Kürbisschale und verschwand damit 😗
Daraufhin verschnürten wir unsere Mülltüte noch besser und als Buschi noch einmal etwas abstauben wollte, allerdings nur die verschnürte Mülltüte vorfand, trollte er sich beleidigt....
Unterkunft: Thalu Bush Camp Kosten: ZAR 1185,- Strecke: 45 km
Kurz vor 9 Uhr kamen die beiden Ranger. Wir boten ihnen noch einen Kaffee an und dann ging es mit Simon los zu unserem ersten Bush Walk. Zuerst fuhren wir mit dem Auto den Shortcut zum Ngubhu Loop, parkten dort und das Abenteuer Bush Walk begann. Simon zeigte uns Baus von Warzenschweinen und Löcher, an denen Erdferkel nach Termiten gegraben hatten. An einem Leopardenbaum legten wir eine kurze Rast ein. Wir beobachteten Eland-Antilopen, ein Warzenschein und mehrere Grey Duiker. Der dicke Stamm des Baumes wies deutliche Kratzspuren der scharfen Leopardenkrallen auf.
Es ist schon ein etwas komisches Gefühl, ohne den Schutz des Autos mitten durch die Landschaft zu laufen, aber es machte richtig viel Spaß. Simon wollte uns gerne Rhinos zeigen und so ging es weiter auf einem schmalen Tierpfad. Leider sollte es nicht so sein, doch eine Herde Gnus und Impalas entschädigte uns dafür. Lustig waren auch die kleinen Dung Beetle, die ihre Kugeln rollten.
Langsam wurde es immer heißer und wir waren schon weit vom Auto entfernt. Unsere Trinkflaschen lagen natürlich im Auto, denn eigentlich sollte der Walk nur etwa 1,5 Stunden dauern und zu Beginn war es noch richtig bewölkt. Mittlerweile waren wir jedoch schon 2 Stunden unterwegs… Hui, Marco und ich überlegten immer wieder, wie wir Simon dazu bringen könnten umzudrehen, denn mittlerweile verzichteten wir auf die Rhinos. So fragten wir, ob es eigentlich eine Abkürzung zum Auto geben würde, denn den ganzen langen Weg in der Hitze wieder zurück, ohje… Natürlich gab es eine Abkürzung 🙂 🤪 Und die ging ÜBER den Berg 🤩 Nun gut, da mussten wir jetzt durch. Am Berghang standen einige Zebras, die uns lange zuschauten, wie wir den Berg hinauf liefen. Selbst Simon legte ab und zu mal eine kleine Verschnaufpause ein. Ein paar Mountain Reedbucks kreuzten unseren Weg und schließlich erreichten wir den Grat des Berges. Von dort oben sahen wir unser Auto in noch weiter Entfernung stehen. Doch es ging nur noch bergab und die Aussicht auf das (bestimmt lauwarme 😠) Wasser gab uns nochmals Energie. Simon fand das Sparkling Water richtig lecker, da da „etwas drin“ war, wie er uns immer wieder erklärte. So gaben wir ihm, als wir zurück am Thalu Bush Camp waren, eine Flasche von dem „Wasser, in dem etwas drin ist“ mit. Dafür hätte er fast sein Gewehr bei uns vergessen 😗 Alles in allem hat der Walk richtig Spaß gemacht, auch ohne Rhino-Sichtung!
Wir relaxten dann mit Blick auf den Thalu River, auf dessen anderer Seite Zebras verweilten. Ach, Urlaub kann so schön sein! Am späten Nachmittag machten wir noch einmal einen kurzen Game Drive, doch auf den Ntshamanzi 4x4-Track hatten wir heute keine Lust mehr. Deshalb blieben wir auf dem Hauptloop und entdeckten kurz darauf zwei White Rhinos mit Jungem.
Nachdem wir uns losreißen konnten, wurden wir etwa einen Kilometer weiter von einem entgegenkommenden Fahrzeug auf Black Rhinos hingewiesen. Spitzmaulnashörner hatten wir bisher nur einmal gesehen und diese drei waren wirklich stattliche Exemplare!
