Reisebericht

Dem Rhino ganz nah - 2 Wochen durch KwaZulu-Natal

von Kathy_loves_Africa · begonnen 05. Nov. 2011 · 16 Teile

Teil 105. Nov. 2011
Hallo liebe FoMis,

schon wieder ein paar Wochen zurück im herbstlichen Deutschland, mit den Gedanken oftmals im südlichen Afrika, gibt es hier unseren zweiten Reisebericht. Vorab kurz den Verlauf unserer Rundreise:

Jo´burg - Royal Natal NP - Giant´s Castle - Sani Pass/Lesotho - St. Lucia Wetlands - Ithala GR - Imfolozi GR - Umlalazu Nature Reserve

Los ging es am 30. September 2011 ab Frankfurt. Morgens noch arbeiten, schnell nach Hause und die letzten Sachen packen, ab nach Frankfurt und auf nach Afrika, juhu! 🤩

In Frankfurt konnten wir schnell unser Gepäck aufgeben und machten wieder einmal den Fehler, zu schnell in den Abflugbereich C zu gehen, denn da ist wirklich „tote Hose“ 😠 Die einzige „kleine Aufregung“ war, dass kein A380 am Gate stand, sondern ein Jumbo. Auf Nachfrage erfuhren wir aber, dass dieser aus irgendwelchen Gründen nicht in die USA starten könne, aber wir gewiss mit dem A380 fliegen würden.

Irgendwann kam dieser dann auch ans Gate und war, natürlich 🙄, überbucht… Es wurden Passagiere gesucht, die gerne einen Tag später fliegen würden, natürlich gegen entsprechende Gegenleistung, WIR wollen aber nach SA!!! Da auch noch eine Start-/Landebahn gesperrt war, starteten wir eine Stunde später als geplant. Abendessen gab es um halb zwei in der Nacht und dann haben wir „Hummeldumm“ geschlafen…

Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 206. Nov. 2011
Samstag, 1. Oktober 2011

Jo´burg - Royal Natal NP


Unterkunft: Thendele Camp
Kosten: 2 Bed Chalet Upper Camp, ZAR 995,-
Strecke: 355 km

Mit halbstündiger Verspätung landeten wir in Jo´burg. Juhu Afrika, wir sind da!!! Die Passkontrolle verlief zügig, die Koffer ließen auf sich warten. An der Autovermietung war eine ewig lange Schlange, so dass wir erst gegen 12 Uhr unser Auto entgegennehmen konnten. Wer sich an unseren ersten Reisebericht erinnert, damals hatten wir einen nagelneuen VW Amarok, dieses Mal… einen wunderschön glänzenden Toyota Hilux 3.0 D4D mit 30000 km!!!

Allerdings glänzte er nur von außen 😠 Drinnen hätte man eher vermutet, er hätte 300 000 km auf dem Buckel…. Müffelig, Brandlöcher in den Sitzen und ziemlich schmutzig. Da wir aber nicht wieder an den Schalter wollten und ansonsten alles okay war, beschlossen wir, das Auto so zu nehmen. Vorweg genommen, es hat uns die ganzen zwei Wochen super über alle holprigen Pisten gebracht und das ist ja die Hauptsache!!!

Los ging es Richtung Royal Natal NP. Da es auf der N3 viele Baustellen gab, waren wir recht spät in Harrismith. Dank unserer bewährten Einkaufliste ging das Eindecken mit Lebensmitteln und sonstigen Dingen für die nächsten Tage sehr zügig. Noch einmal schnell tanken (erst in den folgenden Tagen merkten wir, dass die Reichweitenanzeige wohl defekt war, aber lieber mehr Sprit im Tank als zu wenig) und es ging weiter. Frohen Mutes, so schnell alles erledigt zu haben, fuhren wir … in die nächsten Baustellen 🤨 Die R74 war nur noch einspurig befahrbar und dazu noch mit Schlaglöchern übersät. Am Anfang und Ende jeder langen Baustelle saß in einer Blechhütte ein Arbeiter, der den Verkehr weiterleitete. In unsere Fahrtrichtung wurde es auch immer dunkler. Rundherum brauten sich Gewitter zusammen.

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Eine Gewitterfront kam immer näher auf uns zu, der Donner grollte und es begann heftig zu regnen. Ab dem Abzweig zum Royal Natal NP schüttete es so sehr, dass wir am Straßenrand anhalten mussten, da nichts mehr zu sehen war. Hagel kam dazu, der auf die Scheiben und das Autodach knallte. Irgendwann konnten wir weiterfahren, braune Bäche flossen über die Straßen und die Berghänge hinunter; glücklich kamen wir bei Regen am Gate an und checkten ein. Noch 10 km Fahrtweg und wir konnten den Schlüssel an der bereits verschlossenen Rezeption holen, der für uns hinterlegt worden war. Gegen 18 Uhr erreichten wir erleichtert unser Chalet, luden in den Gewitterpausen das Auto aus und beobachteten noch die Perlhühner. Zwischendurch konnten wir immer wieder das beeindruckende Amphitheater sehen, wenn die Wolken nach unten zogen. Da es richtig frisch war, wir aber noch kein Holz hatten, machten wir uns zum Abendessen eine heiße Suppe. Es wurde schnell dunkel und es zogen immer wieder Gewitter auf. Mitten in diesen hohen Bergen zuckten die Blitze rundherum und die Scheiben vibrierten vom Donner. Früh legten wir uns ins Bett, ein anstrengender Tag lag hinter uns, und eine etwas unheimliche, gewitterreiche Nacht…

Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 308. Nov. 2011
Sonntag, 2. Oktober 2011

Royal Natal NP

Unterkunft: Thendele Camp
Kosten: 2 Bed Chalet Upper Camp, ZAR 995,-
Strecke: 11 km

In der Nacht wachten wir aufgrund der Gewitter immer wieder auf. So heftige Gewitter hatten wir noch nie erlebt, richtig unheimlich!!! In der Nähe des Kamins tropfte es ins Chalet und wir stellten ein Glas darunter. Da am nächsten Morgen auch noch so verregnetes Wetter war, beschlossen wir, lange im Bett zu bleiben, denn hier war es wenigstens warm 😄 Irgendwann machten wir uns einen heißen Kaffee und da wir nicht nach draußen konnten, schnappten wir uns unsere Tierbestimmungsbücher und schauten sie wieder einmal durch.

Nachmittags fuhren wir ans Visitor Center, da am Camp nicht ans Rausgehen zu denken war. Aber auch dort konnten wir vor lauter Regen nicht einmal aus dem Auto aussteigen. Nach einiger Zeit des Wartens fuhren wir einfach unter die Überdachung, die eigentlich nicht für Touristen bestimmt ist und man hatte Einsehen mit uns… wir durften hier kurz halten.

Gemütlich durch den Shop schlendern, bei dem Wetter wenigstens ein paar Souvenirs kaufen und Zeit im Warmen und Trockenen vertrödeln, sich aufwärmen, Holz holen… das waren so meine Vorstellungen. Uuups, Stromausfall! Alle Vorstellungen dahin, denn im Shop war es mit einem Schlag dunkel. So blieb es dann einfach nur bei Holz und Anzündern, die wir bar bezahlen konnten, denn auch die Kasse ging nun nicht mehr. Das ist eben Afrika, wie schön!!! Streichholz hatten wir immer noch nicht und die letzte Möglichkeit war unser Camp. Hoffentlich hatte der Shop noch geöffnet, sonst würde es auch heute wieder einen kalten Abend geben. Oben angekommen hatten wir Glück und erstanden außer den Streichhölzern fürs Abendfeuer auch noch Kerzen.

Eigentlich wollten wir wenigstens noch ein wenig durch das Camp laufen, wenn wir schon den ganzen Tag nicht wirklich etwas unternehmen konnten. Doch gleich fielen wieder dicke Tropfen vom Himmel. So beschlossen wir den offenen Kamin anzufeuern.

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Durch das große Fenster beobachteten wir noch die Vögel und immer wenn gerade einmal das Nass von oben ausblieb huschte ich schnell hinaus, um ein paar Bilder zu machen.

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Mit einbrechender Dunkelheit flogen die Perlhühner auf das Dach unseres Chalets und verweilten dort, bevor sie zur Nachtruhe auf den Baum dahinter flogen. Wollten sie sich zuvor noch ein wenig an unserem Kamin aufwärmen??? Bei knisterndem Feuer spielten wir Karten und ließen danach den verregneten Tag mit einem heißen Nudeltopf und kaltem Windhoek Lager ausklingen.


Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 413. Nov. 2011
Montag, 3. Oktober 2011

Royal Natal NP - Giant´s Castle


Unterkunft: Giant´s Castle Camp
Kosten: Honeymoon Suite, ZAR 965,-
Strecke: 193 km

Heute Morgen standen wir früh und gut gelaunt auf, denn das Wetter sollte besser werden. Den Vorhang im Schlafzimmer zogen wir hoffnungsvoll zurück und konnten, vor lauter Nebel, nicht einmal mehr das Nachbarchalet sehen… Na, das war wohl nichts mehr mit einem ganz freien Blick auf das Amphitheater 😠 Also machte ich noch die letzten Bilder von unserem Chalet und nach einem kurzen Keksfrühstück packten wir alles zusammen und machten uns auf den Weg.

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Kurz hinter dem Camp waren einige Männer damit beschäftigt, mit Pickel und Hammer auf der Straße liegende Felsbrocken zu zerkleinern, die wohl über Nacht von dem Berg heruntergekommen waren. Wir konnten trotzdem passieren, wobei auf der rechten Seite nicht mehr viel Platz zum ungesicherten Abhang war…
Weiter unten angekommen, entdeckten wir unzählige Baboons auf den Grasflächen und kurz vor dem Visitor Center erstanden wir das erste Mitbringsel, ein geflochtenes Körbchen, an einem Stand.

Weiter ging es Richtung Bergville und Winterton, wo wir unsere Vorräte etwas ergänzten. Da die Auswahl in dem ersten „Supermarkt“ sehr begrenzt war, musste ich im zweiten Shop noch das Nötigste einkaufen. Die Fahrt ging weiter und die herauskommende Sonne war richtig angenehm! Doch in der Ferne hingen wieder dunkle Wolken… Bitte nicht schon wieder Gewitter und Hagel! Trotz der trüben Wetteraussichten konnten wir uns an den hübschen Kronenkranichen auf einer Wiese erfreuen und an den 7 Elandantilopen, die kurz vor der Einfahrt zum Park grasten. Doch kurz darauf klatschten schon wieder richtig dicke Regentropfen auf die Windschutzscheibe.

Der Regen ließ langsam nach und wir konnten auf dem Weg zum Camp die ersten Geier im Park sehen, die ihre Runden entlang der Berge drehten.

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Am Camp angekommen bezogen wir das Honeymoon Chalet, ein wirklich traumhaftes Plätzchen, mit einer tollen Terrasse. Wir erkundeten noch alles ein wenig und schon wieder braute sich das nächste Gewitter zusammen. Erste Blitze zuckten und gleich darauf folgte wieder heftiger Donner. Also schnell zurück ins Chalet und ein warmes Feuer machen! Gerade zurück, fing es auch schon wieder an zu regnen. Na, das konnte ja noch heiter werden in diesem Urlaub!

Zuerst machten wir uns einen heißen Kaffee und bei dem Versuch, den Wasserhahn zu bedienen, hatte ich diesen auf einmal in der Hand! Nicht nur Regen im Freien, sondern auch eine Wasserfontäne quer durch die Küche 🤪 Kurz gewischt und wieder zusammengeschraubt, und alles war wieder okay! Das war aber nur ein kleiner Zwischenfall, denn das Chalet war ansonsten wirklich in einem tipptopp Zustand, ordentlich und sauber und mit einem atemberaubenden Blick auf die Berge!

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Und die waren, nachdem der Regen nachgelassen hatten, auf den Gipfeln mit strahlend weißem Schnee bedeckt! Uuups, übermorgen wollen wir auf den Sani Pass… und der liegt ja mindestens genau so hoch…

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Vor wenigen Tagen hatten wir noch eine Email vom Sani Top Chalet erhalten: „The road is fine and its warm now, winter has passed. Lets hope its good when you are there.“ „Winter has passed“ und jetzt ist der Schnee zurück??? Irgendwie hatte ich jetzt schon Sorge, ob wir den Pass übermorgen überhaupt erreichen würden, denn auch ohne Schnee war mir vom vorherigen Lesen die „Straße auf den Sani Pass“ etwas unheimlich. Aber wir hatten ja morgen noch einen Tag Verschnaufpause…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 520. Nov. 2011
Dienstag, 4. Oktober 2011

Giant´s Castle


Unterkunft: Giant´s Castle Camp
Kosten: Honeymoon Suite, ZAR 965,-
Strecke: 15 km

Kaum zu glauben. Beim Blick durch das Fenster sahen wir die schneebedeckten Berge und einen wolkenlosen, strahlend blauen Himmel! Schnell machten wir uns fertig und frühstückten mit Rosinenbrötchen und einer warmen Tasse Kaffee auf der Terrasse. Unten im Tal graste eine 9-köpfige Eland-Herde und unzählige Paviane waren ebenfalls im Tal auf Futtersuche.

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Nach dem Frühstück besorgten wir uns an der Rezeption die Tickets für die Main Cave und machten uns sogleich auf den Weg. Von hier konnten wir die Elands im Tal noch viel besser beobachten und wir genossen die traumhaften Blicke auf die Drakensberge.

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An der Main Cave bekamen wir dann eine „Privat-Führung“, denn wir waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen Besucher. So konnten wir immer wieder Fragen stellen und auch die wunderschönen Felszeichnungen so lange anschauen wie wir wollten. Die Führung war daher wirklich sehr interessant!

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Auf dem Rückweg liefen wir entlang des Flusses im Tal. Unterwegs begegnete uns noch ein Wandererpaar, das natürlich querfeldein, mitten über alle Pflanzen trampelte. Überall lasen wir immer, dass man auf den Wegen bleiben soll, um die Pflanzen zu schützen, aber scheinbar sehen manche Leute diese Schilder nicht 🙁 Die Eland-Herde sahen wir leider nicht mehr, scheinbar hatten sich die Tiere wieder hoch in die Berge verzogen. (Oder waren sie vor den „Querfeldeinwanderern“ geflüchtet???)

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Auch wenn hier im Park die Tiersichtungen nicht mit anderen Gegenden vergleichbar sind, ist die Landschaft gerade zum Wandern toll. Überall blühten unzählige, wunderschöne Blumen am Wegesrand und auf den Grasflächen.

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Zurück am Chalet machten wir es uns auf der wunderschönen Terrasse gemütlich, genossen die Aussicht, bestimmten Vögel und schrieben ein paar Postkarten für Zuhause.

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Am späten Nachmittag brachen wir noch einmal zu einem „Game Drive“ auf (auf der einzigen Straße die man hier fahren kann 😉 ). Wir wollten einfach noch einmal schauen, ob wir die Geier wieder entdecken würden. Am gleichen Grat wie gestern drehten sie auch wieder ihre Runden! Da es mit Löwensichtungen hier ja nicht so gut steht, freuten wir uns auch über die lustigen Baboons, das nette Rock Dassie, die Reedbucks und lauschtem dem Heulen von Schakalen in der Ferne.

Im Chalet feuerten wir wieder den Ofen an und hatten den ersten Sundowner in diesem Urlaub auf der Terrasse im Freien!!! Jawohl, kein Regen mehr! Die Eland-Herde war zurückgekehrt, die „Querfeldeinwanderer“ waren ja auch verschwunden 🤩 , und die Tiere liefen direkt unterhalb des Camps am Fluss entlang. Ein perfekter Abschluss für diesen tollen Tag!

Zum Abendessen gab es dann Bohneneintopf mit Würstchen und die Gedanken waren immer wieder beim Sani Pass, der morgen auf uns wartete…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 627. Nov. 2011
Mittwoch, 5. Oktober 2011

Giant´s Castle – Sani Pass


Unterkunft: Sani Top Chalet
Kosten: ZAR 1300,- (HP)
Strecke: 155 km

Trotz usseligem Wetter entschieden wir uns Richtung Sani Pass zu fahren. Wir hatten uns immer wieder die Option offen gelassen, bei schlechtem Wetter direkt Richtung St. Lucia zu fahren. Aber der Sani Pass reizte uns ja doch…

Morgens zeigte sich uns in Giant´s Castle noch einmal die Eland-Herde und gegen 9 Uhr brachen wir auf. Die ersten 30 Kilometer der Strecke waren geteert und wir kamen zügig voran, bis uns ein Mann mit einer roten Fahne auf eine Rinderherde mit Kälbern aufmerksam machte.