Etwas weiter sahen wir 3 weitere Breitmaulnashörner. Na, wo kommen die denn jetzt alle her??? Heute Morgen wollte Simon uns Rhinos zeigen und jetzt standen sie einfach so herum 😄 Langsam mussten wir uns aber wieder auf den Rückweg zum Camp machen und drehten um. Unterwegs sahen wir noch einen Schabrackenschakal und Wasserböcke.
Kurz vor 18 Uhr erreichten wir wieder Thalu. Dort richteten wir das Feuer zum Braai. Es gab Hühnchen, Boerewors, Kartoffeln und Butternut-Kürbis. Heute war der letzte Abend hier in der Einsamkeit, eigentlich schade 🙁 Buschi ließ sich heute leider nicht mehr blicken, vielleicht war er noch immer beleidigt, dass wir gestern den Müllsack so fest verschnürt hatten…
Um 20:45 Uhr um Fortsetzung Eures Berichtes gebeten, und postwendend habt Ihr um 21:07 Uhr gepostet. Ich wusste gar nicht, dass das bei Euch so gut funktioniert.
Vielen Dank für die Fortsetzung Eures Berichtes. Das letzte Bild vom "Heimweg" ist wunderbar. Was für eine tolle Landschaft!!!
Übrigens: ohne Wasser einen Bushwalk machen? Schon leicht riskant, oder nicht?!? Zumindest hättet Ihr ein Flascherl Roten einpacken können.
Unterkunft: Nselweni Bush Camp Kosten: ZAR 1100,- Strecke: 255 km
Der heutige Morgen war besonders schön, da ganz früh zur Freiluftdusche schon die Sonne schien 😎 Um 8 Uhr war Ranger David schon da und weil wir noch beim Frühstück waren, boten wir ihm auch Brot, Käse, Obst und einen Kaffee an. Auch wenn wir noch immer kein Zulu verstanden, funktionierte die Verständigung irgendwie und David verputzte den ganzen gerichteten Frühstücksteller. Währenddessen richteten wir unsere letzten Sachen zusammen, Marco belud das Auto und ich spülte das letzte Frühstücksgeschirr. Als ich das Küchentuch zum Abtrocknen in die Hand nahm, bemerkte ich bereits, dass es sich etwas komisch anfühlte. Ich schaute auf meine Hand und eine große, braune Spinne saß darin 😮 Sie hatte es sich wohl über Nacht in dem Tuch bequem gemacht. Wenn ich ehrlich bin „hasse“ ich Spinnen (sorry für all diejenigen die Spinnen mögen…) und zu Hause hätte ich schon wegen einer dicken schwarzen Spinne geschrien. Allerdings hätte ich da wenigstens noch gewusst, dass sie nicht giftig ist… Hier war ich mir in dem Moment nicht so sicher 😕 (Spinnenliebhaber werden jetzt bestimmt wissen, ob es in Ithala giftige Spinnen gibt oder nicht, welche Arten usw.). Ich hatte keine Ahnung und einfach nur Respekt. Irgendwie setzte ich die Spinne langsam zurück auf das Küchentuch und wartete, bis Marco zurückkam. Die Spinne machte keine Anstalten zu flüchten und blieb einfach so sitzen. Wir riefen dann noch David, der aber auch nicht erfreut war die Spinne zu sehen, leider verstanden wir ihn nicht. Eigentlich hätten wir sogar noch Zeit gehabt Bilder zu machen, aber damals wollte ich gar nicht wissen, was für eine Spinne es war, mittlerweile würde es mich schon interessieren…
Dann verabschiedeten wir uns, ich schaute immer mal wieder nach meiner Hand, ob nicht doch etwas war. Trotzdem machten wir noch ein paar letzte Bilder in Ithala und dann checkten wir am Main Gate aus.
Über die R69 und R66 fuhren wir Richtung Nongoma, wobei ein großer Teil der Strecke eine richtige Baustelle war. Da wir noch ein paar Dinge einkaufen mussten, steuerten wir dort den Pick´n´pay an und standen mittendrin im Trubel von Nongoma, Afrika pur!!! Wir entschieden uns, hier nicht einzukaufen, sondern nach einem anderen Supermarkt zu schauen. In Hlabisa, der letzten Möglichkeit zum Einkaufen vor dem Hluhluwe-Imfolozi-Park, fuhren wir dann auf den Spar-Parkplatz. Ich ging schnell ein paar Dinge besorgen und Marco blieb im Auto. Fleisch war jedoch für den europäischen Geschmack eher Mangelware, denn, obwohl ich ja sehr flexibel bin, waren mir die Hühnerfüße usw. nicht gerade geheuer 😵 So erstand ich nur eine Chakalaka-Wurst (was mag da wohl drin gewesen sein???), Brot und Kartoffeln.