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Kurz danach begann die Gravel-Road, die hier in SA wesentlich schlechter sind als in Namibia. Der Hilux wurde immer wieder richtig durchgerüttelt, doch die Landschaft war beeindruckend!

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Gegen Mittag erreichten wir schließlich den Abzweig zum Sani Pass und bis zum Sani Pass Hotel war die Straße eine lange Baustelle. Im Hotel nahmen wir ein köstliches Mittagessen zu uns, denn das Frühstück war an diesem Morgen ausgefallen. Noch immer hingen die Wolken in den Bergen, dennoch wollten wir es gerne versuchen auf den Pass zu fahren. Im Notfall könnten wir immernoch umdrehen und unten im Sani Pass Hotel übernachten, das war zumindest unser Plan. Kurz vor 15 Uhr erreichten wir die südafrikanische Grenze, holten unseren Stempel und das Abenteuer begann.

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Die dichte Wolkendecke lockerte sich auf und über uns war blauer Himmel mit vereinzelten Wolken zu sehen. So ein „Traumwetter“ hatten wir uns in den letzten Tagen nicht einmal zu träumen gewagt! Die Aussicht war einfach überwältigend. Adler kreisten über dem Tal und dann lagen sie plötzlich vor uns, die berüchtigten Serpentinen.

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Wir meisterten eine nach der anderen, aber je höher wir kamen, desto mehr musste auch der Hilux kämpfen. Und ich hatte ehrlich gesagt schon ein sehr ungutes Gefühl in der Magengegend, zählte die ganzen Sepentinen, aber irgendwann machte ich einfach die Augen zu, da ich nicht gerade „höhentauglich“ bin. Einmal hier hoch und nie mehr wieder, das waren meine Gedanken in diesem Moment… Erleichtert und unversehrt erreichten wir jedoch die Grenze Lesothos, wo uns der Grenzbeamte noch sehr nett die Geldscheine und deren Bedeutung erklärte. Schnell kamen wir dann am Sani Top Chalet an, bezogen unser Chalet und genossen die grandiose Aussicht von der Terrasse des Pubs.

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Dort unterhielten wir uns sehr lange mit einem Südafrikaner aus Johannesburg, der schon mehrfach hier war, um die Einsamkeit und Einzigartigkeit dieses Ortes zu genießen. Gemeinsam betrachteten wir bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, mit einer heißen Tasse Schokolade in der Hand, den Sonnenuntergang, der sich in den Eiszapfen, die an dem Dach hingen, spiegelte.

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Gegen 19 Uhr trafen wir uns zum Abendessen mit den anderen Gästen. Am Kamin wärmten wir uns alle auf (auch mit Lesotho Bier und Cider…) bevor wir das leckere Essen genossen. Die heiße Suppe tat nach dem langen Aufenthalt im Freien auf der Terrasse richtig gut. Die anderen Gäste waren auch alle sehr nett und so saßen wir alle gemeinsam rund um einen Tisch und plauderten über die Erlebnisse der letzten Tage, was jeder noch so vor hatte oder einfach über SA.

Nach dem Abendessen musste es schon unter 0°C gewesen sein, denn mittlerweile hatten die Wasserpfützen eine Eisschicht bekommen. Im Chalet versuchten wir die größeren Ritzen über der Tür etwas auszustopfen, denn es war schon seeehr kalt…. im deutschen Sommer 😉 Im Bad testeten wir das Wasser, es war richtig warm, perfekt!!! Warum hatte ein Gast heißes Wasser in einer Thermoskanne mitgenommen???

Schnell machten wir uns bettfertig und vergruben uns unter den drei Decken und einem (Lamm?)- Fell!!! Eine kalte Nacht stand uns bevor…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 704. Dez. 2011
Donnerstag, 6. Oktober 2011

Sani Pass – St. Lucia


Unterkunft: St. Lucia Wetlands Guest House
Kosten: ZAR 900,- (ÜF)
Strecke: 481 km

Heute stand uns die längste Wegstrecke bevor, aber darauf hatten wir uns ja schon im Vorfeld eingestellt. Deshalb klingelte der Wecker kurz nach 6 Uhr, denn es gab auch schon gegen 7.30 Uhr Frühstück. Marco ging als erstes ins Bad und musste feststellen, dass es KEIN warmes Wasser gab 🤩 Die Antwort nach der wohl seeehr kalten Dusche war einfach nur: „Boah, jetzt bin ich definitiv wach!“ Ich entschloss mich sogleich gegen eine Dusche, doch irgendwie mussten die Haare gewaschen werden. Kurzerhand funktionierten wir die kleine „Glasschnapskaraffe“ um und mit eiskaltem Wasser wusch ich mir die Haare im Waschbecken. Not macht eben erfinderisch 😉 Ohje, das Wasser war so kalt, dass man davon sofort Kopfschmerzen bekam. Wie kann man sich da nur unter die Dusche stellen??? Jetzt verstand ich den Mann mit der Thermoskanne 😄

Beim späteren Frühstück erfuhren wir, dass es wohl die letzten Tage morgens überhaupt kein Wasser gab, da die Leitungen eingefroren waren. Und als wir die Tage zuvor in Giant´s Castle den Schnee auf den Bergen gesehen hatten, hatte es auch hier wirklich noch einmal geschneit!

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Die herrliche Aussicht von der Terrasse ließ uns die kalten Temperaturen vergessen und wir wärmten uns, so gut es ging, etwas in der Morgensonne und danach am Kamin im Inneren auf. Das Frühstück war echt lecker, speziell der heiße Haferbrei mit braunem Zucker. Danach gabs aber auch noch alle anderen leckeren Dinge.

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Eigentlich hätten wir hier gerne noch mehr Zeit verbracht und hätten auch noch einmal eine eiskalte Nacht in Kauf genommen, doch wir mussten los Richtung St. Lucia. Noch schnell ein paar letzte Bilder, ein kleines Souvenir aus Lesotho und dann ging es wieder an die Grenze. Stempel, gleiche Prozedur wie gestern, aber alles ging ganz zügig und unproblematisch.

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Tja, und da waren sie wieder, die Serpentinen. Bergab machte es mir nicht mehr so viel aus und unser Hilux zuckelte gemütlich im 2. Gang 4x4 Low Range vor sich hin. Immer wieder hielten wir auf der Piste an, um die Aussicht zu genießen und ein paar Fotos zu schießen. Am heutigen Morgen war die Sicht noch klarer, der Himmel gänzlich ohne Wolken und wunderschön blau. Kein Auto kam entgegen, kein Auto hinter uns, es war traumhaft schön! So ließen wir uns für die Strecke lange Zeit. Erst an der südafrikanischen Grenze kamen uns wieder die ersten Autos der geführten Touren auf den Sani Pass entgegen. Wir waren schon irgendwie stolz, alleine den Pass bewältigt zu haben.

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Die R617 bis zur N3 ließ sich bis auf einen kleinen Zwischenfall sehr gut fahren. Irgendwo auf dieser Strecke kam eine „schwarze Wolke“ auf uns zu, es prasselte über das ganze Auto. Später sahen wir viele tote Bienen, die wohl in einem riesengroßen Schwarm gerade dort geflogen waren, wo wir fuhren 🙁

Die weitere Fahrt bis Durban war recht unspektakulär, ebenso die Weiterfahrt nach St. Lucia.

Endlich kamen wir dann in Mtubatuba an. Hier hatten wir Erinnerungen an unseren allerersten SA-Urlaub 2008, als ich, wie auch immer, mich mitten in den Markt mit dem Auto „verfahren“ hatte 😗 Dieses Mal beschlossen wir, nicht wieder durch den Markt zu fahren, sondern direkt nach St. Lucia…

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Dort angekommen, wurden wir herzlich empfangen und beim Willkommenstrunk an der Bar trafen wir zwei weitere Deutsche, die zum ersten Mal in SA waren. Wir unterhielten uns über die ganzen Erlebnisse und machten uns danach fertig, um Essen zu gehen. Wie auch 2008 machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu den Restaurants im Ortszentrum. Damals hatten wir noch ein etwas komisches Gefühl abends zu Fuß unterwegs zu sein. Dieses Mal, nach weiteren Urlauben im südlichen Afrika, fühlten wir uns in St. Lucia sicher.

Wir waren gerade einmal eine Minute unterwegs, da sprach uns ein junger Mann an. Verstanden wir ihn richtig??? Er meinte, ein Hippo würde die Straße herauf in den Ort kommen. Scherz, oder??? Ein Hippo in der Stadt??? Ne, das gibt es nicht… für Deutsche... Zuerst dachten wir, er veralbert uns, doch wir liefen langsam hinter ihm her. Und da stand wirklich ein riesengroßes Hippo mitten auf der Kreuzung und lief weiter Richtung Restaurants 🤩 Hätte uns der Mann nicht gewarnt, wären wir dem Hippo mitten in die „Arme“ gelaufen. Da unser eigentlicher Weg Richtung Ortszentrum nun versperrt war, gingen wir noch einmal kurz zurück ins B&B und dort riet man uns, einen anderen, etwas längeren Weg zu laufen. Dies taten wir dann auch, liefen aber mit etwas mulmigem Gefühl diese Strecke.

Im Ocean´s Basket aßen wir leckeren Fisch und beschlossen, wieder den längeren Heimweg zu nehmen. Trotzdem schauten wir uns immer wieder um. Und plötzlich stand es wieder da, das Hippo. Scheinbar hatte es einen kleinen Bummel durch den Ort gemacht und graste jetzt friedlich in einer Grünfläche. Mit gehörigem Respekt und so viel Abstand wie nur möglich war, schlichen wir uns leise vorbei und liefen zurück zum B&B. Dort fielen wir, müde von diesem ereignisreichen Tag, in unser gemütliches Himmelbett.

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Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 811. Dez. 2011
Freitag, 7. Oktober 2011

St. Lucia Wetlands


Unterkunft: St. Lucia Wetlands Guest House
Kosten: ZAR 900,- (ÜF)
Strecke: 90 km

Diesen Morgen gingen wir wieder etwas gemütlicher an. Nach einem exzellenten Frühstück auf dem Balkon stiegen wir in unser frisch gewaschenes Auto und fuhren los. Kurze Besorgungen waren angesagt, Geld holen, Briefmarken kaufen und ein wenig Brot fürs Picknick am Mittag besorgen. Dann ging es los Richtung Cape Vidal.

Am Gate wurden wir registriert, wir bezahlten den Eintritt (Wild Card wird nicht akzeptiert, da es ein „private park“ ist) und schon waren wir im Park. Am ersten Hide stoppten wir auch gleich und konnten einige Vögel beobachten.

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Danach bogen wir auf den ersten Loop und gleich zeigten sich uns Büffel und Warzenschweine. Zurück auf der Straße folgte kurz danach der Abzweig zum Mission Rock. Vom Viewpoint konnten wir auf der einen Seite die Wetlands mit grasenden Büffeln und Zebras sehen, auf der anderen Seite den Indischen Ozean. Am Mission Rock klatschte der Indische Ozean ganz schön wild gegen die Felsen.

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Zurück auf der Straße bogen wir kurz darauf zum Mfazani Hide ab. Dort beobachteten wir eine Zeit lang die grasenden Büffel und Warzenschweine aus nächster Nähe. Teilweise standen sie so tief im Gras, dass man nur noch Köpfe und Rücken erspähen konnte. Die Fahrt ging weiter und unweit der Straße entdeckten wir White Rhinos.

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Etwas weiter sahen wir einen Woolly-necked stork. Dann bogen wir auf den Dune Loop ab und erreichten etwas später Cape Vidal. Wow, es war sehr beeindruckend. Der Wind blies heftig und die Greifvögel und Möwen schienen in der Luft zu stehen. Wir machten einen kleinen Strandspaziergang und danach Picknick mit traumhaftem Blick auf den Ozean, was bei dem heftigen Wind manchmal erschwert wurde…. Immer wieder mussten wir aufpassen, dass nicht unser „gedeckter Tisch“ dem Wind zum Opfer fiel 🤪

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Die Zeit verging wie im Flug und auf dem Rückweg war leider der große Loop geschlossen, so dass wir die Teerstraße zurückfahren mussten. Dafür konnten wir aber sehr viele Tiere beobachten, bevor das große Highlight des Tages noch auf uns wartete. Ein Südafrikaner wies uns auf einen Leoparden hin, der im Unterholz lag. Es muss wohl ein Männchen gewesen sein, denn er war richtig groß! Eine ganze Weile ließ er sich von uns beobachten und musterte uns dabei ganz genau. Dann hatte er wohl genug davon, gähnte, stand auf und verzog sich. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis! Und ehrlich gesagt hätten wir hier nicht mit einem Leoparden gerechnet. Das Glück ist eben manchmal mit den Dummen 😄

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Kurz vor dem Gate entdeckten wir noch einmal hübsche Kudus und zurück im B&B legten wir eine kleine Pause ein. Dann fuhren wir zum Boardwalk, den wir wirklich sehr schön fanden. Die Hippos machten sich laut bemerkbar und in einem Baum sahen wir das erste Bushbaby in unserem Leben, denn bisher hatten wir es immer nur nachts schreien gehört. Es war richtig süß mit den riesigen Augen 🙂 Außerdem huschten Crested Guineafowls und Red Duiker durch das Gestrüpp. Als es langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Rückweg, denn auf eine direkte Hippo-Begegnung verzichteten wir gerne 😛

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Im B&B schrieben wir die letzten Karten und liefen dann los Richtung McKenzy Street. Wir entschieden uns heute für das Ocean Sizzler, was definitiv eine Fehlentscheidung war. Nach mehr als einer dreiviertel Stunde Wartezeit, mit grausamer Karaokemusik, (die Besitzer(???) deckten sich währenddessen selbst einen großen Tisch mit gegrillten Leckereien und es duftete herrlich…) kam endlich unser nicht gerade köstliches Abendessen… Meine Fischplatte war zwar okay, aber das Fischfilet von Marco stellte sich als kleines Fischchen mit Gräten heraus 😠 Noch einmal würden wir hier nicht mehr hingehen…

An diesem Abend hatten wir auf dem Rückweg keine Hippo-Begegnung und fielen, mal wieder, hundemüde in unser Bett.

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 914. Dez. 2011
Samstag, 8. Oktober 2011

St. Lucia – Ithala Game Reserve


Unterkunft: Thalu Bush Camp
Kosten: ZAR 1185,-
Strecke: 295 km

Heute Morgen wurden wir gegen 6 Uhr durch den „wake up call“ einer Affenhorde geweckt, die auf dem Dach herumturnte 😠 Das Frühstück war wieder richtig lecker und nachdem wir uns fertig gemacht hatten, das ganze Gepäck verstaut war, verabschiedeten wir uns. Nächstes Mal würden wir wieder ins St. Lucia Wetlands Guest House gehen!

Im Ort warfen wir noch schnell alle geschriebenen Karten in den Briefkasten, telefonierten kurz nach Deutschland und holten noch einmal Geld am Automaten. Während ich durch die Craft-Stände schlenderte, fuhr Marco nochmals zurück ins B&B, denn wir hatten unsere gefrorenen Wasserflaschen vergessen… Währenddessen erstand ich das ein oder andere Souvenir und nach dem Tanken fuhren wir Richtung Mtubatuba. Auf dem Weg dahin kauften wir noch an zwei Ständen ein Hippo, ein Croc und einen Pumba 🤪

Im Pick´n´Pay deckten wir uns wieder mit ein paar Lebensmitteln ein, Obst und Gemüse kauften wir auf dem Weg Richtung Ithala, wo wir gegen 15.30 Uhr ankamen.

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Im Ntshondwe Camp checkten wir ein und genossen noch ein leckeres Magnum 😎 bei einem kleinen Spaziergang. Dann fuhren wir los zum Thalu Bush Camp. Auf der Fahrt sahen wir viele Tiere wie Zebras, Gnus, Giraffen, Warzenschweine, Kudus und Tsessebes.