Danach fuhren wir direkt in den Hluhluwe-Imfolozi-Park, wo wir auch gleich die alten Bekannten wie Kudu, Impala, Gnu und Zebra sahen. An der Brücke des Black Imfolozi kam uns ein Rhino entgegen, so dass wir warten mussten, um die Brücke dann etwas später passieren zu können. Kurz vor dem Mpila Camp, in dem wir für Nselweni einchecken mussten, kamen uns Giraffen entgegen.
Im Nselweni Camp räumten wir erst einmal unser Auto aus und verstauten unsere Sachen. Im Vergeich zu Thalu ist es ja schon sehr modern und man kann sogar auch nachts ins Bad gehen 😉 aber anfangs sehnte ich mich ein wenig nach Thalu zurück…
Am späten Nachmittag brachen wir noch einmal zu einem kleinen Game Drive auf, der uns bis zur Bekapanzi Pan führte. Bereits auf dem schmalen Weg zur Main Road trabten zwei Breitmaulnashörner gemächlich auf uns zu, wir hielten Sicherheitsabstand so gut es ging, aber ein Rhino sollte uns in diesem Urlaub noch näher kommen…
Zurück im Camp bereiteten wir das Feuer vor und aufgrund des immer heftiger werdenden Windes, flogen teilweise Funken. Da wir deswegen etwas Sorgen hatten, beeilten wir uns mit dem Braai und löschten danach das Feuer. Die gekaufte Chakalakawurst war zwar richtig lecker, aber auch richtig scharf!!!
Bereits als wir ins Bett gingen, hörten wir irgendwo in der Ferne das Brüllen von Löwen. Doch es sollte in dieser Nacht noch aufregender werden…
na dann bin ich einmal gespannt darauf, was Euch die folgende Nacht noch an Erlebnissen beschert hat. Hoffentlich hatte es nicht wieder etwas mit einer auch von mir nicht so geliebten Spinne zu tun 😐 Das wäre für mich wohl so etwas wie eine Nahtodeserfahrung gewesen 😕
Oh Mann, das horcht sich aber alles sehr spannend an. Da sind wir auch schon sehr gespannt, was Euch in dieser Nacht noch so alles über den Weg gelaufen ist.
Carsten schreibt:
Das wäre für mich wohl so etwas wie eine Nahtodeserfahrung gewesen
Ein interessanter Ausdruck - "NAHTODESERFAHRUNG"🤩
Kathy und Marco, bitte mit der nächsten Fortsetzung nicht zu lange warten. LG, der bayern schorsch
das Nselweni Bush Camp liegt im Imfolozi-Teil des Parks, ca. 10 km vom Mpila Camp entfernt. Das Bush Camp gibt es erst seit wenigen Jahren, somit ist alles sehr neu und es ist nur durch einen Elefantenzaun gesichert. Von der Terrasse der Communal Unit hat man einen traumhaften Blick auf den Black Imfolozi.
Unterkunft: Nselweni Bush Camp Kosten: ZAR 1100,- Strecke: 147 km
Kurz nach Mitternacht weckte ich Marco, da ich draußen Geräusche hörte. An der Kopfseite des Bettes bestand unsere Unterkunft lediglich aus einer Zeltwand mit Fliegengitterfenster. Glücklicherweise war es eine Vollmondnacht, so dass wir nach draußen schauen konnten. Wir glaubten unseren Augen nicht zu trauen. Etwas entfernt stand ein riesengroßes Rhino und graste 😮 Es trottete weg, kam nach einer Weile zurück und graste dann direkt an unserem Chalet. Wir waren mucksmäuschenstill und trauten uns kaum noch zu atmen. Es stand so nah an der Zeltwand, dass wir das Gefühl hatten, es könnte jederzeit mit dem Horn die Zeltplane berühren. Die Geräusche beim Grasen, das Schnauben und die Tritte klangen in der Stille der Nacht richtig unheimlich. Das ganze Spektakel dauerte fast eine Stunde. Es war ein unglaubliches und ergreifendes Erlebnis, einem Rhino so nah zu sein 🤩 🤪 Eigentlich hätte ich hier in Nselweni nicht damit gerechnet, aber da sind wir wieder einmal eines Besseren belehrt worden 😗 Während dieser Nacht hörten wir etwas weiter entfernt noch andere Geräusche, was Hyänen oder Wilddogs gewesen sein könnten.