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Über die 4x4-Abkürzung kamen wir dann zur Einfahrt zu unserem Camp. Die Einfahrt empfanden wir als ewig lang und waren froh über unseren Hilux, denn der Weg war schon sehr ausgewaschen. Und dann standen wir vor der Unterkunft für die nächsten drei Nächte…

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Vom Hauptchalet lag ca. 15m entfernt die „Open-Air-Dusche“ und weitere 15m entfernt das „Toilettenhäuschen“. Marco war erst einmal etwas bedient 🙄, ich fand es eigentlich recht schön und idyllisch! Trotzdem war es „Afrika pur“, nur zu zweit mitten im Busch. In den Wilderness Camps im KTP gab es ja wenigstens noch einen Ranger und eine Trillerpfeife! Ich tröstete mich damit, dass es hier ja keine Löwen gibt, aber wenn ich bei Nacht einem Elefanten begegnen würde, keine Ahnung ob mir das lieber wäre… Wir luden das Auto aus und begutachteten dann mal die Umgebung. Elefantendung lag direkt am Weg zu unserem Chalet, na, da war Vorsicht geboten. Und genau da beschloss ich, abends nicht mehr zu viel zu trinken, um nachts nur nicht zum Toilettenhäuschen laufen zu müssen 😕

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In einem Schlafzimmer sah Marco etwas huschen, doch was war das??? Als wir dann in der Küche unsere Sachen verstauten, entdeckten wir das huschende Etwas. Es war ein Bushbaby. Neugierig erkundete es alles, aber es war doch recht scheu. Sobald wir näher kamen verschwand es kurz, kam dann aber wieder. Irgendwann hatte es genug und verschwand.

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Im nahen Fluss gaben die Frösche ein Konzert, wir machten die kleinen Gaslampen an und richteten das Abendessen. Es gab Rindersteak, Salat und Knoblauchbrot. Plötzlich tauchte „Buschi“, das Bushbaby wieder auf, und wir mussten jegliche Lebensmittel richtig bewachen. Da er keine Chance hatte, etwas zu ergattern, verzog er sich erneut und wir machten noch den Abwasch. Mit den Stirnlampen und mulmigem Gefühl, ging es doch noch einmal schnell zur Toilette und das Zähneputzen wurde kurzerhand vom Bad in das Spülbecken des Küchenbereichs verlegt. Wir machten uns fertig fürs Bett, löschten die Gasleuchten und lauschten den afrikanischen Tierstimmen. So „alleine“ waren wir bisher noch nie, es war schon etwas unheimlich… Ob Buschi in dieser Nacht noch einmal da war???

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1018. Dez. 2011
Sonntag, 9. Oktober 2011

Ithala Game Reserve


Unterkunft: Thalu Bush Camp
Kosten: ZAR 1185,-
Strecke: 96 km

Heute Morgen war „Freiluftbad“ angesagt und es war toll! Was gibt es schöneres, als beim Duschen den blauen Himmel zu sehen und vom Toilettenhäuschen die wunderschönen Vögel zu beobachten, die immer wieder um einen herum flogen. Vermutlich wollten sie in ihr Nest unter dem offenen Dach fliegen und fühlten sich durch unsere Anwesenheit gestört.

Marco kümmerte sich schon um das Frühstück, während ich noch dabei war mich fertig zu machen, als plötzlich Ranger David da stand, der täglich einmal bei uns vorbeischaute. Leider war die Verständigung etwas schwierig, da er nur Zulu sprach 🙄 Mit Händen und Füßen gelang es uns dennoch irgendwie uns zu verständigen und so boten wir ihm einen Kaffee an, den er gerne annahm. Danach reparierte er noch die Tür zum Chalet und kurze Zeit später kam Simon, der andere Ranger, um mit uns einen Termin für einen Game Walk auszumachen. Dieser ist bei der Buchung des Thalu Bush Camps bereits im Preis inbegriffen. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen.

So starteten wir erst recht spät zu unserem Game Drive, der uns zu Beginn über den großen Ngubhu Loop führte. Im Tal trafen wir etliche Tiere an, auf den Höhen entdeckten wir lediglich eine Schildkröte.

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Als wir an einem Viewpoint anhielten, erfreuten wir uns zuerst an der grandiosen Aussicht, bevor uns die Reifen unseres Autos auffielen, die recht platt wirkten. Kurzerhand fuhren wir an das recht nahe gelegene Gate, um dort an der Tankstelle den Reifendruck überprüfen zu lassen. Kurz darauf war alles wieder okay und wir konnten unsere kleine Ithala-Rundfahrt fortsetzen.

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An einem Berghang entlang des Dankeneni-Loops lief ein einsamer Elefantenbulle und kurz darauf sahen wir sehr versteckt zwei Rhinos mit einem Jungen.

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Auf der Einbahnstraße Richtung Phongola Picknick Area wurde es uns schon etwas mulmig, da die Straße teilweise sehr eng ist und viele Elefantenspuren zu sehen waren. Im Juli 2008 mussten wir hier schon einmal umkehren, da eine große Elefantenherde die Straße versperrte. Damals ging es im Rückwärtsgang die schmale Straße den Berg hinauf. Dieses Mal kamen wir jedoch zum Picknick Area und legten dort eine kleine Mittagspause ein. Wir liefen über die etwas wackelige Hängebrücke zu den Picknickplätzen, wo eine südafrikanische Familie bereits am Grillen war. Nach dem kleinen Mittagssnack gingen wir noch ans Flussufer des Phongola und genossen die Landschaft.

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Zurück am Auto machten wir uns auf den Weiterweg, der allerdings nach knapp einem Kilometer komplett versperrt war... Uuuups, hier waren wohl vor nicht allzu langer Zeit Elefanten am Werk 😐 Ein komplett ausgerissener Baum versperrte die Straße und so mussten wir umdrehen und die ganze Einbahnstraße wieder zurückfahren. Na, hoffentlich kommt uns kein Auto entgegen…

Die zwei oder drei Autos, die auch den Loop fahren wollten, kamen uns glücklicherweise an Stellen entgegen, an denen man ausweichen konnte. Wir machten die Leute darauf aufmerksam, dass der Loop versperrt war, und meldeten dies dann noch schnell im Main Camp. Dort bedankte man sich sehr, scheinbar wusste noch niemand von der „Vollsperrung“. Da wir ja nun noch einmal unerwartet am Main Camp waren und auch der Shop geöffnet hatte, gönnten wir uns noch einmal ein Eis und beobachteten die hübschen Klippschliefer und anderen Tiere.

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Auf dem Rückweg zum Thalu Bush Camp legten wir öfter Fotopausen ein und genossen danach mit einem Sundowner die herrliche Aussicht von unserem Camp auf den Fluss.

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Wir bereiteten das Grillfeuer vor und dann tauchte auch wieder „Buschi“ auf. Jedoch verschwand er schnell wieder in den Bäumen. Wir grillten Gemsquash, Kartoffeln, Rindersteak und Lamm und gerade als wir mit dem Essen fertig waren, tauchte unser kleiner Hausfreund wieder auf. Schneller als wir schauen konnten schnappte er sich eine Kürbisschale und verschwand damit 😗

Daraufhin verschnürten wir unsere Mülltüte noch besser und als Buschi noch einmal etwas abstauben wollte, allerdings nur die verschnürte Mülltüte vorfand, trollte er sich beleidigt....

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1128. Dez. 2011
Montag, 10. Oktober 2011

Ithala Game Reserve


Unterkunft: Thalu Bush Camp
Kosten: ZAR 1185,-
Strecke: 45 km

Kurz vor 9 Uhr kamen die beiden Ranger. Wir boten ihnen noch einen Kaffee an und dann ging es mit Simon los zu unserem ersten Bush Walk. Zuerst fuhren wir mit dem Auto den Shortcut zum Ngubhu Loop, parkten dort und das Abenteuer Bush Walk begann. Simon zeigte uns Baus von Warzenschweinen und Löcher, an denen Erdferkel nach Termiten gegraben hatten. An einem Leopardenbaum legten wir eine kurze Rast ein. Wir beobachteten Eland-Antilopen, ein Warzenschein und mehrere Grey Duiker. Der dicke Stamm des Baumes wies deutliche Kratzspuren der scharfen Leopardenkrallen auf.

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Es ist schon ein etwas komisches Gefühl, ohne den Schutz des Autos mitten durch die Landschaft zu laufen, aber es machte richtig viel Spaß. Simon wollte uns gerne Rhinos zeigen und so ging es weiter auf einem schmalen Tierpfad. Leider sollte es nicht so sein, doch eine Herde Gnus und Impalas entschädigte uns dafür. Lustig waren auch die kleinen Dung Beetle, die ihre Kugeln rollten.

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Langsam wurde es immer heißer und wir waren schon weit vom Auto entfernt. Unsere Trinkflaschen lagen natürlich im Auto, denn eigentlich sollte der Walk nur etwa 1,5 Stunden dauern und zu Beginn war es noch richtig bewölkt. Mittlerweile waren wir jedoch schon 2 Stunden unterwegs… Hui, Marco und ich überlegten immer wieder, wie wir Simon dazu bringen könnten umzudrehen, denn mittlerweile verzichteten wir auf die Rhinos. So fragten wir, ob es eigentlich eine Abkürzung zum Auto geben würde, denn den ganzen langen Weg in der Hitze wieder zurück, ohje… Natürlich gab es eine Abkürzung 🙂 🤪 Und die ging ÜBER den Berg 🤩 Nun gut, da mussten wir jetzt durch. Am Berghang standen einige Zebras, die uns lange zuschauten, wie wir den Berg hinauf liefen. Selbst Simon legte ab und zu mal eine kleine Verschnaufpause ein. Ein paar Mountain Reedbucks kreuzten unseren Weg und schließlich erreichten wir den Grat des Berges. Von dort oben sahen wir unser Auto in noch weiter Entfernung stehen. Doch es ging nur noch bergab und die Aussicht auf das (bestimmt lauwarme 😠) Wasser gab uns nochmals Energie. Simon fand das Sparkling Water richtig lecker, da da „etwas drin“ war, wie er uns immer wieder erklärte. So gaben wir ihm, als wir zurück am Thalu Bush Camp waren, eine Flasche von dem „Wasser, in dem etwas drin ist“ mit. Dafür hätte er fast sein Gewehr bei uns vergessen 😗 Alles in allem hat der Walk richtig Spaß gemacht, auch ohne Rhino-Sichtung!

Wir relaxten dann mit Blick auf den Thalu River, auf dessen anderer Seite Zebras verweilten. Ach, Urlaub kann so schön sein! Am späten Nachmittag machten wir noch einmal einen kurzen Game Drive, doch auf den Ntshamanzi 4x4-Track hatten wir heute keine Lust mehr. Deshalb blieben wir auf dem Hauptloop und entdeckten kurz darauf zwei White Rhinos mit Jungem.

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Nachdem wir uns losreißen konnten, wurden wir etwa einen Kilometer weiter von einem entgegenkommenden Fahrzeug auf Black Rhinos hingewiesen. Spitzmaulnashörner hatten wir bisher nur einmal gesehen und diese drei waren wirklich stattliche Exemplare!

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Etwas weiter sahen wir 3 weitere Breitmaulnashörner. Na, wo kommen die denn jetzt alle her??? Heute Morgen wollte Simon uns Rhinos zeigen und jetzt standen sie einfach so herum 😄 Langsam mussten wir uns aber wieder auf den Rückweg zum Camp machen und drehten um. Unterwegs sahen wir noch einen Schabrackenschakal und Wasserböcke.

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Kurz vor 18 Uhr erreichten wir wieder Thalu. Dort richteten wir das Feuer zum Braai. Es gab Hühnchen, Boerewors, Kartoffeln und Butternut-Kürbis. Heute war der letzte Abend hier in der Einsamkeit, eigentlich schade 🙁 Buschi ließ sich heute leider nicht mehr blicken, vielleicht war er noch immer beleidigt, dass wir gestern den Müllsack so fest verschnürt hatten…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1201. Jan. 2012
Dienstag, 11. Oktober 2011

Ithala Game Reserve – Imfolozi Game Reserve


Unterkunft: Nselweni Bush Camp
Kosten: ZAR 1100,-
Strecke: 255 km

Der heutige Morgen war besonders schön, da ganz früh zur Freiluftdusche schon die Sonne schien 😎 Um 8 Uhr war Ranger David schon da und weil wir noch beim Frühstück waren, boten wir ihm auch Brot, Käse, Obst und einen Kaffee an. Auch wenn wir noch immer kein Zulu verstanden, funktionierte die Verständigung irgendwie und David verputzte den ganzen gerichteten Frühstücksteller. Währenddessen richteten wir unsere letzten Sachen zusammen, Marco belud das Auto und ich spülte das letzte Frühstücksgeschirr. Als ich das Küchentuch zum Abtrocknen in die Hand nahm, bemerkte ich bereits, dass es sich etwas komisch anfühlte. Ich schaute auf meine Hand und eine große, braune Spinne saß darin 😮 Sie hatte es sich wohl über Nacht in dem Tuch bequem gemacht. Wenn ich ehrlich bin „hasse“ ich Spinnen (sorry für all diejenigen die Spinnen mögen…) und zu Hause hätte ich schon wegen einer dicken schwarzen Spinne geschrien. Allerdings hätte ich da wenigstens noch gewusst, dass sie nicht giftig ist… Hier war ich mir in dem Moment nicht so sicher 😕 (Spinnenliebhaber werden jetzt bestimmt wissen, ob es in Ithala giftige Spinnen gibt oder nicht, welche Arten usw.). Ich hatte keine Ahnung und einfach nur Respekt. Irgendwie setzte ich die Spinne langsam zurück auf das Küchentuch und wartete, bis Marco zurückkam. Die Spinne machte keine Anstalten zu flüchten und blieb einfach so sitzen. Wir riefen dann noch David, der aber auch nicht erfreut war die Spinne zu sehen, leider verstanden wir ihn nicht. Eigentlich hätten wir sogar noch Zeit gehabt Bilder zu machen, aber damals wollte ich gar nicht wissen, was für eine Spinne es war, mittlerweile würde es mich schon interessieren…

Dann verabschiedeten wir uns, ich schaute immer mal wieder nach meiner Hand, ob nicht doch etwas war. Trotzdem machten wir noch ein paar letzte Bilder in Ithala und dann checkten wir am Main Gate aus.

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Über die R69 und R66 fuhren wir Richtung Nongoma, wobei ein großer Teil der Strecke eine richtige Baustelle war. Da wir noch ein paar Dinge einkaufen mussten, steuerten wir dort den Pick´n´pay an und standen mittendrin im Trubel von Nongoma, Afrika pur!!! Wir entschieden uns, hier nicht einzukaufen, sondern nach einem anderen Supermarkt zu schauen. In Hlabisa, der letzten Möglichkeit zum Einkaufen vor dem Hluhluwe-Imfolozi-Park, fuhren wir dann auf den Spar-Parkplatz. Ich ging schnell ein paar Dinge besorgen und Marco blieb im Auto. Fleisch war jedoch für den europäischen Geschmack eher Mangelware, denn, obwohl ich ja sehr flexibel bin, waren mir die Hühnerfüße usw. nicht gerade geheuer 😵 So erstand ich nur eine Chakalaka-Wurst (was mag da wohl drin gewesen sein???), Brot und Kartoffeln.

Danach fuhren wir direkt in den Hluhluwe-Imfolozi-Park, wo wir auch gleich die alten Bekannten wie Kudu, Impala, Gnu und Zebra sahen. An der Brücke des Black Imfolozi kam uns ein Rhino entgegen, so dass wir warten mussten, um die Brücke dann etwas später passieren zu können. Kurz vor dem Mpila Camp, in dem wir für Nselweni einchecken mussten, kamen uns Giraffen entgegen.

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Im Nselweni Camp räumten wir erst einmal unser Auto aus und verstauten unsere Sachen. Im Vergeich zu Thalu ist es ja schon sehr modern und man kann sogar auch nachts ins Bad gehen 😉 aber anfangs sehnte ich mich ein wenig nach Thalu zurück…

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Am späten Nachmittag brachen wir noch einmal zu einem kleinen Game Drive auf, der uns bis zur Bekapanzi Pan führte. Bereits auf dem schmalen Weg zur Main Road trabten zwei Breitmaulnashörner gemächlich auf uns zu, wir hielten Sicherheitsabstand so gut es ging, aber ein Rhino sollte uns in diesem Urlaub noch näher kommen…

Zurück im Camp bereiteten wir das Feuer vor und aufgrund des immer heftiger werdenden Windes, flogen teilweise Funken. Da wir deswegen etwas Sorgen hatten, beeilten wir uns mit dem Braai und löschten danach das Feuer. Die gekaufte Chakalakawurst war zwar richtig lecker, aber auch richtig scharf!!!