Während ich mich noch schnell im Bad fertig machte, ging Marco schon einmal zum Communal Chalet, um zu schauen, ob sich Tiere am Fluss aufhielten. Dort traf er Schweizer, die ihm erzählten, dass sie am Vortag bei einem Guided Walk von einem Rhino angegriffen wurden. Glücklicherweise war nichts Schlimmeres passiert.
Heute Morgen beschlossen wir nur einen kleinen Loop zu fahren. Auf dem Weg zum Mpafa Hide konnten wir hübsche Nyalas sehen. Am Parkplatz des Hides angekommen, entdeckten wir einen Waran, eine Schildkröte und auf dem Pfad zum Hide einen Nyala-Bullen im Gestrüpp.
Die üblichen Tiere wie Kudus, Giraffen und Warzenschweine konnten wir oft beobachten. Impalas gab es eine unzählige Menge. Weit vor uns auf der Straße glaubte ich schon wieder, mittlerweile schon fast gelangweilt 😐, ein Impala zu sehen. Doch, uuups, es hatte einen zu langen Schwanz für ein Impala und außerdem schwarze Punkte… Das konnte nur ein Cheetah sein!!! Er lief eine zeitlang die Straße entlang und wir fuhren ganz langsam hinterher. Irgendwann entschied er sich nach rechts ins Gebüsch einzubiegen und legte sich in den Schatten. Doch irgendwie schien ihn unsere Anwesenheit zu stören, denn kurz darauf stand er auf und verzog sich.
Auf dem Rückweg buchten wir im Mpila Camp noch einen Night Drive für den morgigen Abend und fuhren zurück nach Nselweni. Nach dem Brunch und etwas Ausruhen im Camp, starteten wir gegen 14 Uhr in den Hluhluwe-Teil des Park, in dem wir bereits 2008 waren. Wir fuhren den großen Loop zum Muqabatheki und Seme Lookout. Auf dieser Strecke sahen wir sehr viele Rhinos, Zebras, Gnus und Impalas, vereinzelt Kudus und Nyalas. Am Thiyeni Hide beobachteten wir Giraffen, dann trotteten noch 2 Rhinos dazu, die sich im Schlamm suhlten. Warzenschweine waren auch noch da. Wow, ein Hide an dem echt mal viel los war 🤪
Zurück auf der Mainroad fuhren wir noch ein Stückchen Richtung Hilltop Camp, doch in Anbetracht der Zeit beschlossen wir irgendwann umzukehren, um den Rückweg ohne Hetze genießen zu können. Tiere begegneten uns wieder jede Menge, auf der Brücke über den Black Imfolozi genossen wir noch ein wenig die Aussicht und auf der Stichstraße zum Camp begegnete uns noch eine Büffelherde.
Pünktlich 2 Minuten vor 18 Uhr erreichten wir Nselweni (irgendwie schaffen wir es immer erst kurz vor Schluss 😗) und am Feuer gab es einen „After-Sundowner“. Aus der restlichen Chakalaka-Wurst und der restlichen Boerewors machte ich kurzerhand „Burger“ und siehe da, die schmeckten gar nicht schlecht 😉
Heute Abend war nur noch „Grashüpfer-Alarm“ angesagt. Das Tierchen setzte Marco unversehrt mit Hilfe eines Glases vor die Tür und wir fielen wieder einmal todmüde ins Bett. Der Wind blies auch heute ziemlich stark, so dass sich die Zeltplanen heftig bewegten. Aber genau das sind auch die Geräusche, die so an Afrikaurlaub erinnern 🙂 🤪 🙂