Bereits als wir ins Bett gingen, hörten wir irgendwo in der Ferne das Brüllen von Löwen. Doch es sollte in dieser Nacht noch aufregender werden…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1303. Jan. 2012
Mittwoch, 12. Oktober 2011

Imfolozi Game Reserve

Unterkunft: Nselweni Bush Camp
Kosten: ZAR 1100,-
Strecke: 147 km

Kurz nach Mitternacht weckte ich Marco, da ich draußen Geräusche hörte. An der Kopfseite des Bettes bestand unsere Unterkunft lediglich aus einer Zeltwand mit Fliegengitterfenster. Glücklicherweise war es eine Vollmondnacht, so dass wir nach draußen schauen konnten. Wir glaubten unseren Augen nicht zu trauen. Etwas entfernt stand ein riesengroßes Rhino und graste 😮 Es trottete weg, kam nach einer Weile zurück und graste dann direkt an unserem Chalet. Wir waren mucksmäuschenstill und trauten uns kaum noch zu atmen. Es stand so nah an der Zeltwand, dass wir das Gefühl hatten, es könnte jederzeit mit dem Horn die Zeltplane berühren. Die Geräusche beim Grasen, das Schnauben und die Tritte klangen in der Stille der Nacht richtig unheimlich. Das ganze Spektakel dauerte fast eine Stunde. Es war ein unglaubliches und ergreifendes Erlebnis, einem Rhino so nah zu sein 🤩 🤪 Eigentlich hätte ich hier in Nselweni nicht damit gerechnet, aber da sind wir wieder einmal eines Besseren belehrt worden 😗 Während dieser Nacht hörten wir etwas weiter entfernt noch andere Geräusche, was Hyänen oder Wilddogs gewesen sein könnten.

Während ich mich noch schnell im Bad fertig machte, ging Marco schon einmal zum Communal Chalet, um zu schauen, ob sich Tiere am Fluss aufhielten. Dort traf er Schweizer, die ihm erzählten, dass sie am Vortag bei einem Guided Walk von einem Rhino angegriffen wurden. Glücklicherweise war nichts Schlimmeres passiert.

Heute Morgen beschlossen wir nur einen kleinen Loop zu fahren. Auf dem Weg zum Mpafa Hide konnten wir hübsche Nyalas sehen. Am Parkplatz des Hides angekommen, entdeckten wir einen Waran, eine Schildkröte und auf dem Pfad zum Hide einen Nyala-Bullen im Gestrüpp.

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Die üblichen Tiere wie Kudus, Giraffen und Warzenschweine konnten wir oft beobachten. Impalas gab es eine unzählige Menge. Weit vor uns auf der Straße glaubte ich schon wieder, mittlerweile schon fast gelangweilt 😐, ein Impala zu sehen. Doch, uuups, es hatte einen zu langen Schwanz für ein Impala und außerdem schwarze Punkte… Das konnte nur ein Cheetah sein!!! Er lief eine zeitlang die Straße entlang und wir fuhren ganz langsam hinterher. Irgendwann entschied er sich nach rechts ins Gebüsch einzubiegen und legte sich in den Schatten. Doch irgendwie schien ihn unsere Anwesenheit zu stören, denn kurz darauf stand er auf und verzog sich.

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Auf dem Rückweg buchten wir im Mpila Camp noch einen Night Drive für den morgigen Abend und fuhren zurück nach Nselweni. Nach dem Brunch und etwas Ausruhen im Camp, starteten wir gegen 14 Uhr in den Hluhluwe-Teil des Park, in dem wir bereits 2008 waren. Wir fuhren den großen Loop zum Muqabatheki und Seme Lookout. Auf dieser Strecke sahen wir sehr viele Rhinos, Zebras, Gnus und Impalas, vereinzelt Kudus und Nyalas. Am Thiyeni Hide beobachteten wir Giraffen, dann trotteten noch 2 Rhinos dazu, die sich im Schlamm suhlten. Warzenschweine waren auch noch da. Wow, ein Hide an dem echt mal viel los war 🤪

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Zurück auf der Mainroad fuhren wir noch ein Stückchen Richtung Hilltop Camp, doch in Anbetracht der Zeit beschlossen wir irgendwann umzukehren, um den Rückweg ohne Hetze genießen zu können. Tiere begegneten uns wieder jede Menge, auf der Brücke über den Black Imfolozi genossen wir noch ein wenig die Aussicht und auf der Stichstraße zum Camp begegnete uns noch eine Büffelherde.

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Pünktlich 2 Minuten vor 18 Uhr erreichten wir Nselweni (irgendwie schaffen wir es immer erst kurz vor Schluss 😗) und am Feuer gab es einen „After-Sundowner“. Aus der restlichen Chakalaka-Wurst und der restlichen Boerewors machte ich kurzerhand „Burger“ und siehe da, die schmeckten gar nicht schlecht 😉

Heute Abend war nur noch „Grashüpfer-Alarm“ angesagt. Das Tierchen setzte Marco unversehrt mit Hilfe eines Glases vor die Tür und wir fielen wieder einmal todmüde ins Bett. Der Wind blies auch heute ziemlich stark, so dass sich die Zeltplanen heftig bewegten. Aber genau das sind auch die Geräusche, die so an Afrikaurlaub erinnern 🙂 🤪 🙂

Liebe Grüße

Kathy und Marco
Teil 1407. Jan. 2012
Donnerstag, 13. Oktober 2011

Imfolozi Game Reserve


Unterkunft: Nselweni Bush Camp
Kosten: ZAR 1100,-
Strecke: 97 km

Heute wollten wir den Sontuli Loop, den Thoboti Loop und den Ngotsha Loop fahren. Bereits auf der Ausfahrt zur Mainroad trafen wir wieder auf die Büffelherde, die wohl über Nacht etwas weitergezogen war. Bei der Weiterfahrt war auf die Impalas immer Verlass. Man hat eh das Gefühl, sie stehen immer an der gleichen Stelle 😉

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Am Abzweig auf den Sontuli Loop lag ein Rhino im trockenen Flussbett und eine Giraffe versperrte eine zeitlang die Straße. Auf dem Loop gab es mehrere Viewpoints auf den Black Imfolozi. An einer Stelle sahen wir eine Büffelherde auf einer Sandbank im Fluss, an einem späteren Aussichtspunkt eine Gruppe Geier, die es sich auf einer Sandbank bequem gemacht hatte.

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Weiter ging es auf den Thoboti Loop. Die vereinzelten Tiere standen unter Bäumen im Schatten, kein Wunder, das Thermometer zeigte mittlerweile 35°C. Auf dem Ngotsha Loop stoppten wir an einem Hide. Dort beobachteten wir Zebras, Nyalas, Warzenschweine, eine Nilgans und eine kleine Schildkröte, die sich auf einem Stein im Wasserloch sonnte.

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Auf dem Rückweg hatten sich fast alle Tiere verzogen, selbst auf der Sandbank im Fluss saß nur noch ein einsamer Geier. Gegen 14 Uhr waren wir wieder zurück im Camp. Tokos flogen umher und setzten sich immer wieder an das Küchenfenster des Nachbarchalets.

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Am späteren Nachmittag gingen wir auf die Terrasse des Communal Chalets. Von dort konnten wir im Fluss Krokodile und auf der anderen Flussseite sechs Nyala-Bullen beobachten. Sie liefen den Hang hinunter, tranken Wasser und zogen wieder fort. Plötzlich hörte Marco Knackgeräusche. Erst bei genauerem Hinsehen konnte man den Rücken eines Elefanten im hohen Schilf am gegenüberliegenden Ufer ausmachen. An einer Stelle, an der das Schilf nicht so hoch war, konnten wir ihn dann in voller Pracht sehen. Und plötzlich tauchten noch zwei weitere Elefanten und ein kleiner Babyelefant auf. Wir konnten uns fast gar nicht losreißen, doch der Night-Drive wartete noch auf uns.

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Als wir im Mpila Camp ankamen, waren wir die einzigen, die den Night Drive gebucht hatten. Es war für uns sozusagen eine kleine Privatführung. Leider fuhren wir die gleichen Wege, die wir bereits heute Morgen gefahren waren, das war etwas schade. Auch von den Tiersichtungen hatten wir uns etwas mehr versprochen 😐 Außer Genets sahen wir nur Tiere, die auch tagsüber zu sehen waren. Nunja, man kann nicht immer Glück haben 🙁 Trotzdem erlebten wir einen tollen Sonnenuntergang und es ist ein schönes Gefühl, bei Dunkelheit durch den Busch zu fahren und die ganzen nächtlichen Geräusche zu hören.

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Der Drive dauerte gute 3 Stunden und vom Mpila Camp wurden wir von einem Rangerauto zu unserem Camp zurückbegleitet. Manchmal hatten wir richtig Mühe dem Ranger zu folgen. Und dann kam doch noch ein kleines Highlight. Im Scheinwerferlicht tauchte am Straßenrand eine große Hyäne auf 😄 🤪 Zurück am Camp mussten wir alleine zu unserem Chalet laufen, eigentlich dachte ich ja, dass wir auch dort von dem Ranger begleitet würden. Hmmm, falsch gedacht. Ich hoffte, dass nicht gerade wieder das Rhino Hunger hatte und an unserem Chalet graste 🙄 Doch alles lief bestens und so genossen wir noch den letzten Abend in Nselweni.


Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1522. Jan. 2012
Freitag, 14. Oktober 2011

Imfolozi Game Reserve – Umlalazi Nature Reserve


Unterkunft: Umlalazi Camp
Kosten: ZAR 990,-
Strecke: 143 km

Gegen 1 Uhr in der Nacht weckte mich Marco. Draußen waren wieder Geräusche zu hören. Wir schauten durch das Fliegengitter und konnten im Schein des Vollmondes unseren Besuch erkennen. Es war wieder das White Rhino. Irgendwie musste das Gras um unser Chalet besonders lecker sein, denn in dieser Nacht graste es auch wieder eine dreiviertel Stunde nur wenige Meter von uns entfernt!

Am Morgen packten wir unsere Sachen zusammen und liefen noch einmal zur Aussichtsterrasse, da uns die netten Putzfrauen auf drei Elefanten aufmerksam machten, die gerade im Fluss tranken. So hatten wir noch einmal eine nette Verabschiedung.

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Nun mussten wir das Nselweni Camp verlassen. Auf dem Weg zum Gate zeigten sich noch einmal jede Menge Tiere, Impalas sowieso, Warthogs, Büffel, Gnus, Rhinos und, und, und… Ein Ranger, der gerade selbst am fotografieren war, machte uns auf eine Tüpfelhyäne aufmerksam, die gerade an einem Riss fraß. Außerdem erzählte er uns von einem Elefantenbullen, der auch schon wenige Meter weiter mit wedelnden Ohren vor einem kleinen, weißen Auto stand, das uns kurz zuvor überholt hatte. Ich wäre an deren Stelle lieber einmal ein Stückchen rückwärts gefahren 🤩 Kurze Zeit später ließ der Elefant das Auto jedoch passieren und wir beobachteten ihn noch eine Weile bei seiner Staubdusche.

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In Mtubatuba kauften wir noch ein letztes Mal Fleisch für den abendlichen Braai, etwas zu Trinken und noch 2 Päckchen der weltbesten Kekse für daheim (in Deutschland gibt’s ja keine 😄 😗)

Um 13:30 Uhr erreichten wir dann das Gate zum Umlalazi Nature Reserve und standen vor einer verschlossenen Rezeption 😐 Die Wartezeit bis 14 Uhr verkürzten wir mit einem kleinen Picknick auf der Bank davor.
Dann erhielten wir unsere Schlüssel und fuhren zu unserem Chalet. Das Häuschen war zwar ganz nett, aber nicht zu vergleichen mit anderen tollen Unterkünften. Da alles aus Holz ist und am Meer eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, war es leider etwas „muffelig“. Naja, für eine Nacht war´s okay, besser als eine Nacht mitten in Durban.

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Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg zum Ozean. Auf dem Pfad durch die bewaldeten Dünen trafen wir auf viele Duiker, die sich recht flink durch den dichten Busch bewegten. Als sich die Vegetation lichtete, sahen wir in der Ferne den Ozean und davor riesige Sanddünen, die noch zu bewältigen waren. So beschlossen wir zurück zur Straße zu gehen und es an einer anderen Stelle noch einmal zu probieren. Wir liefen bis zur South Beach Ramp, wo ein Boardwalk über die Dünen bis an den Strand führte. Dort setzten wir uns auf eine Bank und genossen den frischen Wind, der die Schwüle hier am Meer erträglich machte. Außer ein paar einheimischen Leuten waren wir hier fast ganz allein. Keine Touristen und keine großen Menschenmengen. Die Zeit verging wie im Flug und für den Rückweg suchten wir uns einen anderen Trail durch die Dünen aus.

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Gegen Abend kamen an unserem Chalet 2 Zebras mit einem Fohlen vorbei und verweilten einige Zeit bei uns. Direkt neben unserem Auto bediente sich das Fohlen an der „Milchbar“. Ein tolles Erlebnis!

Heute zündeten wir für diesen Urlaub zum letzten Mal das Braai-Feuer für das Abendessen an und ein Duiker beobachtete die Sache ganz genau. Entgegen unserer ersten Annahme konnten wir sogar auf der Terrasse essen, wir wurden nicht von Schnaken gefressen. Im Gegenteil, es waren kaum Insekten da, das hatten wir auch schon anders erlebt!

Nach dem leckeren Abendessen räumten wir noch auf, richteten alles zusammen, denn morgen geht´s nach Durban, zum Flughafen...

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1604. Feb. 2012
Samstag, 15. Oktober 2011

Umlalazi Nature Reserve – Durban Airport


Strecke: 107 km

Heute waren wir recht früh wach, machten uns fertig und beobachteten von der Terrasse noch ein wenig die Red Duiker, die sich rund um unser Häuschen aufhielten.

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Nachdem das Gepäck im Auto verstaut war fuhren wir los. Es war bewölkt und einige Regentropfen trafen - wohl zur Verabschiedung - auf die Scheibe, so wie sie uns vor zwei Wochen heftigst begrüßt hatten. Die Fahrt verlief recht unspektakulär, bis wir von der Autobahn ausgeleitet wurden, da die Ladung eines LKWs (riesige Papierrollen) über die ganze Fahrbahn verteilt war. Glücklicherweise war es im Bereich einer Ausfahrt, so dass wir in keinen Stau gerieten.

Am Flughafen angekommen, gaben wir unser Auto zurück und gingen Richtung Terminal. Da im Vorfeld unser Inlandsflug auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden war, fragten wir nach, ob wir nicht doch mit einer früheren Maschine nach Jo´burg fliegen könnten. Nach kurzer Zeit hatten wir neue Boardkarten in der Hand, denn es waren auf einem früheren Flug noch Plätze frei.

Wir liefen noch einmal nach draußen und vor dem Eingang war ein riesiger Trubel. Unzählige Menschen sangen und tanzten überall in ihren bunten Kleidern. Wir schauten eine ganze Weile zu und fragten irgendwann einen Polizisten, was denn hier los sei. Er berichtete uns, dass heute ein Zulukönig in Durban ankommen würde, und die Menschen sich freuten und ihn so begrüßten. Leider sahen wir den Zulukönig nicht, denn irgendwann mussten wir ja leider zu unserem Flug. Vielleicht hätten wir doch nicht kurzfristig umbuchen sollen??? Trotzdem war dies noch einmal ein nettes Highlight zum Abschied!!!

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Der Flug nach Jo´burg war sehr unruhig, denn überall türmten sich riesige Gewitterwolken. Nach der Landung holten wir unser Gepäck und gaben es am LH-Schalter erneut auf. Die Zeit verging recht schnell und schon saßen wir wieder im A380 zurück nach Frankfurt…

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Tschüss Afrika, wir kommen schon bald wieder 🤪 😗 😉

Liebe Grüße

Kathy & Marco

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